{"id":17237,"date":"2012-12-10T15:10:24","date_gmt":"2012-12-10T13:10:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17237"},"modified":"2012-12-10T15:10:24","modified_gmt":"2012-12-10T13:10:24","slug":"viii-r-82-05-gewinnzuschlag-nach-par-7g-abs-5-estg-bei-unterjaehriger-aufloesung-der-ruecklage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-82-05-gewinnzuschlag-nach-par-7g-abs-5-estg-bei-unterjaehriger-aufloesung-der-ruecklage\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;82\/05 &#8211; Gewinnzuschlag nach &sect; 7g Abs. 5 EStG bei unterj&auml;hriger Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.2.2008, VIII R 82\/05<\/p>\n<p class=\"titel\">Gewinnzuschlag nach &sect; 7g Abs. 5 EStG bei unterj&auml;hriger Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Ansparr&uuml;cklagen nach &sect; 7g Abs. 3 EStG k&ouml;nnen bei Gewinnermittlung durch &Uuml;berschussrechnung ebenso wie bei Gewinnermittlung durch Bestandsvergleich nur zum Ende, nicht aber w&auml;hrend eines Wirtschaftsjahres aufgel&ouml;st werden (Anschluss an BFH-Urteil vom 6. M&auml;rz 2003 IV R 23\/01, BFHE 202, 250, BStBl II 2004, 187).<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob bei unterj&auml;hriger Aufl&ouml;sung einer Ansparr&uuml;cklage nach &sect; 7g des Einkommensteuergesetzes (EStG) der Gewinnzuschlag gem&auml;&szlig; &sect; 7g Abs. 5 EStG f&uuml;r das Aufl&ouml;sungsjahr voll zu berechnen ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist Arzt und ermittelt seinen Gewinn durch Einnahme-&Uuml;berschuss-Rechnung (&sect; 4 Abs. 3 EStG). In der Gewinnermittlung f&uuml;r das Jahr 2002 ber&uuml;cksichtigte er die Aufl&ouml;sung einer im Jahr 2000 nach &sect; 7g EStG gebildeten Ansparr&uuml;cklage, die er in der laufenden Buchf&uuml;hrung zum 31. Oktober 2002 erfasst hatte. Wegen der Aufl&ouml;sung erkl&auml;rte er einen Gewinnzuschlag gem&auml;&szlig; &sect; 7g Abs. 5 EStG in H&ouml;he von 6 % (= 1 053,78 EUR) des aufgel&ouml;sten Betrages. Einen Gewinnzuschlag f&uuml;r das Jahr der Aufl&ouml;sung setzte er nicht an, da die R&uuml;cklage insoweit nicht ein volles Wirtschaftsjahr bestanden habe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In dem Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des Gewinns aus selbst&auml;ndiger Arbeit f&uuml;r das Streitjahr 2002 erh&ouml;hte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) den erkl&auml;rten Gewinn um weitere 1 053,78 EUR und stellte den Gewinn in H&ouml;he von 69 652 EUR mit der Begr&uuml;ndung fest, die Ansparr&uuml;cklage habe f&uuml;r zwei volle Wirtschaftsjahre bestanden. Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger Verletzung materiellen Rechts.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Schon nach dem Wortlaut des &sect; 7g Abs. 5 EStG k&ouml;nne der Gewinnzuschlag nur f&uuml;r ein Wirtschaftsjahr geltend gemacht werden, in dem die R&uuml;cklage voll bestanden habe. Daran fehle es im Jahr der Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; der nach &sect; 7g Abs. 6&nbsp;&nbsp;2. Halbsatz EStG ma&szlig;gebliche Zeitraum durch unterj&auml;hrige Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage vor dem Abschluss des Wirtschaftsjahres ende.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und den Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung der Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit im Jahr 2002 in Gestalt der Einspruchsentscheidung unter Ansatz von Eink&uuml;nften aus selbst&auml;ndiger Arbeit in H&ouml;he von 68 568 EUR zu &auml;ndern.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt im Wesentlichen unter Bezugnahme auf die Gr&uuml;nde des angefochtenen Urteils, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zu Recht hat das Finanzgericht (FG) den Gewinnzuschlag f&uuml;r die im Jahre 2000 gebildete und buchungstechnisch am 31. Oktober 2002 aufgel&ouml;ste R&uuml;cklage nach &sect; 7g EStG auch mit 6 % des R&uuml;cklagebetrages f&uuml;r das Streitjahr 2002 und damit insgesamt (f&uuml;r die beiden Jahre, in denen die R&uuml;cklage bestand) mit 12 % dieses Betrages bemessen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. a) Gem&auml;&szlig; &sect; 7g Abs. 3 EStG in der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Fassung k&ouml;nnen Steuerpflichtige, die den Gewinn durch Bestandsvergleich ermitteln, f&uuml;r die k&uuml;nftige Anschaffung oder Herstellung eines neuen beweglichen Wirtschaftsguts des Anlageverm&ouml;gens eine den Gewinn mindernde R&uuml;cklage bilden (&sect; 7g Abs. 3 Satz 1 EStG). Sie muss nach Ma&szlig;gabe des &sect; 7g Abs. 4 Satz 2 EStG gewinnerh&ouml;hend aufgel&ouml;st werden, wenn sie am Ende des zweiten auf ihre Bildung folgenden Wirtschaftsjahres noch vorhanden ist; dabei ist der Gewinn im Wirtschaftsjahr der Aufl&ouml;sung um 6 % des aufgel&ouml;sten R&uuml;cklagebetrages f&uuml;r jedes volle Wirtschaftsjahr zu erh&ouml;hen, in dem die R&uuml;cklage bestanden hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diese Regelungen gelten f&uuml;r Steuerpflichtige, die ihren Gewinn &#8211;wie der Kl&auml;ger&#8211; durch &Uuml;berschussrechnung nach &sect; 4 Abs. 3 EStG ermitteln, entsprechend mit der Ma&szlig;gabe, dass die Bildung der R&uuml;cklage als Betriebsausgabe (Abzug) und ihre Aufl&ouml;sung als Betriebseinnahme (Zuschlag) zu behandeln ist; der Zeitraum zwischen Abzug und Zuschlag gilt als Zeitraum, in dem die R&uuml;cklage bestanden hat (&sect; 7g Abs. 6 EStG).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) &sect; 7g Abs. 3 EStG (hier: f&uuml;r den Fall der Gewinnermittlung durch &Uuml;berschussrechnung i.V.m. Abs. 6) er&ouml;ffnet dem Steuerpflichtigen unter den dort festgelegten Voraussetzungen ein Wahlrecht zur Bildung einer Ansparr&uuml;cklage und l&auml;sst dar&uuml;ber hinaus bei Aufgabe der beg&uuml;nstigten und nicht realisierten Investitionsplanung zu, die Ansparr&uuml;cklage vorzeitig, d.h. bei Gewinnermittlung durch Bestandsvergleich, bereits zum Ende des ersten Wirtschaftsjahres nach ihrer Bildung, aufzul&ouml;sen (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 21. September 2005 X R 32\/03, BFHE 211, 221, BStBl II 2006, 66; Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 25. Februar 2004 IV A 6 -S 2183b- 1\/04, BStBl I 2004, 337, 340 Tz. 28; Handzik in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect; 7g Rz 89; Bl&uuml;mich\/Brandis, &sect; 7g Rz 90). Der in diesem Zusammenhang anzusetzende Gewinnzuschlag von 6 % des R&uuml;cklagenbetrages nach &sect; 7g Abs. 5 EStG &quot;f&uuml;r jedes volle Wirtschaftsjahr, in dem die R&uuml;cklage bestanden hat&quot;, betrifft auch Rumpfwirtschaftsjahre, in denen es unterj&auml;hrig zu einer Betriebsaufgabe oder -ver&auml;u&szlig;erung kommt (BFH-Urteil vom 10. November 2004 XI R 56\/03, BFH\/NV 2005, 845). Denn auch ein solches (Rumpf-)Wirtschaftsjahr ist ein vollg&uuml;ltiges Wirtschaftsjahr (vgl. BFH-Urteil vom 23. August 1979 IV R 95\/75, BFHE 128, 533, BStBl II 1980, 8).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Diese Grunds&auml;tze gelten nach der Rechtsprechung auch f&uuml;r Ansparr&uuml;cklagen bei Gewinnermittlung durch &Uuml;berschussrechnung. In diesem Fall m&uuml;ssen die Steuerpflichtigen den Abzug als Betriebsausgabe bei Aufgabe der Investitionsabsicht in der Gewinnermittlung f&uuml;r das zweite auf die Bildung der R&uuml;cklage folgende Wirtschaftsjahr durch einen entsprechenden Zuschlag als Betriebseinnahme kompensieren, soweit sie dies nicht schon vorher &#8211;z.B. im vorangegangenen Wirtschaftsjahr&#8211; getan haben (vgl. BFH-Urteil vom 28. April 2005 IV R 30\/04, BFHE 209, 496, BStBl II 2005, 704).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Streitig ist, ob dieser Zuschlag dadurch vermieden werden kann, dass die R&uuml;cklage unterj&auml;hrig aufgel&ouml;st wird (so FG Bremen, Urteil vom 12. August 2002&nbsp;&nbsp;1 K 245\/01 nicht ver&ouml;ffentlicht; Pohl, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2003, 960, 964; Lambrecht in Kirchhof, EStG, 7. Aufl., &sect; 7g Rz 53; ders. in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect; 7g Rz G 13; Fuhrmann, K&ouml;lner Steuerdialog &#8211;K&Ouml;SDI&#8211; 2004, Nr. 6, 14222, 14229; Meyer in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect; 7g EStG Rz 127 &quot;Gewinnzuschlag&quot;; ablehnend &#8211;wie die Vorinstanz&#8211; FG M&uuml;nster, Urteil vom 24. Juni 2003&nbsp;&nbsp;2 K 4635\/02 E, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2003, 1719; Hessisches FG, Urteil vom 6. Dezember 2004 1 K 1516\/04, EFG 2005, 1603; BMF-Schreiben in BStBl I 2004, 337 Tz. 39; Oberfinanzdirektion &#8211;OFD&#8211; Koblenz, Verf&uuml;gung vom 27. M&auml;rz 2003 S 2183b A, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2003, 880; Pauls\/Weller, Neue Wirtschafts-Briefe &#8211;NWB&#8211; Fach 3, 13849 (7\/2006), m.umf.N.; Roland in Bordewin\/Brandt, &sect; 7g EStG a.F. Rz 77; Br&ouml;der, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2003, 1121, 1122; Rosarius, Die Information f&uuml;r Steuerberater und Wirtschaftspr&uuml;fer &#8211;INF&#8211; 2003, 775, 778).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Der Senat folgt der Auffassung, nach der der Zuschlag nicht aufgrund einer unterj&auml;hrigen Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage vermieden werden kann. Schon im Zusammenhang mit der Frage, ob ein Steuerpflichtiger &#8211;mit Gewinnermittlung nach &sect; 4 Abs. 3 EStG&#8211; eine Ansparr&uuml;cklage wirksam gebildet hatte, hat der BFH darauf hingewiesen, dass eine solche R&uuml;cklage nicht w&auml;hrend eines Wirtschaftsjahres aufgel&ouml;st werden kann (BFH-Urteil vom 6. M&auml;rz 2003 IV R 23\/01, BFHE 202, 250, BStBl II 2004, 187). Er hat damit die Grunds&auml;tze seiner zu &sect; 6b EStG ergangenen Rechtsprechung (vgl. BFH-Urteil vom 26. Oktober 1989 IV R 83\/88, BFHE 159, 133, BStBl II 1990, 290) auf den Anwendungsbereich des &sect; 7g Abs. 6 EStG &uuml;bertragen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) F&uuml;r diese Auffassung spricht schon der Zweck der R&uuml;cklage. Sie soll die Wettbewerbssituation kleiner und mittlerer Betriebe dadurch verbessern, dass deren Liquidit&auml;t und Eigenkapitalbildung unterst&uuml;tzt sowie deren Investitions- und Innovationskraft durch den von ihr bewirkten Steuerstundungseffekt gest&auml;rkt werden (BFH-Urteile vom 14. August 2001 XI R 18\/01, BFHE 198, 415 , BStBl II 2004, 181; vom 27. Oktober 2004 VIII R 35\/04, BFHE 207, 318; vgl. auch BTDrucks 10\/336, S. 13, 25\/26; BTDrucks 11\/257, S. 8 f.). W&auml;hrend der Steuerstundung erm&ouml;glicht es die R&uuml;cklage, die liquiden Mittel produktiv zu verwenden oder zur Tilgung von Verbindlichkeiten einzusetzen (BFH-Urteil in BFHE 198, 415, BStBl II 2004, 181). Dieser Stundungseffekt kommt einer R&uuml;cklage auch bei der Gewinnermittlung nach &sect; 4 Abs. 3 EStG f&uuml;r das volle Wirtschaftsjahr der R&uuml;cklagenaufl&ouml;sung zu, weil dieser Effekt erst mit der Gewinnermittlung durch die zum Ende des Wirtschaftsjahres zu erstellende &Uuml;berschussrechnung endet (OFD Koblenz in DStR 2003, 880; Rosarius, INF 2003, 775, 778).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Dem Wortlaut des &sect; 7g Abs. 6&nbsp;&nbsp;2. Halbsatz EStG ist eine entgegenstehende Regelungsabsicht des Gesetzgebers nicht zu entnehmen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit der Gesetzgeber n&auml;mlich f&uuml;r die F&auml;lle der &Uuml;berschussrechnung bestimmt hat, dass die R&uuml;cklage durch Ansatz einer Betriebsausgabe (Abzug) gebildet und durch Ansatz einer Betriebseinnahme (Zuschlag) aufgel&ouml;st wird, hat er ersichtlich nur die Technik der R&uuml;cklagenbildung regeln wollen, ohne insoweit eigene Tatbestandsmerkmale schaffen oder abweichende Rechtsfolgen gegen&uuml;ber einer R&uuml;cklagenaufl&ouml;sung durch bilanzierende Steuerpflichtige ausl&ouml;sen zu wollen (Roland in Bordewin\/Brandt, a.a.O., &sect; 7g EStG Rz 77; Br&ouml;der, FR 2003, 1121, 1122; Rosarius, INF 2003, 775, 778).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dies gilt auch f&uuml;r die im 2. Halbsatz der Regelung getroffene Anordnung, dass der Zeitraum zwischen Abzug und Zuschlag als Zeitraum gilt, in dem die R&uuml;cklage bestanden hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diese Regelung ist n&auml;mlich nur deshalb erforderlich, weil die in &sect; 7g Abs. 6&nbsp;&nbsp;1. Halbsatz EStG angeordnete entsprechende Anwendung der Vorschriften f&uuml;r die &sect; 7g-R&uuml;cklage bei bilanzierenden Steuerpflichtigen auf solche mit Gewinnermittlung nach &sect; 4 Abs. 3 EStG voraussetzt, dass der Zeitraum, f&uuml;r den die R&uuml;cklage bestanden hat, entsprechend &sect; 7g Abs. 5 EStG definiert wird. Wann die Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage indessen im Verlauf eines Wirtschaftsjahres vorzunehmen ist, regelt die Vorschrift ausdr&uuml;cklich nicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der insoweit ma&szlig;gebliche Zeitpunkt ergibt sich unmittelbar aus dem Umstand, dass die auf einem Ansatzwahlrecht beruhende Ansparr&uuml;cklage erst zum Schluss des Wirtschaftsjahres bei der Aufstellung der Bilanz gebildet oder bei der Erstellung der Einnahmen-&Uuml;berschussrechnung als Betriebsausgabe abgezogen werden kann (so BFH-Urteil in BFHE 202, 250, BStBl II 2004, 187). Folgerichtig kann auch ihre Aufl&ouml;sung bei Aufstellung der Bilanz des ersten oder zweiten auf die Bildung der R&uuml;cklage folgenden Wirtschaftsjahres oder bei Erstellung der Einnahmen-&Uuml;berschussrechnung zum Ende dieser Wirtschaftsjahre erfolgen, weil fr&uuml;hestens zu diesen Zeitpunkten die steuerstundende Wirkung der gebildeten R&uuml;cklage durch den Steuerpflichtigen endet. Eine buchungstechnische Aufl&ouml;sung vor diesem Zeitpunkt hat danach ebenso wenig Auswirkung auf den Zeitpunkt der Wirksamkeit der Aufl&ouml;sung wie eine entsprechende buchungstechnische Aufl&ouml;sung steuerfreier R&uuml;cklagen nach &sect; 6b EStG vor Ablauf des Wirtschaftsjahres (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 159, 133, BStBl II 1990, 290).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben ist die angefochtene Entscheidung aus Rechtsgr&uuml;nden nicht zu beanstanden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die vom Kl&auml;ger geltend gemachte Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage nach &sect; 7g EStG im Oktober des Streitjahres hat deren steuerstundende Wirkung erst durch ihre Erfassung im Rahmen der &Uuml;berschussrechnung nach &sect; 4 Abs. 3 EStG zum Ende des Wirtschaftsjahres 2002 beendet, so dass auch f&uuml;r dieses Wirtschaftsjahr nach Ma&szlig;gabe des &sect; 7g Abs. 5 i.V.m. Abs. 6 EStG ein Zuschlag zum Gewinn in H&ouml;he von 6 % der R&uuml;cklage anzusetzen ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.2.2008, VIII R 82\/05 Gewinnzuschlag nach &sect; 7g Abs. 5 EStG bei unterj&auml;hriger Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage Leits&auml;tze Ansparr&uuml;cklagen nach &sect; 7g Abs. 3 EStG k&ouml;nnen bei Gewinnermittlung durch &Uuml;berschussrechnung ebenso wie bei Gewinnermittlung durch Bestandsvergleich nur zum Ende, nicht aber w&auml;hrend eines Wirtschaftsjahres aufgel&ouml;st werden (Anschluss an BFH-Urteil vom 6. M&auml;rz 2003 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-82-05-gewinnzuschlag-nach-par-7g-abs-5-estg-bei-unterjaehriger-aufloesung-der-ruecklage\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;82\/05 &#8211; Gewinnzuschlag nach &sect; 7g Abs. 5 EStG bei unterj&auml;hriger Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17237","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17237","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17237"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17237\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17237"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17237"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17237"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}