{"id":17257,"date":"2012-12-10T16:30:46","date_gmt":"2012-12-10T14:30:46","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17257"},"modified":"2012-12-10T16:30:46","modified_gmt":"2012-12-10T14:30:46","slug":"i-r-64-07-arbeitnehmer-mit-bereitschaftsdiensten-als-grenzgaenger-zur-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-64-07-arbeitnehmer-mit-bereitschaftsdiensten-als-grenzgaenger-zur-schweiz\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;64\/07 &#8211; Arbeitnehmer mit Bereitschaftsdiensten als Grenzg&auml;nger zur Schweiz"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.8.2008, I R 64\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Arbeitnehmer mit Bereitschaftsdiensten als Grenzg&auml;nger zur Schweiz<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Muss ein in Deutschland ans&auml;ssiger Arbeitnehmer &uuml;ber mehrere Tage hinweg ohne Unterbrechung in der Schweiz t&auml;tig werden, so ist bei der Anwendung der Grenzg&auml;ngerregelung in Art. 15a DBA-Schweiz 1971\/1992 nicht jeder dieser Tage als ein Tag zu z&auml;hlen, an dem der Arbeitnehmer aus beruflichen Gr&uuml;nden nicht an seinen Wohnsitz zur&uuml;ckkehrt (Best&auml;tigung des Senatsurteils vom 16. Mai 2001 I R 100\/00, BFHE 195, 341, BStBl II 2001, 633; Abgrenzung zum Senatsurteil vom 15. September 2004 I R 67\/03, BFHE 207, 452).<\/p>\n<p>2. Dieser Grundsatz greift auch dann ein, wenn sich an eine Tagesschicht in der Schweiz ein Pikettdienst (Bereitschaftsdienst) und an diesen erneut eine Tagesschicht anschlie&szlig;en und das ma&szlig;gebliche Arbeitsrecht den Pikettdienst zur Arbeitszeit z&auml;hlt.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) im Streitjahr (2001) Grenzg&auml;ngerin i.S. des Art. 15a des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizerischen Eidgenossenschaft zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen vom 11. August 1971 (BGBl II 1972, 1022, BStBl I 1972, 519) i.d.F. des Protokolls vom 21. Dezember 1992 (BGBl II 1993, 1888, BStBl I 1993, 928) &#8211;DBA-Schweiz 1971\/1992&#8211; war.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin ist Heilerziehungshelferin und wohnte im Streitjahr im Inland. Sie arbeitete in einem Internat f&uuml;r cerebral Gel&auml;hmte in der Schweiz. Nach ihrem Arbeitsvertrag musste sie neben ihrer Arbeit im Internat (Kernarbeitszeiten 6 Uhr bis 10 Uhr und 15.30 Uhr bis 22 Uhr) n&auml;chtliche Pikettdienste (Bereitschaftsdienste) leisten, die darin bestanden, dass sie am Ort &uuml;bernachtete und bei Bedarf zur Betreuung der dort untergebrachten Personen zur Verf&uuml;gung stand. F&uuml;r jeden dieser Dienste erhielt die Kl&auml;gerin 25 Schweizer Franken; eine Entlohnung nach den allgemeinen Bestimmungen des Arbeitsvertrages erfolgte nur dann, wenn sie w&auml;hrend eines Pikettdienstes tats&auml;chlich mehr als eine Stunde arbeiten musste. Im Streitjahr hat die Kl&auml;gerin insgesamt 73 Pikettdienste geleistet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) endete die normal bezahlte Arbeitszeit der Kl&auml;gerin vor Antritt der Pikettdienste stets um 22 Uhr; der n&auml;chste Arbeitstag begann jeweils um 6 Uhr. Die Arbeitszeit des jeweiligen Vortags begann zumeist in den Morgenstunden (7 Uhr, 8 Uhr oder 9 Uhr), zum Teil aber auch um die Mittagszeit (13 Uhr, 14 Uhr oder 15 Uhr); bei Arbeitsbeginn am Morgen gab es Mittagspausen von zumeist vier, selten f&uuml;nf und in einem Fall sechs Stunden. Die Arbeit am Folgetag endete zumeist mittags (12 Uhr, 13 Uhr oder 14 Uhr) und an insgesamt 25 Tagen des Streitjahres erst abends (18 bis 22 Uhr); in den zuletzt genannten F&auml;llen gab es wiederum zumeist Mittagspausen von in der Regel vier oder f&uuml;nf Stunden. Die Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsort betrug 90 km; f&uuml;r die einfache Fahrt ben&ouml;tigte die Kl&auml;gerin eine Zeit von durchschnittlich eineinhalb Stunden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr ging die Kl&auml;gerin davon aus, dass ihr Arbeitslohn nicht der deutschen Besteuerung unterliege. Demgegen&uuml;ber bezog der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) den Arbeitslohn in die Bemessungsgrundlage der Einkommensteuer ein. Der deshalb erhobenen Klage hat das FG stattgegeben (FG Baden-W&uuml;rttemberg, Au&szlig;ensenate Freiburg, Urteil vom 26. April 2007&nbsp;&nbsp;3 K 21\/07).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit seiner vom FG zugelassenen Revision r&uuml;gt das FA eine Verletzung materiellen Rechts. Es beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und das Finanzministerium Baden-W&uuml;rttemberg sind gem&auml;&szlig; &sect; 122 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) dem Revisionsverfahren beigetreten. Sie unterst&uuml;tzen die Rechtsansicht des FA, haben aber keine Antr&auml;ge gestellt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils und zur Abweisung der Klage (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 FGO). Das FA hat die Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin aus deren T&auml;tigkeit in der Schweiz zu Recht in die Bemessungsgrundlage der Einkommensteuer einbezogen. Art. 15a DBA-Schweiz 1971\/1992 steht dieser Sachbehandlung nicht entgegen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die Kl&auml;gerin hatte in den Streitjahren in Deutschland einen Wohnsitz. Sie war daher gem&auml;&szlig; &sect; 1 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig. Ferner kann nach den Feststellungen des FG davon ausgegangen werden, dass sie aus abkommensrechtlicher Sicht in Deutschland ans&auml;ssig war (Art. 4 DBA-Schweiz 1971\/1992).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Nach Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1971\/1992 werden bei einer in Deutschland ans&auml;ssigen Person Verg&uuml;tungen f&uuml;r eine in der Schweiz ausge&uuml;bte T&auml;tigkeit i.S. des Art. 15 DBA-Schweiz 1971\/1992 von der Bemessungsgrundlage der deutschen Steuer ausgenommen, soweit sie nach dem DBA-Schweiz 1971\/1992 in der Schweiz besteuert werden k&ouml;nnen. Diese Vorschrift hat das FG f&uuml;r im Streitfall einschl&auml;gig erachtet. Es ist davon ausgegangen, dass es um Verg&uuml;tungen f&uuml;r eine in der Schweiz ausge&uuml;bte unselbst&auml;ndige T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin gehe, die nach Art. 15 Abs. 1 Satz 2 DBA-Schweiz 1971\/1992 in der Schweiz besteuert werden k&ouml;nnten und deshalb nach Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1971\/1992 in Deutschland steuerfrei seien. Dem stehe Art. 15a DBA-Schweiz 1971\/1992 nicht entgegen, da die Kl&auml;gerin nicht Grenzg&auml;ngerin im Sinne dieser Vorschrift gewesen sei. Diese Beurteilung greift die Revision zu Recht an.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Nach Art. 15a Abs. 1 Satz 1 DBA-Schweiz 1971\/1992 k&ouml;nnen ungeachtet des Art. 15 DBA-Schweiz 1971\/1992 Eink&uuml;nfte eines Grenzg&auml;ngers aus unselbst&auml;ndiger Arbeit in dem Vertragstaat besteuert werden, in dem der Grenzg&auml;nger ans&auml;ssig ist. Grenzg&auml;nger ist nach Art. 15a Abs. 2 Satz 1 DBA-Schweiz 1971\/1992 jede in einem Vertragstaat ans&auml;ssige Person, die im anderen Vertragstaat ihren Arbeitsort hat und von dort regelm&auml;&szlig;ig an ihren Wohnsitz zur&uuml;ckkehrt. Kehrt diese Person nicht jeweils nach Arbeitsende an ihren Wohnsitz zur&uuml;ck, so entf&auml;llt ihre Grenzg&auml;ngereigenschaft nur dann, wenn sie bei einer Besch&auml;ftigung w&auml;hrend des gesamten Kalenderjahrs an mehr als 60 Arbeitstagen auf Grund ihrer Arbeitsaus&uuml;bung nicht an ihren Wohnsitz zur&uuml;ckkehrt (Art. 15a Abs. 2 Satz 2 DBA-Schweiz 1971\/1992). Erg&auml;nzend dazu hei&szlig;t es in Nr. II.1. des Verhandlungsprotokolls zum &Auml;nderungsprotokoll vom 18. Dezember 1991 (BStBl I 1993, 929), die Annahme einer regelm&auml;&szlig;igen R&uuml;ckkehr an den Wohnsitz i.S. des Art. 15a Abs. 2 Satz 1 DBA-Schweiz 1971\/1992 werde nicht dadurch ausgeschlossen, dass sich die Arbeitsaus&uuml;bung bedingt durch betriebliche Umst&auml;nde &#8211;wie z.B. bei Schichtarbeitern oder Krankenhauspersonal mit Bereitschaftsdienst&#8211; &uuml;ber mehrere Tage erstreckt. Diese Bestimmung enth&auml;lt eine verbindliche Vorgabe f&uuml;r die Auslegung des Art. 15a Abs. 2 DBA-Schweiz 1971\/1992 (Senatsurteile vom 16. Mai 2001 I R 100\/00, BFHE 195, 341, BStBl II 2001, 633; vom 15. September 2004 I R 67\/03, BFHE 207, 452; vom 20. Oktober 2004 I R 31\/04, BFH\/NV 2005, 840, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Im Streitfall hat das FG festgestellt, dass die arbeitsvertragliche Verpflichtung der Kl&auml;gerin dahin ging, w&auml;hrend der Tagesstunden in der Schweiz t&auml;tig zu werden. Dar&uuml;ber hinaus musste die Kl&auml;gerin w&auml;hrend der Nachtstunden Pikettdienste leisten, die jeweils unmittelbar an eine Tagesschicht anschlossen und nach deren Ende &#8211;erneut im unmittelbaren Anschluss&#8211; eine weitere Tagesschicht folgte. W&auml;hrend der Pikettdienste musste sie an ihrem Arbeitsplatz anwesend sein. Diese Feststellungen sind nicht mit zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Revisionsr&uuml;gen angegriffen worden und deshalb im Revisionsverfahren bindend (&sect; 118 Abs. 2 FGO). Schlie&szlig;lich hat das FG das Schweizer Arbeitsrecht mit bindender Wirkung dahin gew&uuml;rdigt, dass danach ein im Betrieb zu leistender Pikettdienst zur Arbeitszeit z&auml;hlt. Im Ergebnis hat sich mithin an den Tagen mit Pikettdienst die Arbeitszeit der Kl&auml;gerin von den Morgen- oder Mittagsstunden eines Tages bis zu den Mittagsstunden des Folgetages erstreckt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Das FA hat unter Berufung auf das zitierte Verhandlungsprotokoll angenommen, dass bei einem solchen Sachverhalt die T&auml;tigkeit am ersten Tag, der daran anschlie&szlig;ende Pikettdienst und die auf diesen folgende T&auml;tigkeit am Folgetag in ihrer Gesamtheit als einheitlicher Arbeitseinsatz anzusehen und dass bei einer solchen Gestaltung f&uuml;r Zwecke der Anwendung des Art. 15a Abs. 2 Satz 2 DBA-Schweiz 1971\/1992 nicht jeder Einsatztag als &quot;Arbeitstag&quot; zu z&auml;hlen sei; vielmehr k&ouml;nne aus abkommensrechtlicher Sicht allenfalls der letzte Einsatztag ein solcher sein, an dem der Arbeitnehmer aus beruflichen Gr&uuml;nden nicht an seinen Wohnsitz zur&uuml;ckkehrt. Dem ist im Ergebnis zuzustimmen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Der Senat hat dem Verhandlungsprotokoll urspr&uuml;nglich entnommen, dass bei einer sich &uuml;ber mehrere Tage erstreckenden Arbeitsaus&uuml;bung eine &quot;regelm&auml;&szlig;ige&quot; R&uuml;ckkehr i.S. von Art. 15a Abs. 2 Satz 1 DBA-Schweiz 1971\/1992 unterstellt und damit eine zwischenzeitliche R&uuml;ckkehr an den Wohnsitz fingiert werde (Senatsurteil in BFHE 195, 341, 342, BStBl II 2001, 633, 634). Das entscheidende Abgrenzungskriterium zwischen den F&auml;llen der hiernach &quot;fingierten&quot; R&uuml;ckkehr und der beruflich bedingten Nichtr&uuml;ckkehr hat er darin gesehen, ob der Arbeitnehmer &uuml;ber die Tagesgrenze hinaus seiner Arbeit nachgeht oder ob er &#8211;aus beruflichen Gr&uuml;nden&#8211; nach getaner Arbeit au&szlig;erhalb des Ans&auml;ssigkeitsstaates verbleibt. Diese Unterscheidung hat er in der Folge dahin modifiziert, dass es f&uuml;r die Anwendung des Art. 15a DBA-Schweiz 1971\/1992 nicht darauf ankomme, ob das Ende der Arbeitszeit oder der Zeitpunkt der Ankunft am Wohnort auf den Tag des Arbeitsantritts oder auf einen nachfolgenden Tag f&auml;llt; deshalb k&ouml;nne ein &quot;Nichtr&uuml;ckkehrtag&quot; i.S. des Art. 15a Abs. 2 Satz 1 DBA-Schweiz 1971\/1992 auch dann vorliegen, wenn der Arbeitnehmer &uuml;ber die Tagesgrenze hinaus seiner T&auml;tigkeit nachgeht und erst nach Mitternacht seine Arbeitsst&auml;tte verl&auml;sst (Senatsurteile in BFHE 207, 452, und in BFH\/NV 2005, 840). An dieser Rechtsprechung h&auml;lt der Senat fest.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Im Streitfall geht es nicht um einen Sachverhalt, in dem der Arbeitnehmer nur geringf&uuml;gig &uuml;ber die Tagesgrenze hinaus t&auml;tig war. Vielmehr hat sich die Arbeitszeit der Kl&auml;gerin an dem jeweiligen zweiten Arbeitstag &uuml;ber mehrere Stunden erstreckt. Unter Einschluss des Pikettdienstes war die Kl&auml;gerin an jenen Tagen aus arbeitsrechtlicher Sicht mindestens von 0.00 Uhr bis 10.00 Uhr, also zehn Stunden lang ununterbrochen im Einsatz; an einer Vielzahl von Tagen dauerte ihre T&auml;tigkeit bis zur Mittagspause oder bis zum Arbeitsende sogar noch l&auml;nger. Bei einer solchen Gestaltung kann nicht davon gesprochen werden, dass am zweiten Tag lediglich der Einsatz am ersten abgeschlossen worden sei und dass diese Phase deshalb abkommensrechtlich dem Vortag zugeordnet werden m&uuml;sse. Vielmehr handelt es sich hier um einen mehrt&auml;gigen Einsatz am Arbeitsort. Ein solcher ist nach Nr. II.1. des Verhandlungsprotokolls als Einheit zu behandeln mit der Folge, dass ein &quot;Nichtr&uuml;ckkehrtag&quot; nur dann vorliegen kann, wenn der Arbeitnehmer nach dem Abschluss dieser Einheit aus beruflichen Gr&uuml;nden am T&auml;tigkeitsort verbleibt. Das ergibt sich aus folgenden &Uuml;berlegungen:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aaa) Nr. II.1. des Verhandlungsprotokolls betrifft die Frage der &quot;regelm&auml;&szlig;igen R&uuml;ckkehr&quot; i.S. des Art. 15a Abs. 2 Satz 1 DBA-Schweiz 1971\/1992. Er regelt insoweit, dass die regelm&auml;&szlig;ige R&uuml;ckkehr bei einer mehrt&auml;gigen Arbeitsaus&uuml;bung &quot;nicht ausgeschlossen&quot; ist. Das soll erkennbar bedeuten, dass der Fall der mehrt&auml;gigen Arbeitsaus&uuml;bung eine Sonderbehandlung erfahren soll, bei der die Regelm&auml;&szlig;igkeit der R&uuml;ckkehr abweichend von den tats&auml;chlichen Gegebenheiten bestimmt wird. Dabei nimmt das Verhandlungsprotokoll namentlich auf die Situation des Krankenhauspersonals mit Bereitschaftsdienst Bezug, das erfahrungsgem&auml;&szlig; nicht selten &uuml;ber mehr als zwei Tagesgrenzen hinaus im Einsatz ist. Angesichts dessen muss die Protokollregelung bei verst&auml;ndiger W&uuml;rdigung dahin gedeutet werden, dass in jenen F&auml;llen das Fehlen einer arbeitst&auml;glichen R&uuml;ckkehr die Grenzg&auml;ngereigenschaft nicht ber&uuml;hren soll. Vielmehr sollen hier als &quot;Nichtr&uuml;ckkehrtage&quot; nur diejenigen Tage gez&auml;hlt werden, an denen der Arbeitnehmer im Anschluss an die mehrt&auml;gige T&auml;tigkeit nicht an seinen Wohnort zur&uuml;ckkehrt; das entspricht insoweit dem Wortlaut des Art. 15a Abs. 2 Satz 2 DBA-Schweiz 1971\/1992, als dieser auf die Regelm&auml;&szlig;igkeit der R&uuml;ckkehr &quot;nach Arbeitsende&quot; abstellt. Im Ergebnis l&auml;uft die Protokollbestimmung mithin darauf hinaus, dass ein mehrt&auml;giger ununterbrochener Arbeitseinsatz nicht zu mehreren, sondern allenfalls zu einem einzigen &quot;Nichtr&uuml;ckkehrtag&quot; i.S. des Art. 15a Abs. 2 DBA-Schweiz 1971\/1992 f&uuml;hren kann (ebenso FG Baden-W&uuml;rttemberg, Au&szlig;ensenate Freiburg, Beschluss vom 27. Februar 1997&nbsp;&nbsp;2 V 3\/97, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 1997, 625, und Urteil vom 3. Dezember 1997&nbsp;&nbsp;2 K 89\/96, EFG 1998, 483).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bbb) Diese Deutung entspricht zudem dem historischen Hintergrund der Protokollregelung. Dazu haben das FA und das Finanzministerium Baden-W&uuml;rttemberg vorgetragen, dass Ausgangspunkt jener Regelung ein Streit &uuml;ber die Besteuerung von in Deutschland ans&auml;ssigen Assistenz&auml;rzten gewesen sei, bei denen Bereitschaftsdienste zur Nichtr&uuml;ckkehr gef&uuml;hrt h&auml;tten. Nach dem insoweit ma&szlig;geblichen Schweizer Arbeitsrecht sei f&uuml;r Bereitschaftsdienste grunds&auml;tzlich Zeitausgleich zu gew&auml;hren, der nur nachrangig durch eine Bezahlung abgegolten werden d&uuml;rfe. Die Vertragstaaten seien davon ausgegangen, dass der Zeitausgleich sich regelm&auml;&szlig;ig im Ans&auml;ssigkeitsstaat vollziehe und der Bereitschaftsdienst daher keinen gesteigerten Bezug des Arbeitnehmers zum T&auml;tigkeitsstaat (&quot;Verwurzelung&quot;) nach sich ziehe; deshalb sei man zu dem Ergebnis gelangt, dass die Ableistung von Bereitschaftsdienst die Grenzg&auml;ngereigenschaft nicht entfallen lassen solle. Auf dieser &Uuml;berlegung beruhe die in Nr. II.1. des Verhandlungsprotokolls getroffene Regelung. Die Kl&auml;gerin hat die genannte Darstellung zwar bestritten; die Erl&auml;uterung seitens der Finanzbeh&ouml;rden ist aber plausibel und daher jedenfalls geeignet, ein aus Wortlaut und Systematik der einschl&auml;gigen Vorschriften abzuleitendes Verst&auml;ndnis der Protokollregelung zus&auml;tzlich zu st&uuml;tzen. In diesem Sinne kann es daher bei der revisionsgerichtlichen Entscheidung verwertet werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                ccc) Schlie&szlig;lich kann nicht unbeachtet bleiben, dass nach dem &uuml;bereinstimmenden Vortrag des BMF und des Finanzministeriums Baden-W&uuml;rttemberg die Finanzbeh&ouml;rden der Vertragstaaten die Protokollregelung bisher in dem vorstehend beschriebenen Sinne verstanden haben. Die einschl&auml;gige Vertragspraxis spiegelt sich u.a. in einem BMF-Schreiben vom 19. September 1994 (BStBl I 1994, 683) wider, das ausweislich seines Einleitungssatzes auf einer Verst&auml;ndigungsvereinbarung gem&auml;&szlig; Art. 15a Abs. 4 DBA-Schweiz 1971\/1992 beruht. Danach ist ein &quot;Nichtr&uuml;ckkehrtag&quot; nicht schon deshalb anzunehmen, weil sich die Arbeitszeit am Arbeitsort entweder bedingt durch die Anfangszeiten oder durch die Dauer der Arbeitszeit &uuml;ber mehr als einen Kalendertag erstreckt (Tz. 12 des Schreibens); erg&auml;nzend wird dort erneut auf den Fall des Krankenhauspersonals mit Bereitschaftsdiensten verwiesen. Diese Regelung soll ersichtlich zwei unterschiedliche Grundsachverhalte betreffen: Der klassische Fall der Schichtarbeit &#8211;Arbeitsbeginn gegen Ende eines Tages und Arbeitsende am Folgetag&#8211; wird durch die Formulierung &quot;bedingt durch die Anfangszeiten&quot; abgedeckt, w&auml;hrend die in der Vereinbarung enthaltene Ankn&uuml;pfung an die &quot;Dauer der Arbeitszeit&quot; den Fall des mehrt&auml;gigen Arbeitseinsatzes im Blick hat, der mithin ebenfalls die Zahl der &quot;Nichtr&uuml;ckkehrtage&quot; nicht erh&ouml;hen soll. In diesem Sinne sind nach dem Vortrag der beteiligten Finanzbeh&ouml;rden denn auch einzelfallbezogene Verst&auml;ndigungsverfahren in der Vergangenheit stets abgeschlossen worden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Streitfall bietet keine Veranlassung, die in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom BMF aufgeworfene Frage zu er&ouml;rtern, ob die genannte Vereinbarung und die ihr folgende Verwaltungspraxis die Auslegung des Abkommens und des Verhandlungsprotokolls durch die Gerichte binden k&ouml;nnen (vgl. dazu auch Senatsurteil vom 17. Oktober 2007 I R 5\/06, BFHE 219, 518, m.w.N.). Denn unabh&auml;ngig davon kann ein &uuml;bereinstimmendes Verst&auml;ndnis seitens der Vertragstaaten f&uuml;r die gerichtliche Entscheidung zumindest insoweit bedeutsam sein, als sie ein aus anderen Umst&auml;nden abgeleitetes Auslegungsergebnis best&auml;tigen kann (vgl. dazu schon Senatsurteil in BFHE 207, 452, 455). Diese Wirkung kommt der zitierten Vereinbarung und der ihr folgenden tats&auml;chlichen &Uuml;bung im Streitfall zu.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Das FG hat darauf abgestellt, dass es im Zusammenhang mit Art. 15a Abs. 2 Satz 2 DBA-Schweiz 1971\/1992 darauf ankomme, ob der Arbeitnehmer nach Beendigung seiner &quot;aktiven T&auml;tigkeit&quot; an seinen Wohnsitz zur&uuml;ckkehre oder nicht. Der von der Kl&auml;gerin geleistete Pikettdienst sei jedoch keine &quot;aktive T&auml;tigkeit&quot; in diesem Sinne. Vielmehr sei er lediglich ein berufsbedingter Grund daf&uuml;r, dass die Kl&auml;gerin nach der Beendigung jener T&auml;tigkeit nicht nach Hause habe zur&uuml;ckkehren k&ouml;nnen. Dem ist nicht beizupflichten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Denn die Unterscheidung zwischen einer &quot;aktiven&quot; und einer &quot;nicht aktiven&quot; T&auml;tigkeit kann zwar aus abkommensrechtlicher Sicht insoweit bedeutsam sein, als der &Uuml;bergang von der &quot;aktiven&quot; zur &quot;nicht aktiven&quot; Phase als &quot;Arbeitsende&quot; i.S. des Art. 15a Abs. 2 Satz 2 DBA-Schweiz 1971\/1992 zu werten ist und deshalb eine beruflich bedingte Nichtr&uuml;ckkehr i.S. des Art. 15a Abs. 2 Satz 2 DBA-Schweiz 1971\/1992 ausl&ouml;sen kann (vgl. dazu Senatsurteil in BFHE 207, 452, 456). Sie kann aber inhaltlich nur an der jeweiligen arbeitsrechtlichen Regelungslage orientiert werden; f&uuml;r eine davon abweichende autonome Abgrenzung zwischen beiden T&auml;tigkeitsformen bietet das Abkommensrecht keine Grundlage. Entscheidend muss mithin sein, ob das im Einzelfall einschl&auml;gige Arbeitsrecht die betreffende T&auml;tigkeitsphase der Arbeitszeit zuordnet; ist dies der Fall, so handelt es sich um Arbeitsaus&uuml;bung und um eine in diesem Sinne &quot;aktive&quot; T&auml;tigkeit. Diese Voraussetzung liegt im Streitfall hinsichtlich der von der Kl&auml;gerin geleisteten Pikettdienste vor, da diese nach den Feststellungen des FG zu der nach Schweizer Recht zu bestimmenden Arbeitszeit z&auml;hlten. Der Vortrag der Kl&auml;gerin in der m&uuml;ndlichen Verhandlung, auf das Schweizer Arbeitsrecht d&uuml;rfe nicht abgestellt werden, geht fehl. Ebenso ist angesichts der vom FG getroffenen Feststellungen ohne Bedeutung, dass der Arbeitgeber der Kl&auml;gerin ausweislich einer von ihm erteilten Auskunft die Pikettdienste nicht zur Arbeitszeit gerechnet und demzufolge nicht entsprechend verg&uuml;tet hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Im Ergebnis sind daher diejenigen Tage, an deren Ende die Kl&auml;gerin Pikettdienste verrichtet hat, f&uuml;r Zwecke des Art. 15a DBA-Schweiz 1971\/1992 nicht als Tage der berufsbedingten Nichtr&uuml;ckkehr der Kl&auml;gerin an ihren Wohnsitz anzusehen. Unter Ber&uuml;cksichtigung dieses Umstands &uuml;berstieg die Zahl der &quot;Nichtr&uuml;ckkehrtage&quot; im Streitjahr nicht die in Art. 15a Abs. 2 Satz 2 DBA-Schweiz 1971\/1992 bestimmte Grenze; das ist zwischen den Beteiligten unstreitig und bedarf keiner n&auml;heren Erl&auml;uterung. Daher hat die Kl&auml;gerin die in Rede stehenden Eink&uuml;nfte als Grenzg&auml;ngerin erzielt, weshalb jene Eink&uuml;nfte nach Art. 15a Abs. 1 Satz 1 DBA-Schweiz 1971\/1992 in Deutschland besteuert werden d&uuml;rfen. Dem entspricht der angefochtene Bescheid, der deshalb rechtm&auml;&szlig;ig ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.8.2008, I R 64\/07 Arbeitnehmer mit Bereitschaftsdiensten als Grenzg&auml;nger zur Schweiz Leits&auml;tze 1. Muss ein in Deutschland ans&auml;ssiger Arbeitnehmer &uuml;ber mehrere Tage hinweg ohne Unterbrechung in der Schweiz t&auml;tig werden, so ist bei der Anwendung der Grenzg&auml;ngerregelung in Art. 15a DBA-Schweiz 1971\/1992 nicht jeder dieser Tage als ein Tag zu z&auml;hlen, an &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-64-07-arbeitnehmer-mit-bereitschaftsdiensten-als-grenzgaenger-zur-schweiz\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;64\/07 &#8211; Arbeitnehmer mit Bereitschaftsdiensten als Grenzg&auml;nger zur Schweiz<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17257","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17257","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17257"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17257\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17257"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17257"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17257"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}