{"id":17429,"date":"2012-12-10T16:22:30","date_gmt":"2012-12-10T14:22:30","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17429"},"modified":"2012-12-10T16:22:30","modified_gmt":"2012-12-10T14:22:30","slug":"iv-r-30-05-umfang-der-steuerfreien-entnahme-des-zur-wohnung-gehoerenden-grund-und-bodens-bei-der-abwahl-der-nutzungswertbesteuerung-durch-einen-landwirt-bindung-des-finanzamtes-an-eine-im-besteuerungs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-30-05-umfang-der-steuerfreien-entnahme-des-zur-wohnung-gehoerenden-grund-und-bodens-bei-der-abwahl-der-nutzungswertbesteuerung-durch-einen-landwirt-bindung-des-finanzamtes-an-eine-im-besteuerungs\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;30\/05 &#8211; Umfang der steuerfreien Entnahme des zur Wohnung geh&ouml;renden Grund und Bodens bei der Abwahl der Nutzungswertbesteuerung durch einen Landwirt &#8211; Bindung des Finanzamtes an eine im Besteuerungsverfahren erteilte Zusage"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.4.2008, IV R 30\/05<\/p>\n<p class=\"titel\">Umfang der steuerfreien Entnahme des zur Wohnung geh&ouml;renden Grund und Bodens bei der Abwahl der Nutzungswertbesteuerung durch einen Landwirt &#8211; Bindung des Finanzamtes an eine im Besteuerungsverfahren erteilte Zusage<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>F&uuml;r die Bestimmung des zur Wohnung geh&ouml;renden Grund und Bodens, der bei der Abwahl der Nutzungswertbesteuerung gem&auml;&szlig; &sect; 52 Abs. 15 EStG a.F. steuerfrei entnommen werden kann, ist auf den bis zum Entnahmezeitpunkt bestehenden Nutzungszusammenhang und Funktionszusammenhang abzustellen. Der Nutzungszusammenhang und Funktionszusammenhang bestimmt sich nach der tats&auml;chlichen Nutzung sowie den tats&auml;chlichen gegend&uuml;blichen Verh&auml;ltnissen im Entnahmezeitpunkt. Auf eine zuk&uuml;nftige andere Zweckbestimmung nach diesem Zeitpunkt kommt es demgegen&uuml;ber nicht an (Aufgabe der Rechtsprechung des Senats im Urteil vom 24. Oktober 1996 IV R 43\/95, BFHE 181, 333, BStBl II 1997, 50).<\/p>\n<p>Der Nutzungszusammenhang und Funktionszusammenhang mit der Wohnung ist auch dann bereits im Zeitpunkt der Abwahl der Nutzungswertbesteuerung gel&ouml;st, wenn die Nutzungs&auml;nderung der Grundst&uuml;cksfl&auml;che tats&auml;chlich erst nach dem Abwahlzeitpunkt erfolgt, die Kausalkette f&uuml;r die sp&auml;tere Nutzungs&auml;nderung indes schon vor dem Abwahlzeitpunkt unwiderruflich in Gang gesetzt worden ist.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Streitig ist, ob im Zusammenhang mit der steuerfreien Entnahme einer Betriebswohnung auch ein als Hausgarten genutzter Grundst&uuml;cksteil von 2 000 qm steuerfrei entnommen werden kann.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die verheirateten Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) werden zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Der Kl&auml;ger betreibt als Einzelunternehmer einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit Schreiben vom 29. Dezember 1992 teilte der Kl&auml;ger dem Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) mit, dass er aus seinem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb das Wohnhaus mit Garage und Umgriff sowie den b&auml;uerlichen Nutzgarten (Teilfl&auml;che des Flurst&uuml;cks 732) zum 31. Dezember 1992 gem&auml;&szlig; &sect; 52 Abs. 15 des Einkommensteuergesetzes (EStG) steuerfrei entnehmen werde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach Pr&uuml;fung der &ouml;rtlichen Gegebenheiten durch den amtlichen landwirtschaftlichen Sachverst&auml;ndigen (alS) teilte das FA dem Prozessbevollm&auml;chtigten des Kl&auml;gers mit Schreiben vom 10. Februar 1993 mit, dass gem&auml;&szlig; dem Antrag vom 29. Dezember 1992 das landwirtschaftliche Wohnhaus einschlie&szlig;lich des zugeh&ouml;renden Grund und Bodens von 3 500 qm als steuerfrei entnommen gelte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Einkommensteuer-Veranlagungen f&uuml;r die Streitjahre (1992 und 1993) wurden entsprechend durchgef&uuml;hrt. F&uuml;r 1993 ergab sich ein negativer Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte. Da der Verlust in das Jahr 1991 zur&uuml;ckgetragen wurde, erging zugleich ein Negativbescheid &uuml;ber die Feststellung des verbleibenden Verlustabzugs zum 31. Dezember 1993.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Bereits am 8. August 1991 hatte der Kl&auml;ger mit der A-GmbH einen Mietvertrag &uuml;ber eine Grundst&uuml;cksteilfl&auml;che von 2 000 qm (im Weiteren Grundst&uuml;ck) geschlossen. Diese Fl&auml;che lag ausschlie&szlig;lich auf dem Grundst&uuml;cksteil, der von den Kl&auml;gern als Hausgarten in die Abwahl der Nutzungswertbesteuerung einbezogen worden war. Der A-GmbH wurde in dem Mietvertrag das Recht einger&auml;umt, das Grundst&uuml;ck f&uuml;r ihre gewerblichen Zwecke zu bebauen. Bez&uuml;glich der beabsichtigten Bebauung war es Sache der A-GmbH, sich um die erforderliche Baugenehmigung zu bem&uuml;hen. Im Hinblick darauf enthielt der Vertrag die Regelung, wonach der Vermieter zur Besitz&uuml;berlassung und der Mieter zur Mietzinszahlung hinsichtlich des Grundst&uuml;cks erst ab dem ersten Tag des f&uuml;nften Monats nach Eintritt der Bestandskraft der Baugenehmigung verpflichtet sind. Daneben enthielt der Vertrag die Klausel, dass s&auml;mtliche Vereinbarungen &uuml;ber das Grundst&uuml;ck entfallen, wenn die Baugenehmigung nicht bis zum 31. Dezember 1995 erteilt wird. Nach Erteilung der Baugenehmigung wurden die Leistungspflichten aus dem Mietvertrag am 2. Mai 1994 aufgenommen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nachdem das FA im Rahmen einer Au&szlig;enpr&uuml;fung von dem Mietvertrag erfuhr, verneinte es die Steuerfreiheit der Entnahme des Grundst&uuml;cks und erfasste mit &Auml;nderungsbescheiden gest&uuml;tzt auf &sect; 164 Abs. 2 der Abgabenordnung (AO) betreffend die Streitjahre einen Entnahmegewinn in H&ouml;he von 200 000 DM (2 000 qm &agrave; 200 DM abz&uuml;glich Buchwert 200 000 DM). Gleichzeitig hob es den Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustabzugs auf.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die dagegen nach durchgef&uuml;hrtem Vorverfahren erhobene Klage hatte keinen Erfolg.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) st&uuml;tzte seine Entscheidung im Wesentlichen auf die Senatsentscheidung vom 24. Oktober 1996 IV R 43\/95 (BFHE 181, 333, BStBl II 1997, 50) und f&uuml;hrte aus, die streitige Fl&auml;che sei bereits vor dem Entnahmezeitpunkt wegen der verbindlichen Zweckbestimmung, der Nutzung und Bebauung durch den k&uuml;nftigen Mieter, nicht mehr als zur Wohnung geh&ouml;render Grund und Boden zu beurteilen. Dem stehe auch die Best&auml;tigung der steuerfreien Entnahme durch das FA nicht entgegen, weil darin kein Verwaltungsakt zu erblicken sei. Im &Uuml;brigen h&auml;tte das FA einen solchen gem&auml;&szlig; &sect; 130 Abs. 2 Nr. 3 AO widerrufen k&ouml;nnen, da dem FA die Vereinbarung mit der A-GmbH nicht bekannt gewesen sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dagegen richtet sich die Revision der Kl&auml;ger, mit der sie die Verletzung materiellen Rechts r&uuml;gen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit &sect; 52 Abs. 15 EStG a.F. habe erreicht werden sollen, dass die Wirtschaftsg&uuml;ter, die eigentlich notwendiges Privatverm&ouml;gen gewesen und nur aufgrund der gesetzlichen Anordnung in den &sect;&sect; 13 Abs. 2 Nr. 2 bzw. 13a Abs. 3 Nr. 4 und Abs. 7 EStG a.F. als Betriebsverm&ouml;gen behandelt worden seien, nunmehr auch an den Folgen der Aufhebung dieser gesetzlichen Anordnung teilnehmen sollten. Im Ergebnis habe der Gesetzgeber die Land- und Forstwirte so stellen wollen, als habe es die gesetzliche Anordnung der Erfassung der Wohnung und des dazugeh&ouml;renden Grund und Bodens im Betriebsverm&ouml;gen nie gegeben. Mit dem &Uuml;bergang von der Nutzungswertbesteuerung zu der so genannten Konsumgutl&ouml;sung sei keineswegs die Absicht verbunden gewesen, stille Reserven einer Besteuerung zuzuf&uuml;hren. Nicht zuletzt aus Gr&uuml;nden der Gleichm&auml;&szlig;igkeit der Besteuerung habe der Gesetzgeber beschlossen, die Wohnung samt Umgriff zwingend dem notwendigen Privatverm&ouml;gen zuzuordnen. Ein etwaiger Entnahmegewinn habe dabei jedoch steuerfrei bleiben sollen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Demgegen&uuml;ber stelle das FG zu Unrecht auf die zuk&uuml;nftige Nutzung des Wohnhauses samt dem dazugeh&ouml;rigen Grund und Boden ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Einer &Auml;nderung der urspr&uuml;nglichen Steuerbescheide stehe auch das Schreiben des FA vom 10. Februar 1993 entgegen. Dabei handele es sich um einen Verwaltungsakt gem&auml;&szlig; &sect; 118 Satz 1 AO. Ein Widerruf dieses Verwaltungsaktes k&ouml;nne nicht darauf gest&uuml;tzt werden, dass unvollst&auml;ndige Angaben gemacht worden seien. Denn der Vorvertrag habe f&uuml;r die Zuordnung der Wohnung samt Umgriff keinerlei rechtliche Konsequenzen gehabt. Auch sei zu keinem Zeitpunkt nach der k&uuml;nftigen Nutzung des betreffenden Grundst&uuml;cks gefragt worden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;ger beantragen, die Vorentscheidung aufzuheben und die Einkommensteuerbescheide 1992 und 1993 sowie den Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustabzugs zur Einkommensteuer zum 31. Dezember 1993 jeweils vom 17. M&auml;rz 1998, s&auml;mtlichst in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 2. August 2000 dahin abzu&auml;ndern, dass ein Entnahmegewinn in H&ouml;he von 200 000 DM im Zusammenhang mit der Abwahl der Nutzungswertbesteuerung nicht in Ansatz gebracht wird und die Verrechnung des Verlustes des Jahres 1993, wie erkl&auml;rt, wieder vorgenommen wird.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision der Kl&auml;ger ist begr&uuml;ndet. Das angefochtene Urteil wird aufgehoben. Die Einkommensteuerbescheide 1992 und 1993 sind dahin zu &auml;ndern, dass ein Gewinn aus der Entnahme des vermieteten Grundst&uuml;cks (2 000 qm) nicht anzusetzen ist (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zutreffend ist das FG davon ausgegangen, dass die von dem Kl&auml;ger vermietete Grundst&uuml;cksfl&auml;che nicht als dazugeh&ouml;render Grund und Boden in die Abwahl der Nutzungswertbesteuerung einbezogen werden konnte. Die Grundst&uuml;cksfl&auml;che ist jedoch nicht steuerpflichtig entnommen worden. Sie ist vielmehr land- und forstwirtschaftliches Betriebsverm&ouml;gen geblieben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Mit der nach &sect; 52 Abs. 15 Satz 4 EStG a.F. zul&auml;ssigen Abwahl der Nutzungswertbesteuerung der Wohnung, sp&auml;testens zum 31. Dezember 1998, galten das Wohnhaus des Kl&auml;gers sowie der dazugeh&ouml;rende Grund und Boden zu dem Zeitpunkt als entnommen, bis zu dem &sect; 13 Abs. 2 Nr. 2 oder &sect; 13a Abs. 3 Nr. 4 und Abs. 7 EStG a.F. letztmals angewendet wurden (&sect; 52 Abs. 15 Satz 6 EStG a.F.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Streitfall geh&ouml;rte der Nutzungswert der Wohnung nach &sect; 13 Abs. 2 Nr. 2 EStG a.F. zu den Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft. Zwischen den Beteiligten besteht Einigkeit dar&uuml;ber, dass der Kl&auml;ger die Nutzungswertbesteuerung zum 31. Dezember 1992 abgew&auml;hlt hat. In Bezug auf das Wohnhaus selbst, die bebaute Grundst&uuml;cksfl&auml;che sowie den unmittelbar angrenzenden Garten von insgesamt 1 200 qm und eine weitere Teilfl&auml;che von 300 qm einer insgesamt 2 300 qm gro&szlig;en, als Hausgarten genutzten Grundst&uuml;cksfl&auml;che hat das FA deshalb auch die zutreffenden Folgerungen aus der Entnahmefiktion des &sect; 52 Abs. 15 Satz 6 EStG a.F. gezogen und den darauf entfallenden Entnahmegewinn au&szlig;er Ansatz gelassen (&sect; 52 Abs. 15 Satz 7 EStG a.F.). Streitig blieb danach allein, ob nicht auch der restliche Teil des ehemaligen Hausgartens von 2 000 qm als zu der Wohnung dazugeh&ouml;render Grund und Boden i.S. von &sect; 52 Abs. 15 Satz 6 EStG a.F. anzusehen ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Zur Bestimmung des &quot;dazugeh&ouml;renden Grund und Bodens&quot; hat der erkennende Senat auf den bis zur Abwahl der Nutzungswertbesteuerung bestehenden Nutzungs- und Funktionszusammenhang einer Fl&auml;che mit der beg&uuml;nstigten Wohnung abgestellt und den Umfang dieser Fl&auml;che auch nach der f&uuml;r die k&uuml;nftige Wohnungsnutzung vorgesehenen Zweckbestimmung bemessen (Senatsurteil in BFHE 181, 333, BStBl II 1997, 50). Dieser Auslegung ist die Finanzverwaltung (s. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 4. Juni 1997 IV B 9 -S 2135- 7\/97, BStBl I 1997, 630, zu Tz. 4) ebenso wie der X. Senat des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; (Urteil vom 20. August 1997 X R 127\/94, BFHE 184, 322, BStBl II 1998, 17, f&uuml;r die gleichlautende Formulierung in &sect; 10e Abs. 1 EStG) gefolgt. An dieser grundlegenden Auslegung hat der Senat auch in mehreren Folgeentscheidungen festgehalten und sie teilweise fortentwickelt (vgl. u.a. BFH-Urteile vom 26. September 2001 IV R 22\/00, BFHE 196, 559, BStBl II 2001, 762, sowie IV R 31\/00, BFHE 197, 37, BStBl II 2002, 78; vom 12. September 2002 IV R 66\/00, BFHE 199, 572, BStBl II 2002, 815; vom 23. Januar 2003 IV R 64\/01, BFH\/NV 2003, 904; vom 11. Dezember 2003 IV R 7\/02, BFHE 204, 206, BStBl II 2004, 277, und vom 24. Februar 2005 IV R 39\/03, BFH\/NV 2005, 1273).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Den Nutzungs- und Funktionszusammenhang eines als Hausgarten genutzten Grundst&uuml;cksteils mit der beg&uuml;nstigten Wohnung hat der Senat in dem Fall nicht mehr als gegeben angesehen, in dem bereits zu einem Zeitpunkt, der noch vor dem Inkrafttreten der &Uuml;bergangsregelung des &sect; 52 Abs. 15 EStG a.F. lag, ein Teil der Grundst&uuml;cksfl&auml;che zwecks Bildung eines separaten Baugrundst&uuml;cks von dem bisher einheitlichen Wohngrundst&uuml;ck abgetrennt worden war. Da durch die von dem Steuerpflichtigen aktiv herbeigef&uuml;hrte Grundst&uuml;cksteilung ein verkehrsf&auml;higes und selbst&auml;ndig bebaubares Grundst&uuml;ck entstanden war und zudem der verbliebene Grundst&uuml;cksteil noch der f&uuml;r Wohngeb&auml;ude &uuml;blichen Gr&ouml;&szlig;e entsprach, ma&szlig; der Senat dem Umstand keine entscheidungserhebliche Bedeutung zu, dass das Grundst&uuml;ck sowohl vor als auch nach der Entnahme noch als Hausgarten genutzt worden war (Senatsurteil in BFHE 181, 333, BStBl II 1997, 50).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Andererseits hat der Senat den Nutzungs- und Funktionszusammenhang nicht von dem engen r&auml;umlichen Zusammenhang der Gartenfl&auml;chen mit dem Wohngeb&auml;ude abh&auml;ngig gemacht. In seinem Urteil in BFHE 197, 37, BStBl II 2002, 78 hat der Senat auch eine etwa 400 m vom Hofgrundst&uuml;ck entfernte und von diesem durch eine Stra&szlig;e getrennte und auf einem gesondert parzellierten Grundst&uuml;ck gelegene Gartenfl&auml;che als zur Wohnung geh&ouml;renden Grund und Boden beurteilt, sofern diese vor und nach der Entnahme als Hausgarten genutzt wurde. Ebenso wenig hat der Senat den Nutzungs- und Funktionszusammenhang allein deshalb in Frage gestellt, weil das bisher als Hausgarten genutzte Grundst&uuml;ck nach dem &ouml;ffentlichen Baurecht bebaubar war (Senatsurteil vom 20. November 2003 IV R 21\/03, BFHE 204, 169, BStBl II 2004, 272).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Zur Bestimmung des Umfangs der Fl&auml;chen, die noch in den Nutzungs- und Funktionszusammenhang einzubeziehen sind, hat der Senat jedoch nicht nur auf deren tats&auml;chliche Nutzung im Entnahmezeitpunkt, sondern daneben auch auf die tats&auml;chlichen gegend&uuml;blichen Verh&auml;ltnisse landwirtschaftlicher Hausg&auml;rten abgestellt (vgl. u.a. Senatsurteile in BFHE 196, 559, BStBl II 2001, 762; in BFH\/NV 2005, 1273, und in BFHE 204, 206, BStBl II 2004, 277, unter 2. der Gr&uuml;nde). Eine Begrenzung der steuerfreien Entnahme auf eine Gartenfl&auml;che von 1 000 qm (zus&auml;tzlich zu der bebauten Fl&auml;che) in Anlehnung an die bewertungsrechtliche Regelung in &sect; 40 Abs. 3 Satz 2 des Bewertungsgesetzes (BewG) hat der Senat daher abgelehnt (Senatsurteil in BFH\/NV 2005, 1273, m.w.N. zur Rechtsprechung). Insoweit hat der Senat insbesondere den Gewohnheiten der l&auml;ndlichen Bev&ouml;lkerung Rechnung tragen wollen, sich in weit gr&ouml;&szlig;erem Umfang selbst zu versorgen als dies bei auch auf dem Land lebenden Nichtlandwirten der Fall ist (Senatsurteil in BFHE 196, 559, BStBl II 2001, 762). Andererseits bedarf es der Begrenzung auf die orts- bzw. gegend&uuml;blichen landwirtschaftlichen G&auml;rten, um dem Bestreben nach einer m&ouml;glichst weitgehenden Steuerbefreiung entgegen zu wirken. Es kann n&auml;mlich nicht unber&uuml;cksichtigt bleiben, dass es de facto kaum nachpr&uuml;fbar und nachweisbar ist, ob eine als Haus- oder Obstgarten bezeichnete Fl&auml;che tats&auml;chlich rein privat genutzt wird. Soweit die Fl&auml;che auch als Viehweide genutzt wird oder einen hohen Ertrag z.B. an Obst abwirft, der auch ver&auml;u&szlig;ert wird, scheidet eine Nutzung f&uuml;r Wohnzwecke aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Soweit der Senat zur Bestimmung des dazugeh&ouml;renden Grund und Bodens auch auf die k&uuml;nftige f&uuml;r die Wohnnutzung vorgesehene Zweckbestimmung der Grundst&uuml;cksfl&auml;chen abgestellt hat (s. Senatsurteil in BFHE 181, 333, BStBl II 1997, 50), h&auml;lt er daran nicht mehr fest. Die zuk&uuml;nftige andere Zweckbestimmung einer Grundst&uuml;cksfl&auml;che, die bis zur Abwahl der Nutzungswertbesteuerung entsprechend den tats&auml;chlichen gegend&uuml;blichen Verh&auml;ltnissen als landwirtschaftlicher Haus- und\/oder Obstgarten genutzt worden ist, rechtfertigt es grunds&auml;tzlich nicht, deren Zugeh&ouml;rigkeit zu der Wohnung i.S. des &sect; 52 Abs. 15 Satz 6 EStG a.F. zu verneinen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Bereits in der Entscheidung vom 6. November 2003 IV R 41\/02 (BFHE 204, 444, BStBl II 2004, 419) hat der Senat ausgef&uuml;hrt, dass der zur Wohnung dazugeh&ouml;rende Grund und Boden aufgrund des einheitlichen Nutzungs- und Funktionszusammenhangs das rechtliche Schicksal der Wohnung teile. Dieser Nutzungs- und Funktionszusammenhang k&ouml;nne dann aber auch nicht durch eine Nutzungs&auml;nderung gel&ouml;st werden, die nachweislich erst nach dem f&uuml;r die Abwahl der Nutzungswertbesteuerung bestimmten Zeitpunkt vorgenommen und durch Umst&auml;nde ausgel&ouml;st worden sei, die ebenfalls nach diesem Zeitpunkt eingetreten sind. Zur Begr&uuml;ndung hat der Senat sodann in Abgrenzung von der Entscheidung in BFHE 181, 333, BStBl II 1997, 50 auf den Zweck der &Uuml;bergangsregelung in &sect; 52 Abs. 15 EStG a.F. hingewiesen. Danach hat der Gesetzgeber auf eine Besteuerung der stillen Reserven verzichtet, die durch die zwangsweise Zuordnung der Wohnung und &#8211;damit gleichzeitig auch&#8211; des dazugeh&ouml;renden Grund und Bodens zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen in Folge der vorzunehmenden fiktiven betrieblichen Nutzungswertbesteuerung entstanden sind. Insoweit hat der Gesetzgeber die Entnahmegewinne in dem Umfang von der Steuer freigestellt, wie sie bei anderen Steuerpflichtigen, die die eigengenutzten Wohnungen im Privatverm&ouml;gen hatten, ebenfalls nicht anfielen (ebenso Felsmann, Einkommensbesteuerung der Land- und Forstwirte, A Rz 171i ff.; Kleeberg, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect; 13 Rz D 9; Leing&auml;rtner\/ Kanzler, Besteuerung der Landwirte, Kap. 17, Rz 90 und 179). Aufgrund der rechtlichen Verkn&uuml;pfung der Wohnung mit dem dazugeh&ouml;renden Grund und Boden kann f&uuml;r die Bestimmung des Umfangs des zur Wohnung dazugeh&ouml;renden Grund und Bodens i.S. von &sect; 52 Abs. 15 Satz 6 EStG a.F. daher hinsichtlich der Nutzungsverh&auml;ltnisse grunds&auml;tzlich nur auf den Zeitpunkt abgestellt werden, in dem die Wohnung durch die Abwahl der Nutzungswertbesteuerung aus dem Betriebsverm&ouml;gen ausscheidet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Eine andere Beurteilung ist indes gerechtfertigt, wenn eine Nutzungs&auml;nderung der Grundst&uuml;cksfl&auml;che zwar tats&auml;chlich erst nach dem Abwahlzeitpunkt erfolgt, die Kausalkette f&uuml;r die sp&auml;tere Nutzungs&auml;nderung indes schon vor dem Abwahlzeitpunkt unwiderruflich in Gang gesetzt worden ist. Insoweit ist davon auszugehen, dass die Grundst&uuml;cksfl&auml;che auch aus der Sicht des Steuerpflichtigen bereits vor dem Zeitpunkt der Abwahl der Nutzungswertbesteuerung aus dem Nutzungs- und Funktionszusammenhang gel&ouml;st worden ist. Eine steuerfreie Entnahme dieser Grundst&uuml;cksfl&auml;che gem&auml;&szlig; &sect; 52 Abs. 15 S&auml;tze 6 und 7 EStG a.F. scheidet mithin aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen hat das FG zu Recht entschieden, dass mit dem Tag des Abschlusses des Mietvertrags das Grundst&uuml;ck nicht mehr im Nutzungs- und Funktionszusammenhang mit der Wohnung stand und daher zum Zeitpunkt der Abwahl der Nutzungswertbesteuerung nicht dazugeh&ouml;render Grund und Boden i.S. des &sect; 52 Abs. 15 S&auml;tze 6 und 7 EStG a.F. war. Nach den Feststellungen des FG hat der Kl&auml;ger den Mietvertrag mit der A-GmbH bereits am 8. August 1991 geschlossen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ungeachtet der erst von der Erteilung der Baugenehmigung abh&auml;ngigen Durchf&uuml;hrung des Mietvertrags hatte sich der Kl&auml;ger damit bereits ab dem 8. August 1991 unwiderruflich und wirksam verpflichtet, das Grundst&uuml;ck f&uuml;r gewerbliche Zwecke zu &uuml;berlassen. Mit dem Abschluss des Mietvertrags hat der Kl&auml;ger mithin die Kausalkette f&uuml;r die sp&auml;tere Nutzungs&auml;nderung, die erst mit der Besitz&uuml;berlassung an den Mieter am 2. Mai 1994 erfolgte, unwiderruflich in Gang gesetzt. Unabh&auml;ngig von der tats&auml;chlichen weiteren Nutzung der Grundst&uuml;cksteilfl&auml;che bis zur Besitz&uuml;berlassung an den Mieter war mit dem Abschluss des Mietvertrags der Nutzungs- und Funktionszusammenhang mit der Wohnnutzung bereits aufgehoben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Die Steuerfreiheit des Entnahmegewinns hinsichtlich der streitigen Grundst&uuml;cksteilfl&auml;che kann der Kl&auml;ger auch nicht unter Berufung auf das Schreiben des FA vom 10. Februar 1993 erreichen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dabei kann der Senat dahinstehen lassen, ob das FA mit dem Schreiben eine verbindliche Regelung dahin treffen wollte, dass das streitgegenst&auml;ndliche Grundst&uuml;ck anl&auml;sslich der Abwahl der Nutzungswertbesteuerung zum 31. Dezember 1992 als steuerfrei entnommen gilt. Denn grunds&auml;tzlich wird &uuml;ber die Frage der Steuerfreiheit der Entnahme erst rechtsverbindlich in dem Veranlagungsverfahren mittels selbst&auml;ndig anfechtbaren Steuerbescheids (&sect; 155 Abs. 1 Satz 1 AO) entschieden. An eine vorherige abweichende und au&szlig;erhalb des Veranlagungsverfahrens getroffene Entscheidung w&auml;re das FA beim Erlass der streitigen Einkommensteuerbescheide nur dann gebunden, wenn dieser Entscheidung aufgrund einer gesetzlichen Regelung i.S. der &sect;&sect; 171 Abs. 10 und 175 Abs. 1 AO (Grundlagenbescheid) eine Bindungswirkung zuerkannt w&uuml;rde. Eine Rechtsgrundlage f&uuml;r eine derartige Bindungswirkung ist aber nicht erkennbar.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ebenso wenig kann sich aufgrund des Schreibens eine Bindungswirkung unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben ergeben. Zwar kann das FA im Einzelfall auch im Besteuerungsverfahren an eine vorherige Auskunft oder Zusage gebunden sein, wenn es dem Steuerpflichtigen zusagt, einen konkreten Sachverhalt bei der Besteuerung in einem bestimmten Sinn zu beurteilen. Voraussetzung f&uuml;r eine derartige Bindung ist allerdings u.a., dass der vom Steuerpflichtigen mitgeteilte Sachverhalt in allen wesentlichen Punkten richtig und vollst&auml;ndig dargestellt wurde (BFH-Urteil vom 13. Dezember 1989 X R 208\/87, BFHE 159, 114, BStBl II 1990, 274). Daran fehlt es im Streitfall, da die Kl&auml;ger das FA nicht &uuml;ber den abgeschlossenen Mietvertrag unterrichtet haben. Zudem k&ouml;nnen sich die Kl&auml;ger auch deshalb nicht mit Erfolg auf fehlgeschlagenes oder entt&auml;uschtes Vertrauen berufen, da sie den Inhalt des Schreibens selber nicht in der Steuererkl&auml;rung und der eingereichten Bilanz nachvollzogen haben. So hatten die Kl&auml;ger, wie sich den vorgelegten Akten entnehmen l&auml;sst, die Grundst&uuml;cksentnahme zun&auml;chst in einem Umfang von 3 579 qm erkl&auml;rt und entsprechend bilanziert, obwohl das Schreiben des FA ausdr&uuml;cklich nur von 3 500 qm ausgegangen ist. Auf entsprechende Nachfrage des FA wurde zudem zun&auml;chst die Kenntnis einer entsprechenden Berechnung des alS bestritten und auch der Zugang eines &quot;Bescheides&quot; in Abrede gestellt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                5. Zu Unrecht ist das FG aber von einer steuerpflichtigen Entnahme der streitigen Restfl&auml;che ausgegangen, die nach seiner Auffassung kein zur Wohnung dazugeh&ouml;render Grund und Boden i.S. des &sect; 52 Abs. 15 Satz 6 EStG a.F. war. Eine solche Entnahme hat der Kl&auml;ger nicht erkl&auml;rt; er hat diese Fl&auml;che vielmehr in seine Erkl&auml;rung zur Abwahl der Nutzungswertbesteuerung nach &sect; 52 Abs. 15 Satz 4 EStG a.F. miteinbezogen. Eine derartige Erkl&auml;rung ist aber mangels Entnahmewillens nicht als Entnahme gem&auml;&szlig; &sect;&sect; 4 Abs. 1 Satz 2, 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 1 EStG zu werten. Die unzutreffend in die Abwahl der Nutzungswertbesteuerung einbezogene Fl&auml;che bleibt daher bis zu ihrer Ver&auml;u&szlig;erung oder Entnahme land- und forstwirtschaftliches Betriebsverm&ouml;gen (Senatsurteil in BFHE 204, 169, BStBl II 2004, 272, unter 2. der Gr&uuml;nde).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Auch die Vermietung des Kl&auml;gers zum Zwecke der Bebauung durch den Mieter hat nicht zu einer Entnahme gef&uuml;hrt. Denn dadurch wurden die Grundst&uuml;cke nicht zu notwendigem Privatverm&ouml;gen des Kl&auml;gers. Mit der Besitz&uuml;berlassung an den Mieter kam es vielmehr zu einer Nutzungs&auml;nderung, die grunds&auml;tzlich nicht zu einer Entnahme kraft schl&uuml;ssigen Verhaltens zwingt (Senatsurteil vom 22. August 2002 IV R 57\/00, BFHE 200, 236, BStBl II 2003, 16, m.w.N. zur Rechtsprechung). Zwar kann die streitige Grundst&uuml;cksfl&auml;che einer landwirtschaftlichen Nutzung nicht mehr zugef&uuml;hrt werden; dies ist aber unsch&auml;dlich, da die Grundst&uuml;cksfl&auml;che f&uuml;r den gesamten landwirtschaftlichen Betrieb des Kl&auml;gers nur eine geringe Bedeutung hat. Entsprechend hat der Senat im Fall der Bestellung einer Vielzahl von Erbbaurechten entschieden, dass eine endg&uuml;ltige Nutzungs&auml;nderung im Umfang von weniger als 10 % der landwirtschaftlichen Fl&auml;che selbst dann unsch&auml;dlich ist, wenn die Ertr&auml;ge aus der Verm&ouml;gensverwaltung &uuml;berwiegen (BFH-Urteil vom 10. Dezember 1992 IV R 115\/91, BFHE 170, 141, BStBl II 1993, 342). Aus denselben Erw&auml;gungen hat der Senat das Vorliegen einer Zwangsentnahme in einem Fall verneint, in dem urspr&uuml;nglich land- und forstwirtschaftlich genutzte Grundst&uuml;cke mit Einfamilienh&auml;usern bebaut und anschlie&szlig;end an betriebsfremde Personen vermietet worden sind, die von der Nutzungs&auml;nderung erfasste Fl&auml;che aber gegen&uuml;ber der Gesamtfl&auml;che des Betriebs von geringer Bedeutung war (Senatsurteil in BFHE 200, 236, BStBl II 2003, 16). Diese Grunds&auml;tze wendet der Senat auch im Streitfall an. Der Kl&auml;ger betreibt seinen landwirtschaftlichen Betrieb auf einer Gesamtfl&auml;che von 198 ha (davon ca. 130 ha zugepachtete Fl&auml;che). Die im Streit stehende Fl&auml;che von 2 000 qm ist demgegen&uuml;ber nur von geringer Bedeutung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                6. Da das FG von einer anderen Rechtsauffassung ausgegangen ist, war die Entscheidung aufzuheben (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 FGO). Die Einkommensteuer f&uuml;r die Streitjahre ist unter Au&szlig;erachtlassung des Entnahmegewinns in H&ouml;he von 200 000 DM entsprechend niedriger festzusetzen. Die Berechnung der Steuer wird dem FA &uuml;bertragen (&sect; 100 Abs. 2 Satz 2 FGO). Erg&auml;nzend weist der Senat darauf hin, dass der von den Kl&auml;gern begehrte Verlustr&uuml;cktrag in den Veranlagungszeitraum 1991 gem&auml;&szlig; &sect; 10d EStG in der bis zum Veranlagungszeitraum 1993 geltenden Fassung von dem FA von Amts wegen durchzuf&uuml;hren ist. Der diesbez&uuml;gliche Antrag ist daher gegenstandslos.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.4.2008, IV R 30\/05 Umfang der steuerfreien Entnahme des zur Wohnung geh&ouml;renden Grund und Bodens bei der Abwahl der Nutzungswertbesteuerung durch einen Landwirt &#8211; Bindung des Finanzamtes an eine im Besteuerungsverfahren erteilte Zusage Leits&auml;tze F&uuml;r die Bestimmung des zur Wohnung geh&ouml;renden Grund und Bodens, der bei der Abwahl der Nutzungswertbesteuerung gem&auml;&szlig; &sect; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-30-05-umfang-der-steuerfreien-entnahme-des-zur-wohnung-gehoerenden-grund-und-bodens-bei-der-abwahl-der-nutzungswertbesteuerung-durch-einen-landwirt-bindung-des-finanzamtes-an-eine-im-besteuerungs\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;30\/05 &#8211; Umfang der steuerfreien Entnahme des zur Wohnung geh&ouml;renden Grund und Bodens bei der Abwahl der Nutzungswertbesteuerung durch einen Landwirt &#8211; Bindung des Finanzamtes an eine im Besteuerungsverfahren erteilte Zusage<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17429","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17429","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17429"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17429\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17429"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17429"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17429"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}