{"id":17433,"date":"2012-12-10T16:22:35","date_gmt":"2012-12-10T14:22:35","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17433"},"modified":"2012-12-10T16:22:35","modified_gmt":"2012-12-10T14:22:35","slug":"i-r-67-06-verdeckte-gewinnausschuettung-bei-irrtuemlicher-annahme-einer-leistungspflicht-voraussetzungen-einer-verdeckten-gewinnausschuettung-aktivierung-bestrittener-forderungen-pruefung-des-ablaufs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-67-06-verdeckte-gewinnausschuettung-bei-irrtuemlicher-annahme-einer-leistungspflicht-voraussetzungen-einer-verdeckten-gewinnausschuettung-aktivierung-bestrittener-forderungen-pruefung-des-ablaufs\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;67\/06 &#8211; Verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung bei irrt&uuml;mlicher Annahme einer Leistungspflicht &#8211; Voraussetzungen einer verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttung &#8211; Aktivierung bestrittener Forderungen &#8211; Pr&uuml;fung des Ablaufs einer Rechtsmittelbegr&uuml;ndungsfrist durch Prozessbevollm&auml;chtigten &#8211;&nbsp;&nbsp;Zurechnung des Verschuldens eines Unterbevollm&auml;chtigten &#8211; Anschlussrevision als prozessualer Antrag &#8211; kein Rechtsschutzbed&uuml;rfnis f&uuml;r die Erhebung einer Anschlussrevision bei Festsetzung einer zu niedrigen Steuer"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.4.2008, I R 67\/06<\/p>\n<p class=\"titel\">Verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung bei irrt&uuml;mlicher Annahme einer Leistungspflicht &#8211; Voraussetzungen einer verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttung &#8211; Aktivierung bestrittener Forderungen &#8211; Pr&uuml;fung des Ablaufs einer Rechtsmittelbegr&uuml;ndungsfrist durch Prozessbevollm&auml;chtigten &#8211;&nbsp;&nbsp;Zurechnung des Verschuldens eines Unterbevollm&auml;chtigten &#8211; Anschlussrevision als prozessualer Antrag &#8211; kein Rechtsschutzbed&uuml;rfnis f&uuml;r die Erhebung einer Anschlussrevision bei Festsetzung einer zu niedrigen Steuer<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Leistet der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer GmbH in der irrt&uuml;mlichen Annahme einer vertraglichen Leistungspflicht eine Zahlung an einen vormaligen Gesellschafter, liegt hierin jedenfalls dann eine vGA, wenn die Begr&uuml;ndung der nach der Vorstellung des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers bestehenden Leistungspflicht als vGA zu beurteilen w&auml;re.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Streitpunkte sind, ob eine Zahlung an eine fr&uuml;here Gesellschafterin der Kl&auml;gerin, Revisionskl&auml;gerin und Revisionsbeklagten (Kl&auml;gerin) als verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung (vGA) anzusehen ist und ob in der Bilanz der Kl&auml;gerin zum 31. Dezember 1996 eine R&uuml;ckstellung f&uuml;r drohende Verluste aus schwebenden Gesch&auml;ften (Drohverlustr&uuml;ckstellung) bzw. eine Verbindlichkeitsr&uuml;ckstellung zu bilden war. Streitjahre sind 1996 bis 1999.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sachverhalt vGA:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin, eine GmbH, betrieb in den Streitjahren als eines von mehreren Unternehmen eines Verkehrsverbundes (VV) die Personenbef&ouml;rderung im Omnibus-&Uuml;berlandlinienverkehr. Ihre alleinige Gesellschafterin war zun&auml;chst die X-GmbH. Diese ver&auml;u&szlig;erte die Beteiligung mit Vertrag vom 22. Dezember 1995 zum 1. Januar 1996 zu jeweils 12,5 % an insgesamt acht kommunale Verkehrsgesellschaften. In dem Anteilsver&auml;u&szlig;erungsvertrag bekundeten die Vertragsparteien Einigkeit dar&uuml;ber, dass bestimmte Nachzahlungen oder Erstattungen (u.a. gem&auml;&szlig; &sect; 45a des Personenbef&ouml;rderungsgesetzes &#8211;PBefG&#8211;), die sich f&uuml;r die vergangenen Gesch&auml;ftsjahre der Kl&auml;gerin ergeben, zu Lasten oder zu Gunsten der X-GmbH gehen sollten, soweit sie nicht zum 31. Dezember 1995 bilanzm&auml;&szlig;ig erfasst sein w&uuml;rden. Die Anspr&uuml;che sollten unter Ber&uuml;cksichtigung der steuerlichen Auswirkungen ermittelt und binnen eines Monats nach ihrer Entstehung f&auml;llig werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Jahres 1996 erhielt die Kl&auml;gerin eine das Jahr 1995 betreffende Erstattung nach &sect; 45a PBefG. Sie passivierte in der Bilanz zum 31. Dezember 1996 eine diesbez&uuml;gliche Verbindlichkeit gegen&uuml;ber der X-GmbH von 2 862 569 DM und &uuml;berwies diesen Betrag im November 1997 auf Anweisung ihres Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers G, der zu diesem Zeitpunkt auch Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der X-GmbH war, an diese. Nachdem die Kl&auml;gerin im weiteren Verlauf zu der Erkenntnis gelangt war, dass der X-GmbH aus dem Anteilsver&auml;u&szlig;erungsvertrag ein Zahlungsanspruch bez&uuml;glich der Erstattung nicht gegen die Kl&auml;gerin, sondern gegen&uuml;ber den Anteilserwerbern zugestanden hatte, forderte sie die im November 1997 geleistete Zahlung von der X-GmbH zur&uuml;ck. Diese verweigerte die R&uuml;ckzahlung. Die Kl&auml;gerin &auml;nderte ihre Bilanzen nunmehr dahin, dass sie die passivierte Verbindlichkeit gegen&uuml;ber der X-GmbH zum 31. Dezember 1996 erfolgswirksam ausbuchte und in der Bilanz zum 31. Dezember 1997 (nach Vornahme von Verrechnungen) eine Erstattungsforderung gegen die X-GmbH im Betrag von 2 791 413,53 DM aktivierte, diese jedoch wegen der Zahlungsverweigerung auf 0 DM wertberichtigte. Die Parteien des Anteilskaufvertrages f&uuml;hrten hinsichtlich eines weiteren Erstattungsbetrages von 24 Mio. DM (betreffend die Jahre 1991 bis 1994) einen Zivilrechtsstreit, der mit einem oberlandesgerichtlichen Urteil vom Februar 2002 endete, nach welchem die Anteilserwerber gegen&uuml;ber der X-GmbH zur Zahlung verpflichtet waren. Das Landgericht als Vorinstanz hatte die Erwerber demgegen&uuml;ber verurteilt, der X-GmbH die Betr&auml;ge aus dem Verm&ouml;gen der Kl&auml;gerin zu beschaffen. Im Rahmen eines in der Folge abgeschlossenen Vergleichs hat die Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber der X-GmbH den R&uuml;ckzahlungsanspruch bez&uuml;glich der streitgegenst&auml;ndlichen Auszahlung inzwischen realisiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte, Revisionskl&auml;ger und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) sah in der Zahlung vom November 1997 eine vGA und rechnete deshalb dem Gewinn der Kl&auml;gerin unter Herstellung der Aussch&uuml;ttungsbelastung f&uuml;r das Jahr 1997 einen Betrag von 2 791 413 DM hinzu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sachverhalt Drohverlustr&uuml;ckstellung:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin f&uuml;hrte in den Streitjahren den Linienverkehr (&sect; 42 PBefG) auf den einzelnen Strecken auf der Grundlage jeweils mehrj&auml;hriger Genehmigungen der zust&auml;ndigen Bezirksregierung gem&auml;&szlig; &sect;&sect; 9 ff. PBefG durch. Nach einem ab 1. Januar 1996 geltenden neuen Einnahmenaufteilungsvertrag des VV sollten die von den einzelnen Verkehrsunternehmen erzielten Bef&ouml;rderungseinnahmen in den Folgejahren schrittweise um einen &quot;Fremdnutzerausgleich&quot; vermehrt oder vermindert werden. Die Kl&auml;gerin ermittelte bzw. prognostizierte unter Ber&uuml;cksichtigung der Auswirkungen des neuen Einnahmenaufteilungsvertrages f&uuml;r den Zeitraum 1997 bis 2001 auf der Basis sog. Spartenergebnisrechnungen der Jahre 1997 und 1998 und aus einer hieraus abgeleiteten Prognoseberechnung f&uuml;r die Folgezeit f&uuml;r bestimmte Sparten des Personenverkehrs folgende Verluste:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table cellpadding=\"1\" cellspacing=\"2\" border=\"0\" class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">1997<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1 400 000 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">1998<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">6 650 000 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">1999<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">7 515 000 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">2000<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">3 758 000 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">2001<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\"><span style=\"text-decoration:underline\">&nbsp;&nbsp; 2 017 000 DM<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Gesamt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">21 340 000 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Wege einer im Jahr 1999 vorgenommenen Bilanzberichtigung bildete die Kl&auml;gerin in ihrer Bilanz zum 31. Dezember 1996 hinsichtlich der prognostizierten Verluste eine Drohverlustr&uuml;ckstellung im Betrag von 21 340 000 DM und l&ouml;ste diese in den Bilanzen der Folgejahre sukzessive gewinnerh&ouml;hend auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erkannte die Drohverlustr&uuml;ckstellung und deren nachfolgende Aufl&ouml;sungen im Rahmen der k&ouml;rperschaftsteuerlichen Behandlung der Streitjahre (1996 bis 1999) und der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens auf den 1. Januar 1997 nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) K&ouml;ln hat dem gegen die Behandlung der Zahlung vom November 1997 als vGA gerichteten Begehren der Kl&auml;gerin stattgegeben. Es &auml;nderte die die Streitjahre 1997 und 1998 betreffenden Bescheide dahin, dass f&uuml;r 1997 die Hinzurechnung der vGA unterblieb und dass die K&ouml;rperschaftsteuer f&uuml;r 1998 unter Einbeziehung eines entsprechend h&ouml;heren Verlustvortrags aus dem Vorjahr festgesetzt wurde. Die die Nichtber&uuml;cksichtigung der Drohverlustr&uuml;ckstellung betreffende Klage hat es abgewiesen. Sein Urteil vom 10. Mai 2006&nbsp;&nbsp;13 K 67\/03 wurde der Kl&auml;gerin am 7. August 2006 zugestellt und ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2006, 1608 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das Urteil richten sich die Revisionen beider Beteiligten. Die Kl&auml;gerin hat ihr Rechtsmittel mit am 6. November 2006 &#8211;mithin nach Ablauf der gem&auml;&szlig; &sect; 120 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) am 9. Oktober 2006 endenden Revisionsbegr&uuml;ndungsfrist&#8211; eingegangenen Schriftsatz begr&uuml;ndet und zugleich wegen der Fristvers&auml;umung Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt. Nach ihrer Darstellung hat die mit der Fristenerfassung betraute Mitarbeiterin der von ihr mit der Prozessvertretung beauftragten Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft nach Zustellung des FG-Urteils versehentlich nicht zus&auml;tzlich zu der bereits von der Fristenkontrollsoftware automatisch erfassten Frist zur Einlegung der Revision auch die Revisionsbegr&uuml;ndungsfrist in das Fristenkontrollblatt eingetragen. So sei zwar die Akte dem sachbearbeitenden Rechtsanwalt Y rechtzeitig vor Ablauf der Frist zur Revisionseinlegung vorgelegt worden, nicht aber ein weiteres Mal vor Ablauf der Revisionsbegr&uuml;ndungsfrist. Hilfsweise verfolgt die Kl&auml;gerin ihr Begehren im Rahmen einer Anschlussrevision.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt (sinngem&auml;&szlig;), das angefochtene Urteil bezogen auf die ge&auml;nderten Steuerbescheide f&uuml;r 1997 und 1998 aufzuheben und die Klage insgesamt abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt (sinngem&auml;&szlig;), das FG-Urteil aufzuheben und die angefochtenen Bescheide des FA dahin abzu&auml;ndern, dass zum 31. Dezember 1996 eine R&uuml;ckstellung im Betrag von 21 340 000 DM zu passivieren ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Beide Beteiligten beantragen, die Revision der jeweils anderen Seite zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                B. Die Revision des FA hat Erfolg, w&auml;hrend Revision und Anschlussrevision der Kl&auml;gerin unzul&auml;ssig sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Revision der Kl&auml;gerin ist wegen der Vers&auml;umung der Revisionsbegr&uuml;ndungsfrist unzul&auml;ssig. Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gem&auml;&szlig; &sect; 56 FGO kann nicht bewilligt werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Wiedereinsetzung ist zu gew&auml;hren, wenn jemand ohne Verschulden an der Einhaltung der gesetzlichen Frist gehindert war (&sect; 56 Abs. 1 FGO). Hiernach schlie&szlig;t jedes Verschulden &#8211;also auch einfache Fahrl&auml;ssigkeit&#8211; die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand aus (Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 11. Oktober 1991 VII R 32\/90, BFH\/NV 1994, 553; vom 25. April 2005 VIII B 42\/02, BFH\/NV 2005, 1821; vom 18. Januar 2007 III R 65\/05, BFH\/NV 2007, 945). Der Beteiligte muss sich ein Verschulden seines Prozessbevollm&auml;chtigten zurechnen lassen (&sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 85 Abs. 2 der Zivilprozessordnung &#8211;ZPO&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Im Streitfall trifft nach dem von der Kl&auml;gerin geschilderten Sachverhalt die mit ihrer Prozessvertretung beauftragte Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft ein Verschulden an der Fristvers&auml;umnis. Der von dieser mit der Bearbeitung der Sache betraute Rechtsanwalt Y h&auml;tte n&auml;mlich nach Vorlage der Handakte zur Anfertigung der Revisionsschrift pr&uuml;fen m&uuml;ssen, ob in dem Fristenkontrollblatt eine Revisionsbegr&uuml;ndungsfrist eingetragen ist. H&auml;tte er dies getan, w&auml;re ihm das versehentliche Unterlassen des Fristeintrags seitens der Kanzleiangestellten nicht verborgen geblieben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ein Prozessbevollm&auml;chtigter hat den Ablauf einer Rechtsmittelbegr&uuml;ndungsfrist eigenverantwortlich zu pr&uuml;fen, wenn ihm die Akten im Zusammenhang mit einer fristgebundenen Prozesshandlung, insbesondere zu deren Bearbeitung, vorgelegt werden oder sich sonst die Notwendigkeit einer &Uuml;berpr&uuml;fung aufdr&auml;ngt (vgl. Beschl&uuml;sse des Bundesgerichtshofs vom 3. Mai 1984 VII ZB 6\/84, Versicherungsrecht 1984, 662; vom 11. Februar 1992 VI ZB 2\/92, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 1992, 1632; vom 5. Februar 1998 VII ZB 8\/97, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 1998, 938; vom 6. Februar 2007 VI ZB 41\/06, NJW 2007, 1599; Gr&auml;ber\/Stapperfend, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 56 Rz 20 &quot;Revisionsbegr&uuml;ndungsfrist&quot;). Deshalb obliegt dem Prozessbevollm&auml;chtigten bei Fertigung der Revisionsschrift neben der Kontrolle der Frist zur Einlegung der Revision auch die Pr&uuml;fung, ob im Fristenkontrollblatt eine Revisionsbegr&uuml;ndungsfrist notiert ist. Das gilt jedenfalls dann, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; die in der Kanzlei des Prozessbevollm&auml;chtigten verwendete Fristenkontrollsoftware automatisch nur die Revisionseinlegungsfrist, nicht aber auch die Revisionsbegr&uuml;ndungsfrist erfasst. Dadurch ergibt sich organisationsbedingt ein erh&ouml;htes Risiko, dass die manuelle Erfassung der Revisionsbegr&uuml;ndungsfrist durch das Kanzleipersonal versehentlich unterlassen wird und das Fehlen der Erfassung unbemerkt bleibt. Auf die Frage, ob die Revisionsbegr&uuml;ndungsfrist nach der am 1. Januar 2001 in Kraft getretenen Neuregelung des Fristbeginns gem&auml;&szlig; &sect; 120 Abs. 2 FGO durch das Zweite Gesetz zur &Auml;nderung der Finanzgerichtsordnung und anderer Gesetze vom 21. Dezember 2000 (BGBl I 2000, 1757) weiterhin nicht zu den &uuml;blichen, h&auml;ufig vorkommenden und einfach zu berechnenden Fristen geh&ouml;rt, hinsichtlich derer der Prozessbevollm&auml;chtigte bei der Pr&uuml;fung und &Uuml;berwachung des Personals zu besonderer Sorgfalt gehalten ist (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 2007, 945; vom 24. Januar 2005 III R 43\/03, BFH\/NV 2005, 1312, m.w.N.), kommt es hier nicht an. Denn das Vertreterverschulden besteht im Streitfall darin, dass Y bei Vorlage der Akte nicht darauf geachtet hat, dass &uuml;berhaupt eine Revisionsbegr&uuml;ndungsfrist im Fristenkontrollblatt eingetragen war. Ob eine solche Pr&uuml;fungspflicht bestanden hat, hat mit der Fristberechnung als solcher nichts zu tun und ist deshalb unabh&auml;ngig von deren Schwierigkeitsgrad zu beurteilen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ebenso wenig bedarf der Er&ouml;rterung, ob ein Organisationsverschulden der Prozessbevollm&auml;chtigten der Kl&auml;gerin darin zu sehen ist, dass in deren schriftlicher B&uuml;roanweisung zur Fristen- und Terminkontrolle nicht ausdr&uuml;cklich darauf hingewiesen worden ist, dass bei der Revision gegen ein finanzgerichtliches Urteil sowohl die Revisions- als auch die Revisionsbegr&uuml;ndungsfrist einzutragen sind, die verwendete Fristenkontrollsoftware aber nur die Revisionsfrist automatisch erfasst. Gleiches gilt f&uuml;r die Frage, ob ein etwaiges Organisationsverschulden durch die von der Kl&auml;gerin vorgetragene m&uuml;ndliche Anweisung zur Fristeintragung an die daf&uuml;r zust&auml;ndige Mitarbeiterin durch den &quot;Teamleiter&quot; kompensiert worden sein k&ouml;nnte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Das Verschulden des Rechtsanwalts Y ist der Kl&auml;gerin zuzurechnen. Da dieser die Revisionsschrift im Namen der prozessbevollm&auml;chtigten Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft, einer AG, unterzeichnet hat, ist davon auszugehen, dass er als deren Unterbevollm&auml;chtigter gehandelt hat. Ein Verschulden des Unterbevollm&auml;chtigten ist dem vertretenen Prozessbeteiligten zuzurechnen (vgl. BFH-Beschluss vom 11. Mai 1988 II B 8\/88, BFH\/NV 1989, 311).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Auch die hilfsweise Geltendmachung der Revisionsantr&auml;ge im Rahmen der Anschlussrevision ist unzul&auml;ssig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die Antr&auml;ge auf Ab&auml;nderung der Bescheide &uuml;ber die Steuerfestsetzungen und Feststellungen betreffend die Streitjahre 1996 und 1999 k&ouml;nnen im Rahmen der Anschlussrevision nicht geltend gemacht werden. Die gem&auml;&szlig; &sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 554 ZPO im Finanzgerichtsprozess statthafte Anschlussrevision ist kein Rechtsmittel im eigentlichen Sinne, sondern ein prozessualer Antrag innerhalb des vom Gegner eingelegten Rechtsmittels (Hauptrevision). Wenn Gegenstand des angefochtenen Urteils mehrere Verwaltungsakte sind und die Hauptrevision sich nur gegen einen dieser Verwaltungsakte richtet, kann das angefochtene Urteil daher hinsichtlich der anderen Verwaltungsakte mit einer Anschlussrevision nicht mehr angegriffen werden (vgl. Senatsurteil vom 17. Oktober 1984 I R 22\/79, BFHE 142, 276, BStBl II 1985, 69; BFH-Urteil vom 8. M&auml;rz 2007 IV R 41\/05, BFH\/NV 2007, 1813, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Streitfall bezieht sich die Revision des FA nur auf die K&ouml;rperschaftsteuerbescheide 1997 und 1998 und die Bescheide &uuml;ber die Festsetzung der Besteuerungsgrundlagen nach &sect; 47 Abs. 2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG 1996) auf den 31. Dezember 1997 und auf den 31. Dezember 1998. Die weiteren von der Klage umfassten Bescheide sind hingegen mit Ablauf der Revisionsbegr&uuml;ndungsfrist bestandskr&auml;ftig geworden und k&ouml;nnen nicht mehr zum Gegenstand der Anschlussrevision gemacht werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Aber auch im Hinblick auf die K&ouml;rperschaftsteuerbescheide 1997 und 1998 sowie die Feststellungsbescheide nach &sect; 47 Abs. 2 KStG 1996 auf den 31. Dezember 1997 und auf den 31. Dezember 1998 ist die Anschlussrevision unzul&auml;ssig, weil es insoweit an einem Rechtsschutzbed&uuml;rfnis der Kl&auml;gerin fehlt. Die Kl&auml;gerin wendet sich mit ihrer Anschlussrevision dagegen, dass das FG &#8211;weil es die von ihr gebildete Drohverlustr&uuml;ckstellung f&uuml;r 1996 nicht anerkannt hat&#8211; die vorbezeichneten Bescheide nicht dahin abge&auml;ndert hat, dass zum 31. Dezember 1997 und zum 31. Dezember 1998 (gewinnerh&ouml;hende) Teilaufl&ouml;sungen der Drohverlustr&uuml;ckstellung nach &sect; 52 Abs. 6a Satz 2 des Einkommensteuergesetzes 1997 &#8211;EStG 1997&#8211; (jetzt &sect; 52 Abs. 13 EStG 2002) um 25 % bzw. 15 % des R&uuml;ckstellungsbetrages ber&uuml;cksichtigt werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Auf die Jahre 1997 und 1998 bezogen macht die Kl&auml;gerin mit der Anschlussrevision mithin die Ber&uuml;cksichtigung eines h&ouml;heren Gewinns geltend; sie fordert letztlich eine h&ouml;here K&ouml;rperschaftsteuer, als sie vom FA &#8211;unter Einschluss der streitgegenst&auml;ndlichen vGA&#8211; festgesetzt worden ist. Die Festsetzung einer zu niedrigen Steuer ist aber grunds&auml;tzlich nicht als Verletzung eines subjektiven Rechts des Steuerpflichtigen anzusehen (vgl. BFH-Urteil vom 7. November 2000 III R 23\/98, BFHE 193, 383, BStBl II 2001, 338; BFH-Beschluss vom 20. Dezember 2006 VIII B 111\/05, BFH\/NV 2007, 699) und kann deshalb, wenn sie vom FG best&auml;tigt wird, auch kein Rechtsschutzbed&uuml;rfnis f&uuml;r die Erhebung einer Anschlussrevision begr&uuml;nden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit der BFH ausnahmsweise eine Rechtsverletzung in F&auml;llen bejaht hat, in denen die Festsetzung der zu niedrigen Steuer die Folge eines Bilanzansatzes ist, der sich in vorhergehenden Veranlagungszeitr&auml;umen zu Ungunsten des Steuerpflichtigen ausgewirkt hat (BFH-Urteil vom 13. Dezember 1984 VIII R 273\/81, BFHE 143, 238, BStBl II 1985, 394; BFH-Beschluss vom 9. September 2005 IV B 6\/04, BFH\/NV 2006, 22; Senatsurteil vom 24. Oktober 2006 I R 2\/06, BFHE 215, 230, BStBl II 2007, 469), vermag dies ein Rechtsschutzbed&uuml;rfnis nicht mehr zu begr&uuml;nden, wenn der ung&uuml;nstige Bilanzansatz aus dem fr&uuml;heren Veranlagungszeitraum unanfechtbar geworden ist. Das ist hier der Fall, nachdem die Steuerfestsetzung f&uuml;r 1996 ohne Ber&uuml;cksichtigung der Drohverlustr&uuml;ckstellung nach Ablauf der Revisionsbegr&uuml;ndungsfrist in Bestandskraft erwachsen ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                III. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet und f&uuml;hrt gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 FGO zur Abweisung der Klage. Das FA hat die Ende 1997 von der Kl&auml;gerin an die X-GmbH geleistete Zahlung im Betrag von 2 791 413 DM zu Recht als vGA behandelt und insoweit f&uuml;r 1997 die Aussch&uuml;ttungsbelastung nach &sect; 27 KStG 1996 hergestellt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Unter einer vGA i.S. von &sect; 8 Abs. 3 Satz 2 KStG 1996 ist eine Verm&ouml;gensminderung (verhinderte Verm&ouml;gensmehrung) zu verstehen, die durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst ist, sich auf die H&ouml;he des Unterschiedsbetrages gem&auml;&szlig; &sect; 4 Abs. 1 Satz 1 EStG 1997 i.V.m. &sect; 8 Abs. 1 KStG 1996 auswirkt und in keinem Zusammenhang zu einer offenen Aussch&uuml;ttung steht. F&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Teil der entschiedenen F&auml;lle hat der Senat die Veranlassung durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis angenommen, wenn die Kapitalgesellschaft ihrem Gesellschafter einen Verm&ouml;gensvorteil zuwendet, den sie bei der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Gesch&auml;ftsleiters einem Nichtgesellschafter nicht gew&auml;hrt h&auml;tte (st&auml;ndige Rechtsprechung des Senats, vgl. etwa Urteile vom 16. M&auml;rz 1967 I 261\/63, BFHE 89, 208, BStBl III 1967, 626; vom 7. August 2002 I R 2\/02, BFHE 200, 197, BStBl II 2004, 131; vom 28. Juni 2006 I R 108\/05, BFH\/NV 2007, 107).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben ist die streitbefangene Zahlung als vGA zu Gunsten der fr&uuml;heren Gesellschafterin X-GmbH zu beurteilen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die Zahlung hat das Verm&ouml;gen der Kl&auml;gerin verringert und den nach &sect; 4 Abs. 1 Satz 1 EStG 1997 i.V.m. &sect; 8 Abs. 1 KStG 1996 &#8211;ohne Ber&uuml;cksichtigung der Rechtsfolge des &sect; 8 Abs. 3 Satz 2 KStG 1996 zu ermittelnden (vgl. Senatsurteil vom 14. September 1994 I R 6\/94, BFHE 175, 412, BStBl II 1997, 89)&#8211; Unterschiedsbetrag auf den 31. Dezember 1997 reduziert. Nach den Feststellungen des FG und nach &uuml;bereinstimmender Sicht der Beteiligten hat eine Leistungspflicht der Kl&auml;gerin nicht bestanden und ist deshalb mit der Zahlung nicht zugleich eine zuvor bestehende Verbindlichkeit der Kl&auml;gerin gewinnerh&ouml;hend erloschen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Verringerung des Unterschiedsbetrages steht nicht entgegen, dass nach Annahme des FG infolge der Zahlung auf eine in Wirklichkeit nicht bestehende eigene Schuld gegen&uuml;ber der X-GmbH in gleicher H&ouml;he ein zivilrechtlicher Erstattungsanspruch der Kl&auml;gerin gegen diese aufgrund ungerechtfertigter Bereicherung (&sect; 812 Abs. 1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches) entstanden ist. Der Erstattungsanspruch darf schon deshalb nicht ber&uuml;cksichtigt werden, weil zivilrechtliche Anspr&uuml;che der Gesellschaft gegen den Gesellschafter, die sich aus einem als vGA zu qualifizierenden Vorgang ergeben, stets als Einlageforderung gegen den Gesellschafter zu behandeln sind, die erfolgsneutral zu aktivieren und somit nicht geeignet ist, die durch die vorangegangene vGA eintretende Verm&ouml;gensminderung auszugleichen (vgl. Senatsurteile vom 13. September 1989 I R 41\/86, BFHE 158, 338, BStBl II 1989, 1029; vom 29. Mai 1996 I R 118\/93, BFHE 180, 405, BStBl II 1997, 92; Beschluss vom 13. Oktober 1999 I B 164\/98, BFH\/NV 2000, 749; BFH-Urteil vom 25. Mai 2004 VIII R 4\/01, BFHE 207, 103).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im &Uuml;brigen war der Erstattungsanspruch &#8211;wie das FG ebenfalls festgestellt hat&#8211; von der X-GmbH bestritten worden und deshalb zum 31. Dezember 1997 ohnehin nicht aktivierungsf&auml;hig. Denn bestrittene Forderungen d&uuml;rfen aufgrund des auch im Steuerrecht zu beachtenden Vorsichtsprinzips (&sect; 5 Abs. 1 Satz 1 EStG 1997 i.V.m. &sect; 252 Abs. 1 Nr. 4 des Handelsgesetzbuches &#8211;HGB&#8211;) erst am Schluss jenes Wirtschaftsjahres aktiviert werden, in dem &uuml;ber den Anspruch rechtskr&auml;ftig entschieden wird oder in dem eine Einigung mit dem Schuldner zustande kommt (Senatsurteile vom 26. April 1989 I R 147\/84, BFHE 157, 121, BStBl II 1991, 213; vom 17. September 2003 I R 91, 92\/02, BFH\/NV 2004, 182; BFH-Urteile vom 15. M&auml;rz 2000 II R 15\/98, BFHE 191, 403, BStBl II 2000, 588; vom 14. M&auml;rz 2006 VIII R 60\/03, BFHE 212, 535, BStBl II 2006, 650).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die Verm&ouml;gensminderung ist entgegen der Annahme des FG durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst. An einen gesellschaftsfremden Dritten h&auml;tte ein ordentlicher und gewissenhafter Gesch&auml;ftsleiter eine Zahlung ohne Aussicht auf eine die Verm&ouml;gensminderung kompensierende Gegenleistung nicht vorgenommen. An der gesellschaftlichen Veranlassung &auml;ndert es nichts, dass nach den &#8211;den Senat gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO bindenden&#8211; tatrichterlichen Feststellungen des FG G die Zahlung geleistet hat, weil er damit einer nach seiner Vorstellung im Anteilsver&auml;u&szlig;erungsvertrag zwischen der X-GmbH und den Anteilserwerbern vom 22. Dezember 1995 festgelegten eigenen Zahlungspflicht der Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber der X-GmbH bez&uuml;glich der f&uuml;r die Zeit bis Ende 1995 vereinnahmten Erstattungen nach &sect; 45a PBefG hat nachkommen wollen, eine solche Zahlungspflicht objektiv aber nicht bestanden hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Neben der objektiven Verm&ouml;gensminderung setzt die vGA grunds&auml;tzlich keine subjektiven Handlungserfordernisse, mithin keine bestimmte Aussch&uuml;ttungsabsicht und keine Einigung zwischen Gesellschafter und Gesellschaft &uuml;ber die &quot;verdeckte&quot; Zuwendung voraus (BFH-Urteil vom 28. Januar 1992 VIII R 207\/85, BFHE 167, 90, BStBl II 1992, 605). Die handelnde Person muss weder den Tatbestand der vGA kennen noch das Geschehene rechtlich zutreffend w&uuml;rdigen (Senatsurteil vom 3. Dezember 1969 I R 107\/69, BFHE 97, 524, BStBl II 1970, 229). Nur wenn es &#8211;was bei der streitgegenst&auml;ndlichen Zahlung nicht im Raum steht&#8211; an jeglichem finalen Zuwendungswillen in Richtung eines Verm&ouml;genstransfers zu Lasten der Gesellschaft und zu Gunsten des Gesellschafters fehlt und feststeht, dass die Vorteilsverschiebung nicht aus gesellschaftlichen Gr&uuml;nden erfolgt ist, kann eine vGA mangels konkreter Veranlassung im Gesellschaftsverh&auml;ltnis ausscheiden (vgl. Gosch, KStG, &sect; 8 Rz 276, 285; Schulte in Erle\/Sauter, K&ouml;rperschaftsteuergesetz, 2. Aufl., &sect; 8 Rz 156, jeweils m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Soweit zum Teil angenommen wird, ein subjektiver Entschuldigungsgrund &#8211;z.B. die Unerfahrenheit des Handelnden&#8211; k&ouml;nne auf das Fehlen einer konkreten Veranlassung im Gesellschaftsverh&auml;ltnis schlie&szlig;en lassen (vgl. Gosch, a.a.O., &sect; 8 Rz 277; Wassermeyer, Der Betrieb 2001, 2465; a.A. Bl&uuml;mich\/Rengers, &sect; 8 KStG Rz 374), kommt der Rechtsirrtum des G als ein derartiger Entschuldigungsgrund nicht in Betracht. Denn auch auf der Grundlage der Vorstellung des G h&auml;tte die Zahlung an die vormalige Gesellschafterin den Vollzug einer vGA bewirkt. W&auml;re die Kl&auml;gerin n&auml;mlich &#8211;entsprechend der Vorstellung des G&#8211; aus dem Anteilsver&auml;u&szlig;erungsvertrag tats&auml;chlich gegen&uuml;ber der als Gesellschafterin ausscheidenden X-GmbH zur Zahlung verpflichtet gewesen, w&auml;re in der Begr&uuml;ndung einer solchen Verbindlichkeit eine durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasste Verm&ouml;gensminderung &#8211;und damit eine vGA&#8211; zu sehen. Die Verankerung der nicht durch eine Gegenleistung kompensierten Zahlungspflicht im Anteilsver&auml;u&szlig;erungsvertrag h&auml;tte aus wirtschaftlicher Sicht dazu gedient, den der X-GmbH zustehenden Anteilskaufpreis f&uuml;r die Gesch&auml;ftsanteile zu justieren, so dass der Beweggrund f&uuml;r die Begr&uuml;ndung der Verbindlichkeit ausschlie&szlig;lich in der Interessensph&auml;re der Anteilseigner und nicht im betrieblichen Bereich der Kl&auml;gerin gelegen h&auml;tte. Mithin hat sich der Irrtum des G lediglich auf den rechtlichen Bestand des Zahlungsanspruchs, nicht aber auch auf den Charakter der Zuwendung als vGA bezogen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Anders als die Kl&auml;gerin meint, ist es in diesem Zusammenhang nicht von wesentlicher Bedeutung, dass auf der Grundlage der Vorstellung des G die vGA bereits in der vermeintlichen Begr&uuml;ndung der Zahlungspflicht durch den im Jahr 1996 abgeschlossenen Anteilsver&auml;u&szlig;erungsvertrag gelegen h&auml;tte &#8211;und folglich die Hinzurechnung der vGA bereits f&uuml;r das Wirtschaftsjahr 1996 vorzunehmen gewesen w&auml;re&#8211;, w&auml;hrend nach objektiver Rechtslage &#8211;mangels Begr&uuml;ndung einer Zahlungspflicht und Passivierung einer entsprechenden Verbindlichkeit im Vorjahr&#8211; die vGA erst mit dem Verm&ouml;gensabfluss im Jahr 1997 eingetreten ist. Denn bei der Pr&uuml;fung der subjektiven Vorstellung des G im Rahmen eines m&ouml;glichen Entschuldigungsgrundes kann es nur um die Kenntnis vom grunds&auml;tzlichen vGA-Charakter der Zuwendung gehen, nicht aber darum, ob der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer subjektiv auch das zutreffende Wirtschaftsjahr erkennt, in dem die vGA buchungstechnisch zu erfassen ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Die Bewertung als innerbetriebliche Schadenszuf&uuml;gung ohne Bezug zum Gesellschaftsverh&auml;ltnis l&auml;sst sich entgegen der Auffassung des FG nicht damit begr&uuml;nden, dass G die Auszahlung in Unkenntnis der Anteilserwerber get&auml;tigt hat, die zum Zahlungszeitpunkt Gesellschafter der Kl&auml;gerin gewesen sind. Zwar k&ouml;nnen Bilanzierungsfehler, die eine Verm&ouml;gensverlagerung zugunsten der Gesellschafter abbilden, unter Umst&auml;nden dann nicht zur Annahme einer vGA f&uuml;hren, wenn sie ohne Kenntnis und Billigung der Gesellschafter erfolgt sind (vgl. Senatsurteil vom 24. M&auml;rz 1998 I R 88\/97, BFH\/NV 1998, 1374; Senatsbeschluss vom 17. November 1999 I B 38\/99, BFH\/NV 2000, 751 &#8211;Leitsatz&#8211;; BFH-Beschluss vom 5. April 2004 X B 130\/03, BFHReport 2004, 779; Gosch, a.a.O., &sect; 8 Rz 666). Im Streitfall geht es jedoch nicht um die Frage, unter welchen Voraussetzungen eine bilanzielle Fehlbuchung mit einer realen Verm&ouml;gensminderung gleichgesetzt werden kann. Hier ist die vGA n&auml;mlich nicht in einer fehlerhaften bilanziellen Darstellung der Verm&ouml;genslage zu sehen &#8211;die nicht bestehende Verbindlichkeit wurde im Wege der Bilanzberichtigung wieder ausgebucht&#8211;, sondern es ist zu einem tats&auml;chlichen Verm&ouml;genstransfer zugunsten der vormaligen Gesellschafterin gekommen. Insoweit reicht f&uuml;r die Zurechnung der Handlung des G zur Kl&auml;gerin dessen Organstellung als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer (vgl. Senatsurteil in BFHE 158, 338, BStBl II 1989, 1029; BFH-Urteil in BFHE 167, 90, BStBl II 1992, 605). Ein Einverst&auml;ndnis der Gesellschafter ist &#8211;wie oben ausgef&uuml;hrt&#8211; nicht erforderlich.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Die X-GmbH war zum Zahlungszeitpunkt noch geeignete Empf&auml;ngerin einer vGA, weil Leistungen an fr&uuml;here Gesellschafter als vGA beurteilt werden k&ouml;nnen, wenn sie &#8211;wie hier aus Sicht des G der Fall&#8211; mit Blick auf deren fr&uuml;here Gesellschafterstellung erbracht werden (Senatsurteile vom 22. Juni 1977 I R 171\/74, BFHE 123, 321, BStBl II 1978, 33; vom 10. November 1993 I R 36\/93, BFH\/NV 1994, 827; BFH-Beschluss in BFHReport 2004, 779; Bl&uuml;mich\/Rengers, &sect; 8 KStG Rz 395; Gosch, a.a.O., &sect; 8 Rz 211).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Die Aussch&uuml;ttungsbelastung nach &sect; 27 Abs. 1 KStG 1996 ist f&uuml;r das Jahr 1997 herzustellen. Denn es handelt sich bei der in diesem Jahr abgeflossenen vGA um eine &quot;andere Aussch&uuml;ttung&quot; gem&auml;&szlig; &sect; 27 Abs. 3 Satz 2 KStG 1996.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.4.2008, I R 67\/06 Verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung bei irrt&uuml;mlicher Annahme einer Leistungspflicht &#8211; Voraussetzungen einer verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttung &#8211; Aktivierung bestrittener Forderungen &#8211; Pr&uuml;fung des Ablaufs einer Rechtsmittelbegr&uuml;ndungsfrist durch Prozessbevollm&auml;chtigten &#8211;&nbsp;&nbsp;Zurechnung des Verschuldens eines Unterbevollm&auml;chtigten &#8211; Anschlussrevision als prozessualer Antrag &#8211; kein Rechtsschutzbed&uuml;rfnis f&uuml;r die Erhebung einer Anschlussrevision bei Festsetzung einer zu niedrigen Steuer &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-67-06-verdeckte-gewinnausschuettung-bei-irrtuemlicher-annahme-einer-leistungspflicht-voraussetzungen-einer-verdeckten-gewinnausschuettung-aktivierung-bestrittener-forderungen-pruefung-des-ablaufs\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;67\/06 &#8211; Verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung bei irrt&uuml;mlicher Annahme einer Leistungspflicht &#8211; Voraussetzungen einer verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttung &#8211; Aktivierung bestrittener Forderungen &#8211; Pr&uuml;fung des Ablaufs einer Rechtsmittelbegr&uuml;ndungsfrist durch Prozessbevollm&auml;chtigten &#8211;&nbsp;&nbsp;Zurechnung des Verschuldens eines Unterbevollm&auml;chtigten &#8211; Anschlussrevision als prozessualer Antrag &#8211; kein Rechtsschutzbed&uuml;rfnis f&uuml;r die Erhebung einer Anschlussrevision bei Festsetzung einer zu niedrigen Steuer<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17433","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17433","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17433"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17433\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17433"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17433"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17433"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}