{"id":17450,"date":"2012-12-19T14:40:07","date_gmt":"2012-12-19T12:40:07","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17450"},"modified":"2012-12-19T14:40:39","modified_gmt":"2012-12-19T12:40:39","slug":"vi-r-25-05-zuflusszeitpunkt-von-arbeitslohn-bei-handelbaren-optionsrechten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-25-05-zuflusszeitpunkt-von-arbeitslohn-bei-handelbaren-optionsrechten\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;25\/05 &#8211; Zuflusszeitpunkt von Arbeitslohn bei handelbaren Optionsrechten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.11.2008, VI R 25\/05<\/p>\n<p class=\"titel\">Zuflusszeitpunkt von Arbeitslohn bei handelbaren Optionsrechten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>R&auml;umt der Arbeitgeber selbst handelbare Optionsrechte ein, gelangt der f&uuml;r den Zufluss von Arbeitslohn ma&szlig;gebliche Vorteil in Gestalt eines Preisnachlasses auf gew&auml;hrte Aktien erst aufgrund der Verwertung der Option in das wirtschaftliche Eigentum des Optionsnehmers (Arbeitnehmer).<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die inzwischen geschiedenen Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) waren Eheleute, die im Streitjahr (1999) zusammen zur Einkommensteuer veranlagt wurden. Der Kl&auml;ger erzielte als kaufm&auml;nnischer Angestellter (B&ouml;rsenmakler) der ehemaligen &#8230; GmbH (im Folgenden GmbH), umgewandelt in eine AG im Jahr 1997 (im Folgenden AG), Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Hauptgesellschafter der GmbH schloss mit dem Kl&auml;ger am &#8230; 1997 einen &quot;Aktienkaufoptionsvertrag&quot;. Dieser berechtigte den Kl&auml;ger als Optionsnehmer, im Zeitpunkt der Umwandlung der GmbH in eine AG 3 500 St&uuml;ck unverfallbarer frei handel- und ver&auml;u&szlig;erbarer Aktienoptionen zu erwerben. In der Pr&auml;ambel des &quot;Aktienkaufoptionsvertrages&quot; hei&szlig;t es, dass die Mitarbeit des Optionsnehmers in der Gesellschaft ma&szlig;geblich mit ausschlaggebend f&uuml;r den derzeitigen Status der Gesellschaft gewesen sei. Die Einr&auml;umung der Aktienoptionen war nicht vom weiteren Verbleib des Arbeitnehmers im Unternehmen abh&auml;ngig. Bei K&uuml;ndigung des Arbeitsverh&auml;ltnisses vor B&ouml;rseneinf&uuml;hrung der Gesellschaft sah die Vereinbarung den Verfall der Aktienoptionen gegen eine Entsch&auml;digung vor. F&uuml;r den Fall, dass keine B&ouml;rseneinf&uuml;hrung der Aktien der Gesellschaft stattfand, verfiel der Anspruch auf die Optionen ersatzlos.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Unabh&auml;ngig von diesem Aktienoptionsvertrag erwarb der Kl&auml;ger im M&auml;rz 1997&nbsp;&nbsp;2 000 Aktien im Nennwert von 5 DM je Aktie zu einem Kaufpreis von 50 DM je Aktie. Auch wurden Aktien auf Termin an Dritte ver&auml;u&szlig;ert.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Jahr 1997 wurde die GmbH in eine AG umgewandelt. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am &#8230; 1997. Mit Schreiben vom 30. Mai des Streitjahres (1999) &uuml;bte der Kl&auml;ger sein Optionsrecht aus. Ihm wurden die aufgrund eines Aktiensplits im Verh&auml;ltnis 1:2 zustehenden 7 000 Aktien &uuml;bertragen. Der Kaufpreis betrug 17 500 DM. Der Kurswert belief sich am 31. Mai 1999 auf 463 EUR (905,55 DM) und bei Einbuchung der Papiere im Depot des Kl&auml;gers am 10. Juni 1999 auf 458 EUR (895,77 DM). Die Erstnotierung der Aktie lag bei 100 DM je Aktie.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das zun&auml;chst zust&auml;ndige Finanzamt &#8230; beurteilte die Optionsaus&uuml;bung im Streitjahr als Zufluss eines geldwerten Vorteils in H&ouml;he von 6 321 345 DM (7 000 Aktien x 463 EUR (905,55 DM) abz&uuml;glich 17 500 DM) und erh&ouml;hte im ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr die Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit entsprechend.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ein geldwerter Vorteil durch Gew&auml;hrung der Aktienoptionen wurde im Jahr 1997 nicht erfasst.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Einspruch, der sich u.a. gegen die Erfassung des geldwerten Vorteils im Streitjahr durch Umwandlung des Aktienoptionsrechts in Aktien richtete, wurde vom mittlerweile &ouml;rtlich zust&auml;ndig gewordenen Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8230; &#8211;FA&#8211;) als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2005, 1354 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab. Das vom Kl&auml;ger verwertete Aktienoptionsrecht sei ihm f&uuml;r das Zurverf&uuml;gungstellen seiner individuellen Arbeitskraft aus dem Dienstverh&auml;ltnis gew&auml;hrt worden. Der geldwerte Vorteil sei ihm auch im Streitjahr durch Umwandlung des Optionsrechts in Aktien zugeflossen und nicht, wie der Kl&auml;ger meine, bereits 1997 durch Einr&auml;umung des Optionsrechts selbst. Bei der Einr&auml;umung eines Rechts decke sich der Zeitpunkt des Zuflusses im Allgemeinen mit dem Zeitpunkt der Erf&uuml;llung des Anspruchs, weshalb ein noch nicht erf&uuml;llter Anspruch auch grunds&auml;tzlich noch nicht den Zufluss von Arbeitslohn bewirken k&ouml;nne. Dies gelte f&uuml;r nicht handelbare und handelbare Aktienoptionsrechte gleicherma&szlig;en.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts (&sect;&sect; 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 8 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;ger beantragen, unter Aufhebung des angefochtenen Urteils den Einkommensteuerbescheid 1999 vom 17. April 2002 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 14. M&auml;rz 2003 zu &auml;ndern und die Einkommensteuer 1999 ohne Ansatz eines geldwerten Vorteils in H&ouml;he von 6 321 345 DM festzusetzen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das vorinstanzliche Urteil aufgehoben. Das FG hat zwar zu Recht entschieden, dass der Erwerb der Aktien im Streitjahr zu einem geldwerten Vorteil f&uuml;hrte, der gem&auml;&szlig; &sect; 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG i.V.m. &sect; 2 der Lohnsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung und &sect; 38 Abs. 1 EStG steuerpflichtig war. Der Bemessung des geldwerten Vorteils ist aber nicht der Kurswert der Aktie am Tag der &Uuml;berlassung, sondern der Kurswert zum Zeitpunkt der Einbuchung zu Grunde zu legen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Zu den Einnahmen aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit geh&ouml;ren nach &sect; 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. &sect; 8 Abs. 1 EStG alle G&uuml;ter, die in Geld oder Geldeswert bestehen und die dem Arbeitnehmer aus dem Dienstverh&auml;ltnis f&uuml;r das Zurverf&uuml;gungstellen seiner individuellen Arbeitskraft zuflie&szlig;en.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Vorteile werden &quot;f&uuml;r&quot; eine Besch&auml;ftigung gew&auml;hrt, wenn sie durch das individuelle Dienstverh&auml;ltnis des Arbeitnehmers veranlasst sind. Das ist der Fall, wenn der Vorteil mit R&uuml;cksicht auf das Dienstverh&auml;ltnis einger&auml;umt wird und sich die Leistung im weitesten Sinne als Gegenleistung f&uuml;r das Zurverf&uuml;gungstellen der individuellen Arbeitskraft des Arbeitnehmers erweist. Der Annahme von Arbeitslohn steht auch nicht entgegen, wenn die Zuwendung durch einen Dritten erfolgt, sofern sie ein Entgelt &quot;f&uuml;r&quot; eine Leistung ist, die der Arbeitnehmer im Rahmen des Dienstverh&auml;ltnisses erbringt, erbracht hat oder erbringen soll. Voraussetzung ist, dass die Zuwendung des Dritten sich f&uuml;r den Arbeitnehmer als Frucht seiner Arbeit darstellt und im Zusammenhang mit dem Dienstverh&auml;ltnis steht (Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 19. Juni 2008 VI R 4\/05, BStBl II 2008, 826; vom 10. Mai 2006 IX R 82\/98, BFHE 213, 487, BStBl II 2006, 669; vom 19. August 2004 VI R 33\/97, BFHE 207, 230, BStBl II 2004, 1076; vom 5. Juli 1996 VI R 10\/96, BFHE 180, 441, BStBl II 1996, 545).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Kein Arbeitslohn liegt allerdings vor, wenn die Zuwendung wegen anderer Rechtsverh&auml;ltnisse oder aufgrund sonstiger, nicht auf dem Dienstverh&auml;ltnis beruhender Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gew&auml;hrt wird (BFH-Beschl&uuml;sse vom 17. Januar 2005 VI B 30\/04, BFH\/NV 2005, 884; vom 28. Juni 2007 VI B 23\/07, BFH\/NV 2007, 1870, jeweils m.w.N.; BFH-Urteile vom 1. Februar 2007 VI R 72\/05, BFH\/NV 2007, 898; vom 24. Januar 2001 I R 100\/98, BFHE 195, 102, BStBl II 2001, 509; vom 22. M&auml;rz 1985 VI R 170\/82, BFHE 143, 544, BStBl II 1985, 529; in BFHE 207, 230, BStBl II 2004, 1076; Schmidt\/Drenseck, EStG, 27. Aufl., &sect; 19 Rz 29).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Die Beantwortung der Frage, ob eine Zuwendung durch das Dienstverh&auml;ltnis veranlasst ist, obliegt in erster Linie der tatrichterlichen W&uuml;rdigung durch das FG. Denn ob ein Leistungsaustausch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit oder aufgrund einer Sonderrechtsbeziehung einer anderen Einkunftsart oder dem nicht einkommensteuerbaren Bereich zuzurechnen ist, kann nur aufgrund einer W&uuml;rdigung aller wesentlichen Umst&auml;nde des Einzelfalles entschieden werden (BFH-Urteil in BFH\/NV 2007, 898; BFH-Beschluss in BFH\/NV 2007, 1870; K&uuml;ttner\/Thomas, Personalbuch 2008, Stichwort Arbeitsentgelt, Rz 59 ff.). Die Tatsachenw&uuml;rdigung des FG ist revisionsrechtlich bindend, soweit sie verfahrensrechtlich einwandfrei zustande gekommen und nicht durch Denkfehler oder durch die Verletzung von Erfahrungss&auml;tzen beeinflusst ist (&sect; 118 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Senat hat bereits in seinen Urteilen vom 23. Juni 2005 VI R 124\/99 (BFHE 209, 549, BStBl II 2005, 766) und VI R 10\/03 (BFHE 209, 559, BStBl II 2005, 770) verschiedene Gesichtspunkte aufgezeigt, die bei der Zuwendung verbilligter Aktien die Annahme rechtfertigen k&ouml;nnen, dass der betreffende Vorteil durch das Dienstverh&auml;ltnis veranlasst ist. Da die berufliche Veranlassung aber stets unter Ber&uuml;cksichtigung aller Umst&auml;nde des Einzelfalles zu beurteilen ist, k&ouml;nnen die in den Entscheidungen des BFH genannten Umst&auml;nde nur Beweisanzeichen (Indizien) f&uuml;r die im Einzelfall ma&szlig;gebliche Veranlassung sein.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben gelangte das FG rechtsfehlerfrei zu dem Ergebnis, dass dem Kl&auml;ger der geldwerte Vorteil mit R&uuml;cksicht auf seine nichtselbst&auml;ndige T&auml;tigkeit als B&ouml;rsenmakler einger&auml;umt worden war.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Das FG konnte seine dahingehende W&uuml;rdigung insbesondere darauf st&uuml;tzen, dass der Mehrheitsgesellschafter den Optionsvertrag abgeschlossen habe, um damit die bisherige Arbeitsleistung des Kl&auml;gers zu w&uuml;rdigen und zu entlohnen, sowie darauf, dass vergleichbare Vereinbarungen auch nur mit anderen qualifizierten Mitarbeitern des Unternehmens getroffen worden seien. Ohne Rechtsversto&szlig; konnte es dazu auch die Pr&auml;ambel des Aktienoptionsvertrages heranziehen und seine Feststellungen ber&uuml;cksichtigen, dass nur einem genau definierten Kreis von Mitarbeitern, die sich f&uuml;r das Unternehmen verdient gemacht hatten, die M&ouml;glichkeit zum Aktienerwerb einger&auml;umt werden sollte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Ohne Erfolg wenden die Kl&auml;ger ein, dass der Kl&auml;ger von seinem Arbeitgeber nichts erhalten habe und die Leistung eines Dritten hier nicht zu Lohn gef&uuml;hrt h&auml;tte, weil ein eindeutiger Veranlassungszusammenhang zwischen Leistung und Gegenleistung nicht bestanden habe. Wenn dem Kl&auml;ger das von ihm verwertete Aktienoptionsrecht vom Hauptgesellschafter der sp&auml;ter in eine AG umgewandelten GmbH &#8211;zu jenem Zeitpunkt sein Arbeitgeber&#8211; einger&auml;umt worden war, ist schon fraglich, ob es sich um eine Drittleistung handelte. Im &Uuml;brigen l&auml;sst sich nach den vorstehenden Ausf&uuml;hrungen der Veranlassungszusammenhang zwischen der Einr&auml;umung des verwerteten Aktienoptionsrechts und der T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers nicht leugnen. Die Zuwendung stellte sich f&uuml;r den Kl&auml;ger als Frucht seiner Arbeit dar (vgl. dazu BFH-Urteil in BFH\/NV 2007, 898).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit die Kl&auml;ger im Revisionsverfahren erstmalig vorbringen, der Hauptgesellschafter habe mit der Einr&auml;umung des Optionsrechts noch weitere, eigene Zwecke verfolgt, kann dieser Vortrag aufgrund der Bindungswirkung der vom FG getroffenen Feststellungen gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO keine Ber&uuml;cksichtigung finden. Eine Verfahrensr&uuml;ge haben die Kl&auml;ger auch nicht erhoben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Schlie&szlig;lich bleibt der vom Kl&auml;ger erhobene Einwand ohne Erfolg, die Veranlassung durch das Dienstverh&auml;ltnis scheide aus, weil in den Bedingungen des &quot;Aktienkaufoptionsvertrages&quot; keine Verfallklausel f&uuml;r den Fall des Ausscheidens des Arbeitnehmers aus dem Dienstverh&auml;ltnis enthalten sei. Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH ist die Verfallklausel neben anderen Gesichtspunkten nur als weiteres Indiz f&uuml;r die enge wirtschaftliche Verkn&uuml;pfung zwischen dem Dienstverh&auml;ltnis und dem verbilligten Aktienbezug heranzuziehen. Denn in einem solchen Fall soll der Arbeitnehmer auch in Zukunft f&uuml;r seine Arbeit motiviert und ein Anreiz zum Verbleib im Unternehmen geschaffen werden. Liegt indessen eine solche Klausel, nach der die Aktien bei Beendigung des Arbeitsverh&auml;ltnisses auf die Gesellschaft zur&uuml;ck&uuml;bertragen werden m&uuml;ssen, nicht vor, so scheidet die dienstliche Veranlassung des Aktienbezugs nicht zwangsl&auml;ufig aus (BFH-Beschluss vom 21. Dezember 2006 VI B 24\/06, BFH\/NV 2007, 699).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Zutreffend hat das FG unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des BFH den Zufluss des geldwerten Vorteils erst in dem preisg&uuml;nstigen Erwerb der Aktien nach Aus&uuml;bung der Option, also im Streitjahr, angenommen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Arbeitslohn, der &#8211;wie im Streitfall&#8211; nicht als laufender Arbeitslohn gezahlt wird (sonstige Bez&uuml;ge), wird in dem Kalenderjahr bezogen, in dem er dem Arbeitnehmer zuflie&szlig;t (&sect; 11 Abs. 1 Satz 3 i.V.m. &sect; 38a Abs. 1 Satz 3 EStG). Das Innehaben von Anspr&uuml;chen oder Rechten f&uuml;hrt den Zufluss von Einnahmen regelm&auml;&szlig;ig noch nicht herbei, der Anspruch auf die Leistung begr&uuml;ndet noch keinen gegenw&auml;rtigen Zufluss von Arbeitslohn (vgl. BFH-Urteil vom 27. Mai 1993 VI R 19\/92, BFHE 172, 46, BStBl II 1994, 246). Der Zufluss ist grunds&auml;tzlich erst mit der Erf&uuml;llung des Anspruchs gegeben (BFH-Beschluss vom 23. Juli 1999 VI B 116\/99, BFHE 189, 403, BStBl II 1999, 684; BFH-Urteil in BFHE 195, 102, BStBl II 2001, 509). Ein Vorteil ist dem Arbeitnehmer erst dann zugeflossen, wenn der Arbeitgeber die geschuldete Leistung tats&auml;chlich erbringt (BFH-Urteil vom 25. November 1993 VI R 45\/93, BFHE 173, 65, BStBl II 1994, 254). So ist mit der Zusage des Arbeitgebers, dem Arbeitnehmer k&uuml;nftig Leistungen zu erbringen, der Zufluss eines geldwerten Vorteils in der Regel noch nicht verwirklicht (BFH-Urteil vom 3. Juli 1964 VI 262\/63 U, BFHE 81, 225, BStBl III 1965, 83). Folglich flie&szlig;t bei dem Versprechen des Arbeitgebers, dem Arbeitnehmer einen Gegenstand zuzuwenden, Arbeitslohn nicht bereits mit der wirksamen Zusage, sondern erst in dem Zeitpunkt zu, in dem der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das wirtschaftliche Eigentum verschafft (BFH-Urteile vom 26. Juli 1985 VI R 200\/81, BFH\/NV 1986, 306, und vom 10. November 1989 VI R 155\/85, BFH\/NV 1990, 290). Der Zufluss von Arbeitslohn ist ferner zu bejahen, wenn der Arbeitgeber mit seinen Leistungen dem Arbeitnehmer einen unmittelbaren und unentziehbaren Rechtsanspruch gegen einen Dritten verschafft (BFH-Urteil vom 16. April 1999 VI R 66\/97, BFHE 188, 338, BStBl II 2000, 408). Auch in diesem Fall wird der Zufluss aber nicht durch das Versprechen des Arbeitgebers, z.B. Versicherungsschutz zu gew&auml;hren, herbeigef&uuml;hrt, sondern erst durch die Erf&uuml;llung dieses Versprechens, insbesondere durch die Leistung der Versicherungsbeitr&auml;ge in der Weise, dass ein eigener unentziehbarer Anspruch des Arbeitnehmers auf die Versicherungsleistung entsteht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Nach den vorgenannten Grunds&auml;tzen sieht der BFH in st&auml;ndiger Rechtsprechung den Zufluss eines geldwerten Vorteils als steuerpflichtigen sonstigen Bezug nicht bereits in der Einr&auml;umung eines nicht handelbaren Optionsrechts auf den sp&auml;teren Erwerb von Aktien zu einem bestimmten &Uuml;bernahmepreis, sondern erst in dem preisg&uuml;nstigen Erwerb der Aktien nach Aus&uuml;bung der Option (BFH-Urteil vom 10. M&auml;rz 1972 VI R 278\/68, BFHE 105, 348, BStBl II 1972, 596; BFH-Beschluss in BFHE 189, 403, BStBl II 1999, 684; BFH-Urteile vom 24. Januar 2001 I R 119\/98, BFHE 195, 110, BStBl II 2001, 512; in BFHE 195, 102, BStBl II 2001, 509, und vom 20. Juni 2001 VI R 105\/99, BFHE 195, 395, BStBl II 2001, 689; in BFHE 209, 549, BStBl II 2005, 766; in BFHE 209, 559, BStBl II 2005, 770). Im Ergebnis nichts anderes gilt, wenn, wie im Streitfall, dem Arbeitnehmer ein handelbares Optionsrecht einger&auml;umt wird (vgl. Urteil des FG M&uuml;nster vom 9. Mai 2003&nbsp;&nbsp;11 K 6754\/01 L, EFG 2003, 1172). Auch in diesem Fall erlangt er mit der Einr&auml;umung der Option lediglich eine steuerlich unerhebliche Chance.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Zufluss des geldwerten Vorteils eines handelbaren Optionsrechts bereits zum Zeitpunkt der Einr&auml;umung l&auml;sst sich nicht damit begr&uuml;nden, dass das Optionsrecht ein selbst&auml;ndig bewertbares Wirtschaftsgut darstellt (BFH-Urteile in BFHE 209, 559, BStBl II 2005, 770; in BFHE 195, 102, BStBl II 2001, 509). Denn der f&uuml;r den Zufluss von Arbeitslohn hier ma&szlig;gebliche geldwerte Vorteil, der in dem auf die Aktien gew&auml;hrten Preisnachlass besteht, gelangt erst aufgrund der Aus&uuml;bung der Option in das wirtschaftliche Eigentum des Arbeitnehmers, solange der Optionsnehmer &#8211;wie im Streitfall&#8211; &uuml;ber die Optionsrechte noch nicht anderweitig verf&uuml;gt und deren Wert realisiert hat (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 209, 559, BStBl II 2005, 770, unter II. 4. der Entscheidungsgr&uuml;nde; Schmidt\/ Drenseck, a.a.O., &sect; 19 Rz 50, Stichwort &quot;Ankaufsrecht&quot;). Der Frage der Abtretbarkeit bzw. &Uuml;bertragbarkeit des Optionsrechts kommt ansonsten keine steuerliche Bedeutung zu. Ob ein Anspruch abtretbar ist, ist f&uuml;r die Frage des Lohnzuflusses generell ohne Relevanz (Haunhorst, Der Betrieb 2003, 1864).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ob etwas anderes gilt, wenn der Arbeitgeber nicht die Funktion eines Stillhalters innehat, er demzufolge nicht als Optionsgeber eigene Aktien bei Umwandlung &uuml;bertr&auml;gt, sondern sich am Markt Optionsrechte gegen&uuml;ber einem Dritten verschafft hat, kann mangels Entscheidungserheblichkeit dahinstehen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben und auf der Grundlage der vom FG getroffenen Feststellungen h&auml;lt die Entscheidung der Vorinstanz, der geldwerte Vorteil sei dem Kl&auml;ger im Streitjahr 1999 zugeflossen, revisionsrechtlicher &Uuml;berpr&uuml;fung stand. Der Kl&auml;ger hatte im Jahr 1997 handel- und ver&auml;u&szlig;erbare Aktienoptionen erworben. Er erhielt erst im Streitjahr &uuml;ber die infolge der Aus&uuml;bung des Optionsrechts verbilligt ausgegebenen Aktien der AG die wirtschaftliche Verf&uuml;gungsmacht. Damit waren die Voraussetzungen f&uuml;r den Zufluss des geldwerten Vorteils erst im Streitjahr erf&uuml;llt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Soweit das FG angenommen hat, f&uuml;r die Ermittlung des geldwerten Vorteils sei der Wert der Aktie am Tag der Umwandlung (463 EUR) und nicht der Zeitpunkt der Einbuchung in das Depot des Kl&auml;gers (458 EUR) ma&szlig;geblich, h&auml;lt die Entscheidung revisionsrechtlicher &Uuml;berpr&uuml;fung nicht stand.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach &sect; 8 Abs. 2 Satz 1 EStG sind Sachbez&uuml;ge, zu denen auch (verbilligt abgegebene) Aktien geh&ouml;ren, mit dem um &uuml;bliche Preisnachl&auml;sse geminderten &uuml;blichen Endpreis am Abgabeort anzusetzen. Ma&szlig;gebend ist der Endpreis im Zeitpunkt des Zuflusses. Zuflusszeitpunkt ist der Tag der Erf&uuml;llung des Anspruchs des Arbeitnehmers auf Verschaffung der wirtschaftlichen Verf&uuml;gungsmacht &uuml;ber die Aktien. Dies ist der Zeitpunkt der Einbuchung der Aktien in das Depot des Arbeitnehmers (Schmidt\/ Drenseck, a.a.O.). Der geldwerte Vorteil ist hiernach die Differenz zwischen dem Endpreis der Aktien am Verschaffungstag und den diesbez&uuml;glichen Erwerbsaufwendungen (vgl. BFH-Urteile in BFHE 195, 395, BStBl II 2001, 689, und in BFHE 209, 559, BStBl II 2005, 770).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG, die nicht mit Revisionsr&uuml;gen angefochten worden sind und die den Senat daher gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO binden, betrug der Wert der Aktien an dem Tag (10. Juni 1999), an dem der Kl&auml;ger &uuml;ber die Aktien mit deren Einbuchung auf seinem Depot die wirtschaftliche Verf&uuml;gungsmacht erlangte, 458 EUR. Danach bel&auml;uft sich der geldwerte Vorteil auf 6 252 890 DM (7 000 Aktien x 895,77 DM &#8211;458 EUR&#8211; abz&uuml;glich 17 500 DM).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.11.2008, VI R 25\/05 Zuflusszeitpunkt von Arbeitslohn bei handelbaren Optionsrechten Leits&auml;tze R&auml;umt der Arbeitgeber selbst handelbare Optionsrechte ein, gelangt der f&uuml;r den Zufluss von Arbeitslohn ma&szlig;gebliche Vorteil in Gestalt eines Preisnachlasses auf gew&auml;hrte Aktien erst aufgrund der Verwertung der Option in das wirtschaftliche Eigentum des Optionsnehmers (Arbeitnehmer). Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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