{"id":17516,"date":"2012-12-10T16:26:27","date_gmt":"2012-12-10T14:26:27","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17516"},"modified":"2012-12-10T16:26:27","modified_gmt":"2012-12-10T14:26:27","slug":"iv-r-81-06-gewerblicher-grundstueckshandel-infolge-der-kurzfristigen-veraeusserung-von-mehr-als-drei-anteilen-an-gewerblich-gepraegten-objektgesellschaften-bindungswirkung-der-feststellung-dieser-vera","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-81-06-gewerblicher-grundstueckshandel-infolge-der-kurzfristigen-veraeusserung-von-mehr-als-drei-anteilen-an-gewerblich-gepraegten-objektgesellschaften-bindungswirkung-der-feststellung-dieser-vera\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;81\/06 &#8211; Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel infolge der kurzfristigen Ver&auml;u&szlig;erung von mehr als drei Anteilen an gewerblich gepr&auml;gten Objektgesellschaften &#8211; Bindungswirkung der Feststellung dieser Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne als au&szlig;erordentliche Eink&uuml;nfte bei der Untergesellschaft im Feststellungsverfahren der Obergesellschaft &#8211; K&uuml;rzung des Gewerbeertrags nach &sect; 9 Nr. 2 GewStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.6.2008, IV R 81\/06<\/p>\n<p class=\"titel\">Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel infolge der kurzfristigen Ver&auml;u&szlig;erung von mehr als drei Anteilen an gewerblich gepr&auml;gten Objektgesellschaften &#8211; Bindungswirkung der Feststellung dieser Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne als au&szlig;erordentliche Eink&uuml;nfte bei der Untergesellschaft im Feststellungsverfahren der Obergesellschaft &#8211; K&uuml;rzung des Gewerbeertrags nach &sect; 9 Nr. 2 GewStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Ver&auml;u&szlig;erung von Mitunternehmeranteilen an mehr als drei am Grundst&uuml;cksmarkt t&auml;tigen Gesellschaften b&uuml;rgerlichen Rechts ist auch dann der Ver&auml;u&szlig;erung der zu den jeweiligen Gesamthandsverm&ouml;gen geh&ouml;renden Grundst&uuml;cke gleichzustellen, wenn es sich bei den Gesellschaften um gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaften i.S. des &sect; 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG handelt. Die Gewinne aus den Anteilsver&auml;u&szlig;erungen sind daher &#8211;bei Vorliegen der &uuml;brigen Voraussetzungen&#8211; als laufende Gewinne aus gewerblichem Grundst&uuml;ckshandel im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung (Gewinnfeststellung) und der Gewerbesteuerveranlagung des Gesellschafters (der Obergesellschaft) zu erfassen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) betreibt in der Rechtsform der GmbH &#038; Co. KG laut Eintragung im Handelsregister den Erwerb und die Verwaltung von Immobilien.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Komplement&auml;rin der Kl&auml;gerin ist die A Grundst&uuml;cksgesellschaft GmbH (A-GmbH). Alleiniger Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer ist Herr B. Herr B ist ebenfalls alleiniger Kommanditist der Kl&auml;gerin. Die Kl&auml;gerin ist Rechtsnachfolgerin der C-KG.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die C-KG gr&uuml;ndete gemeinsam mit der A-GmbH verschiedene Personengesellschaften (vorwiegend Gesellschaften b&uuml;rgerlichen Rechts &#8211;GbR&#8211;), wobei die A-GmbH an den Gesellschaftsverm&ouml;gen mit einem Festbetrag von 1 000 DM beteiligt war und an Gewinn und Verlust der jeweiligen Gesellschaft nicht teilnahm. Einziger Zweck dieser Gesellschaften war es, jeweils eine Immobilie zu erwerben und zu halten. Am 15. Dezember 1993 erwarben sechs dieser Gesellschaften jeweils eine Immobilie, wobei es sich immer um Objekte mit mehreren Wohnungen handelte. Am 22. Dezember 1993 wurden die Anteilsrechte an diesen sechs Gesellschaften zu einem Preis von 4 288 560 DM an fremde Dritte ver&auml;u&szlig;ert. Der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn belief sich auf 227 383 DM. Er ist in dem f&uuml;r 1993 ausgewiesenen Handelsbilanzgewinn der Kl&auml;gerin (175 110 DM) enthalten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In den sp&auml;teren Jahren wurden weitere Gesellschaftsanteile ver&auml;u&szlig;ert.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r 1993 (Streitjahr) vom 16. Januar 1997 stellte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb mit 3 662 DM fest. Den Gewinn hatte das FA in der Weise ermittelt, dass es von dem Handelsbilanzgewinn der Kl&auml;gerin in H&ouml;he von 175 110 DM negative Eink&uuml;nfte der Objektgesellschaften, wie sie sich aus den Mitteilungen der f&uuml;r sie zust&auml;ndigen Finanz&auml;mter ergaben, abgezogen hatte. Demgegen&uuml;ber waren in der Feststellungserkl&auml;rung der Kl&auml;gerin lediglich negative Eink&uuml;nfte aus den Beteiligungen an den Objektgesellschaften, nicht jedoch der Handelsbilanzgewinn enthalten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Bescheid erging unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Gewerbesteuer f&uuml;r 1993 setzte das FA zun&auml;chst auf 11 865 DM fest. Hiergegen legte die Kl&auml;gerin Einspruch ein, mit dem sie darauf hinwies, dass in den gewerblichen Eink&uuml;nften in H&ouml;he von 3 662 DM ein Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Mitunternehmeranteilen in H&ouml;he von 227 383 DM enthalten sei. Das FA erlie&szlig; daraufhin einen &Auml;nderungsbescheid, in dem es die Gewerbesteuer auf 0 DM herabsetzte. Der &Auml;nderungsbescheid erging unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA f&uuml;hrte in den Jahren 2000 und 2001 bei der Kl&auml;gerin eine Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Kalenderjahre 1993 bis 1996 durch. Der Betriebspr&uuml;fer kam zu dem Ergebnis, dass es sich bei dem aus den Ver&auml;u&szlig;erungen der Anteile an den verschiedenen Gesellschaften erzielten Gewinn nicht um einen tarifbeg&uuml;nstigten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn i.S. der &sect;&sect; 16, 34 des Einkommensteuergesetzes (EStG) handele, sondern um laufenden, gewerbesteuerpflichtigen Gewinn aus gewerblichem Grundst&uuml;ckshandel.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA schloss sich der Auffassung des Pr&uuml;fers an. Mit Bescheid vom 25. Juli 2001 setzte es die Gewerbesteuer f&uuml;r 1993 wieder auf 11 865 DM fest. Das FA ging davon aus, dass die Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Mitunternehmeranteilen in H&ouml;he von 227 383 DM nicht als tarifbeg&uuml;nstigte Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne i.S. der &sect;&sect; 16, 34 EStG, sondern als laufende Gewinne aus gewerblichem Grundst&uuml;ckshandel zu behandeln seien.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit einem Gewinnfeststellungsbescheid vom gleichen Tag erh&ouml;hte das FA aufgrund einer Mitteilung &uuml;ber die Eink&uuml;nfte einer Objektgesellschaft die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb um 1 535 DM und stellte sie mit 5 197 DM fest. Der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung wurde aufgehoben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die hiergegen gerichteten Einspr&uuml;che wies das FA zur&uuml;ck. Nach Ansicht des FA war die von der Kl&auml;gerin gew&auml;hlte rechtliche Gestaltung der Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fte missbr&auml;uchlich i.S. des &sect; 42 der Abgabenordnung (AO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die hiergegen gerichtete Klage hatte keinen Erfolg. Das Urteil des Finanzgerichts (FG) Berlin vom 21. M&auml;rz 2006&nbsp;&nbsp;7 K 4006\/03 ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2006, 1069 ver&ouml;ffentlicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gegen dieses Urteil wendet sich die Kl&auml;gerin mit der Revision, die auf die Verletzung materiellen Rechts gest&uuml;tzt ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>                    das angefochtene Urteil, die Einspruchsentscheidungen vom 9. Dezember 2002 und den Gewerbesteuerbescheid 1993 vom 25. Juli 2001 aufzuheben sowie den Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r 1993 vom 25. Juli 2001 in der Weise zu &auml;ndern, dass nach &sect;&sect; 16, 34 EStG beg&uuml;nstigte Eink&uuml;nfte in H&ouml;he von 227 383 DM festgestellt werden.        <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>                    die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.        <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist nicht begr&uuml;ndet. Das FG hat im Ergebnis zu Recht entschieden, dass der aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Gesellschaftsanteile erzielte Gewinn dem laufenden Gewinn und dem Gewerbeertrag der Kl&auml;gerin zuzuordnen war. Auch die Erfassung dieser Gewinne in den die Kl&auml;gerin betreffenden Feststellungs- und Gewerbesteuerbescheiden ist nicht zu beanstanden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Gesonderte und einheitliche Gewinnfeststellung      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Das FG ist zutreffend davon ausgegangen, dass die aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile an den Objektgesellschaften resultierenden Eink&uuml;nfte nicht nach &sect;&sect; 16, 34 EStG tarifbeg&uuml;nstigt waren.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Allerdings hat der Senat entschieden, dass der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines Anteils an einer Grundst&uuml;cksgesellschaft, die zwar lediglich verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tig ist, jedoch wegen ihrer gewerblichen Pr&auml;gung nach &sect; 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG gleichwohl gewerbliche Eink&uuml;nfte erzielt, nach &sect;&sect; 16, 34 EStG tarifbeg&uuml;nstigt ist (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 14. Dezember 2006 IV R 35\/05, BFH\/NV 2007, 692, unter II.3. der Gr&uuml;nde). Bei den Objektgesellschaften, deren Anteile die Kl&auml;gerin ver&auml;u&szlig;ert hat, handelte es sich um solche Gesellschaften. Denn einerseits beschr&auml;nkten sie sich auf Verm&ouml;gensverwaltung, andererseits waren ihre Gesellschafter ausschlie&szlig;lich die ihrerseits gewerblich gepr&auml;gte Kl&auml;gerin und die A-GmbH.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Streitfall weist gegen&uuml;ber dem Fall des Senatsurteils in BFH\/NV 2007, 692 jedoch die Besonderheit auf, dass die Kl&auml;gerin mehr als drei solcher Gesellschaftsanteile ver&auml;u&szlig;ert hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Wie der BFH ebenfalls mehrfach entschieden hat, ist die Ver&auml;u&szlig;erung des Anteils an einer verm&ouml;gensverwaltenden Grundst&uuml;cksgesellschaft der Ver&auml;u&szlig;erung von zumindest einem Grundst&uuml;ck gleichzustellen. Die Anteile sind Objekte im Sinne der sog. Drei-Objekt-Grenze (BFH-Urteile vom 7. M&auml;rz 1996 IV R 2\/92, BFHE 180, 121, BStBl II 1996, 369, und vom 10. Dezember 1998 III R 61\/97, BFHE 187, 526, BStBl II 1999, 390; Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 26. M&auml;rz 2004 IV A 6 -S 2240- 46\/04, BStBl I 2004, 434 Rz 18 bei einer Beteiligung von mindestens 10 v.H.; Schmidt\/Weber-Grellet, EStG, 27. Aufl., &sect; 15 Rz 74, m.w.N.). Im BMF-Schreiben in BStBl I 2004, 434 Rz 18 wird dieses Ergebnis aus &sect; 39 Abs. 2 Nr. 2 AO hergeleitet. Der erkennende Senat schlie&szlig;t sich dem an. Ein Gesellschafter, der &#8211;wie die Kl&auml;gerin&#8211; innerhalb von f&uuml;nf Jahren mehr als drei solcher Gesellschaftsanteile erwirbt und verkauft, &uuml;berschreitet regelm&auml;&szlig;ig ebenso die Grenzen der privaten Verm&ouml;gensverwaltung und wird damit zum gewerblichen Grundst&uuml;cksh&auml;ndler, wie wenn er mehr als drei Grundst&uuml;cke (oder z.B. zwei Grundst&uuml;cke und zwei solcher Gesellschaftsanteile) ver&auml;u&szlig;ert.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Der BFH gelangt mithin nicht zu den Schlussfolgerungen, die die Kl&auml;gerin aus dem Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 3. Juli 1995 GrS 1\/93 (BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617) ziehen will. Wenn der Gro&szlig;e Senat des BFH dort (unter C.IV.4. der Gr&uuml;nde) ausf&uuml;hrt, dass die Grundst&uuml;cksverk&auml;ufe von Gesellschaften, die zu einem anderen Zweck gegr&uuml;ndet worden seien, den Gesellschafter auf seiner Ebene nicht zum gewerblichen Grundst&uuml;cksh&auml;ndler machen k&ouml;nnten, so muss das im Gegensatz zur Auffassung der Kl&auml;gerin keineswegs erst recht gelten, wenn die Gesellschaften, an denen der Gesellschafter beteiligt ist, &uuml;berhaupt keine Grundst&uuml;cke ver&auml;u&szlig;ert haben. Vielmehr wollte der Gro&szlig;e Senat des BFH mit der von ihm genannten Ausnahme verhindern, dass ein Gesellschafter durch den Grundst&uuml;cksverkauf einer nicht auf dem Grundst&uuml;ckssektor t&auml;tigen Gesellschaft zum &quot;Grundst&uuml;cksh&auml;ndler wider Willen&quot; wird. Davon kann jedoch keine Rede sein, wenn der Steuerpflichtige innerhalb kurzer Zeit die Anteile an mehr als drei Gesellschaften erwirbt und ver&auml;u&szlig;ert, die ausschlie&szlig;lich der Nutzung von Grundbesitz dienen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                dd) Allein der Umstand, dass im Streitfall die Gesellschaften, deren Anteile die Kl&auml;gerin ver&auml;u&szlig;ert hat, gewerblich gepr&auml;gt sind, kann nicht zu einem anderen Ergebnis f&uuml;hren. Denn ebenso wie bei nicht gewerblich gepr&auml;gten verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaften ist die getrennte Zurechnung der gesamth&auml;nderisch gebundenen Anteile der Gesellschafter an den Grundst&uuml;cken der Objektgesellschaften bei den einzelnen Gesellschaftern i.S. des &sect; 39 Abs. 2 Nr. 2 AO erforderlich. Das ergibt sich aus den Erw&auml;gungen, die bereits dem Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617 zugrunde gelegen haben. Ist n&auml;mlich auf der Ebene der Gesellschaft der Ausschnitt der Gesamtaktivit&auml;t, der die Merkmale des gesetzlichen Tatbestandes erf&uuml;llt, steuerrechtlich nicht von Bedeutung, ist dieser beim Beteiligten selbst in die steuerrechtliche Beurteilung nach dem Ma&szlig;stab des f&uuml;r diesen jeweils in Betracht kommenden Steuertatbestandes einzubeziehen (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.3.c der Gr&uuml;nde). Ein solches Merkmal, das auf der Ebene der einzelnen Objektgesellschaften steuerlich nicht von Bedeutung ist, ist zwar &#8211;wegen der gewerblichen Pr&auml;gung&#8211; nicht die jeweilige Ver&auml;u&szlig;erung als solche, wohl aber der Umstand, dass der Gesellschafter innerhalb eines kurzen Zeitraums mehrere solcher Anteile ver&auml;u&szlig;ert und somit bei &Uuml;berschreiten der Drei-Objekt-Grenze regelm&auml;&szlig;ig selbst zum gewerblichen Grundst&uuml;cksh&auml;ndler wird. Dieser Umstand muss zur Folge haben, dass die Gewinne, die dem Gesellschafter aus der Ver&auml;u&szlig;erung seiner Anteile zuflie&szlig;en, nicht nach &sect;&sect; 16, 34 EStG tarifbeg&uuml;nstigt sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                ee) Die gewerbliche Pr&auml;gung der Objektgesellschaften steht einer solchen Gesamtbetrachtung auf der Ebene des Gesellschafters (hier der Obergesellschaft) nicht entgegen. Denn es macht &#8211;wie der Gro&szlig;e Senat des BFH weiter ausf&uuml;hrt&#8211; f&uuml;r die Beurteilung des gewerblichen Unternehmens &quot;Grundst&uuml;ckshandel&quot; keinen Unterschied, ob die unter Beteiligung Dritter abgewickelten Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte auf der Gesellschaftsebene gewerblich oder lediglich verm&ouml;gensverwaltend sind. Die eigene T&auml;tigkeit des Beteiligten, soweit sie f&uuml;r die subjektive Ankn&uuml;pfung des Steuertatbestandes ma&szlig;gebend ist, ist in beiden F&auml;llen steuerrechtlich gleichwertig (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.3.c der Gr&uuml;nde). Um solche &quot;unter Beteiligung Dritter abgewickelte Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte&quot; handelt es sich nach dem unter II.1.a bb Ausgef&uuml;hrten auch bei der Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile an den hier in Rede stehenden Objektgesellschaften.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Das angefochtene Urteil l&auml;sst auch keinen Versto&szlig; gegen die &sect;&sect; 179 ff. AO, insbesondere gegen die in &sect; 182 Abs. 1 AO angeordnete Bindungswirkung von Feststellungsbescheiden erkennen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Die Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile an den Objektgesellschaften waren infolge der gewerblichen Pr&auml;gung der Gesellschaften nach &sect; 16 Abs. 1 Nr. 2 EStG steuerpflichtig. Sie waren bei den Objektgesellschaften nach &sect; 180 Abs. 1 Nr. 2a AO als au&szlig;erordentliche Eink&uuml;nfte i.S. des &sect; 34 Abs. 2 EStG in der im Streitjahr geltenden Fassung festzustellen. Grunds&auml;tzlich sind sie infolge der Bindungswirkung des &sect; 182 Abs. 1 AO auch bei der Obergesellschaft als beg&uuml;nstigte Eink&uuml;nfte zu erfassen (Senatsurteil vom 26. Januar 1995 IV R 23\/93, BFHE 177, 71, BStBl II 1995, 467, unter IV.6. der Gr&uuml;nde; Schmidt\/ Wacker, a.a.O., &sect; 16 Rz 401). Auf diese Weise kann die Obergesellschaft die Tarifbeg&uuml;nstigung an ihre Gesellschafter weiterleiten (Schmidt\/Wacker, a.a.O., &sect; 16 Rz 395).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Von dieser Regel sind jedoch Ausnahmen denkbar. Der Umstand, dass bei der Untergesellschaft au&szlig;erordentliche Eink&uuml;nfte festgestellt werden, f&uuml;hrt nicht zwangsl&auml;ufig dazu, dass diese Eink&uuml;nfte auch bei der Obergesellschaft als solche festzustellen sind. Etwas anderes kommt zum Beispiel dann in Betracht, wenn an der Obergesellschaft als Gesellschafter eine k&ouml;rperschaftsteuerpflichtige Person beteiligt ist, f&uuml;r die die Tariferm&auml;&szlig;igung der &sect;&sect; 16, 34 EStG nicht gilt (Senatsurteil vom 21. Februar 1991 IV R 93\/89, BFHE 163, 554, BStBl II 1991, 455, unter 2. der Gr&uuml;nde; Schmidt\/Seeger, a.a.O., &sect; 34 Rz 5).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Auch im Streitfall l&auml;sst erst die Betrachtung der Gesamtumst&auml;nde auf der Ebene der Kl&auml;gerin (Obergesellschaft) erkennen, dass wegen der Vielzahl der Anteilsver&auml;u&szlig;erungen im Rahmen des sie betreffenden Gewinnfeststellungsverfahrens tarifbeg&uuml;nstigte Eink&uuml;nfte nicht festzustellen sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                dd) Allerdings weist die Kl&auml;gerin in der Revisionsbegr&uuml;ndung zutreffend darauf hin, dass der angefochtene Feststellungsbescheid rechtswidrig w&auml;re, wenn die f&uuml;r die Objektgesellschaften zust&auml;ndigen Finanz&auml;mter die streitigen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne in anderer H&ouml;he als das beklagte FA oder &uuml;berhaupt nicht festgestellt h&auml;tten. Im letztgenannten Fall w&auml;re das beklagte FA nur zu vorl&auml;ufigen Feststellungen befugt gewesen (&sect;&sect; 155 Abs. 2, 181 Abs. 1 Satz 1 AO). Das Vorbringen der Kl&auml;gerin beschr&auml;nkt sich insoweit jedoch auf einen abstrakten Hinweis auf eine solche M&ouml;glichkeit. Konkretes hat sie hierzu nicht vorgetragen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Gewerbesteuer      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ebenfalls zutreffend hat das FG den aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Gesellschaftsanteile erzielten Gewinn als Gewerbeertrag (&sect; 7 des Gewerbesteuergesetzes &#8211;GewStG&#8211;) der Kl&auml;gerin erfasst.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Allerdings ist der Kl&auml;gerin darin zuzustimmen, dass der Gewinn einer Personengesellschaft regelm&auml;&szlig;ig bei deren Gewerbeertrag zu erfassen ist. Sofern er anteilig auch in den gewerblichen Gewinn des Gesellschafters eingeht, ist dessen Gewinn nach &sect; 9 Nr. 2 GewStG um die betreffenden Gewinnanteile zu k&uuml;rzen. Die K&uuml;rzung findet unabh&auml;ngig davon statt, ob die Personengesellschaft (Untergesellschaft) der Gewerbesteuerpflicht unterliegt (vgl. G&uuml;roff in Glanegger\/G&uuml;roff, GewStG, 6. Aufl., &sect; 9 Nr. 2 Rz 4, m.w.N.). Anders verh&auml;lt es sich allerdings bei einem Gewinn, der aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Anteils des Gesellschafters an der Personengesellschaft herr&uuml;hrt. Er geht grunds&auml;tzlich weder in den Gewerbeertrag der Personengesellschaft (Untergesellschaft) noch in den des Gesellschafters (der Obergesellschaft) ein, wird daher auch nicht von der K&uuml;rzungsvorschrift des &sect; 9 Nr. 2 GewStG erfasst (BFH-Urteil vom 25. Mai 1962 I 78\/61 S, BFHE 75, 467, BStBl III 1962, 438; G&uuml;roff in Glanegger\/G&uuml;roff, a.a.O., &sect; 9 Nr. 2 Rz 5; Bl&uuml;mich\/Gosch, &sect; 9 GewStG Rz 149, jeweils m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Der Streitfall weist allerdings die Besonderheit auf, dass sich die Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile an den Objektgesellschaften erst bei der vorstehend (unter II.1.a bb bis ee) beschriebenen Gesamtbetrachtung auf der Ebene des Gesellschafters (Obergesellschaft) als laufende Eink&uuml;nfte erweisen. Denn nur beim Gesellschafter (bzw. bei der Obergesellschaft), nicht jedoch bei den einzelnen Objektgesellschaften, l&auml;sst sich erkennen, dass innerhalb kurzer Zeit eine Vielzahl von Anteilen ver&auml;u&szlig;ert worden ist, so dass &#8211;da es sich um Grundst&uuml;cksgesellschaften handelt&#8211; die Drei-Objekt-Grenze &uuml;berschritten ist. Das f&uuml;hrt dazu, dass zwar auf der Ebene der Personengesellschaften (Untergesellschaften) die jeweiligen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne &#8211;entsprechend der vorstehend dargestellten Grundregel&#8211; nicht im Gewerbeertrag erfasst werden, dass sie aber beim Gesellschafter (bei der Obergesellschaft) als laufende Eink&uuml;nfte in den Gewerbeertrag aufzunehmen sind. Durch die Besonderheiten auf der Ebene des Gesellschafters unterscheidet sich der Streitfall von dem, der dem BFH-Urteil in BFHE 75, 467, BStBl III 1962, 438 zugrunde lag, so dass der Senat auch nicht von diesem Urteil abweicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Es gilt mithin das, was die Rechtsprechung schon bisher bei der Ver&auml;u&szlig;erung von mehr als drei Anteilen an rein verm&ouml;gensverwaltenden &#8211;also nicht gewerblich gepr&auml;gten&#8211; Grundst&uuml;cksgesellschaften angenommen hat (BFH-Urteil vom 10. Dezember 1998 III R 62\/97, BFH\/NV 1999, 1067, unter II.4.b der Gr&uuml;nde; FG M&uuml;nchen, Beschluss vom 12. November 2001&nbsp;&nbsp;1 V 1228\/01, EFG 2002, 420; Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., &sect; 15 Rz 74). In seinem Urteil vom 14. Dezember 2006 IV R 3\/05 (BFHE 216, 233, BStBl II 2007, 777, unter II.4. der Gr&uuml;nde) hat der Senat die Frage, ob diese Rechtsprechung auf F&auml;lle wie den Streitfall anwendbar sei, noch offengelassen. Nunmehr bejaht er diese Frage.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.6.2008, IV R 81\/06 Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel infolge der kurzfristigen Ver&auml;u&szlig;erung von mehr als drei Anteilen an gewerblich gepr&auml;gten Objektgesellschaften &#8211; Bindungswirkung der Feststellung dieser Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne als au&szlig;erordentliche Eink&uuml;nfte bei der Untergesellschaft im Feststellungsverfahren der Obergesellschaft &#8211; K&uuml;rzung des Gewerbeertrags nach &sect; 9 Nr. 2 GewStG Leits&auml;tze Die Ver&auml;u&szlig;erung von Mitunternehmeranteilen an mehr &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-81-06-gewerblicher-grundstueckshandel-infolge-der-kurzfristigen-veraeusserung-von-mehr-als-drei-anteilen-an-gewerblich-gepraegten-objektgesellschaften-bindungswirkung-der-feststellung-dieser-vera\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;81\/06 &#8211; Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel infolge der kurzfristigen Ver&auml;u&szlig;erung von mehr als drei Anteilen an gewerblich gepr&auml;gten Objektgesellschaften &#8211; Bindungswirkung der Feststellung dieser Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne als au&szlig;erordentliche Eink&uuml;nfte bei der Untergesellschaft im Feststellungsverfahren der Obergesellschaft &#8211; K&uuml;rzung des Gewerbeertrags nach &sect; 9 Nr. 2 GewStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17516","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17516","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17516"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17516\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17516"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17516"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17516"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}