{"id":17557,"date":"2012-12-10T16:23:42","date_gmt":"2012-12-10T14:23:42","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17557"},"modified":"2012-12-10T16:23:42","modified_gmt":"2012-12-10T14:23:42","slug":"viii-r-61-06-zulaessigkeit-einer-aussenpruefung-bei-zur-verschwiegenheit-verpflichteten-und-zur-auskunftsverweigerung-berechtigten-berufstraegern-keine-vorbeugende-unterlassungsklage-gegen-die-anferti","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-61-06-zulaessigkeit-einer-aussenpruefung-bei-zur-verschwiegenheit-verpflichteten-und-zur-auskunftsverweigerung-berechtigten-berufstraegern-keine-vorbeugende-unterlassungsklage-gegen-die-anferti\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;61\/06 &#8211; Zul&auml;ssigkeit einer Au&szlig;enpr&uuml;fung bei zur Verschwiegenheit verpflichteten und zur Auskunftsverweigerung berechtigten Berufstr&auml;gern &#8211; Keine vorbeugende Unterlassungsklage gegen die Anfertigung von mandantenbezogenen Kontrollmitteilungen vor Beginn der Au&szlig;enpr&uuml;fung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 8.4.2008, VIII R 61\/06<\/p>\n<p class=\"titel\">Zul&auml;ssigkeit einer Au&szlig;enpr&uuml;fung bei zur Verschwiegenheit verpflichteten und zur Auskunftsverweigerung berechtigten Berufstr&auml;gern &#8211; Keine vorbeugende Unterlassungsklage gegen die Anfertigung von mandantenbezogenen Kontrollmitteilungen vor Beginn der Au&szlig;enpr&uuml;fung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Auch gegen gesetzlich zur Verschwiegenheit verpflichtete und zur Verweigerung von Ausk&uuml;nften berechtigte Personen, wie Steuerberater und Wirtschaftspr&uuml;fer, kann eine Au&szlig;enpr&uuml;fung angeordnet werden.<\/p>\n<p>2. Die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Pr&uuml;fungsanordnung wird nicht durch die sp&auml;tere Form der Durchf&uuml;hrung der Au&szlig;enpr&uuml;fung beeintr&auml;chtigt.<\/p>\n<p>3. F&uuml;r eine vorbeugende Unterlassungsklage gegen die Finanzbeh&ouml;rde, sich bereits vor Beginn der Au&szlig;enpr&uuml;fung zu verpflichten, keine mandantenbezogenen Kopien oder Kontrollmitteilungen anzufertigen, fehlt in aller Regel das erforderliche besondere Rechtsschutzbed&uuml;rfnis.<\/p>\n<p>4. Die Finanzbeh&ouml;rde muss im Einzelfall im Rahmen pflichtgem&auml;&szlig;er Ermessensaus&uuml;bung &uuml;ber die Anfertigung von Kontrollmitteilungen entscheiden und den Steuerpflichtigen (Berufstr&auml;ger) rechtzeitig von einer entsprechenden Absicht informieren. Dem Steuerpflichtigen wird dadurch die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnet, sich mit den gesetzlich einger&auml;umten Rechtsbehelfen im konkreten Fall gegen die Umsetzung zur Wehr zu setzen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Beteiligten streiten &uuml;ber die Rechtm&auml;&szlig;igkeit einer Pr&uuml;fungsanordnung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist als Steuerberater, Wirtschaftspr&uuml;fer und Rechtsbeistand selbst&auml;ndig t&auml;tig. Am 22. Mai 2002 ordnete der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) bei ihm eine Au&szlig;enpr&uuml;fung wegen Einkommen- und Umsatzsteuer f&uuml;r die Veranlagungszeitr&auml;ume 1998 bis 1999 an. Der Anordnung lag ein Auftrag des an sich zust&auml;ndigen FA D vom 5. September 2001 zugrunde. Der Kl&auml;ger legte gegen die Anordnung im Hinblick auf die berufliche Verschwiegenheitspflicht und das sich daraus ableitende Auskunftsverweigerungsrecht Einspruch ein. Er bat um eine schriftliche, verbindliche Best&auml;tigung seitens der Betriebspr&uuml;fung, dass diese keine Kopien und Kontrollmitteilungen fertigen werde. Solange eine solche Zusage nicht vorliege, halte er die Durchf&uuml;hrung der Betriebspr&uuml;fung f&uuml;r unzul&auml;ssig. Den Einspruch wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 2. Oktober 2003 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die gegen die Pr&uuml;fungsanordnung gerichtete Klage hat das Finanzgericht (FG) abgewiesen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dagegen richtet sich die vom IV. Senat mit Beschluss vom 6. Juli 2006 IV B 88\/05 zugelassene Revision des Kl&auml;gers, mit der er eine Verletzung materiellen Rechts r&uuml;gt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt, das Urteil des FG, die angefochtene Pr&uuml;fungsanordnung und die hierzu ergangene Einspruchsentscheidung aufzuheben,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                hilfsweise,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                unter Aufhebung des Urteils des FG D&uuml;sseldorf und der Einspruchsentscheidung des FA vom 2. Oktober 2003 das FA zu verpflichten, bei der Durchf&uuml;hrung der Betriebspr&uuml;fung gem&auml;&szlig; Anordnung vom 22. Mai 2002 keine mandantenbezogenen Kopien oder Kontrollmitteilungen zu fertigen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und deshalb gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht den Hauptantrag als unbegr&uuml;ndet und &#8211;im Ergebnis ebenfalls zutreffend&#8211; den Hilfsantrag als unzul&auml;ssig abgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die angefochtene Pr&uuml;fungsanordnung ist rechtm&auml;&szlig;ig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect; 193 Abs. 1 der Abgabenordnung (AO) ist u.a. bei Steuerpflichtigen, die freiberuflich t&auml;tig sind, eine Au&szlig;enpr&uuml;fung zul&auml;ssig. Die Beteiligten gehen &uuml;bereinstimmend davon aus, dass diese Vorschrift im Streitfall eingreift, da der Kl&auml;ger als Steuerberater, Wirtschaftspr&uuml;fer und Rechtsbeistand Eink&uuml;nfte aus selbstst&auml;ndiger T&auml;tigkeit nach &sect; 18 Abs. 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) erzielt. Dazu bedarf es deshalb keiner weiteren Ausf&uuml;hrungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Befugnis des FA zur Anordnung einer Au&szlig;enpr&uuml;fung wird nicht dadurch eingeschr&auml;nkt, dass der Kl&auml;ger Steuerberater und Wirtschaftspr&uuml;fer ist. Zwar ist ein Steuerberater zur Verschwiegenheit verpflichtet (&sect; 57 Abs. 1 des Steuerberatungsgesetzes) und er darf im Besteuerungsverfahren Ausk&uuml;nfte &uuml;ber Umst&auml;nde verweigern, die ihm in seiner Eigenschaft als Steuerberater bekannt geworden sind (&sect; 102 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. b AO). Jedoch sind Rechtsprechung und Schrifttum in der Vergangenheit stets einhellig davon ausgegangen, dass die Anordnung einer Betriebspr&uuml;fung auch gegen&uuml;ber Personen zul&auml;ssig ist, die Berufsgeheimnisse wahren m&uuml;ssen (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 26. Februar 2004 IV R 50\/01, BFHE 205, 234, 241, BStBl II 2004, 502, 504; BFH-Beschl&uuml;sse vom 27. November 1996 IV B 5\/96, BFH\/NV 1997, 274; vom 11. Dezember 1957 II 100\/53 U, BFHE 66, 225, BStBl III 1958, 86; Tipke in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 193 AO Rz 14; Eckhoff in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect; 193 AO Rz 26; Gosch in Beermann\/Gosch, AO, &sect; 193 Rz 58, m.w.N.; insoweit auch Jahn, Steueranwaltsmagazin 2007, 18; G&ouml;pfert, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2006, 581). Diese Handhabung wird nicht zuletzt durch das Gebot einer gleichm&auml;&szlig;igen Besteuerung (&sect; 85 AO) gerechtfertigt, dessen Befolgung beeintr&auml;chtigt werden k&ouml;nnte, wenn sich Angeh&ouml;rige bestimmter Berufsgruppen unter Berufung auf eine bestehende Verschwiegenheitspflicht generell der &Uuml;berpr&uuml;fung ihrer im Besteuerungsverfahren gemachten Angaben entziehen k&ouml;nnten. Der Senat h&auml;lt sie nicht zuletzt unter diesem Gesichtspunkt f&uuml;r rechtm&auml;&szlig;ig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Eine abweichende Beurteilung ergibt sich nicht daraus, dass die Finanzverwaltung seit dem Jahr 2000 nicht mehr allgemein darauf verzichtet, anl&auml;sslich von Au&szlig;enpr&uuml;fungen bei zur Berufsverschwiegenheit verpflichteten Personen Kontrollmitteilungen (&sect; 194 Abs. 3 AO) zu fertigen. Ein solcher Verzicht war im Anwendungserlass zur Abgabenordnung (AEAO) vom 24. September 1987 (BStBl I 1987, 664, 704) ausgesprochen worden, w&auml;hrend die Neufassung dieses Erlasses vom 14. Februar 2000 (BStBl I 2000, 190, 247) und die ihm nachfolgende Allgemeine Verwaltungsvorschrift f&uuml;r die Betriebspr&uuml;fung (BpO 2000) vom 15. M&auml;rz 2000 (BStBl I 2000, 368) eine entsprechende Selbstbeschr&auml;nkung der Verwaltung nicht mehr vorsehen. Der Senat vermag indessen der Ansicht des Kl&auml;gers, im Gefolge dieser &Auml;nderung m&uuml;sse die Zul&auml;ssigkeit von Au&szlig;enpr&uuml;fungen bei dem genannten Personenkreis neu &uuml;berdacht werden, nicht zu folgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn die Frage, ob eine Au&szlig;enpr&uuml;fung &uuml;berhaupt angeordnet werden darf, ist von der Frage nach der Rechtm&auml;&szlig;igkeit einzelner Ma&szlig;nahmen im Zuge der Pr&uuml;fung zu unterscheiden (BFH-Urteil vom 10. November 1998 VIII R 3\/98, BFHE 187, 386, BStBl II 1999, 199, m.w.N.). Das gilt auch insoweit, als es darum geht, ob anl&auml;sslich einer Pr&uuml;fung Kontrollmitteilungen gefertigt werden d&uuml;rfen. Deshalb w&uuml;rde selbst dann, wenn man im Zusammenhang mit der Pr&uuml;fung bei einem Steuerberater die Anfertigung von Kontrollmitteilungen generell f&uuml;r unzul&auml;ssig hielte, daraus nicht die Unzul&auml;ssigkeit der Pr&uuml;fung selbst folgen. Vielmehr k&ouml;nnen diesen Gesichtspunkt betreffende Einwendungen allenfalls in der Weise geltend gemacht werden, dass &#8211;ggf. gerichtlicher&#8211; Rechtsschutz gegen die Anfertigung einer Kontrollmitteilung gesucht wird (BFH-Urteil vom 4. Oktober 2006 VIII R 53\/04, BFHE 215, 12, BStBl II 2007, 227; ggf. im Wege einer einstweiligen Anordnung gem&auml;&szlig; &sect; 114 FGO, dazu BFH-Beschluss vom 28. Oktober 1997 VII B 40\/97, BFH\/NV 1998, 424; ebenso Bilsdorfer, Neue Wirtschafts-Briefe, Fach 17, S. 1655 (15\/2000); Apitz, Die Steuerliche Betriebspr&uuml;fung &#8211;StBp&#8211; 2001, 57, 59; vgl. auch Gosch in Beermann\/Gosch, a.a.O., &sect; 194 Rz 266; Eckhoff in HHSp, &sect; 194 AO Rz 266; Klein\/R&uuml;sken, 9. Aufl., &sect; 194 Rz 33; Pahlke\/Koenig\/Intemann, Abgabenordnung, &sect; 194 Rz 69).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund muss im Streitfall nicht auf die &Uuml;berlegungen des Kl&auml;gers dazu eingegangen werden, dass ein Verzicht auf Kontrollmitteilungen entweder verfassungsrechtlich oder im Hinblick auf die einfachgesetzlichen Regelungen zur Verschwiegenheitspflicht geboten sei (vgl. dazu auch Gosch in Beermann\/Gosch, a.a.O., &sect; 194 Rz 246; Eckhoff in HHSp, &sect; 194 AO Rz 245, m.w.N.; Pahlke\/Koenig\/Intemann, a.a.O., &sect; 194 Rz 61; v. Wedelst&auml;dt in: K&uuml;hn \/von Wedelst&auml;dt, 18. Aufl., AO, &sect; 194 Rz 19; Papperitz, DB 2001, 1217, 1221; v. Wedelst&auml;dt, Der AO-Steuerberater &#8211;AOStB&#8211; 2005, 238, 240; offengelassen von Burchert, Die Information f&uuml;r Steuerberater und Wirtschaftspr&uuml;fer &#8211;INF&#8211; 2000, 293, 298). Denn selbst wenn man ihnen folgen w&uuml;rde, k&ouml;nnte sich daraus eine Rechtswidrigkeit der Pr&uuml;fungsanordnung nicht ergeben. Die Rechte des Kl&auml;gers und seiner Mandanten werden dadurch hinreichend gewahrt, dass der Kl&auml;ger rechtzeitig vor der Fertigung einer Kontrollmitteilung informiert &#8211;nicht indes belehrt (vgl. v. Wedelst&auml;dt, AOStB 2005, 13, 15)&#8211; werden muss (vgl. dazu Klingelh&ouml;fer, StBp 2002, 1, 4; Eckhoff in HHSp, &sect; 194 AO Rz 202, m.w.N.) und daraufhin die Umsetzung dieses Vorhabens mit den hierf&uuml;r zur Verf&uuml;gung stehenden Mitteln (vgl. dazu BFH-Beschluss in BFH\/NV 1998, 424; Tipke in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect; 194 AO Rz 33, m.w.N.) verhindern kann. Schon die Pr&uuml;fung als solche f&uuml;r unzul&auml;ssig zu erachten, ist deshalb zu diesem Zweck nicht erforderlich; das gilt umso mehr, als v&ouml;llig offen ist, ob der Verlauf der Pr&uuml;fung zur Fertigung von Kontrollmitteilungen im Hinblick auf Mandanten des Kl&auml;gers Anlass geben k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Ebenso kann die Rechtswidrigkeit der Pr&uuml;fungsanordnung nicht daraus abgeleitet werden, dass das FA im Verlauf der Pr&uuml;fung Hinweise darauf erhalten k&ouml;nnte, welche Mandanten von dem Kl&auml;ger betreut werden. Zwar weist der Kl&auml;ger zu Recht darauf hin, dass sich das in &sect; 102 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. b AO bestimmte Auskunftsverweigerungsrecht u.a. auf die Identit&auml;t des Mandanten und die Tatsache seiner Beratung erstreckt (BFH-Urteil vom 14. Mai 2002 IX R 31\/00, BFHE 198, 319, BStBl II 2002, 712). Richtig ist ferner, dass eine zur Berufsverschwiegenheit verpflichtete Person der Finanzbeh&ouml;rde die Einsicht in alle Daten verweigern darf, auf die sich ihr Auskunftsverweigerungsrecht nach &sect; 102 AO erstreckt (BFH-Beschluss in BFHE 66, 225, BStBl III 1958, 86). Diese Grunds&auml;tze greifen jedoch zum einen nicht im Hinblick auf diejenigen Mandanten ein, die auf eine Geheimhaltung ihrer Identit&auml;t verzichtet haben; ein solcher Verzicht wird in aller Regel dort angenommen werden k&ouml;nnen, wo der Kl&auml;ger an der Erstellung von Steuererkl&auml;rungen seiner Mandanten mitgewirkt und dies der Finanzbeh&ouml;rde gegen&uuml;ber kenntlich gemacht hat. Erstmals in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem Senat hat der Kl&auml;ger hierzu geltend gemacht, er &uuml;be eine reine Beratungspraxis aus, ohne Steuererkl&auml;rungen zu erstellen und dadurch mit den Finanzbeh&ouml;rden in Kontakt zu treten. Zum anderen &#8211;und vor allem&#8211; kann das Recht zur Verweigerung von Ausk&uuml;nften ebenfalls nur die Mitwirkungspflicht des Kl&auml;gers im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung, nicht aber die Zul&auml;ssigkeit der Pr&uuml;fung selbst beschr&auml;nken. Dem entsprechend hat schon in der Vergangenheit die Rechtsprechung keine Veranlassung gesehen, Au&szlig;enpr&uuml;fungen bei rechts- oder steuerberatenden Personen unter diesem Gesichtspunkt generell f&uuml;r unzul&auml;ssig zu erkl&auml;ren. Daran h&auml;lt der erkennende Senat in &Uuml;bereinstimmung mit dem I. Senat (BFH-Beschluss vom 24. August 2006 I S 4\/06, BFH\/NV 2006, 2034) fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Eine Rechtswidrigkeit der angefochtenen Pr&uuml;fungsanordnung ergibt sich schlie&szlig;lich nicht daraus, dass der Kl&auml;ger durch eine Verweigerung von Ausk&uuml;nften &uuml;ber seine Mandate in die Gefahr geraten k&ouml;nnte, mit den Rechtsfolgen des &sect; 160 AO konfrontiert zu werden (vgl. ebenfalls Tipke in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect; 194 AO Rz 35; Eckhoff in HHSp, &sect; 194 AO Rz 147). Denn auch hier gilt, dass eine auf &sect; 160 AO gest&uuml;tzte Aufforderung eine Ma&szlig;nahme darstellt, deren Zul&auml;ssigkeit auf den hierf&uuml;r zur Verf&uuml;gung stehenden Wegen (vgl. dazu BFH-Urteil vom 20. April 1988 I R 67\/84, BFHE 154, 5, BStBl II 1988, 927) eigenst&auml;ndig einer &Uuml;berpr&uuml;fung zugef&uuml;hrt werden kann. Deshalb besteht keine Veranlassung, jegliche &Uuml;berpr&uuml;fung der steuerlichen Verh&auml;ltnisse des Kl&auml;gers unter diesem Gesichtspunkt f&uuml;r unzul&auml;ssig zu erachten. Abgesehen davon entfaltet in dem hier interessierenden Bereich &sect; 160 Abs. 2 AO eine gewisse Schutzwirkung zu Gunsten des Kl&auml;gers, durch die seinen berechtigten Interessen in ausreichendem Ma&szlig;e Rechnung getragen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Schlie&szlig;lich beruft sich der Kl&auml;ger ohne Erfolg darauf, dass das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) den Zugriff auf Daten bei Berufsgeheimnistr&auml;gern besonderen verfassungsrechtlichen Grenzen unterworfen hat (BVerfG-Beschluss vom 12. April 2005&nbsp;&nbsp;2 BvR 1027\/02, BVerfGE 113, 29). Denn in der einschl&auml;gigen Entscheidung ging es um die Sicherstellung und Beschlagnahme des gesamten Datenbestandes eines Rechtsanwalts und Steuerberaters, eine Ma&szlig;nahme, deren Intensit&auml;t diejenige einer Pr&uuml;fungsanordnung deutlich &uuml;bersteigt. Zudem geht das BVerfG in jener Entscheidung erkl&auml;rterma&szlig;en davon aus, dass der Zugriff auf &quot;gesch&uuml;tzte&quot; Daten nicht schlechthin unzul&auml;ssig ist, sondern nur durch den Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit begrenzt wird. Dieser Grundsatz ist im Streitfall, in dem das FA mit der angefochtenen Pr&uuml;fungsanordnung ein legitimes Interesse verfolgt und nicht &uuml;berm&auml;&szlig;ig in Rechte des Kl&auml;gers eingreift, zweifelsfrei gewahrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Das FG hat auch den Hilfsantrag zu Recht als unzul&auml;ssig abgewiesen. Ein Rechtsschutzbed&uuml;rfnis f&uuml;r eine generelle Verpflichtung des Finanzamts, eine Betriebspr&uuml;fung gesetzm&auml;&szlig;ig, n&auml;mlich unter Beachtung der beruflichen Verschwiegenheitspflicht des Kl&auml;gers, durchzuf&uuml;hren, besteht nicht. Ohne jeglichen konkreten Anlass f&uuml;r die Annahme eines gegenteiligen Verhaltens des Finanzamts w&uuml;rde insoweit lediglich die aus Art. 20 Abs. 3 des Grundgesetzes (GG) folgende Verpflichtung des Finanzamts festgestellt, nach Gesetz und Recht t&auml;tig zu werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der Kl&auml;ger den Hilfsantrag in der m&uuml;ndlichen Verhandlung dahin gehend konkretisiert hat, dass das FA verpflichtet werden soll, bereits im Vorfeld der Au&szlig;enpr&uuml;fung generell auf mandantenbezogene Kopien und Kontrollmitteilungen zu verzichten, fehlt es f&uuml;r ein derartiges Klagebegehren an den daf&uuml;r in der Rechtsprechung geforderten besonderen Sachentscheidungsvoraussetzungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Fertigung von Kontrollmitteilungen stellt ein schlicht hoheitliches Handeln und nicht einen Verwaltungsakt dar, so dass ein Rechtsschutz dagegen durch eine allgemeine Leistungsklage gem&auml;&szlig; &sect; 40 Abs. 1&nbsp;&nbsp;l. Alternative FGO in Betracht kommt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 215, 12, BStBl II 2007, 227; BFH-Beschluss in BFH\/NV 1998, 424; FG Berlin, Urteil vom 18. Februar 1983 III 659, 660\/81, Entscheidungen der Finanzgerichte 1984, 33; v. Wedelst&auml;dt, AOStB 2005, 238, 242; Tipke in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect; 194 AO Rz 33 und 34; Gosch in Beermann\/Gosch, a.a.O., &sect; 194 Rz 267; Pahlke\/Koenig\/Intemann, a.a.O., &sect; 194 Rz 69).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine solche vorbeugende Unterlassungsklage ist jedoch nur &#8211;ausnahmsweise&#8211; dann zul&auml;ssig, wenn substantiiert und in sich schl&uuml;ssig dargetan wird, durch ein bestimmtes, k&uuml;nftig zu erwartendes Handeln einer Beh&ouml;rde in eigenen Rechten verletzt zu sein, und dass ein Abwarten der tats&auml;chlichen Rechtsverletzung unzumutbar sei, weil die Rechtsverletzung dann nicht oder nur schwerlich wiedergutzumachen sei (BFH-Urteil vom 27. Oktober 1993 I R 25\/92, BFHE 172, 488, BStBl II 1994, 210, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diesen Anforderungen entspricht der Vortrag des Kl&auml;gers im finanzgerichtlichen Verfahren nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der I. Senat des BFH hat im Beschluss in BFH\/NV 2006, 2034 bereits zutreffend ausgef&uuml;hrt, zur Wahrung der Rechte des Kl&auml;gers zur Auskunftsverweigerung und Verschwiegenheit sei zu verlangen, dass der gepr&uuml;fte Berufstr&auml;ger rechtzeitig vor der Fertigung von Kontrollmitteilungen informiert wird, damit er die Umsetzung dieses Vorhabens mit den daf&uuml;r verf&uuml;gbaren Rechtsbehelfen verhindern kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Indes hat der Kl&auml;ger weder im Einspruchs- noch im Klageverfahren konkrete Anhaltspunkte daf&uuml;r vorgetragen, dass das FA &uuml;berhaupt Kontrollmitteilungen im Verlauf der bei ihm durchzuf&uuml;hrenden Au&szlig;enpr&uuml;fung anfertigen wolle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob und ggf. nach Ma&szlig;gabe welcher Voraussetzungen der nach &sect; 147 Abs. 6 AO zul&auml;ssige Datenzugriff der Finanzbeh&ouml;rden im Rahmen von Au&szlig;enpr&uuml;fungen zum Schutz der Verpflichtung zur Wahrung der gesetzlich bestimmten Verschwiegenheitspflichten von Berufstr&auml;gern und der ihnen zustehenden Auskunftsverweigerungsrechte zum Schutz bestimmter Berufsgeheimnisse nach &sect; 102 AO von Verfassungs wegen einzuschr&auml;nken w&auml;re, ist nicht in diesem Verfahren zu entscheiden. Auch die Aufforderungen, dem Pr&uuml;fer Einsicht in die gespeicherten Daten zu gew&auml;hren, das Datenverarbeitungssystem zur Pr&uuml;fung nutzen zu k&ouml;nnen, die Daten nach Verfahren der Finanzbeh&ouml;rde aufzubereiten oder ihr auf einem Datentr&auml;ger zur Verf&uuml;gung zu stellen, sind jeweils gesonderte Verwaltungsakte, die mit dem Einspruch angegriffen werden k&ouml;nnen (vgl. auch BFH-Beschluss vom 26. September 2007 I B 53, 54\/07, BFH\/NV 2008, 133, BFHE 219, 19, zur Beachtung der sich aus dem Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgrundsatz ergebenden Grenze). Im &Uuml;brigen ist die Verwaltung nach Art. 20 Abs. 3 GG und &sect; 85 AO bei Gesetzesvollzug an Gesetz und Recht gebunden und hat auch bei der Aus&uuml;bung des ihr zustehenden Ermessens den Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit zu ber&uuml;cksichtigen (vgl. auch &sect; 5 AO). Dieser Grundsatz ist mit Verfassungsrang ausgestattet und bei der Auslegung und Anwendung der Normen des einfachen Rechts zu beachten (so schon BVerfG-Beschluss vom 9. November 1976&nbsp;&nbsp;2 BvL 1\/76, BVerfGE 43, 101, 106; BFH-Beschluss vom 25. Oktober 2007 VIII B 41\/07, BFH\/NV 2008, 189, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 8.4.2008, VIII R 61\/06 Zul&auml;ssigkeit einer Au&szlig;enpr&uuml;fung bei zur Verschwiegenheit verpflichteten und zur Auskunftsverweigerung berechtigten Berufstr&auml;gern &#8211; Keine vorbeugende Unterlassungsklage gegen die Anfertigung von mandantenbezogenen Kontrollmitteilungen vor Beginn der Au&szlig;enpr&uuml;fung Leits&auml;tze 1. Auch gegen gesetzlich zur Verschwiegenheit verpflichtete und zur Verweigerung von Ausk&uuml;nften berechtigte Personen, wie Steuerberater und Wirtschaftspr&uuml;fer, kann eine Au&szlig;enpr&uuml;fung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-61-06-zulaessigkeit-einer-aussenpruefung-bei-zur-verschwiegenheit-verpflichteten-und-zur-auskunftsverweigerung-berechtigten-berufstraegern-keine-vorbeugende-unterlassungsklage-gegen-die-anferti\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;61\/06 &#8211; Zul&auml;ssigkeit einer Au&szlig;enpr&uuml;fung bei zur Verschwiegenheit verpflichteten und zur Auskunftsverweigerung berechtigten Berufstr&auml;gern &#8211; Keine vorbeugende Unterlassungsklage gegen die Anfertigung von mandantenbezogenen Kontrollmitteilungen vor Beginn der Au&szlig;enpr&uuml;fung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17557","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17557","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17557"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17557\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17557"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17557"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17557"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}