{"id":17573,"date":"2012-12-19T14:29:47","date_gmt":"2012-12-19T12:29:47","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17573"},"modified":"2012-12-19T14:29:47","modified_gmt":"2012-12-19T12:29:47","slug":"vi-r-10-05-aenderung-der-steuerfestsetzung-nach-par-167-abs-1-satz-1-ao-nach-uebermittlung-oder-ausschreibung-der-lohnsteuerbescheinigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-10-05-aenderung-der-steuerfestsetzung-nach-par-167-abs-1-satz-1-ao-nach-uebermittlung-oder-ausschreibung-der-lohnsteuerbescheinigung\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;10\/05 &#8211; &Auml;nderung der Steuerfestsetzung nach &sect; 167 Abs. 1 Satz 1 AO nach &Uuml;bermittlung oder Ausschreibung der Lohnsteuerbescheinigung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.10.2008, VI R 10\/05<\/p>\n<p class=\"titel\">&Auml;nderung der Steuerfestsetzung nach &sect; 167 Abs. 1 Satz 1 AO nach &Uuml;bermittlung oder Ausschreibung der Lohnsteuerbescheinigung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Eine &Auml;nderung der Festsetzung der Lohnsteuer-Entrichtungsschuld (&sect;&sect; 155, 167 Abs. 1 Satz 1 AO i.V.m. &sect; 41a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG) ist unter den Voraussetzungen des &sect; 164 Abs. 2 Satz 1 AO auch nach &Uuml;bermittlung oder Ausschreibung der Lohnsteuerbescheinigung (&sect; 41c Abs. 3 EStG) zul&auml;ssig.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) &#8211;eine GmbH&#8211; ist durch Umfirmierung aus der &#8230; (A) hervorgegangen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Am 27. September 1999 &uuml;bernahm A die Zahlung einer Geldauflage in H&ouml;he von 1,296 Mio. DM, die nach &sect; 153a der Strafprozessordnung (StPO) gegen ihren nichtselbst&auml;ndig t&auml;tigen Prokuristen (P) festgesetzt worden war. Diesen Umstand teilte A dem zu jener Zeit zust&auml;ndigen Finanzamt (FA) mit Schreiben vom 28. September 1999 mit. Als steuerpflichtigen Arbeitslohn behandelte A den Zahlbetrag in ihrer Lohnsteuer-Anmeldung f&uuml;r September 1999 jedoch nicht. Zur Begr&uuml;ndung gab A bei Abgabe der Lohnsteuer-Anmeldung an, dass es sich nicht um Arbeitslohn, sondern um Abwehrkosten handele, die im &uuml;berwiegenden eigenbetrieblichen Interesse aufgewendet worden seien. Das FA hingegen sah den Zahlbetrag als Arbeitslohn an und forderte A auf, die Versteuerung unverz&uuml;glich nachzuholen und die Abgabe einer berichtigten Lohnsteuer-Anmeldung zu veranlassen. Nachdem A dieser Aufforderung nicht nachgekommen war, setzte das FA mit Bescheid vom 21. Dezember 1999 die Lohnsteuer f&uuml;r September 1999 fest; es erh&ouml;hte die angemeldete Lohnsteuer um 25 % der &uuml;bernommenen Geldauflage auf 542 417 DM. Der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung blieb bestehen. Mit Bescheid vom 10. Januar 2000 wurde die Lohnsteuerfestsetzung nach &sect; 164 Abs. 2 der Abgabenordnung (AO) wegen eines Eingabefehlers berichtigt. Der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung blieb weiterhin bestehen. Am 24. Januar 2000 legte A gegen den Bescheid vom 10. Januar 2000 Einspruch ein. Am 3. Mai 2000 begann bei A eine Lohnsteuer-Au&szlig;enpr&uuml;fung. Der Pr&uuml;fer bezog den strittigen Sachverhalt nicht in den Pr&uuml;fungsbericht ein, sondern teilte der Rechtsbehelfsstelle des FA mit, dass der Bescheid vom 10. Januar 2000 fehlerhaft sei. Die angemeldete Lohnsteuer von 218 418 DM sei um 686 880 DM f&uuml;r den Arbeitnehmer P zu erh&ouml;hen. Der Kontrollmitteilung waren eine Lohnsteuerberechnung und eine Gehaltsabrechnung f&uuml;r P beigef&uuml;gt. Mit nach &sect; 164 Abs. 2 AO ge&auml;ndertem Bescheid vom 11. April 2001 setzte das FA die Lohnsteuer f&uuml;r September 1999 auf 905 298 DM fest. Mit Einspruchsentscheidung vom 2. Januar 2002 wies das zwischenzeitlich zust&auml;ndig gewordene FA &#8211;der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (Beklagter)&#8211; den Einspruch der mittlerweile umfirmierten Kl&auml;gerin als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Klage hatte nur teilweise Erfolg. Das Finanzgericht (FG) hob den Bescheid vom 11. April 2001 mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2005, 756 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden auf; im &Uuml;brigen wies es die Klage ab. Das FG war der Auffassung, dass dem aufgehobenen &Auml;nderungsbescheid die Vorschrift des &sect; 41c Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) entgegenstehe. Nach dieser Vorschrift sei eine &Auml;nderung des Lohnsteuerabzugs nur bis zur Ausschreibung der Lohnsteuerbescheinigung zul&auml;ssig. Nach diesem Zeitpunkt fehle es an einer Entrichtungsschuld des Arbeitgebers. F&uuml;r bisher weder angemeldete noch festgesetzte Lohnsteuer k&ouml;nne der Arbeitgeber nicht mehr nach den &sect;&sect; 167, 168 AO in Anspruch genommen werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit seiner Revision r&uuml;gt der Beklagte die Verletzung materiellen Rechts.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Er beantragt, das FG-Urteil aufzuheben, soweit es den Erlass des Lohnsteuer&auml;nderungsbescheids vom 11. April 2001 im Hinblick auf &sect; 41c Abs. 3 EStG f&uuml;r unzul&auml;ssig erachtet, und die Klage abzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision des Beklagten ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung in dem angefochtenen Umfang und zur Abweisung der Klage (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Unrecht den &Auml;nderungsbescheid vom 11. April 2001 unter Berufung auf die Vorschrift des &sect; 41c Abs. 3 EStG aufgehoben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die Fragen, ob die &Uuml;bernahme der Zahlung einer nach &sect; 153a StPO gegen den Arbeitnehmer verh&auml;ngten Geldauflage im Streitfall zu Arbeitslohn gef&uuml;hrt hat und ob die Inanspruchnahme der Kl&auml;gerin zu Recht im Wege der Steuerfestsetzung nach den &sect;&sect; 155, 167 Abs. 1 Satz 1 AO i.V.m. &sect; 41a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG erfolgt ist, bed&uuml;rfen keiner Entscheidung, nachdem die Kl&auml;gerin das &#8211;insoweit klageabweisende&#8211; vorinstanzliche Urteil nicht angefochten hat. Deshalb braucht der erkennende Senat im Streitfall auch nicht dazu Stellung zu nehmen, ob &Auml;u&szlig;erungen in der Literatur (vgl. Dr&uuml;en, Der Betrieb 2005, 299; Heuermann, Steuer und Wirtschaft 2006, 332, jeweils m.w.N.; derselbe in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect; 167 AO Rz 9 f.) zur bisherigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) zu den Voraussetzungen einer Steuerfestsetzung nach &sect; 167 Abs. 1 Satz 1 AO (vgl. BFH-Urteile vom 13. September 2000 I R 61\/99, BFHE 193, 286, BStBl II 2001, 67, und vom 7. Juli 2004 VI R 171\/00, BFHE 206, 562, BStBl II 2004, 1087, und VI R 168\/01, BFH\/NV 2005, 357) dazu Anlass geben k&ouml;nnten, &auml;hnliche Ermessenserw&auml;gungen wie bei der Inanspruchnahme des Arbeitgebers durch Lohnsteuer-Haftungsbescheid nach &sect; 42d EStG auch bei einer auf &sect; 167 Abs. 1 Satz 1 AO gest&uuml;tzten Festsetzung der vom Arbeitgeber nach &sect; 41a Abs. 1 EStG anzumeldenden und abzuf&uuml;hrenden Lohnsteuer &#8211;der sog. (eigenen) Entrichtungssteuerschuld des Arbeitgebers (vgl. z.B. Drenseck in Stolterfoht (Hrsg.), Grundfragen des Lohnsteuerrechts, Deutsche Steuerjuristische Gesellschaft, K&ouml;ln 1986, 377, 387; Schmidt\/Drenseck, EStG, 27. Aufl., &sect; 41a Rz 6, m.w.N.; zum Begriff auch z.B. BFH-Urteil in BFHE 193, 286, BStBl II 2001, 67, unter II.3.b)&#8211; zu fordern. Offen bleiben kann insoweit auch, ob dem entgegenst&uuml;nde, dass der Gesetzgeber ausweislich der Gesetzesmaterialien zum Steuerreformgesetz 1990 (BTDrucks 11\/2157, 194) die beiden M&ouml;glichkeiten, den Steuerpflichtigen im Wege einer Steuerfestsetzung nach &sect; 167 AO oder durch Haftungsbescheid in Anspruch zu nehmen, selbst&auml;ndig nebeneinanderstellen wollte, um so auch die Anwendung der &Auml;nderungsvorschrift des &sect; 164 AO zu er&ouml;ffnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Ob nach Abgabe einer Lohnsteuer-Anmeldung durch den Arbeitgeber deren &Auml;nderung im Wege einer Steuerfestsetzung nach den &sect;&sect; 155, 167 Abs. 1 Satz 1 AO zul&auml;ssig ist, richtet sich nach den allgemeinen Korrekturvorschriften. Eine solche &Auml;nderung ist insbesondere zul&auml;ssig, solange noch ein Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung (&sect; 164 AO) besteht. Nach &sect; 168 Satz 1 AO steht n&auml;mlich die Steueranmeldung einer Steuerfestsetzung unter Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gleich. Damit werden unmittelbar an die Steuererkl&auml;rung die Rechtsfolgen einer Steuerfestsetzung gekn&uuml;pft. Solange der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung besteht, kann die Steuerfestsetzung gem&auml;&szlig; &sect; 164 Abs. 2 Satz 1 AO jederzeit aufgehoben oder ge&auml;ndert werden (vgl. auch z.B. Schmidt\/ Drenseck, a.a.O., &sect; 41a Rz 3). Unter diesen Voraussetzungen kann das FA auch die Festsetzung einer abweichenden Entrichtungssteuerschuld des Arbeitgebers in einer Summe und ohne die Zuordnung zu bestimmten Sachverhalten vornehmen. Bei &Auml;nderung einer auf &sect; 167 Abs. 1 Satz 1 AO gest&uuml;tzten Festsetzung nach &sect; 164 Abs. 2 Satz 1 AO wird dann der gesamte Sollbetrag der nach &sect; 41a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG vom Arbeitgeber einzubehaltenden Lohnsteuer festgesetzt. Dies schlie&szlig;t indes nicht aus, dass die von der Lohnsteuer-Anmeldung abweichende Festsetzung auf neue tats&auml;chliche Erkenntnisse oder eine andere Rechtsauffassung des FA gest&uuml;tzt wird.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Eine (ge&auml;nderte) Festsetzung nach den genannten Vorschriften ist ungeachtet der sich aus &sect; 41c Abs. 3 EStG ergebenden Rechtsfolgen m&ouml;glich. Zwar ist gem&auml;&szlig; &sect; 41c Abs. 3 Satz 1 EStG die &Auml;nderung des Lohnsteuerabzugs nur bis zur &Uuml;bermittlung oder Ausschreibung der Lohnsteuerbescheinigung zul&auml;ssig. Nach der &Uuml;bermittlung der Lohnsteuerbescheinigung kann der Arbeitnehmer eine Berichtigung der Lohnsteuerbescheinigung nicht mehr verlangen, denn diese ist ein Beweispapier &uuml;ber den Lohnsteuerabzug, so wie er tats&auml;chlich stattgefunden hat (vgl. BFH-Urteil vom 13. Dezember 2007 VI R 57\/04, BFHE 220, 124, BStBl II 2008, 434, m.w.N.). Indes ist der tats&auml;chliche Lohnsteuerabzug im Zusammenhang mit einer Lohnsteuer-Anmeldung oder einem an deren Stelle tretenden Festsetzungsbescheid nicht von Bedeutung. Bei der darin festgesetzten, mit der Zahlung des Arbeitslohns entstehenden Entrichtungssteuerschuld des Arbeitgebers handelt es sich n&auml;mlich um einen gesetzlich bestimmten &quot;Sollbetrag&quot; (vgl. z.B. Bl&uuml;mich\/Heuermann, &sect; 41a EStG Rz 20, m.w.N.; Thomas, Deutsches Steuerrecht 1992, 837, 839) und nicht um einen durch den tats&auml;chlichen Lohnsteuerabzug bestimmten &quot;Istbetrag&quot;.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Selbst wenn man &#8211;was der Senat (wie bereits erw&auml;hnt) im Streitfall offen lassen kann&#8211; davon ausginge, dass es sich bei der Inanspruchnahme nach den &sect;&sect; 155, 167 Abs. 1 Satz 1 AO in materiell-rechtlicher Hinsicht nicht nur um die Geltendmachung der durch &sect; 41a Abs. 1 Satz 1 EStG bestimmten Entrichtungssteuerschuld des Arbeitgebers handelt, sondern um die Geltendmachung eines Haftungsanspruchs (vgl. BFH-Urteil in BFHE 193, 286, BStBl II 2001, 67, unter II.3.c), st&uuml;nde &sect; 41c Abs. 3 EStG einer Steuerfestsetzung nach den genannten Vorschriften nicht entgegen. Denn nach &sect; 42d Abs. 1 Nr. 1 EStG haftet der Arbeitgeber u.a. auch f&uuml;r die Lohnsteuer, die er nach den gesetzlichen Vorschriften einzubehalten und abzuf&uuml;hren hat. Deshalb kommt es auch insoweit nicht darauf an, wie der Lohnsteuerabzug tats&auml;chlich durchgef&uuml;hrt worden ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                5. Das FG ist von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen. Es hat zu Unrecht angenommen, dass dem Bescheid vom 11. April 2001 die Vorschrift des &sect; 41c Abs. 3 EStG entgegenstehe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Sache ist spruchreif. Der dem &Auml;nderungsbescheid zugrunde liegende Sachverhalt ist nach den Feststellungen des FG zwischen den Beteiligten nicht streitig. Danach bestand bei Erlass des streitigen Bescheids der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung &#8211;ungeachtet der nach dem Einspruch der Kl&auml;gerin bestehenden M&ouml;glichkeit der Verb&ouml;serung nach &sect; 367 Abs. 2 Satz 2 AO&#8211; weiter fort. Deshalb war der Beklagte nach &sect; 164 Abs. 2 Satz 1 AO befugt, den &Auml;nderungsbescheid vom 11. April 2001 zu erlassen. Unter Beachtung der vorstehenden Rechtsgrunds&auml;tze hat der Beklagte in seinem Bescheid vom 11. April 2001 die gesamte Entrichtungssteuerschuld der Kl&auml;gerin auch zutreffend bemessen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.10.2008, VI R 10\/05 &Auml;nderung der Steuerfestsetzung nach &sect; 167 Abs. 1 Satz 1 AO nach &Uuml;bermittlung oder Ausschreibung der Lohnsteuerbescheinigung Leits&auml;tze Eine &Auml;nderung der Festsetzung der Lohnsteuer-Entrichtungsschuld (&sect;&sect; 155, 167 Abs. 1 Satz 1 AO i.V.m. &sect; 41a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG) ist unter den Voraussetzungen des &sect; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-10-05-aenderung-der-steuerfestsetzung-nach-par-167-abs-1-satz-1-ao-nach-uebermittlung-oder-ausschreibung-der-lohnsteuerbescheinigung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;10\/05 &#8211; &Auml;nderung der Steuerfestsetzung nach &sect; 167 Abs. 1 Satz 1 AO nach &Uuml;bermittlung oder Ausschreibung der Lohnsteuerbescheinigung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17573","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17573","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17573"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17573\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17573"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17573"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17573"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}