{"id":17619,"date":"2012-12-10T16:28:13","date_gmt":"2012-12-10T14:28:13","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17619"},"modified":"2012-12-10T16:28:13","modified_gmt":"2012-12-10T14:28:13","slug":"ii-r-38-07-bereicherungsmindernder-ansatz-des-infolge-baumassnahmen-des-erwerbers-eingetretenen-wertzuwachses-eines-nachlasszugehoerigen-grundstuecks-in-erwartung-des-spaeteren-erbanfalls","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-38-07-bereicherungsmindernder-ansatz-des-infolge-baumassnahmen-des-erwerbers-eingetretenen-wertzuwachses-eines-nachlasszugehoerigen-grundstuecks-in-erwartung-des-spaeteren-erbanfalls\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;38\/07 &#8211; Bereicherungsmindernder Ansatz des infolge Bauma&szlig;nahmen des Erwerbers eingetretenen Wertzuwachses eines nachlasszugeh&ouml;rigen Grundst&uuml;cks in Erwartung des sp&auml;teren Erbanfalls"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 1.7.2008, II R 38\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Bereicherungsmindernder Ansatz des infolge Bauma&szlig;nahmen des Erwerbers eingetretenen Wertzuwachses eines nachlasszugeh&ouml;rigen Grundst&uuml;cks in Erwartung des sp&auml;teren Erbanfalls<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. &sect; 10 Abs. 1 Satz 1 ErbStG schlie&szlig;t beim Nacherben die steuerliche Erfassung von Verm&ouml;genswerten aus, die er selbst durch Bauma&szlig;nahmen auf einem nachlasszugeh&ouml;rigen Grundst&uuml;ck zu Lebzeiten des Vorerben in Erwartung der Nacherbfolge geschaffen hat.<\/p>\n<p>2. Die Bereicherung des Nacherben mindert sich um den Betrag, um den die von ihm durchgef&uuml;hrten Bauma&szlig;nahmen den Grundbesitzwert erh&ouml;ht haben.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erwarb als Nacherbe seines 1987 verstorbenen Onkels (O) einen Hof. Vorerbin war die im Februar 2000 verstorbene Ehefrau (E) des O gewesen. Zum Hof geh&ouml;rten u.a. ein Altenteilerhaus sowie ein weiteres Wohnhaus. Bereits ab dem Jahr 1991 hatte der Kl&auml;ger die Eigenbewirtschaftung des landwirtschaftlichen Betriebs &uuml;bernommen und in der Zeit bis zum Tod der E sowohl am Altenteilerhaus als auch am Wohnhaus umfangreiche Bauma&szlig;nahmen, u.a. durch Schaffung von zwei sp&auml;ter vermieteten Wohnungen, durchgef&uuml;hrt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte gegen den Kl&auml;ger durch Bescheid vom 1. Februar 2002 Erbschaftsteuer fest, wobei er dem steuerpflichtigen Erwerb u.a. die vom Lagefinanzamt durch bestandskr&auml;ftige Bescheide vom 1. Juni und 13. Juni 2001 auf den Todestag der E festgestellten Grundbesitzwerte f&uuml;r das Altenteilerhaus (375 000 DM), f&uuml;r zwei Wohnungen im Obergeschoss des Wohnhauses (157 000 DM) und den Wohnteil des land- und forstwirtschaftlichen Betriebs (161 460 DM) zugrunde legte. Dem Begehren des Kl&auml;gers, die von ihm zu Lebzeiten der E erbrachten Aufwendungen f&uuml;r die Bauma&szlig;nahmen als Nachlassverbindlichkeiten zu ber&uuml;cksichtigen, folgte das FA nicht. Der Einspruch hatte keinen Erfolg.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2007, 1966 ver&ouml;ffentlichten Urteil ab. Dem Kl&auml;ger habe gegen E im Zeitpunkt ihres Todes kein zivilrechtlicher Aufwendungsersatz- oder Bereicherungsanspruch zugestanden, so dass der Abzug einer Nachlassverbindlichkeit gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 5 Nr. 1 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG) ausscheide.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger Verletzung des &sect; 10 ErbStG. Ihm habe aufgrund der Bauma&szlig;nahmen ein latenter Aufwendungsersatzanspruch gegen E zugestanden; dieser sei als Belastung i.S. des &sect; 10 Abs. 3 ErbStG wie eine Nachlassverbindlichkeit abziehbar. Zumindest d&uuml;rften der Erbschaftsteuerfestsetzung nur in dem Umfang geminderte Grundbesitzwerte zugrunde gelegt werden, wie sie durch seine Bauma&szlig;nahmen beeinflusst seien.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Erbschaftsteuer unter &Auml;nderung des Erbschaftsteuerbescheids vom 1. Februar 2002 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 22. April 2005 auf 47 700 DM herabzusetzen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Die Vorentscheidung war aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zwar zutreffend erkannt, dass dem Kl&auml;ger bei zivilrechtlicher Betrachtung hinsichtlich der von ihm ausgef&uuml;hrten Bauma&szlig;nahmen kein Ersatzanspruch gegen E zustand. Im Umfang der durch diese Bauma&szlig;nahmen herbeigef&uuml;hrten Erh&ouml;hung der Grundbesitzwerte der nachlasszugeh&ouml;rigen Grundst&uuml;cke fehlt es aber an einer Bereicherung des Kl&auml;gers.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Dem Kl&auml;ger kann nicht darin gefolgt werden, den festgestellten Grundbesitzwerten k&auml;me insoweit keine Bindungswirkung zu, als sie durch die von ihm durchgef&uuml;hrten Bauma&szlig;nahmen beeinflusst seien. Einwendungen gegen die Feststellungsbescheide sind im Festsetzungsverfahren ausgeschlossen (&sect; 351 Abs. 2 der Abgabenordnung; &sect; 42 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Das FG hat zutreffend angenommen, dass dem Kl&auml;ger in Anwendung allein zivilrechtlicher Grunds&auml;tze f&uuml;r die von ihm durchgef&uuml;hrten Bauma&szlig;nahmen kein als Nachlassverbindlichkeit (&sect; 10 Abs. 5 Nr. 1 ErbStG) abziehbarer Verg&uuml;tungsanspruch gegen E zustand.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Der Kl&auml;ger hatte aus den von ihm durchgef&uuml;hrten Bauma&szlig;nahmen keinen vertraglichen Aufwendungsersatzanspruch gegen E. Nach den f&uuml;r den Bundesfinanzhof (BFH) bindenden (&sect; 118 Abs. 2 FGO) tats&auml;chlichen Feststellungen des FG, die nicht mit zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Revisionsr&uuml;gen angegriffen sind, hatte der Kl&auml;ger mit E keine vertraglichen Vereinbarungen &uuml;ber die von ihm durchgef&uuml;hrten Bauma&szlig;nahmen und auch keinen Landpachtvertrag (&sect; 585 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches &#8211;BGB&#8211;) geschlossen. Das FG ist lediglich im Rahmen einer Hilfserw&auml;gung auf die M&ouml;glichkeit eines Landpachtvertrages eingegangen. Schlie&szlig;lich hat das FG unter Hinweis auf die Urteile des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 10. Oktober 1984 VIII ZR 152\/83 (Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 1985, 313) und vom 31. Oktober 2001 XII ZR 292\/99 (NJW 2002, 436) auch rechtsfehlerfrei einen Ersatzanspruch des Kl&auml;gers aus Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung ohne Auftrag abgelehnt, weil der Kl&auml;ger nicht die Absicht gehabt habe, von E Ersatz zu verlangen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Auch einen Verg&uuml;tungsanspruch des Kl&auml;gers gegen E gem&auml;&szlig; &sect; 951 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. &sect;&sect; 812 ff. BGB hat das FG zutreffend verneint. Grunds&auml;tzlich kann, wer aufgrund der &sect;&sect; 946 bis 950 BGB einen Rechtsverlust erleidet, nach &sect; 951 Abs. 1 Satz 1 BGB von demjenigen, zu dessen Gunsten die Rechts&auml;nderung eintritt, Verg&uuml;tung in Geld nach den Vorschriften &uuml;ber die Herausgabe einer ungerechtfertigten Bereicherung fordern. Jedoch entsteht f&uuml;r denjenigen, der in der begr&uuml;ndeten Erwartung k&uuml;nftigen Eigentumserwerbs auf einem fremden Grundst&uuml;ck Bauarbeiten vornimmt oder vornehmen l&auml;sst, ein Verg&uuml;tungsanspruch erst dann, wenn feststeht, dass der bezweckte Erfolg (die Eigentums&uuml;bertragung) nicht eintritt, bzw. in dem Zeitpunkt, in dem feststeht, dass die Bereicherung (mangels Eigentums&uuml;bertragung) ungerechtfertigt ist (BGH-Urteil vom 12. Juli 1989 VIII ZR 286\/88, BGHZ 108, 256, m.w.N.; BFH-Urteile vom 11. Dezember 1996 X R 262\/93, BFHE 182, 149, BStBl II 1998, 100; vom 7. Juli 2004 X R 30\/03, BFH\/NV 2005, 33, jeweils m.w.N.). Nach diesen Grunds&auml;tzen stand dem Kl&auml;ger ein Verg&uuml;tungsanspruch gegen E deshalb nicht zu, weil er mit dem Nacherbfall erwartungsgem&auml;&szlig; Eigent&uuml;mer der von ihm sanierten und ausgebauten Geb&auml;ude geworden ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Das FG hat aber verkannt, dass das in &sect; 10 Abs. 1 Satz 1 ErbStG verankerte Bereicherungsprinzip die steuerliche Erfassung von Verm&ouml;genswerten ausschlie&szlig;t, die der Nacherbe selbst durch Bauma&szlig;nahmen auf einem nachlasszugeh&ouml;rigen Grundst&uuml;ck in Erwartung der Nacherbfolge geschaffen hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ma&szlig;stab f&uuml;r die Auslegung des &sect; 10 ErbStG ist der Grundsatz, dass nur die als Nettobetrag ermittelte Bereicherung der Erbschaftsteuer unterliegt (BFH-Urteile vom 13. Juli 1983 II R 105\/82, BFHE 139, 294, BStBl II 1984, 37; vom 17. M&auml;rz 2004 II R 3\/01, BFHE 204, 311, BStBl II 2004, 429). Soweit der Nacherbe den Wert eines nachlasszugeh&ouml;rigen Grundst&uuml;cks in Erwartung der Nacherbfolge durch Bauma&szlig;nahmen erh&ouml;ht und hierf&uuml;r zu Lebzeiten des Vorerben keinen Ersatz erlangt, bewirkt der Erbanfall wegen der erbschaftsteuerrechtlichen Ankn&uuml;pfung an die Bereicherung keinen Verm&ouml;genszuwachs des Nacherben. Dem steht nicht entgegen, dass durch die Bauma&szlig;nahmen nach zivilrechtlichen Grunds&auml;tzen kein Verg&uuml;tungs-, Ersatz- oder Bereicherungsanspruch gegen&uuml;ber dem Vorerben begr&uuml;ndet worden war. Die (zivilrechtliche) Nichtentstehung derartiger Anspr&uuml;che wird erbschaftsteuerrechtlich durch den Erbanfall kompensiert (ebenso im Ergebnis Moench\/Weinmann, Erbschaft- und Schenkungsteuer, &sect; 10 Rz 47, sowie &#8211;f&uuml;r den Fall der schenkweisen &Uuml;bertragung eines bebauten Grundst&uuml;cks nach Errichtung eines Geb&auml;udes durch den Beschenkten&#8211; H 17 Abs. 1 der Hinweise zu den Erbschaftsteuer-Richtlinien 2003).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Da das FG diese Grunds&auml;tze verkannt hat, war die Vorentscheidung aufzuheben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Die Sache ist nicht spruchreif.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die vom Lagefinanzamt auf den Zeitpunkt der Steuerentstehung (&sect; 9 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG) festgestellten Grundbesitzwerte entsprechen insoweit nicht der steuerrechtlichen Bereicherung des Kl&auml;gers i.S. von &sect; 10 ErbStG, als in diese der Wertzuwachs aufgrund der vom Kl&auml;ger durchgef&uuml;hrten Bauma&szlig;nahmen eingeflossen ist. Die festgestellten Grundbesitzwerte k&ouml;nnen demgem&auml;&szlig; nicht ohne Korrektur dem steuerpflichtigen Erwerb zugrunde gelegt werden. Vielmehr ist zum Ausgleich der vom Kl&auml;ger bewirkten Werterh&ouml;hung durch das (Festsetzungs-)FA ein Abzug in dem Umfang vorzunehmen, wie die Bauma&szlig;nahmen den Grundbesitzwert beeinflusst haben. Dazu ist &#8211;ggf. mit Hilfe des Lagefinanzamts&#8211; formlos ein Grundbesitzwert zu ermitteln, bei dem die Bauma&szlig;nahmen hinweggedacht sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Differenz zwischen den beiden Grundbesitzwerten ist auf den Zeitpunkt der Steuerentstehung (&sect; 9 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. &sect; 6 ErbStG) zu ermitteln. Daher ist weder Raum f&uuml;r den bereicherungsmindernden Ansatz eines Anspruchs des Kl&auml;gers auf Verzinsung seines (fiktiven) Verg&uuml;tungsanspruchs aus &sect; 951 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. &sect;&sect; 812 ff. BGB noch f&uuml;r den bereicherungsmindernden oder -erh&ouml;henden Ansatz von (fiktiven) Nutzungsentsch&auml;digungsanspr&uuml;chen des Kl&auml;gers bzw. der Erblasserin.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 1.7.2008, II R 38\/07 Bereicherungsmindernder Ansatz des infolge Bauma&szlig;nahmen des Erwerbers eingetretenen Wertzuwachses eines nachlasszugeh&ouml;rigen Grundst&uuml;cks in Erwartung des sp&auml;teren Erbanfalls Leits&auml;tze 1. &sect; 10 Abs. 1 Satz 1 ErbStG schlie&szlig;t beim Nacherben die steuerliche Erfassung von Verm&ouml;genswerten aus, die er selbst durch Bauma&szlig;nahmen auf einem nachlasszugeh&ouml;rigen Grundst&uuml;ck zu Lebzeiten des Vorerben &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-38-07-bereicherungsmindernder-ansatz-des-infolge-baumassnahmen-des-erwerbers-eingetretenen-wertzuwachses-eines-nachlasszugehoerigen-grundstuecks-in-erwartung-des-spaeteren-erbanfalls\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;38\/07 &#8211; Bereicherungsmindernder Ansatz des infolge Bauma&szlig;nahmen des Erwerbers eingetretenen Wertzuwachses eines nachlasszugeh&ouml;rigen Grundst&uuml;cks in Erwartung des sp&auml;teren Erbanfalls<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17619","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17619","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17619"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17619\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17619"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17619"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17619"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}