{"id":17620,"date":"2012-12-10T16:28:19","date_gmt":"2012-12-10T14:28:19","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17620"},"modified":"2012-12-10T16:28:19","modified_gmt":"2012-12-10T14:28:19","slug":"v-r-40-04-keine-unternehmerische-taetigkeit-staatlicher-milchquoten-verkaufsstellen-keine-verpflichtung-zum-umsatzsteuerausweis-in-rechnungen-ausuebung-oeffentlicher-gewalt-bescheinigung-ueber-den-ueb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-40-04-keine-unternehmerische-taetigkeit-staatlicher-milchquoten-verkaufsstellen-keine-verpflichtung-zum-umsatzsteuerausweis-in-rechnungen-ausuebung-oeffentlicher-gewalt-bescheinigung-ueber-den-ueb\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;40\/04 &#8211; Keine unternehmerische T&auml;tigkeit staatlicher Milchquoten-Verkaufsstellen &#8211; Keine Verpflichtung zum Umsatzsteuerausweis in Rechnungen &#8211; Aus&uuml;bung &ouml;ffentlicher Gewalt &#8211; Bescheinigung &uuml;ber den &Uuml;bergang einer Anlieferungs-Referenzmenge &#8211; Pr&uuml;fung der Zul&auml;ssigkeit des Rechtswegs"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.7.2008, V R 40\/04<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine unternehmerische T&auml;tigkeit staatlicher Milchquoten-Verkaufsstellen &#8211; Keine Verpflichtung zum Umsatzsteuerausweis in Rechnungen &#8211; Aus&uuml;bung &ouml;ffentlicher Gewalt &#8211; Bescheinigung &uuml;ber den &Uuml;bergang einer Anlieferungs-Referenzmenge &#8211; Pr&uuml;fung der Zul&auml;ssigkeit des Rechtswegs<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Eine von einem Bundesland eingerichtete sog. &quot;Milchquoten-Verkaufsstelle&quot;, die Anlieferungs-Referenzmengen an Milcherzeuger &uuml;bertr&auml;gt, handelt bei dieser T&auml;tigkeit nicht als Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuerrechts.<\/p>\n<p>2. Sie ist nicht verpflichtet, in der Rechnung &uuml;ber die &Uuml;bertragung der Anlieferungs-Referenzmengen Umsatzsteuer gesondert auszuweisen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Streitig ist, ob der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger), ein Landwirt, gegen die Beklagte und Revisionskl&auml;gerin (Beklagte), die Landesanstalt f&uuml;r Landwirtschaft (LfL) als Rechtsnachfolgerin der Landesanstalt f&uuml;r Ern&auml;hrung (LfE), Anspruch auf Erteilung einer Rechnung &uuml;ber die &Uuml;bertragung einer Anlieferungs-Referenzmenge f&uuml;r Milch unter gesondertem Ausweis von Umsatzsteuer hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die LfE betrieb im Jahr 2001 (Streitjahr) die Milchquoten-Verkaufsstelle f&uuml;r Bayern (M). Der Kl&auml;ger ist Milcherzeuger und Inhaber eines landwirtschaftlichen Betriebs in Bayern. Er versteuerte seine Ums&auml;tze im Streitjahr nach den allgemeinen Vorschriften des Umsatzsteuergesetzes 1999 (UStG).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zur Verringerung von &Uuml;bersch&uuml;ssen an Kuhmilch wurde auch im Jahr 2001 von Milcherzeugern, die mehr als eine bestimmte Menge Kuhmilch (Anlieferungs-Referenzmenge) lieferten, eine Zusatzabgabe erhoben. Rechtsgrundlage daf&uuml;r war die Verordnung (EWG) Nr. 3950\/92 des Rates vom 28. Dezember 1992 &uuml;ber die Erhebung einer Zusatzabgabe im Milchsektor (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften &#8211;ABlEG&#8211; Nr. L 405, 1 i.d.F. der Verordnung (EG) Nr. 603\/2001 der Kommission vom 28. M&auml;rz 2001, ABlEG Nr. L 89, 18 &#8211;VO Nr. 3950\/92\/EWG&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger erwarb zum 1. April 2001 im Rahmen einer sog. &quot;regulierten entgeltlichen &Uuml;bertragung&quot; nach &sect; 8 Abs. 1 des Gesetzes zur Durchf&uuml;hrung der gemeinsamen Marktorganisationen &#8211;MOG&#8211; (BGBl I 1995, 1147) i.V.m. &sect;&sect; 8 ff. der Zusatzabgabenverordnung vom 12. Januar 2000 &#8211;ZAV&#8211; (BGBl I 2000, 27) eine Anlieferungs-Referenzmenge.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diese &Uuml;bertragung verlief im Streitjahr wie folgt: Milcherzeuger, die Anlieferungs-Referenzmengen verkaufen wollten (sog. Anbieter), reichten zu bestimmten Stichtagen bei der &quot;Verkaufsstelle&quot; i.S. des &sect; 8 Abs. 2 ZAV ein bindendes schriftliches Angebot zur &Uuml;bertragung einer Anlieferungs-Referenzmenge zu einem gew&uuml;nschten Verkaufspreis ein (&sect; 9 Abs. 1 ZAV). Zu denselben Stichtagen reichten Milcherzeuger, die eine Anlieferungs-Referenzmenge kaufen wollten (sog. Nachfrager), ein bindendes schriftliches Angebot zum Erwerb einer bestimmten Anlieferungs-Referenzmenge (sog. Nachfragegebot) zu einem gew&uuml;nschten Kaufpreis ein (&sect; 9 Abs. 2 ZAV). Aus allen Geboten ermittelte die Verkaufsstelle nach Ma&szlig;gabe des &sect; 10 ZAV den sog. Gleichgewichtspreis, das hei&szlig;t den Preis, zu dem die angebotene und die nachgefragte Referenzmenge (ann&auml;hernd) deckungsgleich waren (&sect; 10 Abs. 2 ZAV); ggf. wurden alle Angebote oder Nachfragegebote gek&uuml;rzt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Anschlie&szlig;end k&uuml;rzte die Verkaufsstelle die angebotenen Anlieferungs-Referenzmengen um 5 % zugunsten der nationalen Reserve (&sect; 10 Abs. 4 ZAV) und &uuml;bertrug die verbleibenden Anlieferungs-Referenzmengen nach Ma&szlig;gabe des &sect; 11 ZAV wie folgt: Die Verkaufsstelle teilte den zum Zuge gekommenen Nachfragern den Gleichgewichtspreis, die H&ouml;he der an sie zu &uuml;bertragenden Referenzmenge sowie den zu zahlenden Betrag mit (&sect; 11 Abs. 3 Satz 1 ZAV). Der Nachfrager &uuml;berwies anschlie&szlig;end den zu zahlenden Betrag an die Verkaufsstelle (&sect; 11 Abs. 3 Satz 2 ZAV). Sodann teilte die Verkaufsstelle u.a. dem Nachfrager mit, in welcher H&ouml;he Anlieferungs-Referenzmengen auf ihn &uuml;bertragen werden (&sect; 11 Abs. 3 Satz 3 ZAV). Auf der Grundlage dieser Mitteilung berechnete der zust&auml;ndige Abnehmer von Milch im Sinne der EG-Milchabgabenregelung (der sog. K&auml;ufer, z.B. die f&uuml;r den Nachfrager zust&auml;ndige Molkerei) die Anlieferungs-Referenzmenge des Nachfragers neu und teilte das Ergebnis dem Nachfrager, der Verkaufsstelle und dem zust&auml;ndigen Hauptzollamt (HZA) mit (&sect; 11 Abs. 3 S&auml;tze 4 und 5 ZAV). Zuletzt &uuml;berwies die Verkaufsstelle nach Eingang s&auml;mtlicher Betr&auml;ge von allen Nachfragern die errechneten Verkaufspreise an die Anbieter (&sect; 11 Abs. 3 Satz 6 ZAV).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Entsprechend diesem Verfahren beantragte der Kl&auml;ger bei der M, die in Bayern die einzige Verkaufsstelle i.S. des &sect; 8 Abs. 2 ZAV betrieb, auf amtlichem Vordruck die &Uuml;bertragung einer Anlieferungs-Referenzmenge von 16 500 kg zu einem Preis von h&ouml;chstens 2 DM\/kg.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die M teilte dem Kl&auml;ger unter dem 3. April 2001 durch &quot;Mitteilung der Verkaufsstelle an erfolgreiche Nachfrager &#8230; (mit Geb&uuml;hrenbescheid)&quot; mit, dass er am &Uuml;bertragungstermin 1. April 2001 mit seinem Nachfragegebot zum Zuge gekommen sei. Die an ihn zu &uuml;bertragende Anlieferungs-Referenzmenge betrage 16 500 kg zu einem Standardfettgehalt von 4 %; davon w&uuml;rden 15 813 kg zum Gleichgewichtspreis (1,58 DM) zugeteilt; 687 kg stammten nach &sect; 10 Abs. 2 Satz 3 und 4 ZAV aus der Landesreserve.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Rahmen dieser Mitteilung erteilte die M dem Kl&auml;ger eine Rechnung &uuml;ber den Erwerb der Anlieferungs-Referenzmenge in H&ouml;he von 24 984,54 DM (15 813 kg x 1,58 DM), wobei sie keine Umsatzsteuer auswies. Bestandteil der Mitteilung ist ferner ein auf &sect; 8 Abs. 2 ZAV i.V.m. Art. 6 Abs. 2 Satz 2 des Bayerischen Kostengesetzes gest&uuml;tzter Geb&uuml;hrenbescheid &uuml;ber 125 DM.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach Eingang dieser Betr&auml;ge teilte die M dem Kl&auml;ger durch &quot;Mitteilung &uuml;ber die &Uuml;bertragung einer Anlieferungs-Referenzmenge&quot; vom 9. Mai 2001 gem&auml;&szlig; &sect; 11 Abs. 3 Satz 3 ZAV mit, dass ihm zum 1. April 2001 eine Anlieferungs-Referenzmenge mit einem Standardfettgehalt von 4 % in H&ouml;he von 16 500 kg &uuml;bertragen werde. Weiter hei&szlig;t es u.a., diese Mitteilung gehe nachrichtlich an das f&uuml;r den Kl&auml;ger zust&auml;ndige Amt f&uuml;r Landwirtschaft und Ern&auml;hrung. Die Neuberechnung seiner (des Kl&auml;gers) Anlieferungs-Referenzmenge erfolge jedoch erst, wenn er entsprechend &sect; 11 Abs. 3 ZAV diese Mitteilung seiner Molkerei vorgelegt habe. Eine Rechtsbehelfsbelehrung enth&auml;lt die Mitteilung nicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Den Widerspruch des Kl&auml;gers gegen diese Mitteilung, mit dem er den gesonderten Ausweis von Umsatzsteuer begehrte, wies die LfE durch Widerspruchsbescheid vom 29. August 2001 zur&uuml;ck, weil sie, die LfE, eine hoheitliche T&auml;tigkeit aus&uuml;be und lediglich Vermittlerin der Anlieferungs-Referenzmengen sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Entsprechend der Rechtsmittelbelehrung im Widerspruchsbescheid erhob der Kl&auml;ger Klage beim Finanzgericht (FG) N&uuml;rnberg, das den Rechtsstreit an das seiner Ansicht nach &ouml;rtlich zust&auml;ndige FG M&uuml;nchen verwies (Beschluss vom 12. August 2002 II 402\/2001). Es f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung aus, f&uuml;r die Klage sei zwar der Rechtsweg zu den FG nach &sect; 33 Abs. 1 Nr. 4 der Finanzgerichtsordnung (FGO), &sect; 34 Abs. 1 Satz 1 MOG er&ouml;ffnet. Die Anspruchsgrundlage f&uuml;r die Erteilung einer Rechnung folge aus dem MOG und der ZAV. Jedoch sei der Rechtsstreit gem&auml;&szlig; &sect; 70 FGO an das nach &sect; 38 FGO &ouml;rtlich zust&auml;ndige FG M&uuml;nchen zu verweisen, weil die M dort ihren Sitz habe. Die Beschwerde gegen den Verweisungsbeschluss lie&szlig; das FG N&uuml;rnberg nicht zu.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In der Folgezeit teilte die Beklagte dem FG M&uuml;nchen mit, die LfE sei zum 1. Januar 2003 in ihr aufgegangen. Einwendungen gegen die Zul&auml;ssigkeit des Rechtswegs erhob auch die Beklagte nicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG M&uuml;nchen gab der Klage statt (vgl. &quot;Entscheidungen der Finanzgerichte&quot; 2004, 1726). Es verpflichtete &quot;den Freistaat Bayern bzw. die LfL&quot;, dem Kl&auml;ger eine Abrechnung mit Mehrwertsteuerausweis &uuml;ber den im April 2001 erfolgten Ankauf einer Milchreferenzmenge von 16 500 kg zum Preis von 11 012,07 EUR zuz&uuml;glich 16 % Mehrwertsteuer in H&ouml;he von 1 761,93 EUR zu erteilen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG M&uuml;nchen war der Auffassung, es sei f&uuml;r die Entscheidung der Sache zwar an sich nicht zust&auml;ndig, weil der Finanzrechtsweg nicht gegeben sei; der Verweisungsbeschluss des FG N&uuml;rnberg sei jedoch f&uuml;r das FG M&uuml;nchen nach &sect; 17a des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) bindend. Das FG N&uuml;rnberg habe ausdr&uuml;cklich den Finanzrechtsweg nach &sect; 33 Abs. 1 Nr. 4 FGO f&uuml;r gegeben erachtet und dies ausf&uuml;hrlich begr&uuml;ndet. Es habe sich nicht mit der blo&szlig;en Feststellung begn&uuml;gt, dass es &ouml;rtlich nicht zust&auml;ndig sei. Eine Weiterverweisung an ein anderes Gericht scheide aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die M sei nach &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 UStG zur Ausstellung einer Rechnung unter gesondertem Ausweis von Umsatzsteuer verpflichtet gewesen. Sie habe als Unternehmerin und nicht hoheitlich gehandelt. Sie habe gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger eine Besorgungsleistung i.S. des &sect; 3 Abs. 11 UStG in Form des Verkaufs der Anlieferungs-Referenzmenge erbracht. Die M habe die Leistung im eigenen Namen sowie f&uuml;r fremde Rechnung des anbietenden Milcherzeugers und deshalb keine Vermittlungsleistung erbracht, weil nach der Art des Referenzmengenverkaufs der Anbieter habe anonym bleiben sollen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit ihrer Revision hat die Beklagte ger&uuml;gt, der Finanzrechtsweg sei &#8211;entgegen der Belehrung im Widerspruchsbescheid&#8211; nicht er&ouml;ffnet. In der Sache tr&auml;gt die Beklagte vor, sie habe lediglich eine Vermittlungsleistung erbracht. Ein Leistungsaustauschverh&auml;ltnis liege nur zwischen Anbieter und Nachfrager vor. Au&szlig;erdem sei die LfE nicht als Unternehmerin, sondern hoheitlich t&auml;tig geworden. Die M&ouml;glichkeit, Private als Tr&auml;ger einer Verkaufsstelle zuzulassen (&sect; 8 Abs. 2 Satz 3 ZAV) &#8211;wie dies z.B. in Baden-W&uuml;rttemberg geschehen sei&#8211;, f&uuml;hre zu keiner anderen Beurteilung. Sowohl von den staatlichen als auch von den privaten Verkaufsstellen werde die &Uuml;bertragung der Anlieferungs-Referenzmengen als hoheitliche Aufgabe wahrgenommen. Dass der Kl&auml;ger beim Erwerb einer Referenzmenge die in dem Kaufpreis enthaltene Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer abziehen k&ouml;nne, sei systembedingt und unvermeidbar.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Senat hat das Revisionsverfahren ausgesetzt und dem Gerichtshof der Europ&auml;ischen Gemeinschaften (EuGH) folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt (Beschluss vom 13. Juli 2006 V R 40\/04, BFHE 213, 436, BStBl II 2006, 938):      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        1. Ist eine von einem Bundesland eingerichtete sog. &quot;Milchquoten-Verkaufsstelle&quot;, die Anlieferungs-Referenzmengen gegen Entgelt an Milcherzeuger &uuml;bertr&auml;gt,          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        a) eine landwirtschaftliche Interventionsstelle i.S. des Art. 4 Abs. 5 Unterabs. 3, Anhang D Nr. 7 der Sechsten Richtlinie des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern &#8211; Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche steuerpflichtige Bemessungsgrundlage 77\/388\/EWG (Richtlinie 77\/388\/EWG), die Ums&auml;tze aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen in Anwendung der Verordnungen &uuml;ber eine gemeinsame Marktorganisation f&uuml;r diese Erzeugnisse bewirkt, oder          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        b) eine Verkaufsstelle i.S. des Art. 4 Abs. 5 Unterabs. 3, Anhang D Nr. 12 der Richtlinie 77\/388\/EWG?          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        2. Falls die Frage 1 verneint wird:          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        a) Ist unter Umst&auml;nden wie denen des Ausgangsverfahrens, wenn in einem Mitgliedstaat sowohl staatliche als auch private &quot;Milchquoten-Verkaufsstellen&quot; Anlieferungs-Referenzmengen gegen Entgelt &uuml;bertragen, bei der Pr&uuml;fung, ob die Behandlung einer &quot;Milchquoten-Verkaufsstelle&quot; einer Einrichtung des &ouml;ffentlichen Rechts als Nicht-Steuerpflichtige zu &quot;gr&ouml;&szlig;eren Wettbewerbsverzerrungen&quot; i.S. des Art. 4 Abs. 5 Unterabs. 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG f&uuml;hren w&uuml;rde, der r&auml;umlich relevante Markt der vom Mitgliedstaat definierte &Uuml;bertragungsbereich?          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        b) Ist bei der Pr&uuml;fung, ob die Behandlung einer staatlichen &quot;Milchquoten-Verkaufsstelle&quot; als Nicht-Steuerpflichtige zu solchen &quot;gr&ouml;&szlig;eren Wettbewerbsverzerrungen&quot; f&uuml;hren w&uuml;rde, nur auf den Regelfall der &#8211;fl&auml;chenungebundenen&#8211; &Uuml;bertragung (durch eine Verkaufsstelle) abzustellen, oder sind auch andere Arten der &#8211;fl&auml;chenungebundenen&#8211; &Uuml;bertragung (durch Landwirte als Steuerpflichtige) mit einzubeziehen, obwohl es sich dabei nur um Ausnahmef&auml;lle handelt?          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der EuGH hat diese Fragen wie folgt beantwortet (Urteil vom 13. Dezember 2007 Rs. C-408\/06, G&ouml;tz, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2008, 193, BFH\/NV Beilage 2008, 147, Internationales Steuerrecht &#8211;IStR&#8211; 2008, 180):      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        1. Eine Milchquoten-Verkaufsstelle ist weder eine landwirtschaftliche Interventionsstelle i.S. von Art. 4 Abs. 5 Unterabs. 3 i.V.m. Anhang D Nr. 7 der Richtlinie 77\/388\/EWG in der durch die Richtlinie 2001\/4\/EG des Rates vom 19. Januar 2001 ge&auml;nderten Fassung noch eine Verkaufsstelle i.S. von Art. 4 Abs. 5 Unterabs. 3 i.V.m. Anhang D Nr. 12 dieser Richtlinie.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        2. Die Behandlung einer Milchquoten-Verkaufsstelle als Nicht-Steuerpflichtige, soweit sie i.S. von Art. 4 Abs. 5 der Richtlinie 77\/388\/EWG in der durch die Richtlinie 2001\/4\/EG ge&auml;nderten Fassung T&auml;tigkeiten aus&uuml;bt oder Leistungen erbringt, die ihr im Rahmen der &ouml;ffentlichen Gewalt obliegen, kann nicht zu gr&ouml;&szlig;eren Wettbewerbsverzerrungen f&uuml;hren, da diese Verkaufsstelle in einer Situation wie der des Ausgangsverfahrens nicht mit privaten Wirtschaftsteilnehmern konfrontiert ist, die Leistungen erbringen, die mit den &ouml;ffentlichen Leistungen konkurrieren. Da dies f&uuml;r jede Milchquoten-Verkaufsstelle gilt, die in einem von dem betreffenden Mitgliedstaat definierten &Uuml;bertragungsbereich f&uuml;r Anlieferungs-Referenzmengen t&auml;tig ist, ist dieser &Uuml;bertragungsbereich der r&auml;umlich relevante Markt f&uuml;r die Feststellung gr&ouml;&szlig;erer Wettbewerbsverzerrungen.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beklagte beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen, hilfsweise, die Beklagte zu verpflichten, in ihrer Abrechnung mit ihm, dem Kl&auml;ger, die Umsatzsteuer anteilig, d.h. bezogen auf die erworbene Referenzmenge auszuweisen, die bei der Auktion auf Seiten der Verk&auml;ufer angefallen ist, weiter hilfsweise, die Beklagte zu verpflichten, ein Feststellungsverfahren nach &sect; 180 Abs. 2 der Abgabenordnung (AO) i.V.m. der dazu ergangenen Verordnung (VO) bei dem f&uuml;r sie zust&auml;ndigen Finanzamt f&uuml;r die Auktion im April 2001 einzuleiten und dabei die mit den Ver&auml;u&szlig;erern im Gutschriftsverfahren abzurechnenden Umsatzsteuerbetr&auml;ge auf die Erwerber der Anlieferungs-Referenzmengen aufzuteilen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Er meint, der Senat sei in seinem Vorlagebeschluss an den EuGH davon ausgegangen, dass die Verkaufsstelle in den Leistungsaustausch zwischen anbietenden und erwerbenden Landwirten einbezogen sei und deshalb grunds&auml;tzlich die Voraussetzungen einer unternehmerischen T&auml;tigkeit i.S. von Art. 2 Nr. 1 i.V.m. Art. 4 Abs. 1 bis 4 der Richtlinie 77\/388\/EWG erf&uuml;lle. Weil die Landesanstalt unstreitig eine &ouml;ffentlich-rechtliche Einrichtung sei und sie bei der &Uuml;bertragung der Milchreferenzmenge nach allgemeiner Auffassung hoheitliche Aufgaben erf&uuml;lle, sei entscheidend f&uuml;r die Frage, ob die Voraussetzungen des Art. 4 Abs. 5 der Richtlinie 77\/388\/EWG vorl&auml;gen, die &#8211;vom EuGH verneinte&#8211; Wettbewerbssituation.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das EuGH-Urteil gebe aber Anlass, den gesamten Sachverhalt nochmals zu &uuml;berdenken und ggf. neu zu beurteilen. Der EuGH habe n&auml;mlich Bedenken, ob es &uuml;berhaupt auf die Voraussetzungen des Art. 4 Abs. 5 der Richtlinie 77\/388\/EWG ankomme, weil die Verkaufsstellen &#8211;was der Bundesfinanzhof (BFH) pr&uuml;fen m&uuml;sse&#8211; m&ouml;glicherweise schon nach Art. 4 Abs. 1 bis 4 der Richtlinie 77\/388\/EWG keine wirtschaftliche T&auml;tigkeit aus&uuml;bten und deshalb von vornherein &#8211;unabh&auml;ngig davon, ob sie &ouml;ffentlich-rechtlich oder privatrechtlich organisiert seien&#8211; Nicht-Steuerpflichtige im Sinne des Umsatzsteuerrechts seien.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach der Charakterisierung der Leistungen durch den EuGH in Randnr. 19 seines Urteils bestehe die Leistung der Verkaufsstelle nicht in der &Uuml;bertragung der Milchreferenzmengen, sondern sie erbringe anl&auml;sslich der &Uuml;bertragung von Milchreferenzmengen zwischen anbietenden und erwerbenden Landwirten bestimmte Dienstleistungen. Bei dieser Beurteilung sei sie somit nicht in den Leistungsaustausch eingeschaltet; dieser finde vielmehr unmittelbar zwischen den Landwirten statt. Die Verkaufsstelle habe lediglich die Funktion eines Vermittlers. Hiervon ausgehend sei es durchaus m&ouml;glich und zul&auml;ssig, dass die Verkaufsstelle anstelle der anbietenden Landwirte den offenen Umsatzsteuerausweis gegen&uuml;ber den abnehmenden Landwirten &uuml;bernehme.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Den Kaufpreis f&uuml;r die Milchquoten schulde nicht die Verkaufsstelle, sondern der erwerbende Landwirt; sie leite ihn nur weiter. Im Hinblick darauf, dass Rechnungen mit Umsatzsteuerausweis gem&auml;&szlig; &sect; 14 Abs. 4 UStG auch von einem Dritten ausgestellt werden k&ouml;nnten und hier durch einen Umsatzsteuerausweis in den Abrechnungen der Verkaufsstelle eine Vorsteuerabzugsl&uuml;cke geschlossen werde, sei es deshalb anzuerkennen, dass die Verkaufsstelle im Rahmen der ohnehin von ihr durchzuf&uuml;hrenden Abrechnungen mit den Erwerbern im Namen der bei der jeweiligen Auktion zum Zuge gekommenen Verk&auml;ufer Rechnungen mit Umsatzsteuer ausstellen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Abweisung der Klage (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger hat keinen Anspruch gegen die Beklagte auf Erteilung einer Rechnung mit gesondertem Umsatzsteuerausweis. Die LfE als Rechtsvorg&auml;ngerin der Beklagten ist bei der &Uuml;bertragung der Anlieferungs-Referenzmenge durch ihre Verkaufsstelle M auf den Kl&auml;ger &#8211;entgegen der Auffassung des FG&#8211; nicht als Unternehmerin t&auml;tig geworden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der vom Kl&auml;ger erstmals im Revisionsverfahren gestellte Hilfsantrag, den Beklagten zu verpflichten, ein Feststellungsverfahren nach &sect; 180 Abs. 2 AO i.V.m. der dazu ergangenen VO einzuleiten, ist mangels Vorverfahrens unzul&auml;ssig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die urspr&uuml;nglich von der Beklagten erhobene R&uuml;ge, das FG M&uuml;nchen habe zu Unrecht den Finanzrechtsweg f&uuml;r er&ouml;ffnet gehalten, hat keinen Erfolg. Denn der Senat ist durch &sect; 17a Abs. 5 GVG gehindert, dieser erstmals im Revisionsverfahren erhobenen R&uuml;ge nachzugehen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach &sect; 17a Abs. 5 GVG pr&uuml;ft das Gericht, das &uuml;ber ein Rechtsmittel gegen eine Entscheidung in der Hauptsache entscheidet, nicht, ob der beschrittene Rechtsweg zul&auml;ssig ist. Ein Rechtsmittelgericht hat eine ausdr&uuml;cklich oder unausgesprochen bejahende Entscheidung des Gerichts des ersten Rechtszugs &uuml;ber die Zul&auml;ssigkeit des Rechtswegs stets als bindend hinzunehmen und darf die Zul&auml;ssigkeit des beschrittenen Rechtswegs nicht im Rahmen der Revision pr&uuml;fen (BTDrucks 11\/7030, S. 37, unter II. zu Nr. 1, S. 36, unter I., jeweils a.E.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                So liegt es im Streitfall. Das FG M&uuml;nchen hat in der angefochtenen Vorentscheidung den Finanzrechtsweg &#8211;aufgrund der von ihm angenommenen Bindung an den Verweisungsbeschluss des FG N&uuml;rnberg&#8211; f&uuml;r er&ouml;ffnet gehalten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beklagte hat ihre diesbez&uuml;gliche R&uuml;ge nach Ergehen des Vorlagebeschlusses des Senats, in dem dargelegt ist, dass der Senat gem&auml;&szlig; &sect; 17a Abs. 5 GVG von der Zul&auml;ssigkeit des Finanzgerichtswegs auszugehen hat, auch nicht mehr aufrechterhalten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die Beurteilung des FG, die Beklagte sei gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger verpflichtet, im Bescheid &uuml;ber die Zuweisung einer Anlieferungs-Referenzmenge Umsatzsteuer gesondert auszuweisen, h&auml;lt den Angriffen der Revision nicht stand.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Nach &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 UStG in der im Streitjahr (2001) geltenden Fassung ist &quot;der Unternehmer&quot; berechtigt und, soweit er die Ums&auml;tze an einen anderen Unternehmer f&uuml;r dessen Unternehmen ausf&uuml;hrt, auf Verlangen des anderen verpflichtet, Rechnungen auszustellen, in denen die Steuer gesondert ausgewiesen ist, wenn er steuerpflichtige Lieferungen oder sonstige Leistungen nach &sect; 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG ausf&uuml;hrt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Diese Voraussetzungen liegen im Streitfall nicht vor, weil die M bei der &Uuml;bertragung der Anlieferungs-Referenzmenge auf den Kl&auml;ger nicht als Unternehmerin t&auml;tig geworden ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Der Begriff &quot;Unternehmer&quot; wird in &sect; 2 Abs. 1 Satz 1 UStG wie folgt definiert: &quot;Unternehmer ist, wer eine gewerbliche oder berufliche T&auml;tigkeit selbst&auml;ndig aus&uuml;bt.&quot; Gem&auml;&szlig; &sect; 2 Abs. 3 Satz 1 UStG sind juristische Personen des &ouml;ffentlichen Rechts nur im Rahmen ihrer Betriebe gewerblicher Art und ihrer land- oder forstwirtschaftlichen Betriebe gewerblich oder beruflich t&auml;tig. Betriebe gewerblicher Art von juristischen Personen des &ouml;ffentlichen Rechts sind nach &sect; 1 Abs. 1 Nr. 6, &sect; 4 Abs. 1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) alle Einrichtungen, die einer nachhaltigen wirtschaftlichen T&auml;tigkeit zur Erzielung von Einnahmen au&szlig;erhalb der Land- und Forstwirtschaft dienen und die sich innerhalb der Gesamtbet&auml;tigung der juristischen Person wirtschaftlich herausheben; die Absicht, Gewinn zu erzielen, und die Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr sind nicht erforderlich. Zu den Betrieben gewerblicher Art geh&ouml;ren nach &sect; 4 Abs. 5 KStG nicht Betriebe, die &uuml;berwiegend der Aus&uuml;bung der &ouml;ffentlichen Gewalt dienen (Hoheitsbetriebe). F&uuml;r die Annahme eines Hoheitsbetriebs reichen Zwangs- oder Monopolrechte nicht aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Nach Art. 4 Abs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG gilt als Steuerpflichtiger, wer eine der in Abs. 2 genannten wirtschaftlichen T&auml;tigkeiten aus&uuml;bt, gleichg&uuml;ltig zu welchem Zweck und mit welchem Ergebnis. Allerdings gelten Staaten, L&auml;nder, Gemeinden und sonstige Einrichtungen des &ouml;ffentlichen Rechts nicht als Steuerpflichtige, soweit sie die T&auml;tigkeiten aus&uuml;ben oder Leistungen erbringen, die ihnen im Rahmen der &ouml;ffentlichen Gewalt obliegen, auch wenn sie im Zusammenhang mit diesen T&auml;tigkeiten oder Leistungen Z&ouml;lle, Geb&uuml;hren, Beitr&auml;ge oder sonstige Abgaben erheben (Art. 4 Abs. 5 Unterabs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG). Etwas anderes gilt jedoch dann, wenn eine Behandlung als Nicht-Steuerpflichtige zu gr&ouml;&szlig;eren Wettbewerbsverzerrungen f&uuml;hren w&uuml;rde (Art. 4 Abs. 5 Unterabs. 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG). Die vorstehend genannten Einrichtungen gelten in jedem Fall als Steuerpflichtige in Bezug auf die in Anhang D aufgef&uuml;hrten Einrichtungen, sofern der Umfang dieser T&auml;tigkeiten nicht unbedeutend ist (Art. 4 Abs. 5 Unterabs. 3 der Richtlinie 77\/388\/EWG). In Anhang D Nr. 7 sind &quot;Ums&auml;tze der landwirtschaftlichen Interventionsstellen aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die in Anwendung der Verordnungen &uuml;ber eine gemeinsame Marktorganisation f&uuml;r diese Erzeugnisse bewirkt werden&quot; und in Anhang D Nr. 12 sind &quot;Ums&auml;tze von betriebseigenen Kantinen, Verkaufsstellen und Genossenschaften und &auml;hnlichen Einrichtungen&quot; genannt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Der Senat braucht im Streitfall nicht zu entscheiden, ob die M ihre T&auml;tigkeit (&uuml;berhaupt) nachhaltig und zur Erzielung eines Entgelts ausge&uuml;bt hat (s. dazu EuGH-Urteil, G&ouml;tz, in HFR 2008, 193, BFH\/NV Beilage 2008, 147, IStR 2008, 180 Randnrn. 19 bis 22). Denn wenn die M ihre T&auml;tigkeit nicht nachhaltig und zur Erzielung eines Entgelts ausge&uuml;bt hat, dann war sie schon deshalb keine Unternehmerin. Andernfalls &#8211;wovon der Senat in seinem Vorlagebeschluss ausgegangen ist&#8211;, ist sie jedenfalls deshalb keine Unternehmerin, weil die daf&uuml;r nach Art. 4 Abs. 5 der Richtlinie 77\/388\/EWG erforderlichen Voraussetzungen nicht vorliegen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (1) Die M ist weder eine landwirtschaftliche Interventionsstelle i.S. von Art. 4 Abs. 5 Unterabs. 3 i.V.m. Anhang D Nr. 7 der Richtlinie 77\/388\/EWG (Randnrn. 25 bis 27 des EuGH-Urteils, G&ouml;tz, in HFR 2008, 193, Beilage 2008, 147, IStR 2008, 180) noch eine Verkaufsstelle i.S. von Art. 4 Abs. 5 Unterabs. 3 i.V.m. Anhang D Nr. 12 der Richtlinie 77\/388\/EWG (Randnrn. 28 bis 34 des EuGH-Urteils, G&ouml;tz, in HFR 2008, 193, BFH\/NV Beilage 2008, 147, IStR 2008, 180).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (2) Die M hat i.S. von Art. 4 Abs. 5 Unterabs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG als Einrichtung des &ouml;ffentlichen Rechts im Rahmen ihrer hoheitlichen Befugnisse gehandelt. Wettbewerbsverzerrungen i.S. von Art. 4 Abs. 5 Unterabs. 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG waren ausgeschlossen (Randnrn. 41 bis 46 des EuGH-Urteils, G&ouml;tz, in HFR 2008, 193, BFH\/NV Beilage 2008, 147, IStR 2008, 180).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dabei ist die vom EuGH nicht ausdr&uuml;cklich entschiedene Frage, ob die M i.S. von Art. 4 Abs. 5 Unterabs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG als Einrichtung des &ouml;ffentlichen Rechts im Rahmen ihrer hoheitlichen Befugnisse gehandelt hat (Randnr. 43 des EuGH-Urteils, G&ouml;tz, in HFR 2008, 193, BFH\/NV Beilage 2008, 147, IStR 2008, 180), aus folgenden Gr&uuml;nden zu bejahen (vgl. bereits den Vorlagebeschluss des Senats vom 13. Juli 2006 in BFHE 213, 436, BStBl II 2006, 938, unter II.C.2.a):      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                M war eine Einrichtung des &ouml;ffentlichen Rechts und erbrachte ihre Leistung an den Kl&auml;ger im Rahmen der &ouml;ffentlichen Gewalt, weil sie aufgrund &ouml;ffentlich-rechtlicher Sonderregelungen (&sect;&sect; 8 ff. ZAV) t&auml;tig wurde (vgl. auch Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 29. April 2008 VIII ZB 61\/07, juris). Die Bescheinigung &uuml;ber den &Uuml;bergang einer Anlieferungs-Referenzmenge ist ein feststellender Verwaltungsakt. Dies ergibt sich aus den Vorschriften der ZAV, wobei die Frage keiner Entscheidung bedarf, ob die ZAV eine ausreichende gesetzliche Rechtsgrundlage hat (vgl. dazu Urteile des Bundesverwaltungsgerichts &#8211;BVerwG&#8211; vom 16. September 2004&nbsp;&nbsp;3 C 35.03, BVerwGE 121, 382, 387 ff.; vom 2. Oktober 2007&nbsp;&nbsp;3 C 11.07, Recht der Landwirtschaft &#8211;RdL&#8211; 2008, 27, unter 4.a). Die Erteilung der Bescheinigungen ist den zust&auml;ndigen Verkaufsstellen als Verwaltungszust&auml;ndigkeit zugewiesen (&sect; 8 Abs. 1, &sect; 8 Abs. 3, &sect;&sect; 9 bis 11 ZAV); an sie kn&uuml;pfen sich im Einzelnen geregelte Rechtsfolgen. Die in der Bescheinigung getroffene Feststellung &uuml;ber die &Uuml;bertragung einer Anlieferungs-Referenzmenge ist f&uuml;r die Molkerei des Nachfragers (des Milcherzeugers) und die Beh&ouml;rden bindend.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Allein mit dieser Bescheinigung und auf keine andere Weise kann der Nachfrager der Molkerei als Milchk&auml;uferin nachweisen, dass ihm die Referenzmenge zusteht (&sect; 11 Abs. 3 Satz 4, &sect; 18 ZAV) und dass er f&uuml;r Milchlieferungen bis zu dieser H&ouml;he keine Zusatzabgabe schuldet. Weigert sich die Molkerei, die Referenzmenge zu ber&uuml;cksichtigen, dann kann sich der Milcherzeuger an das HZA wenden und eine Neufestsetzung beantragen; aber auch das HZA ist ausschlie&szlig;lich auf den Nachweis durch eine Bescheinigung nach &sect; 11 Abs. 3 Satz 3 ZAV angewiesen: &sect; 18 Abs. 3 Satz 2 der Milch-Garantiemengen-Verordnung (MGV) regelt ausdr&uuml;cklich, dass eine f&uuml;r die Neuberechnung der Anlieferungs-Referenzmenge erforderliche Bescheinigung der zust&auml;ndigen Landesstelle durch diesen Antrag beim HZA nicht ersetzt werden kann (vgl. zu Bescheinigungen nach der MGV &uuml;ber den Referenzmengen&uuml;bergang aufgrund einer Pachtlandr&uuml;ckgabe: BVerwG-Urteil vom 17. April 1997 3 C 2.95, RdL 1997, 278, Buchholz, Sammel- und Nachschlagewerk der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, 451.512 MGVO Nr. 126, Bayerische Verwaltungsbl&auml;tter 1998, 346, unter 3.2.; vgl. auch BFH-Urteil vom 28. Oktober 1986 VII R 41\/86, BFHE 148, 84, unter II.3.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Auch der Kl&auml;ger geht &#8211;wie dargelegt&#8211; davon aus, dass die M bei der &Uuml;bertragung der Milchreferenzmenge nach allgemeiner Auffassung hoheitliche Aufgaben erf&uuml;lle.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der gegenteiligen Auffassung des FG und des Verwaltungsgerichts Minden (Urteil vom 16. M&auml;rz 2005&nbsp;&nbsp;3 K 1239\/02, Agrar- und Umweltrecht 2005, 234) vermag der Senat nicht zu folgen. Beide Entscheidungen gehen &#8211;entsprechend der fr&uuml;heren Rechtsprechung des BFH&#8211; davon aus, kennzeichnend f&uuml;r die Aus&uuml;bung &ouml;ffentlicher Gewalt sei &quot;die Erf&uuml;llung spezifisch &ouml;ffentlich-rechtlicher Aufgaben, die aus der Staatsgewalt abgeleitet sind, staatlichen Zwecken dienen und bei denen es sich um Leistungen handelt, zu deren Annahme der Leistungsempf&auml;nger aufgrund gesetzlicher oder beh&ouml;rdlicher Anordnung verpflichtet ist&quot;. Dagegen ist nach der Rechtsprechung des EuGH und der neueren Rechtsprechung des BFH f&uuml;r die umsatzsteuerrechtliche Abgrenzung ma&szlig;gebend, ob eine Einrichtung des &ouml;ffentlichen Rechts aufgrund &ouml;ffentlich-rechtlicher Sonderregelung t&auml;tig wird (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 5. Februar 2004 V R 90\/01, BFHE 205, 323, BStBl II 2004, 795, unter II.4.b bb, m.w.N.; vom 22. September 2005 V R 28\/03, BFHE 211, 566, BStBl II 2006, 280, unter II.2., m.w.N.; BFH-Beschluss vom 20. Dezember 2007 V R 70\/05, BFH\/NV 2008, 719, unter III.1.b).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Der Senat folgt nicht der Ansicht des Kl&auml;gers und der Beklagten, die M sei lediglich als Vermittlerin in einen Leistungsaustausch zwischen den abgebenden und den nachfragenden Milcherzeugern eingebunden gewesen. Vielmehr hat die M bei der &Uuml;bertragung der Anlieferungs-Referenzmenge auf den Kl&auml;ger in eigenem Namen gehandelt &#8211;wie der Senat im Vorlagebeschluss vom 13. Juli 2006 des Senats in BFHE 213, 436, BStBl II 2006, 938, unter II.A.3. bereits dargelegt hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Aus dem in diesem Verfahren ergangenen EuGH-Urteil ergibt sich nichts anderes.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der EuGH hat die T&auml;tigkeit der M wie folgt beschrieben (vgl. EuGH-Urteil, G&ouml;tz, in HFR 2008, 193, BFH\/NV Beilage 2008, 147, IStR 2008, 180, Randnr. 19):      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &quot;Die im Ausgangsverfahren in Rede stehende T&auml;tigkeit besteht darin, die Absichten der Milchproduzenten f&uuml;r ein bestimmtes Milchwirtschaftsjahr entgegenzunehmen, um denjenigen, die vorhaben, mit ihrer Produktion unterhalb der f&uuml;r sie geltenden Schwelle zu bleiben, zu erm&ouml;glichen, die Anlieferungs-Referenzmengen, von denen sie glauben, dass sie sie nicht mehr nutzen werden, zu verkaufen und um denjenigen, die umgekehrt diese Schwelle &uuml;berschreiten m&ouml;chten, zu erm&ouml;glichen, entsprechende Anlieferungs-Referenzmengen zu erwerben, ohne unter die Zusatzabgabe nach der VO Nr. 3950\/92\/EWG zu fallen. Zu der T&auml;tigkeit geh&ouml;rt es auch, Angebot und Nachfrage zur Deckung zu bringen und den Gleichgewichtspreis zu ermitteln, die verkauften Anlieferungs-Referenzmengen entgegenzunehmen und sie den Erwerbern zuzuteilen sowie den f&uuml;r die &Uuml;bertragung dieser Referenzmengen vereinbarten Betrag in Empfang zu nehmen und auszuzahlen. Daraus ergibt sich, dass die betreffende T&auml;tigkeit im Sinne der Sechsten Richtlinie als Dienstleistung anzusehen ist, bei der Angebot und Nachfrage der Milcherzeuger einander gegen&uuml;bergestellt werden, wodurch es m&ouml;glich wird, zu einem Gleichgewichtspreis zu gelangen. &#8230;&quot;.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Auch aus diesen Darlegungen ergibt sich kein Anhaltspunkt daf&uuml;r, dass die Kl&auml;gerin bei ihrer T&auml;tigkeit lediglich als Vermittlerin in einen Leistungsaustausch zwischen den abgebenden und den nachfragenden Milcherzeugern eingebunden war &#8211; n&auml;mlich in fremdem Namen gehandelt h&auml;tte (vgl. dazu BFH-Urteil vom 16. M&auml;rz 2000 V R 44\/99, BFHE 191, 97, BStBl II 2000, 361).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Im &Uuml;brigen h&auml;tte der Kl&auml;ger auch dann keinen Anspruch auf Rechnungserteilung mit gesondertem Umsatzsteuerausweis, wenn die M lediglich als Vermittlerin gehandelt h&auml;tte. Denn &#8211;wie dargelegt&#8211; darf nach &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 UStG in der im Streitjahr (2001) geltenden Fassung nur ein Unternehmer Umsatzsteuer gesondert ausweisen. Die M wurde aber nicht unternehmerisch t&auml;tig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                e) Zwar kann nach &sect; 14 Abs. 4 UStG in der im Streitjahr (2001) geltenden Fassung eine Rechnung nicht nur von einem Unternehmer, sondern auch von einem Dritten ausgestellt werden. Voraussetzung ist aber nach dieser Vorschrift, dass der Dritte bei Rechnungserteilung im Auftrag des Unternehmers gehandelt hat. Daran fehlt es hier.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die M hatte keinen Auftrag der abgebenden Milcherzeuger, im Rahmen der Abrechnung &uuml;ber die &Uuml;bertragung einer Milch-Referenzmenge eine Rechnung mit gesondertem Ausweis von Umsatzsteuer zu erteilen. Aus den Vorschriften der &sect;&sect; 8 ff. ZAV ergibt sich ein solcher Auftrag &#8211;entgegen der Ansicht des Kl&auml;gers&#8211; ebenfalls nicht. Vielmehr hat die M die Nachfrager &#8211;wie auch den Kl&auml;ger&#8211; in dem von ihr ausgegebenen Formular &uuml;ber das abzugebende Nachfragegebot ausdr&uuml;cklich darauf hingewiesen, dass sie keine Umsatzsteuer ausweisen werde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Auffassung des Kl&auml;gers, die M k&ouml;nne anstelle der anbietenden Landwirte den offenen Steuerausweis gegen&uuml;ber den abnehmenden Landwirten &uuml;bernehmen, vermag der Senat deshalb nicht zu folgen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                f) Aus der vom FG herangezogenen Vorschrift des &sect; 3 Abs. 11 UStG ergibt sich nichts anderes. Danach sind, wenn ein Unternehmer f&uuml;r Rechnung eines anderen im eigenen Namen eine sonstige Leistung besorgt, die f&uuml;r die besorgte Leistung geltenden Vorschriften auf die Besorgungsleistung entsprechend anzuwenden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach der Rechtsprechung des Senats (vgl. BFH-Urteil vom 29. August 2002 V R 8\/02, BFHE 199, 88, BStBl II 2004, 320) findet &sect; 3 Abs. 11 UStG nicht nur auf Gesch&auml;ftsbesorgungen Anwendung, bei denen der Gesch&auml;ftsbesorger (Auftragnehmer) f&uuml;r Rechnung seines Auftraggebers Leistungen bezieht (sog. Leistungseinkauf), sondern auch auf Gesch&auml;ftsbesorgungen, bei denen der Gesch&auml;ftsbesorger f&uuml;r Rechnung seines Auftraggebers Leistungen ausf&uuml;hrt (sog. Leistungsverkauf).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Voraussetzungen des &sect; 3 Abs. 11 UStG sind jedenfalls im Streitfall schon deshalb nicht erf&uuml;llt, weil die Vorschrift nur f&uuml;r &quot;Unternehmer&quot; gilt und damit nicht f&uuml;r M.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                g) Schlie&szlig;lich gibt auch der Grundsatz der Neutralit&auml;t, dessen Verletzung der Kl&auml;ger r&uuml;gt, im Streitfall keine Handhabe, die einschl&auml;gigen gesetzlichen Vorschriften und ihre Voraussetzungen au&szlig;er Acht zu lassen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das von dem Kl&auml;ger in diesem Zusammenhang genannte Urteil des XI. Senats des BFH vom 16. April 2008 XI R 73\/07 (juris) ist nicht einschl&auml;gig. Es ist zu &sect; 24 Abs. 2 Satz 3 UStG ergangen und behandelt das aus dem Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t folgende Verbot, Wirtschaftsteilnehmer, die gleichartige Ums&auml;tze bewirken, bei der Mehrwertsteuererhebung &#8211;z.B. abh&auml;ngig von der Rechtsform des Steuerpflichtigen&#8211; unterschiedlich zu behandeln (EuGH-Urteile vom 10. September 2002 Rs. C-141\/00, K&uuml;gler, Slg. 2002, I-6833, und vom 6. November 2003 Rs. C-45\/01, Dornier, Slg. 2003, I-12911). Darum geht es im vorliegenden Streitfall nicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Aus den vorstehenden Gr&uuml;nden scheidet auch die vom Kl&auml;ger hilfsweise begehrte Verpflichtung der Beklagten aus, die Umsatzsteuer anteilig auszuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Der vom Kl&auml;ger erstmals im Revisionsverfahren gestellte (weitere) Hilfsantrag, den Beklagten zu verpflichten, ein Feststellungsverfahren nach &sect; 180 Abs. 2 AO i.V.m der dazu ergangenen VO einzuleiten, ist mangels Vorverfahrens (vgl. &sect; 44 Abs. 1 FGO) unzul&auml;ssig (vgl. dazu z.B. BFH-Urteil vom 19. Mai 2004 III R 36\/02, BFH\/NV 2004, 1655).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.7.2008, V R 40\/04 Keine unternehmerische T&auml;tigkeit staatlicher Milchquoten-Verkaufsstellen &#8211; Keine Verpflichtung zum Umsatzsteuerausweis in Rechnungen &#8211; Aus&uuml;bung &ouml;ffentlicher Gewalt &#8211; Bescheinigung &uuml;ber den &Uuml;bergang einer Anlieferungs-Referenzmenge &#8211; Pr&uuml;fung der Zul&auml;ssigkeit des Rechtswegs Leits&auml;tze 1. Eine von einem Bundesland eingerichtete sog. &quot;Milchquoten-Verkaufsstelle&quot;, die Anlieferungs-Referenzmengen an Milcherzeuger &uuml;bertr&auml;gt, handelt bei dieser T&auml;tigkeit nicht &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-40-04-keine-unternehmerische-taetigkeit-staatlicher-milchquoten-verkaufsstellen-keine-verpflichtung-zum-umsatzsteuerausweis-in-rechnungen-ausuebung-oeffentlicher-gewalt-bescheinigung-ueber-den-ueb\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;40\/04 &#8211; Keine unternehmerische T&auml;tigkeit staatlicher Milchquoten-Verkaufsstellen &#8211; Keine Verpflichtung zum Umsatzsteuerausweis in Rechnungen &#8211; Aus&uuml;bung &ouml;ffentlicher Gewalt &#8211; Bescheinigung &uuml;ber den &Uuml;bergang einer Anlieferungs-Referenzmenge &#8211; Pr&uuml;fung der Zul&auml;ssigkeit des Rechtswegs<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17620","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17620","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17620"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17620\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17620"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17620"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17620"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}