{"id":17623,"date":"2012-12-10T16:29:18","date_gmt":"2012-12-10T14:29:18","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17623"},"modified":"2012-12-10T16:29:18","modified_gmt":"2012-12-10T14:29:18","slug":"ix-r-74-06-uebergang-des-wirtschaftlichen-eigentums-bei-aktienkauf-gesetzmaessigkeit-der-verwaltung-inhalt-einer-verbindlichen-zusage-bindungswirkung-einer-tatsaechlichen-verstaendigung-entscheidung-u","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-74-06-uebergang-des-wirtschaftlichen-eigentums-bei-aktienkauf-gesetzmaessigkeit-der-verwaltung-inhalt-einer-verbindlichen-zusage-bindungswirkung-einer-tatsaechlichen-verstaendigung-entscheidung-u\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;74\/06 &#8211; &Uuml;bergang des wirtschaftlichen Eigentums bei Aktienkauf &#8211; Gesetzm&auml;&szlig;igkeit der Verwaltung &#8211; Inhalt einer verbindlichen Zusage &#8211; Bindungswirkung einer tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung &#8211; Entscheidung &uuml;ber die H&ouml;he eines Verlustr&uuml;cktrags &#8211; Bindungswirkung der gesonderten Feststellung des verbleibenden Verlustabzugs"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.7.2008, IX R 74\/06<\/p>\n<p class=\"titel\">&Uuml;bergang des wirtschaftlichen Eigentums bei Aktienkauf &#8211; Gesetzm&auml;&szlig;igkeit der Verwaltung &#8211; Inhalt einer verbindlichen Zusage &#8211; Bindungswirkung einer tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung &#8211; Entscheidung &uuml;ber die H&ouml;he eines Verlustr&uuml;cktrags &#8211; Bindungswirkung der gesonderten Feststellung des verbleibenden Verlustabzugs<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Bestimmen die Parteien eines Aktienkaufvertrages den im Jahr des Vertragabschlusses zun&auml;chst nur vorl&auml;ufig festgelegten Kaufpreis aufgrund eines erst im folgenden Jahr zu erstellenden Wertgutachtens und machen sie die Besitz&uuml;bertragung von der vollst&auml;ndigen Zahlung des Kaufpreises abh&auml;ngig, geht das wirtschaftliche Eigentum an den Anteilen noch nicht mit Abschluss des Kaufvertrags auf den Erwerber &uuml;ber.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die im Streitjahr (1994) zur Einkommensteuer zusammen veranlagt werden. Der Kl&auml;ger hatte sich in den Jahren 1992 und 1993 durch Erwerb von 120 401 Inhaberaktien f&uuml;r insgesamt 20 580 824,76 DM zu 50,16 % an einer AG beteiligt. Er verkaufte diese Anteile aufgrund eines schriftlichen Vertrags vom 21. Dezember 1994 an eine GmbH, an der er beteiligt und deren Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer er war. Die &Uuml;bereignung durch Abtretung des Herausgabeanspruchs gegen die depotf&uuml;hrende Bank stand unter der aufschiebenden Bedingung der vollst&auml;ndigen Zahlung des Kaufpreises. Nach &sect; 2 des Vertrags sollte der Kaufpreis vorl&auml;ufig 2 Mio. DM betragen und sich aus dem      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        &quot;nachzureichenden Bewertungsgutachten der von den Parteien gemeinsam festgelegten Wirtschaftspr&uuml;fern bzw. Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft&quot;          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                ergeben (&sect; 2 Ziff. 1.0). Den Vertragsparteien sollte nach &sect; 2 Ziff. 4.0 des Kaufvertrages      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        &quot;der Nachweis vorbehalten&quot; bleiben, &quot;dass sich der Wert des Kaufgegenstandes zum 31.05.95 um mehr als 10 % nach oben oder unten ver&auml;ndert hat.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        Der Nachweis ist durch ein bis zum 31.07.95 zu erstellendes Wertgutachten des vorgenannten Wirtschaftspr&uuml;fers bzw. Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft als Schiedsgutachten i.S.v. &sect; 317 BGB zu f&uuml;hren.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        Falls der Schiedsgutachter eine Wertabweichung von mehr als 10 % nach oben oder unten feststellt, entspricht der Kaufpreis gem&auml;&szlig; &sect; 2 Ziff. 1.0 dem von dem Schiedsgutachter festgestellten Wert.&quot;          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In ihrer Anfang 1995 abgegebenen Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr machten die Kl&auml;ger neben Einnahmen des Kl&auml;gers u.a. aus einer Gewinnaussch&uuml;ttung einer von ihm beherrschten GmbH von 23 Mio. DM einen Verlust aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Aktien nach &sect; 17 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes in der Fassung des Streitjahres (EStG) in H&ouml;he von 18 580 824 DM als Unterschied zwischen den Anschaffungskosten und dem Ver&auml;u&szlig;erungspreis geltend. &Uuml;ber das Verm&ouml;gen der AG wurde im April 1995 der Anschlusskonkurs er&ouml;ffnet. Eine Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft kam in dem Wertgutachten vom 16. Mai 1995 zu dem Ergebnis, die Aktien der AG seien wertlos.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Zuge der Veranlagungsarbeiten &uuml;bersandte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) dem Kl&auml;ger am 15. Mai 1995 folgendes, vom Sachgebietsleiter unterzeichnetes Schreiben:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        &quot;Hiermit wird best&auml;tigt, dass Sie in Ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung 1994 einen Verlust im Sinne des &sect; 17 EStG aus dem Verkauf der &#8230; Aktien in H&ouml;he von 18.580.824 DM geltend machen. Der Verlust ist dem Grunde nach anzuerkennen und f&uuml;hrt zu den entsprechenden steuerlichen Auswirkungen.&quot;          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In dem unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung nach &sect; 164 Abs. 1 der Abgabenordnung (AO) ergangenen Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr ber&uuml;cksichtigte das FA einen &#8211;wegen des durch das Wertgutachten ver&auml;nderten Kaufpreises bedingten&#8211; Verlust von 20 580 824 DM, den es antragsgem&auml;&szlig; durch einen wiederum unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung ergehenden &Auml;nderungsbescheid wegen einer B&uuml;rgschaftsinanspruchnahme des Kl&auml;gers (in H&ouml;he von 5 008 952,50 DM) auf 25 589 776 DM erh&ouml;hte. W&auml;hrend das FA im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung und infolge einer abweichenden Wertermittlung durch eine Sparkasse in einem weiteren &Auml;nderungsbescheid die H&ouml;he des Verlustes verminderte, legte es nach dem Einspruch der Kl&auml;ger in der Einspruchsentscheidung keinen Verlust aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Aktien mehr zugrunde; denn es fehle am zivilrechtlichen und wirtschaftlichen &Uuml;bergang der Aktien auf die GmbH.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                So entschied auch das Finanzgericht (FG). In seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2006, 671, ver&ouml;ffentlichten Urteil f&uuml;hrte es zur Begr&uuml;ndung aus, nach dem Kaufvertrag habe der Kl&auml;ger als Ver&auml;u&szlig;erer das Risiko einer Wertminderung wie auch die Chance einer Wertsteigerung &uuml;ber den Ver&auml;u&szlig;erungszeitpunkt hinaus bis zum Mai 1995 getragen. Daraus vor allem ergebe sich, dass das wirtschaftliche Eigentum an den Aktien noch nicht im Streitjahr auf die GmbH &uuml;bergegangen sei. Die Gestaltung sei auch rechtsmissbr&auml;uchlich. Das FA habe im &Uuml;brigen nicht rechtsverbindlich zugesagt, einen Ver&auml;u&szlig;erungsverlust im Streitjahr zu erfassen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Hiergegen richtet sich die Revision der Kl&auml;ger. Sie r&uuml;gen die Verletzung der &sect; 17 Abs. 1 EStG, &sect; 39 Abs. 1 Nr. 1, &sect; 42 AO, des verfassungsrechtlich gew&auml;hrleisteten Vertrauensschutzes und des Grundsatzes von Treu und Glauben sowie des &sect; 76 Abs. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) durch mangelnde Sachaufkl&auml;rung. Mit der Anteilsver&auml;u&szlig;erung seien alle mit der Beteiligung verbundenen wesentlichen Rechte &uuml;bertragen worden. Die Gestaltung verletze auch nicht &sect; 42 AO; denn die Verlustverrechnung entspreche dem verfassungsrechtlichen Grundsatz der Besteuerung nach der Leistungsf&auml;higkeit. Das Schreiben des FA stelle eine verbindliche Zusage dar. Das FG verletzte schlie&szlig;lich seine Sachaufkl&auml;rungspflicht, wenn es zwar f&uuml;r das Streitjahr eine Verlustentstehung verneine, es aber unterlasse, das Vorliegen eines Verlustr&uuml;cktrages zu erforschen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        das angefochtene Urteil aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Jahr 1994 vom 18. Januar 2000 in Gestalt der Einspruchsentscheidung dahingehend zu &auml;ndern, dass bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus Gewerbebetrieb der Verlust aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Beteiligung an der &#8230; AG in H&ouml;he von 23 062 698 DM ber&uuml;cksichtigt wird.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect; 126 Abs. 2 FGO zur&uuml;ckzuweisen. Zutreffend hat es das FG abgelehnt, den geltend gemachten Ver&auml;u&szlig;erungsverlust im Streitjahr zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Im Streitjahr ist weder das zivilrechtliche noch das wirtschaftliche Eigentum an den Anteilen der AG vom Kl&auml;ger auf die GmbH &uuml;bergegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 17 Abs. 1 EStG geh&ouml;rt zu den Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb &#8211;unter weiteren, hier nicht problematischen Voraussetzungen&#8211; auch der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft. Das Tatbestandsmerkmal der Ver&auml;u&szlig;erung verwirklicht sich in dem Zeitpunkt, in dem die Anteile nicht mehr dem Ver&auml;u&szlig;erer, sondern nach &sect; 39 AO dem Erwerber zuzurechnen sind (vgl. die st&auml;ndige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211;, z.B. Urteil vom 17. Februar 2004 VIII R 28\/02, BFHE 205, 426, BStBl II 2005, 46).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die erwerbende GmbH ist nicht bereits im Streitjahr gem&auml;&szlig; &sect; 39 Abs. 1 AO Eigent&uuml;merin der Aktien geworden. Denn nach &sect; 1 Ziff. 3.0 der Vereinbarung war die &Uuml;bereignung der Aktien durch Abtretung des Herausgabeanspruchs aufschiebend bedingt bis zur vollst&auml;ndigen Zahlung des Kaufpreises nach &sect; 2 des Vertrages. Da der Kaufpreis nicht im Streitjahr gezahlt worden war, trat in diesem auch nicht die davon abh&auml;ngig gemachte &Uuml;bereignung der Aktien durch die Abtretung des Herausgabeanspruchs ein (&sect; 158 Abs. 1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches &#8211;BGB&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Aktien sind der GmbH im Streitjahr auch nicht nach &sect; 39 Abs. 2 Nr. 1 S&auml;tze 1 oder 2 AO zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &Uuml;bt danach ein anderer als der Eigent&uuml;mer die tats&auml;chliche Herrschaft &uuml;ber ein Wirtschaftgut in der Weise aus, dass er den Eigent&uuml;mer (hier den Kl&auml;ger) im Regelfall f&uuml;r die gew&ouml;hnliche Nutzungsdauer von der Einwirkung auf das Wirtschaftsgut wirtschaftlich ausschlie&szlig;t, so ist ihm das Wirtschaftsgut zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Anteilen an Kapitalgesellschaften wird der Erwerber wirtschaftlicher Eigent&uuml;mer in diesem Sinne, wenn er<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>(1)&nbsp;&nbsp;&nbsp;aufgrund eines zivilrechtlichen Rechtsgesch&auml;fts bereits eine rechtlich gesch&uuml;tzte, auf den Erwerb des Rechts gerichtete Position erworben hat und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>(2)&nbsp;&nbsp;&nbsp;die mit dem Anteil verbundenen wesentlichen Rechte sowie<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>(3)&nbsp;&nbsp;&nbsp;das Risiko einer Wertminderung und die Chance einer Wertsteigerung auf ihn &uuml;bergegangen sind<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 4. Juli 2007 VIII R 68\/05, BStBl II 2007, 937, und vom 11. Juli 2006 VIII R 32\/04, BFHE 214, 326, BStBl II 2007, 296, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben zu w&uuml;rdigende Gesamtbild des jeweiligen Einzelfalls (vgl. dazu BFH-Urteil in BStBl II 2007, 937, unter II.2.a) hat das FG in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise gepr&uuml;ft und ist zu dem m&ouml;glichen und den BFH nach &sect; 118 Abs. 2 FGO bindenden Ergebnis gelangt, dass die GmbH im Streitjahr noch nicht wirtschaftliche Eigent&uuml;merin der Anteile geworden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es hat dabei zutreffend vor allem darauf abgestellt, dass es f&uuml;r einen &Uuml;bergang des wirtschaftlichen Eigentums an den ver&auml;u&szlig;erten Anteilen vom Kl&auml;ger auf die GmbH am Merkmal (3) fehlt. Denn der Kl&auml;ger und nicht die GmbH trug nach der Vereinbarung bis zur Erstellung des Bewertungs- und Schiedsgutachtens nach den &sect;&sect; 316, 317 BGB im Jahr 1995 allein das (sich dann auch verwirklichende) Risiko einer Wertminderung. Der Kl&auml;ger und die GmbH vereinbarten im Streitjahr lediglich einen vorl&auml;ufigen Kaufpreis, der anders als z.B. eine Kaufpreisanpassungsklausel auf den Baukostenindex (vgl. BFH-Urteil vom 18. November 1970 I 133\/64, BFHE 100, 516, BStBl II 1971, 133), den Erwerber an der realen Wertentwicklung der Anteile jedenfalls im Streitjahr (noch) nicht beteiligte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) F&uuml;r eine Zurechnung nach &sect; 39 Abs. 2 Nr. 1 Satz 2, 3. Fallgruppe AO fehlt es an einem Besitz&uuml;bergang vom Kl&auml;ger auf die erwerbende GmbH und damit auch an einem m&ouml;glichen Eigenbesitz. Zwar sollte die &Uuml;bergabe dadurch bewirkt werden (&sect; 1 Ziff. 2.0 der Vereinbarung), dass der Kl&auml;ger der GmbH seinen Anspruch auf Herausgabe gegen die depotf&uuml;hrende Bank abtrat (vgl. &sect;&sect; 868, 870 BGB). Auch dies geschah allerdings &#8211;wie die &Uuml;bereignung selbst&#8211; bedingt durch die Zahlung des Kaufpreises (&sect; 1 Ziff. 3.0) und damit unstreitig nicht im Streitjahr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FA war auch nicht aufgrund seines Schreibens vom 15. Mai 1995 gehalten, entgegen der Rechtslage einen Ver&auml;u&szlig;erungsverlust im Streitjahr zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Unabh&auml;ngig davon, ob das FA in seinem Schreiben vom 15. Mai 1995 die Ber&uuml;cksichtigung des Ver&auml;u&szlig;erungsverlustes bereits im Streitjahr dem Grunde nach anerkannt hat, kann es eine verbindliche Zusage im Hinblick auf die Besteuerung f&uuml;r das Streitjahr schon deshalb nicht erteilt haben, weil die daf&uuml;r in Frage kommende Erkl&auml;rung erst im Mai 1995 abgegeben wurde, eine Zusage sich aber nur auf die Behandlung eines in Zukunft zu verwirklichenden Sachverhalts beziehen kann. Die Bindungswirkung einer Zusage setzt n&auml;mlich voraus, dass der Steuerpflichtige auf die Erkl&auml;rung der Beh&ouml;rde vertraut und in diesem Vertrauen Dispositionen getroffen hat (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 31. M&auml;rz 2004 I R 71\/03, BFHE 206, 42, BStBl II 2004, 742, und vom 16. Juli 2002 IX R 28\/98, BFHE 198, 403, BStBl II 2002, 714; BFH-Beschluss vom 26. Februar 2003 V B 116\/02, BFH\/NV 2003, 883; vgl. auch &sect; 206 Abs. 1 AO: &quot;der sp&auml;ter verwirklichte Sachverhalt&quot;). Im Streitfall hatte der Kl&auml;ger seine Anteile aber bereits mit der Vereinbarung vom Dezember des Streitjahres ver&auml;u&szlig;ert. Damit lag ein abgeschlossener Sachverhalt vor, auf den das Schreiben des FA nicht mehr einwirken konnte. F&uuml;r welche Dispositionen in diesem Zusammenhang das Schreiben des FA noch bedeutsam sein soll, ist danach entgegen der Revision nicht ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das Schreiben bindet das FA verfahrensrechtlich auch nicht &#8211;wie die Kl&auml;ger in der m&uuml;ndlichen Verhandlung geltend gemacht haben&#8211; auf andere Weise. Die Finanzverwaltung darf nach Art. 20 Abs. 3 des Grundgesetzes nur in dem vom Gesetz und Recht vorgesehenen Rahmen handeln (vgl. BFH-Urteil vom 7. Juli 2004 X R 24\/03, BFHE 206, 292, BStBl II 2004, 975; dazu eingehend Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, Vor &sect; 118 AO Rz 29). Sie setzt den gesetzlichen Steuertatbestand im Festsetzungs- und Feststellungsverfahren (&sect;&sect; 155 ff. AO) um. Das Gesetz erm&auml;chtigt sie grunds&auml;tzlich nicht, durch einseitige Erkl&auml;rung jenseits einer Steuerfestsetzung oder -feststellung den Steueranspruch oder einzelne Besteuerungsgrundlagen (hier den Zeitpunkt der Realisation des Ver&auml;u&szlig;erungsverlustes) zu konkretisieren (so explizit &sect; 157 Abs. 2 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten haben sich auch nicht &uuml;ber das zeitliche Entstehen des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns tats&auml;chlich verst&auml;ndigt. Ein derartiger, von den Kl&auml;gern hervorgehobener Erkl&auml;rungsgehalt kann dem Schreiben des FA vom 15. Mai 1995, das nach Aktenlage im Kontext lediglich mit der Problematik des &sect; 42 AO stand, nach den entsprechend anzuwendenden &sect;&sect; 145, 151, 133, 157 BGB nicht entnommen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine solche Verst&auml;ndigung &#8211;l&auml;ge sie vor&#8211; bindet auch nur, wenn sie sich nicht auf Rechts-, sondern auf Sachverhaltsfragen bezieht und die Sachverhaltsermittlung erschwert ist (vgl. dazu eingehend BFH-Urteile vom 3. April 2008 IV R 54\/04, BFHE 220, 495, BFH\/NV 2008, 1263, unter II.2.b, m.w.N., und vom 11. Dezember 1984 VIII R 131\/76, BFHE 142, 549, BStBl II 1985, 354). Diese Voraussetzungen liegen hier nicht vor. Denn die im Schreiben vom 15. Mai 1995 enthaltene Aussage &uuml;ber den dem Grunde nach anzuerkennenden Verlust betrifft ebenso eine Rechtsfrage wie die ihr zugrunde liegende steuerrechtliche Zuordnung von Inhaberaktien nach &sect; 39 Abs. 2 Nr. 1 AO. &Uuml;berdies ergibt sich die W&uuml;rdigung, ob und wann die Aktien der Erwerberin zuordenbar sind, aus einer Auslegung des Vertrags vom 21. Dezember 1994. Sie h&auml;ngt nicht davon ab, dass sich der Sachverhalt nur erschwert ermitteln lie&szlig;e.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat auch nicht in verfahrensrechtlich fehlerhafter Weise die M&ouml;glichkeit eines Verlustr&uuml;cktrags aus dem Jahr 1995 au&szlig;er Acht gelassen; &sect; 10d Abs. 1 Satz 1 EStG ist nicht verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar bestand f&uuml;r das FG &#8211;entgegen der Auffassung des FA in seiner Revisionserwiderung&#8211; durchaus Veranlassung, sich mit der Frage zu besch&auml;ftigen, ob und in welcher H&ouml;he ein m&ouml;glicherweise im Jahr 1995 entstandener Ver&auml;u&szlig;erungsverlust in das Streitjahr zur&uuml;ckzutragen ist. Denn &uuml;ber die H&ouml;he eines Verlustr&uuml;cktrags ist grunds&auml;tzlich bei der Einkommensteuerveranlagung des Abzugsjahres zu entscheiden (BFH-Urteil vom 21. Januar 2004 VIII R 2\/02, BFHE 205, 117, BStBl II 2004, 551, unter II.4.b). Der im Verlustentstehungsjahr verbleibende Verlustabzug wird nach &sect; 10d Abs. 3 Satz 1 EStG gesondert festgestellt. Der verbleibende Verlustabzug ist die Differenz aus dem im Entstehungsjahr nicht ausgeglichenen und dem zur&uuml;ckgetragenen Verlust. Deshalb ist die gesonderte Feststellung (&sect; 179 Abs. 1 AO) nach &sect; 182 Abs. 1 AO als Grundlagenbescheid bindend nur f&uuml;r die Einkommensteuerbescheide der Veranlagungszeitr&auml;ume, in denen ein Verlustvortrag in Betracht kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Indes folgt daraus noch nicht, dass auch im Streitfall h&auml;tte gepr&uuml;ft werden m&uuml;ssen, ob und in welcher H&ouml;he im Jahr 1995 ein Ver&auml;u&szlig;erungsverlust entstanden war und in welcher Weise er dort zum Ausgleich mit dem Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte f&uuml;hrte. Das FG durfte sich vielmehr darauf beschr&auml;nken zu erkennen, dass der Ver&auml;u&szlig;erungsverlust im Streitjahr nicht entstanden ist. Erst auf der Grundlage dieser Entscheidung wird im Folgejahr &uuml;ber den Grund und die H&ouml;he des Verlustes zu entscheiden sein. Dadurch erleidet der Kl&auml;ger keinen Rechtsnachteil. Denn nach &sect; 10d Abs. 1 S&auml;tze 2 und 3 EStG ist die bestandskr&auml;ftige Steuerfestsetzung des Streitjahres zu &auml;ndern, wenn insoweit ein Verlustabzug zu gew&auml;hren ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.7.2008, IX R 74\/06 &Uuml;bergang des wirtschaftlichen Eigentums bei Aktienkauf &#8211; Gesetzm&auml;&szlig;igkeit der Verwaltung &#8211; Inhalt einer verbindlichen Zusage &#8211; Bindungswirkung einer tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung &#8211; Entscheidung &uuml;ber die H&ouml;he eines Verlustr&uuml;cktrags &#8211; Bindungswirkung der gesonderten Feststellung des verbleibenden Verlustabzugs Leits&auml;tze Bestimmen die Parteien eines Aktienkaufvertrages den im Jahr des Vertragabschlusses zun&auml;chst nur &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-74-06-uebergang-des-wirtschaftlichen-eigentums-bei-aktienkauf-gesetzmaessigkeit-der-verwaltung-inhalt-einer-verbindlichen-zusage-bindungswirkung-einer-tatsaechlichen-verstaendigung-entscheidung-u\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;74\/06 &#8211; &Uuml;bergang des wirtschaftlichen Eigentums bei Aktienkauf &#8211; Gesetzm&auml;&szlig;igkeit der Verwaltung &#8211; Inhalt einer verbindlichen Zusage &#8211; Bindungswirkung einer tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung &#8211; Entscheidung &uuml;ber die H&ouml;he eines Verlustr&uuml;cktrags &#8211; Bindungswirkung der gesonderten Feststellung des verbleibenden Verlustabzugs<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17623","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17623","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17623"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17623\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17623"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17623"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17623"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}