{"id":17627,"date":"2012-12-18T16:19:58","date_gmt":"2012-12-18T14:19:58","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17627"},"modified":"2012-12-18T16:19:58","modified_gmt":"2012-12-18T14:19:58","slug":"x-b-170-07-begruendung-der-nichtzulassungsbeschwerde-bei-behaupteter-divergenz-und-ruege-der-verletzung-der-sachaufklaerungspflicht-funktion-eines-grundstuecks-fuer-einen-teilbetrieb-ermittlung-des-we","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-170-07-begruendung-der-nichtzulassungsbeschwerde-bei-behaupteter-divergenz-und-ruege-der-verletzung-der-sachaufklaerungspflicht-funktion-eines-grundstuecks-fuer-einen-teilbetrieb-ermittlung-des-we\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;170\/07 &#8211; Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde bei behaupteter Divergenz und R&uuml;ge der Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht &#8211; Funktion eines Grundst&uuml;cks f&uuml;r einen Teilbetrieb &#8211; Ermittlung des Wertes einer GmbH-Beteiligung nach dem Stuttgarter Verfahren &#8211; Greifbare Gesetzwidrigkeit eines Urteils &#8211; Vorliegen einer &Uuml;berraschungsentscheidung &#8211; Versto&szlig; gegen den Akteninhalt"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.10.2008, X B 170\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde bei behaupteter Divergenz und R&uuml;ge der Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht &#8211; Funktion eines Grundst&uuml;cks f&uuml;r einen Teilbetrieb &#8211; Ermittlung des Wertes einer GmbH-Beteiligung nach dem Stuttgarter Verfahren &#8211; Greifbare Gesetzwidrigkeit eines Urteils &#8211; Vorliegen einer &Uuml;berraschungsentscheidung &#8211; Versto&szlig; gegen den Akteninhalt<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) hat die Zulassungsgr&uuml;nde teils nicht gem&auml;&szlig; &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) dargelegt, teils sind sie nicht gegeben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Der Kl&auml;ger macht geltend, die Zulassung der Revision sei zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO erforderlich.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Er entnimmt dem Urteil des Finanzgerichts (FG) den Rechtssatz, dass bei einem Einzelhandelsgesch&auml;ft das Grundst&uuml;ck, auf dem das Einzelhandelsgesch&auml;ft betrieben wird, zu den wesentlichen Betriebsgrundlagen geh&ouml;rt. Er folgert daraus, das FG habe den &quot;absoluten&quot; Grundsatz aufgestellt, das Grundst&uuml;ck stelle stets und ohne weitere Pr&uuml;fung seiner Bedeutung f&uuml;r den Betrieb eine wesentliche Betriebsgrundlage dar. Demgegen&uuml;ber verneine der Bundesfinanzhof (BFH) den vom FG angenommenen Automatismus, sondern verlange vielmehr im jeweiligen Fall die Pr&uuml;fung, ob das Grundst&uuml;ck, auf dem sich das Einzelhandelsgesch&auml;ft befinde, &quot;f&uuml;r die Betriebsf&uuml;hrung von besonderem Gewicht ist&quot;. F&uuml;r die Frage, ob ein Betriebsgrundst&uuml;ck eine wesentliche Betriebsgrundlage sei, m&uuml;sse somit nach der Rechtsprechung des BFH die wirtschaftliche Bedeutung eines Betriebsmittels mit der Folge beachtet werden, dass ein Grundst&uuml;ck keine wesentliche Betriebsgrundlage sei, wenn es f&uuml;r den Betrieb ohne oder nur von geringer Bedeutung sei. Diese Grunds&auml;tze habe das FG erkennbar nicht angewendet, obwohl sich &quot;h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, dass m&ouml;glicherweise das Grundst&uuml;ck eben f&uuml;r die Fortf&uuml;hrung des Betriebes der GmbH nicht von erheblichen Gewicht ist&quot;. F&uuml;r deren Gesch&auml;ftsbetrieb habe die eigentliche B&auml;ckerei und der Firmensitz in der X-stra&szlig;e eine wesentlich h&ouml;here Bedeutung gehabt. Dies zeige sich deutlich in der unterschiedlichen H&ouml;he des Pachtzinses f&uuml;r beide Objekte und der stillen Reserven in dem Ladengrundst&uuml;ck und dem GmbH-Anteil des Vaters des Kl&auml;gers sowie in der f&uuml;r den Gesch&auml;ftsbetrieb v&ouml;llig untergeordneten Bedeutung des Ladenlokals B-Stra&szlig;e, in dem nur 1 % des Jahresumsatzes erzielt werde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Zwar hat der Kl&auml;ger f&uuml;r seine Auffassung die Entscheidungen unter Angabe des Datums, des Aktenzeichens und der Fundstelle genau bezeichnet (z.B. BFH-Urteile vom 13. Februar 1996 VIII R 39\/92, BFHE 180, 278, BStBl II 1996, 409; vom 4. Dezember 1997 III R 231\/94, BFH\/NV 1998, 1001; vom 27. August 1998 III R 96\/96, BFH\/NV 1999, 758), von denen nach seiner Auffassung das FG abweicht. Damit hat er die angef&uuml;hrte formelle Anforderung an die Darlegung des Zulassungsgrundes der Divergenz erf&uuml;llt. Er hat jedoch verkannt, dass es f&uuml;r die Bedeutung der Funktion eines Grundst&uuml;cks f&uuml;r einen Teilbetrieb im Falle eines Betriebs&uuml;bergangs nicht auf die Bedeutung des Grundst&uuml;cks f&uuml;r den Betrieb des &Uuml;bernehmenden ankommt, sondern allein darauf, welche Bedeutung das Grundst&uuml;ck im Teilbetrieb des &Uuml;bergebenden innehatte (vgl. Schmidt\/Wacker, EStG, 27. Aufl., &sect; 16 Rz 149, 150). Insoweit gehen die Bem&uuml;hungen des Kl&auml;gers fehl, eine Abweichung des angefochtenen Urteils von Entscheidungen des BFH darzulegen, zumal das FG in &Uuml;bereinstimmung mit der Rechtsprechung des BFH aufgrund der W&uuml;rdigung des Einzelfalls die wesentliche Bedeutung des Betriebsgrundst&uuml;cks in der B-Stra&szlig;e f&uuml;r einen Einzelhandelsbetrieb bejahen konnte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Eine weitere Abweichung des angefochtenen Urteils von der Rechtsprechung des BFH sieht der Kl&auml;ger darin, dass nach der Auffassung des FG das Zur&uuml;ckbehalten einer wesentlichen Betriebsgrundlage gleichsam automatisch zur Versagung der Anwendung des &sect; 6 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) f&uuml;hre. Das FG habe in einem Satz von der angeblichen Eigenschaft des Grundst&uuml;cks als wesentliche Betriebsgrundlage auf den Ausschluss des &sect; 6 Abs. 3 EStG geschlossen. Dagegen m&uuml;sse nach Auffassung des Kl&auml;gers aus dem BFH-Urteil in BFH\/NV 1999, 758, wonach keine unentgeltliche Betriebs&uuml;bergabe im Ganzen vorliegt, wenn der &Uuml;bergeber von den wesentlichen Grundlagen des Betriebes einen Teil zur&uuml;ckbehalten hat, der weder der relativen noch der absoluten Gr&ouml;&szlig;e oder dem Wert nach von untergeordneter Bedeutung war, im Umkehrschluss gefolgert werden, &quot;dass dann, wenn selbst wesentliche Betriebsgrundlagen zur&uuml;ckbehalten werden, die eben &#8217;nach der relativen oder absoluten Gr&ouml;&szlig;e oder dem Wert von untergeordneter Bedeutung waren&#8216;, dies einer unentgeltlichen &Uuml;bertragung des gesamten Betriebes nicht im Wege steht&quot;. Der Senat kann es dahingestellt sein lassen, ob der vom Kl&auml;ger gezogene Umkehrschluss der Intention des BFH-Urteils in BFH\/NV 1999, 758 entspricht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger l&auml;sst au&szlig;er Acht, dass f&uuml;r einen Teilbetrieb, dessen Gegenstand &#8211;wie im Streitfall ab dem Jahr 1996&#8211; die Verpachtung eines Einzelhandelsgesch&auml;ftes ist, unabh&auml;ngig vom Grundst&uuml;ckswert das Ladengrundst&uuml;ck die wesentliche Betriebsgrundlage ist, und dass sich deren Wert nicht aus der Relation zum &uuml;brigen Betriebsverm&ouml;gen des &Uuml;bergebers und erst recht nicht aus der Relation zum Wert des Betriebsverm&ouml;gens des &Uuml;bernehmers oder der von ihm gehaltenen GmbH ergibt. Infolgedessen fehlt es auch insoweit an der vom Kl&auml;ger behaupteten Divergenz.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Der Kl&auml;ger f&uuml;hrt aus, das angefochtene Urteil stelle eine greifbar gesetzwidrige Entscheidung dar und rechtfertige deshalb die Revisionszulassung nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO. Zur Begr&uuml;ndung dieser Auffassung weist er darauf hin, dass der Betriebspr&uuml;fer den Wert der GmbH-Anteile nach Abschn. 8 der Verm&ouml;gensteuer-Richtlinien (VStR) 1995 ermittelt habe, wie sich aus der &Uuml;berschrift der Anlage ergebe, in der die Wertermittlung wiedergegeben sei. Das FG habe &uuml;bersehen, dass f&uuml;r die Berechnung des gemeinen Wertes der Anteile nach dem Stuttgarter Verfahren f&uuml;r die Streitjahre die Erbschaftsteuer-Richtlinien des Jahres 1998 anzuwenden gewesen seien. Damit habe das FG eine offensichtlich einschl&auml;gige entscheidungserhebliche Vorschrift &uuml;bersehen, was ohne Weiteres erkennbar und ein offensichtlicher Fehler sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dieses Vorbringen rechtfertigt nicht die Annahme einer greifbar gesetzwidrigen Entscheidung. Zum Einen handelt es sich um einen Fehler im Verwaltungsverfahren und nicht im Klageverfahren. Zum Anderen ersch&ouml;pft sich dieser Fehler &#8211;ohne jede materielle Auswirkung&#8211; im Formellen. An der Wertermittlung nach dem Stuttgarter Verfahren hat sich nichts dadurch ge&auml;ndert, dass dieses Verfahren seit 1998 nicht mehr in den VStR, sondern in den Erbschaftsteuer-Richtlinien dargestellt ist (vgl. BFH-Urteile vom 12. Juli 2006 II R 75\/04, BFHE 213, 215, BStBl II 2006, 704; vom 1. Februar 2007 II R 19\/05, BFHE 215, 508, BStBl II 2007, 635).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Der Kl&auml;ger r&uuml;gt, das FG habe seine Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect; 76 Abs. 1 FGO) verletzt, weil es die Grundlagen des Wertes der GmbH-Anteile nicht gen&uuml;gend erforscht habe, obwohl sich ihm Ermittlungen auch ohne Beweisantritt h&auml;tten aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen. Wird die Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht als Verfahrensmangel i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO ger&uuml;gt, so sind nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH zur schl&uuml;ssigen Darlegung dieses Zulassungsgrundes u.a. Ausf&uuml;hrungen dazu erforderlich, welche Beweise das FG von Amts wegen h&auml;tte erheben m&uuml;ssen und welche entscheidungserheblichen Tatsachen sich bei einer Beweisaufnahme voraussichtlich ergeben h&auml;tten (vgl. Senatsbeschluss vom 20. November 2002 X B 6\/02, BFH\/NV 2003, 318). Diese Anforderungen hat der Kl&auml;ger nicht erf&uuml;llt, zumal aus der vorgelegten Unterlage ersichtlich ist, dass der bem&auml;ngelte Widerspruch auf einem offensichtlichen Versehen beruht. Er hat sich damit begn&uuml;gt, auf widerspr&uuml;chliche Zahlenangaben des Betriebspr&uuml;fers bei der Ermittlung des Wertes des GmbH-Anteils nach dem Stuttgarter Verfahren hinzuweisen. Dagegen hat er es unterlassen darzulegen, auf welche Weise und mit welchen Mitteln nach seiner Auffassung das FG den Wert h&auml;tte ermitteln sollen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                5. Der Kl&auml;ger r&uuml;gt, das FG habe seinen Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r (&sect; 96 Abs. 2 FGO) verletzt. Es habe ihn weder vom Vorliegen der Betriebspr&uuml;fungsakten noch von der Anfrage vom 18. September 2006 des Gerichts an den Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) noch von dessen Antwort vom 16. Oktober 2006 unterrichtet. Dem steht der Inhalt der FG-Akte entgegen. Nach den Vermerken der Gesch&auml;ftsstelle beim zust&auml;ndigen Senat des FG sind dem Kl&auml;ger die von ihm als fehlend bem&auml;ngelten Informationen zugeleitet worden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                6. Fehl geht die R&uuml;ge des Kl&auml;gers, das FG habe seinen Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r verletzt, weil das FG &quot;erstmals und ohne, dass dies nach Aktenlage im Verfahren zuvor tats&auml;chlich und rechtlich er&ouml;rtert worden ist&quot;, auf die Vorschrift des &sect; 6 Abs. 3 EStG eingegangen sei. Das angefochtene Urteil sei deshalb eine &Uuml;berraschungsentscheidung. Wie Blatt 36 der FG-Akte zeigt, hat das FA schon in seiner Klageerwiderung vom 24. Juni 2003 die Ansicht vertreten, eine &Uuml;bertragung zu Buchwerten gem&auml;&szlig; &sect; 6 Abs. 3 EStG komme nicht in Betracht. Von daher musste der bereits vor dem FG fachkundig vertretene Kl&auml;ger sich auf diese &Uuml;berlegung schon lange vor der Entscheidung des FG einstellen. Er konnte entgegen seiner Auffassung von diesem Gedanken nicht &uuml;berrascht werden. Der Kl&auml;ger hat es au&szlig;erdem unterlassen darzulegen, was er ohne die behauptete Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r vorgebracht h&auml;tte. Solches Vorbringen ist entgegen seiner Ansicht zur schl&uuml;ssigen Darlegung dieses Verfahrensfehlers nur dann entbehrlich, wenn durch die Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r dem Beteiligten im Verfahren vor dem FG jede M&ouml;glichkeit der &Auml;u&szlig;erung genommen war, z.B. wegen Verweigerung der m&uuml;ndlichen Verhandlung (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 3. September 2001 GrS 3\/98, BFHE 196, 39, BStBl II 2001, 802). Es ist jedoch bei einer behaupteten nur punktuellen Beeintr&auml;chtigung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r erforderlich (vgl. Gr&auml;ber\/ Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 119 Rz 11 und 14, m.w.N. aus der Rechtsprechung).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                7. Die Auffassung des Kl&auml;gers, das angefochtene Urteil stelle eine &Uuml;berraschungsentscheidung dar und verletze seinen Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r, weil das FG mit seiner Entscheidung ohne weitere Er&ouml;rterung im Klageverfahren von seiner Rechtsauffassung im Aussetzungsverfahren abgewichen sei, greift nicht durch. Der Kl&auml;ger l&auml;sst au&szlig;er Acht, dass das FG im Aussetzungsverfahren die Entscheidung &uuml;ber die unterschiedlichen Rechtsauffassungen dem Hauptsacheverfahren vorbehalten hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                8. Der Kl&auml;ger r&uuml;gt erfolglos einen Versto&szlig; gegen den Inhalt der Akten und damit eine Verletzung der Pflicht, das Urteil auf das Gesamtergebnis des Verfahrens zu st&uuml;tzen (&sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO). Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrt er aus, w&auml;hrend der Prozessbevollm&auml;chtigte im Klageverfahren Einverst&auml;ndnis mit dem Ansatz des Wertes der GmbH-Anteile in H&ouml;he von 1 505 500 DM zum 1. Januar 1996 erkl&auml;rt habe, sei das FG von einem Einverst&auml;ndnis mit dem Wertansatz zum 1. Januar 2000 in H&ouml;he von 1 550 000 DM ausgegangen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger &uuml;bersieht bei diesem Vorbringen, dass der damalige Prozessbevollm&auml;chtigte seiner Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung die Feststellung vorangestellt hat, es werde die Einbeziehung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns in der Sache selbst bestritten. Aus dem sich anschlie&szlig;enden Einverst&auml;ndnis konnte das FG ohne Widerspruch zum Akteninhalt zutreffend das Einverst&auml;ndnis mit der H&ouml;he des zum 1. Januar 2000 angesetzten Wertes der GmbH-Anteile ableiten. Dieser Wert baute auf dem zum 1. Januar 1996 auf. Die Steigerung war geringf&uuml;gig und f&uuml;r den damaligen Prozessbevollm&auml;chtigten des Kl&auml;gers offensichtlich so nachvollziehbar, dass er keinen Anlass sah, den Wert zum 1. Januar 2000 in Frage zu stellen. Daher ist der Vorwurf nicht gerechtfertigt, das FG habe seine &Uuml;berzeugung nicht aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gewonnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.10.2008, X B 170\/07 Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde bei behaupteter Divergenz und R&uuml;ge der Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht &#8211; Funktion eines Grundst&uuml;cks f&uuml;r einen Teilbetrieb &#8211; Ermittlung des Wertes einer GmbH-Beteiligung nach dem Stuttgarter Verfahren &#8211; Greifbare Gesetzwidrigkeit eines Urteils &#8211; Vorliegen einer &Uuml;berraschungsentscheidung &#8211; Versto&szlig; gegen den Akteninhalt Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-170-07-begruendung-der-nichtzulassungsbeschwerde-bei-behaupteter-divergenz-und-ruege-der-verletzung-der-sachaufklaerungspflicht-funktion-eines-grundstuecks-fuer-einen-teilbetrieb-ermittlung-des-we\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;170\/07 &#8211; Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde bei behaupteter Divergenz und R&uuml;ge der Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht &#8211; Funktion eines Grundst&uuml;cks f&uuml;r einen Teilbetrieb &#8211; Ermittlung des Wertes einer GmbH-Beteiligung nach dem Stuttgarter Verfahren &#8211; Greifbare Gesetzwidrigkeit eines Urteils &#8211; Vorliegen einer &Uuml;berraschungsentscheidung &#8211; Versto&szlig; gegen den Akteninhalt<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17627","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17627","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17627"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17627\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17627"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17627"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17627"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}