{"id":17664,"date":"2012-12-19T14:40:09","date_gmt":"2012-12-19T12:40:09","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17664"},"modified":"2012-12-19T14:40:40","modified_gmt":"2012-12-19T12:40:40","slug":"v-b-264-07-zum-begriff-der-sportlichen-veranstaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-264-07-zum-begriff-der-sportlichen-veranstaltung\/","title":{"rendered":"V&nbsp;B&nbsp;264\/07 &#8211; Zum Begriff der sportlichen Veranstaltung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 20.11.2008, V B 264\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Zum Begriff der sportlichen Veranstaltung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Nach &sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) ist die Revision zuzulassen, wenn die Rechtssache grunds&auml;tzliche Bedeutung hat (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO), die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) erfordert (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO) oder ein Verfahrensmangel geltend gemacht wird und vorliegt, auf dem die Entscheidung beruhen kann (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO). Die Nichtzulassung kann mit der Beschwerde angefochten werden (&sect; 116 Abs. 1 FGO). In der Beschwerdebegr&uuml;ndung m&uuml;ssen die Voraussetzungen des &sect; 115 Abs. 2 FGO dargelegt werden (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die Sache hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung, weil sie nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist. Die vom Beklagten und Beschwerdef&uuml;hrer (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) als kl&auml;rungsbed&uuml;rftig angesehene Frage, welche Anforderungen an eine nach &sect; 4 Nr. 22 Buchst. b des Umsatzsteuergesetzes (UStG) steuerfreie sportliche Veranstaltung zu stellen sind, ist durch die Rechtsprechung des BFH hinreichend gekl&auml;rt (BFH-Urteile vom 11. Oktober 2007 V R 69\/06, BFHE 219, 287, BFH\/NV 2008, 322; vom 9. August 2007 V R 27\/04, BFHE 217, 314, BFH\/NV 2007, 2213; vom 27. April 2006 V R 53\/04, BFHE 213, 256, BStBl II 2007, 16; vom 25. Juli 1996 V R 7\/95, BFHE 181, 222, BStBl II 1997, 154).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Unter &quot;sportlicher Veranstaltung&quot; in diesem Sinne ist eine organisatorische Ma&szlig;nahme eines Sportvereins zu verstehen, die es aktiven Sportlern erm&ouml;glicht, Sport zu treiben. Eine bestimmte Organisationsform oder -struktur schreibt das Gesetz nicht vor. Die untere Grenze der sportlichen Veranstaltung ist erst unterschritten, wenn die Ma&szlig;nahme nur eine Nutzungs&uuml;berlassung von Sportgegenst&auml;nden bzw. -anlagen oder blo&szlig; eine konkrete Dienstleistung, wie z.B. die Bef&ouml;rderung zum Ort der sportlichen Bet&auml;tigung oder ein spezielles Training f&uuml;r einzelne Sportler, zum Gegenstand hat. Die Vermietung von Sportst&auml;tten auf kurze Dauer schafft lediglich die Voraussetzungen f&uuml;r sportliche Veranstaltungen. Zwar setzt die Vorschrift des &sect; 4 Nr. 22 Buchst. b UStG die gemeinschaftsrechtlichen Befreiungsbestimmungen des Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. m der Sechsten Richtlinie des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern 77\/388\/EWG (Richtlinie 77\/388\/EWG) ersichtlich nicht um, sondern kn&uuml;pft an die Verwendung des Begriffs &quot;sportliche Veranstaltung&quot; als sog. Zweckbetrieb in &sect; 67a der Abgabenordnung an. Die Regelung des &sect; 4 Nr. 22 Buchst. b UStG ist auch nicht weiter auslegbar als nach der bisherigen Rechtsprechung des Senats (BFH-Urteile in BFHE 219, 287, BFH\/NV 2008, 322, und in BFHE 217, 314, BFH\/NV 2007, 2213). Entgegen der Auffassung des FA gelten diese Grunds&auml;tze auch f&uuml;r den Streitfall. Ob sich die T&auml;tigkeit eines Sch&uuml;tzenvereins von der &Uuml;berlassung eines Flugzeugs oder eines Golfplatzes unterscheidet, ist insoweit unerheblich. Die Auslegung des Begriffs der sportlichen Veranstaltung gilt f&uuml;r alle Sportvereine; eine gesonderte Entscheidung f&uuml;r die unterschiedlichen Arten von Sportvereinen ist nicht erforderlich.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Allerdings macht das FA zu Recht geltend, dass das Finanzgericht (FG) die Grunds&auml;tze der BFH-Rechtsprechung unzutreffend auf den Sachverhalt angewandt hat. Das FG stellt unter 2.1. der Entscheidungsgr&uuml;nde ohne Begr&uuml;ndung fest, dass keine sportliche Veranstaltung vorliege und gibt im Anschluss daran die Anforderungen an eine sportliche Veranstaltung im Wesentlichen zutreffend wieder. Unter 2.2. erl&auml;utert das FG, dass der Kl&auml;ger &uuml;ber die blo&szlig;e &Uuml;berlassung des Schie&szlig;platzes hinaus diverse Dienstleistungen ausgef&uuml;hrt habe. Gerade das Vorliegen dieser &uuml;ber die Platz&uuml;berlassung hinausgehenden Dienstleistungen h&auml;tten aber m&ouml;glicherweise zur Annahme einer sportlichen Veranstaltung f&uuml;hren m&uuml;ssen. Das FA r&uuml;gt insoweit die Verletzung materiellen Rechts durch das FG oder eine unzutreffende Anwendung der Rechtsprechungsgrunds&auml;tze auf den konkreten Sachverhalt. Das f&uuml;hrt aber nicht zur Zulassung der Revision. Selbst wenn dem FG bei der Auslegung und Anwendung des materiellen Rechts Fehler unterlaufen sein sollten, rechtfertigt das nicht die Zulassung der Revision nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO (BFH-Beschl&uuml;sse vom 24. August 2006 V B 36\/05, BFH\/NV 2007, 69; vom 22. August 2006 V B 59\/04, BFH\/NV 2007, 116; vom 18. Dezember 2007 XI B 16\/07, BFH\/NV 2008, 595; vom 25. September 2007 IX B 199\/06, BFH\/NV 2008, 26; vom 13. August 2007 VII B 345\/06, BFH\/NV 2008, 23).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Auch eine Zulassung wegen Divergenz kommt nicht in Betracht, wenn das FG &#8211;wie hier&#8211; erkennbar von den Rechtsgrunds&auml;tzen der BFH-Rechtsprechung ausgeht, diese aber fehlerhaft auf die Besonderheiten des Einzelfalles anwendet (BFH-Beschl&uuml;sse vom 22. Mai 2000 III B 97\/99, BFH\/NV 2000, 1203; vom 17. Mai 2000 III B 26\/00, BFH\/NV 2000, 1352; vom 25. Mai 2000 V B 55\/00, BFH\/NV 2000, 1482; in BFH\/NV 2007, 116).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 20.11.2008, V B 264\/07 Zum Begriff der sportlichen Veranstaltung Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 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