{"id":17673,"date":"2012-12-19T14:40:42","date_gmt":"2012-12-19T12:40:42","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17673"},"modified":"2012-12-19T14:40:42","modified_gmt":"2012-12-19T12:40:42","slug":"iii-r-107-06-grobes-verschulden-bei-rechtsirrtuemlich-unterbliebenen-angaben-im-erklaerungsvordruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-107-06-grobes-verschulden-bei-rechtsirrtuemlich-unterbliebenen-angaben-im-erklaerungsvordruck\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;107\/06 &#8211; Grobes Verschulden bei rechtsirrt&uuml;mlich unterbliebenen Angaben im Erkl&auml;rungsvordruck"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.11.2008, III R 107\/06<\/p>\n<p class=\"titel\">Grobes Verschulden bei rechtsirrt&uuml;mlich unterbliebenen Angaben im Erkl&auml;rungsvordruck<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) sind zur Einkommensteuer zusammen veranlagte Eheleute. In der Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Jahr 1998 (Streitjahr), die sie ohne Mitwirkung eines steuerlichen Beraters erstellten, nannten sie in der Anlage &quot;Kinder&quot; ihren 1968 geborenen Sohn O. In der Rubrik &quot;Ausbildungsfreibetrag&quot; vermerkten sie dessen ausw&auml;rtige Anschrift in A. In einer beigef&uuml;gten &quot;Erl&auml;uterung zur Einkommensteuererkl&auml;rung 1998&quot; gaben sie an, dass O in A studiere und Eink&uuml;nfte von 4 683 DM bezogen habe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gew&auml;hrte f&uuml;r O keinen Ausbildungsfreibetrag nach &sect; 33a Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Fassung (EStG). Der Einkommensteuerbescheid 1998 vom 1. Juni 1999 wurde bestandskr&auml;ftig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit Schreiben vom 24. April 2001 beantragten die nunmehr steuerlich vertretenen Kl&auml;ger, den Einkommensteuerbescheid 1998 nach &sect; 173 Abs. 1 Nr. 2 der Abgabenordnung (AO) zu ihren Gunsten zu &auml;ndern und die im Streitjahr ihrem Sohn gew&auml;hrte finanzielle Unterst&uuml;tzung von insgesamt 14 159,60 DM als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung nach &sect; 33a Abs. 1 EStG zu ber&uuml;cksichtigen. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrten sie aus, sie h&auml;tten f&uuml;r ihren Sohn O den Ausbildungsfreibetrag beantragt, so wie sie dies in den Vorjahren getan h&auml;tten. Das FA habe den Freibetrag zu Recht versagt. Erst bei der Einkommensteuererkl&auml;rung 1999 habe das FA einen Hinweis auf die M&ouml;glichkeit einer steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung nach &sect; 33a Abs. 1 EStG gegeben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA kam dem &Auml;nderungsbegehren nicht nach, der gegen den Ablehnungsbescheid gerichtete Einspruch hatte keinen Erfolg.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) gab der Klage &uuml;berwiegend statt (Urteil vom 4. Mai 2006&nbsp;&nbsp;14 K 90\/02, Entscheidungen der Finanzgerichte 2007, 1132). Es war der Ansicht, es liege eine neue Tatsache vor, da das FA erst nachtr&auml;glich von der finanziellen Unterst&uuml;tzung des Sohnes der Kl&auml;ger in H&ouml;he von 14 159,60 DM erfahren habe. Ein grobes Verschulden am nachtr&auml;glichen Bekanntwerden dieser Tatsache sei zu verneinen. Denn w&auml;re die Auffassung der Kl&auml;ger zu den Voraussetzungen des Ausbildungsfreibetrages richtig gewesen, dann h&auml;tten sie keinen Anlass gehabt, Angaben zu einer Ber&uuml;cksichtigung nach &sect; 33a Abs. 1 EStG zu machen. Den Kl&auml;gern k&ouml;nne auch nicht vorgeworfen werden, sie h&auml;tten nach Erlass des Einkommensteuerbescheides Nachforschungen dar&uuml;ber anstellen m&uuml;ssen, ob eine anderweitige steuerliche Abzugsm&ouml;glichkeit bestehe, denn das grobe Verschulden beziehe sich auf die Zeit vor Festsetzung der Steuer. Das FG ber&uuml;cksichtigte bei anzurechnenden Eink&uuml;nften des Sohnes von 1 483 DM eine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung von 10 517 DM und setzte die Einkommensteuer herab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung von &sect; 173 Abs. 1 Nr. 2 AO. Das FG habe zu Unrecht bei Pr&uuml;fung des groben Verschuldens der Kl&auml;ger den Zeitraum, in dem diese Einspruch h&auml;tten einlegen k&ouml;nnen, au&szlig;er Betracht gelassen und sei damit von st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) abgewichen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;ger beantragen, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Sie f&uuml;hren im Wesentlichen aus, grobes Verschulden habe nicht vorgelegen, weil sie den Erkl&auml;rungsvordruck so ausgef&uuml;llt h&auml;tten, wie sie es in der Vergangenheit getan h&auml;tten. Auch das Nichtausf&uuml;llen der Rubrik &quot;Unterhalt f&uuml;r bed&uuml;rftige Personen&quot; im Erkl&auml;rungsvordruck sei nicht als grobes Verschulden zu werten, da sie &#8211;wenn auch zu Unrecht&#8211; der Auffassung gewesen seien, sie h&auml;tten Anspruch auf Gew&auml;hrung des Ausbildungsfreibetrages, so dass entsprechende Eintragungen nicht erforderlich seien. Das FG habe auch zutreffend entschieden, dass sich ihnen nicht die Einlegung eines Einspruchs aufdr&auml;ngen musste.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Abweisung der Klage (&sect; 126 Abs. 3 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG war zu Unrecht der Ansicht, der bestandskr&auml;ftige Einkommensteuerbescheid 1998 k&ouml;nne nach &sect; 173 Abs. 1 Nr. 2 AO zugunsten der Kl&auml;ger ge&auml;ndert werden, weil diesen kein grobes Verschulden vorzuwerfen sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Nach 173 Abs. 1 Nr. 2 AO sind Steuerbescheide aufzuheben oder zu &auml;ndern, soweit Tatsachen oder Beweismittel nachtr&auml;glich bekannt werden, die zu einer niedrigeren Steuer f&uuml;hren und den Steuerpflichtigen kein grobes Verschulden daran trifft, dass die Tatsachen oder Beweismittel erst nachtr&auml;glich bekannt werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Als grobes Verschulden hat der Steuerpflichtige Vorsatz und grobe Fahrl&auml;ssigkeit zu vertreten. Grobe Fahrl&auml;ssigkeit ist anzunehmen, wenn der Steuerpflichtige die ihm nach seinen pers&ouml;nlichen F&auml;higkeiten und Verh&auml;ltnissen zumutbare Sorgfalt in ungew&ouml;hnlichem Ma&szlig;e und in nicht entschuldbarer Weise verletzt hat (z.B. BFH-Urteil vom 19. Dezember 2006 VI R 59\/02, BFH\/NV 2007, 866, m.w.N.). Grob fahrl&auml;ssiges Handeln liegt insbesondere vor, wenn ein Steuerpflichtiger seiner Erkl&auml;rungspflicht nur unzureichend nachkommt, indem er unvollst&auml;ndige Steuererkl&auml;rungen abgibt (BFH-Urteile vom 30. Oktober 1986 III R 163\/82, BFHE 148, 208, BStBl II 1987, 161; vom 1. Oktober 1993 III R 58\/92, BFHE 172, 397, BStBl II 1994, 346; vom 16. September 2004 IV R 62\/02, BFHE 207, 269, BStBl II 2005, 75; in BFH\/NV 2007, 866). Beruht die unvollst&auml;ndige Steuererkl&auml;rung auf einem Rechtsirrtum wegen mangelnder Kenntnis steuerrechtlicher Vorschriften, ist dies dem Steuerpflichtigen in der Regel nicht als grobes Verschulden anzulasten (BFH-Urteile vom 10. August 1988 IX R 219\/84, BFHE 154, 481, BStBl II 1989, 131; vom 23. Februar 2000 VIII R 80\/98, BFH\/NV 2000, 978; BFH-Beschluss vom 31. Januar 2005 VIII B 18\/02, BFH\/NV 2005, 1212).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Auf einen die grobe Fahrl&auml;ssigkeit ausschlie&szlig;enden, entschuldbaren Rechtsirrtum kann sich der Steuerpflichtige allerdings dann nicht berufen, wenn er eine im Steuererkl&auml;rungsformular ausdr&uuml;cklich gestellte, auf einen bestimmten Vorgang bezogene und f&uuml;r ihn verst&auml;ndliche Frage nicht beantwortet (BFH-Urteile vom 23. Oktober 2002 III R 32\/00, BFH\/NV 2003, 441; in BFH\/NV 2007, 866). Dies gilt auch dann, wenn er eine derartige, im Erkl&auml;rungsformular ausdr&uuml;cklich gestellte Frage nur deshalb nicht oder nur unvollst&auml;ndig beantwortet, weil er infolge eines Rechtsirrtums der Ansicht ist, die unterlassenen Angaben h&auml;tten in seinem Einzelfall keine Auswirkung (BFH-Urteile in BFH\/NV 2003, 441, sowie in BFH\/NV 2007, 866).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Ob ein Beteiligter grob fahrl&auml;ssig gehandelt hat, ist im Wesentlichen Tatfrage. Die hierzu getroffenen Feststellungen des FG d&uuml;rfen &#8211;abgesehen von zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Verfahrensr&uuml;gen&#8211; nur darauf hin &uuml;berpr&uuml;ft werden, ob der Rechtsbegriff der groben Fahrl&auml;ssigkeit und die aus ihm abzuleitenden Sorgfaltspflichten richtig erkannt worden sind und ob die W&uuml;rdigung der Umst&auml;nde hinsichtlich des individuellen Verschuldens den Denkgesetzen und allgemeinen Erfahrungss&auml;tzen entspricht. Dies hindert das Revisionsgericht allerdings nicht, selbst zur Annahme eines groben Verschuldens zu kommen, wenn hierf&uuml;r ausreichende tats&auml;chliche Feststellungen vorliegen (Senatsurteile vom 9. August 1991 III R 24\/87, BFHE 165, 454, BStBl II 1992, 65; in BFH\/NV 2003, 441).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Bei Anwendung dieser Grunds&auml;tze auf den Streitfall kann das Urteil des FG keinen Bestand haben. Das FG hat nicht beachtet, dass grobes Verschulden nach Rechtsprechung des BFH auch dann vorliegt, wenn ein Steuerpflichtiger deshalb keine Angaben in einem Erkl&auml;rungsvordruck macht, weil er aufgrund eines Rechtsirrtums der Meinung ist, sie seien in seinem Fall nicht von Bedeutung (Urteile in BFHE 165, 454, BStBl II 1992, 65; in BFH\/NV 2003, 441; in BFH\/NV 2007, 866). Die Kl&auml;ger waren der Ansicht, die Unterhaltsaufwendungen k&ouml;nnten unabh&auml;ngig vom Alter des Sohnes im Rahmen des Ausbildungsfreibetrages nach &sect; 33a Abs. 2 EStG geltend gemacht werden. Sie schenkten deshalb der Rubrik des Erkl&auml;rungsvordrucks &quot;Unterhalt f&uuml;r bed&uuml;rftige Personen&quot; (Zeilen 107 bis 114), in der detaillierte Angaben zur unterhaltsbed&uuml;rftigen Person, zu dessen Einkommensverh&auml;ltnissen und zu Art und H&ouml;he des Unterhalts zu machen sind, keine Beachtung und nahmen dort keine Eintragungen vor. Dies ist nach den vorstehenden Rechtsgrunds&auml;tzen, an denen der Senat festh&auml;lt, als grobes Verschulden i.S. von &sect; 173 Abs. 1 Nr. 2 AO zu werten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.11.2008, III R 107\/06 Grobes Verschulden bei rechtsirrt&uuml;mlich unterbliebenen Angaben im Erkl&auml;rungsvordruck Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) sind zur Einkommensteuer zusammen veranlagte Eheleute. In der Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Jahr 1998 (Streitjahr), die sie ohne Mitwirkung eines steuerlichen Beraters erstellten, nannten sie in der Anlage &quot;Kinder&quot; ihren 1968 geborenen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-107-06-grobes-verschulden-bei-rechtsirrtuemlich-unterbliebenen-angaben-im-erklaerungsvordruck\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;R&nbsp;107\/06 &#8211; Grobes Verschulden bei rechtsirrt&uuml;mlich unterbliebenen Angaben im Erkl&auml;rungsvordruck<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17673","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17673","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17673"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17673\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17673"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17673"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17673"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}