{"id":17705,"date":"2012-12-19T14:39:07","date_gmt":"2012-12-19T12:39:07","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17705"},"modified":"2012-12-19T14:39:07","modified_gmt":"2012-12-19T12:39:07","slug":"i-b-108-08-weiterhin-zehn-jahre-erdienenszeitraum-fuer-versorgungszusagen-an-beherrschende-gesellschafter-geschaeftsfuehrer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-108-08-weiterhin-zehn-jahre-erdienenszeitraum-fuer-versorgungszusagen-an-beherrschende-gesellschafter-geschaeftsfuehrer\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;108\/08 &#8211; Weiterhin zehn Jahre Erdienenszeitraum f&uuml;r Versorgungszusagen an beherrschende Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.11.2008, I B 108\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Weiterhin zehn Jahre Erdienenszeitraum f&uuml;r Versorgungszusagen an beherrschende Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Streitpunkt ist, ob die Bildung einer R&uuml;ckstellung f&uuml;r eine im Streitjahr (2001) erteilte Pensionszusage an einen Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer wegen fehlender Erdienbarkeit als verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung (vGA) anzusehen ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, erteilte am 15. Dezember des Streitjahres ihren beiden zu jeweils 37,5 % an ihr beteiligten Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern X und Z gleichlautende Pensionszusagen. Der Versorgungsfall sollte danach mit Vollendung des 65. Lebensjahres eintreten; X war zum Zeitpunkt der Zusage 58 Jahre alt. Die Kl&auml;gerin bildete in ihrer Bilanz auf den 31. Dezember des Streitjahres f&uuml;r die zugunsten des X erteilte Pensionszusage eine R&uuml;ckstellung in H&ouml;he von 467 152 DM, die im Rahmen der Festsetzung der K&ouml;rperschaftsteuer f&uuml;r das Streitjahr vom Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) wegen Unterschreitens des zehnj&auml;hrigen Erdienenszeitraums als vGA behandelt wurde. Die deswegen &#8211;neben einem anderen, hier nicht relevanten Streitpunkt&#8211; erhobene Klage hat das Finanzgericht (FG) Berlin-Brandenburg mit Urteil vom 7. Mai 2008&nbsp;&nbsp;12 K 8065\/06 B abgewiesen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt die Zulassung der Revision gegen das FG-Urteil und begr&uuml;ndet ihr Begehren mit der Erforderlichkeit einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Fortbildung des Rechts.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Nichtzulassungsbeschwerde zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Nichtzulassungsbeschwerde bleibt ohne Erfolg. Es kann offenbleiben, ob die Darlegungen der Kl&auml;gerin zum geltend gemachten Zulassungsgrund der Erforderlichkeit einer BFH-Entscheidung zur Rechtsfortbildung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO gerecht werden. Denn jedenfalls ist die Beschwerde unbegr&uuml;ndet, weil die zur Pr&uuml;fung gestellte Rechtsfrage durch die Senatsrechtsprechung gekl&auml;rt ist und keine Gr&uuml;nde ersichtlich sind, die eine erneute Befassung des BFH mit der Frage geboten erscheinen lassen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin h&auml;lt es f&uuml;r kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, ob nach der Verk&uuml;rzung der arbeitsrechtlichen Unverfallbarkeitsfristen f&uuml;r betriebliche Versorgungszusagen durch &sect; 1b Abs. 1 Satz 1 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung &#8211;BetrAVG&#8211; (i.d.F. des Art. 9 Nr. 5 des Gesetzes zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung und zur F&ouml;rderung eines kapitalgedeckten Altersvorsorgeverm&ouml;gens &#8211;Altersverm&ouml;gensgesetz&#8211; vom 26. Juni 2001, BGBl I 2001, 1310) von zehn auf f&uuml;nf Jahre auch die steuerlich erforderliche Dauer des Erdienenszeitraums f&uuml;r Versorgungszusagen an beherrschende Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von Kapitalgesellschaften zu verk&uuml;rzen sei (so z.B. Cramer, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2002, 387, 390; Langohr-Plato, Die Information f&uuml;r Steuerberater und Wirtschaftspr&uuml;fer &#8211;Information StW&#8211; 2003, 256, 259 f.; vgl. auch Gosch, K&ouml;rperschaftsteuergesetz, &sect; 8 Rz 1096; Buciek, Die Steuerberatung &#8211;Stbg&#8211; 2005, 60, 63 f.). Die Frage ist jedoch durch die Rechtsprechung des Senats gekl&auml;rt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Bei der Pr&uuml;fung, ob die Zusage einer Versorgung durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst ist (&sect; 8 Abs. 3 Satz 2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes), ist auch der zeitliche Abstand zwischen der Zusage und dem Versorgungseintritt heranzuziehen. Als &quot;Erdienenszeitraum&quot; werden &#8211;im Rahmen einer indiziellen W&uuml;rdigung (z.B. Senatsurteile vom 14. Juli 2004 I R 14\/04, BFH\/NV 2005, 245; vom 11. August 2004 I R 108-110\/03, BFH\/NV 2005, 385)&#8211; bei einem beherrschenden Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer zehn Jahre angesetzt, die zwischen der Erteilung der Versorgungszusage und dem vorgesehenen Eintritt des Versorgungsfalls liegen m&uuml;ssen (z.B. Senatsurteil vom 21. Dezember 1994 I R 98\/93, BFHE 176, 412, BStBl II 1995, 419; Senatsbeschluss vom 3. Dezember 1999 I B 3\/99, BFH\/NV 2000, 892). Die Frist hat sich zwar an den seinerzeitigen Ma&szlig;gaben des BetrAVG zu den Unverfallbarkeitsfristen betrieblicher Versorgungszusagen orientiert (Senatsurteil in BFHE 176, 412, BStBl II 1995, 419); bei dieser Orientierung handelt es sich aber nicht um eine unmittelbare Anwendung des BetrAVG, das f&uuml;r Mehrheitsgesellschafter einer Kapitalgesellschaft ohnehin nicht gilt (Senatsurteil vom 30. Januar 2002 I R 56\/01, BFH\/NV 2002, 1055). Die Bezugnahme auf die im BetrAVG enthaltenen Fristbestimmungen dient vielmehr ausschlie&szlig;lich dem Ziel, den arbeitsrechtlichen Vorschriften eine Leitlinie f&uuml;r die rein steuerrechtliche Beurteilung der Erdienbarkeit zu entnehmen (Senatsurteil vom 23. Juli 2003 I R 80\/02, BFHE 203, 114, BStBl II 2003, 926). Aus diesem Grund hat der Senat durch Urteil in BFH\/NV 2005, 245 entschieden, dass allein der Umstand einer sp&auml;teren Verk&uuml;rzung der Fristen in diesem Gesetz nicht ma&szlig;gebend ist (vgl. auch Senatsbeschluss vom 6. November 2007 I B 95\/07, juris; ebenso Bundesministerium der Finanzen, Schreiben vom 9. Dezember 2002, BStBl I 2002, 1393). Das Senatsurteil in BFH\/NV 2005, 245 bezieht sich zwar auf eine Versorgungszusage, die vor dem Inkrafttreten der &Auml;nderungen durch das Altersverm&ouml;gensgesetz erteilt worden war. Die dort gegebene Begr&uuml;ndung tr&auml;gt jedoch auch f&uuml;r nach Inkrafttreten der &Auml;nderungen erteilte Versorgungszusagen an beherrschende Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer. Gewichtige Gr&uuml;nde, die eine &Uuml;berpr&uuml;fung der Senatsrechtsprechung geboten erscheinen lassen, ergeben sich aus der Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.11.2008, I B 108\/08 Weiterhin zehn Jahre Erdienenszeitraum f&uuml;r Versorgungszusagen an beherrschende Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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