{"id":17804,"date":"2012-12-19T14:24:51","date_gmt":"2012-12-19T12:24:51","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17804"},"modified":"2012-12-19T14:24:51","modified_gmt":"2012-12-19T12:24:51","slug":"ii-r-34-08-keine-beguenstigte-nachruestung-mit-russpartikelfilter-vor-erstzulassung-kein-verstoss-gegen-den-gleichheitssatz-durch-eingeschraenkte-foerderung-voraussetzungen-fuer-einen-analogieschluss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-34-08-keine-beguenstigte-nachruestung-mit-russpartikelfilter-vor-erstzulassung-kein-verstoss-gegen-den-gleichheitssatz-durch-eingeschraenkte-foerderung-voraussetzungen-fuer-einen-analogieschluss\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;34\/08 &#8211; Keine beg&uuml;nstigte Nachr&uuml;stung mit Ru&szlig;partikelfilter vor Erstzulassung &#8211; Kein Versto&szlig; gegen den Gleichheitssatz durch eingeschr&auml;nkte F&ouml;rderung &#8211; Voraussetzungen f&uuml;r einen Analogieschluss"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.10.2008, II R 34\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine beg&uuml;nstigte Nachr&uuml;stung mit Ru&szlig;partikelfilter vor Erstzulassung &#8211; Kein Versto&szlig; gegen den Gleichheitssatz durch eingeschr&auml;nkte F&ouml;rderung &#8211; Voraussetzungen f&uuml;r einen Analogieschluss<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erwarb Anfang Dezember 2006 einen PKW mit Selbstz&uuml;ndungsmotor. Das Fahrzeug wurde ab Werk serienm&auml;&szlig;ig ohne Ru&szlig;partikelfilter ausgeliefert, auf Veranlassung des Kl&auml;gers mit einem solchen Filter nachger&uuml;stet und dann am 8. Dezember 2006 erstmals zum Verkehr zugelassen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragte am 25. Juli 2007, ihm die Steuerbefreiung gem&auml;&szlig; &sect; 3c Abs. 1 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes (KraftStG) zu gew&auml;hren.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) lehnte den Antrag mit Bescheid vom 18. Oktober 2007 ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Einspruch und Klage blieben erfolglos.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision macht der Kl&auml;ger geltend, das Finanzgericht (FG) habe &sect; 3c KraftStG fehlerhaft ausgelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und das FA zu verpflichten, unter Aufhebung des Bescheids vom 18. Oktober 2007 eine Steuerbefreiung gem&auml;&szlig; &sect; 3c Abs. 1 KraftStG in H&ouml;he von 330 EUR zu gew&auml;hren.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet. Sie war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG hat zutreffend angenommen, dass der Einbau eines Ru&szlig;partikelfilters vor der erstmaligen Zulassung eines PKW zum Verkehr keine nachtr&auml;gliche technische Verbesserung i.S. des &sect; 3c Abs. 1 Satz 1 KraftStG darstellt und die Steuerbefreiung gem&auml;&szlig; &sect; 3c Abs. 1 KraftStG daher nicht zu gew&auml;hren ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach &sect; 3c Abs. 1 KraftStG ist eine befristete Steuerbefreiung zu gew&auml;hren, wenn ein PKW mit Selbstz&uuml;ndungsmotor, der bis zum 31. Dezember 2006 erstmals zugelassen worden ist, vom 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2009 nachtr&auml;glich so verbessert wird, dass er einer der in Satz 1 Nr. 1 der Vorschrift genannten Partikelminderungsstufen entspricht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Nachtr&auml;glich im Sinne dieser Vorschrift ist eine technische Verbesserung, die nach der Zulassung des Fahrzeugs zum Verkehr erfolgt. Dies ergibt sich aus Wortlaut, Regelungszusammenhang und dem Willen des Gesetzgebers.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Eine im Sinne des KraftStG nachtr&auml;gliche technische Verbesserung kann sich sinnvollerweise nur auf einen Zeitpunkt beziehen, der f&uuml;r die Kraftfahrzeugsteuer derart von rechtlicher Bedeutung ist, dass sich eine Ver&auml;nderung des Fahrzeugs im Anschluss an diesen Zeitpunkt, also im Nachhinein, auf die Kraftfahrzeugsteuer auswirkt. Ist Steuergegenstand wie im Streitfall das Halten eines inl&auml;ndischen Fahrzeugs zum Verkehr auf &ouml;ffentlichen Stra&szlig;en (&sect; 1 Abs. 1 Nr. 1 KraftStG) und beginnt die Steuerpflicht mit der erstmaligen Zulassung (&sect; 5 Abs. 1 Nr. 1 KraftStG), kann eine technische Verbesserung somit nur ab diesem Zeitpunkt im kraftfahrzeugsteuerrechtlichen Sinne nachtr&auml;glich sein.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dies entspricht auch dem verkehrsrechtlichen Sprachgebrauch. Danach handelt es sich bei der nachtr&auml;glichen technischen Verbesserung eines Fahrzeugs um eine Nachr&uuml;stung. Eine solche setzt voraus, dass das Fahrzeug schon erstmals zum Verkehr zugelassen ist (Nachr&uuml;stfall, vgl. Tz. 1.1, Tz. 6.2.3 der Anlage XXVI zu &sect; 47 Abs. 3a der Stra&szlig;enverkehrs-Zulassungs-Ordnung &#8211;StVZO&#8211; betreffend Ma&szlig;nahmen gegen die Verunreinigung der Luft durch Partikel von Kraftfahrzeugen mit Selbstz&uuml;ndungsmotor, BGBl I 2006, 288 &#8211;Anlage XXVI StVZO&#8211;). Hiervon zu unterscheiden sind Fahrzeuge, die bereits ab dem Tage, an dem sie erstmals f&uuml;r den Verkehr zugelassen werden, als besonders partikelreduziert gelten (vgl. Tz. 1.1 Anlage XXVI StVZO); darauf, ob sie ab Werk partikelreduziert sind oder erst vor der erstmaligen Zulassung mit der erforderlichen Technik ausgestattet wurden, kommt es danach nicht an (Neufahrzeuge, vgl. Strodthoff, Kraftfahrzeugsteuer, &sect; 3c Rz 2).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Gem&auml;&szlig; &sect; 3c Abs. 1 Satz 3 KraftStG beginnt die Steuerbefreiung an dem Tag, an dem nach der Feststellung der Zulassungsbeh&ouml;rde die Voraussetzungen hierf&uuml;r erf&uuml;llt sind; in den F&auml;llen des Absatzes 2 der Vorschrift ist dies der 1. April 2007. Mit dem Eintritt der Voraussetzungen f&uuml;r eine Steuerbefreiung endet nach &sect; 5 Abs. 2 Satz 3 KraftStG die Steuerpflicht. Aus diesem Regelungszusammenhang ergibt sich ebenfalls, dass die nachtr&auml;gliche technische Verbesserung i.S. des &sect; 3c Abs. 1 Satz 1 KraftStG zu einem Zeitpunkt zu erfolgen hat, der nach Beginn der Steuerpflicht liegt; diese k&ouml;nnte sonst nicht enden. Die Steuerpflicht beginnt f&uuml;r das Halten inl&auml;ndischer Fahrzeuge (&sect; 1 Abs. 1 Nr. 1 KraftStG) mit der Zulassung des Fahrzeugs zum Verkehr (&sect; 5 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. &sect; 6 KraftStG). Die nachtr&auml;gliche technische Verbesserung muss somit nach der Zulassung des Fahrzeugs zum Verkehr erfolgen. Soll eine Steuerbefreiung schon ab dem Tag der erstmaligen Zulassung gelten, ordnet das KraftStG dies auch an (vgl. z.B. &sect; 3b Abs. 1 Satz 1 und &sect; 3d Abs. 1 Satz 2 KraftStG); in &sect; 3c KraftStG ist dies nicht geschehen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Die Beschr&auml;nkung der Steuerbefreiung auf technische Verbesserungen, die nach der erstmaligen Zulassung eines Fahrzeugs erfolgen, entspricht auch dem Willen des Gesetzgebers. Entgegen fr&uuml;heren &Uuml;berlegungen, auch Neuwagen, die mit einem entsprechenden Filter ausger&uuml;stet sind, zu f&ouml;rdern (Strodthoff, a.a.O., &sect; 3c Rz 3; vgl. Antrag der Fraktionen SPD und B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN Luftreinhaltungsgesetze vollziehen &#8211; Risiken durch Feinstaub senken, BTDrucks 15\/5687 vom 15. Juni 2005, sowie Empfehlungen der Aussch&uuml;sse zum Entwurf der Bundesregierung eines Gesetzes zur F&ouml;rderung besonders partikelreduzierter Personenkraftwagen, BRDrucks 394\/1\/05 vom 24. Juni 2005), ist bei der Einleitung des Gesetzgebungsverfahrens zum Vierten Gesetz zur &Auml;nderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes (4. KraftSt&Auml;ndG) die F&ouml;rderung auf die Nachr&uuml;stung im Verkehr befindlicher Fahrzeuge beschr&auml;nkt worden (Gesetzentwurf der Bundesregierung zum 4. KraftSt&Auml;ndG vom 30. November 2006, BRDrucks 872\/06, 7; vom 9. Januar 2007, BTDrucks 16\/4010, 9).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die F&ouml;rderung von Neufahrzeugen mit Selbstz&uuml;ndungsmotor, die vor ihrer Erstzulassung mit moderner Partikeltechnik ausger&uuml;stet werden, kann auch nicht auf eine analoge Anwendung von &sect; 3c Abs. 1 KraftStG gest&uuml;tzt werden. Eine Analogie setzt eine planwidrige L&uuml;cke voraus. Eine solche L&uuml;cke liegt vor, wenn eine Regelung gemessen an ihrem Zweck unvollst&auml;ndig, d.h. erg&auml;nzungsbed&uuml;rftig ist und wenn ihre Erg&auml;nzung nicht einer vom Gesetzgeber beabsichtigten Beschr&auml;nkung auf bestimmte Tatbest&auml;nde widerspricht (vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 26. Juni 2002 IV R 39\/01, BFHE 199, 374, BStBl II 2002, 697). Daran fehlt es, weil die Beschr&auml;nkung der F&ouml;rderung auf Fahrzeuge, die bereits im Verkehr befindlich sind, dem gesetzgeberischen Plan entspricht, nicht erg&auml;nzungsbed&uuml;rftig ist und auch nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz verst&ouml;&szlig;t.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Weder die F&ouml;rderung von PKW mit Selbstz&uuml;ndungsmotor an sich noch die Beschr&auml;nkung der F&ouml;rderung innerhalb dieser Gruppe auf solche Fahrzeuge, die bereits im Verkehr befindlich sind, verst&ouml;&szlig;t gegen den Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die steuerliche F&ouml;rderung ist von der gesetzgeberischen Entscheidung getragen, die Partikelbelastung (&quot;Feinstaub&quot;) durch PKW mit Dieselmotor zu reduzieren, weil jene zu einer signifikanten Erh&ouml;hung der Mortalit&auml;t in der Bev&ouml;lkerung beitr&auml;gt (BTDrucks 16\/4010, 7). Die F&ouml;rderung soll zu deutlich geringeren gesundheitlichen Gef&auml;hrdungen und Belastungen f&uuml;r die Umwelt f&uuml;hren (BTDrucks 16\/4010, 1). Sie dient damit wichtigen Gr&uuml;nden des Gemeinwohls, n&auml;mlich dem Schutz von Leben und k&ouml;rperlicher Unversehrtheit (Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG; vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 30. November 1988&nbsp;&nbsp;1 BvR 1301\/84, BVerfGE 79, 174) wie auch dem Schutz der Umwelt (vgl. BVerfG-Beschluss vom 2. Oktober 1969&nbsp;&nbsp;1 BvL 12\/68, BVerfGE 27, 58).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beschr&auml;nkung der F&ouml;rderung liegt die Unterscheidung in Neufahrzeuge, die mit einem Partikelminderungssystem ausger&uuml;stet sind, und solche Fahrzeuge, die ohne moderne Partikelausr&uuml;stung im Verkehr befindlich sind und nachger&uuml;stet werden sollen, zugrunde. Sie findet ihre Rechtfertigung einerseits darin, einen finanziellen Anreiz zu geben, Fahrzeuge nachzur&uuml;sten, die sonst nicht oder nicht zeitnah nachger&uuml;stet w&uuml;rden (BTDrucks 16\/4010, 9), und zum anderen darin, dass die Nachr&uuml;stung solcher Fahrzeuge gegen&uuml;ber der Ausstattung von Neufahrzeugen mit moderner Partikelausr&uuml;stung typischerweise einen h&ouml;heren Aufwand und vergleichsweise h&ouml;here Kosten verursacht. Der Wert der Steuerbefreiung deckt nach der Gesetzesbegr&uuml;ndung etwa 50 % der Nachr&uuml;stungskosten f&uuml;r die weit &uuml;berwiegend zum Einsatz kommenden ungeregelten Partikelminderungssysteme ab (BTDrucks 16\/4010, 9). Der Gesetzgeber bewegt sich hierbei im Rahmen seiner grunds&auml;tzlichen Befugnis, der Besteuerung aus Gr&uuml;nden der Praktikabilit&auml;t pauschale Ma&szlig;st&auml;be zugrunde zu legen und sich mit einer &quot;Typengerechtigkeit&quot; zu begn&uuml;gen (vgl. z.B. BVerfG-Beschluss vom 6. Dezember 1983&nbsp;&nbsp;2 BvR 1275\/79, BVerfGE 65, 325, 354).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.10.2008, II R 34\/08 Keine beg&uuml;nstigte Nachr&uuml;stung mit Ru&szlig;partikelfilter vor Erstzulassung &#8211; Kein Versto&szlig; gegen den Gleichheitssatz durch eingeschr&auml;nkte F&ouml;rderung &#8211; Voraussetzungen f&uuml;r einen Analogieschluss Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erwarb Anfang Dezember 2006 einen PKW mit Selbstz&uuml;ndungsmotor. Das Fahrzeug wurde ab Werk serienm&auml;&szlig;ig ohne Ru&szlig;partikelfilter ausgeliefert, auf &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-34-08-keine-beguenstigte-nachruestung-mit-russpartikelfilter-vor-erstzulassung-kein-verstoss-gegen-den-gleichheitssatz-durch-eingeschraenkte-foerderung-voraussetzungen-fuer-einen-analogieschluss\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;34\/08 &#8211; Keine beg&uuml;nstigte Nachr&uuml;stung mit Ru&szlig;partikelfilter vor Erstzulassung &#8211; Kein Versto&szlig; gegen den Gleichheitssatz durch eingeschr&auml;nkte F&ouml;rderung &#8211; Voraussetzungen f&uuml;r einen Analogieschluss<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17804","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17804","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17804"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17804\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17804"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17804"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17804"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}