{"id":17805,"date":"2012-12-19T14:24:53","date_gmt":"2012-12-19T12:24:53","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17805"},"modified":"2012-12-19T14:24:53","modified_gmt":"2012-12-19T12:24:53","slug":"i-r-31-08-erfolgsneutrale-bildung-organschaftlicher-aktiver-ausgleichsposten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-31-08-erfolgsneutrale-bildung-organschaftlicher-aktiver-ausgleichsposten\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;31\/08 &#8211; Erfolgsneutrale Bildung organschaftlicher aktiver Ausgleichsposten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.10.2008, I R 31\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Erfolgsneutrale Bildung organschaftlicher aktiver Ausgleichsposten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, war im Streitjahr 1992 Organtr&auml;gerin der &#8230; GmbH (T). Sie hat seit dem Streitjahr 1992 ein abweichendes Wirtschaftsjahr vom 1. Oktober bis 30. September. Nach einer Betriebspr&uuml;fung ging der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) davon aus, dass zum 31. Dezember 1991 ein aktiver steuerlicher Ausgleichsposten in H&ouml;he von 743 817 DM zu bilden sei. Bei einer nachfolgenden Betriebspr&uuml;fung f&uuml;r die Jahre 1993 bis 1996 wurde dieser Posten unter Ber&uuml;cksichtigung von Mehr- und Minderabf&uuml;hrungen fortgef&uuml;hrt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin reichte f&uuml;r das Streitjahr 1992 ge&auml;nderte Steuererkl&auml;rungen ein und machte geltend, die Berichtigung der Bilanzans&auml;tze zum 31. Dezember 1991 durch die Betriebspr&uuml;fung f&uuml;hre zu einer &Auml;nderung der Anfangsbilanz des Jahres 1992, weshalb die Veranlagung 1992 gem&auml;&szlig; &sect; 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 der Abgabenordnung (AO) zu korrigieren sei (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 19. August 1999 IV R 73\/98, BFHE 190, 5, BStBl II 2000, 18; vom 30. Juni 2005 IV R 11\/04, BFHE 210, 196, BStBl II 2005, 809). Das FA erlie&szlig; daraufhin einen ge&auml;nderten Bescheid &uuml;ber K&ouml;rperschaftsteuer und Feststellungen nach &sect; 47 Abs. 2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG 1991) f&uuml;r das Jahr 1992 sowie einen ge&auml;nderten Bescheid zum 30. September 1992 &uuml;ber die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect; 47 Abs. 1 KStG 1991. Darin ging es abweichend von der Kl&auml;gerin von einem um 986 317 DM erh&ouml;hten Endverm&ouml;gen zum 30. September 1992 aus. Dieses Endverm&ouml;gen resultiert aus dem bereits zum 31. Dezember 1991 gebildeten aktiven Ausgleichsposten in H&ouml;he von 743 817 DM zzgl. einer der H&ouml;he nach nicht streitigen Minderabf&uuml;hrung in H&ouml;he von 242 500 DM. Den zuletzt genannten Betrag zog das FA gem&auml;&szlig; R 59 Abs. 1 Satz 3 der K&ouml;rperschaftsteuer-Richtlinien (KStR 1990) au&szlig;erhalb der Steuerbilanz wieder vom Einkommen der Kl&auml;gerin ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit ihrer Klage machte die Kl&auml;gerin geltend, die Minderabf&uuml;hrungen des Jahres 1992 in H&ouml;he von 242 500 DM k&ouml;nnten nicht nach &sect; 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO gewinnerh&ouml;hend ber&uuml;cksichtigt werden. Das Finanzgericht (FG) Baden-W&uuml;rttemberg wies die Klage mit Urteil vom 24. September 2007&nbsp;&nbsp;6 K 431\/04, ver&ouml;ffentlicht in Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 17, ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin eine Verletzung materiellen Rechts. Sie beantragt sinngem&auml;&szlig;, das Urteil des FG aufzuheben und unter &Auml;nderung der angefochtenen Bescheide ein negatives Einkommen von 1 288 679 DM festzustellen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet. Das FG hat im Ergebnis zu Recht entschieden, dass die angefochtenen Steuerbescheide des Streitjahres rechtm&auml;&szlig;ig sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Zwischen der Kl&auml;gerin und der T bestand im Streitjahr ein Organschaftsverh&auml;ltnis. Gem&auml;&szlig; &sect; 14 i.V.m. &sect; 17 KStG 1991 war der Kl&auml;gerin daher das Einkommen der T zuzurechnen. Da die Organgesellschaft nur verpflichtet ist, ihren handelsrechtlichen Gewinn an den Organtr&auml;ger abzuf&uuml;hren (&sect; 291 Abs. 1 des Aktiengesetzes &#8211;AktG&#8211;), und der Organtr&auml;ger nur den handelsrechtlich erlittenen Verlust der Organgesellschaft ausgleichen muss (&sect; 302 Abs. 1 AktG), k&ouml;nnen steuerlich zugerechnetes Einkommen und tats&auml;chlich abgef&uuml;hrtes Einkommen differieren. Die hieraus resultierenden sog. Mehr- und Minderabf&uuml;hrungen werden beim Organtr&auml;ger durch aktive oder passive Ausgleichsposten ber&uuml;cksichtigt. Eine Minderabf&uuml;hrung liegt vor, wenn der handelsbilanzielle Gewinn der Organgesellschaft geringer ist als der steuerbilanzielle Gewinn.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Zwischen den Beteiligten ist unstreitig, dass es im Streitjahr zu einer Minderabf&uuml;hrung in H&ouml;he von 242 500 DM gekommen ist, so dass in H&ouml;he dieses Betrages bei der Kl&auml;gerin ein aktiver Ausgleichsposten zu bilden war.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die Zurechnung des Einkommens der Organgesellschaft gem&auml;&szlig; &sect; 14 KStG 1991 und die Einkommensermittlung beim Organtr&auml;ger nach allgemeinen Gewinnermittlungsgrunds&auml;tzen sollen nicht zu einer Doppelbesteuerung des Organeinkommens f&uuml;hren (Senatsurteile vom 24. Juli 1996 I R 41\/93, BFHE 181, 53, BStBl II 1996, 614; vom 7. Februar 2007 I R 5\/05, BFHE 216, 530, BStBl II 2007, 796). Zu einer solchen doppelten Besteuerung des Organeinkommens k&ouml;nnte es ohne Bildung eines aktiven Ausgleichspostens bei Minderabf&uuml;hrungen dann kommen, wenn die Beteiligung an der Organgesellschaft ver&auml;u&szlig;ert wird. Soweit das dem Organtr&auml;ger zuzurechnende steuerbilanzielle Einkommen den handelsrechtlich abzuf&uuml;hrenden Betrag &uuml;berstiegen hat, ist es bei der Organgesellschaft verblieben, da insoweit handelsrechtlich keine Verpflichtung zur Abf&uuml;hrung bestand. Wird die Beteiligung an der Organgesellschaft ver&auml;u&szlig;ert, wird der Erwerber &#8211;jedenfalls bei typisierender Betrachtung&#8211; auch den Teil des Eigenkapitals der Organgesellschaft entgelten, der infolge der Minderabf&uuml;hrungen bei der Organgesellschaft verblieben ist. Da die Organtr&auml;gerin diesen Betrag bereits versteuert hat, w&uuml;rde derselbe Betrag im Rahmen des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns nochmals besteuert. Dies zu verhindern, ist Zweck der Bildung aktiver Ausgleichsposten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Ein aktiver Ausgleichsposten ist steuerneutral zu bilden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dies folgt schon daraus, dass nach Auffassung des Senats organschaftliche Ausgleichsposten lediglich bilanztechnische Erinnerungsposten sind, die aus organschaftlichen Besonderheiten resultieren und au&szlig;erhalb der Steuerbilanz des Organtr&auml;gers festzuhalten sind (vgl. Senatsurteile in BFHE 181, 53, BStBl II 1996, 614; in BFHE 216, 530, BStBl II 2007, 796, m.w.N. zu der Rechtslage vor Inkrafttreten des &sect; 14 Abs. 4 KStG i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2008 vom 20. Dezember 2007, BGBl I 2007, 3150, BStBl I 2008, 218). Ihre Bildung wirkt sich weder gewinnerh&ouml;hend noch gewinnmindernd aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach anderer Auffassung sind aktive Ausgleichsposten als steuerbilanzielle Korrekturposten zum Wert der Beteiligung zu beurteilen und in die Steuerbilanz aufzunehmen (s. Nachweise im Senatsurteil in BFHE 216, 530, BStBl II 2007, 796; vgl. auch Rei&szlig;, Der Konzern 2008, 9; Bareis, Deutsches Steuerrecht 2008, 335); die sich hieraus ergebende Gewinnerh&ouml;hung ist jedoch au&szlig;erhalb der Bilanz durch entsprechende Abrechnungen zu neutralisieren (R 59 Abs. 1 Satz 3 KStR 1990, jetzt: R 63 Abs. 1 Satz 3 KStR 2004; vgl. auch D&ouml;tsch\/Pung, Der Betrieb 2007, 2669, 2674; Neumann in Gosch, KStG, &sect; 14 Rz 445, 457; Ku&szlig;maul\/ Richter, Betriebs-Berater 2007, 1257; Frotscher in Frotscher\/ Maas, KStG\/UmwStG, &sect; 14 KStG Rz 311a).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Die Kl&auml;gerin hat mit den ge&auml;nderten Steuererkl&auml;rungen f&uuml;r das Streitjahr auch eine ge&auml;nderte Steuerbilanz zum 30. September 1992 beim FA eingereicht, in der sie den zum 31. Dezember 1991 durch die Betriebspr&uuml;fung gebildeten aktiven Ausgleichsposten in H&ouml;he von 743 817 DM gewinnmindernd ausgebucht hatte. Das FA ging demgegen&uuml;ber von einem um 242 500 DM erh&ouml;hten aktiven Ausgleichsposten von 986 317 DM zum 30. September 1992 aus. Die sich hieraus ergebende Betriebsverm&ouml;gensmehrung gegen&uuml;ber dem Verm&ouml;gen zum 31. Dezember 1991 in H&ouml;he von 242 500 DM hat es durch eine entsprechende Minderung au&szlig;erhalb der Bilanz gem&auml;&szlig; R 59 Abs. 1 Satz 3 KStR 1990 neutralisiert. Dies ist im Ergebnis nicht zu beanstanden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ein aktiver Ausgleichsposten ist zwar nach Auffassung des Senats nur ein bilanztechnischer Erinnerungsposten au&szlig;erhalb der Steuerbilanz, so dass der Gewinn der Kl&auml;gerin um die Minderabf&uuml;hrungen des Streitjahres in H&ouml;he von 242 500 DM zu mindern ist. Gleichzeitig ist jedoch die Einkommensminderung gem&auml;&szlig; R 59 Abs. 1 Satz 3 KStR 1990 r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen, da der Grund f&uuml;r eine au&szlig;erbilanzielle Einkommensminderung entfallen ist. Im Ergebnis ist daher die Steuerfestsetzung rechtm&auml;&szlig;ig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Etwas Abweichendes folgt auch nicht daraus, dass in die der Veranlagung zu Grunde liegende Steuerbilanz zum 30. September 1992 zu Unrecht der bereits zum 31. Dezember 1991 gebildete aktive Ausgleichsposten in H&ouml;he von 743 817 DM aufgenommen wurde. Denn die Steuerbilanz ist insoweit wegen der bestandskr&auml;ftigen Veranlagung des Jahres 1991 erfolgsneutral im Streitjahr zu korrigieren. Hat sich der fehlerhafte Bilanzansatz (hier die Aufnahme eines aktiven Ausgleichspostens) in den Vorjahren steuerlich nicht ausgewirkt, so ist unter Durchbrechung des formellen Bilanzenzusammenhangs in der Anfangsbilanz der fehlerhafte Bilanzansatz durch den richtigen zu ersetzen (BFH-Beschluss vom 22. April 1998 IV B 107\/97, BFH\/NV 1999, 162; Bl&uuml;mich\/Wied, &sect; 4 EStG Rz 1009). So verh&auml;lt es sich hier. Die Bildung des aktiven Ausgleichspostens im Jahr 1991 hat zwar den Steuerbilanzgewinn der Kl&auml;gerin erh&ouml;ht, diese Erh&ouml;hung zeitigte jedoch keine steuerlichen Folgen, da das FA das Einkommen der Kl&auml;gerin um diesen Betrag wiederum gem&auml;&szlig; R 59 Abs. 1 Satz 3 KStR 1990 gemindert hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.10.2008, I R 31\/08 Erfolgsneutrale Bildung organschaftlicher aktiver Ausgleichsposten Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, war im Streitjahr 1992 Organtr&auml;gerin der &#8230; GmbH (T). 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