{"id":17847,"date":"2012-12-19T14:50:04","date_gmt":"2012-12-19T12:50:04","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17847"},"modified":"2012-12-19T14:50:04","modified_gmt":"2012-12-19T12:50:04","slug":"vii-r-15-08-nacherhebung-von-einfuhrabgaben-bei-widerrufener-praeferenzbescheinigung-anwendung-des-art-220-abs-2-buchst-b-des-zollkodex-beweiswuerdigung-durch-finanzgericht-erkundigungspflicht-und-gut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-15-08-nacherhebung-von-einfuhrabgaben-bei-widerrufener-praeferenzbescheinigung-anwendung-des-art-220-abs-2-buchst-b-des-zollkodex-beweiswuerdigung-durch-finanzgericht-erkundigungspflicht-und-gut\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;15\/08 &#8211; Nacherhebung von Einfuhrabgaben bei widerrufener Pr&auml;ferenzbescheinigung &#8211; Anwendung des Art. 220 Abs. 2 Buchst. b des Zollkodex &#8211; Beweisw&uuml;rdigung durch Finanzgericht &#8211; Erkundigungspflicht und Gutgl&auml;ubigkeit des Abgabenschuldners"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.12.2008, VII R 15\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Nacherhebung von Einfuhrabgaben bei widerrufener Pr&auml;ferenzbescheinigung &#8211; Anwendung des Art. 220 Abs. 2 Buchst. b des Zollkodex &#8211; Beweisw&uuml;rdigung durch Finanzgericht &#8211; Erkundigungspflicht und Gutgl&auml;ubigkeit des Abgabenschuldners<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) meldete im Juli 1996 eine Warensendung T-Shirts aus Bangladesh zur Abfertigung zum freien Verkehr an, wobei sie zur Erlangung der beantragten und f&uuml;r Waren dieses Ursprungs vorgesehenen Zollpr&auml;ferenz ein am 30. Mai 1996 vom Export Promotion Bureau (EPB) in Bangladesh ausgestelltes Ursprungszeugnis nach Formblatt A vorlegte. Die Waren wurden antragsgem&auml;&szlig; zum Zollsatz frei abgefertigt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Feststellungen einer Ende 1996 in Bangladesh durchgef&uuml;hrten Gemeinschaftsmission ergaben, dass eine gro&szlig;e Anzahl dort ausgestellter Ursprungszeugnisse gef&auml;lscht oder zu Unrecht ausgestellt worden war. Mit Schreiben an die Kommission vom 1. Oktober 1997 wurde seitens des EPB eine Reihe von Ursprungszeugnissen f&uuml;r ung&uuml;ltig erkl&auml;rt oder widerrufen, darunter auch das von der Kl&auml;gerin f&uuml;r die streitige Einfuhr vorgelegte. Daraufhin erhob der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Hauptzollamt &#8211;HZA- mit Steuer&auml;nderungsbescheid vom 7. Januar 1998 Zoll in H&ouml;he von &#8230; DM nach. Hiergegen erhob die Kl&auml;gerin Einspruch.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Au&szlig;erdem beantragte sie im August 1998 den Erlass der Einfuhrabgaben aus Billigkeitsgr&uuml;nden und legte in diesem Verfahren im Juni 2000 die Kopie eines Schreibens des EPB vom 14. Mai 2000 vor, mit dem der Pr&auml;ferenzursprung der streitigen Einfuhrwaren nachtr&auml;glich best&auml;tigt wurde, das sich jedoch aufgrund sp&auml;terer Ermittlungen als F&auml;lschung erwies. Die Ermittlungsbeh&ouml;rden nahmen seinerzeit an, dass das vorgelegte Schreiben aus einem anderen an die deutsche Zollverwaltung gerichteten Schreiben des EPB vom 14. Mai 2000, welches die Kl&auml;gerin nachrichtlich erhalten hatte, hergestellt worden war. Das daraufhin gegen den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;gerin eingeleitete strafrechtliche Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Urkundenf&auml;lschung und der versuchten Steuerhinterziehung wurde sp&auml;ter gegen Zahlung einer Geldbu&szlig;e eingestellt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das HZA wies den Einspruch der Kl&auml;gerin gegen den Steuer&auml;nderungsbescheid zur&uuml;ck und lehnte auch den Erlassantrag ab; der hiergegen erhobene Einspruch blieb ebenfalls erfolglos.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Auf die hiergegen jeweils erhobenen Klagen, die zu gemeinsamer Verhandlung und Entscheidung verbunden wurden, hob das Finanzgericht (FG) den Steuer&auml;nderungsbescheid auf. Das FG urteilte, dass Art. 220 Abs. 2 Buchst. b des Zollkodex (ZK) der Nacherhebung der Einfuhrabgaben entgegenstehe. Die bei der Einfuhrabfertigung unterbliebene Abgabenerhebung beruhe auf einem Irrtum der Zollbeh&ouml;rden, der vern&uuml;nftigerweise von der Kl&auml;gerin nicht habe erkannt werden k&ouml;nnen. Das Gericht folge insoweit den in gleich gelagerten F&auml;llen ergangenen Entscheidungen der Kommission vom 28. Oktober 2003 (REC 03\/03) sowie des Hessischen FG vom 14. April 2005&nbsp;&nbsp;7 K 1398\/04 (Zeitschrift f&uuml;r Z&ouml;lle und Verbrauchsteuern &#8211;ZfZ&#8211; 2005, 379), wonach davon auszugehen sei, dass die zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden in Bangladesh wussten oder zumindest h&auml;tten wissen m&uuml;ssen, dass die Waren, f&uuml;r welche sie Ursprungszeugnisse ausgestellt hatten, in Wahrheit nicht die Voraussetzungen f&uuml;r eine Pr&auml;ferenzbehandlung erf&uuml;llten. Bis zur Ver&ouml;ffentlichung einer entsprechenden Mitteilung im Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften (ABlEG) vom 5. April 1997 seien die Einf&uuml;hrer weder &uuml;ber die Pflichtverletzungen der Beh&ouml;rden in Bangladesh informiert noch vor m&ouml;glichen Risiken bei Textileinfuhren aus diesem Land gewarnt gewesen. Im ma&szlig;gebenden Zeitpunkt der Zollanmeldung sei die Kl&auml;gerin auch gutgl&auml;ubig gewesen. Es komme nicht darauf an, ob dem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;gerin oder anderen Mitarbeitern wegen der Vorlage des gef&auml;lschten Schreibens des EPB vom 14. Mai 2000 im anschlie&szlig;enden Einspruchsverfahren ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorgeworfen werden k&ouml;nne. Aufgrund des Vorbringens der Kl&auml;gerin und der Angaben ihres Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers in der m&uuml;ndlichen Verhandlung sei auch davon auszugehen, dass sich die Kl&auml;gerin mit gebotener Sorgfalt vergewissert habe, dass alle Voraussetzungen f&uuml;r eine Pr&auml;ferenzbehandlung erf&uuml;llt seien.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit seiner Revision macht das HZA geltend, dass der Einf&uuml;hrer nicht nur die pr&auml;ferenzbegr&uuml;ndenden Ursprungsregeln des Allgemeinen Pr&auml;ferenzsystems kennen, sondern sich auch mit der gebotenen Sorgfalt vergewissern m&uuml;sse, dass diese Regeln auf seine Einfuhrware rechtm&auml;&szlig;ig angewandt worden seien. Hierf&uuml;r reiche der blo&szlig;e Erhalt eines ausgestellten Ursprungszeugnisses und eine m&uuml;ndliche Best&auml;tigung der Ursprungseigenschaft durch den Ausf&uuml;hrer nicht aus. Das Vorbringen der Kl&auml;gerin lasse nicht erkennen, dass sie ausreichend in tats&auml;chlicher und rechtlicher Weise gepr&uuml;ft habe, ob alle Voraussetzungen f&uuml;r eine Pr&auml;ferenzbehandlung vorgelegen h&auml;tten. Soweit das FG anders entschieden habe, habe es das Gesamtergebnis des Verfahrens, insbesondere seinen (des HZA) Hinweis auf den Vortrag des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers der Kl&auml;gerin unber&uuml;cksichtigt gelassen, dass er das Amtsblatt und die dort ver&ouml;ffentlichten Warnhinweise nicht lese. Das FG h&auml;tte die Kl&auml;gerin zur Vorlage beweiskr&auml;ftiger Unterlagen dar&uuml;ber auffordern m&uuml;ssen, dass sich die Kl&auml;gerin mit der gebotenen Sorgfalt &uuml;ber die Voraussetzungen der Pr&auml;ferenzbehandlung informiert habe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Schlie&szlig;lich weiche das FG-Urteil zum einen von dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 12. Oktober 1999 VII R 6\/99 (BFHE 190, 507) ab, mit dem dieser in einem vergleichbaren, den Bangladesh-Komplex betreffenden Fall die Nacherhebung der Einfuhrabgaben f&uuml;r rechtm&auml;&szlig;ig gehalten habe, und zum anderen vom Urteil des Hessischen FG in ZfZ 2005, 379, das in einem Parallelverfahren der Kl&auml;gerin die Erstattung der nacherhobenen Einfuhrabgaben versagt habe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das HZA beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Sie folgt im Wesentlichen den Ausf&uuml;hrungen des FG und meint, dass mit der Forderung des HZA nach einer allumfassenden Untersuchungspflicht des Importeurs in einem fremden Staat die Anforderungen an die vom Gesetz geforderte gebotene Sorgfalt &uuml;berspannt w&uuml;rden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision des HZA ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat den angefochtenen Steuer&auml;nderungsbescheid zu Recht aufgehoben, weil er rechtswidrig ist und die Kl&auml;gerin in ihren Rechten verletzt (&sect; 100 Abs. 1 Satz 1 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Bei der Abfertigung der streitigen Einfuhrsendung sind die Waren zwar zu Unrecht zum Zollsatz frei abgefertigt worden, weil das f&uuml;r die Pr&auml;ferenzbehandlung vorgelegte Ursprungszeugnis nach Formblatt A sp&auml;ter widerrufen worden ist. Der nachtr&auml;glichen buchm&auml;&szlig;igen Erfassung des zu erhebenden Abgabenbetrags steht jedoch Art. 220 Abs. 2 Buchst. b ZK entgegen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Nach Unterabsatz 1 dieser Vorschrift erfolgt keine nachtr&auml;gliche buchm&auml;&szlig;ige Erfassung, wenn der gesetzlich geschuldete Abgabenbetrag aufgrund eines Irrtums der Zollbeh&ouml;rden nicht buchm&auml;&szlig;ig erfasst worden ist, sofern dieser Irrtum vern&uuml;nftigerweise vom Zollschuldner nicht erkannt werden konnte und dieser gutgl&auml;ubig gehandelt und alle geltenden Bestimmungen betreffend die Zollerkl&auml;rung beachtet hat. F&uuml;r die F&auml;lle einer sich als unzutreffend erweisenden Pr&auml;ferenzbescheinigung ist Art. 220 Abs. 2 Buchst. b ZK durch die am 19. Dezember 2000 in Kraft getretene Verordnung (EG) Nr. 2700\/2000 (VO Nr. 2700\/2000) des Europ&auml;ischen Parlaments und des Rates vom 16. November 2000 zur &Auml;nderung der Verordnung (EWG) Nr. 2913\/92 des Rates zur Festlegung des Zollkodex der Gemeinschaften (ABlEG Nr. L 311\/17) um die Unterabs&auml;tze 2 bis 5 erweitert worden. Nach dem Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Gemeinschaften &#8211;EuGH&#8211; vom 9. M&auml;rz 2006 C-293\/04 (Slg. 2006, I-2263, ZfZ 2006, 157) ist Art. 220 Abs. 2 Buchst. b ZK in dieser Fassung auch auf eine Zollschuld anwendbar, die &#8211;wie im Streitfall&#8211; vor dem Inkrafttreten der VO Nr. 2700\/2000 entstanden und nacherhoben worden ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Das FG hat zu Recht angenommen, dass die unzutreffende Anwendung des Pr&auml;ferenzzollsatzes und die somit unterbliebene buchm&auml;&szlig;ige Erfassung der Einfuhrabgaben in gesetzlich geschuldeter H&ouml;he auf einem beh&ouml;rdlichen Irrtum beruhte, der von der Kl&auml;gerin als Zollschuldner vern&uuml;nftigerweise nicht erkannt werden konnte, weil im Streitfall die Voraussetzungen des Art. 220 Abs. 2 Buchst. b Unterabs. 2 ZK erf&uuml;llt sind. Nach dieser Vorschrift gilt im Rahmen eines Systems der administrativen Zusammenarbeit unter Beteiligung einer drittl&auml;ndischen Beh&ouml;rde die Ausstellung einer Pr&auml;ferenzbescheinigung durch diese Beh&ouml;rde, falls sich die Bescheinigung sp&auml;ter als unrichtig erweist, als ein Irrtum, der vern&uuml;nftigerweise nicht erkannt werden konnte. Diese Voraussetzungen sind vorliegend gegeben, denn das von der Kl&auml;gerin bei der Abfertigung vorgelegte, vom EPB ausgestellte Ursprungszeugnis hat sich als unrichtig erwiesen, weil der in der Bescheinigung angegebene Warenursprung nicht best&auml;tigt werden konnte (vgl. EuGH-Urteil in Slg. 2006, I-2263, ZfZ 2006, 157, Rz. 35).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG hat des Weiteren rechtsfehlerfrei angenommen, dass ein Fall des Art. 220 Abs. 2 Buchst. b Unterabs. 3 ZK, in dem die Pr&auml;ferenzbescheinigung auf einer unrichtigen Darstellung der Fakten seitens des Ausf&uuml;hrers beruht, nicht vorliegt. Ob es sich um einen solchen Fall handelt, ist aufgrund einer dem Tatrichter vorbehaltenen W&uuml;rdigung der im Einzelfall festgestellten Tatsachen zu beantworten. Der Senat ist daher im Streitfall gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO an die Tatsachenw&uuml;rdigung des FG gebunden, weil zul&auml;ssige und begr&uuml;ndete Revisionsgr&uuml;nde insoweit nicht vorgebracht sind. Das HZA macht insbesondere nicht geltend, dass das FG entscheidungserhebliche Tatsachen bei seiner W&uuml;rdigung in verfahrensrechtlicher Weise unber&uuml;cksichtigt gelassen hat oder dass seine W&uuml;rdigung unter Versto&szlig; gegen Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungss&auml;tze zustande gekommen ist. Es ist dar&uuml;ber hinaus auch nicht ersichtlich, dass dem FG bei seiner Beurteilung, dass kein Fall des Art. 220 Abs. 2 Buchst. b Unterabs. 3 ZK vorliegt, Rechtsfehler unterlaufen sind. Zum einen ist das FG zu Recht davon ausgegangen, dass das HZA insoweit die Darlegungs- und Beweislast tr&auml;gt (vgl. EuGH-Urteil in Slg. 2006, I-2263, ZfZ 2006, 157, Rz. 39). Zum anderen ist es rechtlich nicht zu beanstanden, dass sich das FG insoweit die Entscheidung der Kommission vom 28. Oktober 2003 (REC 03\/03) zu eigen gemacht hat und davon ausgegangen ist, dass die zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden in Bangladesh wussten oder zumindest h&auml;tten wissen m&uuml;ssen, dass die Waren, f&uuml;r welche sie Ursprungszeugnisse ausstellten, die Voraussetzungen f&uuml;r eine Zollpr&auml;ferenz in Wahrheit nicht erf&uuml;llten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zu Unrecht meint die Revision, dass das FG mit seinem Urteil von dem Senatsurteil in BFHE 190, 507 abweiche. Jenem Senatsurteil lagen andere tats&auml;chliche und rechtliche Voraussetzungen zugrunde. Zum einen war der Senat seinerzeit in &Uuml;bereinstimmung mit der Vorinstanz davon ausgegangen, dass Anhaltspunkte f&uuml;r einen sog. aktiven Irrtum des EPB nicht vorl&auml;gen, weil nicht auszuschlie&szlig;en sei, dass es die Ursprungszeugnisse nicht in Verkennung der Ursprungsregeln, sondern aufgrund falscher Angaben des Ausf&uuml;hrers ausgestellt habe. Zum anderen gab es damals eine dem Art. 220 Abs. 2 Buchst. b Unterabs. 2 und 3 ZK entsprechende Vorschrift, die einen beh&ouml;rdlichen Irrtum auch bei falschen Angaben des Ausf&uuml;hrers fingiert, wenn die ausstellende Beh&ouml;rde hiervon wusste oder h&auml;tte wissen m&uuml;ssen, noch nicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Die unter den Voraussetzungen des Art. 220 Abs. 2 Buchst. b Unterabs. 2 und 3 ZK vorgeschriebene gesetzliche Fiktion eines beh&ouml;rdlichen Irrtums, der vern&uuml;nftigerweise nicht erkannt werden konnte, kommt &#8211;wie sich aus der einleitenden Vorschrift des Unterabs. 1 ergibt&#8211; nur dem im jeweiligen Nacherhebungsfall gutgl&auml;ubigen Abgabenschuldner zugute, wobei dieser nach Unterabs. 4 der Vorschrift Gutgl&auml;ubigkeit geltend machen kann, indem er darlegt, dass er sich w&auml;hrend der Zeit des betreffenden Handelsgesch&auml;fts mit gebotener Sorgfalt vergewissert hat, dass alle Voraussetzungen f&uuml;r eine Pr&auml;ferenzbehandlung erf&uuml;llt worden sind. Das FG hat im Streitfall auch das Vorliegen dieser Voraussetzung rechtsfehlerfrei bejaht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Wird im Fall der Ausstellung einer unrichtigen Pr&auml;ferenzbescheinigung durch eine drittl&auml;ndische Beh&ouml;rde der &#8211;objektiv&#8211; nicht erkennbare Irrtum fingiert und macht der Abgabenschuldner geltend, dass auch er in dem speziellen Einfuhrfall gutgl&auml;ubig gewesen sei und keine Kenntnis von der Unrichtigkeit der f&uuml;r die beantragte Pr&auml;ferenzbehandlung vorgelegten Bescheinigung gehabt habe, so darf diese fehlende Kenntnis nicht darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sein, dass sich der Abgabenschuldner nur unzureichend dar&uuml;ber informiert hat, ob die Einfuhrwaren die erforderlichen Pr&auml;ferenzvoraussetzungen erf&uuml;llen. Die Erf&uuml;llung dieser Pflicht des Abgabenschuldners, sich in gebotener Weise zu informieren, ist daher im Hinblick auf die fehlende Voraussetzung f&uuml;r eine Pr&auml;ferenzbehandlung der Einfuhrwaren zu pr&uuml;fen und zu w&uuml;rdigen, so dass im Einzelfall zu fragen ist, ob der Abgabenschuldner das Fehlen der Pr&auml;ferenzvoraussetzung h&auml;tte feststellen k&ouml;nnen, wenn er sich in der gebotenen Weise informiert h&auml;tte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ob der Abgabenschuldner dieser Erkundigungspflicht mit &quot;gebotener Sorgfalt&quot; nachgekommen ist, ist wiederum eine vom Tatrichter aufgrund der im Einzelfall festgestellten Tatsachen zu beantwortende Frage, bei der nach den jeweiligen Umst&auml;nden verschiedene Gesichtspunkte eine Rolle spielen k&ouml;nnen, denen nach dem jeweiligen Einzelfall auch unterschiedliches Gewicht zukommen kann. Grunds&auml;tzlich ist nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des EuGH die Art des beh&ouml;rdlichen Irrtums unter Ber&uuml;cksichtigung des Komplexit&auml;tsgrades der betreffenden Regelung zu der Berufserfahrung des betroffenen Wirtschaftsteilnehmers im Importgesch&auml;ft in Beziehung zu setzen (EuGH-Urteil vom 3. M&auml;rz 2005 C-499\/03 P, Slg. 2005, I-1751, ZfZ 2005, 228, m.w.N.). In den durch Art. 220 Abs. 2 Buchst. b Unterabs. 2 bis 5 ZK geregelten F&auml;llen ist also zun&auml;chst zu ber&uuml;cksichtigen, weshalb sich die ausgestellte Pr&auml;ferenzbescheinigung als unrichtig erwiesen hat, an welchen Voraussetzungen f&uuml;r die Pr&auml;ferenzbehandlung der betreffenden Ware es also gefehlt hat. Auf Seiten des Abgabenschuldners ist die Frage zu beantworten, ob er aufgrund seiner Berufserfahrung den Mangel h&auml;tte erkennen k&ouml;nnen, ob es sich z.B. um ein ungew&ouml;hnliches, der Handelspraxis nicht entsprechendes Einfuhrgesch&auml;ft gehandelt hat oder ob sich ihm aufgrund bestimmter Umst&auml;nde Zweifel h&auml;tten aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, ob die ursprungsbegr&uuml;ndende Herstellung der Einfuhrwaren in dem betreffenden Drittland &uuml;berhaupt m&ouml;glich ist, und er diese Zweifel h&auml;tte kl&auml;ren k&ouml;nnen (vgl. Urteil des Gerichts erster Instanz der Europ&auml;ischen Gemeinschaften &#8211;EuG&#8211; vom 10. Mai 2001 T-186\/97, Slg. 2001, II-1337, Rz. 296 f., ZfZ 2001, 229).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser Kriterien ist die Entscheidung des FG, die Gutgl&auml;ubigkeit der Kl&auml;gerin im Streitfall zu bejahen, nicht zu beanstanden. Zu Recht hat das FG insoweit &#8211;wie es Art. 220 Abs. 2 Buchst. b Unterabs. 4 ZK vorschreibt&#8211; auf die Zeit des betreffenden Handelsgesch&auml;fts abgestellt und hat das sp&auml;tere, nach der streitigen Einfuhr liegende Verhalten des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers der Kl&auml;gerin und ihrer Mitarbeiter unber&uuml;cksichtigt gelassen. F&uuml;r die Zeit des streitigen Einfuhrgesch&auml;fts hat das FG aufgrund der unbestrittenen Angaben der Kl&auml;gerin festgestellt, dass diese schon seit l&auml;ngerer Zeit Textilien aus Bangladesh &uuml;ber stets dieselben zwei Vertragspartner eingef&uuml;hrt hatte, wobei die Ursprungseigenschaft der gekauften Waren jeweils Vertragsbestandteil war, dass es in der Vergangenheit nie Probleme mit den Ursprungszeugnissen gegeben und ihr Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einen der Vertragspartner in Bangladesh wiederholt aufgesucht hatte, wobei er feststellte, dass es sich um ein bedeutendes Textilunternehmen handelte, in dem eine gro&szlig;e Anzahl Spinnmaschinen ununterbrochen liefen, weshalb ihm der angegebene Ursprung der Waren in Anbetracht der Menge der in Bangladesh produzierten Baumwolle plausibel erschienen war. Auch war dem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer versichert worden, dass der andere Vertragspartner in gleicher Weise ausschlie&szlig;lich Ursprungswaren aus Bangladesh verkaufe. Wenn das FG vor dem Hintergrund dieser Feststellungen die Ansicht vertreten hat, dass die Kl&auml;gerin ihren Sorgfaltspflichten ausreichend nachgekommen sei, zumal es keine Anhaltspunkte daf&uuml;r gegeben habe, dass die Ursprungsangaben unzutreffend sein k&ouml;nnten, so verst&ouml;&szlig;t diese nachvollziehbar begr&uuml;ndete W&uuml;rdigung weder gegen Rechtsvorschriften noch gegen Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungss&auml;tze.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Da im Streitfall der f&uuml;r die importierten Textilerzeugnisse bescheinigte Pr&auml;ferenzursprung in Wahrheit nicht vorlag, weil weder die Baumwollernten noch die Produktionskapazit&auml;ten der Spinnereien in Bangladesh ausreichten, um das gesamte f&uuml;r die Herstellung der Textilerzeugnisse ben&ouml;tigte Garn selbst zu erzeugen (vgl. die Entscheidung der Kommission vom 28. Oktober 2003 REC 03\/03, Abs. 25), h&auml;tten der Kl&auml;gerin im Rahmen der &quot;gebotenen Sorgfalt&quot; &auml;hnliche Ma&szlig;nahmen wie der Ermittlungsmission der Gemeinschaft zur Verf&uuml;gung stehen m&uuml;ssen, um den Warenursprung zu &uuml;berpr&uuml;fen und die Unrichtigkeit der vom EPB ausgestellten Ursprungszeugnisse zu erkennen. Hierf&uuml;r ist jedoch nichts ersichtlich. Im &Uuml;brigen musste die Kl&auml;gerin &#8211;wie das FG festgestellt hat&#8211; hinsichtlich des Warenursprungs auch keine Zweifel haben, die Anlass gewesen w&auml;ren (vgl. dazu EuG-Urteil in Slg. 2001, II-1337, Rz. 296, ZfZ 2001, 229), weitere Nachforschungen anzustellen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Wenn die Revision gleichwohl die Feststellungen des FG f&uuml;r nicht ausreichend h&auml;lt, um anzunehmen, dass sich die Kl&auml;gerin w&auml;hrend der Zeit des Einfuhrgesch&auml;fts mit der gebotenen Sorgfalt &uuml;ber das Vorliegen der Voraussetzungen f&uuml;r eine Pr&auml;ferenzbehandlung vergewissert hat, stellt sie der W&uuml;rdigung des FG lediglich ihre eigene Tatsachenw&uuml;rdigung entgegen, ohne anzugeben, welche Aufkl&auml;rungsma&szlig;nahmen seinerzeit m&ouml;glich gewesen w&auml;ren, welche die Kl&auml;gerin nicht ergriffen und die das FG bei seiner W&uuml;rdigung unber&uuml;cksichtigt gelassen hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Soweit die Revision als Verfahrensmangel r&uuml;gt, das FG habe bei seiner Entscheidung Vorbringen des HZA nicht ber&uuml;cksichtigt und damit nicht das Gesamtergebnis des Verfahrens seiner Entscheidung zugrunde gelegt (&sect; 96 Abs. 1 FGO), ist der Mangel nicht schl&uuml;ssig dargelegt. Das FG ist nicht verpflichtet, sich in der Urteilsbegr&uuml;ndung mit jedem Vorbringen der Beteiligten ausdr&uuml;cklich zu befassen. Es ist vielmehr grunds&auml;tzlich davon auszugehen, dass das Gericht das Vorbringen der Beteiligten zur Kenntnis genommen hat (BFH-Beschluss vom 18. Juni 2001 II B 129\/00, BFH\/NV 2001, 1292). Daher liegt in derartigen F&auml;llen eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r nur vor, wenn sich aus den besonderen Umst&auml;nden des Einzelfalles deutlich ergibt, dass das FG Vorbringen entweder &uuml;berhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder doch bei seiner Entscheidung ersichtlich nicht in Erw&auml;gung gezogen hat (BFH-Beschluss vom 19. November 2002 X B 78\/01, BFH\/NV 2003, 335, m.w.N.). An solchen Darlegungen der Revision fehlt es im Streitfall. Anders als die Revision meint, musste das FG bei seiner W&uuml;rdigung auch nicht die im Verfahren vor dem Hessischen FG (Urteil in ZfZ 2005, 379) gemachte Angabe des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers der Kl&auml;gerin, dass er das Amtsblatt nicht lese, ber&uuml;cksichtigen, denn es ist weder dargelegt noch ersichtlich, dass hierauf die Unkenntnis der Kl&auml;gerin von der fehlenden Ursprungseigenschaft der Einfuhrwaren zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit die Revision r&uuml;gt, das FG habe seine Sachaufkl&auml;rungspflicht verletzt (&sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO), weil es vers&auml;umt habe, die Kl&auml;gerin aufzufordern, geeignete Beweismittel daf&uuml;r vorzulegen, dass sie sich mit der gebotenen Sorgfalt &uuml;ber das Vorliegen der Pr&auml;ferenzvoraussetzungen vergewissert habe, fehlt es an Darlegungen, dass das HZA in der m&uuml;ndlichen Verhandlung entsprechende Beweisantr&auml;ge gestellt bzw. das &Uuml;bergehen zuvor schrifts&auml;tzlich gestellter Beweisantr&auml;ge ger&uuml;gt hat. Wenn die Revision im &Uuml;brigen bem&auml;ngelt, dass das FG &quot;nicht n&auml;her erforscht&quot; habe, ob sich die Kl&auml;gerin nach Herkunft und Zollstatus der einzelnen Warenbestandteile erkundigt und schriftliche Vereinbarungen mit dem Lieferanten &uuml;ber die Lieferung pr&auml;ferenzbeg&uuml;nstigter Ursprungswaren getroffen habe, legt sie nicht dar, welche konkreten Ma&szlig;nahmen zur Sachverhaltsaufkl&auml;rung zur Verf&uuml;gung standen, welche das FG unterlassen hat wahrzunehmen, und verkennt zudem, dass das FG bei seiner Entscheidung davon ausgegangen ist, dass die Kl&auml;gerin die Ursprungseigenschaft der Einfuhrwaren zum Bestandteil der Liefervertr&auml;ge gemacht hat und dass sie sich in ausreichender Weise vergewissert hat, dass die Angaben zum Ursprung realistisch waren. Die Revision r&uuml;gt in Wahrheit keinen Verfahrensmangel bei der Sachaufkl&auml;rung, sondern h&auml;lt die aus den festgestellten Tatsachen gezogenen Schlussfolgerungen des FG f&uuml;r unzutreffend.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.12.2008, VII R 15\/08 Nacherhebung von Einfuhrabgaben bei widerrufener Pr&auml;ferenzbescheinigung &#8211; Anwendung des Art. 220 Abs. 2 Buchst. b des Zollkodex &#8211; Beweisw&uuml;rdigung durch Finanzgericht &#8211; Erkundigungspflicht und Gutgl&auml;ubigkeit des Abgabenschuldners Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) meldete im Juli 1996 eine Warensendung T-Shirts aus Bangladesh zur Abfertigung zum &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-15-08-nacherhebung-von-einfuhrabgaben-bei-widerrufener-praeferenzbescheinigung-anwendung-des-art-220-abs-2-buchst-b-des-zollkodex-beweiswuerdigung-durch-finanzgericht-erkundigungspflicht-und-gut\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;R&nbsp;15\/08 &#8211; Nacherhebung von Einfuhrabgaben bei widerrufener Pr&auml;ferenzbescheinigung &#8211; Anwendung des Art. 220 Abs. 2 Buchst. b des Zollkodex &#8211; Beweisw&uuml;rdigung durch Finanzgericht &#8211; Erkundigungspflicht und Gutgl&auml;ubigkeit des Abgabenschuldners<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17847","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17847","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17847"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17847\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17847"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17847"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17847"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}