{"id":17871,"date":"2012-12-18T16:20:00","date_gmt":"2012-12-18T14:20:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17871"},"modified":"2012-12-18T16:20:00","modified_gmt":"2012-12-18T14:20:00","slug":"xi-b-247-07-grundsaetzliche-bedeutung-divergenz-kosten-der-beigeladenen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-247-07-grundsaetzliche-bedeutung-divergenz-kosten-der-beigeladenen\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;247\/07 &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; Divergenz &#8211; Kosten der Beigeladenen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.10.2008, XI B 247\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; Divergenz &#8211; Kosten der Beigeladenen<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 1. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) hat eine grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) nicht in einer den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO gen&uuml;genden Weise dargelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Wird eine Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision auf die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache gest&uuml;tzt (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO), so setzt die Darlegung des Zulassungsgrundes schl&uuml;ssige Ausf&uuml;hrungen dazu voraus, dass die angefochtene Entscheidung auf der Beantwortung einer Rechtsfrage beruht, deren Kl&auml;rung das Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt, die kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar ist (vgl. z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 7. August 2007 IV B 140\/06, BFH\/NV 2008, 73).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die Kl&auml;gerin h&auml;lt vorliegend die Rechtsfrage f&uuml;r kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, ob die Umwandlung der Forderung aus einer Lieferung in Eigenkapital zu deren Untergang bzw. Erl&ouml;schen gef&uuml;hrt hat. Ausf&uuml;hrungen dazu, ob und inwieweit diese Rechtsfrage in Rechtsprechung und Literatur umstritten ist und daher der Kl&auml;rung bedarf, fehlen insofern g&auml;nzlich. Der pauschale Hinweis, der BFH habe &uuml;ber eine bestimmte Rechtsfrage noch nicht entschieden, reicht nicht aus, um die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache darzulegen (vgl. BFH-Beschluss vom 8. August 2002 II B 62\/01, BFH\/NV 2003, 62; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 116 Rz 34, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin f&uuml;hrt sinngem&auml;&szlig; weiter aus, das Finanzgericht (FG) habe rechtsirrig angenommen, die Verbuchung einer Forderung im Kapitalkonto II f&uuml;hre dazu, dass es sich um Eigenkapital handele. Mit diesen Ausf&uuml;hrungen macht sie letztlich eine unzutreffende Rechtsanwendung durch das FG geltend. Damit kann die Zulassung der Revision nicht erreicht werden (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 6. Oktober 2000 III B 16\/00, BFH\/NV 2001, 202; vom 27. September 2001 XI B 25\/01, BFH\/NV 2002, 213).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Eine Divergenz i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO hat die Kl&auml;gerin nicht schl&uuml;ssig dargelegt. F&uuml;r die schl&uuml;ssige R&uuml;ge einer Divergenz muss die Beschwerdebegr&uuml;ndung einen abstrakten Rechtssatz wiedergeben, der in einer zu zitierenden Entscheidung des BFH enthalten ist. Ihm muss ein anderer Rechtssatz gegen&uuml;bergestellt werden, der sich aus der Vorentscheidung ergibt und der von dem erstgenannten abweicht (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 30. M&auml;rz 1983 I B 9\/83, BFHE 138, 152, BStBl II 1983, 479; vom 22. Juli 1997 I B 130\/96, BFH\/NV 1998, 323; vom 4. Dezember 2000 V B 15\/00, BFH\/NV 2001, 819).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Diesen Anforderungen gen&uuml;gt die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht. Der BFH hat in seinem Urteil vom 13. Januar 2005 V R 21\/04 (BFH\/NV 2005, 928) entschieden, dass die Umwandlung einer Lieferantenverbindlichkeit (oder einer sonstigen Forderung auf Zahlung eines Entgelts) in eine Darlehensverbindlichkeit nicht der Zahlung der Lieferantenschuld (oder einer vergleichbaren Schuld) mit anschlie&szlig;ender Darlehensgew&auml;hrung an den Schuldner gleichgesetzt werden kann, wenn der Schuldner (Leistungsempf&auml;nger) gar nicht in der Lage ist, das von ihm geschuldete Entgelt zu zahlen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt als Divergenz, dass das FG im angefochtenen Urteil zwar keine tats&auml;chlichen Feststellungen dazu getroffen habe, ob die im Klageverfahren Beigeladene seinerzeit in der Lage gewesen sei, die von ihr geschuldeten Warenverbindlichkeiten zu bedienen. Unabh&auml;ngig von der Frage, ob aus diesem Grunde die Entscheidung aufzuheben und zur erneuten Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen w&auml;re, so die Kl&auml;gerin weiter, sei aber der durch das FG aufgestellte Rechtssatz falsch und stehe im Widerspruch zu der zitierten Entscheidung des BFH, wenn eine solche Illiquidit&auml;t m&ouml;glich w&auml;re und daher durch das FG offengelassen worden sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Daraus ist ein abstrakter Rechtssatz nicht zu entnehmen. Die R&uuml;ge l&auml;sst auch nicht erkennen, inwieweit die angefochtene Entscheidung auf der behaupteten Divergenz beruhen kann. Denn bei einer m&ouml;glichen Zahlungsunf&auml;higkeit der Beigeladenen im Jahr 1998 w&auml;re eine Berichtigung nach &sect; 17 Abs. 2 Nr. 1 des Umsatzsteuergesetzes 1993 im Jahr 1998 in Betracht gekommen, so dass schon aus diesem Grunde eine (weitere) Berichtigung im Streitjahr 2002 ausgeschieden w&auml;re.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Soweit die Kl&auml;gerin ihre Nichtzulassungsbeschwerde auf eine Divergenz zum BFH-Urteil vom 14. Februar 1984 VIII R 221\/80 (BFHE 140, 542, BStBl II 1984, 480) st&uuml;tzt, ist nicht dargelegt, dass das FG seiner Entscheidung einen diesem Urteil widersprechenden Rechtssatz zugrunde gelegt hat. Vielmehr hat das FG aufgrund der konkreten Umst&auml;nde des Streitfalls festgestellt, dass die Novation vorliegend an Erf&uuml;llungs statt erfolgt ist. Im &Uuml;brigen sind auch die Sachverhalte nicht vergleichbar, weil das BFH-Urteil in BFHE 140, 542, BStBl II 1984, 480 nicht eine ausdr&uuml;ckliche Vereinbarung &uuml;ber die Behandlung einer bisherigen Darlehensforderung, sondern die Frage des Zuflusses von Zinsen betrifft, die eine GmbH ihren Gesellschaftern schuldet, aber nicht ausgezahlt hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect; 135 Abs. 2 und &sect; 139 Abs. 4 FGO. Im Streitfall entspricht es der Billigkeit, dass die Kl&auml;gerin die au&szlig;ergerichtlichen Kosten der Beigeladenen zu tragen hat. Zwar hat die Beigeladene im Beschwerdeverfahren vor dem BFH keinen f&ouml;rmlichen Sachantrag gestellt, der sie einem Kostenrisiko gem&auml;&szlig; &sect; 135 Abs. 3 FGO ausgesetzt h&auml;tte (vgl. BFH-Urteil vom 22. Oktober 1991 VIII R 81\/87, BFHE 165, 482, BStBl II 1992, 147). Jedoch hat sie das Beschwerdeverfahren durch ihren Schriftsatz vom 19. M&auml;rz 2008 gef&ouml;rdert.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.10.2008, XI B 247\/07 Grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; Divergenz &#8211; Kosten der Beigeladenen Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 1. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) hat eine grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) nicht in einer den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-247-07-grundsaetzliche-bedeutung-divergenz-kosten-der-beigeladenen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;B&nbsp;247\/07 &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; Divergenz &#8211; Kosten der Beigeladenen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17871","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17871","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17871"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17871\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17871"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17871"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17871"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}