{"id":17872,"date":"2012-12-18T16:20:01","date_gmt":"2012-12-18T14:20:01","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17872"},"modified":"2012-12-18T16:20:01","modified_gmt":"2012-12-18T14:20:01","slug":"x-b-60-07-nichtaufhebung-des-fg-urteils-trotz-aenderungsbescheids-im-beschwerdeverfahren-anforderung-an-die-ruegen-der-grundsaetzlichen-bedeutung-und-divergenz-bei-den-hoechstbetraegen-des-sonderausga","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-60-07-nichtaufhebung-des-fg-urteils-trotz-aenderungsbescheids-im-beschwerdeverfahren-anforderung-an-die-ruegen-der-grundsaetzlichen-bedeutung-und-divergenz-bei-den-hoechstbetraegen-des-sonderausga\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;60\/07 &#8211; Nichtaufhebung des FG-Urteils trotz &Auml;nderungsbescheids im Beschwerdeverfahren &#8211; Anforderung an die R&uuml;gen der grunds&auml;tzlichen Bedeutung und Divergenz bei den H&ouml;chstbetr&auml;gen des Sonderausgabenabzugs f&uuml;r Altersvorsorgeaufwendungen f&uuml;r Streitjahre vor 2005 und bei geltend gemachten &quot;gleichheitswidrigen Beg&uuml;nstigungsausschl&uuml;ssen&quot; &#8211; Rechtsschutzinteresse bei Vorl&auml;ufigkeitsvermerk &#8211; Aussetzung des Beschwerdeverfahrens &#8211; Einkommensteuerliche Ber&uuml;cksichtigung von Nachzahlungsbeitr&auml;gen zur gesetzlichen Rentenversicherung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.10.2008, X B 60\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Nichtaufhebung des FG-Urteils trotz &Auml;nderungsbescheids im Beschwerdeverfahren &#8211; Anforderung an die R&uuml;gen der grunds&auml;tzlichen Bedeutung und Divergenz bei den H&ouml;chstbetr&auml;gen des Sonderausgabenabzugs f&uuml;r Altersvorsorgeaufwendungen f&uuml;r Streitjahre vor 2005 und bei geltend gemachten &quot;gleichheitswidrigen Beg&uuml;nstigungsausschl&uuml;ssen&quot; &#8211; Rechtsschutzinteresse bei Vorl&auml;ufigkeitsvermerk &#8211; Aussetzung des Beschwerdeverfahrens &#8211; Einkommensteuerliche Ber&uuml;cksichtigung von Nachzahlungsbeitr&auml;gen zur gesetzlichen Rentenversicherung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) sind zusammenveranlagte Eheleute. Die Kl&auml;gerin war im Streitjahr 2003 als selbstst&auml;ndige Schwimmlehrerin, der Kl&auml;ger als Beamter t&auml;tig. Die selbstst&auml;ndige T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin unterlag der Rentenversicherungspflicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitjahr musste die Kl&auml;gerin f&uuml;r den Zeitraum ab 1993 Beitr&auml;ge nachentrichten und f&uuml;r das Streitjahr laufende Beitr&auml;ge zahlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Einkommensteuererkl&auml;rung beantragten die Kl&auml;ger, 50 % der insgesamt im Streitjahr geleisteten Zahlungen entsprechend &sect; 3 Nr. 62 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in der f&uuml;r das Jahr 2003 geltenden Fassung vom zu versteuernden Einkommen abzuziehen. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte von den geltend gemachten Aufwendungen die H&auml;lfte der Beitr&auml;ge als abziehbare Sonderausgaben im Rahmen der H&ouml;chstbetr&auml;ge des &sect; 10 Abs. 3 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhoben die Kl&auml;ger Klage und f&uuml;hrten zur Begr&uuml;ndung an, pflichtversicherte Selbstst&auml;ndige seien gegen&uuml;ber pflichtversicherten Arbeitnehmern unter Versto&szlig; gegen Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG) benachteiligt. Ihnen stehe f&uuml;r die geleisteten Rentenversicherungsbeitr&auml;ge der Kl&auml;gerin lediglich ein Abzug im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen bei den Sonderausgaben zu. Anders als bei Arbeitnehmern werde die Beitragszahlung nicht in einen fiktiven Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil aufgeteilt und h&auml;lftig steuerbefreit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht Baden-W&uuml;rttemberg (FG) wies die Klage ab. Es erkannte, nach den im Streitjahr geltenden Regelungen des EStG komme nur eine Ber&uuml;cksichtigung der nachgezahlten und laufenden Beitr&auml;ge im Streitjahr im Rahmen des Sonderausgabenabzugs gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 3 EStG in Betracht. Die Benachteiligung von Selbstst&auml;ndigen gegen&uuml;ber Arbeitnehmern aufgrund der Tatsache, dass der Betrag des Vorwegabzugs gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 3 Nr. 2 EStG den Betrag des steuerfreien Arbeitgeberanteils gem&auml;&szlig; &sect; 3 Nr. 62 EStG nicht erreiche, sei nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) verfassungsrechtlich unbedenklich (Hinweis auf BFH-Entscheidungen vom 16. Oktober 2002 XI R 41\/99, BFHE 200, 529, BStBl II 2003, 179; vom 17. M&auml;rz 2004 IV B 185\/02, BFH\/NV 2004, 1245).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Beschwerdeverfahrens erlie&szlig; das FA unter dem 1. August 2007 einen Einkommensteuer&auml;nderungsbescheid f&uuml;r das Streitjahr, ohne die Besteuerungsgrundlagen zu &auml;ndern. Im &Auml;nderungsbescheid wurden Vorl&auml;ufigkeitsvermerke gem&auml;&szlig; &sect; 165 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 der Abgabenordnung wegen der Nichtabziehbarkeit pauschaler Betriebsausgaben und Werbungskosten nach &sect; 12 des Gesetzes &uuml;ber die Rechtsverh&auml;ltnisse der Mitglieder des Deutschen Bundestages (AbgG), wegen der Nichtabziehbarkeit von Beitr&auml;gen zu Rentenversicherungen als vorweggenommene Werbungskosten gem&auml;&szlig; &sect; 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a EStG und der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des Solidarit&auml;tszuschlags angebracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger begehren in ihren Beschwerdebegr&uuml;ndungen die Zulassung der Revision wegen Verfahrensfehlern des FG, grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache, des Erfordernisses einer Entscheidung zur Rechtsfortbildung und wegen schwerer Rechtsfehler des FG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe seine Entscheidung nicht unter Ber&uuml;cksichtigung des Gesamtergebnisses des Verfahrens getroffen (&sect; 96 Abs. 1 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;), da es den ausf&uuml;hrlichen Kl&auml;gervortrag in der m&uuml;ndlichen Verhandlung weder im Tatbestand des Urteils noch in den Entscheidungsgr&uuml;nden erw&auml;hnt habe. Es habe auch eine Aufkl&auml;rung des Sachverhalts unterlassen, da es sich nicht mit der spezifischen Situation der Kl&auml;gerin als pflichtversicherter Selbstst&auml;ndiger befasst und hierzu keine n&auml;heren Feststellungen getroffen habe. Das FG habe auch gegen die Ruhensvorschriften (&sect; 155 FGO; &sect; 251 der Zivilprozessordnung &#8211;ZPO&#8211;) versto&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Streitfall habe in zweierlei Hinsicht grunds&auml;tzliche Bedeutung. Die Kl&auml;gerin werde unter Versto&szlig; gegen Art. 3 Abs. 1 GG benachteiligt, weil ihre Pflichtbeitr&auml;ge nicht zur H&auml;lfte steuerbefreit seien. Gegen&uuml;ber Abgeordneten liege hinsichtlich der nachgezahlten Beitr&auml;ge ebenfalls eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung vor, weil Abgeordnete im Fall der Nachversicherung gem&auml;&szlig; &sect; 22 Nr. 4 Satz 4 Buchst. a EStG den gesamten Nachversicherungsbetrag (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) steuerfrei an die jeweilige Versorgungseinrichtung ausgezahlt erhielten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob Altersvorsorgeaufwendungen vor dem Inkrafttreten des Alterseink&uuml;nftegesetzes (AltEinkG) vom 5. Juli 2004 (BGBl I 2004, 1427) als Werbungskosten oder als Sonderausgaben abzugsf&auml;hig seien, sei wegen anh&auml;ngiger Verfassungsbeschwerden unklar. Soweit in der Rechtsprechung des BFH Entscheidungen zur H&ouml;he des Sonderausgabenabzugs wegen der Relation steuerbefreiter Altersvorsorgeaufwendungen zwischen Selbstst&auml;ndigen und Arbeitnehmern ergangen seien, l&auml;gen den Entscheidungen andere Sachverhalte zu Grunde. Die Entscheidungen befassten sich nur mit dem Abzug der Vorsorgeaufwendungen von freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherten Selbstst&auml;ndigen. Im Streitfall sei die Kl&auml;gerin aber einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer vergleichbar, weil sie ausschlie&szlig;lich aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung in die Rentenversicherung einzahlen m&uuml;sse. Die gleiche soziale Schutzbed&uuml;rftigkeit der Kl&auml;gerin als Selbstst&auml;ndiger im Vergleich mit pflichtversicherten Arbeitnehmern sei vom Bundessozialgericht (BSG) als Rechtfertigungsgrund f&uuml;r die Rentenversicherungspflicht der Selbstst&auml;ndigen gem&auml;&szlig; &sect; 2 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VI) herangezogen worden (Hinweis auf BSG-Urteile vom 12. Oktober 2000 B 12 RA 4\/00 R und B 12 RA 2\/99 R, Die Sozialversicherung 2001, 192).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Steuerfreistellung von Nachversicherungsbetr&auml;gen bei Abgeordneten gebe es keine h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung. Diese Bevorzugung werde in der Literatur aber als verfassungswidrig angesehen. Die streiterheblichen Rechtsfragen seien auch kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Gegen die Entscheidung des erkennenden Senats vom 8. November 2006 X R 45\/02 (BFHE 216, 47, BStBl II 2007, 574) sei Verfassungsbeschwerde eingelegt worden. Da der Streitsache grunds&auml;tzliche Bedeutung zukomme, seien auch die Anforderungen des Zulassungsgrundes der Rechtsfortbildung erf&uuml;llt. Eine Revisionszulassung m&uuml;sse auch aufgrund schwerer Rechtsfehler des FG erfolgen. Das FG habe ausschlie&szlig;lich auf die BFH-Entscheidung in BFH\/NV 2004, 1245 zur&uuml;ckgegriffen, obwohl der dort entschiedene Sachverhalt nur einen freiwillig versicherten Selbstst&auml;ndigen betroffen habe. Das FG habe damit die Erw&auml;gungen des BFH auf einen anderen Sachverhalt in objektiv willk&uuml;rlicher und greifbar gesetzeswidriger Art und Weise &uuml;bertragen. Es habe auch nicht gepr&uuml;ft, ob eine andere Steuerfestsetzung aus Billigkeitsgr&uuml;nden oder ein Erlass in Betracht komme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen, die Revision gegen das Urteil des FG Baden-W&uuml;rttemberg vom 2. M&auml;rz 2007&nbsp;&nbsp;9 K 37\/05 zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Beschwerde zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde der Kl&auml;ger hat keinen Erfolg. Die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde sind teils nicht gegeben, teils erf&uuml;llen die Kl&auml;ger nicht die Darlegungsanforderungen gem&auml;&szlig; &sect; 116 Abs. 3 FGO. Der Rechtssache kommt weder grunds&auml;tzliche Bedeutung zu (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO), noch ist im Streitfall eine Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 1 FGO) oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO) erforderlich. Die geltend gemachten Verfahrensm&auml;ngel werden nicht hinreichend dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens ist der ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr vom 1. August 2007. Das angefochtene FG-Urteil ist nicht wegen Ergehens dieses &Auml;nderungsbescheids aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Im Laufe des Verfahrens ist der Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr ge&auml;ndert worden. Der ge&auml;nderte Bescheid vom 1. August 2007 ist entsprechend &sect; 68 i.V.m. &sect; 127 FGO zum Gegenstand des Verfahrens geworden (vgl. BFH-Beschluss vom 18. Dezember 2003 II B 31\/00, BFHE 204, 35, BStBl II 2004, 237; Senatsbeschluss vom 7. Februar 2008 X B 39\/07, BFH\/NV 2008, 965). Dies gilt auch, wenn wie im Streitfall nur weitere Vorl&auml;ufigkeitsvermerke aufgenommen werden (BFH-Urteil vom 14. Mai 2003 XI R 21\/02, BFHE 202, 228, BStBl II 2003, 888).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ergeht w&auml;hrend des Verfahrens &uuml;ber eine zul&auml;ssige, aber unbegr&uuml;ndete Nichtzulassungsbeschwerde ein &Auml;nderungsbescheid, ist die Vorentscheidung grunds&auml;tzlich entsprechend &sect; 127 FGO aufzuheben und die Sache an das FG zur&uuml;ckzuverweisen. Die Vorentscheidung ist jedoch nicht aufzuheben, wenn der &Auml;nderungsbescheid keine gegen&uuml;ber den bisherigen Belastungen verb&ouml;sernde Entscheidung enth&auml;lt oder diese Entscheidung nicht streitig ist (Senatsbeschluss in BFH\/NV 2008, 965). So liegt es im Streitfall, da weder die Besteuerungsgrundlagen noch die festgesetzte Steuer durch den ge&auml;nderten Bescheid ber&uuml;hrt worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Beschwerde fehlt wegen der Beif&uuml;gung der Vorl&auml;ufigkeitsvermerke im &Auml;nderungsbescheid nicht das Rechtsschutzbed&uuml;rfnis. Das Verfahren ist &uuml;berdies nicht gem&auml;&szlig; &sect; 74 FGO von Amts wegen auszusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des BFH fehlt einer Klage in der Regel das Rechtsschutzbed&uuml;rfnis, wenn der Steuerbescheid zu dem verfassungsrechtlichen Streitpunkt vorl&auml;ufig ergangen ist, die verfassungsrechtliche Streitfrage sich in einer Vielzahl im Wesentlichen gleichgelagerter Verfahren stellt und bereits ein nicht von vornherein aussichtsloses Musterverfahren beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG) anh&auml;ngig ist (z.B. Beschluss vom 22. M&auml;rz 1996 III B 173\/95, BFHE 180, 217, BStBl II 1996, 506, m.w.N.). Dies gilt jedoch nicht, wenn das FA erst w&auml;hrend eines Klageverfahrens &#8211;hier: des Beschwerdeverfahrens&#8211; den angefochtenen Bescheid f&uuml;r vorl&auml;ufig erkl&auml;rt (BFH-Beschluss vom 23. Dezember 2005 XI B 98\/04, BFH\/NV 2006, 952).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das Verfahren ist auch nicht gem&auml;&szlig; &sect; 74 FGO im Hinblick auf derzeit anh&auml;ngige vorgreifliche Verfahren auszusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine Aussetzung des Beschwerdeverfahrens entsprechend der Vorschrift des &sect; 74 FGO kann geboten sein, wenn vor dem BVerfG bereits ein nicht als aussichtslos erscheinendes Musterverfahren gegen eine im Streitfall anzuwendende Norm anh&auml;ngig ist, den FG und dem BFH zahlreiche Parallelverfahren (Massenverfahren) vorliegen und keiner der Beteiligten des Klageverfahrens ein besonderes berechtigtes Interesse an einer Entscheidung des FG &uuml;ber die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der umstrittenen gesetzlichen Regelung trotz des beim BVerfG anh&auml;ngigen Verfahrens hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzungen liegen nicht vor. Im Streitfall sind die beim BVerfG w&auml;hrend des Klage- und Beschwerdeverfahrens noch anh&auml;ngigen Musterverfahren nunmehr entweder erledigt oder offensichtlich aussichtslos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies gilt f&uuml;r die nicht zur Entscheidung angenommene Verfassungsbeschwerde in der Sache 2 BvR 1220\/04 gegen den BFH-Beschluss in BFH\/NV 2004, 1245, in der wie im Streitfall das betragsm&auml;&szlig;ige Verh&auml;ltnis zwischen der Steuerfreistellung von Arbeitgeberleistungen (&sect; 3 Nr. 62 EStG) und dem niedrigeren Sonderausgabenabzug von Beitr&auml;gen einer selbstst&auml;ndigen Rechtsanw&auml;ltin an das berufst&auml;ndische Versorgungswerk (&sect; 10 Abs. 3 EStG) streitig war. Das Verfahren ist durch Nichtannahmebeschluss vom 13. Februar 2008 erledigt (vgl. BFH\/NV 2008, Beilage 3, 240).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der XI. Senat des BFH hatte im Urteil vom 11. Dezember 2002 XI R 17\/00 (BFHE 201, 437, BStBl II 2003, 650) ebenfalls entschieden, dass in der geringeren Abzugsf&auml;higkeit von Vorsorgeaufwendungen Selbstst&auml;ndiger gegen&uuml;ber der Steuerfreistellung von Arbeitgeberanteilen gem&auml;&szlig; &sect; 3 Nr. 62 EStG kein Versto&szlig; gegen Art. 3 Abs. 1 GG liegt. Das BVerfG hat die hiergegen gerichtete Verfassungsbeschwerde durch Nichtannahmebeschluss vom 25. Februar 2008&nbsp;&nbsp;2 BvR 912\/03 (BFH\/NV 2008, Beilage 3, 245) und unter Bezugnahme auf den Beschluss in BFH\/NV 2008, Beilage 3, 240 ebenfalls nicht zur Entscheidung angenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Hinblick auf die Frage, ob Rentenversicherungsbeitr&auml;ge als Betriebsausgaben oder Werbungskosten statt als Sonderausgaben abzugsf&auml;hig sind, hat das BVerfG auf die verneinende Senatsentscheidung in BFHE 216, 47, BStBl II 2007, 574 die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen (Beschluss vom 25. Februar 2008&nbsp;&nbsp;2 BvR 325\/07, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2008, 753).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Frage der Behandlung von Rentenversicherungsbeitr&auml;gen als Werbungskosten oder Betriebsausgaben f&uuml;r Veranlagungszeitr&auml;ume vor 2005 ist zwar noch das Verfahren 2 BvR 2299\/04 beim BVerfG gegen die Senatsentscheidungen vom 21. Juli 2004 X R 72\/01 und X R 73\/01 (BFH\/NV 2005, 513) anh&auml;ngig. Dieses Verfahren ist jedoch wegen der vorgenannten Rechtsfrage nach dem Beschluss des BVerfG in HFR 2008, 753 als offensichtlich aussichtslos anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die von den Kl&auml;gern zus&auml;tzlich aufgeworfene Frage einer Bevorzugung von Abgeordneten bei Nachversicherungen im Vergleich zur Nachzahlung von Beitr&auml;gen eines pflichtversicherten Selbstst&auml;ndigen f&uuml;hrt au&szlig;erdem nicht zur Verfahrensaussetzung. Zu dieser Frage sind keine Musterverfahren anh&auml;ngig. Die vom BFH entschiedenen Verfahren zur Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der steuerfreien Kostenpauschale von Abgeordneten (Urteile vom 11. September 2008 VI R 63\/04, VI R 81\/04 und VI R 13\/06 &#8211;BFHE 233, 39&#8211;) weisen jedenfalls keinen Bezug zu der hier relevanten Streitfrage auf und sind nicht vorgreiflich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Soweit die Kl&auml;ger sich darauf berufen, dass die H&ouml;he des Vorwegabzugs ihrer insgesamt geleisteten Altersvorsorgeaufwendungen des Streitjahres (Nachzahlung und laufende Beitr&auml;ge) gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 3 EStG in Relation zur betragsm&auml;&szlig;igen Steuerfreistellung von Arbeitgeberbeitr&auml;gen eines pflichtversicherten Arbeitnehmers gem&auml;&szlig; &sect; 3 Nr. 62 EStG zu niedrig sei, kommt eine Zulassung der Revision nicht in Betracht. Die Voraussetzungen der Zulassungsgr&uuml;nde der grunds&auml;tzlichen Bedeutung, der Rechtsfortbildung und der Divergenz sind s&auml;mtlich nicht erf&uuml;llt, weil die von den Kl&auml;gern in der Beschwerdebegr&uuml;ndung aufgeworfenen Rechtsfragen im Streitfall nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Den Kl&auml;gern steht nach den Regelungen des EStG bei einer Zusammenveranlagung f&uuml;r die nachentrichteten und laufenden Beitr&auml;ge zur Rentenversicherung im Streitjahr nur der gek&uuml;rzte Sonderausgabenabzug im Abflussjahr &#8211;dem Streitjahr&#8211; gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 2 i.V.m. Abs. 3 Nr. 1 und Nr. 4 EStG in H&ouml;he von 4 002 EUR (Summe aus dem Grundh&ouml;chstbetrag und h&auml;lftigem Grundh&ouml;chstbetrag) zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der erkennende Senat h&auml;lt an seiner Rechtsprechung fest (vgl. Urteil in BFHE 216, 47, BStBl II 2007, 574), dass bis zum Ablauf des Jahres 2004 Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung nicht als Werbungskosten oder Betriebsausgaben, sondern nur als Sonderausgaben mit den H&ouml;chstbetr&auml;gen gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 3 EStG abziehbar sind. Das bis zum Ablauf des Veranlagungszeitraums 2004 geltende Recht der Vorsorgeaufwendungen (f&uuml;r die Beitragsphase) gilt mithin fort und wird auch nicht durch die ge&auml;nderte Besteuerung der Alterseink&uuml;nfte in der Versorgungsphase nach dem AltEinkG in Frage gestellt. Die gegen das Senatsurteil in BFHE 216, 47, BStBl II 2007, 574 gerichtete Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung angenommen worden (BVerfG-Beschluss in HFR 2008, 753).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gekl&auml;rt ist in der Rechtsprechung des BFH zudem, dass Nachzahlungsbeitr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung zusammen mit den laufenden Beitr&auml;gen, auch wenn sie sich auf mehrere Jahre beziehen, als Sonderausgaben nur bis zu den H&ouml;chstbetr&auml;gen des &sect; 10 Abs. 3 EStG im Abflussjahr abzugsf&auml;hig sind (BFH-Urteil vom 12. November 1976 VI R 167\/74, BFHE 120, 398, BStBl II 1977, 154). Aufgrund der Zusammenveranlagung und der T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers als Beamten steht den Kl&auml;gern als Ehegatten beim Sonderausgabenabzug daher nur der gek&uuml;rzte Vorsorgeaufwand zu (BFH-Urteil in BFHE 201, 437, BStBl II 2003, 650; die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit bejahend BVerfG-Beschluss in BFH\/NV 2008, Beilage 3, 245).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ob die verfassungsm&auml;&szlig;igen Bedenken der Kl&auml;ger wegen des niedrigeren Sonderausgabenabzugs begr&uuml;ndet sind, kann offenbleiben. Im Streitfall ist diese Frage nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und die Revision nicht zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist eine Rechtsfrage, wenn sie f&uuml;r den Streitfall entscheidungserheblich ist. Dies ist f&uuml;r die Veranlagungszeitr&auml;ume bis zum Ablauf des Jahres 2004 nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seinem Urteil vom 6. M&auml;rz 2002&nbsp;&nbsp;2 BvL 17\/99 (BVerfGE 105, 73, BStBl II 2002, 618) hat das BVerfG entschieden, dass Beamtenpension&auml;re die gleichheitswidrige Besteuerung ihrer Pensionen durch &sect; 19 EStG bis zum 31. Dezember 2004 hinzunehmen haben. Ein r&uuml;ckwirkender Abbau der Verg&uuml;nstigungen bei der Besteuerung der Sozialversicherungsrenten komme schon aus verfassungsrechtlichen Gr&uuml;nden nicht in Betracht (vgl. BVerfG-Urteil in BVerfGE 105, 73, 134, BStBl II 2002, 618). Dem Gesetzgeber ist aufgegeben worden, eine Neuregelung mit Wirkung zum 1. Januar 2005 zu schaffen. Diesen Auftrag hat der Gesetzgeber durch die Schaffung des AltEinkG erf&uuml;llt. Es enth&auml;lt auf der Grundlage des Konzepts der nachgelagerten Besteuerung Neuregelungen sowohl f&uuml;r die steuerliche Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen als auch von Alterseink&uuml;nften (vgl. insbesondere &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 und 3 i.V.m. Abs. 3, 4 und 4a EStG sowie &sect; 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a EStG, jeweils in der Fassung des AltEinkG) f&uuml;r alle Versorgungswege. F&uuml;r die verfassungsrechtliche W&uuml;rdigung der zutreffenden H&ouml;he des Abzugs von Altersvorsorgebeitr&auml;gen in einem Versorgungsweg ist demnach stets eine Gesamtbetrachtung der steuerlichen Abziehbarkeit von Beitr&auml;gen und der Besteuerung der Versorgungsleistungen vorzunehmen (BVerfG-Beschluss vom 21. Dezember 2004&nbsp;&nbsp;2 BvR 2197\/04, BFH\/NV 2005, Beilage 2, 110).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das BVerfG hat im Anschluss an die Entscheidung in BVerfGE 105, 73, BStBl II 2002, 618, in den Beschl&uuml;ssen in BFH\/NV 2008, Beilage 3, 240 und in BFH\/NV 2008, Beilage 3, 245 zu der im Streitfall aufgeworfenen verfassungsrechtlichen Rechtsfrage der Relation zwischen steuerfreien Arbeitgeberbeitr&auml;gen (&sect; 3 Nr. 62 EStG) und der H&ouml;he des Sonderausgabenabzugs Selbstst&auml;ndiger (&sect; 10 Abs. 3 EStG) ausgef&uuml;hrt, es bed&uuml;rfe keiner inhaltlichen Entscheidung mehr, ob die H&ouml;chstbetr&auml;ge des Sonderausgabenabzugs gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. &sect; 10 Abs. 3 EStG in den bis zum 31. Dezember 2004 geltenden Fassungen der H&ouml;he nach verfassungsgem&auml;&szlig; sind. Eine verfassungsgerichtliche &Uuml;berpr&uuml;fung der angegriffenen Normen komme &#8211;so das BVerfG in BFH\/NV 2008, Beilage 3, 240&#8211; im Hinblick auf diese Streitfrage f&uuml;r Streitjahre bis zum Ablauf des Kalenderjahres 2004 nicht mehr in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies gilt auch f&uuml;r die von den Kl&auml;gern aufgeworfene Verfassungsfrage. Die verfassungsrechtlichen Aussagen im BVerfG-Beschluss in BFH\/NV 2008, Beilage 3, 240 sind auf den Streitfall &uuml;bertragbar. Es handelte sich in dem vom BVerfG in BFH\/NV 2008, Beilage 3, 240 entschiedenen Fall um Pflichtbeitr&auml;ge einer selbstst&auml;ndigen Rechtsanw&auml;ltin an das berufst&auml;ndische Versorgungswerk. Diese hatte wie die Kl&auml;ger ger&uuml;gt, die H&ouml;chstbetr&auml;ge des Sonderausgabenabzugs seien in Relation zu den steuerfrei gestellten Betr&auml;gen des &sect; 3 Nr. 62 EStG zu niedrig. Der Senat vermag keine Umst&auml;nde daf&uuml;r zu erkennen, dass das BVerfG f&uuml;r Zeitr&auml;ume bis zum Ablauf des Jahres 2004 im Streitfall anders als bisher entscheiden k&ouml;nnte. Der Fall gesetzlicher Pflichtbeitr&auml;ge an ein berufst&auml;ndisches Versorgungswerk ist entgegen der Auffassung der Kl&auml;ger mit den Pflichtversicherungsbeitr&auml;gen der Kl&auml;gerin als pflichtversicherter Selbstst&auml;ndiger vergleichbar und weist keine Besonderheiten auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Vor diesem Hintergrund sind auch die Ausf&uuml;hrungen der Kl&auml;ger in der Beschwerdebegr&uuml;ndung zur verfassungskonformen Auslegung nicht entscheidungserheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Eine Zulassung der Revision wegen schwerer Rechtsfehler des FG kommt ebenfalls nicht in Betracht. Die Voraussetzungen des Zulassungsgrundes sind nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein zur Zulassung der Revision f&uuml;hrender Rechtsfehler liegt vor, wenn die Entscheidung des FG willk&uuml;rlich ist und unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt vertretbar erscheint (BFH-Beschl&uuml;sse vom 21. Mai 2004 III B 107\/03, BFH\/NV 2004, 1220, und vom 18. Oktober 2004 VII B 100\/04, nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;; vgl. auch BFH-Beschluss vom 30. August 2001 IV B 79, 80\/01, BFHE 196, 30, BStBl II 2001, 837). Hat sich das FG mit der Rechtslage auseinandergesetzt, f&uuml;hrt aber selbst eine im Ergebnis (m&ouml;glicherweise) falsche Rechtsanwendung nicht zur Zulassung der Revision (vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 115 Rz 68). So ist es im Streitfall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die Rechtsgrunds&auml;tze des BFH-Beschlusses in BFH\/NV 2004, 1245 auf den Streitfall &uuml;bertragen und auf dessen Begr&uuml;ndung Bezug genommen. Damit liegt keine objektiv willk&uuml;rliche oder greifbar gesetzeswidrige Entscheidung vor. Die umfangreichen Ausf&uuml;hrungen der Kl&auml;ger in der Beschwerdebegr&uuml;ndung zielen nach Art einer Revisionsbegr&uuml;ndung nur darauf ab darzulegen, dass und warum das FG im Streitfall inhaltlich einen anderen Rechtsstandpunkt h&auml;tte einnehmen sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Eine Zulassung der Revision aufgrund der ger&uuml;gten verfassungswidrigen Ungleichbehandlung der Kl&auml;gerin bei der Nachzahlung von Beitr&auml;gen gegen&uuml;ber der Steuerfreiheit von Nachversicherungsbetr&auml;gen bei Abgeordneten (&sect; 22 Nr. 4 Satz 4 Buchst. a EStG) ist ebenfalls zu verneinen. Dabei kann es der Senat offenlassen, ob im Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde der Beschwerdef&uuml;hrer, der die Verfassungswidrigkeit einer Norm geltend macht, neben den Gr&uuml;nden der vermuteten Verfassungswidrigkeit auch schl&uuml;ssig darlegen muss (woran es im Streitfall mangelt), dass es bei verfassungskonformer Besteuerung voraussichtlich auch zu einer den Beschwerdef&uuml;hrer weniger belastenden Steuerfestsetzung kommen wird (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 11. November 1998 IV B 134\/97, BFH\/NV 1999, 590, und vom 24. November 2005 VIII B 73\/05, BFH\/NV 2006, 540, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit eines Gesetzes im Fall der R&uuml;ge eines gleichheitswidrigen Beg&uuml;nstigungsausschlusses ist nicht entscheidungserheblich, wenn das BVerfG eine Norm f&uuml;r verfassungswidrig und nichtig erkl&auml;ren m&uuml;sste (vgl. Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect; 115 FGO Rz 128). Die von den Kl&auml;gern aufgeworfene verfassungsrechtliche Rechtsfrage ist mangels Entscheidungserheblichkeit und Vorlagef&auml;higkeit nach Art. 100 GG hiernach in einem Revisionsverfahren nicht kl&auml;rungsf&auml;hig, so dass eine Revisionszulassung weder nach den Zulassungsgr&uuml;nden der grunds&auml;tzlichen Bedeutung, der Rechtsfortbildung und der Divergenz bejaht werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwar hat das BVerfG in seiner j&uuml;ngeren Rechtsprechung die Ma&szlig;st&auml;be f&uuml;r die Entscheidungserheblichkeit und Vorlagef&auml;higkeit in F&auml;llen der sog. &quot;gleichheitswidrigen Beg&uuml;nstigungsausschl&uuml;sse&quot; erweitert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach neuerer Rechtsprechung des BVerfG (Beschluss vom 17. April 2008&nbsp;&nbsp;2 BvL 4\/05, BFH\/NV 2008, Beilage 4, 295) und des BFH (Urteil vom 11. September 2008 VI R 13\/06, BFHE 233, 39) gelten f&uuml;r die Entscheidungserheblichkeit i.S. des Art. 100 GG nunmehr weitergehende Ma&szlig;st&auml;be. In den F&auml;llen gleichheitswidriger Beg&uuml;nstigungsausschl&uuml;sse lasse sich &#8211;so das BVerfG in BFH\/NV 2008, Beilage 4, 295&#8211; nach den bisherigen Ma&szlig;st&auml;ben zur Entscheidungserheblichkeit nur mit Schwierigkeiten kl&auml;ren, ob eine &#8211;mehr als nur theoretische und daher offen zu haltende&#8211; Chance f&uuml;r den Steuerpflichtigen bestehe, eine f&uuml;r ihn g&uuml;nstige Regelung durch den Gesetzgeber zu erreichen, weil es stets um Mutma&szlig;ungen zum hypothetischen Willen des Gesetzgebers und um die Bewertung unterschiedlicher Wahrscheinlichkeitsgrade im Hinblick auf die Chance auf den Erlass einer beg&uuml;nstigenden Neuregelung gehe. Zudem sei die Gefahr gegeben, dass die Gerichte und letztlich das BVerfG durch ihre Einsch&auml;tzung in den Bereich der Gesetzgebung &uuml;bergriffen. Daher sei jedenfalls in den F&auml;llen, in denen die Verfassungswidrigkeit einer Steuerrechtsnorm geltend gemacht werde, die nur bestimmte Personen oder Gruppen beg&uuml;nstige, &#8211;so das BVerfG in BFH\/NV 2008, Beilage 4, 295, 297&#8211; f&uuml;r die Zul&auml;ssigkeit einer Vorlage nach Art. 100 Abs. 1 GG darauf abzustellen, ob es ausgeschlossen sei, dass der Gesetzgeber eine f&uuml;r den Steuerpflichtigen g&uuml;nstige Regelung verabschiede. Solange der Gesetzgeber nicht aus Rechtsgr&uuml;nden oder aus offenkundigen tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden gehindert sei, eine f&uuml;r den Kl&auml;ger des Ausgangsverfahrens g&uuml;nstige Regelung zu schaffen, sei in diesen F&auml;llen von der Entscheidungserheblichkeit der steuerlichen Beg&uuml;nstigungsnorm f&uuml;r das Ausgangsverfahren auszugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall sind derlei offenkundige tats&auml;chliche Gr&uuml;nde und rechtliche Gr&uuml;nde gegeben, die eine r&uuml;ckwirkende Ausdehnung der Steuerbefreiung f&uuml;r Nachversicherungsbetr&auml;ge auf nachgezahlte Pflichtbeitr&auml;ge Selbstst&auml;ndiger (und anderer Pflichtversicherter) ausschlie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine Nachversicherung ist gem&auml;&szlig; &sect; 181 Abs. 1 i.V.m. &sect; 8 Abs. 2 SGB VI f&uuml;r verschiedene katalogartig erfasste &ouml;ffentlich-rechtliche Berufsgruppen durchzuf&uuml;hren, die zun&auml;chst versicherungsfrei oder von der Versicherungspflicht befreit waren, wenn sie ohne Anspruch oder Anwartschaft auf Versorgung aus der bisherigen Besch&auml;ftigung ausscheiden oder ihren Anspruch auf Versorgung verlieren und Gr&uuml;nde f&uuml;r einen Aufschub der Beitragszahlung nicht gegeben sind. Das Gleiche gilt f&uuml;r Abgeordnete (vgl. &sect; 23 Abs. 2 AbgG). Sowohl in den F&auml;llen der Nachversicherung der in &sect; 8 Abs. 2 SGB VI genannten Berufs- und Personengruppen als auch bei den Abgeordneten (&uuml;ber die Verweisung in &sect; 22 Nr. 4 Satz 4 Buchst. a EStG) findet auf den &#8211;vom Arbeitgeber allein in voller H&ouml;he zu zahlenden&#8211; Nachversicherungsbetrag (&sect; 181 Abs. 5 SGB VI) die Steuerbefreiung in &sect; 3 Nr. 62 EStG Anwendung (vgl. Bergkemper in Herrmann\/ Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211; , &sect; 3 Nr. 62 EStG Rz 2). Der Sonderausgabenabzug des Nachversicherungsbetrags f&uuml;r einen (fiktiven) Arbeitnehmeranteil ist wegen &sect; 10 Abs. 2 Nr. 1 EStG nach der im Streitjahr geltenden Rechtslage ausgeschlossen (HHR\/ Risthaus, &sect; 22 EStG Rz 480). Die zusammengeballt nachzuzahlenden Pflichtbeitr&auml;ge der Kl&auml;gerin werden nur &uuml;ber den Sonderausgabenabzug gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 3 EStG gef&ouml;rdert. Nachgezahlte Beitr&auml;ge pflichtversicherter Arbeitnehmer w&auml;ren hinsichtlich der vom Arbeitgeber geleisteten Zahlungen h&auml;lftig gem&auml;&szlig; &sect; 3 Nr. 62 EStG steuerbefreit und hinsichtlich des Arbeitnehmeranteils im Rahmen der H&ouml;chstbetr&auml;ge des &sect; 10 Nr. 3 EStG abzugsf&auml;hig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Vor diesem Hintergrund ist es aus offenkundig tats&auml;chlichen und rechtlichen Gr&uuml;nden ausgeschlossen, dass der Gesetzgeber die Steuerbefreiung f&uuml;r Nachversicherungsbetr&auml;ge auf nachgezahlte Pflichtbeitr&auml;ge r&uuml;ckwirkend erweitert. Denn er m&uuml;sste dann f&uuml;r Selbstst&auml;ndige und Arbeitnehmer Nachzahlungsbetr&auml;ge &uuml;ber &sect; 3 Nr. 62 EStG in voller H&ouml;he steuerfrei und damit besserstellen als laufende Pflichtbeitr&auml;ge, die im Streitjahr entweder insgesamt (bei Selbstst&auml;ndigen) oder nur h&auml;lftig (bei pflichtversicherten Arbeitnehmern) durch den Sonderausgabenabzug gef&ouml;rdert worden sind. Dies sieht der Senat sowohl als einen offenkundigen rechtlichen als auch tats&auml;chlichen Hinderungsgrund f&uuml;r die von den Kl&auml;gern erstrebte r&uuml;ckwirkende Neuregelung an. Eine diesen rechtlichen Hinderungsgrund vermeidende zus&auml;tzliche Gleichstellung dann auch der laufenden Beitr&auml;ge scheidet bereits aus den oben unter II.3. genannten Gr&uuml;nden aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Soweit die Kl&auml;ger Verfahrensm&auml;ngel r&uuml;gen, ist die Beschwerde unzul&auml;ssig, da sie entweder die Darlegungsanforderungen nicht erf&uuml;llen oder ihre R&uuml;gen im Beschwerdeverfahren nicht erhoben werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die R&uuml;ge der Kl&auml;ger, der Tatbestand des Urteils des FG sei unvollst&auml;ndig und unrichtig, h&auml;tte in einem anderen Verfahren erfolgen m&uuml;ssen. Unrichtigkeiten im Tatbestand des finanzgerichtlichen Urteils sind nicht im Rechtsmittelverfahren beim BFH, sondern nur mit einem fristgebundenen Antrag auf Tatbestandsberichtigung beim FG (&sect; 108 FGO) geltend zu machen (Senatsbeschluss vom 18. Juli 2006 X B 206\/05, BFH\/NV 2006, 1877).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die R&uuml;ge der mangelhaften Sachverhaltsaufkl&auml;rung durch das FG f&uuml;hrt nicht zur Revisionszulassung. Die Kl&auml;ger legen nicht in der gebotenen Weise dar, dass das FG den entscheidungserheblichen Sachverhalt nicht hinreichend aufgekl&auml;rt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die formgerechte R&uuml;ge mangelnder Sachaufkl&auml;rung (&sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO) durch Nichterhebung angebotener Beweise setzt voraus, dass der Beschwerdef&uuml;hrer die ermittlungsbed&uuml;rftigen Tatsachen (Beweisthemen), die angebotenen Beweismittel, die genauen Fundstellen (Schriftsatz oder Terminsprotokoll, in denen die Beweismittel benannt worden sind, die das FG nicht erhoben hat), das voraussichtliche Ergebnis der Beweisaufnahme, inwieweit das Urteil des FG aufgrund dessen sachlich-rechtlicher Auffassung auf der unterbliebenen Beweisaufnahme beruhen kann, darlegt und ausf&uuml;hrt, dass &#8211;sofern die Voraussetzungen des &sect; 295 ZPO gegeben sind&#8211; bei n&auml;chster sich bietender Gelegenheit die Nichterhebung der Beweise ger&uuml;gt worden ist oder dass die Absicht des FG, die angebotenen Beweise nicht zu erheben, nicht rechtzeitig erkennbar war, um dies noch vor dem FG r&uuml;gen zu k&ouml;nnen (Senatsbeschluss vom 17. Februar 2004 X B 142\/03, n.v.). Diese Anforderungen sind nicht erf&uuml;llt. Die Kl&auml;ger r&uuml;gen zwar, das FG habe die Umst&auml;nde des Streitfalls im Hinblick auf die konkreten Auswirkungen des Pflichtversicherungsverh&auml;ltnisses f&uuml;r die Kl&auml;gerin als Selbstst&auml;ndige nicht aufgekl&auml;rt. Sie tragen in ihrer Beschwerdebegr&uuml;ndung aber nicht vor, welche Beweise von ihnen angeboten und vom FG nicht erhoben worden sein sollen. Ausf&uuml;hrungen zu einer rechtzeitigen R&uuml;ge des Sachaufkl&auml;rungsmangels fehlen au&szlig;erdem.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die R&uuml;ge, das FG habe gegen das Gebot versto&szlig;en, seiner Entscheidung das Gesamtergebnis des Verfahrens (&sect; 96 Abs. 1 FGO) zugrunde zu legen, beinhaltet im Streitfall nicht die R&uuml;ge eines Verfahrensmangels. Die Kl&auml;ger f&uuml;hren hierzu aus, der Verfahrensmangel liege vor, weil das FG trotz ihres Vortrags zur Abweichung des Sachverhalts im Streitfall die Rechtsgrunds&auml;tze des BFH-Beschlusses in BFH\/NV 2004, 1245 auf den Streitfall angewendet habe. Hierin liegt im Stile einer Revisionsbegr&uuml;ndung eine R&uuml;ge der rechtlichen W&uuml;rdigung des Streitfalls durch das FG, nicht aber eines Verfahrensmangels.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Soweit die Kl&auml;ger im Schriftsatz vom 17. September 2007 geltend machen, das FG habe gegen die Ruhensvorschriften (&sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 251 ZPO) aufgrund anderweitig anh&auml;ngiger Verfahren versto&szlig;en, ist die R&uuml;ge erst nach Ablauf der Begr&uuml;ndungsfrist erhoben worden und unbeachtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.10.2008, X B 60\/07 Nichtaufhebung des FG-Urteils trotz &Auml;nderungsbescheids im Beschwerdeverfahren &#8211; Anforderung an die R&uuml;gen der grunds&auml;tzlichen Bedeutung und Divergenz bei den H&ouml;chstbetr&auml;gen des Sonderausgabenabzugs f&uuml;r Altersvorsorgeaufwendungen f&uuml;r Streitjahre vor 2005 und bei geltend gemachten &quot;gleichheitswidrigen Beg&uuml;nstigungsausschl&uuml;ssen&quot; &#8211; Rechtsschutzinteresse bei Vorl&auml;ufigkeitsvermerk &#8211; Aussetzung des Beschwerdeverfahrens &#8211; Einkommensteuerliche Ber&uuml;cksichtigung von Nachzahlungsbeitr&auml;gen zur &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-60-07-nichtaufhebung-des-fg-urteils-trotz-aenderungsbescheids-im-beschwerdeverfahren-anforderung-an-die-ruegen-der-grundsaetzlichen-bedeutung-und-divergenz-bei-den-hoechstbetraegen-des-sonderausga\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;60\/07 &#8211; Nichtaufhebung des FG-Urteils trotz &Auml;nderungsbescheids im Beschwerdeverfahren &#8211; Anforderung an die R&uuml;gen der grunds&auml;tzlichen Bedeutung und Divergenz bei den H&ouml;chstbetr&auml;gen des Sonderausgabenabzugs f&uuml;r Altersvorsorgeaufwendungen f&uuml;r Streitjahre vor 2005 und bei geltend gemachten &quot;gleichheitswidrigen Beg&uuml;nstigungsausschl&uuml;ssen&quot; &#8211; Rechtsschutzinteresse bei Vorl&auml;ufigkeitsvermerk &#8211; Aussetzung des Beschwerdeverfahrens &#8211; Einkommensteuerliche Ber&uuml;cksichtigung von Nachzahlungsbeitr&auml;gen zur gesetzlichen Rentenversicherung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17872","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17872","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17872"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17872\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17872"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17872"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17872"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}