{"id":17883,"date":"2012-12-19T14:45:59","date_gmt":"2012-12-19T12:45:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17883"},"modified":"2012-12-19T14:45:59","modified_gmt":"2012-12-19T12:45:59","slug":"viii-b-228-07-nichtprotokollierung-eines-antrags-auf-beteiligtenvernehmung-und-mitwirkung-eines-dipl-finanzwirts-an-der-entscheidung-als-verfahrensfehler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-228-07-nichtprotokollierung-eines-antrags-auf-beteiligtenvernehmung-und-mitwirkung-eines-dipl-finanzwirts-an-der-entscheidung-als-verfahrensfehler\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;B&nbsp;228\/07 &#8211; Nichtprotokollierung eines Antrags auf Beteiligtenvernehmung und Mitwirkung eines Dipl.-Finanzwirts an der Entscheidung als Verfahrensfehler"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 28.11.2008, VIII B 228\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Nichtprotokollierung eines Antrags auf Beteiligtenvernehmung und Mitwirkung eines Dipl.-Finanzwirts an der Entscheidung als Verfahrensfehler<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist nicht begr&uuml;ndet. 1. Die R&uuml;ge unrichtiger Tatbestandsfeststellung greift nicht durch. Einwendungen gegen die Richtigkeit des im angefochtenen Urteil festgestellten Sachverhalts k&ouml;nnen grunds&auml;tzlich nicht mit der Verfahrensr&uuml;ge im Rahmen der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision geltend gemacht werden, sondern nur mit dem Antrag auf Tatbestandsberichtigung gem&auml;&szlig; &sect; 108 FGO (Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 5. Juni 2008 IX B 249\/07, BFH\/NV 2008, 1512; vom 5. M&auml;rz 2008 VI B 95\/07, BFH\/NV 2008, 956; Gr&auml;ber\/Stapperfend, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 108 Rz 1, jeweils m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Soweit die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) Einwendungen gegen die materielle Richtigkeit des angefochtenen Urteils geltend machen, wird damit kein Zulassungsgrund dargetan. Von vornherein unbeachtlich sind Einw&auml;nde gegen die Richtigkeit des angefochtenen Urteils, die nur im Rahmen einer Revisionsbegr&uuml;ndung erheblich sein k&ouml;nnen; das prozessuale Rechtsinstitut der Nichtzulassungsbeschwerde dient nicht dazu, allgemein die Richtigkeit finanzgerichtlicher Urteile zu gew&auml;hrleisten (BFH-Beschl&uuml;sse vom 20. Februar 2008 VIII B 103\/07, BFH\/NV 2008, 980; vom 27. M&auml;rz 2007 VIII B 152\/05, BFH\/NV 2007, 1335, jeweils m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ausnahmsweise ist die Revision zuzulassen nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 2. Alternative FGO, wenn das angefochtene Urteil an einem offensichtlichen Rechtsanwendungsfehler von erheblichem Gewicht im Sinne einer objektiv willk&uuml;rlichen oder greifbar gesetzwidrigen Entscheidung leidet (BFH-Beschluss vom 17. August 2007 XI B 83\/07, BFH\/NV 2007, 2141; Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 68, m.w.N.), also jeglicher gesetzlicher Grundlage entbehrt oder auf einer offensichtlich dem Wortlaut und Zweck des Gesetzes widersprechenden Auslegung beruht (BFH-Beschluss vom 8. Februar 2006 III B 128\/04, BFH\/NV 2006, 1116). Ein derartiger Fehler liegt ersichtlich nicht vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Soweit die Kl&auml;ger einen Verfahrensmangel &quot;vorsorglich&quot; geltend machen, der in der Nichtprotokollierung eines Antrags auf Beteiligtenvernehmung liegen soll, fehlt es an einer hinreichenden Darlegung des Zulassungsgrundes i.S. von &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO. Weder haben sie sich mit den Gr&uuml;nden des zur&uuml;ckweisenden Beschlusses des Finanzgerichts (FG) vom 17. Januar 2008 auseinandergesetzt noch haben sie dargelegt, dass die Entscheidung des FG auf dem behaupteten Mangel beruhen kann. Sofern die Kl&auml;ger im Kern nicht die fehlende Protokollierung, sondern die unterlassene Parteivernehmung r&uuml;gen wollen, ist ihren Ausf&uuml;hrungen zudem nicht zu entnehmen, welche entscheidungserheblichen Tatsachen sich durch eine Vernehmung des Kl&auml;gers voraussichtlich ergeben h&auml;tten und inwiefern diese gegebenenfalls zu einer anderen Entscheidung des FG h&auml;tten f&uuml;hren k&ouml;nnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Auch der Verfahrensmangel einer fehlerhaften Besetzung des in erster Instanz erkennenden Gerichts ist nicht ordnungsgem&auml;&szlig; ger&uuml;gt. Die Kl&auml;ger beziehen sich insoweit nur auf &sect; 119 Nr. 2 FGO, der aber nicht einschl&auml;gig ist, weil keine seiner Tatbestandsalternativen erf&uuml;llt ist. Weder war der angesprochene ehrenamtliche Richter wegen Besorgnis der Befangenheit mit Erfolg abgelehnt noch war er von der Aus&uuml;bung des Richteramtes kraft Gesetzes ausgeschlossen. Die Unvereinbarkeit des Amtes als ehrenamtlicher Richter mit bestimmten Berufen oder Funktionen ist in &sect; 19 FGO geregelt. Der Katalog ist abschlie&szlig;end und einer erweiternden Auslegung nicht zug&auml;nglich. Ein nicht mehr in der Steuerverwaltung des Bundes oder der L&auml;nder t&auml;tiger Diplom-Finanzwirt ist deshalb in diesem Zusammenhang nicht wie ein Steuerberater zu behandeln.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Hinweis der Kl&auml;ger darauf, dass der betreffende ehrenamtliche Richter und der &quot;Beklagtenf&uuml;hrer&quot; in fr&uuml;heren Jahren Berufskollegen bei der Finanzbeh&ouml;rde gewesen seien, ist nicht entscheidungserheblich, weil mit einem &quot;Hinweis&quot; kein Verfahrensfehler dargelegt wird und dieser Vortrag au&szlig;erdem erst nach Ablauf der Begr&uuml;ndungsfrist des &sect; 116 Abs. 3 Satz 1 FGO erfolgt ist. Im &Uuml;brigen w&auml;re die zwischen den Zeilen ge&auml;u&szlig;erte Besorgnis der Befangenheit nur beachtlich, wenn sie schon im erstinstanzlichen Verfahren zu einer erfolgreichen Richterablehnung gef&uuml;hrt h&auml;tte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 28.11.2008, VIII B 228\/07 Nichtprotokollierung eines Antrags auf Beteiligtenvernehmung und Mitwirkung eines Dipl.-Finanzwirts an der Entscheidung als Verfahrensfehler Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist nicht begr&uuml;ndet. 1. Die R&uuml;ge unrichtiger Tatbestandsfeststellung greift nicht durch. 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