{"id":17896,"date":"2012-12-19T14:46:03","date_gmt":"2012-12-19T12:46:03","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17896"},"modified":"2012-12-19T14:46:03","modified_gmt":"2012-12-19T12:46:03","slug":"viii-s-27-07-pkh-bewilligung-von-prozesskostenhilfe-durch-bfh-fuer-ein-erneutes-verfahren-wegen-aussetzung-der-vollziehung-nach-ablehnung-des-antrags-durch-das-fg-und-zulassung-der-revision-in-der-hau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-s-27-07-pkh-bewilligung-von-prozesskostenhilfe-durch-bfh-fuer-ein-erneutes-verfahren-wegen-aussetzung-der-vollziehung-nach-ablehnung-des-antrags-durch-das-fg-und-zulassung-der-revision-in-der-hau\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;S&nbsp;27\/07&nbsp;(PKH) &#8211; Bewilligung von Prozesskostenhilfe durch BFH f&uuml;r ein erneutes Verfahren wegen Aussetzung der Vollziehung nach Ablehnung des Antrags durch das FG und Zulassung der Revision in der Hauptsache durch den BFH"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 28.11.2008, VIII S 27\/07 (PKH)<\/p>\n<p class=\"titel\">Bewilligung von Prozesskostenhilfe durch BFH f&uuml;r ein erneutes Verfahren wegen Aussetzung der Vollziehung nach Ablehnung des Antrags durch das FG und Zulassung der Revision in der Hauptsache durch den BFH<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Der Senat hat mit Beschluss vom heutigen Tage (VIII B 192\/07) die Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts (FG) Bremen vom 16. M&auml;rz 2006&nbsp;&nbsp;1 K 422\/02 (3) auf die Beschwerde des Antragstellers zugelassen, nachdem der zun&auml;chst f&uuml;r das Verfahren zust&auml;ndig gewesene XI. Senat f&uuml;r die Nichtzulassungsbeschwerde Prozesskostenhilfe (PKH) bewilligt hatte (Beschluss vom 14. August 2007 XI S 16\/07 (PKH)).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Den Antrag des Antragstellers, die Vollziehung des in jenem Verfahren angefochtenen Einkommensteuerbescheids f&uuml;r 1997 in der Fassung des &Auml;nderungsbescheides vom 25. Oktober 2004 auszusetzen, lehnte das FG mit Beschluss vom 16. M&auml;rz 2006&nbsp;&nbsp;1 V 50\/04 (3) unter Hinweis auf sein Urteil wegen fehlender ernstlicher Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des angefochtenen Bescheids ab. Den hinsichtlich des Aussetzungsbegehrens gestellten Antrag auf Bewilligung von PKH f&uuml;r ein beabsichtigtes erneutes Aussetzungsverfahren vor dem Bundesfinanzhof (BFH) als Gericht der Hauptsache lehnte der auch insoweit zust&auml;ndig gewesene XI. Senat mit Beschluss vom 17. August 2007 XI S 15\/07 (PKH) wegen der fehlenden Passivlegitimation des seinerzeitigen Antragsgegners, des Finanzamts A, unter Hinweis auf die sachliche Zust&auml;ndigkeit des Wohnsitzfinanzamts des Antragstellers (Finanzamt B) ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Daraufhin hat der Antragsteller den Antrag auf Bewilligung von PKH nunmehr auf ein gegen das Wohnsitzfinanzamt (B) zu richtendes Aussetzungsverfahren bezogen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. 1. Der Antragsteller hat nach &sect; 142 der Finanzgerichtsordnung (FGO) i.V.m. &sect; 114 der Zivilprozessordnung Anspruch auf Bewilligung von PKH, weil er      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;zum einen nach den glaubhaft dargestellten pers&ouml;nlichen und wirtschaftlichen Verh&auml;ltnissen nicht in der Lage ist, die Kosten der Prozessf&uuml;hrung in dem beabsichtigten Aussetzungsverfahren aufzubringen und      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;zum anderen die beabsichtigte Rechtsverfolgung im Rahmen des Aussetzungsbegehrens schon ausweislich der Zulassung der Revision gegen das angefochtene Urteil durch Beschluss des Senats vom heutigen Tage (VIII B 192\/07) hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Insbesondere steht einem solchen Erfolg die fr&uuml;here Ablehnung des Aussetzungsbegehrens durch das FG nicht entgegen. Vielmehr kann der Senat im Rahmen seiner Zust&auml;ndigkeit als Gericht der Hauptsache i.S. des &sect; 69 Abs. 3 Satz 1 FGO &#8211;seit Anh&auml;ngigkeit des Verfahrens &uuml;ber die Nichtzulassungsbeschwerde des Antragstellers&#8211; auf einen entsprechenden Aussetzungsantrag des Antragstellers in der Sache entscheiden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Der Antrag auf Aussetzung der Vollziehung (AdV) kann nach &sect; 69 Abs. 3 FGO beim BFH als dem Gericht der Hauptsache im Revisionsverfahren auch dann gestellt werden, wenn das FG die beantragte AdV &#8211;wie hier&#8211; zuvor abgelehnt hat (vgl. BFH-Beschluss vom 15. Januar 1991 IX S 6\/90, BFH\/NV 1991, 535, m.w.N.). Nach &sect; 69 Abs. 6 Satz 2 FGO ist allerdings nach st&auml;ndiger Rechtsprechung ein erneuter Antrag auf AdV regelm&auml;&szlig;ig nur zul&auml;ssig, wenn ver&auml;nderte oder im urspr&uuml;nglichen Verfahren ohne Verschulden nicht geltend gemachte Umst&auml;nde vorgetragen werden (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 25. Oktober 1994 VIII B 101\/94, BFH\/NV 1995, 611; vom 25. M&auml;rz 1998 IX S 27\/97, BFH\/NV 1998, 1115). Dies gilt vor allem in der Revisionsinstanz deshalb, damit nicht durch wiederholte Aussetzungsantr&auml;ge die Vorschrift des &sect; 128 Abs. 3 FGO unterlaufen wird, nach der die Beschwerde gegen den eine Aussetzung der Vollziehung ablehnenden Beschluss des FG nur bei ausdr&uuml;cklicher Zulassung im Beschluss statthaft ist (vgl. BFH-Beschluss vom 4. November 1996 IX S 7\/96, BFH\/NV 1997, 492).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Zu diesen eine erneute Entscheidung rechtfertigenden neuen Umst&auml;nden geh&ouml;ren nicht nur Tatsachen und Beweismittel, die zum Zeitpunkt der Entscheidung &uuml;ber den AdV-Antrag noch nicht vorgelegen haben, sondern auch sonstige nachtr&auml;glich eingetretene oder bekannt gewordene Gegebenheiten, die den entscheidungserheblichen Sachverhalt in einem &quot;neuen Licht&quot; erscheinen lassen, sowie &Auml;nderungen des Gesetzes oder der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung, die zu einer anderen Beurteilung der ma&szlig;geblichen Rechtslage f&uuml;hren k&ouml;nnen (BFH-Beschl&uuml;sse vom 19. November 2003 I S 7\/03, BFH\/NV 2004, 516; vom 24. August 2004 VIII S 1\/04, juris, und vom 2. Juni 2005 III S 12\/05, BFH\/NV 2005, 1834). Auf dieser Grundlage liegen ver&auml;nderte Umst&auml;nde auch dann vor, wenn sich die Verfahrenslage &#8211;wie im Streitfall ausweislich der Bewilligung der PKH durch den BFH f&uuml;r das Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren und die Zulassung der Revision&#8211; nachtr&auml;glich anders als bisher darstellt (ebenso Birkenfeld in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect; 69 FGO Rz 1231, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 28.11.2008, VIII S 27\/07 (PKH) Bewilligung von Prozesskostenhilfe durch BFH f&uuml;r ein erneutes Verfahren wegen Aussetzung der Vollziehung nach Ablehnung des Antrags durch das FG und Zulassung der Revision in der Hauptsache durch den BFH Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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