{"id":17926,"date":"2012-12-19T14:47:00","date_gmt":"2012-12-19T12:47:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17925"},"modified":"2012-12-19T14:47:00","modified_gmt":"2012-12-19T12:47:00","slug":"xi-b-250-07-keine-bindung-der-gerichte-an-norminterpretierende-verwaltungsanweisungen-abgrenzung-selbstaendiger-zu-nichtselbstaendiger-taetigkeit-verstoss-gegen-par-96-abs-1-satz-1-fgo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-250-07-keine-bindung-der-gerichte-an-norminterpretierende-verwaltungsanweisungen-abgrenzung-selbstaendiger-zu-nichtselbstaendiger-taetigkeit-verstoss-gegen-par-96-abs-1-satz-1-fgo\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;250\/07 &#8211; Keine Bindung der Gerichte an norminterpretierende Verwaltungsanweisungen &#8211; Abgrenzung selbst&auml;ndiger zu nichtselbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit &#8211; Versto&szlig; gegen &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.12.2008, XI B 250\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Bindung der Gerichte an norminterpretierende Verwaltungsanweisungen &#8211; Abgrenzung selbst&auml;ndiger zu nichtselbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit &#8211; Versto&szlig; gegen &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 1. Der Beklagte und Beschwerdef&uuml;hrer (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) hat eine grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) nicht in einer den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO gen&uuml;genden Weise dargelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Wird eine Nichtzulassungsbeschwerde auf grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) gest&uuml;tzt, setzt eine Zulassung voraus, dass der Beschwerdef&uuml;hrer eine bestimmte f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls erhebliche abstrakte Rechtsfrage herausstellt, der grunds&auml;tzliche Bedeutung zukommen soll (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 14. M&auml;rz 2000 V B 23\/00, BFH\/NV 2000, 1148; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 116 Rz 32). Erforderlich ist ferner ein konkreter und substantiierter Vortrag, aus welchen Gr&uuml;nden im Einzelnen die Kl&auml;rung der Rechtsfrage durch die angestrebte Revisionsentscheidung aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit, der Rechtseinheitlichkeit oder der Rechtsentwicklung im Allgemeininteresse liegt (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 23. Oktober 2007 XI B 26\/07, BFH\/NV 2008, 213; Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 116 Rz 32, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Soweit das FA r&uuml;gt, das Finanzgericht (FG) habe bei der lohnsteuerlichen Beurteilung der T&auml;tigkeit der Moderatoren\/ Nachrichtensprecher rechtssystematisch unzutreffend und entgegen der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung auf das Berufsbild eines Journalisten i.S. des &sect; 18 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes abgestellt, fehlt es bereits an der abstrakten Formulierung einer kl&auml;rungsbed&uuml;rftigen Rechtsfrage. Das FA r&uuml;gt letztendlich eine fehlerhafte Rechtsanwendung durch das FG. Damit macht es materiell-rechtliche Fehler, also die inhaltliche Unrichtigkeit des FG-Urteils geltend, was die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung jedoch nicht rechtfertigt (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 29. Dezember 2006 IX B 139\/05, BFH\/NV 2007, 1084, unter 4.; vom 10. Februar 2005 IX B 169\/03, BFH\/NV 2005, 1057; vom 1. April 2008 IX B 257\/07, BFH\/NV 2008, 1331).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die Revision ist auch nicht zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO zuzulassen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Dieser Revisionsgrund erfasst zwar auch die Zulassung wegen eines schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehlers, sofern dieser geeignet ist, das Vertrauen in die Rechtsprechung zu besch&auml;digen. Ein derartiger Fehler liegt jedoch nur dann vor, wenn die angefochtene FG-Entscheidung objektiv willk&uuml;rlich erscheint oder auf sachfremden Erw&auml;gungen beruht und unter keinem denkbaren Gesichtspunkt rechtlich vertretbar ist (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 22. April 2008 X B 57\/07, BFH\/NV 2008, 1192).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diese Voraussetzungen liegen im Streitfall nicht vor. Soweit das FA darauf hinweist, dass nach dem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 5. Oktober 1990 IV B 6 -S 2332- 73\/90 (BStBl I 1990, 638) Mitarbeiter bei H&ouml;rfunk und Fernsehen grunds&auml;tzlich nichtselbst&auml;ndig t&auml;tig sind, handelt es sich dabei um eine sog. norminterpretierende Verwaltungsvorschrift, der keine Rechtsnormqualit&auml;t zukommt und die die Gerichte nicht bindet (vgl. allgemein BFH-Urteil vom 26. April 1995 XI R 81\/93, BFHE 178, 4, BStBl II 1995, 754, unter II.3., m.w.N.). Das FG hat seinem Urteil indes zutreffend die Rechtsprechung des BFH zur Abgrenzung von selbst&auml;ndiger zu nichtselbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit zugrunde gelegt. Ausgehend von dieser Rechtsprechung ist es im Rahmen einer W&uuml;rdigung der gesamten Umst&auml;nde des Einzelfalls zu dem rechtlich vertretbaren Ergebnis gelangt, dass die Mitarbeiter der Kl&auml;gerin und Beschwerdegegnerin nichtselbst&auml;ndig t&auml;tig sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Auch die vom FA behauptete Divergenz (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO) liegt nicht vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Eine Abweichung ist nur gegeben, wenn das FG in einer bestimmten entscheidungserheblichen Rechtsfrage eine andere Meinung vertritt als ein anderes Gericht und das angefochtene Urteil auf dieser Divergenz beruht. Das FG muss seiner Entscheidung einen abstrakten Rechtssatz zugrunde gelegt haben, der mit den tragenden Rechtsausf&uuml;hrungen in der Divergenzentscheidung nicht &uuml;bereinstimmt (vgl. BFH-Beschluss vom 20. Juli 2007 XI B 193\/06, BFH\/NV 2007, 1887, m.w.N.). Keine Abweichung liegt daher vor, wenn das FG erkennbar von den Rechtsgrunds&auml;tzen der BFH-Rechtsprechung ausgeht, diese aber fehlerhaft auf die Besonderheiten des Streitfalls anwendet; denn nicht die Unrichtigkeit des angefochtenen Urteils im Einzelfall, sondern nur die Nicht&uuml;bereinstimmung im Grunds&auml;tzlichen rechtfertigt die Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO (vgl. BFH-Beschluss vom 19. September 2007 XI B 133\/06, BFH\/NV 2008, 41; Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 55, jeweils m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Soweit das FA r&uuml;gt, das FG weiche in seiner Entscheidung von den Urteilen des BFH vom 14. Juni 1985 VI R 152\/82 (BFHE 144, 225, BStBl II 1985, 661) sowie vom 20. Januar 1972 IV R 1\/69 (BFHE 104, 169, BStBl II 1972, 214) dadurch ab, dass es die Aufkl&auml;rung der zugrunde liegenden Vertr&auml;ge nicht f&uuml;r erforderlich halte, ist schon nicht erkennbar, dass das FG einen abstrakten Rechtssatz aufgestellt hat, nach dem es f&uuml;r die Abgrenzung von selbst&auml;ndiger zu nichtselbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit ausschlie&szlig;lich auf die tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse ankommt. Vielmehr legt das FG seinem Urteil (Seite 6) ausdr&uuml;cklich die BFH-Rechtsprechung zugrunde, nach der in die W&uuml;rdigung des Gesamtbilds der Verh&auml;ltnisse auch die der T&auml;tigkeit zugrunde liegenden Vertragsverh&auml;ltnisse einzubeziehen sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Selbst wenn das FG jedoch einen abstrakten Rechtssatz aufgestellt haben sollte, nach dem es f&uuml;r die Abgrenzung von selbst&auml;ndiger zu nichtselbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit ausschlie&szlig;lich auf die tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse ankommt, w&auml;re diese Abweichung nicht entscheidungserheblich. Wenn die vertraglichen Vereinbarungen den tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnissen entsprechen, ergibt sich durch das alleinige Abstellen auf die tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse keine abweichende rechtliche Beurteilung. Falls die tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse von den vertraglichen Vereinbarungen abweichen, sind die tats&auml;chlichen Gegebenheiten ausschlaggebend (vgl. BFH-Urteil vom 20. April 1988 X R 40\/81, BFHE 153, 437, BStBl II 1988, 804, unter II.3.b; Heidner in Bunjes\/Geist, UStG, 8. Aufl., &sect; 2 Rz 92). Auch dann ergibt sich somit durch das alleinige Abstellen auf die tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse keine vom FG abweichende rechtliche Beurteilung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Das FA r&uuml;gt ferner, das FG weiche von der Rechtsprechung des BFH ab, indem es bei seiner Entscheidung das Ausstellen von Rechnungen durch die Mitarbeiter ber&uuml;cksichtigt und damit zumindest konkludent auf die Charakterisierung des Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses durch die Beteiligten abgestellt habe. Auch diesen angegriffenen Ausf&uuml;hrungen des FG kann kein abstrakter Rechtssatz entnommen werden. Vielmehr beanstandet das FA auch insoweit lediglich die Rechtsanwendung durch das FG.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Auch die vom FA geltend gemachten Verfahrensfehler (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) liegen nicht vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die R&uuml;ge des FA, das FG sei seiner Pflicht zur Aufkl&auml;rung des Sachverhalts (&sect; 76 FGO) dadurch nicht ausreichend nachgekommen, dass es die von ihm &#8211;dem FA&#8211; genannten Zeugen nicht geh&ouml;rt habe, geht fehl.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Gem&auml;&szlig; &sect; 82 FGO i.V.m. &sect; 373 der Zivilprozessordnung erfordert der Beweisantritt durch Vernehmung von Zeugen die Bezeichnung der Tatsachen, &uuml;ber welche die Vernehmung der Zeugen stattfinden soll. Das Beweisthema und das voraussichtliche Ergebnis der Beweisaufnahme in Bezug auf einzelne konkrete Tatsachen m&uuml;ssen genau angegeben werden (vgl. BFH-Beschluss vom 23. April 2008 V B 159\/07, BFH\/NV 2008, 1347, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der im Streitfall in der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellte Beweisantrag, zum Beweis daf&uuml;r, &quot;dass das nicht zutreffend sei, wie es die Kl&auml;gerseite darlegt&quot;, die Mitarbeiter A,B und C als Zeugen zu h&ouml;ren, reicht insoweit nicht aus, weil damit ein Beweisthema nicht ordnungsgem&auml;&szlig; bezeichnet wird. Vielmehr h&auml;tte das FA insofern konkrete Tatsachen angeben m&uuml;ssen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Soweit das in der m&uuml;ndlichen Verhandlung fachkundig vertretene FA weitere Sachaufkl&auml;rungsm&auml;ngel geltend macht, hat es ausweislich des Sitzungsprotokolls diese vermeintlichen Verst&ouml;&szlig;e des FG in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 15. November 2007 nicht ger&uuml;gt; es kann sich deshalb mit der Nichtzulassungsbeschwerde hierauf nicht mehr berufen (st&auml;ndige Rechtsprechung des BFH, vgl. z.B. Beschluss vom 19. Februar 2008 XI B 205\/07, BFH\/NV 2008, 1210, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Ferner liegt kein Verfahrensfehler aufgrund eines Versto&szlig;es gegen &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ein Verfahrensmangel i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 i.V.m. &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO ist gegeben, wenn das FG seiner Entscheidung nicht das Gesamtergebnis des Verfahrens zugrunde legt, insbesondere wenn das Gericht bei seiner Entscheidung von einem Sachverhalt ausgeht, welcher dem schriftlichen oder protokollierten Vorbringen der Beteiligten widerspricht, oder wenn das Gericht eine nach den Akten klar feststehende Tatsache unber&uuml;cksichtigt gelassen hat (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 19. Dezember 2007 X B 89\/07, BFH\/NV 2008, 599, m.w.N.). Dabei ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass &sect; 96 FGO nicht gebietet, alle im Einzelfall gegebenen Umst&auml;nde im Urteil zu er&ouml;rtern. Es ist vielmehr im Allgemeinen davon auszugehen, dass ein Gericht auch den Akteninhalt in Erw&auml;gung gezogen hat, mit dem es sich in den schriftlichen Entscheidungsgr&uuml;nden nicht ausdr&uuml;cklich auseinandergesetzt hat (vgl. BFH-Beschluss vom 27. September 1999 I B 83\/98, BFH\/NV 2000, 673).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Deswegen ist auch die R&uuml;ge, das FG habe gegen &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO versto&szlig;en, indem es die Aussage des Gesch&auml;ftf&uuml;hrers der Komplement&auml;r GmbH nicht ber&uuml;cksichtigt habe, die Entlohnung der Nachrichtensprecher erfolge nur f&uuml;r Stunden, in denen sie im Studio anwesend seien, nicht begr&uuml;ndet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Entgegen dem Vorbringen des FA hat das FG in seinen Entscheidungsgr&uuml;nden auch auf die vom Marketingleiter D gestellten Rechnungen Bezug genommen (Seite 8 des Urteils) und diese damit bei seiner Entscheidung ber&uuml;cksichtigt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit das FA weitere Verfahrensfehler r&uuml;gt, beanstandet es in Wirklichkeit die Gesamtw&uuml;rdigung der Umst&auml;nde des Einzelfalls durch das FG. Dies rechtfertigt jedoch die Zulassung der Revision nicht. Denn die Tatsachen- und Beweisw&uuml;rdigung ist revisionsrechtlich dem materiellen Recht zuzuordnen und deshalb der Pr&uuml;fung des BFH im Rahmen von Verfahrensr&uuml;gen entzogen (vgl. BFH-Beschluss vom 26. Februar 2008 XI B 169\/07, BFH\/NV 2008, 830).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ebenso ist die R&uuml;ge des FA, die vom FG getroffenen Feststellungen w&uuml;rden nicht seine Entscheidung tragen, materiell-rechtlicher Natur, die nicht die Zulassung der Revision wegen eines Verfahrensfehlers rechtfertigt (vgl. BFH-Beschluss vom 10. Mai 2007 VIII B 132\/05, BFH\/NV 2007, 1681, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.12.2008, XI B 250\/07 Keine Bindung der Gerichte an norminterpretierende Verwaltungsanweisungen &#8211; Abgrenzung selbst&auml;ndiger zu nichtselbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit &#8211; Versto&szlig; gegen &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 1. 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