{"id":17927,"date":"2012-12-19T14:47:01","date_gmt":"2012-12-19T12:47:01","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17927"},"modified":"2012-12-19T14:47:01","modified_gmt":"2012-12-19T12:47:01","slug":"ix-b-149-08-kaufpreisaufteilung-auf-unterschiedliche-wirtschaftsgueter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-149-08-kaufpreisaufteilung-auf-unterschiedliche-wirtschaftsgueter\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;B&nbsp;149\/08 &#8211; Kaufpreisaufteilung auf unterschiedliche Wirtschaftsg&uuml;ter"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.12.2008, IX B 149\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Kaufpreisaufteilung auf unterschiedliche Wirtschaftsg&uuml;ter<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die Sache ist nicht grunds&auml;tzlich bedeutsam i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO). Die vom Beklagten und Beschwerdef&uuml;hrer (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) sinngem&auml;&szlig; herausgestellten Fragen nach dem Aufteilungsma&szlig;stab bei unterschiedlichen Wirtschaftsg&uuml;tern und der Verteilung der Gewinnmarge in Bautr&auml;gerf&auml;llen sind entweder bereits gekl&auml;rt oder im Streitfall nicht kl&auml;rbar.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Aufteilungsma&szlig;stab ist gekl&auml;rt. Er richtet sich grunds&auml;tzlich nach der Kaufpreisaufteilung der Vertragsparteien, wenn nicht die Voraussetzungen daf&uuml;r vorliegen, ein Scheingesch&auml;ft oder einen Gestaltungsmissbrauch anzunehmen. Dies entspricht der st&auml;ndigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH), wie sie sich insbesondere aus der Entscheidung des erkennenden Senats vom 24. Januar 2007 IX B 84\/06 (BFH\/NV 2007, 1104) zu einem mit dem Streitfall vergleichbaren Fall einer Aufteilung nach dem F&ouml;rdergebietsgesetz erschlie&szlig;t (vgl. in diesem Sinne auch BFH-Beschluss vom 21. August 2007 I B 26\/07, BFH\/NV 2007, 2354, und BFH-Urteil vom 18. Januar 2006 IX R 34\/05, BFH\/NV 2006, 1634). Von dieser Rechtsprechung ist das Finanzgericht (FG) bei seiner Entscheidung zutreffend ausgegangen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nicht grunds&auml;tzlich kl&auml;rbar ist im Streitfall, wann &quot;nennenswerte Zweifel&quot; an der vertraglichen Aufteilung im Sinne einer blo&szlig;en &quot;steuerinteressierten&quot; Aufteilung bestehen. Ganz abgesehen davon, dass keine allgemeinen Ma&szlig;st&auml;be derartiger &#8211;notwendigerweise einzelfallbezogener (vgl. BFH-Beschluss vom 26. August 2008 IX B 63\/08, juris)&#8211; Bedenken gegen die von den Vertragsparteien vorgenommene Kaufpreisaufteilung entwickelt werden k&ouml;nnen, hat sich das FG im Streitfall nicht darauf beschr&auml;nkt, die vertragliche Aufteilung steuerrechtlich nachzuvollziehen, sondern hat das Ergebnis durch weitere Umst&auml;nde, vor allen Dingen anhand des wirklich am Markt f&uuml;r das konkrete Grundst&uuml;ck erzielten Preises objektiviert und die Angemessenheit der Aufteilung aufgrund seiner gr&uuml;ndlichen und nachvollziehbaren Ermittlungen und Feststellungen best&auml;tigt. Es ist damit zu einem dem Fall gerecht werdenden Ergebnis gelangt, das der Wirklichkeit wesentlich n&auml;her kommt als die &#8211;notwendigerweise gr&ouml;beren&#8211; (Sch&auml;tzungs-)Kriterien aufgrund der vom FA zitierten Rundverf&uuml;gung der Oberfinanzdirektion Erfurt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zwar m&ouml;gen die vom FA hervorgehobenen Intentionen von Bautr&auml;gern durchaus in die Richtung gehen, dem Erwerber ein hohes Abschreibungsvolumen auszuweisen. Dar&uuml;ber hinaus fehlt es an einem auf die Aufteilung bezogenen Interessengegensatz der Vertragsparteien (vgl. dazu auch das BFH-Urteil vom 16. September 2004 X R 19\/03, BFHE 207, 528, BStBl II 2006, 238). Diesen Problemen ist das FG aber explizit nachgegangen und hat das von den Vertragsparteien gefundene Aufteilungsergebnis anhand der wirklichen Verkehrswerte verifiziert.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.12.2008, IX B 149\/08 Kaufpreisaufteilung auf unterschiedliche Wirtschaftsg&uuml;ter Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die Sache ist nicht grunds&auml;tzlich bedeutsam i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO). 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