{"id":17936,"date":"2012-12-18T16:20:18","date_gmt":"2012-12-18T14:20:18","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17936"},"modified":"2012-12-18T16:20:18","modified_gmt":"2012-12-18T14:20:18","slug":"iv-r-82-06-unterlassene-verbindung-nach-par-73-abs-2-fgo-als-verstoss-gegen-die-grundordnung-des-verfahrens-einheitliche-entscheidung-ueber-die-zurechnung-eines-gewinns-zum-sonderbetriebsergebnis-eine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-82-06-unterlassene-verbindung-nach-par-73-abs-2-fgo-als-verstoss-gegen-die-grundordnung-des-verfahrens-einheitliche-entscheidung-ueber-die-zurechnung-eines-gewinns-zum-sonderbetriebsergebnis-eine\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;82\/06 &#8211; Unterlassene Verbindung nach &sect; 73 Abs. 2 FGO als Versto&szlig; gegen die Grundordnung des Verfahrens &#8211; Einheitliche Entscheidung &uuml;ber die Zurechnung eines Gewinns zum Sonderbetriebsergebnis eines oder aller Mitunternehmer einer Personengesellschaft &#8211; Ausgleich von Pensionsr&uuml;ckstellungen bei Personengesellschaften in der Sonderbilanz des beg&uuml;nstigten Gesellschafters &#8211; Einheitlichkeit der gesonderten Feststellung &#8211; Annahme einer konkludent ge&auml;nderten Gewinnverteilung &#8211; Gegenstand des Revisionsverfahrens nach Zulassung durch BFH"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.10.2008, IV R 82\/06<\/p>\n<p class=\"titel\">Unterlassene Verbindung nach &sect; 73 Abs. 2 FGO als Versto&szlig; gegen die Grundordnung des Verfahrens &#8211; Einheitliche Entscheidung &uuml;ber die Zurechnung eines Gewinns zum Sonderbetriebsergebnis eines oder aller Mitunternehmer einer Personengesellschaft &#8211; Ausgleich von Pensionsr&uuml;ckstellungen bei Personengesellschaften in der Sonderbilanz des beg&uuml;nstigten Gesellschafters &#8211; Einheitlichkeit der gesonderten Feststellung &#8211; Annahme einer konkludent ge&auml;nderten Gewinnverteilung &#8211; Gegenstand des Revisionsverfahrens nach Zulassung durch BFH<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Beigeladenen und Revisionskl&auml;ger (Beigeladene) sind Kommanditisten der ebenfalls beigeladenen &#8230; KG (KG). An der KG ist auch der Kl&auml;ger als Kommanditist mit einem festen Kapitalanteil von 1\/60 beteiligt. Zuvor war er von 1964 bis 1994 Komplement&auml;r der KG. Seit 1995 ist die &#8230; GmbH (GmbH) Komplement&auml;rin der KG. Sie ist am Festkapital der KG nicht beteiligt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach &sect; 6 des Gesellschaftsvertrags (GV) der KG erh&auml;lt die GmbH ihre Aufwendungen f&uuml;r die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung, zu denen auch die Verg&uuml;tungen geh&ouml;ren, die sie an ihre Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer zu zahlen hat, ersetzt, sobald diese Aufwendungen entstehen. Nach &sect; 15 GV ist im Verh&auml;ltnis der Gesellschafter zueinander f&uuml;r die Gewinn- und Verlustaufteilung von dem Jahres&uuml;berschuss oder Jahresfehlbetrag der Gesellschaft auszugehen, der sich nach Ber&uuml;cksichtigung des der GmbH zu leistenden Aufwendungsersatzes und Verzinsung der Guthaben und Belastungen der Gesellschafter auf Darlehenskonten ergibt. Von dem sich danach ergebenden Jahres&uuml;berschuss erh&auml;lt die GmbH vorab 1 %, maximal 15 % ihres buchm&auml;&szlig;igen Eigenkapitals. Der danach verbleibende &Uuml;berschuss wird unter den Gesellschaftern im Verh&auml;ltnis der Festkapitaleinlagen aufgeteilt. Nach &sect; 7 GV werden Gesellschafterbeschl&uuml;sse &#8211;von im Streitfall nicht einschl&auml;gigen Ausnahmen abgesehen&#8211; mit der einfachen Mehrheit des abstimmenden Festkapitals gefasst; &Auml;nderungen des Gesellschaftsvertrages sind nur einstimmig m&ouml;glich.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger schloss mit der KG am 15. November 1994 eine Ruhegehaltsvereinbarung, nach der die KG verpflichtet war, ihm ab dem 1. Januar 1995 ein monatliches Ruhegehalt zu zahlen. Der beigeladene W, der an der KG als Kommanditist beteiligt ist, schloss mit der GmbH, deren Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer er war, ebenfalls am 15. November 1994 eine Ruhegehaltsvereinbarung. W standen aus der Ruhegehaltsvereinbarung in den Streitjahren (1995 und 1996) noch keine Ruhegehaltszahlungen zu.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die KG bildete f&uuml;r die Verpflichtungen aus den vorgenannten Ruhegehaltsvereinbarungen erstmals in ihrer Bilanz zum 31. Dezember 1995 eine R&uuml;ckstellung in H&ouml;he von insgesamt 1 065 083 DM, die zu 586 502 DM auf den Pensionsanspruch des Kl&auml;gers und zu 478 581 DM auf die gegen&uuml;ber W &uuml;bernommene Pensionsverpflichtung entfiel. Dar&uuml;ber hinaus wurde im Sonderbetriebsverm&ouml;gen der Kommanditisten ein Betrag in gleicher H&ouml;he aktiviert, der entsprechend dem allgemeinen Gewinnverteilungsschl&uuml;ssel auf alle Kommanditisten verteilt wurde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In der Bilanz zum 31. Dezember 1996 passivierte die KG f&uuml;r die aus den Ruhegehaltsvereinbarungen eingegangenen Verpflichtungen insgesamt 1 078 185 DM. Die Differenz von 13 102 DM zwischen der Zuf&uuml;hrung zu der R&uuml;ckstellung und der Aufl&ouml;sung der R&uuml;ckstellung wurde entsprechend dem allgemeinen Gewinnverteilungsschl&uuml;ssel in den Sonderbilanzen aller Kommanditisten aktiviert.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                F&uuml;r die Gewinnermittlungszeitr&auml;ume 1997 und 1998 minderte die KG demgegen&uuml;ber wegen der Aufl&ouml;sung der Pensionsr&uuml;ckstellung nur den entsprechenden Aktivposten in den Sonderbilanzen des Kl&auml;gers, w&auml;hrend sie wegen der Zuf&uuml;hrung zu der Pensionsr&uuml;ckstellung eine Aktivierung nur im Sonderbetriebsverm&ouml;gen des beigeladenen W vornahm.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Jahresabschl&uuml;sse der KG f&uuml;r die Streitjahre wurden durch mehrheitlich getroffene Gesellschafterbeschl&uuml;sse festgestellt. Die Behandlung der Pensionsr&uuml;ckstellungen wurde von den Gesellschaftern dabei nicht beanstandet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Rahmen einer bei der KG durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat der Pr&uuml;fer die Auffassung, der Aufwand der KG f&uuml;r die Pensionsr&uuml;ckstellungen sei nur in den Sonderbilanzen der beg&uuml;nstigten Kommanditisten durch einen entsprechend hohen Aktivposten auszugleichen. F&uuml;r 1996 habe die KG die Pensionsr&uuml;ckstellung au&szlig;erdem um 1 683 DM zu niedrig passiviert.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte der Auffassung des Pr&uuml;fers und erlie&szlig; entsprechend ge&auml;nderte Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen. Gegen diese Bescheide legten der Kl&auml;ger, die KG sowie die Beigeladenen X, Y und W Einspr&uuml;che ein, die das FA als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckwies.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger und der beigeladene W erhoben daraufhin unabh&auml;ngig voneinander Klage. Das Finanzgericht (FG) gab der Klage des Kl&auml;gers, mit der er begehrte, die Aufwendungen f&uuml;r seine Pension entsprechend dem allgemeinen Gewinnverteilungsschl&uuml;ssel in den Sonderbilanzen aller Kommanditisten auszugleichen, f&uuml;r die Jahre 1995 und 1996 statt. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2006, 1744 ver&ouml;ffentlicht. &Uuml;ber die Klage des beigeladenen W, die beim FG unter dem Aktenzeichen &#8230; anh&auml;ngig ist, hat das FG bisher nicht entschieden. Mit dieser Klage wendet sich W f&uuml;r die Streitjahre auch gegen die Bilanzierung der ihn betreffenden Pensionszusage in seinen Sonderbilanzen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision r&uuml;gen die Beigeladenen (Revisionskl&auml;ger) die Verletzung materiellen Rechts.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Sie beantragen sinngem&auml;&szlig;,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        das Urteil der Vorinstanz aufzuheben, soweit der Klage f&uuml;r die Jahre 1995 und 1996 stattgegeben wurde, und die Klage auch insoweit abzuweisen.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        die Revision zur&uuml;ckzuweisen.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        der Revision stattzugeben.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG (&sect; 126 Abs. 3 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Revision ist wirksam auf die Gewinnfeststellungen 1995 und 1996 beschr&auml;nkt worden. Der Gegenstand des Revisionsverfahrens wird durch den Revisionsantrag (&sect; 120 Abs. 3 Nr. 1 FGO) im Zusammenhang mit dem Revisionsbegehren bestimmt (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 25. Juni 2002 IX R 47\/98, BFHE 199, 361, BStBl II 2002, 756). Dies gilt auch in einem nach &sect; 116 Abs. 7 Satz 1 FGO fortgesetzten Revisionsverfahren (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. September 1992 6 C 2.91, BVerwGE 91, 24). Die Beigeladenen (Revisionskl&auml;ger) haben gegen die Nichtzulassung der Revision durch das FG unbeschr&auml;nkt Beschwerde eingelegt. Der BFH hat daraufhin die Revision auch wegen der Gewinnfeststellungen f&uuml;r 1997 und 1998 zugelassen, so dass das Beschwerdeverfahren auch insoweit als Revisionsverfahren fortgesetzt wurde (&sect; 116 Abs. 7 Satz 1 FGO). In der Revisionsbegr&uuml;ndung wurden der Revisionsantrag und das Revisionsbegehren indes auf die Gewinnfeststellungen 1995 und 1996 beschr&auml;nkt. Hierin ist weder eine teilweise R&uuml;cknahme der Revision noch ein teilweiser Verzicht auf diese zu sehen (BFH-Urteil in BFHE 199, 361, BStBl II 2002, 756, m.w.N.). Das Urteil des FG ist vielmehr hinsichtlich des nicht angefochtenen Teils (Gewinnfeststellungen 1997 und 1998) rechtskr&auml;ftig geworden (vgl. Senatsurteil vom 15. Oktober 1998 IV R 8\/98, BFHE 187, 201, BStBl II 1999, 333, unter 3. der Gr&uuml;nde; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 120 Rz 56).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Das angefochtene Urteil h&auml;tte ohne vorherige Verbindung des Verfahrens mit dem vom beigeladenen W anh&auml;ngig gemachten Klageverfahren &#8230; nicht ergehen d&uuml;rfen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Gem&auml;&szlig; &sect; 73 Abs. 2 FGO m&uuml;ssen Verfahren zu gemeinsamer Verhandlung und Entscheidung verbunden werden, wenn die Klage von jemandem erhoben ist, der wegen dieses Klagegegenstandes nach &sect; 60 Abs. 3 FGO zu einem anderen Verfahren notwendig beizuladen w&auml;re, wenn also mehrere Klagen von mehreren Kl&auml;gern erhoben worden sind und &uuml;ber die anh&auml;ngigen Rechtsstreitigkeiten einheitlich zu entscheiden ist (BFH-Beschluss vom 1. Oktober 1981 I B 31-32\/81, BFHE 134, 227, BStBl II 1982, 130).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Sind &#8211;wie vorliegend&#8211; Rechtsfragen im Streit, die i.S. von      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &sect; 48 Abs. 1 Nr. 5 FGO die Beteiligten als Mitunternehmer einer Personengesellschaft pers&ouml;nlich angehen, sind die betroffenen Gesellschafter nach &sect; 60 Abs. 3 FGO notwendig zum Verfahren beizuladen (vgl. aus neuerer Zeit z.B. BFH-Urteil vom 24. April 2008 IV R 69\/05, BFH\/NV 2008, 1550, m.w.N.). Damit war W grunds&auml;tzlich &#8211;wie auch das FG zutreffend erkannt hat&#8211; zu dem vorliegenden Verfahren notwendig beizuladen. Ebenso w&auml;ren der Kl&auml;ger und die &uuml;brigen Gesellschafter (&sect;&sect; 60 Abs. 3, 48 Abs. 1 Nr. 5 FGO) sowie die KG (&sect;&sect; 60 Abs. 3, 48 Abs. 1 Nr. 1 FGO) zum Klageverfahren des W notwendig beizuladen, da es auch in diesem Verfahren &#8211;jedenfalls hinsichtlich der Gewinnfeststellungen f&uuml;r die Streitjahre&#8211; um Fragen geht, die alle Mitunternehmer pers&ouml;nlich angehen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Bei einem Rechtsstreit dar&uuml;ber, ob ein Gewinn dem Sonderbetriebsergebnis eines oder aller Mitunternehmer einer Personengesellschaft zuzurechnen ist, darf gegen&uuml;ber der Gesellschaft, den Mitunternehmern und dem FA nur eine einheitliche Entscheidung ergehen. Eine Aufspaltung des Streitgegenstandes entsprechend den einzelnen Gesch&auml;ftsvorf&auml;llen &#8211;hier z.B. hinsichtlich der dem Kl&auml;ger und W erteilten Pensionszusagen&#8211; kommt nicht in Betracht. Sie w&uuml;rde auch der in &sect; 179 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. &sect; 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a der Abgabenordnung (AO) angeordneten (materiell-rechtlichen) Einheitlichkeit der gesonderten Feststellung nicht entsprechen, deren Zweck es ist, eine in sich widerspruchsfreie Entscheidung f&uuml;r die verschiedenen Beteiligten zu gew&auml;hrleisten (Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 179 AO Rz 4). Denn sowohl das Verfahren des hiesigen Kl&auml;gers als auch das Klageverfahren von W betreffen nicht nur das Sonderbetriebsergebnis des Kl&auml;gers des jeweiligen Verfahrens, sondern auch das Sonderbetriebsergebnis aller &uuml;brigen Gesellschafter der KG einschlie&szlig;lich des Kl&auml;gers des jeweils anderen Klageverfahrens.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nur aufgrund der Verbindung der Verfahren, die durch die Klagen des Kl&auml;gers und W in Gang gebracht worden sind, wird die Grundlage f&uuml;r eine hiernach rechtsnotwendig einheitliche Entscheidung des streitigen Rechtsverh&auml;ltnisses geschaffen. Die Beiladung des W zu dem vorliegenden Verfahren einerseits und die Beiladung des Kl&auml;gers und der weiteren notwendig Beizuladenden zum Klageverfahren des W andererseits bieten keine ausreichende Grundlage f&uuml;r eine einheitliche Entscheidung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die Verbindung der Verfahren konnte auch nicht deshalb unterbleiben, weil die vom FG f&uuml;r richtig gehaltene anteilige Aktivierung beider Pensionszusagen f&uuml;r den Kl&auml;ger und W gegenl&auml;ufige, insgesamt aber g&uuml;nstige Auswirkungen hatte. Ebenso wie die notwendige Beiladung kann auch die Verbindung der Verfahren nach &sect; 73 Abs. 2 FGO nicht von ihrem Ausgang abh&auml;ngig gemacht werden (vgl. f&uuml;r die notwendige Beiladung BFH-Urteil vom 24. Juni 1971 IV R 219\/68, BFHE 102, 460, BStBl II 1971, 714).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Das FG verstie&szlig; gegen die Grundordnung des Verfahrens, als es die Verbindung des vorliegenden Verfahrens mit dem Verfahren &#8230; &#8211;soweit die Gewinnfeststellungen f&uuml;r die Streitjahre betroffen sind&#8211; unterlie&szlig;. Dieser Versto&szlig; ist von Amts wegen zu ber&uuml;cksichtigen; er muss zur Aufhebung der Vorentscheidung f&uuml;hren (vgl. BFH-Urteile vom 29. Oktober 1987 X R 33-34\/81, BFHE 151, 237, BStBl II 1988, 92, und vom 3. August 1966 IV 51\/63, BFHE 87, 434, BStBl III 1967, 198 zu der &sect; 73 Abs. 2 FGO vergleichbaren Vorschrift in &sect; 233 Abs. 1 Nr. 3 der Reichsabgabenordnung; Th&uuml;rmer in H&uuml;bschmann\/Hepp\/ Spitaler, &sect; 73 FGO Rz 43; Ziemer\/Haarmann\/Lohse\/Beermann, Rechtsschutz in Steuersachen, Stand Juni 1977, &sect; 73 FGO Rz 8101).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Eine Heilung dieses Versto&szlig;es durch den Senat kommt nicht in Betracht. Es besteht insbesondere keine M&ouml;glichkeit, das vorliegende Verfahren in der Revisionsinstanz mit dem beim FG noch anh&auml;ngigen Klageverfahren des W zu verbinden (zur Heilung einer vom FG zu Unrecht unterlassenen Verbindung durch Verbindung im Revisionsverfahren vgl. BFH-Urteil in BFHE 151, 237, BStBl II 1988, 92).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. F&uuml;r den zweiten Rechtsgang weist der Senat &#8211;ohne Bindungswirkung f&uuml;r das FG&#8211; darauf hin, dass nach der neueren Rechtsprechung des BFH der Ausgleich f&uuml;r die von einer Personengesellschaft gebildeten Pensionsr&uuml;ckstellungen durch die Erfassung von Sonderverg&uuml;tungen in den Sonderbilanzen der beg&uuml;nstigten Gesellschafter zu erfolgen hat (BFH-Urteile vom 30. M&auml;rz 2006 IV R 25\/04, BFHE 213, 315, BStBl II 2008, 171, unter II.1.c der Gr&uuml;nde, und vom 14. Februar 2006 VIII R 40\/03, BFHE 212, 270, BStBl II 2008, 182, unter II.B.2.b bb der Gr&uuml;nde).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die vom Kl&auml;ger &#8211;auch im Anschluss an kritische Stellungnahmen im Schrifttum&#8211; gegen diese Rechtsprechung vorgetragenen Argumente beinhalten keine grunds&auml;tzlich neuen Gesichtspunkte, die der BFH bisher noch nicht erwogen hat. Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers ist f&uuml;r die Aktivierung in der Sonderbilanz des beg&uuml;nstigten Gesellschafters insbesondere dessen Lebensalter bei Erteilung der Pensionszusage ohne Bedeutung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Der Kl&auml;ger macht allerdings zu Recht geltend, dass sich die BFH-Urteile in BFHE 213, 315, BStBl II 2008, 171 und in BFHE 212, 270, BStBl II 2008, 182 nicht &#8211;zumindest nicht ausdr&uuml;cklich&#8211; mit der Frage auseinandergesetzt haben, ob und unter welchen Voraussetzungen ggf. eine abweichende Zuordnung aufgrund einer Abrede zwischen den Gesellschaftern in Betracht kommt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der erkennende Senat ist bereits in seinem Urteil vom 21. Dezember 1972 IV R 53\/72 (BFHE 107, 564, BStBl II 1973, 298, unter III. der Gr&uuml;nde) davon ausgegangen, dass es den Gesellschaftern unbenommen bleibt, im Gesellschaftsvertrag ausdr&uuml;cklich zu vereinbaren, dass die f&uuml;r eventuelle sp&auml;tere Pensionszahlungen an einen Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer zur&uuml;ckgelegten Gewinnanteile nicht allen Gesellschaftern nach Ma&szlig;gabe des allgemeinen Gewinnverteilungsschl&uuml;ssels, sondern allein dem durch die Pensionszusage beg&uuml;nstigten Gesellschafter zur Besteuerung zuzurechnen sind. Entsprechend k&ouml;nnte auf der Grundlage der neueren &#8211;hinsichtlich der Gewinnverteilung ge&auml;nderten&#8211; Rechtsprechung eine Vereinbarung im Gesellschaftsvertrag steuerlich anzuerkennen sein, nach der die Gewinnverteilung hinsichtlich des R&uuml;ckstellungsaufwands in der Gesamthandsbilanz so erfolgt, dass dieser Aufwand nur auf den beg&uuml;nstigten Gesellschafter entf&auml;llt und dadurch ein Ausgleich f&uuml;r die Aktivierung in der Sonderbilanz dieses Gesellschafters geschaffen wird. Einer solchen Abrede w&uuml;rde auch die von der BFH-Rechtsprechung geforderte korrespondierende Aktivierung beim beg&uuml;nstigten Gesellschafter und die Gleichstellung von bezogener Pension und Pensionszusage im Rahmen von &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes (vgl. dazu BFH-Urteil vom 20. Januar 2005 IV R 22\/03, BFHE 209, 108, BStBl II 2005, 559, unter II.1. der Gr&uuml;nde) nicht entgegenstehen. Im Schrifttum wird insoweit ebenfalls eine von der regelm&auml;&szlig;igen Gewinnverteilung abweichende Regelung im Gesellschaftsvertrag f&uuml;r m&ouml;glich gehalten (z.B. Gschwendtner, Deutsche Steuer-Zeitung &#8211;DStZ&#8211; 1998, 777, 785; Raupach, Jahrbuch der Fachanw&auml;lte f&uuml;r Steuerrecht &#8211;JbFSt&#8211; 1998\/99, 311, 312; Weber-Grellet, Steuern und Bilanzen &#8211;StuB&#8211; 2006, 670, 674; Wacker, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2008, 801).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Im Streitfall enth&auml;lt der Gesellschaftsvertrag der KG aber keine derartigen Regelungen. Der vom FG bisher festgestellte Sachverhalt rechtfertigt auch nicht die Annahme, der Gesellschaftsvertrag sei hinsichtlich der Gewinnverteilung wegen der dem Kl&auml;ger (und W) erteilten Pensionszusagen in dem vorgenannten Sinne (konkludent) ge&auml;ndert worden. Insbesondere kann eine solche &Auml;nderung nicht darin erblickt werden, dass die KG die Aktivierung des Anspruchs zum Ausgleich der Pensionsr&uuml;ckstellungen f&uuml;r die Streitjahre in den Sonderbilanzen aller Gesellschafter vorgenommen hat. Eine konkludente &Auml;nderung des Gesellschaftsvertrags kommt insoweit nur in Betracht, wenn die Gesellschafter vorbehaltlos und widerspruchslos &uuml;ber viele Jahre hinweg den Gewinn nach einem bestimmten, vom Gesellschaftsvertrag abweichenden Schl&uuml;ssel verteilt haben (Urteil des Bundesgerichtshofs vom 17. Januar 1966 II ZR 8\/64, Neue Juristische Wochenschrift 1966, 826). Dies ist nach den Feststellungen des FG aber nicht der Fall.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit sich die Vorinstanz auf das BFH-Urteil vom 7. Juli 1983 IV R 209\/80 (BFHE 139, 60, BStBl II 1984, 53) berufen hat, hat sie &uuml;bersehen, dass dieses BFH-Urteil in dem hier interessierenden Zusammenhang (nur) die Frage betrifft, ob und ab welchem Zeitpunkt eine &Auml;nderung der bisher g&uuml;ltigen Gewinnverteilung der Besteuerung zugrunde zu legen ist. Im Streitfall rechtfertigen die (bisherigen) Feststellungen des FG aber schon nicht die Annahme einer ge&auml;nderten Gewinnverteilung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Ob die Voraussetzungen, unter denen die Finanzverwaltung f&uuml;r Pensionszusagen, die vor dem 31. Dezember 2007 erteilt worden sind, eine von der neueren BFH-Rechtsprechung abweichende Behandlung bei der Aktivierung zul&auml;sst (vgl. dazu Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 29. Januar 2008 IV B 2 &#8211; S 2176\/07\/0001, BStBl I 2008, 317), hat der Senat nicht zu entscheiden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                e) Ferner weist der Senat darauf hin, dass das FG &#8211;auch auf der Grundlage seiner Rechtsauffassung&#8211; der Klage f&uuml;r die Streitjahre nicht wie geschehen h&auml;tte stattgeben d&uuml;rfen. Denn die Vorinstanz hat &uuml;bersehen, dass der Kl&auml;ger auch im Falle der vom FG f&uuml;r richtig gehaltenen nur anteiligen Aktivierung der Pensionsanwartschaft mit Eintritt des Versorgungsfalls im Streitjahr 1995 in seiner Sonderbilanz &#8211;als Folge der Qualifizierung seiner Verg&uuml;tungen als gewerbliche Eink&uuml;nfte&#8211; den Pensionsanspruch auszuweisen hatte (vgl. Gschwendtner, DStZ 1998, 777, 784). Zudem geht der Tenor des angefochtenen Urteils &uuml;ber den im Tatbestand zutreffend wiedergegebenen Klageantrag hinaus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.10.2008, IV R 82\/06 Unterlassene Verbindung nach &sect; 73 Abs. 2 FGO als Versto&szlig; gegen die Grundordnung des Verfahrens &#8211; Einheitliche Entscheidung &uuml;ber die Zurechnung eines Gewinns zum Sonderbetriebsergebnis eines oder aller Mitunternehmer einer Personengesellschaft &#8211; Ausgleich von Pensionsr&uuml;ckstellungen bei Personengesellschaften in der Sonderbilanz des beg&uuml;nstigten Gesellschafters &#8211; Einheitlichkeit der gesonderten Feststellung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-82-06-unterlassene-verbindung-nach-par-73-abs-2-fgo-als-verstoss-gegen-die-grundordnung-des-verfahrens-einheitliche-entscheidung-ueber-die-zurechnung-eines-gewinns-zum-sonderbetriebsergebnis-eine\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;82\/06 &#8211; Unterlassene Verbindung nach &sect; 73 Abs. 2 FGO als Versto&szlig; gegen die Grundordnung des Verfahrens &#8211; Einheitliche Entscheidung &uuml;ber die Zurechnung eines Gewinns zum Sonderbetriebsergebnis eines oder aller Mitunternehmer einer Personengesellschaft &#8211; Ausgleich von Pensionsr&uuml;ckstellungen bei Personengesellschaften in der Sonderbilanz des beg&uuml;nstigten Gesellschafters &#8211; Einheitlichkeit der gesonderten Feststellung &#8211; Annahme einer konkludent ge&auml;nderten Gewinnverteilung &#8211; Gegenstand des Revisionsverfahrens nach Zulassung durch BFH<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17936","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17936","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17936"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17936\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17936"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17936"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17936"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}