{"id":17944,"date":"2012-12-18T16:23:06","date_gmt":"2012-12-18T14:23:06","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17943"},"modified":"2012-12-18T16:23:06","modified_gmt":"2012-12-18T14:23:06","slug":"iv-r-74-06-prozessstandschaft-einer-personengesellschaft-vollbeendigung-beiladung-des-materiell-betroffenen-gesellschafters-tarifbeguenstigung-bei-liquidation-einer-kapitalgesellschaft-anteile-im-sond","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-74-06-prozessstandschaft-einer-personengesellschaft-vollbeendigung-beiladung-des-materiell-betroffenen-gesellschafters-tarifbeguenstigung-bei-liquidation-einer-kapitalgesellschaft-anteile-im-sond\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;74\/06 &#8211; Prozessstandschaft einer Personengesellschaft &#8211; Vollbeendigung &#8211; Beiladung des materiell betroffenen Gesellschafters &#8211; Tarifbeg&uuml;nstigung bei Liquidation einer Kapitalgesellschaft &#8211; Anteile im Sonderbetriebsverm&ouml;gen &#8211; Zusammentreffen der Aufgabe eines Teilbetriebs und des Gesamtbetriebs &#8211; verdr&auml;ngende Konkurrenz"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.10.2008, IV R 74\/06<\/p>\n<p class=\"titel\">Prozessstandschaft einer Personengesellschaft &#8211; Vollbeendigung &#8211; Beiladung des materiell betroffenen Gesellschafters &#8211; Tarifbeg&uuml;nstigung bei Liquidation einer Kapitalgesellschaft &#8211; Anteile im Sonderbetriebsverm&ouml;gen &#8211; Zusammentreffen der Aufgabe eines Teilbetriebs und des Gesamtbetriebs &#8211; verdr&auml;ngende Konkurrenz<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) &#8211;&#8230; (KG)&#8211; erzielte im Zuge der Einstellung ihres Gesch&auml;ftsbetriebs (Kfz-Handel) am 1. Juli 1998 einen Aufgabegewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung ihres Anlage- und Umlaufverm&ouml;gens an verschiedene Erwerber. Zum Sonderbetriebsverm&ouml;gen ihres alleinigen Kommanditisten (X) geh&ouml;rte die 100 %-ige Beteiligung an der Y-GmbH (GmbH), die gleichfalls mit Fahrzeugen handelte und am 1. Januar 1995 mit der Kl&auml;gerin einen Ergebnisabf&uuml;hrungsvertrag geschlossen hatte. Nach der am 25. Juni 1998 beschlossenen Aufl&ouml;sung ver&auml;u&szlig;erte auch die GmbH ihr gesamtes Verm&ouml;gen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; stellte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) mit Bescheid vom 20. Januar 2000 den Aufgabegewinn fest und ber&uuml;cksichtigte hierbei auch die von der GmbH erzielten Liquidationsgewinne. Im Anschluss an eine Betriebspr&uuml;fung vertrat das FA hingegen zum einen unter Hinweis auf Abschn. 56 Abs. 1 der K&ouml;rperschaftsteuer-Richtlinien 1995 (KStR 1995) die Ansicht, dass die Liquidationsgewinne nicht der Gewinnabf&uuml;hrung unterl&auml;gen. Zum anderen erfasste es mit &Auml;nderungsbescheid vom 25. Januar 2001 den Gewinn aus der Auskehrung des Verm&ouml;gens der GmbH (EK 45) nicht als Teil des Aufgabegewinns der KG, sondern gem&auml;&szlig; &sect; 16 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2&nbsp;&nbsp;2. Halbsatz i.V.m. &sect; 17 Abs. 4 Satz 3 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r das Streitjahr 1998 geltenden Fassung (EStG 1998) als laufenden Sonderbetriebsertrag des X in H&ouml;he von 338 120 DM (= 236 684 DM Kapitalertrag gem&auml;&szlig; &sect; 20 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. Abs. 3 EStG 1998 zuz&uuml;glich 101 436 DM anzurechnender K&ouml;rperschaftsteuer gem&auml;&szlig; &sect; 20 Abs. 1 Nr. 3 i.V.m. Abs. 3 EStG 1998). Der nach den &sect;&sect; 16, 34 EStG 1998 beg&uuml;nstigte Aufgabegewinn belief sich hiernach auf nur noch 551 203 DM.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Auf die nach erfolglosem Einspruch erhobene Klage der KG hat das Finanzgericht (FG) den Bescheid vom 25. Januar 2001 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 27. August 2002 dahin ge&auml;ndert, dass der Aufgabegewinn &#8211;unter gleichzeitiger Minderung des laufenden Gewinns&#8211; um 338 120 DM auf 889 323 DM erh&ouml;ht wurde. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte die Vorinstanz u.a. aus, dass der Gewinn aus der Liquidation der GmbH nicht dem Ergebnisabf&uuml;hrungsvertrag unterfalle und der &#8211;betragsm&auml;&szlig;ig zwischen den Beteiligten nicht umstrittene&#8211; Auskehrungserl&ouml;s deshalb (einschlie&szlig;lich des Anrechnungsguthabens) in den nach den &sect;&sect; 16, 34 EStG 1998 beg&uuml;nstigten Gewinn der KG aus der Aufgabe ihres Betriebs eingehe. Letzteres werde auch durch die Regelung des &sect; 16 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2&nbsp;&nbsp;2. Halbsatz i.V.m. &sect; 17 Abs. 4 Satz 3 EStG 1998 nicht in Frage gestellt, da diese Bestimmungen lediglich f&uuml;r den Fall der Aufgabe eines fingierten Teilbetriebs in Form einer 100 %-igen Kapitalgesellschaftsbeteiligung anwendbar seien. Werde hingegen der Betrieb insgesamt aufgegeben und im Zuge dieses Vorgangs ein Aufl&ouml;sungsgewinn betreffend die stillen Reserven einer das gesamte Nennkapital einer Kapitalgesellschaft umfassenden Beteiligung aufgedeckt, bleibe f&uuml;r die Annahme einer Teilbetriebsaufgabe kein Raum. Zum einen deshalb, weil der Tatbestand der Teilbetriebsaufgabe notwendigerweise den Fortbestand des &quot;restlichen&quot; Betriebs voraussetze. Zum anderen bed&uuml;rfe es in F&auml;llen, in denen der gesamte Betrieb aufgegeben werde, der Teilbetriebsfiktion des &sect; 16 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2&nbsp;&nbsp;1. Halbsatz EStG 1998 nicht mit der Folge, dass auch die Ausnahmeregelung im 2. Halbsatz der Vorschrift &quot;au&szlig;en vor&quot; bleiben m&uuml;sse (vgl. im Einzelnen Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2006, 739).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Hiergegen richtet sich die vom FG zugelassene Revision des FA.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Das FA macht im Wesentlichen geltend, dass die enge Auslegung des FG mit Sinn und Zweck der durch das Jahressteuergesetz 1997 vom 20. Dezember 1996 (BGBl I 1996, 2049) eingef&uuml;gten Regelung des &sect; 16 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2&nbsp;&nbsp;2. Halbsatz EStG 1998 nicht zu vereinbaren sei. Letztere Bestimmung sei auch dann zu beachten, wenn &#8211;wie vorliegend&#8211; die Betriebsaufgabe den Gewinn aus der Liquidation einer Kapitalgesellschaft, an der eine 100 %-ige Beteiligung bestehe, umfasse.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die KG hat hierauf u.a. erwidert, dass im Rahmen der Betriebsaufgabe die Anteile an der GmbH mit ihrem gemeinen Wert (unter Ber&uuml;cksichtigung des Liquidationserl&ouml;ses) anzusetzen seien. Auf diesen Teil des Aufgabegewinns finde aus den vom FG genannten Gr&uuml;nden &sect; 16 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2&nbsp;&nbsp;2. Halbsatz EStG 1998 keine Anwendung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) W&auml;hrend des Revisionsverfahrens ist die Gewinnfeststellung 1998 mit Bescheid vom 23. M&auml;rz 2006 ge&auml;ndert worden. Die Beteiligten haben hierzu erkl&auml;rt, dass die &Auml;nderung den Streitstoff unber&uuml;hrt gelassen habe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                das Urteil des FG aufzuheben und die Klage abzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                e) Mit Schreiben vom 29. Juli 2008 wurden die Beteiligten gebeten, zur Frage der Beteiligtenf&auml;higkeit der KG Stellung zu nehmen, da sowohl nach dem Betriebspr&uuml;fungsbericht als auch nach dem bisherigen Vortrag Zweifel daran best&uuml;nden, ob die KG nicht zwischenzeitlich vollbeendet worden sei mit der Folge, dass ihr auch das Prozessf&uuml;hrungsrecht nach &sect; 48 Abs. 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) nicht mehr zustehe. Das FA hat daraufhin unter Vorlage von Handelsregisterkopien mitgeteilt, dass sowohl die KG als auch ihre Komplement&auml;rin (Y-GmbH) bisher im Handelsregister noch nicht gel&ouml;scht worden seien. Auch seien die Beteiligten deshalb nicht von einer Vollbeendigung der KG ausgegangen, weil diese bez&uuml;glich der Gewerbesteuer 1998 einen Rechtsstreit gef&uuml;hrt habe, der erst mit Erlass des ge&auml;nderten Gewerbesteuermessbescheids vom 3. April 2006 beendet worden sei. Ob es im Anschluss hieran &#8211;ab Mitte 2006&#8211; zur Vollbeendigung der KG gekommen sei, sei vom &quot;Abwicklungszustand&quot; abh&auml;ngig, den das FA nicht beurteilen k&ouml;nne. Zu Letzterem haben die Bevollm&auml;chtigten der KG erkl&auml;rt, dass das Amtsgericht &#8230; gebeten worden sei, von einer L&ouml;schung der KG abzusehen, &quot;weil noch Rechtsbehelfsverfahren anh&auml;ngig (seien)&quot;. Zudem haben sie eine Kopie des Beschlusses zur Aufl&ouml;sung der KG vom 25. Juni 1998 vorgelegt, durch den X zum alleinigen Liquidator bestellt wurde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Das Urteil ist aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben, weil der erkennende Senat auch nach den Erl&auml;uterungen der Beteiligten im Revisionsverfahren nicht beurteilen kann, ob X zum Klageverfahren der KG notwendig beizuladen oder ob er als vormaliger Kommanditist mit dem Wegfall der Prozessf&uuml;hrungsbefugnis der KG in die Kl&auml;gerstellung einger&uuml;ckt ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Zutreffend ist das FG davon ausgegangen, dass die Kl&auml;gerin als gesetzliche Prozessstandschafterin nach &sect; 48 Abs. 1 Nr. 1 FGO befugt war, Klage gegen den Gewinnfeststellungsbescheid 1998 zu erheben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dies ergibt sich bereits daraus, dass nach dem Beschluss des erkennenden Senats vom 12. April 2007 IV B 69\/05 (BFH\/NV 2007, 1923) eine Personengesellschaft f&uuml;r die Dauer eines Rechtsstreits &uuml;ber den Gewerbesteuermessbescheid (steuerrechtlich) als nicht vollbeendet gilt und ihr bis zum Abschluss eines solchen Verfahrens auch das Klagerecht nach &sect; 48 Abs. 1 Nr. 1 FGO zusteht. Da vorliegend der gewerbesteuerliche Rechtsstreit erst mit Erlass des Gewerbesteuermessbescheids 1998 vom 3. April 2006 und damit erst im Verlauf des anh&auml;ngigen Revisionsverfahrens zum Gewinnfeststellungsbescheid 1998 abgeschlossen worden ist, war die KG jedenfalls bis zu diesem Zeitpunkt prozessf&uuml;hrungsbefugt. Auch ist die KG wirksam durch ihren alleinigen Liquidator, X, vertreten worden (vgl. &sect; 146 Abs. 1 des Handelsgesetzbuches &#8211;HGB&#8211;; Senatsbeschluss vom 30. Dezember 2003 IV B 21\/01, BFHE 204, 44, BStBl II 2004, 239, unter 2.b der Gr&uuml;nde).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Das FG hat verkannt, dass X nach &sect; 60 Abs. 3 FGO notwendig zum finanzgerichtlichen Verfahren beizuladen war, weil die umstrittene Qualifizierung des in seinem Sonderbetriebsverm&ouml;gen angefallenen Gewinns eine Frage betrifft, die ihn i.S. von &sect; 48 Abs. 1 Nr. 5 FGO &quot;pers&ouml;nlich angeht&quot; (vgl. Gr&auml;ber\/ von Groll, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 48 Rz 36, m.w.N.). Die Nichtbeachtung der Vorschriften &uuml;ber die Beiladung ber&uuml;hrt nach st&auml;ndiger Rechtsprechung die Grundordnung des Verfahrens und ist deshalb auch in der Revisionsinstanz von Amts wegen zu pr&uuml;fen. Zwar kann der Bundesfinanzhof (BFH) eine vom FG zu Unrecht unterlassene Beiladung gem&auml;&szlig; &sect; 123 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. &sect; 126 Abs. 3 Satz 2 FGO (i.d.F. des Zweiten Gesetzes zur &Auml;nderung der Finanzgerichtsordnung und anderer Gesetze vom 19. Dezember 2000, BGBl I 2000, 1757, BStBl I 2000, 1567) nachholen. Der Senat &uuml;bt jedoch das ihm hiernach zustehende und an dem Gesichtspunkt der Verfahrens&ouml;konomie auszurichtende Ermessen (BFH-Beschluss vom 18. Dezember 2002 I R 12\/02, BFH\/NV 2003, 636; Bergkemper in H&uuml;bschmann\/Hepp\/ Spitaler, &sect; 123 FGO Rz 18) dahin aus, dass er den Rechtsstreit an die Vorinstanz zur&uuml;ckverweist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Auszugehen ist hierbei davon, dass eine Beiladung des X nur dann in Betracht kommen kann, wenn &#8211;was als Sachentscheidungsvoraussetzung (Prozessvoraussetzung) gleichfalls von Amts wegen zu pr&uuml;fen ist (BFH-Urteil vom 22. November 1988 VIII R 90\/84, BFHE 155, 250, BStBl II 1989, 326)&#8211; die KG mit Abschluss des gewerbesteuerlichen Streitverfahrens nicht ihre Beteiligtenf&auml;higkeit &#8211;und damit ihr Klagerecht nach &sect; 48 Abs. 1 Nr. 1 FGO&#8211; verloren hat. Dies wiederum ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung daran gebunden, dass die KG als Rechtsperson weiterhin besteht, d.h. nicht vollbeendet ist (vgl. Steinhauff in HHSp, &sect; 48 FGO Rz 101 ff., m.umf.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Da der erkennende Senat anhand der &#8211;auf schriftliche Anforderung&#8211; abgegebenen Erkl&auml;rungen der Beteiligten und der von ihnen eingereichten Unterlagen nicht mit der erforderlichen Gewissheit beurteilen kann, ob die Klagebefugnis der KG aufgrund Vollbeendigung erloschen ist, sieht er &#8211;im Interesse der Verfahrensbeschleunigung sowie zur Vermeidung von Verfahrenskosten&#8211; von weiteren eigenen Ermittlungen ab und &uuml;bertr&auml;gt es der Vorinstanz, die im Revisionsverfahren verbliebenen Zweifel auszur&auml;umen (vgl. hierzu auch Senatsurteil vom 5. Juni 2008 IV R 79\/05, BFH\/NV 2008, 1951).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach herrschender Ansicht ist eine Personengesellschaft vollbeendet, wenn sie kein Aktivverm&ouml;gen mehr hat und damit verm&ouml;genslos ist. Die L&ouml;schung einer Personenhandelsgesellschaft im Handelsregister nach Beendigung der Liquidation ist &#8211;ungeachtet dessen, dass hierin ein Indiz f&uuml;r die Feststellung der Verm&ouml;genslosigkeit zu sehen ist (vgl. BFH-Urteile vom 26. Oktober 1989 IV R 23\/89, BFHE 159, 15, BStBl II 1990, 333, und vom 12. Dezember 1995 VIII R 59\/92, BFHE 179, 335, BStBl II 1996, 219)&#8211; f&uuml;r den Eintritt der Vollbeendigung weder erforderlich noch ausreichend (M&uuml;nchKommHGB\/K. Schmidt, 2. Aufl., &sect; 155 Rz 52; Baumbach\/Hopt, HGB, 33. Aufl., &sect; 157 Rz 1, 3; Beschluss des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 28. Mai 1979 II ZB 4\/79, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 1979, 1986). Die Vorinstanz wird deshalb im zweiten Rechtsgang der Frage nachzugehen haben, ob und in welchem Umfang die &#8211;bisher im Handelsregister nicht gel&ouml;schte&#8211; KG noch &uuml;ber Aktivwerte verf&uuml;gt. Hierbei k&ouml;nnte auch von Bedeutung sein, dass eine Vollbeendigung der KG bereits dann zu verneinen w&auml;re, wenn die Gesellschafter zu Nachsch&uuml;ssen in das Gesellschaftsverm&ouml;gen zum Zwecke der Tilgung zur&uuml;ckgebliebener Verbindlichkeiten (z.B. f&uuml;r Kosten des anh&auml;ngigen Verfahrens; vgl. BFH-Urteil vom 12. Oktober 2005 VIII R 66\/03, BFHE 211, 458, BStBl II 2006, 307) verpflichtet sind. Zudem wird es &#8211;ggf. auf der Grundlage einer m&uuml;ndlichen Er&ouml;rterung mit den Beteiligten&#8211; die im Revisionsverfahren nicht n&auml;her erl&auml;uterte Behauptung zu kl&auml;ren haben, es seien &quot;noch weitere Rechtsbehelfsverfahren anh&auml;ngig&quot;.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Sollte sich hiernach ergeben, dass die KG noch fortbesteht, wird das FG nach Beiladung des X erneut &uuml;ber die Klage zu entscheiden haben. Gegenstand des Klageverfahrens w&auml;re der &#8211;im Zuge des Revisionsverfahrens ergangene&#8211; &Auml;nderungsbescheid vom 23. M&auml;rz 2006, der nach den &uuml;bereinstimmenden &Auml;u&szlig;erungen der Beteiligten die Grundlagen des anh&auml;ngigen Streitverfahrens nicht ber&uuml;hrt hat (&sect; 68 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Ergibt die weitere Sachverhaltsaufkl&auml;rung der Vorinstanz hingegen, dass die KG zwischenzeitlich vollbeendet ist, so wird das FG zu beachten haben, dass X &#8211;als der vom anh&auml;ngigen Rechtsstreit materiell betroffene Gesellschafter&#8211; analog &sect;&sect; 239, 246 der Zivilprozessordnung (ZPO) i.V.m. &sect; 155 FGO in die Kl&auml;gerstellung der vormaligen KG eingetreten (z.B. BFH-Urteil vom 25. April 2006 VIII R 52\/04, BFHE 214, 40, BStBl II 2006, 847, unter II.A.1.a b der Gr&uuml;nde) und demnach &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; seine Beiladung ausgeschlossen w&auml;re. Auch in diesem Fall des gesetzlichen Beteiligtenwechsels h&auml;tte die Vorinstanz &uuml;ber die Rechtm&auml;&szlig;igkeit des &Auml;nderungsbescheids vom 23. M&auml;rz 2006 zu entscheiden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Im Interesse eines m&ouml;glichst raschen Abschlusses des Rechtsstreits weist der Senat &#8211;allerdings ohne Bindungswirkung f&uuml;r den zweiten Rechtsgang&#8211; zu den zwischen den Beteiligten umstrittenen materiell-rechtlichen Fragen auf Folgendes hin:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Zutreffend ist das FG davon ausgegangen, dass nach der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Rechtslage (&sect; 14 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes 1998 &#8211;KStG 1998&#8211;) eine Kapitalgesellschaft (Organgesellschaft; hier: GmbH) auch dann finanziell in eine Personengesellschaft (Organtr&auml;gerin; hier: KG) eingegliedert sein konnte, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; die Anteile an der Organgesellschaft im Sonderbetriebsverm&ouml;gen eines oder mehrerer Mitunternehmer gehalten wurden (hier: X; vgl. z.B. BFH-Urteile vom 12. Januar 1977 I R 204\/75, BFHE 121, 352, BStBl II 1977, 357; vom 26. Oktober 1972 I R 219\/70, BFHE 108, 154, BStBl II 1973, 383; D&ouml;tsch\/Jost\/Pung\/Witt, Kommentar zum KStG und EStG, &sect; 14 KStG n.F. Rz 138; Abschn. 52 Abs. 2 KStR 1995; vgl. auch BTDrucks 15\/119, S. 43 zu &sect; 14 i.d.F. des Steuerverg&uuml;nstigungsabbaugesetzes vom 16. Mai 2003, BGBl I 2003, 660, BStBl I 2003, 321). Auch haben die Bevollm&auml;chtigten der KG in der Revisionsinstanz die auf die Rechtsprechung des BFH sowie die herrschende Meinung im Schrifttum gest&uuml;tzte Ansicht des FG nicht mehr bestritten, nach der der von der GmbH erzielte Liquidationsgewinn nicht der vertraglichen Ergebnisabf&uuml;hrungsverpflichtung unterlag und damit auch nicht nach &sect; 14 KStG 1998 dem Gesamtgewinn der KG zuzurechnen ist (vgl. BFH-Urteile vom 18. Oktober 1967 I 262\/63, BFHE 90, 370, BStBl II 1968, 105; vom 17. Februar 1971 I R 148\/68, BFHE 101, 509, BStBl II 1971, 411; vom 27. Juni 1990 I R 62\/89, BFHE 161, 375, BStBl II 1990, 992; ausf&uuml;hrlich M&uuml;ller\/St&ouml;cker, Die Organschaft, 7. Aufl., Rz 733 ff.; gl.A. Streck\/Olbing, KStG, 6. Aufl., &sect; 14 Rz 64; Kolbe in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect; 14 KStG Rz 77; D&ouml;tsch\/Jost\/Pung\/Witt, a.a.O., &sect; 14 KStG n.F. Rz 251; zweifelnd Gosch\/Neumann KStG &sect; 14 Rz 299).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Der Senat kann sich jedoch nicht der Ansicht des FG anschlie&szlig;en, nach der der auf die Auskehrung des Verm&ouml;gens der GmbH entfallende Gewinn nach den &sect;&sect; 16, 34 EStG 1998 beg&uuml;nstigt sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Sinn der &sect;&sect; 16, 34 EStG 1998 ist es, die zusammengeballte Realisierung stiller Reserven nicht dem progressiven Einkommensteuertarif zu unterwerfen. Die Verg&uuml;nstigung wird sowohl bei Ver&auml;u&szlig;erung als auch bei Aufgabe eines Betriebs oder Teilbetriebs gew&auml;hrt (vgl. &sect; 16 Abs. 3 Satz 1 EStG 1998). Da &sect; 16 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 2 EStG 1998 die im Betriebsverm&ouml;gen gehaltene 100 %-ige Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft als Teilbetrieb fingiert (BTDrucks IV\/3189, S. 6: wirtschaftliche Vergleichbarkeit), hat die Rechtsprechung dem Tarifprivileg nicht nur den Anteilsverkauf, sondern auch den Fall unterstellt, dass die Kapitalgesellschaft liquidiert und der Liquidationserl&ouml;s in das Betriebsverm&ouml;gen des Anteilsinhabers ausgekehrt wird (Aufgabe des gesetzlich fingierten Teilbetriebs; vgl. zu allem BFH-Urteil vom 15. September 1988 IV R 75\/87, BFHE 155, 511, BStBl II 1991, 624). Dar&uuml;ber hinaus hat der BFH zur Rechtslage bis einschlie&szlig;lich Veranlagungszeitraum 1996 entschieden, dass der Anspruch auf Anrechnung der K&ouml;rperschaftsteuer gem&auml;&szlig; &sect; 36 Abs. 2 Nr. 3 EStG 1996\/1998 f&uuml;r Aussch&uuml;ttungen, f&uuml;r die das verwendbare Eigenkapital EK 56\/50 bis EK 03 als verwendet gilt (vgl. &sect; 20 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 1 i.V.m. Abs. 3 EStG 1996\/1998 i.V.m. &sect;&sect; 28 Abs. 3, 30 KStG 1998), abweichend von der Regelung des &sect; 17 Abs. 4 Satz 3 EStG 1996\/1998 nicht zur Umqualifizierung des Aufgabegewinns in einen laufenden Gewinn f&uuml;hre. Vielmehr sei der Anrechnungsanspruch in den Aufgabeanspruch einzubeziehen (BFH-Urteil vom 19. April 1994 VIII R 2\/93, BFHE 175, 243, BStBl II 1995, 705). Da jedoch der Gesetzgeber die hierdurch eintretende &quot;Vorteilskumulation von K&ouml;rperschaftsteuer-Anrechnung und halbem Steuersatz&quot; als nicht sachgerecht angesehen hat, ist (im Interesse) einer &quot;einheitlichen Regelung (&sect; 17 Abs. 4 Satz 3 EStG 1998; &sect; 21 Abs. 2 Nr. 3 des Umwandlungssteuergesetzes 1995 &#8211;UmwStG 1995&#8211;)&quot; &sect; 16 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG 1997\/1998 mit Wirkung ab Veranlagungszeitraum 1997 durch einen Verweis auf &sect; 17 Abs. 4 Satz 3 EStG (1997\/1998) erg&auml;nzt worden (BTDrucks 13\/5952, S. 46 f.). Letzteres hat zur Folge, dass der auf die genannten Eigenkapitalanteile entfallende Gewinn aus der Auskehrung des Liquidationsergebnisses (&sect; 20 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. Abs. 3 EStG 1998) als laufender Gewinn anzusetzen ist (BFH-Urteil vom 4. Oktober 2006 VIII R 7\/03, BFHE 215, 183, unter B.II.5. der Gr&uuml;nde).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Entgegen der Ansicht des FG kann nichts anderes gelten, wenn die Liquidation der Kapitalgesellschaft in die Aufgabe des Unternehmens des Anteilseigners oder &#8211;wie vorliegend&#8211; in die Aufgabe des Betriebs einer Personengesellschaft eingebunden ist, an der der Anteilsinhaber eine mitunternehmerschaftliche Beteiligung h&auml;lt (gl.A. Schmidt\/Wacker, EStG, 27. Aufl., &sect; 16 Rz 167).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Soweit die Bevollm&auml;chtigten der KG zugunsten der Auffassung des FG vortragen, dass im Rahmen des insgesamt erzielten Aufgabegewinns der auf die Beteiligung an der GmbH entfallende (Teil-)Gewinn mit dem gemeinen Wert der Anteilsrechte unter Ber&uuml;cksichtigung des zu erwartenden Liquidationserl&ouml;ses anzusetzen (&sect; 16 Abs. 3 Satz 4 EStG 1998) und bereits deshalb die Regelung des &sect; 16 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 2. Halbsatz EStG 1998 nicht anwendbar sei, kann dem nicht gefolgt werden. Der Vortrag l&auml;sst au&szlig;er Acht, dass die Anteilsrechte nicht aus dem Sonderbetriebsverm&ouml;gen des X entnommen worden sind. Vielmehr ist die GmbH aufgel&ouml;st und ihr Verm&ouml;gen ver&auml;u&szlig;ert worden. Hierauf aufbauend ist in der Rechtsprechung gekl&auml;rt, dass der (Aufgabe-)Gewinn im Zusammenhang mit der Aufl&ouml;sung einer Kapitalgesellschaft (&sect; 16 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 i.V.m. Abs. 3 EStG 1998) nach dem Unterschiedsbetrag zwischen dem gemeinen Wert des gesamten von der Kapitalgesellschaft ausgekehrten Verm&ouml;gens und dem Buchwert der Beteiligung im Gesellschaftsverm&ouml;gen der Personengesellschaft oder &#8211;wie vorliegend&#8211; im Sonderbetriebsverm&ouml;gen der Mitunternehmer zu bestimmen ist (BFH-Urteil in BFHE 175, 243, BStBl II 1995, 705, unter I.2.a der Gr&uuml;nde).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Der Senat kann ferner der Vorinstanz nicht darin folgen, dass bei Aufgabe des gesamten Betriebs f&uuml;r den gesonderten Ansatz eines Aufgabegewinns aus der Aufl&ouml;sung einer Kapitalgesellschaft kein Raum sei, weil der Tatbestand der Teilbetriebsaufgabe &quot;systematisch&quot; nur vorliegen k&ouml;nne, wenn der &quot;restliche&quot; Betrieb bestehen bleibe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Die Ansicht kann weder dem Gesetzestext noch den allgemeinen Regeln der Logik noch der Systematik des &sect; 16 EStG 1998 entnommen werden. Vielmehr treffen &#8211;entsprechend den allgemeinen Grunds&auml;tzen zur sog. Anspruchskonkurrenz (Normenkonkurrenz; vgl. dazu auch BFH-Urteil vom 10. November 2004 XI R 30\/04, BFHE 208, 194, BStBl II 2005, 274)&#8211; im Streitfall der Tatbestand der Aufgabe des gesamten Betriebs mit demjenigen der Aufgabe von zwei Teilbetrieben (origin&auml;rer Kfz-Handel der KG; Aufl&ouml;sung der GmbH) zusammen. Dass letzterer Tatbestand nicht an den Fortbestand des restlichen Betriebsverm&ouml;gens gebunden ist, zeigt u.a. die Beurteilung des Sachverhalts, dass &#8211;abweichend von den Gegebenheiten des anh&auml;ngigen Streitfalls&#8211; noch im Jahre 1996 und damit vor Geltung der Restriktion des &sect; 16 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2&nbsp;&nbsp;2. Halbsatz EStG 1997 im Zuge der Beendigung der Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit der KG die Anteilsrechte (100 %) an der GmbH (Teilbetrieb 2) entnommen und dem origin&auml;ren Kfz-Handel der KG (Teilbetrieb 1) dienende wesentliche Wirtschaftsg&uuml;ter (z.B. ein Betriebsgrundst&uuml;ck) nicht an Dritte ver&auml;u&szlig;ert, sondern zu Buchwerten in einen weiteren Betrieb des Kommanditisten &uuml;bertragen worden w&auml;ren. Wenngleich in dieser Sachverhaltsabwandlung eine nach den &sect;&sect; 16, 34 EStG 1998 privilegierte Aufgabe des Teilbetriebs 1 ausscheidet, vermag der Senat in dem Umstand, dass ein Restbetrieb von der KG nicht aufrechterhalten wird, keinen Grund daf&uuml;r zu erkennen, die mit der Entnahme der Anteilsrechte verbundene Aufgabe des Teilbetriebs 2 nicht der Beg&uuml;nstigung des &sect; 16 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG 1996 zu unterstellen (vgl. zur Anteilsentnahme auch BFH-Urteil vom 24. Juni 1982 IV R 151\/79, BFHE 136, 375, BStBl II 1982, 751); Gleiches w&uuml;rde unter den beschriebenen Umst&auml;nden f&uuml;r die weitere Sachverhaltsvariation gelten, dass die Beteiligung an der GmbH (Teilbetrieb 2) im Jahre 1996 insgesamt an Dritte ver&auml;u&szlig;ert worden w&auml;re.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                dd) Stehen somit im Streitfall die Tatbest&auml;nde der Gesamt- und der Teilbetriebsaufgabe nebeneinander, so hat dies selbstverst&auml;ndlich nicht zur Folge, dass die hierf&uuml;r geltenden Vorschriften (&sect; 16 Abs. 1 Nr. 1 S&auml;tze 1 und 2 EStG 1998) kumulativ anzuwenden (sog. kumulative Konkurrenz) und damit die ausgekehrten Liquidationserl&ouml;se der GmbH zwei Mal der Einkommensteuer zu unterwerfen w&auml;ren (vgl. &#8211;zum Verh&auml;ltnis von verdeckter Gewinnaussch&uuml;ttung und nicht abziehbaren Betriebsausgaben&#8211; BFH-Urteile vom 4. Dezember 1996 I R 54\/95, BFHE 182, 123; vom 7. Februar 2007 I R 27-29\/05, BFHE 216, 536; zur Abgrenzung &#8211;betreffend Nachforderungs- und Hinterziehungszinsen&#8211; s. BFH-Urteil in BFHE 208, 194, BStBl II 2005, 274). Vielmehr ist jedenfalls dann, wenn der aus der Aufl&ouml;sung einer Kapitalgesellschaft erzielte Gewinn des Anteilseigners zugleich in den Aufgabegewinn des Gesamtbetriebs eingeht, das Verh&auml;ltnis beider Tatbest&auml;nde wiederum nach den allgemeinen Grunds&auml;tzen der juristischen Methodenlehre im Sinne eines Vorrangs von &sect; 16 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG 1998 zu l&ouml;sen (sog. verdr&auml;ngende Konkurrenz; s. dazu einschlie&szlig;lich der Abgrenzung zum Verh&auml;ltnis der Spezialit&auml;t: Larenz, Methodenlehre der Rechtswissenschaft, 6. Aufl., S. 267 f.; vgl. auch BFH-Urteile vom 19. Dezember 2000 VII R 69\/99, BFHE 194, 162, BStBl II 2001, 353; vom 10. Juni 1992 I R 105\/89, BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029). Ausschlaggebend hierf&uuml;r muss sein, dass &#8211;entgegen der Einsch&auml;tzung der Vorinstanz&#8211; mit R&uuml;cksicht auf den Zweck des &sect; 16 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2&nbsp;&nbsp;2. Halbsatz EStG (1998) &#8211;Ausschluss der Kumulation von Tarifbeg&uuml;nstigung und K&ouml;rperschaftsteueranrechnung f&uuml;r s&auml;mtliche Sachverhalte der Gewinnrealisierung im Zusammenhang mit der Liquidation von Kapitalgesellschaften (s. oben)&#8211; kein Grund daf&uuml;r ersichtlich ist, diese (sondergesetzliche) Anweisung f&uuml;r den Fall des Zusammentreffens von Betriebs- und Teilbetriebsaufgabe nicht zur Geltung zu bringen und damit die Regelungsintention des Gesetzgebers zu unterlaufen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.10.2008, IV R 74\/06 Prozessstandschaft einer Personengesellschaft &#8211; Vollbeendigung &#8211; Beiladung des materiell betroffenen Gesellschafters &#8211; Tarifbeg&uuml;nstigung bei Liquidation einer Kapitalgesellschaft &#8211; Anteile im Sonderbetriebsverm&ouml;gen &#8211; Zusammentreffen der Aufgabe eines Teilbetriebs und des Gesamtbetriebs &#8211; verdr&auml;ngende Konkurrenz Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) &#8211;&#8230; (KG)&#8211; erzielte im Zuge der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-74-06-prozessstandschaft-einer-personengesellschaft-vollbeendigung-beiladung-des-materiell-betroffenen-gesellschafters-tarifbeguenstigung-bei-liquidation-einer-kapitalgesellschaft-anteile-im-sond\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;74\/06 &#8211; Prozessstandschaft einer Personengesellschaft &#8211; Vollbeendigung &#8211; Beiladung des materiell betroffenen Gesellschafters &#8211; Tarifbeg&uuml;nstigung bei Liquidation einer Kapitalgesellschaft &#8211; Anteile im Sonderbetriebsverm&ouml;gen &#8211; Zusammentreffen der Aufgabe eines Teilbetriebs und des Gesamtbetriebs &#8211; verdr&auml;ngende Konkurrenz<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17944","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17944","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17944"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17944\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17944"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17944"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17944"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}