{"id":17966,"date":"2012-12-10T16:31:53","date_gmt":"2012-12-10T14:31:53","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17966"},"modified":"2012-12-10T16:31:53","modified_gmt":"2012-12-10T14:31:53","slug":"viii-b-212-07-keine-nachholung-der-aufloesung-einer-ansparruecklage-in-jahren-nach-ablauf-des-zweiten-auf-ihre-bildung-folgenden-wirtschaftsjahres","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-212-07-keine-nachholung-der-aufloesung-einer-ansparruecklage-in-jahren-nach-ablauf-des-zweiten-auf-ihre-bildung-folgenden-wirtschaftsjahres\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;B&nbsp;212\/07 &#8211; Keine Nachholung der Aufl&ouml;sung einer Ansparr&uuml;cklage in Jahren nach Ablauf des zweiten auf ihre Bildung folgenden Wirtschaftsjahres"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 31.3.2008, VIII B 212\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Nachholung der Aufl&ouml;sung einer Ansparr&uuml;cklage in Jahren nach Ablauf des zweiten auf ihre Bildung folgenden Wirtschaftsjahres<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Der Antragsteller und Beschwerdegegner (Antragsteller) ist Rechtsanwalt und ermittelt den Gewinn aus seiner im Jahre 1999 er&ouml;ffneten Rechtsanwaltskanzlei durch Einnahme-&Uuml;berschussrechnung (&sect; 4 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nachdem er f&uuml;r die Jahre 2000 und 2001 bestandskr&auml;ftig zur Einkommensteuer veranlagt worden war, teilte er dem Antragsgegner und Beschwerdef&uuml;hrer (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erstmals im Jahre 2003 &#8211;im Zusammenhang mit einem Schriftverkehr zur H&ouml;he der Einkommensteuervorauszahlungen ab dem Jahre 2002&#8211; mit, er habe wegen seiner Kanzleier&ouml;ffnung am 1. Dezember 1999 Ansparabschreibungen f&uuml;r Existenzgr&uuml;nder im Jahr der Gr&uuml;ndung und in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren in Anspruch nehmen k&ouml;nnen. F&uuml;r das Jahr 2002 machte er ebenfalls eine Ansparabschreibung in H&ouml;he von 95 000 EUR geltend und erkl&auml;rte mit der Gewinnermittlung f&uuml;r das Jahr 2003 Ertr&auml;ge aus der Aufl&ouml;sung von Ansparabschreibungen in H&ouml;he von 19 500 EUR.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dementsprechend veranlagte ihn das FA f&uuml;r die Jahre 2002 und 2003 unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung. Diesen Vorbehalt hob es nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Jahre 2001 und 2002 &#8211;ohne &Auml;nderung hinsichtlich der R&uuml;cklage nach &sect; 7g EStG&#8211; auf und hielt in der Hinweisakte zu dem Bericht &uuml;ber die Au&szlig;enpr&uuml;fung fest, dass die R&uuml;cklage &sect; 7g EStG ergebnislos gepr&uuml;ft worden sei, aber beachtet werden m&uuml;sse, &quot;dass der Steuerpflichtige wegen seiner T&auml;tigkeit in 1996 nicht zum Kreis der Existenzgr&uuml;nder z&auml;hlt und somit die Zweijahresfrist f&uuml;r die Aufl&ouml;sung gilt&quot;.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit seiner Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr 2004 erkl&auml;rte der Antragsteller sodann Ertr&auml;ge aus der Aufl&ouml;sung einer Ansparabschreibung in H&ouml;he von 24 000 EUR, die das FA erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung ber&uuml;cksichtigte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Aufgrund einer Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Jahre 2003 und 2004 l&ouml;ste die Pr&uuml;ferin des FA die noch verbliebene Ansparabschreibung aus dem Jahr 2000 und die Ansparabschreibung aus dem Jahr 2001 auf. Die im Jahr 2002 vorgenommene Ansparabschreibung wurde im Jahr 2004 aufgel&ouml;st.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Auf der Grundlage dieser Pr&uuml;fungsfeststellungen &auml;nderte das FA die Einkommensteuerbescheide f&uuml;r 2003 und f&uuml;r 2004 und hob jeweils den Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung auf. Dagegen hat der Antragsteller nach erfolglosem Einspruchsverfahren Klage erhoben, die vor dem Finanzgericht (FG) unter dem Aktenzeichen &#8230; anh&auml;ngig ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nachdem er des Weiteren bei dem FA erfolglos die Aussetzung der Vollziehung beantragt hatte, stellte er einen entsprechenden Antrag bei dem FG, das die Vollziehung des Einkommensteuer&auml;nderungsbescheides f&uuml;r 2003 teilweise, nicht aber f&uuml;r 2004 ausgesetzt hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dagegen richtet sich die vom FG zugelassene Beschwerde des FA. Es tr&auml;gt vor, auch bei Gewinnermittlung nach &sect; 4 Abs. 3 EStG sei &#8211;ebenso wie nach den Grunds&auml;tzen des Bilanzenzusammenhangs bei Gewinnermittlung nach &sect; 4 Abs. 1 EStG&#8211; eine Ansparr&uuml;cklage nach &sect; 7g Abs. 3 EStG bei fehlender Investition innerhalb der Zweijahresfrist in &sect; 7g Abs. 4 Satz 2 EStG bzw. innerhalb der F&uuml;nfjahresfrist f&uuml;r Existenzgr&uuml;nder in &sect; 7g Abs. 7 Satz 1 Nr. 3 EStG im Folgejahr nach Ablauf der Frist aufzul&ouml;sen, wenn der Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Jahr des Fristablaufs &#8211;wie im Streitfall&#8211; nicht mehr ge&auml;ndert werden k&ouml;nne.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Es beantragt, den angefochtenen Beschluss aufzuheben und den Antrag auf Aussetzung der Vollziehung des Einkommensteuerbescheids f&uuml;r 2003 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Antragsteller beantragt, die Beschwerde als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Er tr&auml;gt vor, wegen seiner unstreitig fehlenden Existenzgr&uuml;ndereigenschaft h&auml;tte die streitige Ansparr&uuml;cklage aus dem Jahre 2000 bereits im Veranlagungszeitraum 2002 aufgel&ouml;st werden m&uuml;ssen. Der f&uuml;r jenes Jahr ergangene Einkommensteuerbescheid k&ouml;nne indessen nicht mehr entsprechend ge&auml;ndert werden, nachdem er nach Au&szlig;enpr&uuml;fung bestandskr&auml;ftig geworden und dem FA aufgrund der Hinweisakte seit 2005 die fehlende Existenzgr&uuml;ndereigenschaft des Antragstellers bekannt gewesen sei. Ein den Grunds&auml;tzen des Bilanzenzusammenhangs vergleichbarer Wertezusammenhang zwischen den Gewinnermittlungen nach &sect; 4 Abs. 3 EStG f&uuml;r aufeinander folgende Veranlagungszeitr&auml;ume bestehe nicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Zu Recht hat das FG die Vollziehung des angefochtenen Bescheids wegen ernstlicher Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage nach &sect; 7g Abs. 4 Satz 2 EStG im Streitjahr 2003 ausgesetzt, soweit das FA die im Jahr 2000 gebildete Ansparabschreibung und einen Gewinnzuschlag f&uuml;r drei Jahre als Betriebseinnahme erfasst hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach den &#8211;von den Beteiligten zu Recht geteilten&#8211; tats&auml;chlichen Feststellungen des FG lagen die Voraussetzungen f&uuml;r die vom Antragsteller nach &sect; 7g Abs. 7 EStG geltend gemachte Ansparr&uuml;cklage wegen fehlender Existenzgr&uuml;ndereigenschaft von Anfang an nicht vor. Infolgedessen war die (im Jahre 2000) gebildete R&uuml;cklage ausschlie&szlig;lich als (Investitions-)R&uuml;cklage i.S. des &sect; 7g Abs. 3 EStG anzusehen und mangels Investition nach &sect; 7g Abs. 4 Satz 2 EStG am Ende des zweiten auf ihre Bildung folgenden Jahres, wie es ausdr&uuml;cklich in der Vorschrift hei&szlig;t, &quot;zu diesem Zeitpunkt&quot; aufzul&ouml;sen. Dieser ma&szlig;gebliche Zeitpunkt war indessen nicht das Ende des Streitjahres 2003, sondern das Ende des Vorjahres 2002.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Gem&auml;&szlig; &sect; 7g Abs. 4 Satz 2 EStG ist n&auml;mlich eine Ansparabschreibung, sofern sie am Ende des zweiten auf ihre Bildung folgenden Wirtschaftsjahres noch vorhanden ist, gewinnerh&ouml;hend aufzul&ouml;sen. Bei Gewinnermittlung durch Einnahme-&Uuml;berschussrechnung &#8211;wie im Streitfall&#8211; wird die Aufl&ouml;sung durch den Ansatz einer Betriebseinnahme ber&uuml;cksichtigt (&sect; 7g Abs. 3 und Abs. 6 EStG), unabh&auml;ngig davon, ob die beg&uuml;nstigten Anlageg&uuml;ter sp&auml;ter angeschafft oder hergestellt worden sind, die Investition geringer als geplant ausgefallen oder gar v&ouml;llig ausgeblieben ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Diese Korrektur ist am Ende des zweiten auf ihre Bildung folgenden Wirtschaftsjahres &#8211;wie das Gesetz ausdr&uuml;cklich in &sect; 7g Abs. 4 Satz 2 EStG betont&#8211; sp&auml;testens &quot;zu diesem Zeitpunkt&quot; vorzunehmen. In diesem Zeitpunkt ist die R&uuml;cklage danach ebenso wie diejenige nach &sect; 6c Abs. 1 Nr. 2 EStG a.F. zwingend im Jahr des Fristablaufs als Betriebseinnahme zu erfassen (vgl. dazu Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 10. April 1997 IV R 47\/96, BFH\/NV 1997, 757), soweit sie nicht bei von vornherein fehlender Rechtm&auml;&szlig;igkeit noch im Jahr ihrer Bildung zu korrigieren ist (vgl. BFH-Urteil vom 28. April 2005 IV R 30\/04, BFHE 209, 496, BStBl II 2005, 704).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Die dem widersprechende Auffassung des FA, bei Gewinnermittlung nach &sect; 4 Abs. 3 EStG k&ouml;nne die als Betriebsausgabe (Zuschlag) zu erfassende Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage im n&auml;chsten noch offenen Veranlagungszeitraum vorgenommen werden, wenn sie &#8211;aus welchen Gr&uuml;nden auch immer&#8211; nicht innerhalb der Frist des &sect; 7g Abs. 4 Satz 2 EStG erfolgt sei, ist vom FG zu Recht als ernstlich zweifelhaft angesehen worden. Denn sie steht im Widerspruch zu der Anordnung des Gesetzgebers in &sect; 7g Abs. 4 Satz 2 EStG, die R&uuml;cklage kraft gesetzlicher Anordnung im (End-)Zeitpunkt des zweiten Jahres nach ihrer Bildung zwangsweise aufzul&ouml;sen (vgl. zur Zwangsaufl&ouml;sung der R&uuml;cklage in diesem Zeitpunkt BFH-Entscheidung in BFHE 209, 496, BStBl II 2005, 704). Eine Nachholung dieser Zwangsaufl&ouml;sung in Folgejahren kann danach bei Einnahme-&Uuml;berschuss-Rechnung ebenso wenig in Betracht kommen wie die Erfassung von Betriebseinnahmen oder Betriebsausgaben in anderen Jahren als denen, in denen sie entstanden sind (vgl. BFH-Urteil vom 21. Juni 2006 XI R 49\/05, BFHE 214, 218, BStBl II 2006, 712).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 31.3.2008, VIII B 212\/07 Keine Nachholung der Aufl&ouml;sung einer Ansparr&uuml;cklage in Jahren nach Ablauf des zweiten auf ihre Bildung folgenden Wirtschaftsjahres Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Der Antragsteller und Beschwerdegegner (Antragsteller) ist Rechtsanwalt und ermittelt den Gewinn aus seiner im Jahre 1999 er&ouml;ffneten Rechtsanwaltskanzlei durch Einnahme-&Uuml;berschussrechnung (&sect; 4 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;). &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-212-07-keine-nachholung-der-aufloesung-einer-ansparruecklage-in-jahren-nach-ablauf-des-zweiten-auf-ihre-bildung-folgenden-wirtschaftsjahres\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;B&nbsp;212\/07 &#8211; Keine Nachholung der Aufl&ouml;sung einer Ansparr&uuml;cklage in Jahren nach Ablauf des zweiten auf ihre Bildung folgenden Wirtschaftsjahres<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17966","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17966","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17966"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17966\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17966"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17966"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17966"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}