{"id":18005,"date":"2012-12-10T16:43:19","date_gmt":"2012-12-10T14:43:19","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=18005"},"modified":"2012-12-10T16:43:19","modified_gmt":"2012-12-10T14:43:19","slug":"x-b-40-07-anforderungen-an-die-schluessige-darlegung-der-verletzung-der-sachaufklaerungspflicht-des-rechtlichen-gehoers-und-der-grundsaetzlichen-bedeutung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-40-07-anforderungen-an-die-schluessige-darlegung-der-verletzung-der-sachaufklaerungspflicht-des-rechtlichen-gehoers-und-der-grundsaetzlichen-bedeutung\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;40\/07 &#8211; Anforderungen an die schl&uuml;ssige Darlegung der Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht, des rechtlichen Geh&ouml;rs und der grunds&auml;tzlichen Bedeutung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.4.2008, X B 40\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Anforderungen an die schl&uuml;ssige Darlegung der Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht, des rechtlichen Geh&ouml;rs und der grunds&auml;tzlichen Bedeutung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig, weil ihre Begr&uuml;ndung nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) entspricht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) hat den von ihm ger&uuml;gten Verfahrensfehler, das Finanzgericht (FG) habe gegen seine aus &sect; 76 Abs. 1 FGO herzuleitende Verpflichtung versto&szlig;en, den Sachverhalt von Amts wegen weiter aufzukl&auml;ren, nicht schl&uuml;ssig dargelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) F&uuml;r eine dahingehende schl&uuml;ssige R&uuml;ge muss der Beschwerdef&uuml;hrer u.a. substantiiert darlegen,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; warum er &#8211;sofern er durch einen Prozessbevollm&auml;chtigten vertreten war&#8211; nicht von sich aus entsprechende Beweisantr&auml;ge gestellt habe,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; welche entscheidungserheblichen Tatsachen sich bei einer weiteren Sachaufkl&auml;rung oder Beweisaufnahme voraussichtlich ergeben h&auml;tten und      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; inwiefern eine weitere Aufkl&auml;rung des Sachverhalts auf der Grundlage des materiell-rechtlichen Standpunkts des FG zu einer anderen Entscheidung h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen (vgl. z.B. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 120 Rz 70, m.w.N. aus der Rechtsprechung).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Diesen Erfordernissen gen&uuml;gen die Ausf&uuml;hrungen des Kl&auml;gers nicht. Er beanstandet, dass das FG vom Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) habe gem&auml;&szlig; &sect; 76 Abs. 1 Satz 2 FGO in Erfahrung bringen m&uuml;ssen, warum die Einzahlungen auf dem betreffenden Bankkonto, die nicht aus dem Betrieb in X gestammt h&auml;tten, der Berechnung der Eink&uuml;nfte aus dem dortigen Gewerbebetrieb gleichwohl zugrunde gelegt worden seien.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger hat weder dargelegt, warum er, obwohl er bereits im FG-Verfahren von seinem jetzigen Prozessbevollm&auml;chtigten vertreten worden war, nicht von sich aus einen entsprechenden Beweisantrag gestellt hat, noch hat er substantiierte Ausf&uuml;hrungen dar&uuml;ber gemacht, welche entscheidungserheblichen Tatsachen sich bei der nach seiner Auffassung zu Unrecht unterbliebenen Sachaufkl&auml;rung ergeben h&auml;tten und dass diese Tatsachen auf der Grundlage des vom FG eingenommenen materiell-rechtlichen Standpunkts zu einer anderen Entscheidung h&auml;tten f&uuml;hren k&ouml;nnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Ebenso wenig entspricht die vom Kl&auml;ger erhobene Verfahrensr&uuml;ge den gesetzlichen Anforderungen, das FG habe auch insoweit gegen &sect; 76 Abs. 1 (Satz 1 und 5) FGO versto&szlig;en, als es den Zeugen B nicht zu dessen Darlehensvergabe an ihn &#8211;den Kl&auml;ger&#8211; vernommen habe sowie es sich nicht mit den in Betracht kommenden Alternativsachverhalten befasst habe. So h&auml;tte er (Kl&auml;ger) als &quot;Statthalter von S fungieren k&ouml;nnen&quot;. Er &quot;h&auml;tte mit dem Betrieb in X wegen fehlender Ums&auml;tze wirtschaftlich gescheitert und deshalb nach Y abgewandert sein k&ouml;nnen. Er h&auml;tte trotz Betreiberschaft von den Frauen &uuml;bervorteilt und deswegen ohne tats&auml;chliche Eink&uuml;nfte aus X abgewandert sein k&ouml;nnen. Insbesondere h&auml;tte es (FG) aufkl&auml;ren m&uuml;ssen, weshalb und in welcher H&ouml;he er (Kl&auml;ger) Eink&uuml;nfte aus dem Betrieb in X in den Jahren 1995 und 1996 h&auml;tte erzielt haben sollen oder k&ouml;nnen&quot;.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Auch insoweit hat der Kl&auml;ger zu den unter 1.a genannten Voraussetzungen keine Angaben gemacht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Nicht schl&uuml;ssig erhoben hat der Kl&auml;ger des Weiteren seine R&uuml;ge, das FG habe ihm &#8211;dem Kl&auml;ger&#8211; &quot;Gelegenheit geben m&uuml;ssen, zu der Frage Stellung zu nehmen, weshalb das Zahlenwerk aus 1997 auf die Vorjahre (nicht) &uuml;bertragen werden (k&ouml;nne)&quot;.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Auf die Geltendmachung der Verletzung des Rechts auf Geh&ouml;r kann verzichtet werden. Die Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs muss deshalb nach M&ouml;glichkeit schon vor dem FG ger&uuml;gt werden. Hatte der vor dem FG rechtskundig vertretene Beschwerdef&uuml;hrer von dem Mangel Kenntnis und r&uuml;gte ihn nicht bis zum Ende der m&uuml;ndlichen Verhandlung, so kann er ihn nicht mehr als Verfahrensmangel geltend machen (vgl. z.B. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 119 Rz 12, m.w.N. aus der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                So liegt es im Streitfall. Der schon im FG-Verfahren sachkundig vertretene Kl&auml;ger hat weder in der Beschwerdebegr&uuml;ndungsschrift vorgetragen, dass er den Mangel vor dem FG ger&uuml;gt habe, noch ergibt sich Entsprechendes aus dem Protokoll &uuml;ber die m&uuml;ndliche Verhandlung vor dem FG vom 16. Januar 2007.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im &Uuml;brigen verliert der Beschwerdef&uuml;hrer unabh&auml;ngig von dem Vorliegen der Voraussetzungen des R&uuml;geverzichts nach &sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 295 der Zivilprozessordnung sein R&uuml;gerecht, wenn er nicht alle prozessualen M&ouml;glichkeiten aussch&ouml;pft, um sich rechtliches Geh&ouml;r zu verschaffen (vgl. die Nachweise aus der Rechtsprechung des BFH bei Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 119 Rz 13). Im Streitfall dr&auml;ngte sich nach Lage des Rechtsstreits vor dem FG f&uuml;r den Kl&auml;ger geradezu auf, auch ohne dahingehende ausdr&uuml;ckliche Aufforderung durch das FG von sich aus Einwendungen gegen die &Uuml;bernahme des das Jahr 1997 betreffenden &quot;Zahlenwerks&quot; f&uuml;r die Streitjahre 1995 und 1996 zu erheben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Der Kl&auml;ger hat &uuml;berdies die grunds&auml;tzliche Bedeutung der von ihm formulierten Rechtsfrage nicht schl&uuml;ssig dargelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Macht der Beschwerdef&uuml;hrer die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache geltend, so muss er substantiiert darauf eingehen, weshalb die Beantwortung der von ihm aufgeworfenen Rechtsfrage aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit, der Rechtseinheitlichkeit und\/oder der Rechtsentwicklung im allgemeinen Interesse liegt. Zur schl&uuml;ssigen Darlegung der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit dieser Rechtsfrage muss der Beschwerdef&uuml;hrer begr&uuml;nden, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Frage zweifelhaft und streitig ist. Dazu geh&ouml;rt auch, dass sich der Beschwerdef&uuml;hrer mit der zu der von ihm f&uuml;r kl&auml;rungsbed&uuml;rftig gehaltenen Rechtsfrage bereits vorhandenen Rechtsprechung auseinandersetzt und substantiiert darlegt, weshalb nach seiner Ansicht diese Rechtsprechung bislang keine Kl&auml;rung herbeigef&uuml;hrt habe (vgl. z.B. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 116 Rz 32 und 33, m.w.N. aus der Rechtsprechung des BFH).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben hat der Kl&auml;ger die Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit der von ihm aufgeworfenen Rechtsfrage, ob ein Verfahren eine ordnungsgem&auml;&szlig;e Sch&auml;tzung von Besteuerungsgrundlagen durch das FG darstellt, wenn dabei die &quot;ohne Anwendung einer Sch&auml;tzmethode gebildete Auffassung Dritter der eigenen &Uuml;berzeugungsbildung zugrunde (liege)&quot;, nicht hinl&auml;nglich substantiiert dargelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Hierf&uuml;r gen&uuml;gt nicht der pauschale Hinweis, diese Frage sei &quot;h&ouml;chstrichterlich noch nicht abschlie&szlig;end gekl&auml;rt&quot;. Vielmehr h&auml;tte sich der Kl&auml;ger mit der zu diesem Problemkreis ergangenen umf&auml;nglichen BFH-Rechtsprechung (vgl. hierzu z.B. die Nachweise bei Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect; 96 FGO Rz 140 ff.) auseinandersetzen und darlegen m&uuml;ssen, wieso selbst unter Beachtung dieser in der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung entwickelten Grunds&auml;tze ein weiterer grunds&auml;tzlicher Kl&auml;rungsbedarf bestehe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                5. In ihrem Schwerpunkt enth&auml;lt die Beschwerdebegr&uuml;ndung Ausf&uuml;hrungen dar&uuml;ber, dass und warum das FG den Streitfall unrichtig entschieden habe. Fehler in der Anwendung des materiellen Rechts im konkreten Einzelfall rechtfertigen jedoch f&uuml;r sich genommen nicht die Zulassung der Revision (Gr&auml;ber\/ Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 24 und &sect; 116 Rz 34, jeweils m.w.N.). Eine Ausnahme hiervon kommt nur dann in Betracht, wenn das angefochtene Urteil derart schwerwiegende Fehler bei der Auslegung des revisiblen Rechts aufweist, dass die Entscheidung des FG &quot;objektiv willk&uuml;rlich&quot; erscheint oder auf sachfremden Erw&auml;gungen beruht und unter keinem denkbaren Gesichtspunkt rechtlich vertretbar ist (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 30. August 2001 IV B 79, 80\/01, BFHE 196, 30, BStBl II 2001, 837; ferner Lange, Deutsche Steuer-Zeitung 2002, 782, 784). Das Vorliegen einer solchen Konstellation vermochte der Kl&auml;ger nicht schl&uuml;ssig darzulegen. Eine &quot;objektive Willk&uuml;r&quot; im vorgenannten Sinn hat der BFH im Fall einer auch hier zu beurteilenden Sch&auml;tzung der Besteuerungsgrundlagen dann bejaht, wenn das vom FG gefundene Sch&auml;tzungsergebnis schlechthin unvertretbar (wirtschaftlich unm&ouml;glich) war (vgl. BFH-Beschluss vom 13. Oktober 2003 IV B 85\/02, BFHE 203, 404, BStBl II 2004, 25) oder krass von den tats&auml;chlichen Gegebenheiten abwich und in keiner Weise erkennbar war, dass &uuml;berhaupt Sch&auml;tzungserw&auml;gungen angestellt worden waren (BFH-Beschluss vom 16. Mai 2003 II B 50\/02, BFH\/NV 2003, 1150; Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 69).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Davon kann im vorliegenden Fall nicht die Rede sein. Die vom FG im Anschluss an das vom FA veranschlagte Ergebnis gesch&auml;tzten Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von j&auml;hrlich 70 000 DM erweisen sich nicht zuletzt vor dem Hintergrund der gravierenden Verletzung der Mitwirkungspflichten des Kl&auml;gers als &quot;moderat&quot;. Auch hat das FG seine Sch&auml;tzungserw&auml;gungen &#8211;wenn auch knapp, so doch nachvollziehbar&#8211; dargelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.4.2008, X B 40\/07 Anforderungen an die schl&uuml;ssige Darlegung der Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht, des rechtlichen Geh&ouml;rs und der grunds&auml;tzlichen Bedeutung Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig, weil ihre Begr&uuml;ndung nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) entspricht. 2&nbsp; 1. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) hat &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-40-07-anforderungen-an-die-schluessige-darlegung-der-verletzung-der-sachaufklaerungspflicht-des-rechtlichen-gehoers-und-der-grundsaetzlichen-bedeutung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;40\/07 &#8211; Anforderungen an die schl&uuml;ssige Darlegung der Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht, des rechtlichen Geh&ouml;rs und der grunds&auml;tzlichen Bedeutung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-18005","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18005","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18005"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18005\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18005"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18005"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18005"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}