{"id":18026,"date":"2012-12-10T16:31:36","date_gmt":"2012-12-10T14:31:36","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=18026"},"modified":"2012-12-10T16:31:36","modified_gmt":"2012-12-10T14:31:36","slug":"ii-r-84-05-bindung-der-einheitsbewertung-des-betriebsvermoegens-an-die-steuerbilanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-84-05-bindung-der-einheitsbewertung-des-betriebsvermoegens-an-die-steuerbilanz\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;84\/05 &#8211; Bindung der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens an die Steuerbilanz"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.3.2008, II R 84\/05<\/p>\n<p class=\"titel\">Bindung der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens an die Steuerbilanz<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH &#038; Co. KG, betreibt ein Unternehmen zum Abbau von Kies und Sand. Sie hatte bis zum 31. Dezember 1991 die Anschaffungskosten f&uuml;r mehrere Grundst&uuml;cke mit Kiesvorkommen auf die Wirtschaftsg&uuml;ter Grund und Boden (4 695 661 DM) und Kiesvorkommen (15 411 286 DM) aufgeteilt und entsprechend bilanziert. In der Steuerbilanz auf den 31. Dezember 1992 verminderte die Kl&auml;gerin die Bilanzposition Kiesvorkommen um insgesamt 15 411 286 DM und erh&ouml;hte die Bilanzposition Grund und Boden um den entsprechenden Betrag. Das Finanzamt f&uuml;r Gro&szlig;betriebspr&uuml;fung gelangte im Rahmen einer Au&szlig;enpr&uuml;fung zu der Auffassung, die Anschaffungskosten f&uuml;r die Kiesvorkommen seien als eigenst&auml;ndige Wirtschaftsg&uuml;ter zu aktivieren. Dem folgte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) und erh&ouml;hte auf der Grundlage der Pr&uuml;ferbilanzen durch Bescheide vom 19. Juli 2002 &uuml;ber die Feststellung des Einheitswerts des Betriebsverm&ouml;gens auf den 1. Januar 1993 bis 1. Januar 1996 die Einheitswerte in mehreren Punkten. Unter anderem wurde der Ansatz f&uuml;r die Kiesvorkommen um jeweils 15 411 286 DM angehoben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ferner erlie&szlig; das FA f&uuml;r die Jahre 1992 bis 1995 auf der Grundlage der Pr&uuml;ferbilanzen ge&auml;nderte Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 9. Juli, 10. Juli und 19. Juli 2002, wobei die Aktivierung der Anschaffungskosten f&uuml;r die Kiesvorkommen keine Auswirkungen auf die H&ouml;he des festgestellten Gewinns hatte. Die Einspr&uuml;che blieben erfolglos. Das insoweit beim Finanzgericht (FG) anh&auml;ngige Klageverfahren ruht bis zu einer rechtskr&auml;ftigen Entscheidung in dem die Einheitsbewertung betreffenden Verfahren.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die gegen die Einheitswertbescheide erhobenen Einspr&uuml;che wies das FA als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck und f&uuml;hrte aus, die Kl&auml;rung der einkommensteuerrechtlichen Frage der Aktivierung der Kiesvorkommen sei nur in einem die gesonderte Gewinnfeststellung betreffenden Verfahren m&ouml;glich.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG wies die Klage, mit der sich die Kl&auml;gerin gegen die Anhebung des Ansatzes f&uuml;r die Kiesvorkommen nur noch im Umfang von 14 967 103 DM wandte, mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2006, 394 ver&ouml;ffentlichten Urteil ab. Zwar k&ouml;nne das Begehren, die Kiesvorkommen nicht als selbst&auml;ndige Wirtschaftsg&uuml;ter zu ber&uuml;cksichtigen, auch in dem die Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens betreffenden Verfahren geltend gemacht werden. Die Aktivierung der Anschaffungskosten f&uuml;r die Kiesvorkommen sei jedoch zu Recht erfolgt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin &#8211;in dem reduzierten Umfang&#8211; die Ber&uuml;cksichtigung der Kiesvorkommen als selbst&auml;ndige Wirtschaftsg&uuml;ter.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt, unter Aufhebung der Vorentscheidung die in den Einheitswertbescheiden auf den 1. Januar 1993 bis 1. Januar 1996 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 28. April 2004 festgestellten Einheitswerte um jeweils 14 967 103 DM zu mindern.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Zu Unrecht hat das FG angenommen, es k&ouml;nne in dem die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der angefochtenen &Auml;nderungsbescheide &uuml;ber den Einheitswert des Betriebsverm&ouml;gens betreffenden Verfahren dar&uuml;ber entschieden werden, ob die Kiesvorkommen abweichend von den von der Kl&auml;gerin eingereichten Bilanzen als selbst&auml;ndige Wirtschaftsg&uuml;ter zu ber&uuml;cksichtigen seien. Dies f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung. Da es mangels Bilanzberichtigung an den &Auml;nderungsvoraussetzungen f&uuml;r die vom FA vorgenommene Erh&ouml;hung der auf den 1. Januar 1993 bis 1. Januar 1996 festgestellten Einheitswerte in dem noch streitigen Umfang fehlt, waren diese antragsgem&auml;&szlig; herabzusetzen (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. In einem die Einheitsbewertung betreffenden gerichtlichen Verfahren k&ouml;nnen Streitfragen, die die Steuerbilanz betreffen, nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) nicht gekl&auml;rt werden (BFH-Entscheidungen vom 14. Juli 2003 II B 98\/02, BFH\/NV 2003, 1592; vom 25. Januar 2005 II B 170\/03, BFHE 208, 418, BStBl II 2005, 429; vom 10. M&auml;rz 2005 II R 69\/03, BFH\/NV 2005, 1499). Vielmehr kann ein Streit &uuml;ber den Ansatz oder den Wert einzelner Wirtschaftsg&uuml;ter nur auf dem Gebiet der Ertragsteuern ausgetragen werden. Da das FG dies verkannt und stattdessen den Streit &uuml;ber die zutreffende Bilanzierung in der Sache entschieden hat, war die Vorentscheidung aufzuheben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die Sache ist spruchreif.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Bewertungsrechtlich umfasst das Betriebsverm&ouml;gen nach der f&uuml;r die Streitjahre ma&szlig;gebenden Fassung des &sect; 95 Abs. 1 des Bewertungsgesetzes (BewG) i.d.F. des Steuer&auml;nderungsgesetzes 1992 vom 25. Februar 1992 (BGBl I 1992, 297, BStBl I 1992, 146) alle Teile eines Gewerbebetriebs i.S. des &sect; 15 Abs. 1 und 2 des Einkommensteuergesetzes, die bei der steuerlichen Gewinnermittlung zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;ren; &sect; 99 BewG bleibt unber&uuml;hrt. Bei bilanzierenden Gewerbetreibenden sind f&uuml;r den Ansatz der aktiven und passiven Wirtschaftsg&uuml;ter in der Verm&ouml;gensaufstellung die Steuerbilanzans&auml;tze dem Grunde und der H&ouml;he nach (&sect; 109 Abs. 1, &sect; 109a BewG) ma&szlig;gebend (BFH-Urteile vom 25. Oktober 2000 II R 58\/98, BFHE 194, 238, BStBl II 2001, 92; vom 31. M&auml;rz 2004 II R 67\/01, BFH\/NV 2004, 1074). Diese &#8211;speziell die Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens betreffende&#8211; Bindung an die Steuerbilanz ist eine rein formale. Sie besteht unabh&auml;ngig davon, ob die Bilanzans&auml;tze nach ertragsteuerrechtlichen Grunds&auml;tzen zutreffend sind (BFH-Urteil in BFHE 194, 238, BStBl II 2001, 92). Eine eigenst&auml;ndige bewertungsrechtliche Pr&uuml;fung, ob und mit welchem Wert aktive und passive Wirtschaftsg&uuml;ter des (ertragsteuerrechtlichen) Betriebsverm&ouml;gens anzusetzen sind, erfolgt nicht (BFH-Entscheidungen in BFHE 194, 238, BStBl II 2001, 92, und in BFH\/NV 2003, 1592).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Kommt es f&uuml;r ertragsteuerrechtliche Zwecke zu einer Bilanzberichtigung oder -&auml;nderung, erstreckt sich die Ma&szlig;geblichkeit auch auf die neuen Steuerbilanzwerte. Zwar erf&uuml;llt eine Steuerbilanz im Verh&auml;ltnis zur Einheitswertfeststellung nicht die Merkmale eines Grundlagenbescheids i.S. des &sect; 171 Abs. 10 der Abgabenordnung (G&uuml;rsching\/Stenger, Bewertungsrecht, &sect; 109a BewG Rz 19); gleichwohl kommt der Steuerbilanz ab dem 1. Januar 1993 f&uuml;r die Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens ein &quot;Grundlagencharakter&quot; (so G&uuml;rsching\/Stenger, a.a.O.) zu, wie sich aus der Berichtigungsvorschrift des &sect; 109a BewG ergibt. Diese Vorschrift tr&auml;gt der weitgehenden Bindung des Einheitswerts an die ertragsteuerlichen Werte verfahrensrechtlich in der Weise Rechnung, dass bei einer Berichtigung oder &Auml;nderung der Steuerbilanzwerte dem Grunde oder der H&ouml;he nach durch Aufhebung oder &Auml;nderung des Einheitswertbescheids die notwendigen Konsequenzen zu ziehen sind (BFH-Urteil in BFHE 194, 238, BStBl II 2001, 92).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                An dieser verfahrensrechtlichen Ankn&uuml;pfung der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens an die Steuerbilanzwerte hat sich f&uuml;r Bescheide, die &#8211;wie im Streitfall&#8211; Feststellungszeitpunkte vor dem 1. Januar 1998 betreffen, auch nichts dadurch ge&auml;ndert, dass &sect; 109a BewG durch Art. 6 Nr. 19 des Gesetzes zur Fortsetzung der Unternehmenssteuerreform vom 29. Oktober 1997 (BGBl I 1997, 2590) aufgehoben worden ist (BFH-Beschluss in BFHE 208, 418, BStBl II 2005, 429).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Aufgrund der rein formalen Bindung der Einheitsbewertung an die Steuerbilanz kann die Aufhebung oder &Auml;nderung eines Einheitswertbescheids insoweit erst erfolgen, wenn es f&uuml;r ertragsteuerliche Zwecke zu einer Bilanzberichtigung oder -&auml;nderung kommt (BFH-Urteil in BFHE 194, 238, BStBl II 2001, 92). Eine Bilanz&auml;nderung und ebenso eine Bilanzberichtigung kann jedoch nur der Steuerpflichtige selbst vornehmen (vgl. z.B. Stapperfend in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect; 4 EStG Rz 399, 481); dem FA ist insbesondere die Berichtigung einer Bilanz verwehrt (BFH-Urteile vom 4. November 1999 IV R 70\/98, BFHE 190, 404, BStBl II 2000, 129; vom 5. Juni 2007 I R 47\/06, BFHE nn, BStBl II 2007, 818).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach diesen Grunds&auml;tzen liegt eine die Aufhebung oder &Auml;nderung des Einheitswertbescheids rechtfertigende Berichtigung oder &Auml;nderung eines Steuerbilanzwerts dem Grunde oder der H&ouml;he nach jedenfalls dann nicht vor, wenn ein Posten der eingereichten Bilanz nach Meinung des FA zwar zu korrigieren ist, die Korrektur aber zum Bilanzstichtag (noch) keine ertragsteuerrechtlichen Auswirkungen hat. Nimmt in einem solchen Fall der Steuerpflichtige selbst keine Bilanzberichtigung vor, kommt eine Aufhebung oder &Auml;nderung des Einheitswertbescheids nicht in Betracht. So verh&auml;lt es sich im Streitfall. Daher waren die durch die angegriffenen Einheitswertbescheide festgestellten Einheitswerte antragsgem&auml;&szlig; zu &auml;ndern.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.3.2008, II R 84\/05 Bindung der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens an die Steuerbilanz Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH &#038; Co. KG, betreibt ein Unternehmen zum Abbau von Kies und Sand. Sie hatte bis zum 31. 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