{"id":18027,"date":"2012-12-10T16:43:14","date_gmt":"2012-12-10T14:43:14","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=18027"},"modified":"2012-12-10T16:43:14","modified_gmt":"2012-12-10T14:43:14","slug":"i-b-77-07-betriebspruefer-als-zeuge-trennung-eines-klageverfahrens-unsubstantiierter-beweisantrag-ort-der-geschaeftsleitung-antrag-auf-ausschluss-der-oeffentlichkeit-nach-par-52-abs-2-fgo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-77-07-betriebspruefer-als-zeuge-trennung-eines-klageverfahrens-unsubstantiierter-beweisantrag-ort-der-geschaeftsleitung-antrag-auf-ausschluss-der-oeffentlichkeit-nach-par-52-abs-2-fgo\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;77\/07 &#8211; Betriebspr&uuml;fer als Zeuge &#8211; Trennung eines Klageverfahrens &#8211; unsubstantiierter Beweisantrag &#8211; Ort der Gesch&auml;ftsleitung &#8211; Antrag auf Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit nach &sect; 52 Abs. 2 FGO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 3.4.2008, I B 77\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Betriebspr&uuml;fer als Zeuge &#8211; Trennung eines Klageverfahrens &#8211; unsubstantiierter Beweisantrag &#8211; Ort der Gesch&auml;ftsleitung &#8211; Antrag auf Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit nach &sect; 52 Abs. 2 FGO<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Beteiligten streiten u.a. dar&uuml;ber, ob und gegebenenfalls ab wann sich die Gesch&auml;ftsleitung der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) in Deutschland befunden hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin ist eine 1978 gegr&uuml;ndete Kapitalgesellschaft niederl&auml;ndischen Rechts (Besloten Vennootschap &#8211;B.V.&#8211;). Ihren statutarischen Sitz hatte sie zum Gr&uuml;ndungszeitpunkt in T (Niederlande). Ausweislich eines Auszugs aus dem niederl&auml;ndischen Handelsregister vom 24. Juni 1999 hatte sie sp&auml;ter ihre Anschrift in W (Niederlande). Alleinige Gesellschafterin der Kl&auml;gerin ist die C-GmbH mit Sitz und Gesch&auml;ftsleitung in Deutschland. Gesellschafter der C-GmbH und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer beider Gesellschaften ist C, der seinen Wohnsitz seit 1977 in Deutschland hat. Gegenstand des Unternehmens der Kl&auml;gerin war die Reinigung von Geb&auml;uden, Maschinen und Anlagen. In den Niederlanden f&uuml;hrte die Kl&auml;gerin Reinigungsarbeiten an Geb&auml;uden sowie seit Juli 1991 Reinigungsarbeiten an Flugzeugen auf dem Flughafen in X durch.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In Deutschland f&uuml;hrte die Kl&auml;gerin seit Juli 1990 auf einem NATO-Flughafen Reinigungsarbeiten an milit&auml;risch genutzten Flugzeugen durch. Zwischen der Kl&auml;gerin und dem Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ist streitig, ob in diesem Zusammenhang eine inl&auml;ndische Betriebsst&auml;tte der Kl&auml;gerin begr&uuml;ndet wurde. Hinsichtlich der Jahre 1990 bis 1993 ist diese Frage Gegenstand eines beim beschlie&szlig;enden Senat unter dem Aktenzeichen I R 30\/07 anh&auml;ngigen Revisionsverfahrens.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA veranlagte die Kl&auml;gerin u.a. f&uuml;r die Jahre 1994 bis 2000 zun&auml;chst als unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig zur K&ouml;rperschaftsteuer. Auf den Einspruch der Kl&auml;gerin hin ging das FA davon aus, dass die Kl&auml;gerin ihre Gesch&auml;ftsleitung erst ab Oktober 1994 nach Deutschland verlagert und zuvor lediglich eine inl&auml;ndische Betriebsst&auml;tte auf dem NATO-Flughafen in Deutschland unterhalten habe. Es veranlagte die Kl&auml;gerin dementsprechend f&uuml;r das Jahr 1994 vom 1. Januar bis zum 30. September 1994 als beschr&auml;nkt steuerpflichtig und vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 1994 als unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig. Hiergegen wandte sich die Kl&auml;gerin mit ihrer f&uuml;r die Jahre 1994, 1995 und 2000 (Streitjahre) erhobenen Klage, in der sie u.a. geltend machte, mangels Verlegung ihrer Gesch&auml;ftsleitung nach Deutschland sei sie im Inland nicht unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig. Das Finanzgericht (FG) gab der Klage nur zum Teil statt und wies sie im &Uuml;brigen ab, ohne die Revision zuzulassen (FG K&ouml;ln, Urteil vom 24. Januar 2007&nbsp;&nbsp;13 K 2238\/02).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin begr&uuml;ndet ihre Nichtzulassungsbeschwerde mit der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) sowie mit dem Vorliegen von Verfahrensm&auml;ngeln (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO). Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision gegen das Urteil des FG zuzulassen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Beschwerde zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen. Die vom FA geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Rechtssache hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO. Diese liegt dann vor, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 115 Rz 23, m.w.N. aus der Rechtsprechung). Die Rechtsfrage kann sowohl dem materiellen als auch dem Verfahrensrecht angeh&ouml;ren (vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 27). Sie muss allerdings kl&auml;rungsbed&uuml;rftig sein. Dies ist nicht der Fall, wenn die Rechtsfrage durch die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) hinreichend gekl&auml;rt ist und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung erforderlich machen (vgl. etwa BFH-Beschluss vom 22. September 1999 II B 130\/97, BFH\/NV 2000, 320). An der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit fehlt es au&szlig;erdem, wenn sich die Antwort auf die Rechtsfrage ohne weiteres aus dem klaren Wortlaut und Sinngehalt des Gesetzes ergibt oder sie offensichtlich so zu beantworten ist, wie es das FG getan hat, die Rechtslage also eindeutig ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 6. Mai 2004 V B 101\/03, BFHE 205, 416, BStBl II 2004, 748; vom 26. Mai 2004 III B 89\/03, BFH\/NV 2004, 1221). So liegen die Dinge im Streitfall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;gerin macht geltend, es sei von grunds&auml;tzlicher Bedeutung, auf welche Weise ein &quot;Konflikt zwischen Zeugenstellung und Beistandschaft&quot; zu l&ouml;sen sei. Ein solcher ergebe sich, wenn &#8211;wie im Streitfall geschehen&#8211; ein vom FA als Beistand i.S. des &sect; 62 Abs. 1 Satz 1 FGO hinzugezogener Betriebspr&uuml;fer von diesem zugleich als Zeuge benannt werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Frage ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Sie war bereits Gegenstand des BFH-Beschlusses vom 11. Februar 2005 IV B 66\/03 (BFH\/NV 2005, 1321). Nach dieser Entscheidung ordnet zwar der nach &sect; 82 FGO im finanzgerichtlichen Verfahren sinngem&auml;&szlig; anzuwendende &sect; 394 Abs. 1 der Zivilprozessordnung (ZPO) an, dass jeder Zeuge einzeln und in Abwesenheit der sp&auml;ter anzuh&ouml;renden Zeugen zu vernehmen ist. Dies verbietet jedoch nicht die Anwesenheit von Zeugen vor dem Beginn der Vernehmung des ersten von ihnen. &sect; 243 Abs. 2 der Strafprozessordnung (StPO), demzufolge die Zeugen unmittelbar nach der Feststellung ihres Erscheinens durch den Vorsitzenden den Sitzungssaal verlassen, findet im finanzgerichtlichen Verfahren keine Entsprechung. Die Kollision zwischen der Gew&auml;hrleistung der Unbefangenheit der Zeugen einerseits und dem in &sect; 62 Abs. 1 FGO enthaltenen Recht der Beteiligten auf Unterst&uuml;tzung durch einen Beistand andererseits ist vor diesem Hintergrund in der Weise zu l&ouml;sen, dass die Vorschriften, die die Abwesenheit des Beistandes regeln, der zugleich als Zeuge geh&ouml;rt werden soll, so angewendet werden, dass seine Funktion als Beistand am wenigsten beeintr&auml;chtigt wird. Dies bedeutet, dass die Abwesenheit eines Beistandes, der zugleich als Zeuge geh&ouml;rt werden soll, in der Regel den durch &sect; 394 Abs. 1 ZPO vorgegebenen Umfang nicht &uuml;berschreiten soll, dieser also nicht von Beginn der Sitzung an den Saal verlassen muss und &#8211;soweit m&ouml;glich&#8211; als erster vernommen werden soll (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2005, 1321; vgl. auch Schallmoser in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, AO\/FGO, &sect; 82 FGO Rz 118).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin wirft auch nicht dadurch eine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige Rechtsfrage auf, dass sie geltend macht, den in BFH\/NV 2005, 1321 aufgestellten Vorgaben k&ouml;nne dann nicht nachgekommen werden, wenn wie im Streitfall ein Antrag auf Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit gem&auml;&szlig; &sect; 52 Abs. 2 FGO gestellt wurde. Inwieweit ein Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit einen vom FA als Beistand hinzugezogenen Betriebspr&uuml;fer erfasst, den dieses zugleich als Zeugen benannt hat, war zwar noch nicht Gegenstand der Rechtsprechung des BFH. Die Frage ist jedoch eindeutig zu beantworten und damit nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. &sect; 52 Abs. 2 FGO betrifft nach allgemeiner Ansicht weder die Beteiligten i.S. des &sect; 57 FGO noch ihre Bevollm&auml;chtigten i.S. des &sect; 62 Abs. 1 FGO (vgl. Spindler in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, a.a.O., &sect; 52 FGO Rz 33; St&ouml;cker in Beermann\/Gosch, AO\/FGO, &sect; 52 FGO Rz 14; Schwarz in Schwarz, FGO, &sect; 52 Rz 12). Diese geh&ouml;ren aufgrund ihrer prozessualen Stellung nicht zur &Ouml;ffentlichkeit im Sinne der Vorschrift. Ebenso wenig betrifft &sect; 52 Abs. 2 FGO Beist&auml;nde i.S. des &sect; 62 Abs. 1 FGO, derer sich ein Beteiligter in der m&uuml;ndlichen Verhandlung bedient. Daran &auml;ndert sich auch dann nichts, wenn diese au&szlig;erdem als Zeuge in Betracht kommen. Die M&ouml;glichkeit, nach &sect; 52 Abs. 2 FGO den Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit zu beantragen, dient n&auml;mlich nicht dazu, die Unbefangenheit der Zeugen zu gew&auml;hrleisten, sondern der Wahrung des Steuergeheimnisses (vgl. St&ouml;cker in Beermann\/Gosch, a.a.O., &sect; 52 FGO Rz 14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige Rechtsfrage ergibt sich schlie&szlig;lich nicht aus dem Vorbringen der Kl&auml;gerin, es fehle an der &quot;Beistandsbed&uuml;rftigkeit&quot;, wenn das FA den Betriebspr&uuml;fer als Zeugen benennt. Nach allgemeiner Ansicht kann sich nicht nur der Steuerpflichtige, sondern auch das FA eines Beistands i.S. des &sect; 62 Abs. 1 Satz 1 FGO bedienen (vgl. etwa BFH-Beschluss vom 28. April 1993 IV B 152\/92, BFH\/NV 1994, 715), wozu auch der Betriebspr&uuml;fer geh&ouml;ren kann. Dessen Hinzuziehung kann insbesondere deswegen zweckm&auml;&szlig;ig sein, weil er regelm&auml;&szlig;ig &uuml;ber besondere Kenntnisse des Steuerfalls verf&uuml;gt. Wird er zugleich als Zeuge benannt, hat das Gericht eine Abw&auml;gung zwischen der Gew&auml;hrleistung der Unbefangenheit der Zeugen und dem Recht auch des FA auf Unterst&uuml;tzung durch einen Beistand vorzunehmen, die regelm&auml;&szlig;ig in der in BFH\/NV 2005, 1321 vorgezeichneten Weise zu l&ouml;sen ist. Eine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige Rechtsfrage stellt sich in diesem Zusammenhang nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;gerin macht au&szlig;erdem geltend, es sei von grunds&auml;tzlicher Bedeutung, welchen Stellenwert die &quot;Eigen-Qualifikation des Steuerpflichtigen&quot; im Rahmen der Bestimmung des Ortes der Gesch&auml;ftsleitung nach &sect; 10 der Abgabenordnung (AO) zukomme und ob deren fehlerhafte Gewichtung durch das FG eine Verkennung der Grundlagen richterlicher &Uuml;berzeugungsbildung gem&auml;&szlig; &sect; 96 Abs. 1 FGO begr&uuml;nden k&ouml;nne. In diesem Zusammenhang f&uuml;hrt sie diejenigen Indizien an, anhand derer das FG im Streitfall auf den Ort der Gesch&auml;ftsleitung geschlossen hat, wie insbesondere die Angaben der Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber der Gemeinde S und gegen&uuml;ber der niederl&auml;ndischen Finanzverwaltung, die Abgabe von Steuererkl&auml;rungen als in Deutschland unbeschr&auml;nkt steuerpflichtige Kapitalgesellschaft, die Verwendung einer inl&auml;ndischen Anschrift und eines Firmenstempels mit inl&auml;ndischer Adresse sowie eine mit der niederl&auml;ndischen Finanzverwaltung geschlossene Vereinbarung &uuml;ber die Verlegung ihrer Hauptniederlassung nach Deutschland.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch hiermit wirft die Kl&auml;gerin keine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige Rechtsfrage auf. &sect; 10 AO definiert die Gesch&auml;ftsleitung als den Mittelpunkt der gesch&auml;ftlichen Oberleitung. Nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des Senats befindet sich dieser dort, wo der f&uuml;r die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung ma&szlig;gebliche Wille gebildet wird und die f&uuml;r die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung notwendigen Ma&szlig;nahmen von einiger Wichtigkeit angeordnet werden (vgl. etwa Senatsurteil vom 9. Juli 2003 I R 4\/02, BFH\/NV 2004, 83). Bei einer K&ouml;rperschaft ist das regelm&auml;&szlig;ig der Ort, an dem die zur Vertretung befugten Personen die ihnen obliegende laufende Gesch&auml;ftsf&uuml;hrert&auml;tigkeit entfalten, d.h. an dem sie die tats&auml;chlichen, organisatorischen und rechtsgesch&auml;ftlichen Handlungen vornehmen, die der gew&ouml;hnliche Betrieb der Gesellschaft mit sich bringt (sog. Tagesgesch&auml;fte; vgl. hierzu etwa Senatsurteil vom 19. M&auml;rz 2002 I R 15\/01, BFH\/NV 2002, 1411, m.w.N.). Im Allgemeinen wird es sich hierbei um die B&uuml;ror&auml;ume dieser Personen handeln (vgl. etwa Senatsurteil vom 23. Januar 1991 I R 22\/90, BFHE 164, 164, BStBl II 1991, 554; BFH-Urteil vom 29. April 1987 X R 16\/81, BFH\/NV 1988, 64). Ma&szlig;geblich sind jeweils die tats&auml;chlichen Umst&auml;nde des Einzelfalls (vgl. BFH-Urteil vom 3. Juli 1997 IV R 58\/95, BFHE 184, 185, BStBl II 1998, 86, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In diesem Rahmen konnten die verschiedenen, von der Kl&auml;gerin als &quot;Eigen-Qualifikation des Steuerpflichtigen&quot; bezeichneten Umst&auml;nde als Indizien daf&uuml;r einbezogen werden, an welchem Ort die nach diesen Grunds&auml;tzen ma&szlig;geblichen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungsma&szlig;nahmen tats&auml;chlich vorgenommen wurden. Welche Rolle sie hierbei spielen und welches Gewicht ihnen zukommt, ist eine Frage der dem FG obliegenden tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung, die f&uuml;r das Revisionsgericht grunds&auml;tzlich gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO bindend und damit einer Kl&auml;rung im Revisionsverfahren nicht zug&auml;nglich ist. Hierauf kann sich eine Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung nicht st&uuml;tzen (vgl. BFH-Beschluss vom 31. Oktober 1996 VIII B 11\/96, BFH\/NV 1997, 459).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die von der Kl&auml;gerin geltend gemachten Verfahrensm&auml;ngel i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt den Nichtausschluss des vom FA als Beistand hinzugezogenen und zugleich als Zeugen benannten Betriebspr&uuml;fers als Versto&szlig; gegen &sect; 394 ZPO i.V.m. &sect; 82 FGO, &sect; 52 Abs. 2 FGO sowie &sect; 62 Abs. 1 FGO. Dem ist aus den unter II.1.a dargelegten Gr&uuml;nden nicht zu folgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;gerin hatte urspr&uuml;nglich zwei Klagen erhoben, und zwar zum einen f&uuml;r die Jahre 1990 bis 1995 und zum anderen f&uuml;r das Jahr 2000. Das FG hat die unter den Aktenzeichen 13 K 2238\/02 sowie 13 K 5677\/03 gef&uuml;hrten Verfahren zun&auml;chst zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung verbunden. Nach dem Schluss der m&uuml;ndlichen Verhandlung hat das FG das Verfahren f&uuml;r die Jahre 1990 bis 1993 unter dem Aktenzeichen 13 K 336\/07 abgetrennt. Noch am selben Tag ergingen in beiden Verfahren Urteile. Gegen das das abgetrennte Verfahren betreffende Urteil hat das FG die Revision zugelassen. Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt die Trennung als Verfahrensmangel i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO. Das Gericht habe hierdurch die ansonsten unvermeidliche vollumf&auml;ngliche Revisionszulassung verhindert und so die Kl&auml;gerin benachteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die R&uuml;ge der Kl&auml;gerin hat keinen Erfolg. Nach &sect; 73 Abs. 1 Satz 2 FGO kann das Gericht durch Beschluss anordnen, dass mehrere in einem Verfahren zusammengefasste Klagegegenst&auml;nde in getrennten Verfahren verhandelt und entschieden werden. Nach &sect; 73 Abs. 1 Satz 1 FGO kann es zudem durch Beschluss zuvor verbundene Verfahren wieder trennen. Der Trennungsbeschluss ist eine prozessleitende Verf&uuml;gung, die der Senat im Revisionsverfahren grunds&auml;tzlich nicht nachpr&uuml;fen kann (&sect; 128 Abs. 2 i.V.m. &sect; 124 Abs. 2 FGO). Dies gilt ebenso f&uuml;r das Beschwerdeverfahren wegen Nichtzulassung der Revision (vgl. Dumke in Schwarz, a.a.O., &sect; 73 FGO Rz 39). Derartige Anordnungen begr&uuml;nden allenfalls dann einen Verfahrensmangel i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO, wenn das FG sie willk&uuml;rlich &#8211;also ohne sachlichen Grund&#8211; erlassen hat oder wenn der Steuerpflichtige dadurch prozessual in der Wahrnehmung seiner Rechte behindert wird (vgl. etwa BFH-Urteil vom 27. September 1994 VIII R 36\/89, BFHE 176, 289, BStBl II 1995, 353; BFH-Beschluss vom 20. August 1998 XI B 110\/95, BFH\/NV 1999, 329, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall hat das FG die Trennung der Verfahren damit begr&uuml;ndet, dass sich nur in dem unter dem Aktenzeichen 13 K 336\/07 abgetrennten Verfahren die Frage der beschr&auml;nkten Steuerpflicht stelle, die die Zulassung der Revision gebiete. Unabh&auml;ngig davon, dass das FG dieses Ergebnis auch ohne Trennung der Verfahren h&auml;tte erreichen und die Zulassung der Revision auf die entsprechenden, jeweils selbst&auml;ndige Streitgegenst&auml;nde bildenden Streitjahre h&auml;tte beschr&auml;nken k&ouml;nnen (vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 112), schlie&szlig;t dies jedenfalls die Annahme von Willk&uuml;r aus. Daraus, dass auch ohne Trennung eine entsprechende Beschr&auml;nkung der Revisionszulassung m&ouml;glich gewesen w&auml;re, ergibt sich zugleich, dass die Kl&auml;gerin durch die Trennung nicht in der Wahrnehmung ihrer Rechte behindert wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit in dem Vorbringen der Kl&auml;gerin auch die R&uuml;ge einer Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;, &sect; 96 Abs. 2, &sect; 119 Nr. 3 FGO) im Zusammenhang mit der Verfahrenstrennung zu sehen sein sollte, hat diese keinen Erfolg. Vor einer Verfahrenstrennung ist nicht in jedem Fall eine Anh&ouml;rung der Beteiligten erforderlich, sondern nur dann, wenn durch die Trennung ihre prozessualen Rechte beeintr&auml;chtigt werden k&ouml;nnen (vgl. St&ouml;cker in Beermann\/Gosch, a.a.O., &sect; 73 FGO Rz 35; Brandis in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect; 73 FGO Rz 11; Th&uuml;rmer in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, a.a.O., &sect; 73 FGO Rz 37; anders Gr&auml;ber\/Koch, a.a.O., &sect; 73 Rz 25). Im Streitfall ist es jedoch gerade nicht zu einer Beeintr&auml;chtigung der prozessualen Rechte der Kl&auml;gerin gekommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt im Weiteren einen Versto&szlig; gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect; 76 Abs. 1 FGO). Sie macht geltend, das FG h&auml;tte ihrem Antrag entsprechen m&uuml;ssen, zur Feststellung des Ortes der Gesch&auml;ftsleitung ihren Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer sowie ihre Mitarbeiter als Zeugen zu vernehmen. Zudem h&auml;tte das FG den Betriebspr&uuml;fer als Zeugen vernehmen m&uuml;ssen. Auch diese R&uuml;ge hat keinen Erfolg. Das FG hat nicht gegen seine Sachaufkl&auml;rungspflicht versto&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO erforscht das Gericht den Sachverhalt von Amts wegen. Es ist dabei weder an das Vorbringen noch an die Beweisantr&auml;ge der Beteiligten gebunden (&sect; 76 Abs. 1 Satz 5 FGO). Dies gilt aber nur in dem Sinne, dass das FG von sich aus auch Beweise erheben kann, die von den Parteien nicht angeboten worden sind. Von den Beteiligten angebotene Beweise muss das FG grunds&auml;tzlich erheben. Auf eine beantragte Beweiserhebung kann es im Regelfall nur verzichten, wenn es auf das Beweismittel f&uuml;r die Entscheidung nicht ankommt, das Gericht die durch das Beweismittel zu beweisenden Tatsachen zugunsten des betreffenden Beteiligten als wahr unterstellt oder wenn das Beweismittel nicht erreichbar, unzul&auml;ssig oder v&ouml;llig ungeeignet ist, den Beweis zu erbringen. Jedoch ist das FG nicht verpflichtet, unsubstantiierten Beweisantr&auml;gen nachzugehen (vgl. etwa BFH-Urteil vom 3. Juni 2003 IX R 46\/00, BFH\/NV 2004, 46; BFH-Beschluss vom 13. August 2002 VII B 267\/01, BFH\/NV 2003, 63, m.w.N.). In welchem Ma&szlig;e eine Substantiierung entsprechender Beweisantr&auml;ge zu fordern ist, h&auml;ngt von der im Einzelfall bestehenden Mitwirkungspflicht des Beteiligten ab. Denn zumutbarer Inhalt und Intensit&auml;t der richterlichen Ermittlungen stehen notwendig im Zusammenhang mit dem Vorbringen der Beteiligten, die gem&auml;&szlig; &sect; 76 Abs. 1 Satz 2 und 3 FGO eine Pflicht zur F&ouml;rderung des finanzgerichtlichen Verfahrens haben (vgl. etwa BFH-Urteil in BFH\/NV 2003, 63).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach diesen Grunds&auml;tzen hat das FG den Antr&auml;gen der Kl&auml;gerin auf Vernehmung der von ihr benannten Zeugen zu Recht nicht entsprochen. Die Kl&auml;gerin traf eine Mitwirkungspflicht hinsichtlich der Ermittlung derjenigen Tatsachen, die f&uuml;r den Ort ihrer Gesch&auml;ftsleitung gem&auml;&szlig; &sect; 10 AO von Bedeutung sind. Denn diese waren ihrem Einfluss- und Wissensbereich zuzurechnen (vgl. zur sich hieraus ergebenden Mitwirkungspflicht etwa BFH-Beschluss vom 28. Juni 2006 V B 199\/05, BFH\/NV 2006, 2098). Im Streitfall war zudem unstreitig, dass zumindest zwei Mitarbeiter der Kl&auml;gerin sowie C jedenfalls in seiner Eigenschaft als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der C-GmbH in den B&uuml;ror&auml;umen der C-GmbH und damit in Deutschland t&auml;tig waren. Angesichts dessen durfte die Kl&auml;gerin sich nicht auf eine blo&szlig;e Behauptung dazu, an welchem Ort ihre Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung wahrgenommen wurde sowie die Benennung von Zeugen als Beweismittel f&uuml;r den &quot;Sitz der Gesch&auml;ftsleitung in den Niederlanden&quot; beschr&auml;nken. Hiermit hat sie lediglich das Beweisergebnis bezeichnet. Zur n&auml;heren Substantiierung der Beweisantr&auml;ge h&auml;tte es zumindest einer ungef&auml;hren Darlegung bedurft, f&uuml;r welche T&auml;tigkeiten nicht die B&uuml;ror&auml;ume in S, sondern R&auml;umlichkeiten in den Niederlanden genutzt wurden sowie insbesondere, in welcher Weise C als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;gerin dort und nicht in S deren gesch&auml;ftliche Oberleitung aus&uuml;bte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG musste den Sachverhalt auch nicht unabh&auml;ngig von einem entsprechenden Beweisantritt von Amts wegen weiter aufkl&auml;ren. Angesichts der Beweislage musste sich dem FG nicht ohne weiteres die Notwendigkeit aufdr&auml;ngen, die von der Kl&auml;gerin benannten Zeugen dazu zu vernehmen, ob und auf welche Weise die Kl&auml;gerin daneben auch noch R&auml;umlichkeiten in den Niederlanden nutzte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner durfte sich das FG entgegen der Kl&auml;gerin auf die bei einer Inaugenscheinnahme durch den Betriebspr&uuml;fer festgestellte teilweise Nutzung des B&uuml;ros in W als Abstellplatz st&uuml;tzen, ohne den Betriebspr&uuml;fer hierzu als Zeugen zu vernehmen. Ausweislich des im Urteil des FG wiedergegebenen Sachvortrags der Beteiligten hat die Kl&auml;gerin eine solche Nutzung n&auml;mlich nicht bestritten, sondern lediglich vorgetragen, das B&uuml;ro sei dessen ungeachtet zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung geeignet gewesen und diese sei auch von dort aus erfolgt. Von etwas anderem ist auch das FG nicht ausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das FG war nicht gem&auml;&szlig; &sect; 76 Abs. 2 FGO verpflichtet, die Kl&auml;gerin sp&auml;testens in der m&uuml;ndlichen Verhandlung auf die fehlende Substantiierung des Beweisantrags hinzuweisen. Auf offenkundige Umst&auml;nde muss das Gericht jedenfalls dann nicht gesondert hinweisen, wenn die Beteiligten fachkundig vertreten sind (vgl. etwa Gr&auml;ber\/Stapperfend, a.a.O., &sect; 76 Rz 55, m.w.N.). Dies gilt auch f&uuml;r eine erkennbar fehlende Substantiierung (vgl. BFH-Beschluss vom 28. Mai 2003 VII B 189\/02, BFH\/NV 2003, 1287; weiter evtl. BFH-Beschluss vom 26. Februar 2004 IX B 125\/03, BFH\/NV 2004, 973). Ein solcher Sachverhalt liegt im Streitfall vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass f&uuml;r einen hinreichend substantiierten Beweisantrag zur Gesch&auml;ftsleitung in den Niederlanden zumindest eine ungef&auml;hre Darlegung der n&auml;heren Umst&auml;nde erforderlich war, h&auml;tte die fachkundig vertretene Kl&auml;gerin angesichts der Beweislage ohne weiteres erkennen m&uuml;ssen. Hinzu kommt, dass das FG die Kl&auml;gerin mit Schreiben vom 17. Mai 2006 unter Hinweis auf &sect; 79b Abs. 2 FGO aufgefordert hat, diejenigen bisher noch nicht vorgetragenen Lebenssachverhalte und Tatsachen darzulegen, aus denen sich nach ihrer Auffassung ergebe, dass sich die Gesch&auml;ftsleitung in den Streitjahren in den Niederlanden befand. Zwar ist das FG in der Folge nicht nach &sect; 79b Abs. 3 FGO verfahren. Angesichts dieser Aufforderung gen&uuml;gte es aber jedenfalls, dass das FG den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;gerin in der m&uuml;ndlichen Verhandlung angeh&ouml;rt und dieser nicht mitgeteilt hat, welche Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungsma&szlig;nahmen in den Niederlanden vorgenommen wurden. Eines gesonderten Hinweises auf die fehlende Substantiierung bedurfte es nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Auf Ausf&uuml;hrungen zu den R&uuml;gen der Kl&auml;gerin im Zusammenhang mit &sect; 96 Abs. 1 FGO wird gem&auml;&szlig; &sect; 116 Abs. 5 Satz 2 FGO verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 3.4.2008, I B 77\/07 Betriebspr&uuml;fer als Zeuge &#8211; Trennung eines Klageverfahrens &#8211; unsubstantiierter Beweisantrag &#8211; Ort der Gesch&auml;ftsleitung &#8211; Antrag auf Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit nach &sect; 52 Abs. 2 FGO Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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