{"id":18035,"date":"2012-12-10T16:32:38","date_gmt":"2012-12-10T14:32:38","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=18035"},"modified":"2012-12-10T16:32:38","modified_gmt":"2012-12-10T14:32:38","slug":"ii-b-102-07-keine-unzulaessige-rueckwirkung-des-3-kraftstaendg-abgrenzung-zwischen-pkw-und-lkw-nach-wegfall-des-par-23-abs-6a-stvzo-kein-vertrauensverstoss-durch-gesetzgeberische-klarstellung-massgebl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-b-102-07-keine-unzulaessige-rueckwirkung-des-3-kraftstaendg-abgrenzung-zwischen-pkw-und-lkw-nach-wegfall-des-par-23-abs-6a-stvzo-kein-vertrauensverstoss-durch-gesetzgeberische-klarstellung-massgebl\/","title":{"rendered":"II&nbsp;B&nbsp;102\/07 &#8211; Keine unzul&auml;ssige R&uuml;ckwirkung des 3. KraftSt&Auml;ndG &#8211; Abgrenzung zwischen PKW und LKW nach Wegfall des &sect; 23 Abs. 6a StVZO &#8211; kein Vertrauensversto&szlig; durch gesetzgeberische Klarstellung &#8211; Ma&szlig;geblichkeit des nationalen Rechts"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 18.3.2008, II B 102\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine unzul&auml;ssige R&uuml;ckwirkung des 3. KraftSt&Auml;ndG &#8211; Abgrenzung zwischen PKW und LKW nach Wegfall des &sect; 23 Abs. 6a StVZO &#8211; kein Vertrauensversto&szlig; durch gesetzgeberische Klarstellung &#8211; Ma&szlig;geblichkeit des nationalen Rechts<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Der Antragsteller und Beschwerdef&uuml;hrer (Antragsteller) besitzt ein erstmals am 16. Juli 1993 zum Verkehr zugelassenes Fahrzeug mit einem zul&auml;ssigen Gesamtgewicht von 3 150 kg, das am 9. Januar 2003 als B&uuml;rofahrzeug zugelassen worden ist. Am 29. Januar 2007 erlie&szlig; der Antragsgegner und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) einen nach &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes (KraftStG) ge&auml;nderten Bescheid &uuml;ber Kraftfahrzeugsteuer, mit dem die Steuer vom 9. Januar 2005 bis zum 30. April 2005 nach dem bisherigen Jahresbetrag von 185 EUR, ab dem 1. Mai 2005 nach einem neuen Jahresbetrag von 1 470 EUR berechnet wurde, weil gem&auml;&szlig; &sect; 8 Nr. 1 KraftStG ab diesem Tag das Kraftfahrzeug der Besteuerung als Personenkraftwagen (PKW) unterliege.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Am 8. Februar 2007 beantragte der Antragsteller die Aussetzung der Vollziehung (AdV). Am 21. Februar 2007 f&uuml;hrte er das am 7. Februar 2007 von der Zulassungsstelle vom B&uuml;romobil zum Wohnmobil umgeschriebene Fahrzeug beim FA vor. Dieses stellte fest, dass die Voraussetzungen f&uuml;r die Besteuerung als Wohnmobil gem&auml;&szlig; &sect; 2 Abs. 2 Nr. 2 b KraftStG nicht vorlagen, insbesondere weil die Stehh&ouml;he nur maximal 155 cm betrug. Am 2. M&auml;rz 2007 f&uuml;hrte er das am 22. Februar 2007 wieder auf B&uuml;romobil umgeschriebene Fahrzeug erneut beim FA vor. Dieses stellte ausweislich eines Aktenvermerks vom 5. M&auml;rz 2007, dem ein Foto beigeheftet ist, fest, dass in dem Fahrzeug weder ein Tisch, noch ein Aktenschrank und auch keine gegen&uuml;berliegenden Sitze vorhanden waren, sondern vielmehr sieben Sitze in der &uuml;blichen Anordnung. Das FA lehnte den Antrag auf AdV mit Bescheid vom 23. M&auml;rz 2007 ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Am 19. April 2007 wurde das Fahrzeug des Antragstellers stillgelegt. Mit Bescheid vom 9. Mai 2007 setzte das FA daher die Kraftfahrzeugsteuer nach &sect; 12 Abs. 2 Nr. 3 KraftStG neu fest. Den Einspruch gegen beide Bescheide wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 24. Mai 2007 ab; die Klage ist beim Finanzgericht (FG) anh&auml;ngig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit dem Antrag auf AdV beim FG vom 31. Juli 2007 beantragte der Antragsteller sinngem&auml;&szlig;, die Kraftfahrzeugsteuerbescheide vom 29. Januar und vom 9. Mai 2007 bis zur Entscheidung des FG in der Hauptsache von der Vollziehung auszusetzen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Antrag blieb erfolglos. Hiergegen richtet sich die Beschwerde. Mit ihr macht der Antragsteller im Wesentlichen geltend, die &Auml;nderung des KraftStG im Dezember 2006 mit Wirkung ab 1. Mai 2005 durch das Dritte Gesetz zur &Auml;nderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes vom 21. Dezember 2006 (3. KraftSt&Auml;ndG) (BGBl I 2006, 3344) versto&szlig;e gegen das verfassungsrechtliche R&uuml;ckwirkungsverbot.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Antragsteller beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Kraftfahrzeugsteuerbescheide vom 29. Januar und vom 9. Mai 2007 bis zur Entscheidung des FG in der Hauptsache von der Vollziehung auszusetzen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die Vollziehung der Kraftfahrzeugsteuerbescheide vom 29. Januar 2007 und vom 9. Mai 2007 ist nicht auszusetzen. Es bestehen keine ernstlichen Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit dieser Bescheide.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Gem&auml;&szlig; &sect; 69 Abs. 3 Satz 1 i.V.m. Abs. 2 Satz 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) kann das Gericht auf Antrag die Vollziehung eines angefochtenen Verwaltungsaktes aussetzen, soweit ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Verwaltungsaktes bestehen oder &#8211;was vorliegend nicht in Betracht kommt&#8211; seine Vollziehung f&uuml;r den Betroffenen eine unbillige, nicht durch &uuml;berwiegende &ouml;ffentliche Interessen gebotene H&auml;rte zur Folge h&auml;tte. Ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit eines Verwaltungsaktes bestehen, wenn und soweit bei summarischer Pr&uuml;fung der Sach- und Rechtslage aufgrund der pr&auml;senten Beweismittel, des unstreitigen Sachverhalts und der gerichtsbekannten Tatsachen erkennbar wird, dass aus gewichtigen Gr&uuml;nden Unklarheit in der Beurteilung von Tatfragen oder Unsicherheit oder Unentschiedenheit in der Beurteilung von Rechtsfragen besteht und sich bei abschlie&szlig;ender Kl&auml;rung dieser Fragen der Verwaltungsakt als rechtswidrig erweisen kann (vgl. m.w.N. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 1. Juni 2006 II B 148\/05, BFH\/NV 2006, 1627; vom 23. Februar 2007 IX B 222\/06, BFH\/NV 2007, 1351).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Es bestehen keine ernstlichen Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit der angefochtenen Kraftfahrzeugsteuerbescheide vom 29. Januar 2007 und vom 9. Mai 2007, insbesondere auch nicht gegen die steuerrechtliche Behandlung des Fahrzeugs als PKW.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Bei dem Fahrzeug des Antragstellers handelt es sich &#8211;wovon auch das FG ausgegangen ist&#8211; um einen PKW und nicht etwa &#8211;wie der Antragsteller meint&#8211; um ein &quot;anderes Kraftfahrzeug mit einem verkehrsrechtlich zul&auml;ssigen Gesamtgewicht bis 3.500 Kilogramm&quot; i.S. des &sect; 9 Abs. 1 Nr. 3 KraftStG.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Bei summarischer Pr&uuml;fung ist das streitgegenst&auml;ndliche Kraftfahrzeug ein PKW, da es nach seiner Bauart und Ausstattung zur Bef&ouml;rderung von nicht mehr als neun Personen (einschlie&szlig;lich Fahrer) geeignet und bestimmt ist (&sect; 4 Abs. 4 Nr. 1 des Personenbef&ouml;rderungsgesetzes &#8211;PBefG&#8211;; vgl. m.w.N. BFH-Beschluss vom 21. August 2006 VII B 333\/05, BFHE 213, 281, BStBl II 2006, 721). Die Einstufung des Kraftfahrzeugs durch die Verkehrsbeh&ouml;rde als B&uuml;romobil hat kraftfahrzeugsteuerrechtlich keine Bindungswirkung (BFH-Beschl&uuml;sse in BFHE 213, 281, BStBl II 2006, 721; vom 26. Oktober 2006 VII B 136\/06, BFH\/NV 2007, 773; vom 7. November 2006 VII B 96\/06, BFH\/NV 2007, 783).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach dem Inhalt der Akten und dem bei den Akten befindlichen Foto war das Kraftfahrzeug nicht als B&uuml;romobil eingerichtet. Der BFH vermag hier zu keinem anderen Ergebnis kommen als das FG. Auf dem Foto, das der Antragsteller selbst als &quot;ein wenig ungl&uuml;cklich&quot; bezeichnet, sind weder ein Tisch zu erkennen noch ein Schrank f&uuml;r Akten noch ein Platz f&uuml;r B&uuml;romaschinen; das FA hat bei der Vorf&uuml;hrung am 2. M&auml;rz 2007 aktenkundig festgehalten, dass diese Einrichtungsgegenst&auml;nde tats&auml;chlich nicht vorhanden seien. Ein Foto, auf dem die f&uuml;r ein B&uuml;romobil erforderlichen Einrichtungselemente erkennbar w&auml;ren, oder ein anderes Beweismittel, etwa das vom Antragsteller erw&auml;hnte Sachverst&auml;ndigengutachten, aus dem sich ergeben w&uuml;rde, dass jene vorhanden sind, hat der Antragsteller nicht vorgelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Entgegen der Auffassung des Antragstellers liegt auch keine verfassungsrechtlich unzul&auml;ssige R&uuml;ckwirkung einer f&uuml;r den Streitfall ma&szlig;geblichen kraftfahrzeugsteuerrechtlichen Vorschrift vor. Denn f&uuml;r die rechtliche Beurteilung der am 1. Mai 2005 vorhandenen tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse bedarf es keines R&uuml;ckgriffs auf die durch das 3. KraftSt&Auml;ndG neu geschaffenen Regelung in &sect; 2 Abs. 2 a Nr. 2 KraftStG. Denn nach Aufhebung des &sect; 23 Abs. 6 a der Stra&szlig;enverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) gilt auch f&uuml;r Kraftfahrzeuge mit &#8211;wie im Streitfall&#8211; einem zul&auml;ssigen Gesamtgewicht von &uuml;ber 2,8 t der vom BFH entwickelte Grundsatz, dass anhand von Bauart und Einrichtung des Kraftfahrzeugs zu beurteilen ist, ob ein LKW oder PKW vorliegt. &sect; 2 Abs. 2 a Nr. 2 KraftStG hat insoweit lediglich klarstellende Bedeutung (vgl. BFH-Beschluss vom 13. April 2007 IX B 14\/07, BFH\/NV 2007, 1352, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Vertrauen des B&uuml;rgers in den Bestand der Rechtsordnung kann dann nicht ber&uuml;hrt sein, wenn der Gesetzgeber eine sich schon aus dem bisher geltenden Recht ergebende Rechtsfolge ausdr&uuml;cklich im Gesetz festlegt, die Rechtslage also nicht &auml;ndert, sondern nur klarstellt (Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 24. Juli 1968&nbsp;&nbsp;1 BvR 537\/65, BVerfGE 24, 75, 92; BFH-Urteil vom 14. April 1986 IV R 260\/84, BFHE 146, 411, BStBl II 1986, 518).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Schutzw&uuml;rdiges Vertrauen auf den Fortbestand der bis 1. Mai geltenden Rechtslage bestand auch deshalb nicht, weil mit einer solchen Regelung gerechnet werden musste (vgl. zu dieser Einschr&auml;nkung des R&uuml;ckwirkungsverbots Entscheidungen des BVerfG vom 30. April 1952&nbsp;&nbsp;1 BvR 14\/52 u.a., BVerfGE 1, 264, 280; vom 24. April 1953&nbsp;&nbsp;1 BvR 102\/51, BVerfGE 2, 237, 264 f.). Die steuerlichen Folgen der Aufhebung des &sect; 23 Abs. 6 a StVZO f&uuml;r die im Gesetz genannten Fahrzeuge mit einem zul&auml;ssigen Gesamtgewicht &uuml;ber 2,8 t waren seit Verk&uuml;ndung der Verordnung zur &Auml;nderung der StVZO im November 2004 und dem vor dem 1. Mai 2005 eingebrachten Gesetzentwurf zur &Auml;nderung des Kraftfahrzeugsteuerrechts allgemein bekannt (vgl. Begr. zum Entwurf eines Gesetzes zur &Auml;nderung kraftfahrzeugsteuerlicher Vorschriften auch hinsichtlich der Wohnmobilbesteuerung, BTDrucks 16\/519, 8).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Das FA war nach &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 KraftStG auch zur Neufestsetzung der Kraftfahrzeugsteuer auf den 1. Mai 2005 durch Bescheid vom 29. Januar 2007 berechtigt, weil sich infolge einer &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage eine andere Steuer ergibt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Neufestsetzung kann r&uuml;ckwirkend auf den Zeitpunkt, in dem sich die Bemessungsgrundlage ge&auml;ndert hat, hier also zum 1. Mai 2005 erfolgen (BFH-Beschluss vom 25. M&auml;rz 1999 VII B 294\/98, BFH\/NV 1999, 1252, unter Hinweis auf BFH-Urteil vom 10. Juli 1990 VII R 12\/88, BFHE 162, 141, BStBl II 1990, 929). Auf die vom Antragsteller aus &sect; 12 Abs. 2 Nr. 4 KraftStG als &Auml;nderungsvorschrift gezogenen Schlussfolgerungen kommt es nicht an.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Da das FA gem&auml;&szlig; &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 KraftStG eine Neufestsetzung der Kraftfahrzeugsteuer f&uuml;r alle Zeitr&auml;ume vornehmen kann, f&uuml;r die die Festsetzungsfrist noch nicht abgelaufen ist (BFH-Beschluss in BFH\/NV 1999, 1252), ergeben sich ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Steuerbescheids auch nicht daraus, dass das FA mit der Neufestsetzung der Kraftfahrzeugsteuer bis zum Inkrafttreten des 3. KraftSt&Auml;ndG zugewartet hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Auch soweit der Antragsteller geltend macht, das Kraftfahrzeug h&auml;tte (vor&uuml;bergehend) als Wohnmobil besteuert werden m&uuml;ssen, ergeben sich keine ernstlichen Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Steuerbescheids. Das Kraftfahrzeug ist kein Wohnmobil i.S. des &sect; 2 Abs. 2 b KraftStG, da es u.a. die gesetzliche Stehh&ouml;he von mindestens 170 cm nicht erreicht. Dies wird vom Antragsteller auch nicht in Abrede gestellt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus der Richtlinie 70\/156\/EWG. Diese enth&auml;lt keine Bestimmung &uuml;ber die Einstufung von Kraftfahrzeugen. Den gemeinschaftsrechtlichen Bestimmungen sind keine f&uuml;r die Mitgliedstaaten als verbindlich anzusehenden Festlegungen hinsichtlich der Einteilung von Kraftfahrzeugen f&uuml;r die Zwecke der Erhebung von Kraftfahrzeug- und Zulassungssteuern zu entnehmen. Ma&szlig;gebend ist vielmehr das nationale Recht der einzelnen Mitgliedstaaten (vgl. m.w.N. BFH-Urteil vom 28. November 2006 VII R 11\/06, BFHE 215, 568, BStBl II 2007, 338; BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 2007, 1351; in BFH\/NV 2007, 783; in BFHE 213, 281, BStBl II 2006, 721; vom 7. November 2006 VII B 69\/06, nicht ver&ouml;ffentlicht). Danach ist die in &sect; 2 Abs. 2 b KraftStG bestimmte Stehh&ouml;he ma&szlig;geblich.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit das KraftStG in &sect; 2 Abs. 2 b auf Anhang II Abschn. A Nr. 5.1 der Richtlinie 70\/156\/EWG verweist, sind zwar die durch diese statische Verweisung in Bezug genommenen gemeinschaftsrechtlichen Bestimmungen verbindlich. Diese enthalten aber keine Bestimmung zur Stehh&ouml;he; insoweit verbleibt es dabei, dass die in &sect; 2 Abs. 2 b KraftStG bestimmte Stehh&ouml;he ma&szlig;geblich ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 18.3.2008, II B 102\/07 Keine unzul&auml;ssige R&uuml;ckwirkung des 3. KraftSt&Auml;ndG &#8211; Abgrenzung zwischen PKW und LKW nach Wegfall des &sect; 23 Abs. 6a StVZO &#8211; kein Vertrauensversto&szlig; durch gesetzgeberische Klarstellung &#8211; Ma&szlig;geblichkeit des nationalen Rechts Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Der Antragsteller und Beschwerdef&uuml;hrer (Antragsteller) besitzt ein erstmals am 16. 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KraftSt&Auml;ndG &#8211; Abgrenzung zwischen PKW und LKW nach Wegfall des &sect; 23 Abs. 6a StVZO &#8211; kein Vertrauensversto&szlig; durch gesetzgeberische Klarstellung &#8211; Ma&szlig;geblichkeit des nationalen Rechts<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-18035","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18035","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18035"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18035\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18035"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18035"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18035"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}