{"id":18043,"date":"2012-12-10T16:32:40","date_gmt":"2012-12-10T14:32:40","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=18043"},"modified":"2012-12-10T16:32:40","modified_gmt":"2012-12-10T14:32:40","slug":"iii-s-2-08-voraussetzungen-einer-anhoerungsruege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-s-2-08-voraussetzungen-einer-anhoerungsruege\/","title":{"rendered":"III&nbsp;S&nbsp;2\/08 &#8211; Voraussetzungen einer Anh&ouml;rungsr&uuml;ge"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 18.3.2008, III S 2\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Voraussetzungen einer Anh&ouml;rungsr&uuml;ge<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Mit Beschluss vom &#8230; lehnte der Senat den Antrag des Kl&auml;gers, Antragstellers und R&uuml;gef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe (PKH) f&uuml;r eine beabsichtigte Nichtzulassungsbeschwerde gegen das seine Klage wegen Kindergeld ab Mai 2005 abweisende Urteil des Finanzgerichts (FG) ab. Der Senat f&uuml;hrte in seinem Beschluss aus, das beabsichtigte Verfahren wegen Nichtzulassung der Revision biete keine hinreichende Aussicht auf Erfolg. Bei summarischer Pr&uuml;fung des Vortrags des Kl&auml;gers, des Inhalts der Akten und des Urteils des FG liege kein Grund f&uuml;r die Zulassung der Revision i.S. des &sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Anh&ouml;rungsr&uuml;ge tr&auml;gt der Kl&auml;ger im Wesentlichen sinngem&auml;&szlig; vor: Wenn bei getrennt lebenden Eltern sich die Kinder &#8211;wenn auch in zeitlich unterschiedlichem Umfang&#8211; in den Haushalten beider Eltern aufhielten, m&uuml;sse das Existenzminimum in jeder der &quot;Trennungsteilfamilien&quot; gesichert sein. Denn bei jedem Elternteil m&uuml;sse hinreichender Wohnraum usw. bereitgestellt werden, sodass doppelter Aufwand entstehe. Diesen Vortrag aus seinem, des Kl&auml;gers, Schriftsatz vom &#8230; habe der Senat nicht geh&ouml;rt und sich mit dem Sinn und Zweck der Regelung in &sect; 64 des Einkommensteuergesetzes (EStG) nicht auseinandergesetzt. Der Senat habe auch unzutreffend eine Abweichung des FG-Urteils von der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) verneint und zu Unrecht eine Vorlage an das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) oder an den Gerichtshof der Europ&auml;ischen Gemeinschaften (EuGH) zur Pr&uuml;fung der Vereinbarkeit von &sect; 64 EStG mit der Verfassung bzw. mit dem Gemeinschaftsrecht unterlassen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &quot;Hilfsweise&quot; r&uuml;gt der Kl&auml;ger mit der Gegenvorstellung, ihm werde durch die Verweigerung von PKH der Zugang zum BFH und &uuml;ber eine Richtervorlage auch zum BVerfG bzw. EuGH verwehrt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Anh&ouml;rungsr&uuml;ge ist unbegr&uuml;ndet und deshalb zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 133a Abs. 4 Satz 2 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Das gerichtliche Verfahren ist gem&auml;&szlig; &sect; 133a Abs. 1 Satz 1 FGO fortzuf&uuml;hren, wenn ein Rechtsmittel oder ein anderer Rechtsbehelf gegen die Entscheidung nicht gegeben ist und das Gericht den Anspruch des Beteiligten auf rechtliches Geh&ouml;r in entscheidungserheblicher Weise verletzt hat. Der Anspruch auf Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs verlangt von dem erkennenden Gericht vornehmlich, dass es die Beteiligten &uuml;ber den Verfahrensstoff informiert, ihnen Gelegenheit zur &Auml;u&szlig;erung gibt, ihre Ausf&uuml;hrungen sowie Antr&auml;ge zur Kenntnis nimmt und bei seiner Entscheidung in Erw&auml;gung zieht (z.B. Senatsbeschluss vom 6. September 2007 III S 27\/07, BFH\/NV 2007, 2327, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Senat hat den gesamten Vortrag des Kl&auml;gers zur Kenntnis genommen und in Erw&auml;gung gezogen. Wie sich aus den Gr&uuml;nden des angefochtenen Beschlusses ergibt, gilt dies auch f&uuml;r den Schriftsatz des Kl&auml;gers vom &#8230; Mit seinen Ausf&uuml;hrungen wendet sich der Kl&auml;ger dagegen, dass der Senat in dem angefochtenen Beschluss seiner, des Kl&auml;gers, Rechtsauffassung nicht gefolgt ist und macht damit geltend, der Senat habe in der Sache fehlerhaft entschieden. Mit diesem Vorbringen kann der Kl&auml;ger im Rahmen der Anh&ouml;rungsr&uuml;ge nach &sect; 133a FGO, die auf die Geltendmachung der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r beschr&auml;nkt ist, nicht geh&ouml;rt werden (z.B. Senatsbeschluss vom 31. Januar 2007 III S 33\/06, BFH\/NV 2007, 953, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Der Senat kann im Streitfall offen lassen, ob eine Gegenvorstellung als au&szlig;erordentlicher Rechtsbehelf neben der gesetzlich geregelten Anh&ouml;rungsr&uuml;ge nach &sect; 133a FGO &uuml;berhaupt statthaft ist und ob die vom Kl&auml;ger &quot;hilfsweise&quot; erhobene Gegenvorstellung au&szlig;erdem bereits deshalb unzul&auml;ssig ist, weil sie unter einer Bedingung erhoben wurde. Denn eine Gegenvorstellung ist jedenfalls nur in Ausnahmef&auml;llen er&ouml;ffnet, insbesondere bei schwerwiegenden Grundrechtsverst&ouml;&szlig;en oder wenn die angegriffene Entscheidung jeder gesetzlichen Grundlage entbehrt (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 27. September 2006 X S 13\/06, BFH\/NV 2006, 2304, m.w.N.). Dass dem angefochtenen Beschluss des Senats ein derart schwerwiegender Versto&szlig; anhafte, hat der Kl&auml;ger nicht vorgetragen und ist auch aus den Akten nicht ersichtlich.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Die Kostenpflicht ergibt sich hinsichtlich der Anh&ouml;rungsr&uuml;ge aus Nr. 6400 des Kostenverzeichnisses zum Gerichtskostengesetz &#8211;GKG&#8211; (Anlage 1 zu &sect; 3 Abs. 2 GKG), eingef&uuml;gt durch das Anh&ouml;rungsr&uuml;gengesetz vom 9. Dezember 2004 (BGBl I 2004, 3220, BStBl I 2005, 370). Hinsichtlich der Gegenvorstellung ergeht die Entscheidung gerichtsgeb&uuml;hrenfrei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 18.3.2008, III S 2\/08 Voraussetzungen einer Anh&ouml;rungsr&uuml;ge Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Mit Beschluss vom &#8230; lehnte der Senat den Antrag des Kl&auml;gers, Antragstellers und R&uuml;gef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe (PKH) f&uuml;r eine beabsichtigte Nichtzulassungsbeschwerde gegen das seine Klage wegen Kindergeld ab Mai 2005 abweisende Urteil des Finanzgerichts (FG) ab. 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