{"id":18048,"date":"2012-12-10T16:32:46","date_gmt":"2012-12-10T14:32:46","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=18048"},"modified":"2012-12-10T16:32:46","modified_gmt":"2012-12-10T14:32:46","slug":"viii-b-122-07-beteiligung-an-kapitalgesellschaft-als-notwendiges-betriebsvermoegen-eines-freiberuflers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-122-07-beteiligung-an-kapitalgesellschaft-als-notwendiges-betriebsvermoegen-eines-freiberuflers\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;B&nbsp;122\/07 &#8211; Beteiligung an Kapitalgesellschaft als notwendiges Betriebsverm&ouml;gen eines Freiberuflers"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 25.3.2008, VIII B 122\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Beteiligung an Kapitalgesellschaft als notwendiges Betriebsverm&ouml;gen eines Freiberuflers<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die Voraussetzungen f&uuml;r das Begehren der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger), die Revision gegen das angefochtene Urteil wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO) zuzulassen, liegen nicht vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Wie der Bundesfinanzhof (BFH) bereits mit Beschluss vom 9. Mai 2006 XI B 166\/05 (BFH\/NV 2006, 2047) entschieden hat, ist die von den Kl&auml;gern aufgeworfene Rechtsfrage, unter welchen Umst&auml;nden die Beteiligung eines Freiberuflers an einer Kapitalgesellschaft notwendiges Betriebsverm&ouml;gen ist, nicht i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO grunds&auml;tzlich bedeutsam. Sie ist vielmehr durch die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung in einer Vielzahl von Entscheidungen gekl&auml;rt (vgl. BFH-Beschluss vom 22. November 2002 X B 92\/02, BFH\/NV 2003, 320 unter Bezugnahme auf die BFH-Urteile vom 8. Dezember 1993 XI R 18\/93, BFHE 173, 137, BStBl II 1994, 296; vom 20. April 2005 X R 2\/03, BFHE 210, 29, BStBl II 2005, 694).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Danach geh&ouml;ren zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen (&sect; 4 Abs. 1, &sect; 5 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;) Wirtschaftsg&uuml;ter, die ausschlie&szlig;lich und unmittelbar f&uuml;r eigenbetriebliche Zwecke des Steuerpflichtigen genutzt werden (vgl. BFH-Urteile in BFHE 173, 137, BStBl II 1994, 296; vom 20. September 1995 X R 46\/94, BFH\/NV 1996, 393). Das kann &#8211;unabh&auml;ngig von ihrem Umfang&#8211; auch auf die Beteiligung an einer GmbH zutreffen (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 22. Januar 1981 IV R 107\/77, BFHE 133, 168, BStBl II 1981, 564, und vom 23. Januar 1992 XI R 36\/88, BFHE 167, 491, BStBl II 1992, 721). Nicht ausreichend ist zwar grunds&auml;tzlich die Unterhaltung von Gesch&auml;ftsbeziehungen, wie sie &uuml;blicherweise auch mit anderen Unternehmen bestehen (vgl. BFH-Urteile vom 31. Januar 1991 IV R 2\/90, BFHE 164, 309, BStBl II 1991, 786; in BFHE 167, 491, BStBl II 1992, 721). Unmittelbar f&uuml;r eigenbetriebliche Zwecke wird eine solche Beteiligung aber dann genutzt, wenn sie dazu bestimmt ist, die gewerbliche Bet&auml;tigung des Steuerpflichtigen entscheidend zu f&ouml;rdern, oder wenn sie dazu dient, den Absatz von Produkten des Steuerpflichtigen zu gew&auml;hrleisten (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteile vom 9. September 1986 VIII R 159\/85, BFHE 148, 246, BStBl II 1987, 257; vom 3. Oktober 1989 VIII R 328\/84, BFH\/NV 1990, 361; in BFHE 173, 137, BStBl II 1994, 296; in BFH\/NV 1996, 393; vom 15. Oktober 2003 XI R 39\/01, BFH\/NV 2004, 622; in BFHE 210, 29, BStBl II 2005, 694).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diesen Zweck erf&uuml;llt ein Freiberufler mit dem Erwerb der Beteiligung an einer Gesellschaft, mit der er eine auf die Vergabe von Auftr&auml;gen gerichtete Gesch&auml;ftsbeziehung hat oder schaffen will und deren Gesch&auml;ftsgegenstand der freiberuflichen T&auml;tigkeit nicht wesensfremd ist (BFH-Urteil vom 14. Januar 1982 IV R 168\/78, BFHE 135, 188, BStBl II 1982, 345, betreffend die Beteiligung eines Architekten an einer Bautr&auml;ger-Gesellschaft; Urteil vom 23. November 1978 IV R 146\/75, BFHE 126, 298, BStBl II 1979, 109, betreffend Beteiligung eines Baustatikers an einer Wohnungsbaugesellschaft). Danach ist die erworbene Beteiligung dem notwendigen Betriebsverm&ouml;gen zuzurechnen, wenn sie ohne die Aussicht auf neue Auftr&auml;ge nicht erworben worden w&auml;re und damit nach Abw&auml;gung der nach au&szlig;en erkennbaren Motive kein eigenes wirtschaftliches Gewicht hat (BFH-Urteil vom 31. Mai 2001 IV R 49\/00, BFHE 195, 386, BStBl II 2001, 828).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Der Vortrag des Kl&auml;gers l&auml;sst keine erheblichen besonderen Umst&auml;nde seiner Beteiligung an der Kapitalgesellschaft erkennen, die in der bisherigen Rechtsprechung f&uuml;r die Frage der Zuordnung zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen noch nicht ber&uuml;cksichtigt worden sind. Insbesondere hat die Rechtsprechung den von den Kl&auml;gern hervorgehobenen Gesichtspunkt, dass der Freiberufler einerseits und die Gesellschaft andererseits Eink&uuml;nfte aus jeweils unterschiedlichen Einkunftsarten erzielen, ber&uuml;cksichtigt (vgl. BFH-Entscheidung in BFHE 135, 188, BStBl II 1982, 345). Im &Uuml;brigen rechtfertigt der Umstand allein, dass &uuml;ber einen genau vergleichbaren Sachverhalt bislang vom BFH noch nicht entschieden worden ist, noch keine Zulassung der Revision nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO (BFH-Beschl&uuml;sse vom 20. April 2000 V B 156\/99, BFH\/NV 2000, 1347, 1348; vom 22. November 2007 XI B 15\/07, BFH\/NV 2008, 239).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im &Uuml;brigen betrifft die Frage, ob im Einzelfall die erworbene Beteiligung als der freiberuflichen T&auml;tigkeit nicht wesensfremd und damit ihr dienendes Betriebsverm&ouml;gen anzusehen ist &#8211;wie im streitigen Verfahren durch die Vorinstanz bejaht&#8211;, allein die tats&auml;chliche W&uuml;rdigung durch das Finanzgericht (FG). Diese W&uuml;rdigung geh&ouml;rt zu den tats&auml;chlichen und f&uuml;r den BFH bindenden Feststellungen i.S. des &sect; 118 Abs. 2 FGO (vgl. BFH-Beschluss vom 31. Januar 2003 IX B 174\/02, BFH\/NV 2003, 649; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 118 Rz 39; Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 118 FGO Rz 64). H&auml;lt der Beschwerdef&uuml;hrer diese W&uuml;rdigung aus materiell-rechtlichen Gr&uuml;nden f&uuml;r rechtswidrig, kann dieser Einwand allein nicht die Zulassung der Revision rechtfertigen, es sei denn, dass eine &#8211;im Streitfall nicht geltend gemachte&#8211; willk&uuml;rliche oder greifbar gesetzwidrige Entscheidung vorliegt (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 5. M&auml;rz 2007 IX B 189\/06, BFH\/NV 2007, 1124; vom 8. Januar 2004 V B 37-39, 57\/03, BFH\/NV 2004, 829; vom 31. Oktober 2007 IX B 34\/07, BFH\/NV 2008, 239; vom 6. November 2007 X B 42\/07, juris; Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 23 f., m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Eine Zulassung der Revision zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO kommt schon deshalb nicht in Betracht, weil das FG die unter 1. der Gr&uuml;nde dieses Beschlusses dargestellte Rechtsprechung des BFH zur Erfassung von Beteiligungen an Kapitalgesellschaften als notwendiges Betriebsverm&ouml;gen zustimmend in Bezug genommen hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im &Uuml;brigen gilt auch insoweit wie f&uuml;r die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO, dass blo&szlig;e Einw&auml;nde gegen die rechtliche und\/oder tats&auml;chliche W&uuml;rdigung durch das FG nicht zu einer Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO f&uuml;hren (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 15. M&auml;rz 2002 V B 33\/01, BFH\/NV 2002, 1040; in BFH\/NV 2008, 239).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 25.3.2008, VIII B 122\/07 Beteiligung an Kapitalgesellschaft als notwendiges Betriebsverm&ouml;gen eines Freiberuflers Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. 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