{"id":18152,"date":"2012-12-10T16:33:56","date_gmt":"2012-12-10T14:33:56","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=18152"},"modified":"2012-12-10T16:33:56","modified_gmt":"2012-12-10T14:33:56","slug":"i-r-11-07-gewinnzurechnung-bei-verschmelzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-11-07-gewinnzurechnung-bei-verschmelzung\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;11\/07 &#8211; Gewinnzurechnung bei Verschmelzung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.2.2008, I R 11\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Gewinnzurechnung bei Verschmelzung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob bei der Verschmelzung zweier Kapitalgesellschaften der von der &uuml;bertragenden Gesellschaft im Verschmelzungsjahr erzielte Gewinn mit einem von der &uuml;bernehmenden Gesellschaft erwirtschafteten Verlust verrechnet werden kann.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH, deren Unternehmensgegenstand im Jahr 1998 (Streitjahr) der Handel mit Blumen und Pflanzen war. Der f&uuml;r die Kl&auml;gerin zum 31. Dezember 1998 aufgestellte Jahresabschluss wies f&uuml;r das Streitjahr einen Jahresfehlbetrag von ca. 100 725 DM aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gegenstand des Unternehmens der X-GmbH war u.a. der Erwerb, die Verwaltung und die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundst&uuml;cken sowie die Planung und schl&uuml;sselfertige Herstellung von Geb&auml;uden. Ihr zum 31. Dezember 1998 aufgestellter Jahresabschluss wies f&uuml;r das Streitjahr einen Jahres&uuml;berschuss von ca. 94 544 DM aus, wobei der Aufwand f&uuml;r Steuern vom Einkommen und Ertrag noch nicht ber&uuml;cksichtigt war.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit notariell beurkundetem Verschmelzungsvertrag vom 1. Juni 1999 wurde die X-GmbH gem&auml;&szlig; &sect; 2 Nr. 1, &sect;&sect; 4 ff. des Umwandlungsgesetzes (UmwG 1995) auf die Kl&auml;gerin verschmolzen. Als Verschmelzungsstichtag i.S. von &sect; 5 Abs. 1 Nr. 6 UmwG 1995 wurde der 31. Dezember 1998 bestimmt. Da sich bei der X-GmbH nach dem 30. Dezember 1998 im Streitjahr kein Gesch&auml;ftsvorfall mehr ereignete, wurde der Verschmelzung die als Teil des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 1998 aufgestellte Bilanz zugrunde gelegt. Die Aufstellung einer gesonderten Verschmelzungsbilanz zum 30. Dezember 1998 unterblieb. Am 17. August 1999 wurde die Verschmelzung in das Handelsregister der Kl&auml;gerin eingetragen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin stellte auf der Grundlage der f&uuml;r sie und die X-GmbH zum 31. Dezember aufgestellten Jahresabschl&uuml;sse einen &quot;konsolidierten Jahresabschluss&quot; zum 31. Dezember 1998 auf. In diesem wurden der in den jeweiligen &quot;Einzelabschl&uuml;ssen&quot; f&uuml;r die X-GmbH ausgewiesene Jahres&uuml;berschuss und der f&uuml;r die Kl&auml;gerin ausgewiesene Jahresfehlbetrag verrechnet. Der &quot;konsolidierte Jahresabschluss&quot; wies einen Jahresfehlbetrag von ca. 6 181 DM aus. Diesen Betrag legte die Kl&auml;gerin in ihren Steuererkl&auml;rungen f&uuml;r das Streitjahr zugrunde. F&uuml;r die X-GmbH gaben weder diese noch die Kl&auml;gerin Steuererkl&auml;rungen f&uuml;r das Streitjahr ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) verweigerte eine Verrechnung des von der X-GmbH bis zum 30. Dezember 1998 erzielten Gewinns mit dem von der Kl&auml;gerin im Streitjahr erwirtschafteten Verlust. Das FA erlie&szlig; f&uuml;r das Streitjahr einen K&ouml;rperschaftsteuerbescheid, den es an die Kl&auml;gerin &quot;als Gesamtrechtsnachfolgerin&quot; der X-GmbH richtete. F&uuml;r diesen legte es &quot;aus Vereinfachungsgr&uuml;nden&quot; die zum 31. Dezember 1998 aufgestellte Bilanz der X-GmbH als steuerliche Schlussbilanz zum 30. Dezember 1998 zugrunde. Unter Abzug einer Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung von 13 390 DM ermittelte es ein noch die X-GmbH betreffendes zu versteuerndes Einkommen von 81 154 DM und setzte die K&ouml;rperschaftsteuer auf 36 519 DM fest. In gleicher Weise erlie&szlig; das FA f&uuml;r das Streitjahr einen Gewerbesteuermessbescheid, in dem es unter Ber&uuml;cksichtigung einer gewerbesteuerlichen Hinzurechnung von 3 930 DM einen Gewerbeertrag von 85 084 DM ermittelte und den noch die X-GmbH betreffenden Gewerbesteuermessbetrag auf 4 250 DM festsetzte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit einem weiteren, ohne Beif&uuml;gung eines Rechtsnachfolgezusatzes an die Kl&auml;gerin gerichteten Bescheid stellte das FA f&uuml;r diese einen verbleibenden Verlustabzug zur K&ouml;rperschaftsteuer zum 31. Dezember 1998 von 283 532 DM fest. Hierbei legte es den zum 31. Dezember 1997 gesondert festgestellten verbleibenden Verlustabzug von 182 807 DM sowie einen k&ouml;rperschaftsteuerlichen Verlust f&uuml;r das Streitjahr von 100 725 DM zugrunde. Mit einem in gleicher Weise erlassenen Bescheid stellte es den vortragsf&auml;higen Gewerbeverlust der Kl&auml;gerin zum 31. Dezember 1998 mit 281 970 DM fest. Hier legte es den zum 31. Dezember 1997 gesondert festgestellten vortragsf&auml;higen Gewerbeverlust von 183 045 DM sowie einen Gewerbeverlust f&uuml;r das Streitjahr von 98 925 DM zugrunde. Die letztgenannten Bescheide wurden von der Kl&auml;gerin nicht angefochten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit ihrer als Gesamtrechtsnachfolgerin der X-GmbH erhobenen Klage wandte sich die Kl&auml;gerin gegen die in dieser Eigenschaft an sie gerichteten Bescheide. Sie machte geltend, die X-GmbH habe f&uuml;r das Streitjahr nicht mehr zur K&ouml;rperschaftsteuer und zur Gewerbesteuer veranlagt werden d&uuml;rfen. Der von der X-GmbH erwirtschaftete Gewinn sei vielmehr mit der Verschmelzung zum 30. Dezember 1998 auf sie &uuml;bergegangen und dort mit dem von ihr erwirtschafteten Verlust zu saldieren. Das saldierte Ergebnis sei ihrer Veranlagung zum 31. Dezember 1998 zugrunde zu legen. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage ab (FG Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil vom 23. November 2006&nbsp;&nbsp;3 K 176\/02, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2007, 1365).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts. Sie beantragt sinngem&auml;&szlig;, das Urteil des FG aufzuheben und den K&ouml;rperschaftsteuerbescheid 1998 sowie den Gewerbesteuermessbescheid 1998 f&uuml;r die X-GmbH ersatzlos aufzuheben, hilfsweise die K&ouml;rperschaftsteuer 1998 und den Gewerbesteuermessbetrag 1998 auf 0 DM festzusetzen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet. Sie war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat die Klage zu Recht als unbegr&uuml;ndet abgewiesen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Das FA hat f&uuml;r das Streitjahr zutreffend eine eigenst&auml;ndige, noch die X-GmbH betreffende Veranlagung zur K&ouml;rperschaftsteuer durchgef&uuml;hrt sowie in ebensolcher Weise einen Gewerbesteuermessbetrag festgesetzt. Es hat hierbei den von der X-GmbH bis zum 30. Dezember 1998 erzielten Gewinn zutreffend in einem noch die X-GmbH betreffenden K&ouml;rperschaftsteuerbescheid sowie einem ebensolchen Gewerbesteuermessbescheid ber&uuml;cksichtigt und diese an die Kl&auml;gerin als deren Rechtsnachfolgerin gerichtet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Es bestehen schon Zweifel, ob der Verschmelzung im Streitfall &uuml;berhaupt die sowohl von den Beteiligten als auch vom FG angenommene steuerliche R&uuml;ckwirkung auf den 30. Dezember 1998 zukam. Gem&auml;&szlig; &sect; 2 Abs. 1 des Umwandlungssteuergesetzes (UmwStG 1995) ist steuerlicher &Uuml;bertragungsstichtag der Stichtag der Bilanz, die dem Verm&ouml;gens&uuml;bergang zugrunde liegt. Auch wenn vorliegend im Verschmelzungsvertrag als Verschmelzungsstichtag i.S. des &sect; 5 Abs. 1 Nr. 6 UmwG 1995 der 31. Dezember 1998 festgelegt war, wurde doch auf den Schluss des vorangehenden Tages, dem 30. Dezember 1998, keine gesonderte Schlussbilanz der X-GmbH i.S. des &sect; 17 Abs. 2 UmwG 1995 aufgestellt. Vielmehr wurde der Handelsregisteranmeldung die als Teil des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 1998 aufgestellte Bilanz beigef&uuml;gt. Im Ergebnis kann die Frage der steuerlichen R&uuml;ckwirkung jedoch offenbleiben. Auch wenn die Verschmelzung tats&auml;chlich auf den 30. Dezember 1998 zur&uuml;ckgewirkt haben sollte, war der von der X-GmbH bis zum 30. Dezember 1998 erzielte Gewinn in der o.g. Weise zu besteuern.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die Verschmelzung einer Kapitalgesellschaft auf eine andere Kapitalgesellschaft hat gem&auml;&szlig; &sect; 20 Abs. 1 Nr. 1 UmwG 1995 zur Folge, dass das Verm&ouml;gen der &uuml;bertragenden Gesellschaft mit Eintragung der Verschmelzung in das Handelsregister der &uuml;bernehmenden Gesellschaft im Wege der Gesamtrechtsnachfolge (vgl. Vossius in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, &sect; 20 UmwG Rz 26) auf diese &uuml;bergeht. Zugleich erlischt die &uuml;bertragende Gesellschaft (&sect; 20 Abs. 1 Nr. 2 UmwG 1995). F&uuml;r Zwecke der K&ouml;rperschaft- sowie der Gewerbesteuer gilt das Verm&ouml;gen der &uuml;bertragenden Gesellschaft nach Ma&szlig;gabe von &sect; 2 Abs. 1 UmwStG 1995 allerdings bereits mit Ablauf des steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtags als auf die &uuml;bernehmende Gesellschaft &uuml;bergegangen. Hierdurch endet die Steuerpflicht der &uuml;bertragenden Gesellschaft (vgl. Senatsurteil vom 29. Januar 2003 I R 38\/01, BFH\/NV 2004, 305; Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 25. M&auml;rz 1998, BStBl I 1998, 268 Tz. 02.06). Die nach diesem Zeitpunkt von ihr verwirklichten Vorg&auml;nge sind steuerlich der &uuml;bernehmenden Gesellschaft zuzurechnen (Senatsurteil in BFH\/NV 2004, 305; BMF-Schreiben in BStBl I 1998, 268 Tz. 02.07).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Allerdings f&uuml;hrt dies nicht dazu, dass die &uuml;bertragende Gesellschaft gleichsam r&uuml;ckwirkend als nicht mehr existent gilt. Die bis zum Ablauf des steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtags verwirklichten Besteuerungsgrundlagen sind vielmehr weiterhin ihr zuzurechnen. Sie sind daher in Bescheiden umzusetzen, die inhaltlich noch die &uuml;bertragende Gesellschaft betreffen (Senatsurteil in BFH\/NV 2004, 305). Es bleibt insoweit dabei, dass die &uuml;bertragende und die &uuml;bernehmende Gesellschaft bis zum Ablauf des steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtags zwei selbst&auml;ndige Rechtstr&auml;ger darstellen und als solche getrennt zu veranlagen sind (vgl. FG M&uuml;nchen, Beschluss vom 25. M&auml;rz 1999&nbsp;&nbsp;7 V 776\/99, juris). Die Bescheide sind allerdings an die &uuml;bernehmende Gesellschaft als deren Rechtsnachfolgerin zu richten (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 21. Oktober 1985 GrS 4\/84, BFHE 145, 110, BStBl II 1986, 230; Senatsurteil in BFH\/NV 2004, 305; Buciek in Beermann\/ Gosch, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 45 AO Rz 36 &quot;Verfahrensrecht&quot;, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Danach hat eine Verschmelzung keine Auswirkungen auf den Gewinn, den die &uuml;bertragende Gesellschaft im Verschmelzungsjahr bis zum steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag erzielt. Insbesondere wird jener Gewinn infolge der Verschmelzung nicht etwa zu einem Gewinn der &uuml;bernehmenden Gesellschaft, der mit einem von dieser erwirtschafteten Verlust verrechnet werden k&ouml;nnte. Das gilt auch dann, wenn &#8211;wie m&ouml;glicherweise im Streitfall&#8211; der steuerliche &Uuml;bertragungsstichtag vor dem Ende des regul&auml;ren Wirtschaftsjahres der &uuml;bertragenden Gesellschaft liegt. Dies ist trotz ihres Objektsteuercharakters auch bei der Gewerbesteuer nicht anders, da der Gewerbebetrieb bei einem durch eine Verschmelzung bedingten Unternehmerwechsel (vgl. hierzu G&uuml;roff in Glanegger\/G&uuml;roff, GewStG, 6. Aufl., &sect; 2 Rz 225) zun&auml;chst nach &sect; 2 Abs. 5 Satz 1 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG 1991) als eingestellt gilt, ehe er bei der im Streitfall vorgenommenen Verschmelzung durch Aufnahme Teil des bestehenden Gewerbebetriebs der &uuml;bernehmenden Gesellschaft wird.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Dementsprechend ist f&uuml;r die Zeit bis zum Ablauf des steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtags eine letzte die &uuml;bertragende Gesellschaft betreffende Gewinnermittlung durchzuf&uuml;hren. Das ausgehend von dem Gewinn zu bestimmende zu versteuernde Einkommen bzw. der Gewerbeertrag sind im Rahmen einer letzten Veranlagung zur K&ouml;rperschaftsteuer bzw. einer letzten Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags zu ber&uuml;cksichtigen (so im Ergebnis schon Senatsurteil vom 17. Juli 1991 I R 74-75\/90, BFHE 165, 82, BStBl II 1991, 899 zum UmwStG 1977; ebenso FG M&uuml;nchen, Beschluss vom 25. M&auml;rz 1999&nbsp;&nbsp;7 V 776\/99, juris; Orth, Finanz-Rundschau 2005, 963, 967). Auch f&uuml;r den Fall, dass der steuerliche &Uuml;bertragungsstichtag nicht mit dem Ende des regul&auml;ren Wirtschaftsjahres der &uuml;bertragenden Gesellschaft &uuml;bereinstimmt, gilt nichts anderes. Es entsteht dann lediglich als letztes Wirtschaftsjahr der &uuml;bertragenden Gesellschaft (vgl. &sect; 11 Abs. 1 Satz 1 UmwStG 1995) ein Rumpfwirtschaftsjahr, und zwar ohne dass es eines Einvernehmens des FA nach &sect; 7 Abs. 4 Satz 3 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG 1996) bed&uuml;rfte (vgl. Senatsurteil vom 21. Dezember 2005 I R 66\/05, BFHE 213, 1, BStBl II 2006, 469, m.w.N.). Nach &sect; 7 Abs. 3 Satz 3 KStG 1996 entsteht ebenfalls ein abgek&uuml;rzter Einkommensermittlungs- bzw. Steuerbemessungszeitraum. Ob sich au&szlig;erdem der Veranlagungszeitraum i.S. des &sect; 25 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG 1997) i.V.m. &sect; 49 Abs. 1 KStG 1996 (inzwischen &sect; 31 Abs. 1 Satz 1 KStG 2002) verk&uuml;rzt (so wohl Bl&uuml;mich\/Danelsing, &sect; 21 KStG Rz 14; vgl. auch Senatsurteil vom 28. M&auml;rz 1973 I R 100\/71, BFHE 109, 123, BStBl II 1973, 544 f&uuml;r den Erbfall bei nat&uuml;rlichen Personen) oder ob es nach dem Wegfall von &sect; 25 Abs. 2 EStG 1997 durch das Jahressteuergesetz 1996 (JStG 1996) vom 11. Oktober 1995 (BGBl I 1995, 1250, BStBl I 1995, 438) insoweit stets beim Kalenderjahr bleibt (so etwa Kroschel in Ernst &#038; Young, KStG, &sect; 31 Rz 21; Pung in D&ouml;tsch\/Jost\/Pung\/ Witt, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect; 7 KStG nF Rz 16; Bl&uuml;mich\/ Heuermann, &sect; 25 EStG Rz 59), kann dahinstehen, da die Veranlagung im Streitfall ohnehin erst nach Ablauf des Kalenderjahres vorgenommen wurde. F&uuml;r Zwecke der Gewerbesteuer entsteht ein abgek&uuml;rzter Erhebungszeitraum nach &sect; 14 Abs. 2 Satz 3 GewStG 1991 (vgl. Senatsurteil in BFHE 213, 1, BStBl II 2006, 469).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Ein anderes Ergebnis folgt nicht aus den Vorschriften, die f&uuml;r den Fall der Verschmelzung zweier Kapitalgesellschaften den Eintritt der &uuml;bernehmenden in die steuerliche Rechtsstellung der &uuml;bertragenden Gesellschaft vorsehen (z.B. &sect; 12 Abs. 3 Satz 1 UmwStG 1995). Denn aus jenen Vorschriften l&auml;sst sich nicht ableiten, dass ein von der &uuml;bertragenden Gesellschaft im Verschmelzungsjahr erzielter Gewinn auf die &uuml;bernehmende Gesellschaft &uuml;bergeht und dort als deren eigener Gewinn besteuert wird. Vielmehr gehen erst die Steueranspr&uuml;che, die aus dem noch der &uuml;bertragenden Gesellschaft zuzuordnenden Gewinn herr&uuml;hren, gem&auml;&szlig; &sect; 45 Abs. 1 Satz 1 der Abgabenordnung auf die &uuml;bernehmende Gesellschaft &uuml;ber.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                e) Das von der Kl&auml;gerin angef&uuml;hrte Senatsurteil vom 31. Mai 2005 I R 68\/03 (BFHE 209, 535, BStBl II 2006, 380) steht dieser Beurteilung nicht entgegen. Nach dieser Entscheidung gehen von der &uuml;bertragenden Gesellschaft im Verschmelzungsjahr erwirtschaftete laufende Verluste nicht erst als Teil des verbleibenden Verlustabzugs i.S. des &sect; 10d EStG 1997 und damit mittels der Regelung des &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 auf die &uuml;bernehmende Gesellschaft &uuml;ber. Vielmehr gehen sie unmittelbar in die Summe der Eink&uuml;nfte der &uuml;bernehmenden Gesellschaft ein und sind dort ausgleichsf&auml;hig (dies ausdr&uuml;cklich ausschlie&szlig;end inzwischen &sect; 12 Abs. 3, 2. Halbsatz i.V.m. &sect; 4 Abs. 2 Satz 2 UmwStG 2002 i.d.F. des Gesetzes &uuml;ber steuerliche Begleitma&szlig;nahmen zur Einf&uuml;hrung der Europ&auml;ischen Gesellschaft und zur &Auml;nderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften &#8211;SEStEG&#8211; vom 7. Dezember 2006, BGBl I 2006, 2782, BStBl I 2007, 4). Daraus ergibt sich aber nicht, dass allgemein die laufenden Eink&uuml;nfte, also sowohl Verluste als auch Gewinne der &uuml;bertragenden Gesellschaft, unmittelbar in die Summe der Eink&uuml;nfte der &uuml;bernehmenden Gesellschaft eingehen. Vielmehr hat der Senat den unmittelbaren &Uuml;bergang der laufenden Verluste mit einem sonst auftretenden Widerspruch zum &Uuml;bergang eines Verlustvortrags nach &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 begr&uuml;ndet und folgerichtig auch von dessen Voraussetzungen abh&auml;ngig gemacht (vgl. Senatsurteil in BFHE 209, 535, BStBl II 2006, 380, unter C.2.b). F&uuml;r einen im Verschmelzungsjahr erzielten laufenden Gewinn der &uuml;bertragenden Gesellschaft, um den es im Streitfall allein geht, l&auml;sst sich aus der Entscheidung nichts herleiten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                f) Nach diesen Grunds&auml;tzen ist, selbst wenn der Verschmelzung gem&auml;&szlig; &sect; 2 Abs. 1 UmwStG 1995 steuerliche R&uuml;ckwirkung auf den 30. Dezember 1998 zukam, der durch die X-GmbH bis zu diesem Zeitpunkt erzielte Gewinn im Zuge der Verschmelzung nicht zu einem der Kl&auml;gerin zuzurechnenden Gewinn geworden. Er konnte daher nicht mit dem von dieser im laufenden Wirtschaftsjahr erwirtschafteten Verlust ausgeglichen werden. Vielmehr war der Gewinn weiterhin als ein solcher der X-GmbH anzusehen. Auf dieser Grundlage waren die die X-GmbH betreffende K&ouml;rperschaftsteuer und der Gewerbesteuermessbetrag gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin als deren Rechtsnachfolgerin festzusetzen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die von der Kl&auml;gerin angefochtenen Bescheide sind auch der H&ouml;he nach nicht zu beanstanden. Insbesondere konnte das FA den im Jahresabschluss zum 31. Dezember 1998 ausgewiesenen Jahres&uuml;berschuss zugrunde legen, da sich im Streitjahr nach dem 30. Dezember 1998 keine weiteren Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle ereignet haben. Es ist davon auszugehen, dass das FA auf dieser Grundlage das die X-GmbH betreffende zu versteuernde Einkommen sowie den sie betreffenden Gewerbeertrag zutreffend ermittelt hat. Anhaltspunkte, die etwas anderes nahe legen k&ouml;nnten, sind nicht ersichtlich und wurden von den Beteiligten auch nicht vorgebracht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.2.2008, I R 11\/07 Gewinnzurechnung bei Verschmelzung Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob bei der Verschmelzung zweier Kapitalgesellschaften der von der &uuml;bertragenden Gesellschaft im Verschmelzungsjahr erzielte Gewinn mit einem von der &uuml;bernehmenden Gesellschaft erwirtschafteten Verlust verrechnet werden kann. 2&nbsp; Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH, deren Unternehmensgegenstand &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-11-07-gewinnzurechnung-bei-verschmelzung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;11\/07 &#8211; Gewinnzurechnung bei Verschmelzung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-18152","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18152","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18152"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18152\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18152"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18152"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18152"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}