{"id":18158,"date":"2012-12-11T05:49:13","date_gmt":"2012-12-11T03:49:13","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=18157"},"modified":"2012-12-11T05:49:13","modified_gmt":"2012-12-11T03:49:13","slug":"i-r-43-07-bindung-an-tatrichterliche-feststellungen-hinweispflicht-auf-unsubstantiierten-vortrag-ursaechlichkeit-einer-gehoersverletzung-fuer-die-getroffene-entscheidung-wirtschaftliche-eingliederung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-43-07-bindung-an-tatrichterliche-feststellungen-hinweispflicht-auf-unsubstantiierten-vortrag-ursaechlichkeit-einer-gehoersverletzung-fuer-die-getroffene-entscheidung-wirtschaftliche-eingliederung\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;43\/07 &#8211; Bindung an tatrichterliche Feststellungen &#8211; Hinweispflicht auf unsubstantiierten Vortrag &#8211; Urs&auml;chlichkeit einer Geh&ouml;rsverletzung f&uuml;r die getroffene Entscheidung &#8211; Wirtschaftliche Eingliederung einer Organgesellschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.4.2008, I R 43\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Bindung an tatrichterliche Feststellungen &#8211; Hinweispflicht auf unsubstantiierten Vortrag &#8211; Urs&auml;chlichkeit einer Geh&ouml;rsverletzung f&uuml;r die getroffene Entscheidung &#8211; Wirtschaftliche Eingliederung einer Organgesellschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Streitpunkte sind, ob im Streitjahr 1996 eine gewerbesteuerliche Organschaft zwischen der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) und der A-OHG bestanden hat und ob bestimmte Pacht- und Mietzinsen dem Gewerbeertrag der Kl&auml;gerin hinzuzurechnen sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                A betrieb ein Einzelunternehmen mit den Gesch&auml;ftsgegenst&auml;nden Erschlie&szlig;ung und Ver&auml;u&szlig;erung von Grundst&uuml;cken sowie verschiedene Tiefbauarbeiten f&uuml;r &ouml;ffentliche und private Auftraggeber. Wenige Tage vor seinem Tod gr&uuml;ndete A am 8. August 1994 zusammen mit X und Y die Kl&auml;gerin, eine GmbH mit einem Stammkapital von 200 000 DM. A &uuml;bernahm eine Stammeinlage von 160 000 DM; X und Y waren mit Stammeinlagen von jeweils 20 000 DM beteiligt. Unternehmensgegenstand der Kl&auml;gerin war die &Uuml;bernahme und Durchf&uuml;hrung von Erschlie&szlig;ungsarbeiten, insbesondere Stra&szlig;en-, Tief- und Wasserbau, Landeskulturbau, Spezialtiefbau und Abbr&uuml;chen sowie der Betrieb von Kiesgruben und Containerdiensten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Aufgrund testamentarischer Teilungsanordnung &uuml;bernahmen X und Y zu gleichen Teilen die Rechtsnachfolge des A in dem Einzelunternehmen. Sie bildeten fortan die A-OHG, die den Unternehmensgegenstand des Einzelunternehmens beibehielt. An der Kl&auml;gerin waren X und Y ab Dezember 1994 mit Stammeinlagen von jeweils 99 000 DM beteiligt. Ab Ende 1994 nahm au&szlig;erdem die bis dahin inaktive S-GmbH ihre T&auml;tigkeit auf, an deren 50 000 DM betragendem Stammkapital X und Y mit jeweils 24 500 DM beteiligt waren. Unternehmensgegenstand der S-GmbH waren u.a. Ingenieurleistungen, Bautr&auml;gert&auml;tigkeit, Leistungen im Bereich des Umweltschutzes, Handel mit Baumaterialien und Tiefbauarbeiten aller Art.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ab Januar 1995 verpachtete bzw. vermietete die A-OHG der Kl&auml;gerin in zwei schriftlichen Vertr&auml;gen ihr Betriebsgrundst&uuml;ck mit aufstehenden Geb&auml;uden, ihr Lagergrundst&uuml;ck und bestimmte Gegenst&auml;nde des Anlageverm&ouml;gens. In beiden Vertr&auml;gen wurde au&szlig;erdem folgendes vereinbart:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        &quot;Der Betrieb des Tiefbauunternehmens wird f&uuml;r die Dauer der Miet- und Pachtvertr&auml;ge auf die GmbH (Kl&auml;gerin) &uuml;bertragen. Die Nutzung des Firmenwertes ist durch die vereinbarten Mieten und Pachten abgegolten.&quot;          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Au&szlig;erdem &uuml;bernahm die Kl&auml;gerin ab Januar 1995 aufgrund eines &quot;Dienstvertrages&quot; mit der S-GmbH alle &quot;Aufgaben, die mit der technischen und kaufm&auml;nnischen Verwaltung der allgemeinen Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit&quot; der S-GmbH verbunden waren.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Anhang zum Jahresabschluss der A-OHG zum 31. Dezember des Streitjahres ist Folgendes ausgef&uuml;hrt:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        &quot;Die Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit (der Kl&auml;gerin) wurde am 1. Januar 1995 aufgenommen. Zu diesem Zweck wurden die dem Bauunternehmen dienenden unbeweglichen und beweglichen Sachanlagen an die GmbH (Kl&auml;gerin) verpachtet. Die GmbH ist als P&auml;chterin verpflichtet, den &uuml;bernommenen Betrieb aufrechtzuerhalten und ordnungsgem&auml;&szlig; fortzuf&uuml;hren. Sie ist in s&auml;mtliche Vertr&auml;ge der OHG (A-OHG), die sich auf den Betrieb beziehen, eingetreten. Die GmbH ist wirtschaftlich, finanziell und organisatorisch in die OHG eingegliedert. Es ist somit ein Organschaftsverh&auml;ltnis gegeben. Die Voraussetzungen einer Betriebsaufspaltung sind erf&uuml;llt. Demgem&auml;&szlig; sind die Anteile der Herren (X und Y) als notwendiges Betriebsverm&ouml;gen der OHG zu bilanzieren.&quot;          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte den Gewerbesteuermessbetrag der Kl&auml;gerin f&uuml;r das Streitjahr auf zuletzt &#8230; DM fest. Dabei rechnete er dem Gewerbeertrag unter Berufung auf &sect; 8 Nr. 7 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG 1991) die h&auml;lftigen Miet- und Pachtzahlungen an die A-OHG f&uuml;r die nicht in Grundbesitz bestehenden Wirtschaftsg&uuml;ter im Betrag von &#8230; DM hinzu. Ein Organschaftsverh&auml;ltnis zur A-OHG erkannte er wegen fehlender wirtschaftlicher Eingliederung der Kl&auml;gerin in das Unternehmen der A-OHG nicht an.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die dagegen gerichtete Klage hat das Schleswig-Holsteinische Finanzgericht (FG) als unbegr&uuml;ndet abgewiesen. Sein Urteil vom 26. April 2007&nbsp;&nbsp;1 K 143\/03 ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2007, 1549 abgedruckt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gegen das FG-Urteil richtet sich die Revision, mit der die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts und ihres Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r geltend macht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und den angefochtenen Bescheid dahin abzu&auml;ndern, dass der einheitliche Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r das Streitjahr auf 1 821 DM festgesetzt wird.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und deshalb gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Die Vorinstanz hat das Bestehen eines Organschaftsverh&auml;ltnisses zwischen der Kl&auml;gerin als Organgesellschaft und der A-OHG als Organtr&auml;gerin gem&auml;&szlig; &sect; 2 Abs. 2 Satz 2 GewStG 1991 i.V.m. &sect; 14 Nr. 1 und Nr. 2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG 1991) ohne revisionsrechtlich beachtliche Fehler wegen fehlender wirtschaftlicher Eingliederung der Kl&auml;gerin in das Unternehmen der A-OHG verneint. Auch die Hinzurechnung der h&auml;lftigen Miet- und Pachtzahlungen an die A-OHG gem&auml;&szlig; &sect; 8 Nr. 7 GewStG 1991 h&auml;lt der revisionsrechtlichen Pr&uuml;fung stand.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Nach der Rechtsprechung des Senats setzt die wirtschaftliche Eingliederung einer Organgesellschaft gem&auml;&szlig; &sect; 2 Abs. 2 Satz 2 GewStG 1991 i.V.m. &sect; 14 Nr. 2 KStG 1991 voraus, dass das herrschende Unternehmen (Organtr&auml;ger) eigene gewerbliche Zwecke verfolgt, denen sich das beherrschte Unternehmen im Sinne einer Zweckabh&auml;ngigkeit unterordnen kann (Senatsurteile vom 26. April 1989 I R 152\/84, BFHE 157, 127, BStBl II 1989, 668; vom 13. September 1989 I R 110\/88, BFHE 158, 346, BStBl II 1990, 24; vom 17. September 2003 I R 98\/01, BFH\/NV 2004, 808, m.w.N.). Dies ist regelm&auml;&szlig;ig dann der Fall, wenn das beherrschende Unternehmen eine eigene gewerbliche T&auml;tigkeit entfaltet, die durch den Betrieb der Organgesellschaft gef&ouml;rdert wird und die im Rahmen des Organkreises nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Ob diese Voraussetzungen erf&uuml;llt sind, muss nach dem Gesamtbild der tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse beurteilt werden (vgl. Senatsurteil vom 18. April 1973 I R 120\/70, BFHE 110, 17, BStBl II 1973, 740). Hieran fehlt es, wenn sich das Besitzunternehmen im Rahmen einer Betriebsaufspaltung darauf beschr&auml;nkt, wesentliche Wirtschaftsg&uuml;ter dem Betriebsunternehmen zu verpachten (Bundesfinanzhof &#8211;BFH&#8211;, Urteil vom 21. Januar 1988 IV R 100\/85, BFHE 152, 352, BStBl II 1988, 456; Senatsurteil in BFHE 158, 346, BStBl II 1990, 24, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die eigene gewerbliche T&auml;tigkeit der Organtr&auml;ger-Gesellschaft kann auch darin bestehen, dass sie als sog. gesch&auml;ftsleitende Holding die einheitliche Leitung &uuml;ber mehrere Organgesellschaften aus&uuml;bt und diese damit zu einer wirtschaftlichen Einheit, die neben die einzelnen Unternehmen tritt, zusammenfasst (Senatsurteile vom 17. Dezember 1969 I 252\/64, BFHE 98, 152, BStBl II 1970, 257; vom 31. Januar 1973 I R 166\/71, BFHE 108, 348, BStBl II 1973, 420; Senatsbeschluss vom 27. M&auml;rz 1985 I S 5\/84, BFH\/NV 1986, 118). Dabei ist jedoch zu ber&uuml;cksichtigen, dass der Obergesellschaft die Qualifikation einer gesch&auml;ftsleitenden Holding nicht schon dann zukommt, wenn die Konzernleitung mittels Personalunion in der Gesch&auml;ftsleitung durch einen die verschiedenen Konzerngesellschaften beherrschenden Gesellschafter wahrgenommen wird. Vielmehr muss anhand &auml;u&szlig;erer Merkmale erkennbar sein, dass die Konzernleitung durch die Obergesellschaft selbst ausge&uuml;bt wird. Die Konzernleitung durch eine Obergesellschaft ist ferner von dem Sachverhalt zu unterscheiden, dass die Konzernleitung durch den Gesellschafter der Obergesellschaft ausge&uuml;bt wird und dieser dadurch ein eigenes gewerbliches Unternehmen betreibt, in das die Organgesellschaften (ggf. auch die Obergesellschaft) finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch eingegliedert sind. Ebenso wie die Qualifikation der Obergesellschaft als Organtr&auml;gerin setzt auch die Organtr&auml;gerstellung des Gesellschafters voraus, dass dieser nicht lediglich stillschweigend seine Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungsfunktionen in den einzelnen Unternehmen koordiniert, sondern die einheitliche Konzernleitung nach au&szlig;en erkennbar aus&uuml;bt (vgl. Senatsurteile vom 14. Oktober 1987 I R 26\/84, BFH\/NV 1989, 192; in BFH\/NV 2004, 808, jeweils m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Von diesen Rechtsgrunds&auml;tzen, die von der Revision nicht infrage gestellt werden, ist auch das FG ausgegangen. Es ist in einer Gesamtw&uuml;rdigung der Umst&auml;nde des Streitfalls zu der &Uuml;berzeugung gelangt, dass es im Streitjahr an einer nennenswerten eigenen gewerblichen T&auml;tigkeit der A-OHG, die durch den Betrieb der Kl&auml;gerin gef&ouml;rdert wurde, gefehlt hat. Der Senat ist gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO an diese tatrichterliche Sachverhaltsw&uuml;rdigung, die nicht gegen Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungss&auml;tze verst&ouml;&szlig;t, gebunden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Nach den tatrichterlichen Feststellungen hat die A-OHG, nachdem sie der Kl&auml;gerin im Rahmen der Betriebsaufspaltung ab Januar 1995 die Betriebsgrundst&uuml;cke und die wesentlichen Teile des beweglichen Anlageverm&ouml;gens zur Nutzung &uuml;berlassen hatte und auch s&auml;mtliche Arbeitsverh&auml;ltnisse von der Kl&auml;gerin &uuml;bernommen wurden, keine eigene Baut&auml;tigkeit mehr entfaltet. Soweit die A-OHG im Streitjahr au&szlig;er den Miet- und Pachteinnahmen noch Ums&auml;tze im Rahmen von Grundst&uuml;cksgesch&auml;ften erzielt habe, seien diese stark r&uuml;ckl&auml;ufig gewesen. Es sei zudem nichts daf&uuml;r vorgetragen oder sonst erkennbar, dass diese Restums&auml;tze auf T&auml;tigkeiten beruht h&auml;tten, die durch den Betrieb der Kl&auml;gerin gef&ouml;rdert worden seien. Hieraus hat das FG den Schluss gezogen, dass im Hinblick auf die von der A-OHG im Streitjahr noch entfaltete eigene Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit von einer wirtschaftlichen Eingliederung der Kl&auml;gerin nicht ausgegangen werden k&ouml;nne.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diese Feststellungen und Folgerungen des FG sind revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Sie st&uuml;tzen sich auf die zur Akte gereichten Vertr&auml;ge und Jahresabschl&uuml;sse und sind in sich stimmig. Entgegen der Darstellung der Revision beruht das Ergebnis der Vorinstanz nicht allein auf der Annahme, die von der A-OHG im Streitjahr noch erzielten Ums&auml;tze von mehr als &#8230; DM seien im Verh&auml;ltnis zum Gesamtumsatz beider Gesellschaften von ca. &#8230; DM als unerheblich anzusehen. Entscheidend f&uuml;r die Verneinung einer wirtschaftlichen Eingliederung war ausweislich der Entscheidungsgr&uuml;nde des angefochtenen Urteils in diesem Punkt vielmehr der Umstand, dass das FG keinen tats&auml;chlichen Anhalt daf&uuml;r finden konnte, dass diese T&auml;tigkeit der A-OHG durch den Betrieb der Kl&auml;gerin in irgend einer Weise gef&ouml;rdert worden ist. Auf die von der Revision aufgeworfene Frage, ob es eine bestimmte absolute Obergrenze gebe, ab der die vom Organtr&auml;ger entfaltete eigene gewerbliche T&auml;tigkeit nicht mehr als von untergeordneter Bedeutung eingestuft werden k&ouml;nne, kommt es deshalb im Streitfall nicht an.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Formulierung im Jahresabschluss 1996 der A-OHG, die Kl&auml;gerin sei wirtschaftlich, finanziell und organisatorisch in sie eingegliedert und es sei ein Organschaftsverh&auml;ltnis gegeben, hat das FG ohne Rechtsfehler kein ma&szlig;gebliches Gewicht beigemessen. Es handelt sich hierbei lediglich um eine nicht durch konkrete Tatsachen unterlegte Bekundung, die keinen Schluss auf das tats&auml;chliche Vorliegen der Voraussetzungen der Organschaft zul&auml;sst.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Eine gewerbliche T&auml;tigkeit der A-OHG als gesch&auml;ftsleitende Holding hat das FG verneint, weil sich weder dem Gesellschaftsvertrag noch sonstigen zur Akte gereichten Unterlagen ein Hinweis darauf entnehmen lasse, dass die als solche nicht an der Kl&auml;gerin beteiligte A-OHG als Holding fungiert und konzernleitende Funktionen ausge&uuml;bt habe. Allein die Tatsache, dass die Gesellschafter der OHG in ihrer Eigenschaft als Anteilseigner der beiden GmbH diese kontrollieren konnten und ihre GmbH-Anteile in das steuerliche Betriebsverm&ouml;gen der A-OHG eingelegt h&auml;tten, reiche f&uuml;r die Begr&uuml;ndung einer tats&auml;chlich durch die A-OHG ausge&uuml;bten Konzernleitungsfunktion nicht aus. Es sei auch nicht erkennbar, dass die A-OHG selbst eine einheitliche Konzernpolitik entworfen und umgesetzt habe. Der Au&szlig;enauftritt der Gesellschaften unter einem einheitlichen Logo reiche f&uuml;r die Annahme einer koordinierten Konzernleitungsfunktion durch die A-OHG nicht aus. Die Protokolle der Gesellschafterversammlungen der Kl&auml;gerin zeigten lediglich, dass X und Y die ihnen gem&auml;&szlig; der Satzung vorbehaltenen Anteilseignerrechte in den Versammlungen ausge&uuml;bt h&auml;tten; sie bewiesen keine einheitliche Konzernleitung durch die A-OHG selbst.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Auch diese Ausf&uuml;hrungen lassen einen revisionsrechtlich beachtlichen Fehler nicht erkennen. Entgegen der Auffassung der Revision hat das FG die Anforderungen an die Annahme einer Leitungsfunktion im Bereich eines mittelst&auml;ndischen Unternehmensverbundes nicht &uuml;berspannt. Insbesondere steht das Ergebnis des FG nicht in Widerspruch zum Senatsurteil in BFHE 98, 152, BStBl II 1970, 257, wonach die Konzernleitungsmacht in vielf&auml;ltigen Formen vorkommen und au&szlig;er in f&ouml;rmlichen Konzernrichtlinien etwa auch in Weisungen, Besprechungen und Beratungen zum Ausdruck kommen kann, wenn diese schriftlich festgehalten werden. Denn wenn es &#8211;wie nach den Feststellungen des FG hier der Fall&#8211; in den einschl&auml;gigen Unterlagen an jeglichem Hinweis auf die Aus&uuml;bung einer Konzernleitungsmacht durch die A-OHG fehlt, dann kann auch nach den Kriterien des zitierten Senatsurteils nicht auf die Aus&uuml;bung von Leitungsmacht geschlossen werden. Hieran vermag es nichts zu &auml;ndern, dass die im Streitfall zu beurteilende Unternehmensgruppe personalistisch gepr&auml;gt sein mag und in derartigen mittelst&auml;ndischen Unternehmungen erfahrungsgem&auml;&szlig; weniger Wert auf F&ouml;rmlichkeiten gelegt wird als bei gr&ouml;&szlig;eren Konzernen. Denn das FG hat nicht in Zweifel gezogen, dass die drei hier in Rede stehenden Gesellschaften unter einheitlicher Leitung gestanden haben. Es hat lediglich keinen Hinweis darauf zu finden vermocht, dass diese einheitliche Leitung gerade durch die A-OHG &#8211;und nicht etwa durch die an allen Gesellschaften der Gruppe ma&szlig;geblich beteiligten Gesellschafter X und Y&#8211; ausge&uuml;bt wurde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Ohne Erfolg r&uuml;gt die Revision, das FG habe das Verfahrensgrundrecht der Kl&auml;gerin auf rechtliches Geh&ouml;r (&sect; 96 Abs. 2, &sect; 119 Nr. 3 FGO) verletzt, weil es sie entgegen &sect; 76 Abs. 2 FGO nicht sp&auml;testens in der m&uuml;ndlichen Verhandlung auf die in den Entscheidungsgr&uuml;nden mehrmals bem&auml;ngelte fehlende Substanz ihres tats&auml;chlichen Vorbringens hingewiesen habe. Es ist schon nicht zu ersehen, dass im Streitfall eine gesonderte richterliche Hinweispflicht bestanden hat. Ausweislich der Einspruchsentscheidung und der im Klageverfahren gewechselten Schrifts&auml;tze waren beiden Beteiligten die f&uuml;r die rechtliche Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;geblichen Tatsachenfragen von Anfang an bekannt. Das Gericht durfte deshalb davon ausgehen, dass die fachkundig vertretene Kl&auml;gerin bis zur m&uuml;ndlichen Verhandlung schon das ihr M&ouml;gliche getan hatte, um die f&uuml;r ihre Position g&uuml;nstigen Tatsachen vorzutragen und unter Beweis zu stellen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im &Uuml;brigen bleibt die Verfahrensr&uuml;ge auch deshalb ohne Erfolg, weil die Kl&auml;gerin nicht dargelegt hat, was sie bei aus ihrer Sicht ausreichender Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs noch zus&auml;tzlich vorgetragen h&auml;tte und dass bei Ber&uuml;cksichtigung des &uuml;bergangenen Vorbringens eine andere Entscheidung in der Sache m&ouml;glich gewesen w&auml;re. Die unwiderlegliche Vermutung der Urs&auml;chlichkeit einer Geh&ouml;rsverletzung f&uuml;r die getroffene Entscheidung nach &sect; 119 Nr. 3 FGO gilt nur, wenn sich der Geh&ouml;rsversto&szlig; &#8211;wie z.B. bei rechtswidriger Ablehnung eines Vertagungsantrags&#8211; auf das Gesamtergebnis des Verfahrens bezieht (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 3. September 2001 GrS 3\/98, BFHE 196, 39, BStBl II 2001, 802). Sie gilt aber dann nicht, wenn der ger&uuml;gte Versto&szlig; &#8211;wie hier der Fall&#8211; nur einzelne Feststellungen bzw. rechtliche Gesichtspunkte betrifft (BFH-Beschl&uuml;sse vom 8. April 1998 VIII R 32\/95, BFHE 186, 102, BStBl II 1998, 676; vom 30. Mai 2007 VI B 119\/06, BFH\/NV 2007, 1697; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 119 Rz 14, jeweils m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Aus Rechtsgr&uuml;nden ebenfalls nicht zu beanstanden ist die Hinzurechnung der der H&ouml;he nach nicht in Streit stehenden h&auml;lftigen Miet- und Pachtzahlungen von &#8230; DM, die die Kl&auml;gerin im Streitjahr an die A-OHG f&uuml;r die &Uuml;berlassung der nicht in Grundbesitz stehenden Wirtschaftsg&uuml;ter gezahlt hat, zum Gewerbeertrag.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Gem&auml;&szlig; &sect; 8 Nr. 7 Satz 1 GewStG 1991 sind f&uuml;r die Ermittlung der Gewerbesteuer nach dem Gewerbeertrag die H&auml;lfte der geleisteten Miet- und Pachtzinsen f&uuml;r die Benutzung der nicht in Grundbesitz stehenden Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens, die im Eigentum eines anderen stehen, dem Gewinn aus Gewerbebetrieb wieder hinzuzurechnen, soweit sie bei der Gewinnermittlung nach &sect; 7 GewStG 1991 abgesetzt worden sind. Dies gilt nach &sect; 8 Nr. 7 Satz 2 Halbsatz 1 GewStG 1991 allerdings nicht, wenn die Miet- oder Pachtzinsen beim Verp&auml;chter zur Gewerbesteuer nach dem Gewerbeertrag heranzuziehen sind. Hiervon ist im Streitfall auszugehen, weil aufgrund der unstreitig gegebenen Betriebsaufspaltung die Miet- und Pachteinnahmen der A-OHG jedenfalls als gewerbliche Eink&uuml;nfte zu qualifizieren sind (vgl. etwa BFH-Urteil vom 15. Januar 1998 IV R 8\/97, BFHE 185, 500, BStBl II 1998, 478).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Jedoch sieht &sect; 8 Nr. 7 Satz 2 Halbsatz 2 GewStG 1991 eine Gegenausnahme &#8211;d.h. eine Hinzurechnung nach &sect; 8 Nr. 7 Satz 1 GewStG 1991&#8211; f&uuml;r den Fall vor, dass ein Betrieb oder Teilbetrieb vermietet oder verpachtet wird und der Betrag der Miet- oder Pachtzinsen 250 000 DM &uuml;bersteigt. Nach der Rechtsprechung des Senats entspricht der Begriff des (Teil-)Betriebs in dieser Vorschrift dem des &sect; 16 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211; (Senatsurteile vom 12. September 1979 I R 146\/76, BFHE 129, 62, BStBl II 1980, 51; vom 27. August 1997 I R 76\/96, BFH\/NV 1998, 742). Die Verpachtung eines (Teil-)Betriebs i.S. des &sect; 8 Nr. 7 Satz 2 GewStG 1991 setzt somit voraus, dass der Verp&auml;chter die wesentlichen Grundlagen eines als (Teil-)Betrieb allein lebensf&auml;higen wirtschaftlichen Organismus vermietet oder verpachtet hat (s. Senatsurteil in BFH\/NV 1998, 742, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Von diesen Rechtsgrunds&auml;tzen ist auch das FG ausgegangen. Es ist zu der &Uuml;berzeugung gelangt, dass die Voraussetzungen der Gegenausnahme des &sect; 8 Nr. 7 Satz 2 Halbsatz 2 GewStG 1991 im Streitfall vorliegen. Auch an diese Sachverhaltsw&uuml;rdigung ist der Senat gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO gebunden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG hat seine &Uuml;berzeugung, mit der Vermietung bzw. Verpachtung der Betriebsgrundst&uuml;cke und wesentlicher Teile des beweglichen Anlageverm&ouml;gens ab Januar 1995 habe die A-OHG der Kl&auml;gerin den (Teil-)Betrieb &quot;Tiefbauunternehmen&quot; als lebensf&auml;higen wirtschaftlichen Organismus zur Nutzung &uuml;berlassen, auf mehrere Indizien gest&uuml;tzt: Es hat die Formulierung in den beiden &Uuml;berlassungsvertr&auml;gen herangezogen, wonach ausdr&uuml;cklich &quot;der Betrieb des Tiefbauunternehmens&quot; auf die Kl&auml;gerin &uuml;bertragen werden sollte. Entsprechendes ergibt sich aus dem vom FG zitierten Anhang zum Jahresabschluss 1996 der A-OHG, wonach die Kl&auml;gerin die Verpflichtung &uuml;bernommen habe, den &uuml;bernommenen Betrieb aufrechtzuerhalten und ordnungsgem&auml;&szlig; fortzuf&uuml;hren. Des Weiteren hat sich die Vorinstanz f&uuml;r ihr Ergebnis auf Umfang und Beschaffenheit der &uuml;berlassenen Gegenst&auml;nde (Betriebs- und Gesch&auml;ftsgrundst&uuml;ck, Lagergrundst&uuml;ck, wesentliche bewegliche Betriebsgrundlagen) und die ausdr&uuml;ckliche Abgeltung auch des Firmenwerts bezogen. Diesen Umst&auml;nden kann durchaus indizielle Bedeutung f&uuml;r die zu entscheidende Frage beigemessen werden; ihre Bewertung durch das FG verst&ouml;&szlig;t auch nicht gegen Denkgesetze oder Erfahrungss&auml;tze.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Entgegen der R&uuml;ge der Kl&auml;gerin ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz die organisatorische Verselbst&auml;ndigung des &uuml;berlassenen Tiefbaubetriebs aus der Sicht der &uuml;bernehmenden Kl&auml;gerin, und nicht &#8211;wie es grunds&auml;tzlich geboten ist (vgl. BFH-Urteil vom 13. Februar 1996 VIII R 39\/92, BFHE 180, 278, BStBl II 1996, 409 zu &sect; 16 EStG)&#8211; nach den Verh&auml;ltnissen der A-OHG zum Zeitpunkt der Verpachtung beurteilt h&auml;tte. Vielmehr ist das FG zutreffend davon ausgegangen, dass die &Uuml;berlassung eines (Teil-)Betriebs die &Uuml;berlassung der wesentlichen Betriebsgrundlagen &quot;eines Betriebs des Verp&auml;chters&quot; voraussetzt (FG-Urteil S. 13 oben). Dass nach dem Vorbringen der Kl&auml;gerin der Tiefbaubetrieb bei der A-OHG bis zur Verpachtung nicht in einer gesonderten Buchf&uuml;hrung erfasst war, steht einer Beurteilung als selbst&auml;ndiger Teilbetrieb nicht entgegen (BFH-Urteil vom 24. August 1989 IV R 120\/88, BFHE 158, 257, BStBl II 1990, 55; Bl&uuml;mich\/Stuhrmann, EStG, KStG, GewStG, &sect; 16 EStG Rz 125; Rei&szlig; in Kirchhof, EStG, 8. Aufl., &sect; 16 Rz 63).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ohne Erfolg beruft sich die Kl&auml;gerin schlie&szlig;lich auch im Zusammenhang mit der vom FG bejahten &Uuml;berlassung des Tiefbaubetriebs darauf, die A-OHG sei auch nach der &Uuml;bertragung auf die Kl&auml;gerin noch gewerblich aktiv gewesen. Was die vom FG f&uuml;r das Streitjahr noch festgestellten Ums&auml;tze der A-OHG im Bereich der Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte angeht, ist nicht ersichtlich, dass diese T&auml;tigkeit dem Tiefbaubereich zuzuordnen w&auml;re. Soweit die Kl&auml;gerin vorgetragen hatte, auch noch im Tiefbaubereich t&auml;tig gewesen zu sein, hat das FG dieses nicht unter Beweis gestellte Vorbringen vor dem Hintergrund des &Uuml;bergangs s&auml;mtlicher Arbeitsvertr&auml;ge und Sachanlagen auf die Kl&auml;gerin zu Recht als nicht substantiiert beurteilt; es hatte deshalb keinen Anlass, dem weiter nachzugehen. Soweit die Kl&auml;gerin sich insoweit auf eine Verletzung der richterlichen Hinweispflicht beruft, wird auf die Ausf&uuml;hrungen zu II.2.c Bezug genommen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.4.2008, I R 43\/07 Bindung an tatrichterliche Feststellungen &#8211; Hinweispflicht auf unsubstantiierten Vortrag &#8211; Urs&auml;chlichkeit einer Geh&ouml;rsverletzung f&uuml;r die getroffene Entscheidung &#8211; Wirtschaftliche Eingliederung einer Organgesellschaft Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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