{"id":18178,"date":"2012-12-10T16:38:23","date_gmt":"2012-12-10T14:38:23","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=18178"},"modified":"2012-12-10T16:38:23","modified_gmt":"2012-12-10T14:38:23","slug":"x-b-44-07-nichtzulassungsbeschwerde-darlegung-der-grundsaetzlichen-bedeutung-bei-behaupteter-verfassungswidrigkeit-einer-rechtsnorm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-44-07-nichtzulassungsbeschwerde-darlegung-der-grundsaetzlichen-bedeutung-bei-behaupteter-verfassungswidrigkeit-einer-rechtsnorm\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;44\/07 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde: Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung bei behaupteter Verfassungswidrigkeit einer Rechtsnorm"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.2.2008, X B 44\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Nichtzulassungsbeschwerde: Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung bei behaupteter Verfassungswidrigkeit einer Rechtsnorm<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) hat keinen Erfolg. Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig, weil ihre Begr&uuml;ndung nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) entspricht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Wird geltend gemacht, die Rechtssache habe grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO), dann ist ausf&uuml;hrlich darzulegen, aus welchen Gr&uuml;nden eine im Streitfall entscheidungserhebliche Rechtsfrage im allgemeinen Interesse der Kl&auml;rung bedarf. Hierbei ist darauf einzugehen, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Rechtsfrage zweifelhaft und strittig ist. Hat der Bundesfinanzhof (BFH) bereits fr&uuml;her &uuml;ber die Rechtsfrage entschieden, muss der Beschwerdef&uuml;hrer begr&uuml;nden, weshalb er gleichwohl eine erneute Entscheidung des BFH zu dieser Frage im Interesse der Allgemeinheit f&uuml;r erforderlich h&auml;lt. Insbesondere muss er dartun, welche neuen und gewichtigen, vom BFH noch nicht gepr&uuml;ften Argumente in der Rechtsprechung der Finanzgerichte und\/oder der Literatur gegen die Rechtsauffassung des BFH vorgebracht worden sind (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 116 Rz 31 ff., m.w.N. aus der Rechtsprechung). Wird die Verfassungswidrigkeit einer Norm geltend gemacht, so ist zur substantiierten Darlegung eine an den Vorgaben des Grundgesetzes sowie der dazu ergangenen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) orientierte Auseinandersetzung erforderlich (BFH-Beschl&uuml;sse vom 31. Januar 2005 III B 59\/04, BFH\/NV 2005, 1081, und vom 4. Februar 2003 VIII B 182\/02, BFH\/NV 2003, 1059, m.w.N). In der Beschwerdeschrift ist zu erl&auml;utern, gegen welche Verfassungsnormen die angewandte Rechtsnorm versto&szlig;en soll; der geltend gemachte Verfassungsversto&szlig; ist n&auml;her zu begr&uuml;nden. Dazu geh&ouml;rt insbesondere eine Auseinandersetzung mit der einschl&auml;gigen Rechtsprechung des BVerfG und des BFH (BFH-Beschl&uuml;sse vom 9. Oktober 2003 III B 139\/02, BFH\/NV 2004, 187, 188, m.w.N., und vom 19. Dezember 2003 II B 152\/02, BFH\/NV 2004, 533).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diesen Anforderungen gen&uuml;gt die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht. In ihr f&uuml;hrt der Kl&auml;ger aus, es sei nicht einleuchtend, warum derjenige, der seinen Vorsorgebedarf &uuml;ber Geldanlagen zu decken versuche, besser gestellt sein solle als derjenige, der seine private Vorsorge darauf st&uuml;tze, sp&auml;ter mietfrei in seinem Eigenheim zu wohnen. Bei der Einf&uuml;hrung der Quellensteuer sei dem privaten Geldanleger vom Gesetzgeber ein Sparerfreibetrag bewilligt worden, der ihn gegen&uuml;ber dem &quot;H&auml;uslebauer&quot; privilegiere. Sowohl der europ&auml;ische als auch der nationale Gleichheitssatz geb&ouml;ten es, dass derjenige, der durch Erwerb eines Eigenheims f&uuml;r sein Alter vorsorge, die gezahlten Zinsen f&uuml;r die Anschaffung\/den Erwerb eines Eigenheims zur Altersvorsorge &#8211;zumindest in H&ouml;he eines Sockelbetrages&#8211; steuermindernd in Abzug bringen d&uuml;rfe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diese Begr&uuml;ndung gen&uuml;gt den oben dargestellten Darlegungsanforderungen f&uuml;r eine Nichtzulassungsbeschwerde nicht. Hinweise auf eine finanzgerichtliche Rechtsprechung oder eine Auffassung im Schrifttum, die die Ansicht des Kl&auml;gers st&uuml;tzen, werden von ihm nicht gegeben. Ebenso fehlt eine Auseinandersetzung mit der einschl&auml;gigen Rechtsprechung des BVerfG und des BFH zu den Fragen, unter welchen Voraussetzungen auf dem Gebiet des Steuerrechts eine Verletzung des Gleichheitssatzes &uuml;berhaupt gegeben ist und inwieweit die &#8211;behauptete&#8211; Verletzung des Gleichheitssatzes einen verfassungsrechtlichen Anspruch auf eine nicht gesetzlich vorgesehene Gew&auml;hrung eines Steuervorteils begr&uuml;nden kann. Diese Darlegung w&auml;re im vorliegenden Fall umso erforderlicher gewesen, da nicht erkennbar ist, warum die Gew&auml;hrung eines Freibetrages, der bei einer bestimmten Einkunftsart zur Freistellung eines Teils der erzielten Eink&uuml;nfte von der Besteuerung f&uuml;hrt, aufgrund des Gleichheitsgebots zwingend die verfassungsrechtliche Konsequenz haben soll, dass in einem anderen, nicht der Eink&uuml;nfteerzielung dienenden Bereich, n&auml;mlich bei den privaten Schuldzinsen, Betr&auml;ge zum steuermindernden Abzug zugelassen werden m&uuml;ssen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Aus denselben Gr&uuml;nden kommt die Zulassung der Revision auch nicht wegen des Erfordernisses einer Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts (vgl. &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 1 FGO) in Betracht (zur Qualifikation dieses Zulassungsgrundes als speziellen Tatbestand der &quot;Grundsatzrevision&quot; vgl. z.B. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 116 Rz 38).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.2.2008, X B 44\/07 Nichtzulassungsbeschwerde: Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung bei behaupteter Verfassungswidrigkeit einer Rechtsnorm Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) hat keinen Erfolg. Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig, weil ihre Begr&uuml;ndung nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) entspricht. 2&nbsp; 1. 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