{"id":18185,"date":"2012-12-10T16:35:32","date_gmt":"2012-12-10T14:35:32","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=18185"},"modified":"2012-12-10T16:35:32","modified_gmt":"2012-12-10T14:35:32","slug":"vi-r-41-05-zur-abziehbarkeit-von-studienkosten-und-bafoeg-rueckzahlungen-abkuerzung-des-zahlungswegs-und-sog-drittaufwand-grundsaetzlich-keine-beiladung-des-nicht-klagenden-ehegatten-bei-zusammenveran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-41-05-zur-abziehbarkeit-von-studienkosten-und-bafoeg-rueckzahlungen-abkuerzung-des-zahlungswegs-und-sog-drittaufwand-grundsaetzlich-keine-beiladung-des-nicht-klagenden-ehegatten-bei-zusammenveran\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;41\/05 &#8211; Zur Abziehbarkeit von Studienkosten und BAf&ouml;G-R&uuml;ckzahlungen &#8211; Abk&uuml;rzung des Zahlungswegs und sog. Drittaufwand &#8211; Grunds&auml;tzlich keine Beiladung des nicht klagenden Ehegatten bei Zusammenveranlagung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.2.2008, VI R 41\/05<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Abziehbarkeit von Studienkosten und BAf&ouml;G-R&uuml;ckzahlungen &#8211; Abk&uuml;rzung des Zahlungswegs und sog. Drittaufwand &#8211; Grunds&auml;tzlich keine Beiladung des nicht klagenden Ehegatten bei Zusammenveranlagung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wird mit seiner aus Russland stammenden Ehefrau zur Einkommensteuer des Streitjahres (2000) zusammenveranlagt. Er machte bei der Einkommensteuer-Veranlagung u.a. Aufwendungen f&uuml;r ein von ihm ehemals absolviertes Studium geltend. Hierbei handelte es sich um monatliche Tilgungsraten auf ein w&auml;hrend des Studiums aufgenommenes Darlehen nach dem Bundesausbildungsf&ouml;rderungsgesetz (BAf&ouml;G). Der Kl&auml;ger beantragte, die Aufwendungen in H&ouml;he von 1 200 DM entweder als Werbungskosten, Sonderausgaben oder als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen zu ber&uuml;cksichtigen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zus&auml;tzlich machte der Kl&auml;ger Aufwendungen f&uuml;r das Studium seiner Ehefrau als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung geltend (Semestergeb&uuml;hren 240 DM, Exkursionsbeitrag 10 DM, Semesterkarte 240 DM, Miete f&uuml;r das Studentenwohnheim 3 000 DM, Sprachkurs in Spanien 1 892 DM). Die Ehefrau studierte im Streitjahr im 7. bzw. 8. Fachsemester an der Universit&auml;t A (Sprachinstitut X) verschiedene Fremdsprachen (Deutsch, Spanisch und Italienisch).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) lehnte es ab, die Tilgungsraten f&uuml;r das BAf&ouml;G-Darlehen zu ber&uuml;cksichtigen. Die Bildungskosten der Ehefrau des Kl&auml;gers wurden nur in H&ouml;he von 2 400 DM als Ausbildungs- bzw. Weiterbildungskosten in einem nicht ausge&uuml;bten Beruf nach &sect; 10 Abs. 1 Nr. 7 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211; (in der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Fassung) ber&uuml;cksichtigt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Klage des Kl&auml;gers war erfolglos. Das Finanzgericht (FG) f&uuml;hrte im Wesentlichen aus, die Tilgungsraten f&uuml;r das Darlehen seien nicht zu ber&uuml;cksichtigen. Ausgaben (Werbungskosten, Sonderausgaben bzw. au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen) k&ouml;nnten nur im Jahr des tats&auml;chlichen Abflusses, n&auml;mlich der Verwendung der Darlehensmittel, abgezogen werden. Auch die Aufwendungen f&uuml;r die Ausbildung der Ehefrau seien nicht nach &sect; 33a Abs. 1 Satz 1 EStG abziehbar. Denn der unbeschr&auml;nkt steuerpflichtige Ehegatte geh&ouml;re wegen der mit dem Splitting-Tarif verbundenen Vorteile nicht zu dem nach &sect; 33a EStG zu ber&uuml;cksichtigenden Personenkreis.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit seiner Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger Verletzung materiellen und formellen Rechts.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt (sinngem&auml;&szlig;), unter Aufhebung der Vorentscheidung und der Einspruchsentscheidung vom 8. November 2002 bei der Einkommensteuer-Festsetzung f&uuml;r 2000 Ausbildungskosten seiner Ehefrau in H&ouml;he von zus&auml;tzlich 9 342 DM und die R&uuml;ckzahlungsrate des BAf&ouml;G-Darlehens in H&ouml;he von 1 200 DM zu ber&uuml;cksichtigen und die Einkommensteuer entsprechend herabzusetzen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision des Kl&auml;gers ist begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an die Vorinstanz zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Das FG hat die Abziehbarkeit der Aufwendungen des Kl&auml;gers f&uuml;r die Ausbildung seiner Ehefrau nur unter dem Gesichtspunkt einer au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastung (&sect;&sect; 33, 33a EStG) gepr&uuml;ft. Der Frage, ob die Aufwendungen als Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen sind, ist das FG nicht nachgegangen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) k&ouml;nnen Aufwendungen f&uuml;r eine Bildungsma&szlig;nahme, sofern sie beruflich veranlasst sind, Werbungskosten sein. Liegt ein erwerbsbezogener Veranlassungszusammenhang vor, kommt es nicht darauf an, ob ein neuer, ein anderer oder ein erstmaliger Beruf ausge&uuml;bt werden soll. Zur Begr&uuml;ndung im Einzelnen verweist der Senat auf seine Urteile vom 4. Dezember 2002 VI R 120\/01 (BFHE 201, 156, BStBl II 2003, 403, zur Umschulung), vom 17. Dezember 2002 VI R 137\/01 (BFHE 201, 211, BStBl II 2003, 407, zum berufsbegleitenden Erststudium) und vom 27. Mai 2003 VI R 33\/01 (BFHE 202, 314, BStBl II 2004, 884, zur erstmaligen Berufsausbildung).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Nach den Feststellungen der Vorinstanz hat die Ehefrau des Kl&auml;gers Fremdsprachen studiert. Die Aufwendungen k&ouml;nnen Erwerbsaufwendungen der Ehefrau darstellen. Das FG wird als Tatsachengericht deshalb der Frage nachzugehen haben, ob das Studium der Ehefrau auf die Erzielung von Einnahmen gerichtet war und die hiermit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen sowohl dem Grunde als auch der H&ouml;he nach als vorab entstandene Erwerbsaufwendungen abziehbar sind (vgl. BFH-Urteil vom 20. Juli 2006 VI R 26\/05, BFHE 214, 370, BStBl II 2006, 764, zum Hochschulstudium; Schmidt\/Drenseck, EStG, 26. Aufl., &sect; 12 Rz 25 Stichwort Sprachkurs, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Sollte das FG zu der Wertung gelangen, die streitbefangenen Bildungsaufwendungen seien erwerbsbedingt, so w&auml;re es unsch&auml;dlich, wenn die Zahlungsmittel f&uuml;r die Bildungsaufwendungen der Ehefrau &#8211;wie vorgetragen&#8211; nicht aus ihrem Verm&ouml;gen stammten (vgl. BFH-Urteil vom 4. September 2000 IX R 22\/97, BFHE 193, 112, BStBl II 2001, 785, unter II. 2. a). Dem Werbungskostenabzug st&uuml;nde nicht entgegen, dass der Kl&auml;ger die Bildungskosten seiner Ehefrau getragen hat. H&auml;tte der Kl&auml;ger f&uuml;r seine Ehefrau geleistet, l&auml;ge eigener Aufwand der Ehefrau und kein vom Abzug ausgeschlossener Drittaufwand des Kl&auml;gers vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Es entspricht st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH, dass Ausgaben eines Dritten im Falle der sog. Abk&uuml;rzung des Zahlungswegs als Aufwendungen des Steuerpflichtigen zu werten sein k&ouml;nnen. Abk&uuml;rzung des Zahlungswegs bedeutet die Zuwendung eines Geldbetrags an den Steuerpflichtigen in der Weise, dass der Zuwendende im Einvernehmen mit dem Steuerpflichtigen dessen Schuld tilgt (vgl. &sect; 267 Abs. 1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs), statt ihm den Geldbetrag unmittelbar zu geben. Das ist der Fall, wenn der Dritte f&uuml;r Rechnung des Steuerpflichtigen an dessen Gl&auml;ubiger leistet (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 23. August 1999 GrS 2\/97, BFHE 189, 160, BStBl II 1999, 782; vgl. auch BFH-Urteil vom 22. Juli 2003 VI R 4\/02, BFH\/NV 2004, 32).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Wegen der materiell-rechtlichen Wirkungen der Zusammenveranlagung nach &sect; 26b EStG st&uuml;nde im &Uuml;brigen einer Anerkennung der Bildungsaufwendungen der Ehefrau als Erwerbsaufwand auch nicht entgegen, dass lediglich der Kl&auml;ger den Zusammenveranlagungsbescheid angegriffen hat (vgl. auch BFH-Urteile vom 25. Juni 2003 X R 66\/00, BFH\/NV 2004, 19, unter I. 2. b; vom 9. Dezember 2003 VI R 148\/01, BFH\/NV 2004, 527).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Zu Recht hat das FG jedoch die Tilgungsraten f&uuml;r das BAf&ouml;G-Darlehen nicht ber&uuml;cksichtigt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Es entspricht st&auml;ndiger Rechtsprechung, dass f&uuml;r die steuerliche Abzugsf&auml;higkeit eines (Ausbildungs-)Darlehens ma&szlig;gebend ist, wann die kreditfinanzierten Aufwendungen verausgabt worden sind. Unabh&auml;ngig davon, ob es sich bei den Aufwendungen f&uuml;r das Studium um Werbungskosten, Sonderausgaben oder au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen handelt, k&ouml;nnen sie allenfalls im Jahr des tats&auml;chlichen Abflusses, n&auml;mlich der Verwendung der Darlehensmittel, ber&uuml;cksichtigt werden (zu &sect; 33 EStG vgl. BFH-Beschluss vom 17. Dezember 1997 III B 155\/96, BFH\/NV 1998, 850; BFH-Urteil vom 10. Juni 1988 III R 248\/83, BFHE 154, 63, BStBl II 1988, 814). Ist die Berufsausbildung &#8211;wie hier&#8211; im Zeitpunkt der Darlehensr&uuml;ckzahlung bereits abgeschlossen, so kann die R&uuml;ckzahlung nicht steuermindernd ber&uuml;cksichtigt werden (vgl. auch FG N&uuml;rnberg, Urteil vom 31. Mai 2006 III 129\/2004, Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst &#8211;DStRE&#8211; 2007, 89 ff., mit umfangreichen Rechtsprechungsnachweisen auch zur mangelnden Qualifikation als Werbungskosten, Sonderausgaben und au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Hinsichtlich der R&uuml;ge des Kl&auml;gers, im Streitfall sei eine notwendige Beiladung seiner Ehefrau verfahrensfehlerhaft unterlassen worden, weist der Senat zur Prozessf&ouml;rderung auf Folgendes hin.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach &sect; 60 Abs. 3 FGO sind notwendig beizuladen Dritte, die an dem streitigen Rechtsverh&auml;ltnis derartig beteiligt sind, dass die Entscheidung auch ihnen gegen&uuml;ber nur einheitlich ergehen kann. &Uuml;ber den Wortlaut dieser Vorschrift hinaus ist die Beiladung auch dann notwendig, wenn die Entscheidung unmittelbar Rechte Dritter gestaltet, best&auml;tigt, ver&auml;ndert oder zum Erl&ouml;schen bringt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Indes ist im Falle der Zusammenveranlagung nach &sect; 26b EStG weder eine einheitliche Entscheidung notwendig noch hat sie eine die Rechte Dritter gestaltende Wirkung. Vielmehr liegt eine Zusammenfassung zweier Bescheide zu einem gemeinsamen Bescheid vor, den jeder der Ehegatten mit verschiedenen Gr&uuml;nden angreifen oder gegen sich gelten lassen kann. Jeder Ehepartner kann den Zusammenveranlagungsbescheid anfechten und unabh&auml;ngig vom anderen uneingeschr&auml;nkt eigene Einwendungen geltend machen (st&auml;ndige Rechtsprechung; z.B. BFH-Urteile vom 12. August 1977 VI R 61\/75, BFHE 123, 172, BStBl II 1977, 870; in BFH\/NV 2004, 19; Gr&auml;ber\/Stapperfend, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 60 Rz 137, jeweils m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gr&uuml;nde, die ausnahmsweise eine notwendige Beiladung des anderen Ehepartners erforderlich machten (vgl. hierzu Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 60 FGO Rz 57, m.w.N.), hat der Kl&auml;ger weder dargelegt noch sind solche Gr&uuml;nde ersichtlich.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Bei dieser Sach- und Rechtslage kann dahinstehen, ob &#8211;wie der Kl&auml;ger meint&#8211; dem FG bei der Urteilsfindung eine Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs unterlaufen ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.2.2008, VI R 41\/05 Zur Abziehbarkeit von Studienkosten und BAf&ouml;G-R&uuml;ckzahlungen &#8211; Abk&uuml;rzung des Zahlungswegs und sog. Drittaufwand &#8211; Grunds&auml;tzlich keine Beiladung des nicht klagenden Ehegatten bei Zusammenveranlagung Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wird mit seiner aus Russland stammenden Ehefrau zur Einkommensteuer des Streitjahres (2000) zusammenveranlagt. 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