{"id":18355,"date":"2012-12-18T09:52:25","date_gmt":"2012-12-18T07:52:25","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=18355"},"modified":"2012-12-18T09:52:25","modified_gmt":"2012-12-18T07:52:25","slug":"vii-b-219-07-saeumniszuschlag-bei-geringfuegiger-saeumnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-219-07-saeumniszuschlag-bei-geringfuegiger-saeumnis\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;B&nbsp;219\/07 &#8211; S&auml;umniszuschlag bei geringf&uuml;giger S&auml;umnis"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.8.2008, VII B 219\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">S&auml;umniszuschlag bei geringf&uuml;giger S&auml;umnis<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Wegen eines Fehlers in der von den Kl&auml;gern und Beschwerdef&uuml;hrern (Kl&auml;ger) f&uuml;r M&auml;rz 2006 abgegebenen Umsatzsteuervoranmeldung wurde der Steuerbetrag vom Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) um 968,28 EUR heraufgesetzt. Diesen am 9. Mai 2006 f&auml;lligen Nachzahlungsbetrag beglichen die Kl&auml;ger mit einem &uuml;ber 968,20 EUR ausgestellten Scheck am 10. Mai 2006, weshalb ein S&auml;umniszuschlag verwirkt wurde. Auf Antrag der Kl&auml;ger erlie&szlig; das FA einen Abrechnungsbescheid f&uuml;r M&auml;rz 2006 &uuml;ber r&uuml;ckst&auml;ndige Umsatzsteuer in H&ouml;he von 0,08 EUR sowie einen S&auml;umniszuschlag in H&ouml;he von 9,50 EUR.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die hiergegen nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) ab. Das FG urteilte, dass der f&auml;llige Steuerbetrag einen Tag zu sp&auml;t gezahlt worden sei, weshalb nach &sect; 240 Abs. 1 Satz 1 der Abgabenordnung (AO) der S&auml;umniszuschlag verwirkt worden sei; die Schonfrist des &sect; 240 Abs. 3 AO gelte nicht bei Zahlung durch Scheck. Zweifel an der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Vorschrift best&uuml;nden nicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Hiergegen richtet sich die Nichtzulassungsbeschwerde der Kl&auml;ger, welche sie auf die Zulassungsgr&uuml;nde der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache sowie der Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 und 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) st&uuml;tzen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig, weil die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde nicht schl&uuml;ssig dargelegt sind, wie es &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO verlangt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Den Darlegungserfordernissen hinsichtlich des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache wird die Beschwerde nicht gerecht. Sie bezeichnet nicht einmal eine konkrete Rechtsfrage, sondern vertritt lediglich die Ansicht, dass die Verwirkung eines S&auml;umniszuschlags im Fall der Kl&auml;ger &quot;nicht gerechtfertigt&quot; sei und dass ein S&auml;umniszuschlag bei einer nur geringf&uuml;gigen S&auml;umnis &quot;den Wertungen des Gesetzgebers zuwider&quot; laufe, was schon nicht nachvollziehbar ist, da &#8211;abgesehen von dem in &sect; 240 Abs. 3 AO geregelten Fall&#8211; die Verwirkung von S&auml;umniszuschl&auml;gen bei auch nur geringf&uuml;giger S&auml;umnis die nach dem Wortlaut der Vorschrift angeordnete Rechtsfolge ist. Dass S&auml;umniszuschl&auml;ge f&uuml;r jeden angefangenen Monat der S&auml;umnis anfallen und nicht &#8211;wie es die Beschwerde f&uuml;r erforderlich h&auml;lt&#8211; taggenau berechnet werden, folgt ebenfalls aus dem klaren Wortlaut der Vorschrift. Zum &uuml;brigen Beschwerdevorbringen wie den Erw&auml;gungen zum Tatbestand des Wuchers und zu im Streitfall nicht angefallenem zus&auml;tzlichen Verwaltungsaufwand oder der unsubstantiierten Behauptung, eine Rechtsvorschrift, die S&auml;umniszuschl&auml;ge auch bei einer nur geringen &Uuml;berschreitung der Zahlungsfrist anordne, k&ouml;nne &quot;nicht wirksam und verfassungsgem&auml;&szlig; sein&quot;, hat bereits das FG alles Erforderliche in dem angefochtenen Urteil ausgef&uuml;hrt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Hinsichtlich des geltend gemachten Zulassungsgrundes der Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung in Gestalt der Divergenz fehlt es bereits an der insoweit erforderlichen Herausarbeitung und Gegen&uuml;berstellung tragender und abstrakter Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen Urteil des FG einerseits und aus der behaupteten Divergenzentscheidung andererseits. Das Urteil des Bundesfinanzhofs vom 29. August 1991 V R 78\/86 (BFHE 165, 178, BStBl II 1991, 906), auf das sich die Beschwerde beruft, betrifft im &Uuml;brigen den Erlass von S&auml;umniszuschl&auml;gen aus Billigkeitsgr&uuml;nden, worum es &#8211;worauf das FG bereits zutreffend hingewiesen hat&#8211; im Streitfall nicht geht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.8.2008, VII B 219\/07 S&auml;umniszuschlag bei geringf&uuml;giger S&auml;umnis Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Wegen eines Fehlers in der von den Kl&auml;gern und Beschwerdef&uuml;hrern (Kl&auml;ger) f&uuml;r M&auml;rz 2006 abgegebenen Umsatzsteuervoranmeldung wurde der Steuerbetrag vom Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) um 968,28 EUR heraufgesetzt. Diesen am 9. 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