{"id":18531,"date":"2012-12-18T15:44:24","date_gmt":"2012-12-18T13:44:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=18531"},"modified":"2012-12-18T15:44:24","modified_gmt":"2012-12-18T13:44:24","slug":"i-r-90-07-klagebefugnis-bei-vollbeendeter-personengesellschaft-keine-beiladung-bei-unzulaessiger-klage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-90-07-klagebefugnis-bei-vollbeendeter-personengesellschaft-keine-beiladung-bei-unzulaessiger-klage\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;90\/07 &#8211; Klagebefugnis bei vollbeendeter Personengesellschaft &#8211; keine Beiladung bei unzul&auml;ssiger Klage"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.9.2008, I R 90\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Klagebefugnis bei vollbeendeter Personengesellschaft &#8211; keine Beiladung bei unzul&auml;ssiger Klage<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Streitig ist (neben der Zul&auml;ssigkeit der Revision) die Frage, zu welchem Stichtag ein Umwandlungsgewinn steuerrechtlich zu ber&uuml;cksichtigen ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine Personenhandelsgesellschaft in der Rechtsform einer KG, ist nach Ergehen der angefochtenen Entscheidung durch Anwachsung Rechtsnachfolgerin der E-GmbH &#038; Co. KG (E-KG) geworden. Die E-KG firmierte vor einem Formwechsel, der im Verlauf des finanzgerichtlichen Verfahrens stattfand, als D-GmbH (D-GmbH). Die D-GmbH ist wiederum Rechtsnachfolgerin der A-GmbH. Die A-GmbH war Komplement&auml;rin ohne Einlage der B-GmbH &#038; Co. KG (B-KG), deren alleinige Kommanditistin (mit einer Einlage von 2 Mio. DM) die C-GmbH &#038; Co. KG (C-KG) war. F&uuml;r die B-KG und deren Gesellschafter galt ein vom Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr, das jeweils zum 31. M&auml;rz eines Jahres endete. Die A-GmbH erhielt nach dem Gesellschaftsvertrag der B-KG als Komplement&auml;rin einen Aufwendungsersatz und eine j&auml;hrliche Haftungsverg&uuml;tung von 10 000 DM; an einem Verlust der Gesellschaft war sie nicht beteiligt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Durch notariell beurkundeten Verschmelzungsvertrag vom 31. M&auml;rz 1995 wurde die A-GmbH Gesamtrechtsnachfolgerin der B-KG. Der Verschmelzungsvertrag sah unter anderem folgende Vereinbarungen vor:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:126\"pt>\n<tr>\n<td>&quot;&sect; 1<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:126\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:108\"pt>\n<tr>\n<td>                                        Verm&ouml;gens&uuml;bertragung                  <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:108\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die (B-)KG &uuml;bertr&auml;gt ihr Verm&ouml;gen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Aufl&ouml;sung ohne Abwicklung gem&auml;&szlig; &sect; 2 Nr. 1 iVm. &sect;&sect; 39 ff. (,) 46 ff. UmwG auf die (A-)GmbH gegen Gew&auml;hrung von Gesellschaftsrechten an dieser GmbH (Verschmelzung durch Aufnahme).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Verschmelzung wird die vorzulegende Bilanz der (B-)KG zum 1. April 1995 zugrundegelegt. Der den Nennbetrag der in der Verschmelzungsbilanz der (B-)KG ausgewiesenen Kommanditbeteiligung &uuml;bersteigende Wert des Verm&ouml;gens der KG wird bei der (A-)GmbH einer offenen Kapitalr&uuml;cklage zugef&uuml;hrt. Der Wert des Anteiles an der (B-)KG wird auf 95 % der sich durch die Aufl&ouml;sung stiller Reserven ergebenden Teilwerte festgelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:144\"pt>\n<tr>\n<td>&sect; 2<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:144\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>                                    Verschmelzungsstichtag                <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die &Uuml;bernahme des Verm&ouml;gens der (B-)KG erfolgt mit Wirkung zum 1. April 1995, 0.00 Uhr. Vom 1. April 1995, 0.00 Uhr an, gelten alle Handlungen und Gesch&auml;fte der (B-)KG als f&uuml;r Rechnung der (A-)GmbH vo(r)genommen (Verschmelzungsstichtag).&quot;      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit Schreiben vom 24. November 1995 meldeten die Vertragsparteien die Verschmelzung beim Handelsregister an und f&uuml;gten den Verschmelzungsvertrag sowie die Bilanz der B-KG zum 1. April 1995 bei. Die Verschmelzung wurde am 27. Februar 1996 im Handelsregister eingetragen. In Abweichung von der zum 31. M&auml;rz 1995 f&uuml;r das Wirtschaftsjahr 1994\/95 aufgestellten Bilanz wies die zum 1. April 1995 aufgestellte Bilanz h&ouml;here Teilwerte und aufgedeckte stille Reserven aus (Gesamtbetrag 15,4 Mio. DM). Die B-KG erkl&auml;rte auf der Grundlage der vorgenannten Bilanzen f&uuml;r das Streitjahr 1995 einen Gewinn in H&ouml;he von 773 414 DM und f&uuml;r das Jahr 1996 einen Umwandlungsgewinn in H&ouml;he von 13 881 269 DM. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) stellte die Gewinne f&uuml;r beide Jahre zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gesondert und einheitlich fest.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ergebnis einer Au&szlig;enpr&uuml;fung bei der Kl&auml;gerin war u.a. eine Verst&auml;ndigung &uuml;ber die H&ouml;he des Verschmelzungsgewinns (Umwandlungsgewinns) von 15 405 691 DM. Unter der Annahme, dass die B-KG die Verschmelzungsbilanz auf den 31. M&auml;rz 1995 h&auml;tte aufstellen m&uuml;ssen, stellte das FA die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb f&uuml;r das Streitjahr mit ge&auml;ndertem Bescheid vom 14. Januar 2002 auf 16 179 105 DM gesondert und einheitlich fest; im Aufteilungsteil des Bescheides wurde der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn in voller H&ouml;he der Kommanditistin (C-KG) zugerechnet. Mit &Auml;nderungsbescheid vom selben Tage stellte das FA den Gewinn f&uuml;r das Jahr 1996 auf 0 DM fest.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dagegen erhob die D-GmbH (&quot;als Gesamtrechtsnachfolgerin der &#8230; (A-GmbH), diese als Gesamtrechtsnachfolgerin der &#8230; (B-KG)&quot;) Klage. Nachdem es das FA im finanzgerichtlichen Verfahren als unklar bezeichnet hatte, ob die Klage nur f&uuml;r die Gesellschaft und\/oder f&uuml;r den\/die Gesellschafter eingelegt worden sei, trug die rechtskundig vertretene D-GmbH unter dem 20. Dezember 2002 vor, &quot;dass die Klage nur f&uuml;r die Gesellschaft eingelegt wurde&quot;. Mit Schriftsatz vom 30. April 2003 wies sie &quot;erg&auml;nzend&quot; darauf hin, &quot;dass die Klage der Gesellschaft &#8230; aufgrund ihrer Vollbeendigung durch Verschmelzung als Klage der ehemaligen Gesellschafter gegen diese Feststellung zu verstehen&quot; sei. Die C-KG habe die D-GmbH bevollm&auml;chtigt, das finanzgerichtliche Verfahren f&uuml;r sie zu f&uuml;hren. Die Klage blieb erfolglos (Nieders&auml;chsisches Finanzgericht &#8211;FG&#8211;, Urteil vom 26. September 2007&nbsp;&nbsp;3 K 11559\/02, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2008, 263).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt mit ihrer Revision die Verletzung materiellen Rechts und regt an, die Beiladung der C-KG nachzuholen. Sie beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zur weiteren Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen, wenn die Beiladung nicht im Revisionsverfahren nachgeholt werde, hilfsweise, den Feststellungsbescheid 1995 vom 14. Januar 2002 in Gestalt der Einspruchsentscheidung dahingehend zu &auml;ndern, dass der festgestellte Einbringungsgewinn in H&ouml;he von 15 405 671 DM auf 0 DM herabgesetzt wird, hilfsweise f&uuml;r den Fall, dass der Einbringungsgewinn am 1. April 1995 in einem an diesem Tag beginnenden und endenden Wirtschaftsjahr anzusetzen ist, den Entstehungszeitpunkt des Einbringungsgewinns im Feststellungsbescheid festzustellen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revision als unzul&auml;ssig zu verwerfen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die zul&auml;ssige Revision ist als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat die Klage zu Recht abgewiesen. Das FG h&auml;tte die Klage zwar wegen fehlender Klagebefugnis als unzul&auml;ssig und nicht als unbegr&uuml;ndet abweisen m&uuml;ssen. Dies &auml;ndert indes nichts an der Richtigkeit des Tenors des angefochtenen Urteils, so dass das Urteil trotz dieses Rechtsfehlers nicht aufzuheben ist (s. z.B. Senatsurteil vom 20. April 1988 I R 67\/84, BFHE 154, 5, BStBl II 1988, 927; Bergkemper in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, AO\/FGO, &sect; 126 FGO Rz 39; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 126 Rz 8; Seer in Tipke\/Kruse, AO\/FGO, &sect; 126 FGO Rz 53).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die Revision ist zul&auml;ssig. Die Kl&auml;gerin ist als Rechtsnachfolgerin der E-KG durch die Klageabweisung beschwert, weil diese mit ihrem Begehren nicht durchgedrungen ist (s. allgemein z.B. Lange in HHSp, Vor &sect;&sect; 115 bis 134 FGO Rz 16 f.; Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., Vor &sect; 115 Rz 13, 16 und &sect; 126 Rz 8; Seer in Tipke\/Kruse, a.a.O., Vor &sect; 115 FGO Rz 20 f.). Dies gilt auch dann, wenn die E-KG zur Erhebung der Klage nicht befugt gewesen sein sollte (zur insoweit vergleichbaren Situation, dass der Kl&auml;ger nicht beteiligten- bzw. prozessf&auml;hig war, s. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 28. M&auml;rz 2000 VIII R 6\/99, BFH\/NV 2000, 1074, m.w.N.; BFH-Beschluss vom 27. Januar 2006 VIII B 90\/05, BFH\/NV 2006, 966).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die Klage ist unzul&auml;ssig. Die Kl&auml;gerin war nicht i.S. des &sect; 48 Abs. 1 Nr. 2 FGO klagebefugt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Eine vollbeendete Personengesellschaft (wie im Streitfall die B-KG nach der Verschmelzung auf die A-GmbH) kann nicht Beteiligte eines finanzgerichtlichen Verfahrens zur gesonderten und einheitlichen Feststellung der Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect; 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a der Abgabenordnung sein. Eine Klagebefugnis (im eigenen Namen) besteht nur f&uuml;r die ehemaligen Gesellschafter. Da diese nicht die Klagebefugnis der Gesellschaft (als Prozessstandschafterin f&uuml;r alle Gesellschafter) fortsetzen, setzt die Klagebefugnis der ehemaligen Gesellschafter allerdings voraus, dass sie eine Beschwer geltend machen k&ouml;nnen bzw. dass sie von der angegriffenen Feststellung betroffen sind (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil vom 25. April 2006 VIII R 52\/04, BFHE 214, 40, BStBl II 2006, 847; BFH-Beschluss vom 27. September 2007 XI B 194\/06, BFH\/NV 2008, 87; Steinhauff in HHSp, &sect; 48 FGO Rz 121; Gr&auml;ber\/von Groll, a.a.O., &sect; 48 Rz 24; Brandis in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect; 48 FGO Rz 15, je m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) aa) Es ist schon zweifelhaft, ob die D-GmbH die Klage nicht als (weitere) Gesamtrechtsnachfolgerin der B-KG erhoben hat. Eine solche Konstellation legt jedenfalls die Erw&auml;hnung der B-KG (mit Rechtsnachfolgezus&auml;tzen) in der Klageschrift und auch der Hinweis im Schriftsatz vom 20. Dezember 2002 nahe, dass die Klage &quot;nur f&uuml;r die Gesellschaft eingelegt wurde&quot;. Eine als (weitere) Gesamtrechtsnachfolgerin der B-KG erhobene Klage w&auml;re unzul&auml;ssig (s. zu II.2.a).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Das FG hat offensichtlich &#8211;ohne weiter gehende Er&ouml;rterung&#8211; angenommen, dass die Klage in Gesamtrechtsnachfolge f&uuml;r die A-GmbH als Gesellschafterin der B-KG erhoben wurde. Dies entspricht dem &quot;erg&auml;nzenden Hinweis&quot; der Kl&auml;gerin im Schriftsatz vom 30. April 2003. Dass damit die Grenze der Umdeutung einer durch einen rechtskundigen Bevollm&auml;chtigten abgegebenen Prozesserkl&auml;rung &uuml;berschritten sein k&ouml;nnte (s. z.B. BFH-Urteil in BFH\/NV 2000, 1074; BFH-Beschl&uuml;sse vom 5. April 2005 VIII B 185\/04, BFH\/NV 2005, 1492, und in BFH\/NV 2006, 966; Steinhauff in HHSp, &sect; 48 FGO Rz 125; Brandis in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect; 48 FGO Rz 15), hat das FG nicht er&ouml;rtert. Darauf kommt es im Streitfall allerdings auch nicht an. Denn das FG hat ebenfalls nicht gepr&uuml;ft, ob die D-GmbH als Rechtsnachfolgerin der ehemaligen Gesellschafterin der B-KG durch die angegriffene Feststellung beschwert ist. Diese Beschwer bestand f&uuml;r die D-GmbH nicht, so dass es dieser an der erforderlichen Klagebefugnis gefehlt hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die A-GmbH war an der B-KG als Gesellschafterin verm&ouml;gensm&auml;&szlig;ig nicht beteiligt und hatte lediglich einen Anspruch auf Aufwendungsersatz und eine (feste) Haftungsverg&uuml;tung. Der Streit bezieht sich auf eine nur dem anderen ehemaligen Gesellschafter &#8211;der C-KG&#8211; zuzurechnende Feststellung (den &Uuml;bertragungsgewinn). Damit werden aber die steuerlichen Interessen der A-GmbH nicht ber&uuml;hrt (s. insoweit allgemein BFH-Beschl&uuml;sse vom 3. Juli 2000 VIII R 68\/95, juris; in BFH\/NV 2006, 966). Auf dieser Grundlage ist nur die C-KG von der streitigen Feststellung beschwert. An einer Klageerhebung durch die C-KG als ehemalige Gesellschafterin der B-KG fehlt es aber. Auch der (au&szlig;erhalb der Klagefrist) erteilte &quot;erg&auml;nzende Hinweis&quot; der D-GmbH, dass die C-KG sie bevollm&auml;chtigt habe, &quot;das finanzgerichtliche Verfahren f&uuml;r sie zu f&uuml;hren&quot;, kann nicht als Klageerhebung der C-KG verstanden werden. So ist das Urteil des FG auch nur gegen&uuml;ber der E-KG ergangen; die Kl&auml;gerin hat auch angeregt, die (offensichtlich am Verfahren bisher nicht beteiligte) C-KG zum Verfahren beizuladen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) In der Situation der offensichtlich unzul&auml;ssigen Klage ist es nicht verfahrensfehlerhaft, eine Beiladung eines Dritten zum Verfahren zu unterlassen (z.B. BFH-Beschluss vom 8. Dezember 2006 VII B 243\/05, BFHE 216, 18, BStBl II 2008, 436; Spindler in HHSp, &sect; 60 FGO Rz 26, je m.w.N.). Das gilt u.a. dann, wenn dem Kl&auml;ger die Klagebefugnis fehlt (Spindler in HHSp, &sect; 60 FGO Rz 26, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Da bei diesem Verfahrensstand die materiell-rechtlichen Fragen der zeitlichen Zuordnung des &Uuml;bertragungsgewinns nicht im Revisionsverfahren gekl&auml;rt werden k&ouml;nnen, ist auch in dieser Instanz die von der Kl&auml;gerin beantragte Beiladung (&sect; 123 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. &sect; 60 Abs. 3 Satz 1 FGO) nicht vorzunehmen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.9.2008, I R 90\/07 Klagebefugnis bei vollbeendeter Personengesellschaft &#8211; keine Beiladung bei unzul&auml;ssiger Klage Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Streitig ist (neben der Zul&auml;ssigkeit der Revision) die Frage, zu welchem Stichtag ein Umwandlungsgewinn steuerrechtlich zu ber&uuml;cksichtigen ist. 2&nbsp; Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine Personenhandelsgesellschaft in der Rechtsform einer KG, ist nach Ergehen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-90-07-klagebefugnis-bei-vollbeendeter-personengesellschaft-keine-beiladung-bei-unzulaessiger-klage\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;90\/07 &#8211; Klagebefugnis bei vollbeendeter Personengesellschaft &#8211; keine Beiladung bei unzul&auml;ssiger Klage<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-18531","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18531","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18531"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18531\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18531"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18531"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18531"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}