{"id":18543,"date":"2012-12-11T17:28:34","date_gmt":"2012-12-11T15:28:34","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=18543"},"modified":"2012-12-11T17:28:34","modified_gmt":"2012-12-11T15:28:34","slug":"xi-b-201-07-behauptete-divergenz-als-zulassungsgrund-bei-nichtzulassungsbeschwerde-abgrenzung-einer-personenbefoerderungsleistung-von-blosser-nutzungsueberlassung-zur-bestimmung-des-leistungsorts-bei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-201-07-behauptete-divergenz-als-zulassungsgrund-bei-nichtzulassungsbeschwerde-abgrenzung-einer-personenbefoerderungsleistung-von-blosser-nutzungsueberlassung-zur-bestimmung-des-leistungsorts-bei\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;201\/07 &#8211; Behauptete Divergenz als Zulassungsgrund bei Nichtzulassungsbeschwerde: Abgrenzung einer Personenbef&ouml;rderungsleistung von blo&szlig;er Nutzungs&uuml;berlassung zur Bestimmung des Leistungsorts bei der Umsatzsteuer"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.6.2008, XI B 201\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Behauptete Divergenz als Zulassungsgrund bei Nichtzulassungsbeschwerde: Abgrenzung einer Personenbef&ouml;rderungsleistung von blo&szlig;er Nutzungs&uuml;berlassung zur Bestimmung des Leistungsorts bei der Umsatzsteuer<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die von der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) behauptete Divergenz i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) liegt nicht vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Eine Abweichung ist nur gegeben, wenn das Finanzgericht (FG) in einer bestimmten entscheidungserheblichen Rechtsfrage eine andere Meinung vertritt als ein anderes Gericht und das angefochtene Urteil auf dieser Divergenz beruht. Insbesondere muss es sich im Streitfall um einen vergleichbaren Sachverhalt und um eine identische Rechtsfrage handeln (vgl. z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 20. Februar 2008 VIII B 103\/07, BFH\/NV 2008, 980).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die Kl&auml;gerin tr&auml;gt vor, die Entscheidung des FG weiche von dem BFH-Urteil vom 19. September 1996 V R 129\/93 (BFHE 181, 216, BStBl II 1997, 164) ab. Danach f&uuml;hrt eine Reederei, die aufgrund eines Vertrages mit einem Reiseunternehmen mit ihrem Schiff nach Zeit und Strecke festgelegte Reisen auf dem Rhein unternimmt und dabei den G&auml;sten Unterkunft und Verpflegung gew&auml;hrt, Ums&auml;tze durch Personenbef&ouml;rderung und nicht durch Schiffsvermietung aus. Die Gew&auml;hrung von Unterkunft und Verpflegung seien Nebenleistungen zur Personenbef&ouml;rderung. Der BFH weist in dieser Entscheidung darauf hin, dass auf Art und Inhalt der bewirkten Leistungen aus den &uuml;bernommenen Verpflichtungen geschlossen werden k&ouml;nne. Dabei sei der wirkliche Wille ma&szlig;geblich. Von Bedeutung sei somit nicht die Bezeichnung &quot;Chartervertrag&quot;, sondern die unter dieser Bezeichnung von den Beteiligten beschriebenen und erf&uuml;llten Leistungen. Nach Auffassung der Kl&auml;gerin hat das FG demgegen&uuml;ber im Streitfall die in den Rechnungen als Leistungsgegenstand bezeichnete zeitweise &Uuml;berlassung eines PKW mit Chauffeur an ausl&auml;ndischen Orten f&uuml;r entscheidend gehalten und sei schon insoweit von den vom BFH aufgestellten Rechtsgrunds&auml;tzen in der zitierten Entscheidung abgewichen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diese Behauptung trifft jedoch schon deshalb nicht zu, weil das FG in seinem Urteil bei der Beurteilung der Rechtsfrage, ob im Einzelfall eine Personenbef&ouml;rderungsleistung oder die mietweise &Uuml;berlassung eines PKW vorliegt, nicht nur auf die Bezeichnung des Leistungsgegenstandes in den Abrechnungen abgestellt hat, sondern auch weitere Faktoren &#8211;wie etwa die M&ouml;glichkeit der Bestimmung der Fahrzeugklasse durch die Auftraggeber oder die Abrechnungsmethode nach Stunden- bzw. Tagess&auml;tzen&#8211; f&uuml;r ma&szlig;geblich gehalten hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dar&uuml;ber hinaus lag dem zitierten BFH-Urteil insofern ein anderer Sachverhalt zugrunde, als bei einem gecharterten Schiff die Bef&ouml;rderungsstrecke durch den Fluss mit Ankunft und Ziel im Einzelnen r&auml;umlich und zeitlich vorgegeben ist, w&auml;hrend dies bei einem f&uuml;r einen bestimmten Zeitraum zur Verf&uuml;gung gestellten Fahrzeug mit Chauffeur trotz eines vorher vereinbarten Fahrplans wegen der M&ouml;glichkeit einer flexibleren zeitlichen und r&auml;umlichen Gestaltung nicht in derselben Weise der Fall ist. Ferner hatte die Kl&auml;gerin in dem vom BFH entschiedenen Sachverhalt den Besitz an dem Schiff behalten, w&auml;hrend die Kl&auml;gerin im Streitfall w&auml;hrend der Nutzungs&uuml;berlassung der Fahrzeuge keinen unmittelbaren Besitz an den Fahrzeugen hatte. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass der vom FG beurteilte Sachverhalt sich in so bedeutsamer und wesentlicher Weise von dem Sachverhalt der angeblichen Divergenzentscheidung unterscheidet, dass durch den vom BFH aufgestellten Rechtssatz der Sachverhalt des FG nicht als mitentschieden gelten kann (BFH-Beschluss vom 1. Juli 1996 VIII B 113\/95, BFH\/NV 1997, 26). Dass es sich bei einem mit Fahrer &uuml;berlassenen PKW um einen anders gelagerten Sachverhalt handelt, ergibt sich im &Uuml;brigen auch aus dem BFH-Urteil vom 19. Juli 1961 II 202\/57 U (BFHE 73, 502, BStBl III 1961, 450), wonach in einem solchen Fall regelm&auml;&szlig;ig kein Bef&ouml;rderungsvertrag, sondern ein Gestellungsvertrag (Mietvertrag mit Dienstverschaffungsvertrag) vorliegt. Auch wenn der BFH diese Entscheidung im Zusammenhang mit der Bef&ouml;rderungsteuer getroffen hat, best&auml;tigt sie doch den Unterschied in den Sachverhalten des Streitfalls und der behaupteten Divergenzentscheidung, der dementsprechend auch eine abweichende rechtliche Beurteilung erlaubt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.6.2008, XI B 201\/07 Behauptete Divergenz als Zulassungsgrund bei Nichtzulassungsbeschwerde: Abgrenzung einer Personenbef&ouml;rderungsleistung von blo&szlig;er Nutzungs&uuml;berlassung zur Bestimmung des Leistungsorts bei der Umsatzsteuer Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. 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