{"id":18590,"date":"2012-12-11T16:38:47","date_gmt":"2012-12-11T14:38:47","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=18590"},"modified":"2012-12-11T16:38:47","modified_gmt":"2012-12-11T14:38:47","slug":"viii-b-123-07-verletzung-der-amtsermittlungspflicht-divergenz-frage-der-gewinnerzielungsabsicht-bei-verlustbringender-nebenberuflicher-taetigkeit-als-selbstaendiger-architekt-grundsaetzlich-geklaert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-123-07-verletzung-der-amtsermittlungspflicht-divergenz-frage-der-gewinnerzielungsabsicht-bei-verlustbringender-nebenberuflicher-taetigkeit-als-selbstaendiger-architekt-grundsaetzlich-geklaert\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;B&nbsp;123\/07 &#8211; Verletzung der Amtsermittlungspflicht &#8211; Divergenz &#8211; Frage der Gewinnerzielungsabsicht bei verlustbringender nebenberuflicher T&auml;tigkeit als selbst&auml;ndiger Architekt grunds&auml;tzlich gekl&auml;rt"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 27.5.2008, VIII B 123\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Verletzung der Amtsermittlungspflicht &#8211; Divergenz &#8211; Frage der Gewinnerzielungsabsicht bei verlustbringender nebenberuflicher T&auml;tigkeit als selbst&auml;ndiger Architekt grunds&auml;tzlich gekl&auml;rt<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig und durch Beschluss zu verwerfen (&sect; 132 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) hat die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde nach &sect; 115 Abs. 2 Nrn. 1 bis 3 FGO nicht entsprechend den gesetzlichen Anforderungen hinreichend substantiiert dargetan (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Soweit sich die Nichtzulassungsbeschwerde auch gegen das Streitjahr 1997 richtet, sind die ausschlie&szlig;lich die Feststellung einer Gewinnerzielungsabsicht betreffenden Zulassungsgr&uuml;nde offensichtlich nicht geeignet, zu einer &Auml;nderung des angefochtenen Urteils zu f&uuml;hren; denn &#8211;wie bereits das Finanzgericht (FG) im angefochtenen Urteil zutreffend ausgef&uuml;hrt hat&#8211; beruht der angefochtene Einkommensteuer&auml;nderungsbescheid f&uuml;r 1997 nicht auf der Annahme, die vom Kl&auml;ger ausge&uuml;bte nebenberufliche selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit als Architekt sei als steuerrechtlich unbeachtliche Liebhaberei zu beurteilen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Soweit Einwendungen gegen die materielle Richtigkeit des angefochtenen Urteils geltend gemacht werden, wird damit kein Zulassungsgrund dargetan. Von vornherein unbeachtlich sind Einw&auml;nde gegen die Richtigkeit des angefochtenen Urteils, die nur im Rahmen einer Revisionsbegr&uuml;ndung erheblich sein k&ouml;nnen; denn das prozessuale Rechtsinstitut der Nichtzulassungsbeschwerde dient nicht dazu, allgemein die Richtigkeit finanzgerichtlicher Urteile zu gew&auml;hrleisten (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 1. September 2006 VIII B 81\/05, BFH\/NV 2006, 2297, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger hat auch keinen sog. qualifizierten Rechtsanwendungsfehler, der ausnahmsweise die Zulassung der Revision nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2&nbsp;&nbsp;2. Alternative FGO erfordern kann, dargetan. Daf&uuml;r kommen nur offensichtliche materielle oder formelle Fehler des FG im Sinne einer willk&uuml;rlichen Entscheidung in Betracht. Indes reicht hierzu nicht eine allenfalls fehlerhafte Umsetzung von Rechtsprechungsgrunds&auml;tzen auf die Besonderheiten des Einzelfalles aus (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2006, 2297, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Die ordnungsgem&auml;&szlig;e Darlegung eines Verfahrensmangels verlangt, dass diejenigen Tatsachen &#8211;ihre Richtigkeit unterstellt&#8211; genau und schl&uuml;ssig bezeichnet werden, aus denen sich ergeben soll, dass ein behaupteter Verfahrensmangel vorliegt und das angefochtene Urteil &#8211;nach der insoweit ma&szlig;gebenden, ggf. auch unrichtigen materiell-rechtlichen Auffassung des FG&#8211; auf ihm beruhen kann (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2006, 2297, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit der Kl&auml;ger meint, das FG h&auml;tte die ma&szlig;gebenden Umst&auml;nde f&uuml;r die angeblich vom Kl&auml;ger durchgef&uuml;hrten Umstrukturierungsma&szlig;nahmen ermitteln m&uuml;ssen, wird damit schon deshalb keine ordnungsgem&auml;&szlig;e R&uuml;ge der Verletzung der Amtsermittlungspflicht gem&auml;&szlig; &sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO bezeichnet, weil der Kl&auml;ger nicht dargetan hat, weshalb er, obwohl im finanzgerichtlichen Verfahren fachkundig vertreten, nicht von sich aus die von ihm als entscheidungserheblich angesehenen Tatsachen vorgetragen und entsprechende Beweise vorgelegt bzw. ordnungsgem&auml;&szlig;e Beweisantr&auml;ge gestellt hat (vgl. &sect; 295 der Zivilprozessordnung &#8211;ZPO&#8211; i.V.m. &sect; 155 FGO; BFH-Beschl&uuml;sse vom 19. Januar 2006 VIII B 84\/05, BFH\/NV 2006, 803; vom 20. Februar 2008 VIII B 83\/07, nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. a) Zur schl&uuml;ssigen Darlegung einer Divergenzr&uuml;ge i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2&nbsp;&nbsp;2. Alternative FGO geh&ouml;rt u.a. eine hinreichend genaue Bezeichnung der vermeintlichen Divergenzentscheidungen sowie die Gegen&uuml;berstellung tragender, abstrakter Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen Urteil des FG einerseits und aus den behaupteten Divergenzentscheidungen andererseits, um eine Abweichung deutlich erkennbar zu machen. Des Weiteren ist insbesondere auszuf&uuml;hren, dass es sich im Streitfall um einen vergleichbaren Sachverhalt und um eine identische Rechtsfrage handelt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Allerdings ist es nicht stets erforderlich, dass das FG den abweichenden Rechtssatz in den Urteilsgr&uuml;nden ausdr&uuml;cklich formuliert hat. Er kann auch konkludent in scheinbar nur fallbezogenen Rechtsausf&uuml;hrungen ausgesprochen sein. Eine Abweichung kann deshalb auch dann vorliegen, wenn das FG einen bestimmen Sachverhalt eine andere Rechtsfolge beigemessen hat als sie der BFH zu einem im Wesentlichen gleichen Sachverhalt ausgesprochen hat. Indes reichen weder eine Divergenz in der W&uuml;rdigung von Tatsachen noch die angeblich fehlerhafte Anwendung von Rechtsprechungsgrunds&auml;tzen auf die Besonderheiten des Einzelfalles, noch schlichte Subsumtionsfehler des FG aus. Erforderlich ist vielmehr die Darlegung der Nicht&uuml;bereinstimmung im Grunds&auml;tzlichen (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 16. Mai 2006 VIII B 160\/05, BFH\/NV 2006, 1477, m.w.N.; vom 29. Januar 2008 VIII B 37\/07, n.v.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Abgesehen davon, dass es bereits an der erforderlichen Gegen&uuml;berstellung derartiger abweichender abstrakter und tragender Rechtss&auml;tze fehlt, hat das FG die umfangreiche h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung zu den Voraussetzungen einer steuerrechtlich unbeachtlichen Liebhaberei ausf&uuml;hrlich und zutreffend dargestellt (vgl. S. 11 ff. des FG-Urteils).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                H&auml;tte das FG diese Rechtsprechungsgrunds&auml;tze im konkreten Fall unzutreffend angewandt, so l&auml;ge &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; allenfalls ein schlichter Subsumtionsfehler vor, der indes keine Divergenzr&uuml;ge zu begr&uuml;nden vermag.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Ein Abweichen vom BFH-Urteil vom 21. Juli 2004 X R 33\/03 (BFHE 207, 183, BStBl II 2004, 1063) hat der Kl&auml;ger bereits deshalb nicht hinreichend dargetan, weil der BFH in dieser Entscheidung &#8211;wie der Kl&auml;ger selber zutreffend ausgef&uuml;hrt hat&#8211; die Frage gerade offengelassen hat, ob bei einem mangelnden marktgerechten Verhalten auch ohne Feststellung besonderer privater Motive auf eine fehlende Gewinnerzielungsabsicht geschlossen werden d&uuml;rfe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &Uuml;berdies w&uuml;rde sich diese Frage im Streitfall ohne dies nicht stellen, weil das FG (S. 22 f. des FG-Urteils) seine Entscheidung auf mehrere &#8211;und keineswegs allein auf eine m&ouml;gliche Steuerersparnis abhebende&#8211; pers&ouml;nliche Gr&uuml;nde und Motive gest&uuml;tzt hat, welche auf eine Aus&uuml;bung der durchweg verlustbringenden T&auml;tigkeit nur aus pers&ouml;nlichen, die Lebensf&uuml;hrung betreffenden Gr&uuml;nden hinwiesen (dazu auch BFH-Urteile vom 2. Juni 1999 X R 149\/95, BFH\/NV 2000, 23, betreffend famili&auml;re Gr&uuml;nde; vom 12. September 2002 IV R 60\/01, BFHE 200, 284, BStBl II 2003, 85, betreffend fortlaufende hohe Fixkosten und anderweitige, nicht unerhebliche positive Eink&uuml;nfte; ferner BFH-Urteil vom 23. August 2000 X R 106\/97, BFH\/NV 2001, 160; vom 14. Dezember 2004 XI R 6\/02, BFHE 208, 557, BStBl II 2005, 392; in BFHE 207, 183, BStBl II 2004, 1063). &Uuml;berdies sind nach der Rechtsprechung (BFH-Urteil vom 29. M&auml;rz 2007 IV R 6\/05, BFH\/NV 2007, 1492) an die Feststellung pers&ouml;nlicher Gr&uuml;nde und Motive keine zu hohen Anforderungen zu stellen; sie m&uuml;ssen lediglich m&ouml;glich sein.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                5. Grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache und Notwendigkeit der Rechtsfortbildung      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache verlangt substantiierte Ausf&uuml;hrungen insbesondere zur Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit einer hinreichend bestimmten Rechtsfrage, die im konkreten Streitfall voraussichtlich auch kl&auml;rbar ist und deren Beurteilung von der Kl&auml;rung einer zweifelhaften oder umstrittenen Rechtslage abh&auml;ngig ist. Hierzu muss sich die Beschwerde insbesondere mit der Rechtsprechung des BFH, den &Auml;u&szlig;erungen im Schrifttum sowie mit den ggf. ver&ouml;ffentlichten Verwaltungsmeinungen auseinandersetzen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ist &uuml;ber die Rechtsfrage bereits entschieden worden, so ist zus&auml;tzlich darzulegen, weshalb eine erneute Entscheidung des BFH f&uuml;r erforderlich gehalten wird. Eine weitere bzw. erneute Kl&auml;rung der Rechtsfrage kann z.B. geboten sein, wenn gegen die bisherige Rechtsprechung gewichtige Einwendungen erhoben worden sind, mit denen sich der BFH bislang noch nicht auseinandergesetzt hat. Dar&uuml;ber hinaus ist auch auf die Bedeutung der Kl&auml;rung der konkreten Rechtsfrage f&uuml;r die Allgemeinheit einzugehen. Allein das Fehlen einer Entscheidung des BFH zu der konkreten Fallgestaltung begr&uuml;ndet weder einen Kl&auml;rungsbedarf noch erst recht das erforderliche Allgemeininteresse.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ebenso fehlt es an einer grunds&auml;tzlichen Bedeutung bei einer lediglich einzelfallbezogenen Beurteilung eines Streitfalles (BFH-Beschluss vom 17. August 2007 VIII B 36\/06, BFH\/NV 2007, 2293, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Eine Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2&nbsp;&nbsp;1. Alternative FGO) ist insbesondere in F&auml;llen erforderlich, in denen &uuml;ber bisher ungekl&auml;rte Rechtsfragen zu entscheiden ist, so beispielsweise, wenn der Einzelfall Veranlassung gibt, Grunds&auml;tze f&uuml;r die Auslegung von Gesetzesbestimmungen des materiellen oder des Verfahrensrechts aufzustellen oder Gesetzesl&uuml;cken rechtssch&ouml;pferisch auszuf&uuml;llen. Erforderlich ist eine Entscheidung des BFH nur dann, wenn die Rechtsfortbildung &uuml;ber den Einzelfall hinaus im allgemeinen Interesse liegt und die Frage nach dem &quot;ob&quot; und &quot;wie&quot; der Rechtsfortbildung kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist. Insoweit gelten die zur Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO h&ouml;chstrichterlich entwickelten strengen Darlegungsanforderungen ebenfalls. Dar&uuml;ber hinaus ist auch auf die Bedeutung der Kl&auml;rung der konkreten Rechtsfrage f&uuml;r die Allgemeinheit einzugehen. Es reicht deshalb weder &#8211;f&uuml;r sich allein&#8211; aus, dass die Rechtsfrage bislang noch nicht h&ouml;chstrichterlich entschieden worden ist noch gen&uuml;gt die Behauptung, das FG habe sachlich unrichtig entschieden (BFH-Beschl&uuml;sse vom 23. Januar 2007 VIII B 211\/05, BFH\/NV 2007, 912, m.w.N.; vom 20. Februar 2008 VIII B 53\/07, n.v.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Der BFH hat im Hinblick auf die reichhaltige h&ouml;chstrichterliche Judikatur (insbesondere den grundlegenden Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 25. Juni 1984 GrS 4\/82, BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751) die Rechtsfrage, unter welchen Umst&auml;nden eine steuerrechtlich unbeachtliche Liebhaberei anzunehmen ist, als gekl&auml;rt beurteilt und zudem ausgef&uuml;hrt, die Feststellung der Gewinnerzielungsabsicht im Einzelfall liege auf tats&auml;chlichem Gebiet (vgl. BFH-Beschluss vom 19. August 2004 XI B 9\/04, juris, die Verfassungsbeschwerde wurde mit Beschluss vom 26. Oktober 2005 2 BvR 2228\/04, n.v., vom Bundesverfassungsgericht &#8211;BVerfG&#8211; nicht zur Entscheidung angenommen; ferner BFH-Beschluss vom 15. Januar 2004 VIII B 300\/02, n.v.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Der Kl&auml;ger setzt sich bereits nicht mit der ganz entscheidungserheblichen Unterscheidung zwischen der Beurteilung einer hauptberuflichen und einer nur nebenberuflichen selbst&auml;ndigen T&auml;tigkeit auseinander (vgl. dazu z.B. den Hinweis im BFH-Beschluss vom 19. August 2004 XI B 9\/04, n.v.; BFH-Urteil in BFH\/NV 2001, 160, zur Nebent&auml;tigkeit als Versicherungsagent; BFH-Urteil vom 31. Mai 2001 IV R 81\/99, BFHE 195, 382, BStBl II 2002, 276; vom 22. April 1998 XI R 10\/97, BFHE 186, 206, BStBl II 1998, 663, mit dem Hinweis auf die Bedeutung einer hauptberuflich betriebenen Kanzlei; Ferner Schmid\/ Weber-Grellet, EStG, 27. Aufl., &sect; 15 Rz 32, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Insbesondere sind aber nach st&auml;ndiger h&ouml;chstrichterlicher Rechtsprechung jeweils alle Umst&auml;nde einschlie&szlig;lich etwaiger Besonderheiten der Verh&auml;ltnisse im Einzelfall zu ber&uuml;cksichtigen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 208, 557, BStBl II 2005, 392).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG hat im Streitfall ganz entscheidend auf die in Folge der Vollzeitt&auml;tigkeit als angestellter Architekt f&uuml;r eine zus&auml;tzliche nebenberufliche selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers als Architekt fehlende Zeitreserve abgestellt, die im Ergebnis auch den Erfolg von Umstrukturierungsma&szlig;nahmen, von intensiverer Werbung und Akquisitionen nicht als erfolgversprechend erscheinen lie&szlig;en.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger hat es insbesondere unterlassen, einen erneuten oder weiteren Kl&auml;rungsbedarf hinsichtlich einer bestimmten abstrakten Rechtsfrage unter der erforderlichen inhaltlichen Auseinandersetzung mit der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung und im Schrifttum hinreichend substantiiert darzutun.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 27.5.2008, VIII B 123\/07 Verletzung der Amtsermittlungspflicht &#8211; Divergenz &#8211; Frage der Gewinnerzielungsabsicht bei verlustbringender nebenberuflicher T&auml;tigkeit als selbst&auml;ndiger Architekt grunds&auml;tzlich gekl&auml;rt Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig und durch Beschluss zu verwerfen (&sect; 132 FGO). 2&nbsp; Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) hat die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde nach &sect; 115 Abs. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-123-07-verletzung-der-amtsermittlungspflicht-divergenz-frage-der-gewinnerzielungsabsicht-bei-verlustbringender-nebenberuflicher-taetigkeit-als-selbstaendiger-architekt-grundsaetzlich-geklaert\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;B&nbsp;123\/07 &#8211; Verletzung der Amtsermittlungspflicht &#8211; Divergenz &#8211; Frage der Gewinnerzielungsabsicht bei verlustbringender nebenberuflicher T&auml;tigkeit als selbst&auml;ndiger Architekt grunds&auml;tzlich gekl&auml;rt<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-18590","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18590","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18590"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18590\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18590"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18590"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18590"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}