{"id":18707,"date":"2012-12-11T17:38:11","date_gmt":"2012-12-11T15:38:11","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=18707"},"modified":"2012-12-11T17:38:11","modified_gmt":"2012-12-11T15:38:11","slug":"ii-b-57-07-verweisung-des-fg-auf-einspruchsentscheidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-b-57-07-verweisung-des-fg-auf-einspruchsentscheidung\/","title":{"rendered":"II&nbsp;B&nbsp;57\/07 &#8211; Verweisung des FG auf Einspruchsentscheidung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.7.2008, II B 57\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Verweisung des FG auf Einspruchsentscheidung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. Ihre Begr&uuml;ndung entspricht nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO). Danach m&uuml;ssen in der Beschwerdebegr&uuml;ndung die Voraussetzungen des &sect; 115 Abs. 2 FGO dargelegt werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) haben das Vorliegen des von ihnen geltend gemachten Verfahrensmangels (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO), n&auml;mlich dass die Vorentscheidung nicht mit Gr&uuml;nden versehen sei (&sect; 119 Nr. 6 FGO), nicht schl&uuml;ssig dargelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die Abweisung der Klage der Kl&auml;gerin hinsichtlich der Verm&ouml;gensteuerfestsetzung auf den 1. Januar 1996 hat das Finanzgericht (FG) damit begr&uuml;ndet, dass die Klage insoweit mangels Beschwer der Kl&auml;gerin und wegen des Fehlens eines Vorverfahrens unzul&auml;ssig sei. Darauf sind die Kl&auml;ger in der Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht eingegangen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Das FG hat in den Entscheidungsgr&uuml;nden seines Urteils im &Uuml;brigen ausgef&uuml;hrt, der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt) habe in den zu den angefochtenen Verm&ouml;gensteuerfestsetzungen auf den 1. Januar der Jahre 1993, 1995 und 1996 ergangenen Einspruchsentscheidungen vom 27. Juli 2006 die Rechtslage zutreffend wiedergegeben. Das Gericht folge diesen beiden Einspruchsentscheidungen ohne Einschr&auml;nkung und sehe zur Vermeidung von Wiederholungen von einer weiteren Darstellung der Entscheidungsgr&uuml;nde nach &sect; 105 Abs. 5 FGO ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Das FG hat damit von den ihm durch &sect; 105 Abs. 5 FGO einger&auml;umten M&ouml;glichkeiten Gebrauch gemacht. Nach dieser Vorschrift ist es verfahrensrechtlich zul&auml;ssig, dass das Gericht von einer weiteren Darstellung der Entscheidungsgr&uuml;nde absieht, soweit es der Begr&uuml;ndung des Verwaltungsakts oder der Entscheidung &uuml;ber den au&szlig;ergerichtlichen Rechtsbehelf folgt und dies in seiner Entscheidung feststellt. Diese Regelung dient der Entlastung der Gerichte von der Formulierungs- und Schreibarbeit bei der Urteilsbegr&uuml;ndung, wenn deren Zweck, den Beteiligten Kenntnis davon zu vermitteln, auf welchen Feststellungen, Verh&auml;ltnissen oder rechtlichen Erw&auml;gungen die Entscheidung beruht, ohne Nachteil f&uuml;r den Rechtsschutz des Kl&auml;gers auch durch Bezugnahme auf bereits vorliegende Verwaltungsentscheidungen erreicht werden kann (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 10. November 2006 XI B 147\/05, BFH\/NV 2007, 267, m.w.N.). Das Gericht kann dabei die eigene Begr&uuml;ndung vollst&auml;ndig durch eine Bezugnahme auf die Gr&uuml;nde der Einspruchsentscheidung ersetzen. Eine &uuml;ber die Feststellung, dass das FG der Verwaltungsentscheidung folgt, hinausgehende Urteilsbegr&uuml;ndung ist dann nicht erforderlich (BFH-Beschluss vom 20. November 2003 III B 88\/02, BFH\/NV 2004, 517).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die gebotene verfassungskonforme Anwendung des &sect; 105 Abs. 5 FGO setzt allerdings zum einen voraus, dass das Gericht wegen des Anspruchs des Rechtsschutzsuchenden auf rechtliches Geh&ouml;r (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes) auf dessen wesentliches neues Vorbringen im Klageverfahren eingeht, und zum anderen, dass der Verwaltungsakt oder die Einspruchsentscheidung selbst eine aussagekr&auml;ftige Begr&uuml;ndung zu den wesentlichen tats&auml;chlichen und rechtlichen Erw&auml;gungen, die aus der Sicht des Gerichts f&uuml;r die getroffene Entscheidung ma&szlig;geblich waren, enth&auml;lt (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile vom 20. Mai 1994 VI R 10\/94, BFHE 174, 391, BStBl II 1994, 707, und vom 23. April 1998 IV R 30\/97, BFHE 186, 120, BStBl II 1998, 626; BFH-Beschluss in BFH\/NV 2007, 267, m.w.N.). Die Begr&uuml;ndungserleichterung des &sect; 105 Abs. 5 FGO darf nicht dazu f&uuml;hren, dass geringere Anforderungen an die Auseinandersetzung des Gerichts mit entscheidungserheblichem Vorbringen des Rechtsschutzsuchenden, d.h. mit den vom ihm vorgetragenen selbst&auml;ndigen Angriffs- und Verteidigungsmitteln, gestellt werden (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2007, 267).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Die Kl&auml;ger haben nicht schl&uuml;ssig dargelegt, aus welchen Gr&uuml;nden das FG nach diesen Grunds&auml;tzen zu weitergehenden Ausf&uuml;hrungen in den Entscheidungsgr&uuml;nden verpflichtet gewesen sein soll. Sie tragen nicht vor, dass sie im Klageverfahren neue Gesichtspunkte vorgebracht h&auml;tten, mit denen sich das FG h&auml;tte auseinandersetzen m&uuml;ssen. Sie verweisen vielmehr auf ein Schreiben vom 20. November 2004, das noch aus der Zeit vor Erlass der angefochtenen Steuerbescheide stammt. Sie f&uuml;hren auch nicht aus, inwiefern die vom FG in Bezug genommenen Einspruchsentscheidungen keine aussagekr&auml;ftige Begr&uuml;ndung zu den wesentlichen tats&auml;chlichen und rechtlichen Erw&auml;gungen enthalten sollen. Stattdessen wiederholen sie lediglich auf unsubstantiierte Art und Weise ihr tats&auml;chliches Vorbringen zum Bestehen eines Treuhandverh&auml;ltnisses zwischen dem Kl&auml;ger und seinem Bruder. Einen Grund f&uuml;r die Zulassung der Revision machen sie damit nicht geltend (BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 2004, 517, und in BFH\/NV 2007, 267).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.7.2008, II B 57\/07 Verweisung des FG auf Einspruchsentscheidung Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. Ihre Begr&uuml;ndung entspricht nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO). 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