{"id":191,"date":"2012-08-07T12:44:08","date_gmt":"2012-08-07T10:44:08","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=191"},"modified":"2012-08-07T12:44:41","modified_gmt":"2012-08-07T10:44:41","slug":"jagd-und-fischereisteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/jagd-und-fischereisteuer\/","title":{"rendered":"Jagd- und Fischereisteuer"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jagd- und Fischereisteuer<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was wird besteuert?<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>Die Steuer wird j\u00e4hrlich auf der Grundlage des Jahresjagdwerts bzw. bei Verpachtung auf den vom P\u00e4chter zu entrichtenden\u00a0Pachtpreis erhoben, bei der Fischereisteuer z\u00e4hlt die Anzahl der Fischereibezirke. Die Abgabe hat den Charakter einer\u00a0Luxussteuer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wer zahlt die Steuer?<\/strong><\/p>\n<p>In den Mustersatzungen ist der Jagdaus\u00fcbungsberechtigte als Steuerpflichtiger bestimmt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie lautet die Rechtsgrundlage?<\/strong><\/p>\n<p>Rechtsgrundlage sind die Kommunalabgabengesetze der L\u00e4nder und die jeweiligen kommunalen Satzungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wer erhebt diese Steuer?<\/strong><\/p>\n<p>Die Steuer wird in der Regel von den Kreisen erhoben, denen auch die Ertragshoheit zusteht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie hat sich die Steuer entwickelt?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>Als rohe Fr\u00fchform der Jagd- und Fischereisteuer k\u00f6nnen die mittelalterlichen Naturalabgaben aus Jagd und Fischfang\u00a0angesehen werden, die teils als Tier- oder Blutzehnt an Kirche und Grundherren abzuliefern waren. In der Neuzeit zum\u00a0Hoheitsrecht und Finanzregal entwickelt, stand die Ausbeute dem Landesherrn zu, der da und dort die Gemeinden daran\u00a0partizipieren lie\u00df. Im 19. Jahrhundert \u00fcberlie\u00dfen die L\u00e4nder den Gemeinden vielfach das Recht zur Erhebung einer\u00a0Wildbretsteuer, deren H\u00f6he sich nach dem Wert des erlegten St\u00fcck Wildes richtete (so f\u00fcr die St\u00e4dte in Preu\u00dfen bewilligt durch\u00a0Allerh\u00f6chsten Erlass vom 24. April 1848, erneuert durch \u00a7 14 des KAG von 1893, in Geltung bis 1910). Im Zuge der\u00a0Neuordnung des Kommunalabgaben- und Finanzausgleichsrechts nach dem Ersten Weltkrieg wurde die heutige Form der\u00a0Jagdsteuer begr\u00fcndet, die grunds\u00e4tzlich den Landkreisen vorbehalten blieb; gleichzeitig entfiel die Besteuerung bestimmter\u00a0Aus\u00fcbungsformen der Jagd, wie z. B. die Frettchensteuer. F\u00fcr Preu\u00dfen wurde 1922, f\u00fcr das ganze Reichsgebiet 1937 eine\u00a0einheitliche Mustersteuerordnung dazu erstellt. In einigen L\u00e4ndern wurde die Steuerpflicht auf die Sportfischerei ausgedehnt.\u00a0Nach 1945 ist die Steuer in den neuen Kommunalabgabengesetzen verankert worden.\u00a0Das Aufkommen betrug 2003 rund 25,0 Mio. \u20ac.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jagd- und Fischereisteuer &nbsp; Was wird besteuert? Die Steuer wird j\u00e4hrlich auf der Grundlage des Jahresjagdwerts bzw. bei Verpachtung auf den vom P\u00e4chter zu entrichtenden\u00a0Pachtpreis erhoben, bei der Fischereisteuer z\u00e4hlt die Anzahl der Fischereibezirke. Die Abgabe hat den Charakter einer\u00a0Luxussteuer. &nbsp; Wer zahlt die Steuer? 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