{"id":2142,"date":"2012-09-29T10:21:59","date_gmt":"2012-09-29T08:21:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=2142"},"modified":"2012-09-29T10:23:23","modified_gmt":"2012-09-29T08:23:23","slug":"r-41c-3-nachforderung-von-lohnsteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/r-41c-3-nachforderung-von-lohnsteuer\/","title":{"rendered":"R 41c.3 Nachforderung von Lohnsteuer"},"content":{"rendered":"<p><strong>R 41c.3 Nachforderung von Lohnsteuer<\/strong><\/p>\n<div>\n<p>(1) In den F\u00e4llen des \u00a7 38 Abs. 4 und des \u00a7 41c Abs. 4 EStG ist das Betriebsst\u00e4ttenfinanzamt f\u00fcr die Nachforderung dann zust\u00e4ndig, wenn die zu wenig erhobene Lohnsteuer bereits im Laufe des Kalenderjahres nachgefordert werden soll.<\/p>\n<p>(2) <sup>1<\/sup>Im Falle des \u00a7 41c Abs. 4 EStG gilt f\u00fcr die Berechnung der nachzufordernden Lohnsteuer nach Ablauf des Kalenderjahres R 41c.1 Abs. 6 Satz 1 und Abs. 8 Satz 1 entsprechend. <sup>2<\/sup>In anderen F\u00e4llen ist die Jahreslohnsteuer wie folgt zu ermitteln:<\/p>\n<\/div>\n<p>1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bruttoarbeitslohn<\/p>\n<p>2 + erm\u00e4\u00dfigt besteuerte Entsch\u00e4digungen und erm\u00e4\u00dfigt besteuerte Verg\u00fctungen f\u00fcr mehrj\u00e4hrige T\u00e4tigkeit i. S. d. \u00a7 34 EStG<\/p>\n<p>3 = Jahresarbeitslohn<\/p>\n<p>4 &#8211; Freibetr\u00e4ge f\u00fcr Versorgungsbez\u00fcge (\u00a7 19 Abs. 2 EStG)<\/p>\n<p>5 &#8211; Werbungskosten, ma\u00dfgebender Pauschbetrag f\u00fcr Werbungskosten (\u00a7\u00a7 9, 9a EStG)<\/p>\n<p>&#8211; &#8211; Erwerbsbedingte Kinderbetreuungskosten (\u00a7 9 Abs. 5 Satz 1 i. V. m. \u00a7 9c Abs. 1 EStG)<\/p>\n<p>6 &#8211; Altersentlastungsbetrag (\u00a7 24a EStG)<\/p>\n<p>7 &#8211; Entlastungsbetrag f\u00fcr Alleinerziehende (\u00a7 24b EStG)<\/p>\n<p>8 = Gesamtbetrag der Eink\u00fcnfte (\u00a7 2 Abs. 3 EStG)<\/p>\n<p>9 &#8211; Sonderausgaben (\u00a7\u00a7 9c Abs. 2, 10, 10b, 10c, 39b Abs. 2 Satz 5 Nr. 3 EStG)<\/p>\n<p>10 &#8211; au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen (\u00a7\u00a7 33 bis 33b EStG)<\/p>\n<p>11 = Einkommen (\u00a7 2 Abs. 4 EStG)<\/p>\n<p>12 &#8211; Freibetr\u00e4ge f\u00fcr Kinder (nur f\u00fcr Kinder, f\u00fcr die kein Anspruch auf Kindergeld besteht; \u00a7 39a Abs. 1 Nr. 6 EStG)<\/p>\n<p>13 = zu versteuerndes Einkommen (\u00a7 2 Abs. 5 EStG)<\/p>\n<p>14 &#8211; Entsch\u00e4digungen und Verg\u00fctungen i. S. d. \u00a7 34 EStG (Zeile 2)<\/p>\n<p>15 = verbleibendes zu versteuerndes Einkommen<\/p>\n<p>16 + ein F\u00fcnftel der Entsch\u00e4digungen und Verg\u00fctungen i. S. d. \u00a7 34 EStG (Zeile 2)<\/p>\n<p>17 = Summe<\/p>\n<p>18 = Steuerbetrag f\u00fcr die Summe (Zeile 17) laut Grundtarif\/Splittingtarif<\/p>\n<p>19 &#8211; Steuerbetrag f\u00fcr das verbleibende zu versteuernde Einkommen (Zeile 15) laut Grundtarif\/Splittingtarif<\/p>\n<p>20 = Unterschiedsbetrag<\/p>\n<div>\n<p><sup>3<\/sup>Hat der Arbeitnehmer keine Entsch\u00e4digungen und Verg\u00fctungen i. S. d. \u00a7 34 EStG bezogen, ist der f\u00fcr das zu versteuernde Einkommen (Zeile 13) nach dem Grundtarif\/Splittingtarif ermittelte Steuerbetrag die Jahreslohnsteuer (tarifliche Einkommensteuer &#8211; \u00a7 32a Abs. 1, 5 EStG). <sup>4<\/sup>Hat der Arbeitnehmer Entsch\u00e4digungen und Verg\u00fctungen i. S. d. \u00a7 34 EStG bezogen, ist der Steuerbetrag f\u00fcr das verbleibende zu versteuernde Einkommen (Zeile 19) zuz\u00fcglich des F\u00fcnffachen des Unterschiedsbetrags (Zeile 20) die Jahreslohnsteuer (tarifliche Einkommensteuer &#8211; \u00a7 32a Abs. 1, 5 EStG).<\/p>\n<p>(4) <sup>1<\/sup>Will das Finanzamt zuwenig einbehaltene Lohnsteuer vom Arbeitnehmer nachfordern, erl\u00e4sst es gegen diesen einen Steuerbescheid. <sup>2<\/sup>Nach Ablauf des Kalenderjahres kommt eine Nachforderung von Lohnsteuer oder Einkommensteuer ggf. auch durch erstmalige oder ge\u00e4nderte Veranlagung zur Einkommensteuer in Betracht. <sup>3<\/sup>Die Nachforderung von Lohnsteuer oder Einkommensteuer erfolgt durch erstmalige oder ge\u00e4nderte Veranlagung zur Einkommensteuer, wenn auf der Lohnsteuerkarte ein Hinzurechnungsbetrag eingetragen ist (&gt;\u00a7 46 Abs. 2 Nr. 2 EStG).<\/p>\n<p>(5) <sup>1<\/sup>Au\u00dfer im Falle des \u00a7 38 Abs. 4 EStG unterbleibt die Nachforderung, wenn die nachzufordernde Lohnsteuer den Mindestbetrag nach \u00a7 41c Abs. 4 Satz 2 EStG nicht \u00fcbersteigt. <sup>2<\/sup>Bezieht sich die Nachforderung auf mehrere Kalenderjahre, ist f\u00fcr jedes Kalenderjahr gesondert festzustellen, ob der Mindestbetrag \u00fcberschritten wird. <sup>3<\/sup>Treffen in einem Kalenderjahr mehrere Nachforderungsgr\u00fcnde zusammen, gilt der Mindestbetrag f\u00fcr die insgesamt nachzufordernde Lohnsteuer.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>R 41c.3 Nachforderung von Lohnsteuer (1) In den F\u00e4llen des \u00a7 38 Abs. 4 und des \u00a7 41c Abs. 4 EStG ist das Betriebsst\u00e4ttenfinanzamt f\u00fcr die Nachforderung dann zust\u00e4ndig, wenn die zu wenig erhobene Lohnsteuer bereits im Laufe des Kalenderjahres nachgefordert werden soll. 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