{"id":2255,"date":"2012-10-02T10:00:05","date_gmt":"2012-10-02T08:00:05","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=2255"},"modified":"2012-10-02T10:00:05","modified_gmt":"2012-10-02T08:00:05","slug":"spielbankabgabe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/spielbankabgabe\/","title":{"rendered":"Spielbankabgabe"},"content":{"rendered":"<p><strong>Spielbankabgabe<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was wird besteuert?<\/strong><\/p>\n<p>Die Spielbankabgabe ist eine Steuer besonderer Art, die von den\u00a0Spielbankunternehmern anstelle der sonst anfallenden Einzelsteuern gezahlt werden muss. Rechtsgrundlage f\u00fcr die Spielbankabgabe ist teilweise die Verordnung \u00fcber \u00f6ffentliche Spielbanken vom\u00a027. Juli 1938 (RGBl. I, S. 955). Au\u00dferdem gelten auch f\u00fcr die Sonderabgaben die Spielbankgesetze der L\u00e4nder. Die Steuer muss vom\u00a0Betreiber einer \u00f6ffentlichen Spielbank gezahlt werden und wird an<br \/>\ndie von den zust\u00e4ndigen Landesbeh\u00f6rden bestimmten Kassen abgef\u00fchrt (das Aufkommen steht den L\u00e4ndern zu). Das Verfahren\u00a0konnte sehr einfach gestaltet werden, da der Spielbetrieb st\u00e4ndig\u00a0steuerlich \u00fcberwacht wird. Die Spielbankabgabe wird vom\u00a0Bruttospielertrag berechnet, d.h. von dem t\u00e4glichen Saldo aus den\u00a0Eins\u00e4tzen und Gewinnen der Spieler. Die H\u00f6he des Abgabensatzes\u00a0in den einzelnen L\u00e4ndern variiert zwischen 45 und 80 Prozent der\u00a0Bruttospielertr\u00e4ge. In einigen L\u00e4ndern ist die H\u00f6he des Abgabensatzes von der H\u00f6he der Bruttospielertr\u00e4ge abh\u00e4ngig. Dar\u00fcber hinaus\u00a0m\u00fcssen die Spielbanken bis zur Grenze von meistens 80 Prozent der\u00a0Bruttospielertr\u00e4ge Sonderabgaben leisten.<\/p>\n<p><strong>Wie hat sich die\u00a0Steuer entwickelt?<\/strong><\/p>\n<p>Die fiskalische Nutzbarmachung des Spielbetriebs geht in<br \/>\nDeutschland auf die Bl\u00fctezeit der mittelalterlichen St\u00e4dte zur\u00fcck.<br \/>\nIn Frankfurt am Main z. B. bestand zwischen 1390 und 1463 eine<br \/>\nW\u00fcrfelspielbank, deren Ertr\u00e4ge unmittelbar in die Stadtkasse flos-<br \/>\nsen. In N\u00fcrnberg soll es 3.600 abgabepflichtige \u201eSpielbretter\u201c gege-<br \/>\nben haben. Nach der Haushaltsrechnung von Schw\u00e4bisch Hall<br \/>\nmachte die \u201eAbgabe f\u00fcr das Spiel\u201c 1422\/23 rund 10 Prozent der st\u00e4d-<br \/>\ntischen Einnahmen aus. 1873 wurden die Spielbanken im deutschen<br \/>\nReichsgebiet verboten, ihre Errichtung wurde jedoch durch Reichsgesetz vom 14. Juli 1933 unter bestimmten Bedingungen wieder zugelassen. Die Besteuerung wurde in einfachster Weise durch die<br \/>\nEinf\u00fchrung einer pauschalen Abgabe geregelt, die f\u00fcr den Betrieb\u00a0der Spielbanken sowohl die Steuern von Einkommen und Verm\u00f6gen als auch die Lotteriesteuer abgilt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spielbankabgabe Was wird besteuert? Die Spielbankabgabe ist eine Steuer besonderer Art, die von den\u00a0Spielbankunternehmern anstelle der sonst anfallenden Einzelsteuern gezahlt werden muss. Rechtsgrundlage f\u00fcr die Spielbankabgabe ist teilweise die Verordnung \u00fcber \u00f6ffentliche Spielbanken vom\u00a027. Juli 1938 (RGBl. I, S. 955). Au\u00dferdem gelten auch f\u00fcr die Sonderabgaben die Spielbankgesetze der L\u00e4nder. 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