{"id":22651,"date":"2013-01-07T13:48:56","date_gmt":"2013-01-07T11:48:56","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=22651"},"modified":"2013-01-07T13:48:56","modified_gmt":"2013-01-07T11:48:56","slug":"vii-b-64-12-frage-nach-der-hinreichenden-bestimmtheit-eines-unter-aenderungsvorbehalt-erlassenen-duldungsbescheids-nicht-klaerungsfaehig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-64-12-frage-nach-der-hinreichenden-bestimmtheit-eines-unter-aenderungsvorbehalt-erlassenen-duldungsbescheids-nicht-klaerungsfaehig\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;B&nbsp;64\/12 &#8211; Frage nach der hinreichenden Bestimmtheit eines unter &Auml;nderungsvorbehalt erlassenen Duldungsbescheids nicht kl&auml;rungsf&auml;hig"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 2.8.2012, VII B 64\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Frage nach der hinreichenden Bestimmtheit eines unter &Auml;nderungsvorbehalt erlassenen Duldungsbescheids nicht kl&auml;rungsf&auml;hig<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) hat von ihrem Schwiegervater im Wege der Schenkung ein Grundst&uuml;ck erhalten. Mit einem weiteren Schenkungsvertrag hat dieser ihr sowie ihren beiden S&ouml;hnen ein weiteres Grundst&uuml;ck unentgeltlich &uuml;bertragen. Aufgrund von unstreitigen Abgabenschulden des Schenkers hat der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) am 8.&nbsp;August 2003 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;191 der Abgabenordnung (AO) i.V.m. &sect;&nbsp;4 des Anfechtungsgesetzes (AnfG) einen Duldungsbescheid erlassen, mit dem er die unentgeltlichen Eigentums&uuml;bertragungen an den Grundst&uuml;cken anfocht. Mit Kaufvertrag vom &#8230; November 2003 verkaufte die Kl&auml;gerin das in ihrem Alleineigentum stehende Grundst&uuml;ck. Hinsichtlich des anderen Grundst&uuml;cks &uuml;bte der Ehemann der Kl&auml;gerin das vertraglich vorbehaltene Widerrufsrecht aus, so dass es zur R&uuml;ck&uuml;bertragung des Grundst&uuml;cks kam. Infolgedessen widerrief das FA mit Bescheid vom 6.&nbsp;April 2006 den inzwischen im Einspruchsverfahren erfolglos angefochtenen Duldungsbescheid vom 8.&nbsp;August 2003 insoweit, als er sich auf das r&uuml;ck&uuml;bereignete Grundst&uuml;ck bezog. Hinsichtlich des von der Kl&auml;gerin verkauften Grundst&uuml;cks forderte das FA die Kl&auml;gerin mit einem als Vollstreckungsank&uuml;ndigung bezeichneten Schreiben vom 10.&nbsp;Mai 2006 auf, als Grundst&uuml;cksersatz den Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks herauszugeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte nur zu einem geringen Teil Erfolg. Das Finanzgericht (FG) urteilte, dass die angefochtenen Bescheide aufgrund der im Streitfall erf&uuml;llten Voraussetzungen des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 AnfG zum &uuml;berwiegenden Teil rechtm&auml;&szlig;ig seien. Aufgrund der Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks habe die Kl&auml;gerin Wertersatz zu leisten. Der &Uuml;bergang des FA vom Prim&auml;r- zum Sekund&auml;ranspruch werde aus dem &Auml;nderungsbescheid vom 10.&nbsp;Mai 2006 ersichtlich, mit dem das FA aufgrund der nachtr&auml;glich eingetretenen Unm&ouml;glichkeit der Vollstreckung seinen Duldungsanspruch nunmehr als Wertersatzanspruch weiter verfolgt habe. Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) sei der Wertersatzanspruch lediglich eine Modalit&auml;t des R&uuml;ckgew&auml;hranspruchs. Allerdings werde die Kl&auml;gerin insoweit in ihren Rechten verletzt, als der r&uuml;ckst&auml;ndige Abgabenbetrag um verwirkte S&auml;umniszuschl&auml;ge erh&ouml;ht worden sei. Von dem Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s seien die Schenkungsteuer, die Notarkosten und von der Kl&auml;gerin vertraglich &uuml;bernommene Abrisskosten in Abzug zu bringen. Hingegen k&ouml;nnten eine Zahlung der Abl&ouml;sesumme f&uuml;r Stellpl&auml;tze, diverse Erschlie&szlig;ungskosten, gegen&uuml;ber einer Bank erbrachte Zins- und Tilgungsleistungen sowie eine nach Erhalt des Duldungsbescheids eingetragene Grundschuld keine Ber&uuml;cksichtigung finden. Im Hinblick auf die der Kl&auml;gerin gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) gesetzte Ausschlussfrist habe ohne weitere Ermittlungen entschieden werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Beschwerde begehrt die Kl&auml;gerin die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO), Divergenz (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) sowie wegen mangelnder Sachaufkl&auml;rung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO). Die Deutung des &#8211;im &Uuml;brigen nicht hinreichend bestimmten&#8211; &Auml;nderungsbescheids vom 10.&nbsp;Mai 2006 k&ouml;nne nicht &uuml;berzeugen. Entgegen der Ansicht des FG handele es sich lediglich um eine Zahlungsaufforderung. Den Zahlungsanspruch h&auml;tte das FA durch einen weiteren Verwaltungsakt unabh&auml;ngig von etwaigen Verkaufserl&ouml;sen festsetzen m&uuml;ssen. Mit seinen Ausf&uuml;hrungen weiche das FG vom Urteil des BFH vom 31.&nbsp;Juli 1984 VII&nbsp;R&nbsp;151\/83 (BFHE 142, 99, BStBl II 1985, 31) ab. Zu Unrecht habe das FG einen vom FA vorgenommenen Abzug der Grundschuldbelastung abgelehnt. Von grunds&auml;tzlicher Bedeutung sei die Frage, ob das FG im Rahmen der &Uuml;berpr&uuml;fung eines Duldungsbescheids Entreicherungspositionen austauschen d&uuml;rfe. Hinsichtlich der nicht ber&uuml;cksichtigten Abl&ouml;sesumme f&uuml;r Stellpl&auml;tze und der geltend gemachten Zins- und Tilgungsleistungen verkenne das FG die Kausalit&auml;t und setze sich in Widerspruch zur BFH-Entscheidung vom 22.&nbsp;Juni 2004 VII&nbsp;R&nbsp;16\/02 (BFHE 206, 217, BStBl II 2004, 923). Verfahrensfehlerhaft habe das FG schrifts&auml;tzlich benannte Zeugen nicht geh&ouml;rt. Eine R&uuml;ge sei in der m&uuml;ndlichen Verhandlung deshalb nicht erfolgt, weil mit einem weiteren Termin zur Beweisaufnahme zu rechnen gewesen sei. Schlie&szlig;lich liege eine Geh&ouml;rsverletzung darin, dass das FG in seinem &quot;Beschluss vom 27.&nbsp;September 2011&quot; nicht darauf hingewiesen habe, dass Erschlie&szlig;ungskosten zus&auml;tzlich nachzuweisen seien. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde hat keinen Erfolg. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die von der Kl&auml;gerin behauptete Abweichung des FG-Urteils von der Rechtsprechung des BFH liegt nicht vor. Das FG hat in seiner Entscheidung keinen Rechtssatz gebildet, der in Widerspruch zum Senatsurteil in BFHE 142, 99, BStBl II 1985, 31 st&uuml;nde. Dieser Entscheidung ist der von der Kl&auml;gerin gebildete Rechtssatz, nach dem zur Erlangung von Wertersatz ein weiterer Verwaltungsakt erlassen werden m&uuml;sse, nicht zu entnehmen. In dem vom BFH entschiedenen Fall wurde in der Einspruchsentscheidung unter &Auml;nderung des Duldungsbescheids die Leistung von Wertersatz angeordnet. Nur f&uuml;r diesen Fall hat der BFH geurteilt, dass durch einen Duldungsbescheid nach &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 AnfG a.F. auch Wertersatz gefordert werden <span style=\"text-decoration:underline\">k&ouml;nne<\/span> und der Wortlaut des &sect;&nbsp;191 Abs.&nbsp;1 AO dem nicht entgegenstehe. Im &Uuml;brigen hat das FG der Rechtsansicht der Kl&auml;gerin dadurch entsprochen, dass es den &Auml;nderungsbescheid vom 10.&nbsp;Mai 2006 als einen ausdr&uuml;cklichen &Uuml;bergang vom Prim&auml;ranspruch zum Sekund&auml;ranspruch und als eine Geltendmachung von Wertersatz gedeutet hat. Die von der Kl&auml;gerin aufgeworfene Frage, ob Wertersatz automatisch mit der Duldungsverf&uuml;gung verlangt werden k&ouml;nne, w&uuml;rde sich in einem Revisionsverfahren nicht stellen, weil das FG das Schreiben vom 10.&nbsp;Mai 2006 revisionsrechtlich bindend als &Auml;nderung der Duldungsverf&uuml;gung auf Anforderung von Wertersatz gewertet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Soweit die Beschwerde die Frage f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam h&auml;lt, &quot;ob ein Haftungsbescheid&quot; auch dann noch hinreichend bestimmt ist, wenn er unter einem &Auml;nderungsvorbehalt ergeht und nicht ersichtlich ist, in welchem Umfang eine &Auml;nderung vorbehalten ist, gen&uuml;gen die Ausf&uuml;hrungen nicht den Darlegungserfordernissen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO. Es h&auml;ngt von den besonderen Umst&auml;nden des Einzelfalls ab, ob der Inhalt eines Verwaltungsakts als hinreichend bestimmt angesehen werden kann, so dass die von der Kl&auml;gerin aufgeworfene Frage einer allgemeing&uuml;ltigen Kl&auml;rung nicht f&auml;hig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Auch die Frage, ob das FG die einzelnen Positionen, die als Entreicherung im Rahmen des &sect;&nbsp;11 AnfG geltend gemacht werden, austauschen darf, stellt sich im Streitfall nicht. Allein aus der Fragestellung wird nicht klar ersichtlich, wie der Begriff &quot;Austausch&quot; zu verstehen ist. Offensichtlich geht die Beschwerde davon aus, dass das FG den vom FA vorgenommenen Abzug der Valuta der Grundschuld nicht mehr habe &uuml;berpr&uuml;fen d&uuml;rfen. Dabei &uuml;bersieht sie, dass das FA diesen Abzug selbst unter Vorbehalt gestellt und nicht bedingungslos anerkannt hat. Unter diesem Gesichtspunkt stellt sich die Vorgehensweise des FG nicht als &#8211;etwa willk&uuml;rlicher oder unzul&auml;ssiger&#8211; Austausch von &quot;Entreicherungspositionen&quot; dar, sondern als Teil der Ermittlung des Wertersatzanspruchs. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Rechtm&auml;&szlig;igkeit eines angefochtenen Duldungsbescheids in der Form eines &Auml;nderungsbescheids, mit dem Wertersatz f&uuml;r ein ver&auml;u&szlig;ertes Grundst&uuml;ck gefordert wird (zum Streitgegenstand eines Steuerbescheids vgl. Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;96 FGO Rz&nbsp;198). Es liegt auf der Hand, dass sich die Pr&uuml;fung der Rechtm&auml;&szlig;igkeit auch auf die H&ouml;he des vom FA geforderten Betrags und auf die vom Adressaten der Duldungsverf&uuml;gung geltend gemachten Entreicherungspositionen zu erstrecken hat, die den Anspruch des FA der H&ouml;he nach begrenzen. Dies gilt insbesondere dann, wenn das FA einen solchen Posten nicht vorbehaltlos anerkannt hat. Dabei ist das FG an eine vom FA gefasste Rechtsmeinung nicht gebunden. Im Ergebnis hat das FG den angefochtenen Bescheid auch nicht betragsm&auml;&szlig;ig verb&ouml;sert, sondern den von der Kl&auml;gerin zu entrichtenden Betrag geringf&uuml;gig herabgesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Soweit sich die Kl&auml;gerin gegen die Nichtber&uuml;cksichtigung der Abl&ouml;sesumme f&uuml;r Stellpl&auml;tze und von Zins- und Tilgungsleistungen wendet, r&uuml;gt sie eine vermeintlich materiell-rechtlich unzutreffende W&uuml;rdigung durch das FG, das nach Ansicht der Beschwerde einen ad&auml;quat kausalen Zusammenhang h&auml;tte bejahen m&uuml;ssen. Dies kann jedoch eine Zulassung der Revision nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 oder Nr.&nbsp;2 FGO nicht begr&uuml;nden. Auch liegt die behauptete Divergenz zum BFH-Urteil in BFHE 206, 217, BStBl II 2004, 923 nicht vor. Das FG hat in Bezug auf die Kausalit&auml;tsfrage keinen Rechtssatz aufgestellt, der von dieser Entscheidung abweicht. Vielmehr hat es darauf abgestellt, dass diese Abl&ouml;sesumme allein in kausalem Zusammenhang mit einem anderen Grundst&uuml;ck gestanden habe. Somit hat das FG nicht nur einen rechtlichen Zusammenhang, sondern jeglichen kausalen Zusammenhang in Frage gestellt. Im &Uuml;brigen l&auml;sst sich der angef&uuml;hrten Senatsentscheidung ein Rechtssatz zur Erforderlichkeit einer rechtlichen bzw. ad&auml;quaten Kausalit&auml;t zwischen dem Empfang eines Gegenstands oder einer Leistung und einer Entreicherung nicht entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die von der Kl&auml;gerin ger&uuml;gten Verfahrensm&auml;ngel liegen nicht vor. Entgegen der Auffassung der Beschwerde konnte das FG von der Vernehmung der benannten Zeugen absehen. Den Ausf&uuml;hrungen des FG, es k&ouml;nne im Hinblick auf die der Kl&auml;gerin gesetzte Ausschlussfrist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;3 FGO ohne weitere Ermittlungen entscheiden, ist die Beschwerde nicht substantiiert entgegengetreten. Zudem hat das FG die Nichtber&uuml;cksichtigung der Grundschuld und des dadurch besicherten Darlehens mit der B&ouml;sgl&auml;ubigkeit der Kl&auml;gerin vor Bestellung des Grundpfandrechts begr&uuml;ndet, die eine Privilegierung ausschlie&szlig;e. Kenntnis von einer Gl&auml;ubigerbenachrichtigung habe sie sp&auml;testens mit dem Erhalt des Duldungsbescheids gehabt. Aus der ma&szlig;geblichen Sicht des FG musste sich eine weitere Beweiserhebung durch Vernehmung der in der Beschwerde genannten Zeugen zur Frage, ob die Kl&auml;gerin diesen Zeugen erhebliche Betr&auml;ge schuldete, die mit der Bestellung der Grundschuld abgesichert worden seien, nicht aufdr&auml;ngen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Eines besonderen Hinweises hinsichtlich der erforderlichen Darlegung der behaupteten Erschlie&szlig;ungskosten bedurfte es nicht, weshalb die ger&uuml;gte Geh&ouml;rsverletzung nicht vorliegt. In seiner Verf&uuml;gung vom 27.&nbsp;September 2011 hat das FG der Kl&auml;gerin aufgegeben, bisher nicht ber&uuml;cksichtigte Tatsachen und Beweismittel anzugeben, die ihrer Ansicht nach von Bedeutung sein k&ouml;nnten. Diese und die &uuml;brigen Angaben des FG k&ouml;nnen nicht dahingehend gedeutet werden, dass es den Nachweis der von der Kl&auml;gerin geltend gemachten Anliegerkosten f&uuml;r erbracht angesehen und weiteren Vortrag f&uuml;r entbehrlich erachtet hat. Vielmehr oblag es der Kl&auml;gerin, die von ihr behauptete Entreicherung anhand der einzelnen Positionen substantiiert darzulegen und entsprechende Nachweise zu erbringen. Eines besonderen Hinweises f&uuml;r jede einzelne dieser Positionen bedurfte es nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 2.8.2012, VII B 64\/12 Frage nach der hinreichenden Bestimmtheit eines unter &Auml;nderungsvorbehalt erlassenen Duldungsbescheids nicht kl&auml;rungsf&auml;hig Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) hat von ihrem Schwiegervater im Wege der Schenkung ein Grundst&uuml;ck erhalten. Mit einem weiteren Schenkungsvertrag hat dieser ihr sowie ihren beiden S&ouml;hnen ein weiteres Grundst&uuml;ck unentgeltlich &uuml;bertragen. 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