{"id":22660,"date":"2013-01-07T13:50:14","date_gmt":"2013-01-07T11:50:14","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=22660"},"modified":"2013-01-07T13:50:14","modified_gmt":"2013-01-07T11:50:14","slug":"vii-b-183-11-darlegung-von-verfahrensmaengeln-entscheidung-ueber-ablehnungsgesuch-im-urteil-ablehnung-eines-befangenheitsgesuchs-nur-ausnahmsweise-verfahrensmangel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-183-11-darlegung-von-verfahrensmaengeln-entscheidung-ueber-ablehnungsgesuch-im-urteil-ablehnung-eines-befangenheitsgesuchs-nur-ausnahmsweise-verfahrensmangel\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;B&nbsp;183\/11 &#8211; Darlegung von Verfahrensm&auml;ngeln &#8211; Entscheidung &uuml;ber Ablehnungsgesuch im Urteil &#8211; Ablehnung eines Befangenheitsgesuchs nur ausnahmsweise Verfahrensmangel"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 14.8.2012, VII B 183\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Darlegung von Verfahrensm&auml;ngeln &#8211; Entscheidung &uuml;ber Ablehnungsgesuch im Urteil &#8211; Ablehnung eines Befangenheitsgesuchs nur ausnahmsweise Verfahrensmangel<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Wegen der Frage, ob ein Einkommensteuer-Erstattungsanspruch des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) durch Aufrechnung erloschen sei, erlie&szlig; der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) unter dem 7.&nbsp;M&auml;rz 2008 einen Abrechnungsbescheid, der am selben Tag zur Post aufgegeben wurde. Den hiergegen am 15.&nbsp;April 2008 erhobenen Einspruch verwarf das FA wegen Vers&auml;umung der Einspruchsfrist als unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) sah die hiergegen erhobene Klage als eine isolierte, nur gegen die Einspruchsentscheidung gerichtete Anfechtungsklage an, die es nach Beweisaufnahme durch Vernehmung mehrerer Zeugen in m&uuml;ndlicher Verhandlung abwies. Die tats&auml;chlichen Feststellungen sowie die Beweisaufnahme h&auml;tten zur &Uuml;berzeugung des Gerichts ergeben, dass der Abrechnungsbescheid dem Kl&auml;ger am 11.&nbsp;M&auml;rz 2008 zugegangen sei. F&uuml;r das Vorbringen des Kl&auml;gers, der Abrechnungsbescheid habe sich drei Wochen auf dem Postweg befunden, bevor er ihm angeblich erst am 14.&nbsp;April 2008 zugegangen sei, spreche nichts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Nichtzulassungsbeschwerde des Kl&auml;gers, welche er auf die Zulassungsgr&uuml;nde der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache sowie des Verfahrensmangels (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 und 3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) st&uuml;tzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde hat keinen Erfolg, weil die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde schon nicht schl&uuml;ssig dargelegt sind, wie es &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO verlangt, jedenfalls aber nicht vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Anders als die Beschwerde meint, entspricht es nicht der klaren Aktenlage, dass der Abrechnungsbescheid vom 7.&nbsp;M&auml;rz 2008 in einem Umschlag mit der aufgedruckten Barcodenummer 020422573593 versandt wurde. Der Kl&auml;ger hat dies im finanzgerichtlichen Verfahren lediglich behauptet und die Kopie eines solchen Briefumschlags zur Akte gereicht, ohne dass erkennbar ist, wie sich dieser Umschlag mit einem bestimmten Schreiben des FA in Verbindung bringen lassen k&ouml;nnte. Es bestand daher f&uuml;r das FG kein Anlass, auf dieses Vorbringen des Kl&auml;gers im angefochtenen Urteil n&auml;her einzugehen. Deshalb meint die Beschwerde zu Unrecht, der Anspruch des Kl&auml;gers auf rechtliches Geh&ouml;r sei insoweit verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich der hiermit im Zusammenhang stehenden R&uuml;ge der Beschwerde, das FG sei dem in der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellten Antrag des Kl&auml;gervertreters nicht gefolgt, weitere Gelegenheit zur schrifts&auml;tzlichen Stellungnahme zu der sog. Rollkarte zu gew&auml;hren, fehlt es an Darlegungen, weshalb es dem Kl&auml;ger nicht m&ouml;glich war, hierzu bereits in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vorzutragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Soweit die Beschwerde meint, das FG habe seinem Urteil Angaben der Zeugin&nbsp;F zugrunde gelegt, die deren Aussage nicht zu entnehmen seien, wird kein Verfahrensmangel dargelegt, weil die Grunds&auml;tze der Beweisw&uuml;rdigung zum materiellen Recht geh&ouml;ren. Das FG kann seine Entscheidung im &Uuml;brigen auch auf Angaben eines Zeugen st&uuml;tzen, die in der &#8211;die Zeugenaussage lediglich zusammenfassenden&#8211; Sitzungsniederschrift nicht w&ouml;rtlich wiedergegeben sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Gleiches gilt, soweit das FG aufgrund der Angaben der Zeugen F und B angenommen hat, der Briefkasten des Kl&auml;gers sei damals nur in l&auml;ngeren Zeitabschnitten geleert worden. Abgesehen davon, dass es sich hierbei nicht um eine die Entscheidung tragende, sondern nur um ein f&uuml;r die Glaubw&uuml;rdigkeit der Zeugin&nbsp;F herangezogenes Indiz handelt, wird mit der Behauptung der Beschwerde, das FG habe diese &Uuml;berzeugung nicht gewinnen d&uuml;rfen, kein Verfahrensmangel dargelegt. F&uuml;r das weitere Vorbringen der Beschwerde, das FG habe insoweit die schriftliche Auskunft der Vermieterin&nbsp;G nicht zur Kenntnis genommen, der Briefkasten des Kl&auml;gers werde w&ouml;chentlich, manchmal nach zwei Wochen geleert, spricht nichts. &Uuml;berdies steht diese Angabe der W&uuml;rdigung des FG nicht entgegen, dass damals der Briefkasten des Kl&auml;gers nur in l&auml;ngeren Zeitabschnitten geleert worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Zur schl&uuml;ssigen Darlegung des Verfahrensmangels eines vom FG &uuml;bergangenen Beweisantrags geh&ouml;rt nach st&auml;ndiger Rechtsprechung (u.a.) auch der Vortrag, dass die Nichterhebung des angebotenen Beweises in der m&uuml;ndlichen Verhandlung ger&uuml;gt wurde oder weshalb diese R&uuml;ge nicht m&ouml;glich war (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 20.&nbsp;April 1989 IV&nbsp;R&nbsp;299\/83, BFHE 157, 106, BStBl II 1989, 727, und BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;November 1997 VIII&nbsp;B&nbsp;16\/97, BFH\/NV 1998, 608). Da der im finanzgerichtlichen Verfahren geltende Untersuchungsgrundsatz eine Verfahrensvorschrift ist, auf deren Einhaltung ein Beteiligter &#8211;ausdr&uuml;cklich oder durch Unterlassen einer R&uuml;ge&#8211; verzichten kann (&sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;295 der Zivilprozessordnung), hat die unterlassene rechtzeitige R&uuml;ge den endg&uuml;ltigen R&uuml;geverlust, so z.B. auch zur Begr&uuml;ndung einer Nichtzulassungsbeschwerde, zur Folge (Senatsbeschluss vom 17.&nbsp;Dezember 1999 VII&nbsp;B&nbsp;183\/99, BFH\/NV 2000, 597).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An entsprechenden Darlegungen der Beschwerde fehlt es im Streitfall; auch aus dem Protokoll &uuml;ber die m&uuml;ndliche Verhandlung vor dem FG ergibt sich kein Hinweis, dass der Kl&auml;ger Beweisantr&auml;ge gestellt oder das &Uuml;bergehen zuvor schrifts&auml;tzlich gestellter Beweisantr&auml;ge ger&uuml;gt hat. Vielmehr hat der Kl&auml;gervertreter, nachdem die Beweisaufnahme beendet war und offenbar keine weiteren Zeugen vernommen werden sollten, r&uuml;gelos zur Sache verhandelt und den Klageantrag gestellt. Auf die R&uuml;ge ist damit wirksam verzichtet worden, so dass die Beschwerde schon deshalb keinen Erfolg haben kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Grunds&auml;tzliche Bedeutung kommt der Rechtssache nicht zu. Es ist nicht zweifelhaft, dass ein Rechtsbehelf nur f&uuml;r diejenige Person wirkt, in deren Namen der Rechtsbehelf eingelegt wurde. Soweit die Beschwerde meint, das FG h&auml;tte ein gegen den Abrechnungsbescheid vom 7.&nbsp;M&auml;rz 2008 gerichtetes Einspruchsschreiben der Ehefrau des Kl&auml;gers, auch als einen (in diesem Fall fristgerecht erhobenen) Einspruch des Kl&auml;gers ansehen m&uuml;ssen, wendet sie sich gegen die materielle Richtigkeit der FG-Entscheidung, was jedoch nicht zur Zulassung der Revision f&uuml;hren kann. Ein seitens der Beschwerde ger&uuml;gter Verfahrensmangel liegt insoweit nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Anders als die Beschwerde meint, liegt auch kein Verfahrensmangel vor, weil das FG trotz vorangegangener Ablehnungsgesuche des Kl&auml;gers gegen den Vorsitzenden Richter des FG-Senats sowie gegen den Berichterstatter in seiner gesch&auml;ftsplanm&auml;&szlig;igen Besetzung &uuml;ber die Klage entschieden hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG muss &uuml;ber ein Ablehnungsgesuch nicht durch gesonderten Beschluss ohne Mitwirkung der abgelehnten Richter entscheiden, wenn das Ablehnungsgesuch wegen Rechtsmissbr&auml;uchlichkeit oder aus anderen Gr&uuml;nden offensichtlich unzul&auml;ssig ist (BFH-Urteil vom 23.&nbsp;Mai 2000 VIII&nbsp;R&nbsp;20\/99, BFH\/NV 2000, 1359, m.w.N.). So liegt es im Streitfall. Das FG hat die Ablehnungsgesuche des Kl&auml;gers zu Recht f&uuml;r offenkundig rechtsmissbr&auml;uchlich gehalten. Das Ablehnungsgesuch vom 20.&nbsp;Juli 2011, auf das sich die Beschwerde bezieht, enth&auml;lt ausschlie&szlig;lich den pauschalen Vorwurf der angeblichen Verweigerung prozessualer Rechte durch den Vorsitzenden Richter, der allein damit begr&uuml;ndet wird, dass Beweisantr&auml;gen des Kl&auml;gers bisher nicht gefolgt worden sei. Individuelle Ablehnungsgr&uuml;nde werden hingegen nicht beschrieben. Auf die im angefochtenen Urteil gegebene Begr&uuml;ndung kann im &Uuml;brigen verwiesen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus kann die dem Urteil vorausgegangene Entscheidung des FG, das Ablehnungsgesuch als offensichtlich unzul&auml;ssig anzusehen, nicht mit der Beschwerde angefochten werden (&sect;&nbsp;128 Abs.&nbsp;2 FGO) und unterl&auml;ge somit nicht der Beurteilung der Revision (&sect;&nbsp;124 Abs.&nbsp;2 FGO), weshalb auch eine Nichtzulassungsbeschwerde grunds&auml;tzlich nicht auf die Ablehnung eines Befangenheitsgesuchs gest&uuml;tzt werden kann. Geltend gemacht werden k&ouml;nnen nur solche Verfahrensm&auml;ngel, die als Folge der Ablehnung des Befangenheitsgesuchs dem angefochtenen Urteil anhaften. Ein Zulassungsgrund liegt daher nur vor, wenn die Ablehnung ein Verfahrensgrundrecht verletzt (Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r oder den gesetzlichen Richter). Das Verfahrensgrundrecht auf den gesetzlichen Richter greift jedoch nur bei willk&uuml;rlichen Verst&ouml;&szlig;en gegen Verfahrensvorschriften ein. Deshalb hat eine Besetzungsr&uuml;ge nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn sich dem Beschwerdevorbringen entnehmen l&auml;sst, dass der Beschluss &uuml;ber die Zur&uuml;ckweisung des Ablehnungsgesuchs nicht nur fehlerhaft, sondern greifbar gesetzwidrig und damit willk&uuml;rlich war (BFH-Beschl&uuml;sse vom 13.&nbsp;Januar 2003 III&nbsp;B&nbsp;51\/02, BFH\/NV 2003, 640; vom 28.&nbsp;Mai 2003 III&nbsp;B&nbsp;87\/02, BFH\/NV 2003, 1218; vom 22.&nbsp;Oktober 2003 III&nbsp;B&nbsp;14\/03, BFH\/NV&nbsp;2004, 224; Senatsbeschluss vom 27.&nbsp;Oktober 2003 VII&nbsp;S&nbsp;20\/03, BFH\/NV 2004, 375). Derartiges ist weder vorgetragen noch ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 14.8.2012, VII B 183\/11 Darlegung von Verfahrensm&auml;ngeln &#8211; Entscheidung &uuml;ber Ablehnungsgesuch im Urteil &#8211; Ablehnung eines Befangenheitsgesuchs nur ausnahmsweise Verfahrensmangel Tatbestand 1&nbsp; I. Wegen der Frage, ob ein Einkommensteuer-Erstattungsanspruch des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) durch Aufrechnung erloschen sei, erlie&szlig; der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) unter dem 7.&nbsp;M&auml;rz 2008 einen Abrechnungsbescheid, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-183-11-darlegung-von-verfahrensmaengeln-entscheidung-ueber-ablehnungsgesuch-im-urteil-ablehnung-eines-befangenheitsgesuchs-nur-ausnahmsweise-verfahrensmangel\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;B&nbsp;183\/11 &#8211; Darlegung von Verfahrensm&auml;ngeln &#8211; Entscheidung &uuml;ber Ablehnungsgesuch im Urteil &#8211; Ablehnung eines Befangenheitsgesuchs nur ausnahmsweise Verfahrensmangel<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-22660","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22660","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22660"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22660\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22660"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22660"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22660"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}