{"id":22669,"date":"2013-01-07T13:48:54","date_gmt":"2013-01-07T11:48:54","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=22669"},"modified":"2013-01-07T13:48:54","modified_gmt":"2013-01-07T11:48:54","slug":"iii-b-88-12-verletzung-des-rechtlichen-gehoers-durch-ueberraschungsentscheidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-88-12-verletzung-des-rechtlichen-gehoers-durch-ueberraschungsentscheidung\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;88\/12 &#8211; Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs durch &Uuml;berraschungsentscheidung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 2.11.2012, III B 88\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs durch &Uuml;berraschungsentscheidung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist die Mutter des im M&auml;rz 1988 geborenen Sohnes S. S nahm im September 2007 eine Ausbildung zum Tischler auf, die im Januar 2011 mit der Gesellenpr&uuml;fung endete. Die Ausbildungsverg&uuml;tung betrug laut Ausbildungsvertrag vom 4.&nbsp;September 2007 im ersten Ausbildungsjahr 282&nbsp;EUR, im zweiten Ausbildungsjahr 296,10&nbsp;EUR und im dritten Ausbildungsjahr 310,91&nbsp;EUR monatlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem die Kl&auml;gerin mehrere Anfragen der Beklagten und Beschwerdegegnerin (Familienkasse) zu den Eink&uuml;nften und Bez&uuml;gen des S nicht oder unzureichend beantwortet hatte, hob die Familienkasse die Kindergeldfestsetzung mit Bescheid vom 1.&nbsp;Juni 2011 nach &sect;&nbsp;70 Abs.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ab Januar 2010 auf und forderte das f&uuml;r den Zeitraum Januar 2010 bis M&auml;rz 2011 bereits ausgezahlte Kindergeld in H&ouml;he von 2.760&nbsp;EUR von der Kl&auml;gerin zur&uuml;ck. Auch im Einspruchsverfahren legte die Kl&auml;gerin keine geeigneten Nachweise hinsichtlich der Eink&uuml;nfte des S vor, woraufhin die Familienkasse den Einspruch mit Einspruchsentscheidung vom 6.&nbsp;September 2011 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckwies.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen gerichtete Klage wies das Finanzgericht (FG) als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Beschwerde begehrt die Kl&auml;gerin die Zulassung der Revision wegen des Vorliegens von Verfahrensm&auml;ngeln (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;), weil das FG gegen seine Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) versto&szlig;en und den Anspruch der Kl&auml;gerin auf rechtliches Geh&ouml;r (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO) verletzt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Nichtzulassungsbeschwerde der Kl&auml;gerin ist zul&auml;ssig und begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung des Rechtsstreits an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;6 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Es liegt ein von der Kl&auml;gerin in der erforderlichen Form (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO) dargelegter Verfahrensmangel vor, auf dem die Entscheidung des FG beruhen kann (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO). Denn die von der Kl&auml;gerin ger&uuml;gte Verletzung des Rechts auf Geh&ouml;r liegt vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Rechtliches Geh&ouml;r (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes, &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO) wird den Beteiligten dadurch gew&auml;hrt, dass sie Gelegenheit erhalten, sich zu dem Sachverhalt zu &auml;u&szlig;ern, der einer gerichtlichen Entscheidung zu Grunde gelegt werden soll. Das rechtliche Geh&ouml;r bezieht sich vor allem auf Tatsachen und Beweisergebnisse; dar&uuml;ber hinaus darf das FG seine Entscheidung auf einen rechtlichen oder tats&auml;chlichen Gesichtspunkt nur st&uuml;tzen, wenn die Beteiligten zuvor Gelegenheit hatten, dazu Stellung zu nehmen (&sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;2 der Zivilprozessordnung). Deshalb kann eine Verletzung des Rechts auf Geh&ouml;r vorliegen, wenn das Gericht die Beteiligten nicht auf einen rechtlichen oder tats&auml;chlichen Gesichtspunkt hinweist, den es seiner Entscheidung zu Grunde legen will und der dem Rechtsstreit eine Wendung gibt, mit der auch ein kundiger Beteiligter nach dem bisherigen Verlauf des Verfahrens nicht hat rechnen m&uuml;ssen (vgl. z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs vom 15.&nbsp;Juni 2001 VII&nbsp;B&nbsp;45\/01, BFH\/NV 2001, 1580; vom 14.&nbsp;November 2002 XI&nbsp;B&nbsp;69\/02, BFH\/NV 2003, 293; vom 1.&nbsp;Juli 2003 III&nbsp;B&nbsp;94\/02, BFH\/NV 2003, 1591).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine solche sog. &Uuml;berraschungsentscheidung stellt das angefochtene Urteil dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG hat sein Urteil auf folgende Erw&auml;gungen gest&uuml;tzt: S habe die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz 2 EStG nicht erf&uuml;llt. Die Kl&auml;gerin und ihr Sohn h&auml;tten offensichtlich unzutreffende Angaben gemacht, wie sich daran zeige, dass die Frage nach Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit wiederholt mit &quot;nein&quot; beantwortet worden sei. Zwar k&ouml;nne der Vortrag, dass S im Jahr 2010&nbsp;&nbsp;310,91&nbsp;EUR brutto im Monat verdient habe, als wahr unterstellt werden, so dass die beantragte Zeugenvernehmung des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers des Ausbildungsbetriebs unterbleiben k&ouml;nne. Gleichwohl stehe nicht zur &Uuml;berzeugung des Gerichts fest, dass der Sohn der Kl&auml;gerin nicht &uuml;ber andere Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge verf&uuml;gt habe. Die nachhaltige Weigerung der Kl&auml;gerin, zutreffende Erkl&auml;rungen &uuml;ber die Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge des S vorzulegen, spreche f&uuml;r das Vorliegen weiterer Einnahmen. Die Unaufkl&auml;rbarkeit des Sachverhalts gehe zu Lasten der Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Aktenlage hat die Kl&auml;gerin im finanzgerichtlichen Verfahren ausdr&uuml;cklich erkl&auml;rt, dass S im Jahr 2010 &quot;ausschlie&szlig;lich&quot; die der Familienkasse bereits bekannte Ausbildungsverg&uuml;tung in H&ouml;he von 310,91&nbsp;EUR brutto erhalten habe. In der m&uuml;ndlichen Verhandlung erkl&auml;rte der Prozessbevollm&auml;chtigte der Kl&auml;gerin laut den Feststellungen des FG, dass der Ausbildungsbetrieb des S weder eine Lohnsteuerbescheinigung 2010 noch eine Verdienstbescheinigung f&uuml;r den Monat Januar 2011 erstellt habe; er benannte deshalb den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Ausbildungsbetriebs als Zeugen zum Beweis der Tatsache, dass die Jahresbruttoverg&uuml;tung 2010&nbsp;&nbsp;3.730,93&nbsp;EUR betragen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus der Klageerwiderung ergeben sich keine konkreten Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass neben der Ausbildungsverg&uuml;tung andere Eink&uuml;nfte oder Bez&uuml;ge vorgelegen haben k&ouml;nnten. Ebenso ergibt sich aus dem Sitzungsprotokoll nicht, dass das Vorliegen weiterer Eink&uuml;nfte oder Bez&uuml;ge problematisiert wurde. Vielmehr hat das FG nach den Urteilsgr&uuml;nden seine Zweifel allein auf das vorprozessuale Verhalten der Kl&auml;gerin gest&uuml;tzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Angesichts dieses Prozessverlaufs musste die Kl&auml;gerin trotz ihrer Vertretung durch einen fachkundigen Prozessbevollm&auml;chtigten nicht damit rechnen, dass das FG die Klage wegen Zweifeln hinsichtlich des Fehlens weiterer Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge abweisen w&uuml;rde, ohne zuvor S im Wege eines Auskunftsverlangens nach &sect;&nbsp;79 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 FGO aufzufordern, eine Erkl&auml;rung &uuml;ber seine Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge abzugeben, oder ihn hierzu als Zeugen zu vernehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das FG hat insoweit das rechtliche Geh&ouml;r der Kl&auml;gerin verletzt. Auf diesem Verfahrensfehler beruht das angefochtene Urteil (&sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Es kann dahingestellt bleiben, ob das FG daneben seine aus &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO folgende Pflicht zur Sachaufkl&auml;rung verletzt hat, indem es Ermittlungen unterlassen hat, die sich nach Lage der Akten und dem Vortrag der Beteiligten aufdr&auml;ngten. Denn schon der festgestellte Verfahrensmangel der Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs rechtfertigt die Aufhebung der Entscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Im Interesse eines m&ouml;glichst raschen Abschlusses des Rechtsstreits weist der Senat &#8211;allerdings ohne Bindungswirkung f&uuml;r den zweiten Rechtsgang&#8211; auf Folgendes hin:<br \/><\/br>Nachdem im Rahmen der Einspruchsentscheidung vom 6.&nbsp;September 2011 eine sachliche Pr&uuml;fung des Kindergeldanspruchs stattgefunden hat, erstreckt sich der Streitgegenstand der auf Aufhebung des Aufhebungsbescheids gerichteten Klage auf das Kindergeld f&uuml;r den Zeitraum von Januar 2010 bis September 2011 (vgl. Senatsurteil vom 22.&nbsp;Dezember 2011 III&nbsp;R&nbsp;41\/07, BFHE 236, 144, BStBl II 2012, 681, unter II.2. der Gr&uuml;nde). Sofern keine entsprechende Einschr&auml;nkung des Klageantrags erfolgt, bed&uuml;rfte es daher zun&auml;chst noch n&auml;herer Feststellungen, ob ab Februar 2011 weiter ein Beg&uuml;nstigungstatbestand i.S. des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG vorgelegen hat. Bislang hat das FG nur ein bis Januar 2011 bestehendes Ausbildungsverh&auml;ltnis festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 2.11.2012, III B 88\/12 Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs durch &Uuml;berraschungsentscheidung Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist die Mutter des im M&auml;rz 1988 geborenen Sohnes S. S nahm im September 2007 eine Ausbildung zum Tischler auf, die im Januar 2011 mit der Gesellenpr&uuml;fung endete. 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