{"id":23760,"date":"2013-01-21T16:37:06","date_gmt":"2013-01-21T14:37:06","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=23760"},"modified":"2013-01-21T16:37:06","modified_gmt":"2013-01-21T14:37:06","slug":"r-e-7-1-freigebige-zuwendungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/r-e-7-1-freigebige-zuwendungen\/","title":{"rendered":"R E 7.1 Freigebige Zuwendungen"},"content":{"rendered":"<p><strong><strong>Zu \u00a7 7 ErbStG<\/strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>R E 7.1 Freigebige Zuwendungen<\/strong><\/p>\n<p>(1) <sup>1<\/sup>Der steuerliche Schenkungsbegriff unterscheidet sich vom zivilrechtlichen Schenkungsbegriff (\u00a7 516 BGB) darin, dass eine Einigung zwischen Schenker und Beschenktem \u00fcber die Unentgeltlichkeit der Zuwendung nicht erforderlich ist. <sup>2<\/sup>Eine <strong>freigebige Zuwendung<\/strong> setzt voraus, dass sie unentgeltlich erfolgt und der Empf\u00e4nger objektiv auf Kosten des Zuwendenden bereichert ist. <sup>3<\/sup>Der Zuwendende muss diese Unentgeltlichkeit subjektiv gewollt haben.<\/p>\n<p>(2) <sup>1<\/sup><strong>Bereicherung <\/strong>kann jede Verm\u00f6gensvermehrung und jede Minderung von Schulden oder Belastungen beim Bedachten sein. <sup>2<\/sup>Ob eine Bereicherung vorliegt, ist zun\u00e4chst anhand der gemeinen Werte (Verkehrswerte) der Zuwendungsgegenst\u00e4nde und der gegebenenfalls vom Bedachten zu erf\u00fcllenden Gegenleistungen und Auflagen zu beurteilen. <sup>3<\/sup>Unentgeltlich ist ein Erwerb, soweit er nicht rechtlich abh\u00e4ngig ist von einer den Erwerb ausgleichenden Gegenleistung, die sowohl nach Art eines gegenseitigen Vertrags als auch durch Setzen einer Auflage oder Bedingung begr\u00fcndet sein kann. <sup>4<\/sup>Eine Bereicherung tritt nicht ein, soweit der Empf\u00e4nger das Erhaltene rechtlich beanspruchen konnte, z.B. infolge einer entsprechenden Forderung oder als Entlohnung f\u00fcr vereinbarte Dienste.<\/p>\n<p>(3) <sup>1<\/sup>Der Zuwendende muss in dem Bewusstsein handeln, dass er zu der Verm\u00f6genshingabe rechtlich nicht verpflichtet ist, er also seine Leistung ohne rechtlichen Zusammenhang mit einer Gegenleistung oder einem Gemeinschaftszweck erbringt. <sup>2<\/sup>Ein auf die Bereicherung des Bedachten gerichteter Wille im Sinne einer Bereicherungsabsicht ist nicht erforderlich. <sup>3<\/sup>Der <strong>Wille zur Unentgeltlichkeit<\/strong> ist auf der Grundlage der dem Zuwendenden bekannten Umst\u00e4nde nach den Ma\u00dfst\u00e4ben des allgemein Verkehrs\u00fcblichen festzustellen. <sup>4<\/sup>Es gen\u00fcgt, wenn der Zuwendende die Tatsachen und Umst\u00e4nde kennt, auf Grund derer eine Zuwendung als objektiv unentgeltlich qualifiziert werden kann.<\/p>\n<p>(4) Liegt eine freigebige Zuwendung vor, richtet sich die <strong>Bewertung <\/strong>der zugewendeten Verm\u00f6gensgegenst\u00e4nde und der gegebenenfalls vom Bedachten zu erf\u00fcllenden Gegenleistungen und Auflagen nach \u00a7 12 ErbStG.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu \u00a7 7 ErbStG R E 7.1 Freigebige Zuwendungen (1) 1Der steuerliche Schenkungsbegriff unterscheidet sich vom zivilrechtlichen Schenkungsbegriff (\u00a7 516 BGB) darin, dass eine Einigung zwischen Schenker und Beschenktem \u00fcber die Unentgeltlichkeit der Zuwendung nicht erforderlich ist. 2Eine freigebige Zuwendung setzt voraus, dass sie unentgeltlich erfolgt und der Empf\u00e4nger objektiv auf Kosten des Zuwendenden bereichert &hellip; 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