{"id":24786,"date":"2013-02-02T16:35:18","date_gmt":"2013-02-02T14:35:18","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=24786"},"modified":"2013-02-02T16:35:18","modified_gmt":"2013-02-02T14:35:18","slug":"r-b-151-2-gesonderte-feststellung-von-grundbesitzwerten-nach-%c2%a7-151-bewg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/r-b-151-2-gesonderte-feststellung-von-grundbesitzwerten-nach-%c2%a7-151-bewg\/","title":{"rendered":"R B 151.2 Gesonderte Feststellung von Grundbesitzwerten nach \u00a7 151 BewG"},"content":{"rendered":"<p><strong>R B 151.2 Gesonderte Feststellung von Grundbesitzwerten nach \u00a7 151 BewG<\/strong><\/p>\n<p>(1)\u00a0<sup>1<\/sup>Das Lagefinanzamt (\u00a7 152 Nummer 1 BewG) hat nach\u00a0\u00a7 151 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 BewGGrundbesitzwerte festzustellen.\u00a0<sup>2<\/sup>Die Zugeh\u00f6rigkeit von Wirtschaftsg\u00fctern zum Betriebsverm\u00f6gen oder Grundverm\u00f6gen richtet sich nach ertragsteuerlichen Grunds\u00e4tzen (\u00a7\u00a7 95\u00a0bis\u00a097 BewG).<\/p>\n<p>(2) Hinsichtlich der Zurechnung der wirtschaftlichen Einheit gilt Folgendes:<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">1.<\/td>\n<td valign=\"top\">War der\u00a0<strong>Erblasser Alleineigent\u00fcmer<\/strong>\u00a0einer wirtschaftlichen Einheit des Grundbesitzes und geht das Eigentum daran im Weg des Erwerbs durch Erbanfall nur auf\u00a0<strong>einen Erben<\/strong>\u00a0als Gesamtrechtsnachfolger \u00fcber, ist der gesamte Wert der wirtschaftlichen Einheit gesondert festzustellen und dem Erwerber allein zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">2.<\/td>\n<td valign=\"top\"><sup>1<\/sup>War der\u00a0<strong>Erblasser Alleineigent\u00fcmer<\/strong>\u00a0einer wirtschaftlichen Einheit des Grundbesitzes und geht das Eigentum daran im Weg des Erwerbs durch Erbanfall auf\u00a0<strong>mehrere Erben<\/strong>\u00a0als Gesamtrechtsnachfolger \u00fcber, ist der Wert der wirtschaftlichen Einheit der Erbengemeinschaft gegen\u00fcber gesondert festzustellen und der Erbengemeinschaft in Vertretung der Miterben zuzurechnen (\u00a7 179 Absatz 2 Satz 2 AO).\u00a0<sup>2<\/sup>Die Feststellung ist erforderlich, wenn sich bei mindestens einem Miterben eine &#8222;materielle&#8220; Steuerpflicht ergibt.\u00a0<sup>3<\/sup>Die Ermittlung der Erbquote obliegt dem Erbschaftsteuer-Finanzamt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">3.<\/td>\n<td valign=\"top\"><sup>1<\/sup>War der\u00a0<strong>Erblasser Miteigent\u00fcmer<\/strong>\u00a0einer wirtschaftlichen Einheit des Grundbesitzes und geht der Miteigentumsanteil daran im Weg des Erwerbs durch Erbanfall nur auf\u00a0<strong>einen Erben oder auf mehrere Erben<\/strong>\u00a0als Gesamtrechtsnachfolger \u00fcber, ist der Wert des vererbten Miteigentumsanteils nach Nummer 1 oder 2 festzustellen und dem Erben oder der Erbengemeinschaft (in Vertretung der Miterben) zuzurechnen.\u00a0<sup>2<\/sup>Die \u00fcbrigen Miteigent\u00fcmer sind nicht am Verfahren zu beteiligen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">4.<\/td>\n<td valign=\"top\"><sup>1<\/sup>Wird eine wirtschaftliche Einheit des Grundbesitzes oder ein Miteigentumsanteil daran durch<strong>Verm\u00e4chtnis<\/strong>\u00a0zugewandt, ist der Wert der wirtschaftlichen Einheit oder des Miteigentumsanteils gesondert festzustellen und dem Erben oder der Erbengemeinschaft (in Vertretung der Miterben) zuzurechnen.\u00a0<sup>2<\/sup>Eine eigenst\u00e4ndige gesonderte Feststellung erfolgt auch gegen\u00fcber dem Verm\u00e4chtnisnehmer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">5.<\/td>\n<td valign=\"top\"><sup>1<\/sup>Geht eine wirtschaftliche Einheit des Grundbesitzes oder ein Miteigentumsanteil daran im Wege der\u00a0<strong>Schenkung unter Lebenden<\/strong>\u00a0\u00fcber, ist f\u00fcr jeden Erwerber der Wert des von ihm erworbenen (Mit-)Eigentumsanteils am Grundbesitz gesondert festzustellen.\u00a0<sup>2<\/sup>Die Feststellung ist gegen\u00fcber dem Erwerber und dem Schenker einheitlich zu treffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>(3) Bei der gesonderten Feststellung von Grundbesitzwerten f\u00fcr das land- und forstwirtschaftliche Verm\u00f6gen gilt Folgendes:<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">1.<\/td>\n<td valign=\"top\"><sup>1<\/sup>Der nach den Vorschriften des\u00a0\u00a7 168 BewG\u00a0zu ermittelnde\u00a0<strong>Grundbesitzwert f\u00fcr das land- und forstwirtschaftliche Verm\u00f6gen<\/strong>\u00a0ist nach\u00a0\u00a7 151 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 BewGgesondert festzustellen.\u00a0<sup>2<\/sup>Dabei sind die Werte f\u00fcr den\u00a0<strong>Wirtschaftsteil<\/strong>, f\u00fcr die<strong>Betriebswohnungen<\/strong>\u00a0und f\u00fcr den\u00a0<strong>Wohnteil<\/strong>\u00a0jeweils als Besteuerungsmerkmale im Feststellungsbescheid auszuweisen.\u00a0<sup>3<\/sup>Das gilt auch bei der Aufteilung nach\u00a0\u00a7 168 Absatz 3 BewG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">2.<\/td>\n<td valign=\"top\"><sup>1<\/sup>Im Rahmen der gesonderten Feststellung werden keine Aussagen zum\u00a0<strong>Liquidationswert<\/strong>\u00a0im Sinne des\u00a0\u00a7 166 BewG\u00a0getroffen.\u00a0<sup>2<\/sup>Im Fall der Nachbewertung nach\u00a0\u00a7 162 Absatz 3\u00a0und\u00a04 BewGist der erteilte Feststellungsbescheid nach\u00a0\u00a7 175 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 AO\u00a0zu \u00e4ndern.\u00a0<sup>3<\/sup>Der jeweilige Liquidationswert im Sinne des\u00a0\u00a7 166 BewG\u00a0wird dabei zum Gegenstand des Feststellungsverfahrens.\u00a0<sup>4<\/sup>Die hierf\u00fcr erforderlichen Daten werden im Rahmen der Feststellungserkl\u00e4rung zum Bewertungsstichtag erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">3.<\/td>\n<td valign=\"top\">Im Fall der\u00a0<strong>Nachbewertung<\/strong>\u00a0(\u00a7 162 Absatz 3\u00a0und\u00a04 BewG) fordert das Erbschaftsteuerfinanzamt vom Lagefinanzamt die Feststellung des Werts f\u00fcr den Wirtschaftsteil unter Ber\u00fccksichtigung des Liquidationswerts an, wenn dies f\u00fcr die Besteuerung von Bedeutung ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>(4)\u00a0<sup>1<\/sup>Ist bei einer\u00a0<strong>Grundst\u00fccksschenkung<\/strong>\u00a0absehbar, dass der Steuerwert der freigebigen Zuwendung unter dem pers\u00f6nlichen Freibetrag des Erwerbers liegt und f\u00fchrt auch eine Zusammenrechnung mit fr\u00fcheren Zuwendungen von derselben Person (\u00a7 14 ErbStG) nicht zu einer Steuerfestsetzung, kann auf eine Feststellung des Grundbesitzwerts zun\u00e4chst verzichtet werden.<sup>2<\/sup>Diese ist auf den Zeitpunkt der Ausf\u00fchrung der Grundst\u00fccksschenkung nachzuholen, wenn im Verlauf der folgenden zehn Jahre die Grundst\u00fccksschenkung in die Zusammenrechnung mit einem weiteren Erwerb von derselben Person (\u00a7 14 ErbStG) einzubeziehen ist und hierdurch der pers\u00f6nliche Freibetrag des Erwerbers \u00fcberschritten wird.\u00a0<sup>3<\/sup>Soweit die Besteuerungsgrundlagen, z.B. die tats\u00e4chlich erzielte oder die \u00fcbliche Miete, f\u00fcr die nachtr\u00e4gliche Feststellung des Grundbesitzwerts zum Bewertungsstichtag nicht mehr ermittelt werden k\u00f6nnen, sind sie zu sch\u00e4tzen.\u00a0<sup>4<\/sup>Nach\u00a0\u00a7 181 Absatz 5 Satz 1 AO\u00a0kann eine gesonderte Feststellung des Grundbesitzwerts auch nach Ablauf der f\u00fcr sie geltenden Feststellungsfrist insoweit erfolgen, als der Grundbesitzwert f\u00fcr eine Steuerfestsetzung von Bedeutung ist, f\u00fcr die die Festsetzungsfrist im Zeitpunkt der gesonderten bzw. gesonderten und einheitlichen Feststellung noch nicht abgelaufen ist; hierbei bleibt\u00a0\u00a7 171 Absatz 10 AO\u00a0au\u00dfer Betracht.\u00a0<sup>5<\/sup>In diesen F\u00e4llen ist im Feststellungsbescheid ein gesonderter\u00a0<strong>Hinweis auf\u00a0<\/strong><strong>\u00a7 181 Absatz 5 Satz 1 AO<\/strong>\u00a0aufzunehmen.<\/p>\n<p>(5)\u00a0<sup>1<\/sup>Ist ein Grundst\u00fcckserwerb von Todes wegen nach den Regelungen des\u00a0\u00a7 13 Absatz 1 Nummer 4b oder 4c ErbStG\u00a0(Familienheim)\u00a0<strong>vollst\u00e4ndig steuerfrei<\/strong>, kann zun\u00e4chst darauf verzichtet werden, die Feststellung des Grundbesitzwerts anzufordern.\u00a0<sup>2<\/sup>Auf die Anforderung der Feststellung eines Grundbesitzwertes, der nach\u00a0\u00a7 13 Absatz 1 Nummer 4c ErbStG\u00a0wegen \u00dcberschreitens der Wohnungsgr\u00f6\u00dfengrenze nur\u00a0<strong>teilweise steuerfrei<\/strong>\u00a0ist, kann zun\u00e4chst dann verzichtet werden, wenn der steuerpflichtige Anteil zusammen mit etwaigen anderen Zuwendungen vom Erblasser &#8211; auch unter Ber\u00fccksichtigung etwaiger Vorerwerbe (Absatz 4) &#8211; den pers\u00f6nlichen Freibetrag des Erben nicht \u00fcberschreitet.\u00a0<sup>3<\/sup>Die jeweiligen Feststellungen sind bei einem nachtr\u00e4glichen Wegfall der Steuerbefreiungen nachzuholen, wenn die (vollst\u00e4ndige) Steuerpflicht des Grundst\u00fccks &#8211; ggf. unter Ber\u00fccksichtigung von Vorerwerben &#8211; zu einem \u00dcberschreiten der pers\u00f6nlichen Freibetr\u00e4ge f\u00fchrt.<sup>4<\/sup>Absatz 4 Satz 3 bis 5 gilt entsprechend.<\/p>\n<p>(6)\u00a0<sup>1<\/sup>Das Betriebsfinanzamt verzichtet zun\u00e4chst auf die Anforderung eines Grundbesitzwertes gem\u00e4\u00df\u00a7 151 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 BewG, wenn<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">1.<\/td>\n<td valign=\"top\">der Substanzwert (\u00a7 11 Absatz 2 BewG) offensichtlich nicht zum Ansatz kommt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">2.<\/td>\n<td valign=\"top\">es sich bei dem Grundst\u00fcck um betriebsnotwendiges Verm\u00f6gen handelt (kein Verm\u00f6gen im Sinne des\u00a0\u00a7 200 Absatz 2 BewG),<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">3.<\/td>\n<td valign=\"top\">es sich nicht um Verwaltungsverm\u00f6gen handelt (\u00a7 13b Absatz 2 ErbStG) und<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">4.<\/td>\n<td valign=\"top\">kein junges Betriebsverm\u00f6gen im Sinne des\u00a0\u00a7 200 Absatz 4 BewG\u00a0vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><sup>2<\/sup>Soweit der Verschonungsabschlag und der Abzugsbetrag mit Wirkung f\u00fcr die Vergangenheit nach\u00a0\u00a7 13a Absatz 5 ErbStG\u00a0wegfallen, sind die jeweiligen Feststellungen nachzuholen, wenn sie f\u00fcr die Besteuerung von Bedeutung sind.<\/p>\n<p>(7)\u00a0<sup>1<\/sup>In den F\u00e4llen der\u00a0<strong>mittelbaren Grundst\u00fccksschenkung<\/strong>\u00a0sind gesonderte Feststellungen des Grundbesitzwerts durchzuf\u00fchren.\u00a0<sup>2<\/sup>Entsprechendes gilt, wenn der Jahreswert der Nutzungen eines Grundst\u00fccks nach\u00a0\u00a7 16 BewG\u00a0zu begrenzen ist.\u00a0<sup>3<\/sup>Dabei ist der Grundbesitzwert auch dann f\u00fcr das gesamte Grundst\u00fcck festzustellen, wenn sich das Nutzungsrecht nur auf einen Teil des Grundst\u00fccks bezieht.<\/p>\n<p>(8)\u00a0<sup>1<\/sup>Beim Erwerb von\u00a0<strong>Betriebsverm\u00f6gen<\/strong>\u00a0(\u00a7\u00a7 95,\u00a096 BewG) ist f\u00fcr Betriebsgrundst\u00fccke der Grundbesitzwert gesondert bzw. gesondert und einheitlich festzustellen, wenn er f\u00fcr die Feststellung des Werts des Betriebsverm\u00f6gens erforderlich ist.\u00a0<sup>2<\/sup>Das ist stets der Fall, wenn<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">1.<\/td>\n<td valign=\"top\">der Substanzwert (\u00a7 11 Absatz 2 BewG) zu ermitteln ist,<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">2.<\/td>\n<td valign=\"top\">es sich bei dem Grundst\u00fcck um nicht betriebsnotwendiges Verm\u00f6gen handelt (\u00a7 200 Absatz 2 BewG),<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">3.<\/td>\n<td valign=\"top\">es sich um Verwaltungsverm\u00f6gen handelt (\u00a7 13b Absatz 2 ErbStG) oder<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">4.<\/td>\n<td valign=\"top\">junges Betriebsverm\u00f6gen im Sinne des\u00a0\u00a7 200 Absatz 4 BewG\u00a0vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>(9)\u00a0<sup>1<\/sup>Beim Erwerb eines\u00a0<strong>Anteils am Betriebsverm\u00f6gen<\/strong>\u00a0im Sinne des\u00a0\u00a7 97 Absatz 1a BewG\u00a0ist f\u00fcr Grundbesitz, der zum Gesamthandsverm\u00f6gen der Gesellschaft geh\u00f6rt, der Grundbesitzwert gesondert festzustellen, wenn er f\u00fcr die Feststellung des Werts des Anteils erforderlich ist.\u00a0<sup>2<\/sup>F\u00fcr Grundbesitz, der zum Sonderbetriebsverm\u00f6gen geh\u00f6rt und Gegenstand des Erwerbs ist, gilt dies entsprechend.\u00a0<sup>3<\/sup>Im Feststellungsbescheid ist auch anzugeben, wem der Grundbesitz zuzurechnen ist.<sup>4<\/sup>Dabei ist Folgendes zu beachten:<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">1.<\/td>\n<td valign=\"top\">Geh\u00f6rt der Grundbesitz in vollem Umfang der Gesellschaft, ist der Grundbesitzwert der Gesellschaft zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">2.<\/td>\n<td valign=\"top\"><sup>1<\/sup>Geh\u00f6rt der Grundbesitz nur zum Teil der Gesellschaft, ist neben dem gesamten Grundbesitzwert auch der auf die Gesellschaft entfallende Wertanteil festzustellen und der Gesellschaft zuzurechnen.\u00a0<sup>2<\/sup>Die \u00fcbrigen Miteigent\u00fcmer sind nicht am Verfahren zu beteiligen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">3.<\/td>\n<td valign=\"top\">Bei Grundst\u00fccken des Sonderbetriebsverm\u00f6gens gilt dies entsprechend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><sup>5<\/sup>Der nach diesen Grunds\u00e4tzen gesondert bzw. gesondert und einheitlich festgestellte Grundbesitzwert bzw. anteilige Grundbesitzwert geht in die Ermittlung der erworbenen Beteiligung an der Personengesellschaft ein.<\/p>\n<p>(10)\u00a0<sup>1<\/sup>Beim Erwerb eines\u00a0<strong>Anteils an einer Kapitalgesellschaft<\/strong>\u00a0ist f\u00fcr Grundbesitz, der zum Verm\u00f6gen der Gesellschaft geh\u00f6rt, der Grundbesitzwert gesondert festzustellen, wenn er f\u00fcr die Feststellung des Werts des Anteils erforderlich ist.\u00a0<sup>2<\/sup>Absatz 8 Satz 2 gilt entsprechend.<\/p>\n<p>(11)\u00a0<sup>1<\/sup>Bei\u00a0<strong>mehrmaligem Erwerb<\/strong>\u00a0einer wirtschaftlichen Einheit\u00a0<strong>innerhalb eines Jahres<\/strong>\u00a0hat das jeweilige Lagefinanzamt der Wertermittlung einen bereits festgestellten Grundbesitzwert (sog. Basiswert) zu Grunde zu legen, wenn innerhalb dieses Jahres keine wesentlichen \u00c4nderungen eingetreten sind.\u00a0<sup>2<\/sup>Der Basiswert ist der f\u00fcr den ersten Erwerbsfall auf den jeweiligen Bewertungsstichtag ermittelte Grundbesitzwert.\u00a0<sup>3<\/sup>Dieser Basiswert gilt ab diesem Zeitpunkt f\u00fcr einen Zeitraum von einem Jahr.\u00a0<sup>4<\/sup>Nach Ablauf der Jahresfrist ist f\u00fcr den jeweils n\u00e4chsten Erwerbsfall eine Bewertung nach den Verh\u00e4ltnissen vom Bewertungsstichtag durchzuf\u00fchren und damit zugleich ein neuer Basiswert zu ermitteln.\u00a0<sup>5<\/sup>Der Erkl\u00e4rungspflichtige kann eine von dem Basiswert abweichende Feststellung des Grundbesitzwerts nach den Verh\u00e4ltnissen im Bewertungsstichtag durch Abgabe einer Feststellungserkl\u00e4rung mit den daf\u00fcr erforderlichen stichtagsbezogenen Grundst\u00fccksdaten beantragen.\u00a0<sup>6<\/sup>Sofern der festgestellte Grundbesitzwert innerhalb einer Jahresfrist als Basiswert einer weiteren Feststellung zu Grunde gelegt wird, verl\u00e4ngert sich hierdurch nicht die Jahresfrist des\u00a0\u00a7 151 Absatz 3 BewG.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>R B 151.2 Gesonderte Feststellung von Grundbesitzwerten nach \u00a7 151 BewG (1)\u00a01Das Lagefinanzamt (\u00a7 152 Nummer 1 BewG) hat nach\u00a0\u00a7 151 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 BewGGrundbesitzwerte festzustellen.\u00a02Die Zugeh\u00f6rigkeit von Wirtschaftsg\u00fctern zum Betriebsverm\u00f6gen oder Grundverm\u00f6gen richtet sich nach ertragsteuerlichen Grunds\u00e4tzen (\u00a7\u00a7 95\u00a0bis\u00a097 BewG). (2) Hinsichtlich der Zurechnung der wirtschaftlichen Einheit gilt Folgendes: 1. 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